Berliner Stadtschloss - Umfeld (Schlossplatz, Schlossfreiheit, Lustgarten & Spreeufer)


  • Da kommt man schon jetzt, auch ohne U-Bahn hin, einfach S- Bahn bis Hackescher Markt oder Busse nehmen.

    Ich denke auch, die allermeisten laufen an der Spree vom Hackeschen Markt oder sie nehmen die bekannten 100er oder 200er oder eben die unsäglichen Hop-On-Hop-Off-Teile.
    Und - nicht zu vergessen - die unendliche Armada von Mieträdern, die jetzt schon überall herumliegen.

  • Hallo Erbse,
    ich kann etwas zur Hisch`schen Schneider-Akademie sagen: meinem Urgroßvater Hermann Gronemeyer gehörte diese Akademie. Meine Großmutter erzählte mir immer, dass ihr Vater vom Balkon aus, dem Kaiser zuwinken konnte.
    Leider habe ich meinen Urgroßvater nicht mehr kennen gelernt. Anbei ein Foto meines Urgroßvaters mit seiner Frau und den Kindern.images.pdf

  • @ Moderator: ich würde Sie bitten die letzten Beiträge in den Thread "Einheitsdenkmal" zu verschieben. Dort wird bereits darüber diskutiert.




    Moderationshinweis (Riegel):
    Danke für's Aufmerksammachen; habe die Beiträge verschoben.

  • Es wäre doch wohl angemessen - und sicher auch im Sinne des Denkmalschutzes - an dieser Stelle dass zu zeigen, was vom Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal noch vorhanden ist. Meine Wunschvorstellung wäre, die Kolonnaden in etwas reduzierter Form wieder aufzubauen und die Mosaike wieder aufzubringen. Außerdem sollte man den Adler aus dem Märkischen Museum und die Löwenfiguren aus dem Tierpark in irgendeiner Form dort aufstellen. Ergänzen kann man das ganze noch mit erklärenden Tafeln zur Geschichte der Schlossfreiheit.

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Gibt es eigentlich einen Grund dafür, warum die Spree verschmälert wurde? Selbst beim Palast der Republik war sie breiter. Es kann doch nicht damit zu tun haben, dass so ein Mittelpfeiler an der "Langen Brücke/Rathausbrücke" nicht mehr möglich war und somit auch das Denkmal des Großen Kurfürsten dort nicht mehr aufgestellt werden kann.

  • Die Rathausbrücke hätte auch den Kurfürsten getragen - es war nicht gewollt.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Sorry Loggia,im Ehrenhof des Schloss Charlottenburg gehört das Denkmal einfach nicht hin,es steht da völlig deplaziert und jeder Sinnhaftigkeit beraubt. Das Denkmal wurde von Andresas Schlüter für die Lange Brücke geschaffen,auf das Schloss ausgerichtet.

  • Wo steht denn überhaupt das Original? Ist der Große Churfürst im Bode-Museum Original oder Kopie? Jener vorm Charlottenburger Schloß Original oder Kopie?

  • Wo steht denn überhaupt das Original? [...]

    Sowohl im Ehrenhof von Schloss Charlottenburg, als auch in der Kuppelhalle des Bodemuseum.


    [...] Ist der Große Churfürst im Bode-Museum Original oder Kopie? [...]

    Das Reiterstandbild ist eine Kopie, irgendwann um 1900 erstellt. Der Sockel gehört zum Original.


    [...] Jener vorm Charlottenburger Schloß Original oder Kopie?

    Das Standbild und die Figuren sind von Schlüter, der Sockel ist eine Kopie, wohl für die Aufstellung in Charlottenburg Anfang der 50er erstellt.

    Es gibt eine Architektur, die zur Landschaft gehört, sowie eine andere, die sie zerstört.

  • Die Wiedergewinnung der Langen Brücke wäre ein wichtiges Stück Stadtreparatur gewesen, auch mit der jetzigen Gestaltung der Ostseite des Humboldt-Forums. Die aktuelle Brücke ist ja optisch doch etwas gewöhnungsbedürftig, vorsichtig ausgedrückt.


    Man hätte das Denkmal auch in Charlottenburg stehen lassen und das aus der Kuppelhalle des Bode-Museums auf die rekonstruierte Brücke stellen können. Auch wenn es dort sehr schön und geschützt vor der Witterung steht, hätte man am ehesten eben im Bode-Museum darauf verzichten können. Sicher hätte man aus den Magazinen einen anderen, würdigen Blickfang für den Eingangsbereich finden können.


    Nun, da man mit der neuen Brücke Fakten geschaffen hat, könnte ich mir noch vorstellen, den großen Kurfürsten auf den freien Platz auf der Monbijoubrücke, gegenüber dem Eingang zum Bode-Museum, zu stellen. Quasi als Reminiszenz für die ehem. Situation weiter südlich. Hier fehlt zumindest ein Blickfang. Das Denkmal Friedrichs des III. wieder zu bekommen dürfte allerdings Wunschdenken bleiben.

    "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"

  • Nein, da gehört Kaiser Friedrich hin, der Namensgeber des Kaiser-Friedrich-Museums, das - gegen seinen Willen - nach dem Museumsdirektor Bode benannt wurde. Bode war ein glühender Monarchist und hätte sich das verbeten.

    „Ärzte können ihre Fehler begraben, aber ein Architekt kann seinen Kun­den nur raten, Efeu zu pflanzen.“
    George Sand

  • Wir werden sehen, ob in Zukunft wieder der Große Kurfürst aus Charlottenburg an den Schlossplatz kommen wird. Vielleicht findet man ein Plätzchen am Brückenkopf. Für den Sockel des Kaiser-Wilhelm-Denkmals ist er jedenfalls zu klein dimensioniert.
    Bleibt die Frage offen, warum wurde die Spree verkleinert?

  • Je mehr die Gestaltung der Spreeseite sichtbar wird, umso mehr bin ich davon geschockt. Was für eine verpasste Chance hier durch breite Treppenanlagen und Terrassen diese Seite zu beleben. Jetzt kommt tatsächlich diese entsetzliche Rampe mit großen Flächen für Graffiti - was ein Trauerspiel. Wie konnte man sich nur für diesen unüberlegten, ja dummen, Entwurf entscheiden - dazu die Unterführung an der Rathausbrücke, die seit Eröffnung bereits eher eine öffentliche Bedürfnisanstalt gleicht. Schade, Schade, Schade.

  • Die Moderne kann leider nicht Architektur (und Stadträume schaffen). Wie lange wird es noch dauern, bis auch sie Architekten das überrissen haben...aber alle werden aufatmen, wenn dieses wohl dunkelste bauhistorische Zeitalter europäischer Geschichte durch eine längst überfällige Renaissance endlich abgelöst wird. Die jetzigen und bitter notwendigen Rekos sind doch nur die Vorboten für das, was erst kommen wird. Leider werden erst dann die alten und gerade in Bau befindlichen Bausünden revidiert werden können.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Offener Brief von zahlreichen Prominenten an den Bundestag bezüglich des Standortes des geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmals:


    "„Die Idee dieses Freiheits- und Einheitsdenkmals mag gut sein, jedoch bitte nicht an diesem Platz vor dem Humboldt Forum! Das Nationaldenkmal in direkter Nachbarschaft mit / vor dem Humboldt Forum (Haupteingang) stellt den kosmopolitischen Inhalt und Anspruch des Humboldt Forums existentiell in Frage.“ Die barocke Fassade des Berliner Schlosses (Humboldt-Forum) passe mit der geplanten riesigen Wippe nicht zusammen."


    Quelle:


    https://www.welt.de/kultur/art…-gegen-Einheitswippe.html