Posts by Ein_Hannoveraner

    Quelle: https://www.facebook.com/PotsdammitGarnisonkirche/

    Ein_Hannoveraner Es gibt keine Lisenenkapitelle. Eine Lisene ist per Definition ein vertikales Gliederungs ohne Basis und Kapitell (Koepf/Binding: Bildwörterbuch der Architektur)


    Was Sie meinen ist ein Pilaster! :wink:


    (...)

    Danke für die Korrektur, ich habe das Bildwörterbuch zwar auch, aber dieser Unterschied war mir noch nicht so bewusst... Kommt wahrscheinlich daher, da ich mich zur Zeit viel mit neogotischen Hausfassaden und Kirchen beschäftige, da kommen Kapitelle in Fassadengliederungen eher selten vor... Da lerne ich noch gerne dazu und bin zukünftig etwas sorgfältiger (ist jetzt korrigiert).

    Auch auf der FB-Seite der Stiftung gab es heute einen neuen Einblick in das Baugeschehen: offenbar wurde das erste Pilasterkapitell des (Läute-) Glockengeschosses versetzt, nach dem mir vorliegenden Plan liegt dessen Oberkante bei +40,16 m über dem Eingangsfussboden. Es werden also demnächst 40 m Mauerwerkshöhe erreicht. Im Film ist ausserdem schon ein Element der Lehrschalung - bzw. eine Schablone - für die Ovalfenster in dieser Höhenlage zu erkennen.


    https://www.facebook.com/watch/?v=301108668274866

    Mitte der Woche wurde an den Abschlussbögen zweier Schallluken gemauert (Nord- und Ostseite, Fotos bei Instagram), deren Scheitelpunkt (Unterkante der inneren, höhere Bögen) liegt bei + 36,75 m über Eingangsfussboden (Quelle: sehr detaillierter Turmschnitt, der als Werbung für Treppenstufenspenden von der Stiftung herausgegeben wurde). Das gesamte Mauerwerk dürfte also eine Höhe etwas darunter, also tatsächlich leicht über 35 m ab Oberkante Eingangsfussboden erreicht haben.

    In der Gartenallee in Hannover-Linden gab es in den letzten Jahren eine Teilrekonstruktion, das komplette Dach der Villa Stephanus fehlte seit der Kriegszerstörung, über dem Obergeschoss war ein Flachdach mit hoher Attika. Da die hier lange Zeit untergebrachte Polizeiwache Linden vor ein paar Jahren in ein anderenorts neugebautes Gebäude umgezogen ist, wurde die Villa von einer Bauherrengemeinschaft erworben und weitgehend originalgetreu aufgestockt, um mehr Wohnungen unterbringen zu können. Die Bebauung der Gartenallee ist übrigens in diesem Abschnitt nahezu komplett aus der Zeit 1895 - 1910 erhalten mit Ausnahme des Lindener Elektrizitätswerkes an dessen Stelle in den 1970er Jahren ein zeittypischer Neubau eines Seniorenwohnheims entstand.

    https://www.facebook.com/photo…5&set=gm.1918266521663234


    Vorzustand:

    https://www.google.com/maps/@5…kZZ1IA!2e0!7i13312!8i6656

    Hat die Straßenbahn denn in Berlin inzwischen eine Vorrangschaltung? Ich war 2004 mal in Weißensee zu Gast und musste am nächsten Morgen zu einem Termin nahe Hackescher Markt. Aufgrund der Entfernung und ohne Umsteigen hatte ich eine Fahrzeit unter 1/2 Stunde angenommen, gedauert hat es dann tatsächlich 55 Minuten, morgens um 8 Uhr. An jeder größeren Kreuzung (keine Haltestelle...!)- gefühlt waren es so 7 - 8 - stand die Bahn 1 - 2 Minuten, manchmal sogar schon wieder kurz nach Abfahrt von einer Haltestelle. Da scheint es keine Abstimmung in der Verkehrsleitung zwischen Straßenbahn und PKW/LKW gegeben zu haben. Ich bin dann auch drastisch zu spät gekommen...

    Hier in Hannover hat die Stadtbahn durchweg Vorfahrt, die Ampeln werden dementsprechend voraus gesteuert, einen Halt ausserhalb von Haltestellen gibt es eigentlich nur bei Unfällen, oder wenn ein PKW z. B. beim Abbiegen zu dämlich ist und im Gleis steht. Auch sind die Haltestellen oft so positioniert, dass der reguläre Halt mit der Rotphase vor einer Kreuzung synchronisiert ist. Fahrtzeit z.B vom Döhrener Turm nach Laatzen (ich habe mal eine ausschließlich oberirdische Strecke gewählt, die durchweg auf der stark befahrenen Hildesheimer Straße verläuft) für 6 km keine 15 Minuten...

    Mit einer intelligenten Steuerung und Abstimmung lässt sich also auch schon vieles verbessern.

    Allerdings hatten wir im letzten Winter drastische Probleme, durch Frostschäden auf allen Linien (Betonplatten an Überwegen hoben sich plötzlich aus dem Gleisbett) fiel das Stadtbahnsystem mehrere Tage komplett aus, mit Notverkehren gerechnet dauerten die Störungen fast zwei Wochen... Von daher bin ich, wo es - wie in Berlin - sinnvoll ist, für einen Ausbau der witterungsunabhängigen U-Bahnnetze .

    *Stöhn* Das Quartier besteht nun mal aus mehreren Einzelgrundstücken, für die mehrere Eigentümer unabhängig voneinander verantwortlich sind - was ja auch ganz in unserem Sinne sein dürfte. Da kann jeder nach Erteilung der Baugenehmigung anfangen, wann er lustig ist. Einen Zwang zur gemeinsamen Bauerstellung bzw. Koordinierung gibt es m. E. nicht (sh. Lübecker Gründerviertel, dort gibt es auch nebeneinander die verschiedensten Baustadien von leeren Gruben bis zum zweiten drin gefeierten Osterfest...). Das bedeutet lange nicht, dass die einzelnen Grundstücke in zeitlicher Abfolge nacheinander bebaut werden... Der Bauherr vom "Plögerschen Gasthof" war nun mal besonders schnell am Start...

    Ich müsste mich schon sehr irren, aber ich denke, in den nächsten Wochen wird auch auf anderen Grundstücken begonnen. Es sei denn - in Potsdam scheint ja so einiges möglich zu sein - es gibt eine gezielte Vorgabe zur Erstellung der Bauten. das wäre dann schon eine ziemliche Zumutung für Bauherren/ Investoren...

    Was mich erstaunt hat, wie dünn die Natursteinplatten auf der Fassade waren. Auf mich machten sie einen deutlich massiveren Eindruck:



    Ich wusste gar nicht, dass man schon in der Gründerzeit derart dünne Platten vorgeblendet hat. Irgendwie hat man das damals besser hinbekommen, heute sieht man das ja meistens auf den ersten Blick.

    Die Verblendung ist auch nicht aus der Gründerzeit, sondern eher einem Wiederaufbau nach Kriegszerstörungen geschuldet. Das rote Ziegelmauerwerk unten sieht alt aus, das weiße darüber besteht aus Kalksandstein, wurde also später ergänzt (diese kleinformatigen Kalksandsteine sind typisch für die 50er und frühen 60er Jahre). Ich schätze mal, das Mitte/ Ende der 50er Jahre ein umfangreicher Wiederaufbau erfolgte und dabei die dünne Verblendung aufgebracht wurde. Vor der Zerstörung mag das Gebäude verputzt oder sogar teilweise steinsichtig gewesen sein (Klinker).

    Ergänzend dazu ein Link zur Facebookseite der Stiftung, in der Donnerstag wieder aktuelle Bilder vom oberen Gerüstende gepostet wurden:


    https://www.facebook.com/Stift…689631531/254208202964913


    Das in zwei Bildern zu sehende Sandsteingesims liegt - lt. durch die Stiftung veröffentlichter Turmansichtszeichnung mit Höhenkoten (Höhenbemassungen) - mit der Oberkante bei 29,16 Metern über dem Eingangs-/ Kapellenfussboden.

    Die Hälfte der Höhe des massiven Turmmauerwerks ist also bald geschafft...

    Die "Villa Holland" wird auch als "Villa Salve Hospiz" bezeichnet (falls jemand noch weiter recherchieren will...) , unter dieser Bezeichnung gab/ gibt es sogar einen kleinen Kunstführer aus dem Deutschen Kunstverlag (einige hier werden ja - wie ich - Kunstführerhefte sammeln...)

    Ich sehe das mittlerweile etwas ambivalent... Ich schätze die Mühe, die sich mancher gibt, historische Aufnahmen durch Nachkolorierungen dem heutigen Betrachter näherzubringen, sehr... Ich fürchte allerdings bei dem jetzt erreichten, recht perfekten Qualitätsstandard dieser Nachkolorierungen einen Wertverlust der wenigen "echten" Farbfotos/ -Filme der Vorkriegszeit, da sie von Laien gar nicht mehr und von Fachleuten nur schwer von den "Interpretationen" unterscheidbar sind... Echte, neuentdeckte Farbfotos/ Farbdias/ Farbfilme wirken dann gar nicht mehr so sensationell, wie sie eigentlich sein müssten...

    Das Bild der Garnisonkirche enthält z. B. einen eklatanten Fehler: das Dach des Kirchenschiffs war nicht mit Ziegeln, sondern mit Schiefer eingedeckt und müsste somit blau-schwarz erscheinen, nicht hellrot. Das beweisen die Farbdias von Loebenstein (jetzt im Potsdam-Museum, vor einigen Jahren konnte ich noch eine in DDR-Zeiten aufgelegte Sammelmappe mit Reproduktionen erwerben) aus den Jahren um 1940 sowie einige Gemälde...