Posts by Meister Lampe

    Eigentlich dachte ich, das das Thema Rechenzentrum und Staudenhof nicht mehr behandelt werden müsste, da die Gebäude im Rahmen des Umbau der Potsdamer Mitte irgendwann abgerissen werden aber es wird doch noch einmal zu einer Zitterpartie 🤨.

    Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN), hat am 20.02.2021 ein Interview mit Eckart Conze geführt. Herr Conze sagte in dem Interview gegenüber Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) „Die Garnisonkirche kann kein positiver Bezugspunkt sein“.


    https://m.pnn.de/potsdam/inter…spunkt-sein/26936106.html


    Nun eine Frage an die Teilnehmer im Forum oder Mitglieder in der Stiftung Garnisonkirche. Wie bewertet ihr dieses Interview?

    Die Winterpause ist vorbei und die Stadtverordnetenversammlung hat folgende Beschlüsse gefasst:


    Kreativquartier: Die Stadtverordneten haben eine Leitentscheidung für das städtebauliche Konzept des Kreativquartiers getroffen. Diese soll als Grundlage für den Bebauungsplan dienen. Potsdams Baubeigeordneter Bernd Rubelt (parteilos) sagte, mit diesem Beschluss sei das Werkstattverfahren auch unter Beteiligung der Kreativen zu einem Ziel geführt worden. Die Vorlage basiere auf den Ergebnissen des etwa dreijährigen Verfahrens. Carsten Linke (Die Andere) hob hervor, es habe durchaus auch Holprigkeiten gegeben in dem Prozess. Seine Fraktion werde trotzdem zustimmen.


    Potsdam-Museum: Mit großer Mehrheit haben die Stadtverordneten einen Antrag der Linken beschlossen, dass geprüft werden soll, ob die geplante Erweiterung des Potsdam Museums als Standort für die regionale Kunst in das neue KreativQuartier eingeordnet werden kann. Die CDU schloss sich dem Antrag der Linken an. Allerdings fügte Anna Lüdcke (CDU) an, dadurch dürfe für die Künstler aus dem Rechenzentrum kein Nachteil entstehen. Aus dem Potsdam Museum kam eine positive Reaktion. 25 000 Gemälde aus dem Bestand würden derzeit nicht gezeigt, weil es keinen Platz dafür gibt. „Wir brauchen dringend mehr Platz“, sagte Markus Wicke, Vorsitzender des Fördervereins des Potsdam Museums. Er lobte den Antrag, und bat darum, diesen schnell zu beschließen. Wie berichtet soll parallel dazu eine Machbarkeitsstudie klären, ob zum Beispiel ein Anbau an das 2012 im Alten Rathaus eröffnete Museum möglich ist.


    Staudenhof: Mit deutlicher Mehrheit haben die Stadtverordneten einen Antrag der Fraktion die Andere abgelehnt, die eine stärkere Förderung der Sanierung von Bestandsgebäuden erreichen wollte. Dadurch, so die alternative Fraktion, sollte die sogenannte graue Energie für einen Neubau eingespart und Ressourcen geschont werden. Lediglich die Stadtverordneten von die Andere und der Linken stimmten dem Antrag zu, SPD, Grüne, CDU, FDP und AfD stimmten dagegen.


    Der Grund, den auch die Stadtspitze klar artikulierte: „Der Antrag schafft mehr Verwirrung als Klarheit.“ So formulierte es Potsdams Baubeigeordneter Bernd Rubelt (parteilos) bereits im Hauptausschuss. Denn es sei weder klar, um welche Art von Förderung es genau gehe, noch werde berücksichtigt, dass in Potsdam bereits mit Hilfe von Fördermitteln und energetisch sinnvoll Bestandsgebäude saniert wurden. Carsten Linke (Die Andere) warf den Grünen vor, sich gegen ressourcenschonendes Bauen einzusetzen. Gert Zöller (Grüne) wies das zurück: Der Text beinhalte zu viele Unklarheiten, um zustimmen zu können. Zum Hindernis war unter anderem die Überschrift geworden, die suggerierte, es gehe speziell um den Staudenhof. Im Antrag selbst wird dieser jedoch gar nicht erwähnt, lediglich als Beispiel in der Begründung angeführt. Babette Reimers (SPD) hatte etwa im Bauausschuss erklärt: „Für den Staudenhof gibt es ein Moratorium. Das nimmt uns die Möglichkeit, da zuzustimmen.


    Garnisonkirche: Weg frei für die nächsten Schritte der Kompromisssuche für den Standort von Garnisonkirche und Rechenzentrum. Wie zuvor bereits der Hauptausschuss hat die Stadtverordnetenversammlung den Vorschlag des Oberbürgermeisters mit deutlicher Mehrheit beschlossen. Demnach soll es in den kommenden Monaten in einem moderierten Prozess um ein inhaltliches Konzept gehen, was an dem seit Jahren umstrittenen Standort passieren soll. Der sogenannte Design-Thinking-Prozess soll 70.000 Euro kosten. „Die gemeinsam erzielten Arbeitsergebnisse sind bei künftigen Machbarkeitsstudien zu berücksichtigen“, heißt es in dem Kompromiss, den auch die Stiftung Garnisonkirche und die Nutzer des Kulturhauses Rechenzentrum mittragen.


    Glockenspiel: Ein wissenschaftliches Gutachten zur Zukunft des abgeschalteten Glockenspiels der Garnisonkirche liegt nun in der Verwaltung vor. Das sagte Kulturdezernentin Noosha Aubel (parteilos), angefragt hatte die AfD. Das Gutachten soll klären, ob man das Glockenspiel an der sogenannten Plantage einschmelzen kann - oder ausstellen sollte. Zum Inhalt des Gutachtens machte die Dezernentin keine weiteren Angaben. Die Studie sollte vom Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF) erstellt werden. Das Glockenspiel war wegen seinen revanchistischen Inschriften 2019 abgeschaltet worden, unter anderem die Initiative „Mitteschön“ hatte dagegen protestiert.


    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 18.02.2021)

    Ich glaube dass man in Nürnberg nicht komplett beim Wiederaufbau in der Nachkriegszeit versagt hat. Rund um die Altstadt hat man Häuser, auch wenn dies neue Gebäude sind, so gebaut und angepasst hat, als würden diese dort schon immer stehen. Man hat hier auf dem alten Grundriss gebaut und auch die Höhen der Gebäude eingehalten.


    Was ich kritisieren muss, dass es damals keine Leitbaukonzept gab, welche Plätze und Gebäude wichtig sind um diese zu rekonstruieren. Aber auch hier stand wie überall in Deutschland (Ost/West) der Wohnungsbau an erster Stelle.

    Der Bund hat auch zum großen Teil den Wiederaufbau des Berliner Schloss finanziert (wenn man hier überhaupt von einer Rekonstruktion sprechen kann) und stellt auch Geldmittel bereit zum Wiederaufbau des Turm von Schloss Neustrelitz . Ich würde mir auch wünschen, dass der Bund Geldmittel bereitstellen würde, zur Rekonstruktion des "Langer Franz" und des "Kleiner Cohn" (Turmspitzen) in Frankfurt/Main und man bei den verschiedenen Projekten nicht nur auf Spenden angewiesen ist.

    Das linke Blatt "neues deutschland (nd)" hat sich am 11.02.2021 ebenfalls mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche in einem Artikel befasst und folgendes Zitat möchte ich hervorheben:


    "Der für Kommunikation zuständige Vorstand Wieland Eschenburg wirbt um Verständnis dafür, dass seine Stiftung Garnisonkirche »nicht alles stehen und liegen lassen kann«, weil sich drei Kritiker offensichtlich viele Monate Zeit genommen haben, um das vorgelegte Papier zu erstellen. »Wir werden natürlich die Ausarbeitung studieren, haben aber keine Veranlassung, jetzt hektisch zu reagieren". :thumbsup:


    https://www.neues-deutschland.…ttel-und-sand-gebaut.html


    Mit dem Zitat von Wieland Eschenburg ist für mich eigentlich auch alles gesagt....!


    Bündnis 90 / Die Grünen haben sich zu Resulutionforderungen der Hohenzollern gegenüber der Bundesrepublik Deutschland in einem Diskussionsbeitrag befasst. Es wurde der Titel gewählt "Keine Sonderrechte für den Adel".


    (Quelle: Bündnis 90 / Die Grünen; Youtube, 03.02.2021)

    Im wissenschaftlichen Beirat der Stiftung Garnisonkirche gibt es zwei personelle Veränderungen. Zwei renommierte Mitglieder haben das zehnköpfige Gremium kürzlich verlassen. So arbeiten die Direktorin des Potsdamer Einsteinforums Susan Neiman und der frühere polnische Botschafter in Deutschland Jerzy Margański nicht mehr im Beirat mit.


    https://www.pnn.de/potsdam/per…-mitglieder/26899068.html

    (Quelle: Potsdamer Neuste Nachrichten, 09.02.2021)


    Personelle Veränderungen gibt es in jedem Verein, Unternehmen usw. Aber lest selber, wer hier versucht einen großen Luftballon aufzublasen und es nicht hinbekommt.


    Ich möchte diesen Beitrag noch ergänzen, denn auch am 11.02.2021 hat sich Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) in einem Artikel, mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche beschäftigt.


    In dem Artikel fordern die Kritiker des Wiederaufbau der Garnisonkirche, Transparenz über die Verwendung der Mittel und eine Prüfung der Förderung.


    https://www.pnn.de/potsdam/fin…oerderstopp/26901730.html



    Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) berichtet in der Ausgabe vom 04.02.2021, dass die Stadtverordneten über den Abriss des Staudenhof und den Neubau von Sozialwohnungen auf dem Areal entscheiden sollen.


    https://www.pnn.de/potsdam/pot…steht-bevor/26884738.html


    Um was geht es bei der Abstimmung denn genau? Ist der Abriss des Staudenhof nicht beschlossene Sache? Könnten die Stadtverordneten das Leitbaukonzept noch einmal in Frage stellen? Denn man ist ja inzwischen mehr auf wohnungspolitische und gesellschaftliche Belange fixiert.

    Wenn keine Mäzen kommt, der noch einmal 3-4 Millionen Euro auf den Tisch legt, dann wird es noch lange dauern bis der Außenkranz mit Figuren und Vasen bestückt ist.


    Oder man macht es wie beim Berliner Stadtschloss, man gründet bundesweit Freundeskreise die Geld einsammeln aber dann benötigt man einen Fürsprecher. Herr von Boddien hat das wirklich gut gemacht und selbst ich habe schon mehrere hundert Euro, in Form von kleinen Summen monatlich, für das Stadtschloss Berlin gespendet, denn ich möchte ein Teil davon sein!

    Der Berliner Kurier hat sich am 13.01.2021 mit der Zukunft der Mosaike des Kaiser- Wilhelm-Nationaldenkmal in einem Artikel beschäftigt.


    https://www.berliner-kurier.de…ueckkehren-soll-li.132186


    Ich kann die Kulturstaatsministerin nicht verstehen, überall wird von Brüchen gesprochen und hier kann man Alt und Neu wunderbar verbinden. Aber nein, sie kehren nicht an ihren Ort zurück. Nun ja der Sockel wurde ja auch schon zerstört aber vorher mit Steuergeldnern noch instand gesetzt.


    Zum Thema Sockel, es gibt noch einige erschütternde Bilder in einem Bericht der Berliner Zeitung vom 07.01.2021. Der Bericht ist übrigens gesperrt :sad:.


    https://www.berliner-zeitung.d…rberei-li.130563?pid=true


    Es ist Kulturbarberei :augenrollen::augenrollen::augenrollen:

    Werden denn alle Figuren an ihrem Originalplatz aufgestellt?


    Es hieß doch einmal, dass man auch bereits bestehende Figuren auf einen Platz stellen kann, wo vorher einen andere Figur stand. Aber würde hier nicht eine bestehende Reihenfolge zerstört. Friedrich Wilhelm II hat sicher nicht die Figuren ohne eine Bedeutung an die Stelle gesetzt.

    Konstantindegeer meinte es geht im April los.


    Ich glaube von den Originalfiguren auf dem Humboldt- Universität gibt es keine Aufzeichnungen mehr. Es soll wohl nur noch eine Figur (Jason) erhalten sein. Außerdem gehe ich davon aus, dass weder die Stadt Berlin noch das Humboldt- Universität Geld für neue Figuren ausgeben wird, wenn doch Figuren bereits auf dem Dach stehen. Eine Restaurierung der Figuren ist wahrscheinlich günstiger als komplett neue Figuren zu erschaffen.


    https://www.hu-berlin.de/de/ue…wahrung-einer-zeitschicht

    (Quelle: Humboldt Universität)

    Wenn ich mir die Karte so anschaue, fehlt aber eine Figur am Außenkranz des Stadtschloss die zum jetzigen Zeitpunkt auf der Humboldt- Universität steht.


    Die Figurenreihe in Verbindung mit den Vasen, die bis zur Zerstörung im 2. Weltkrieg auf den Stadtschloss standen, standen sicher nicht umsonst in dieser Reihenfolge auf dem Stadtschloss. Das bedeutet, sicher kann man am Außenkranz des Stadtschloss eine andere Figur an die Stelle setzen (Ersatze) aber dann wäre ja die Verbindung zwischen Figuren und Vasen unterbrochen.


    Es war doch einmal die Aussage getroffen worden, das F. W. II nicht ohne Grund die Figuren und Vasen an die entsprechende Stelle gesetzt hat.

    Nachdem von den meisten Figuren Kopien angefertigt werden, gehe ich davon aus das auch von den sechs Figuren, die auf der Humboldt-Universität in Berlin stehen, auch Kopien angefertigt werden.


    Wir hatten es ja schon einmal diskutiert und die Figuren auf dem Dach der Humboldt- Universität sind ja in einem beklagenswerten Zustand. Auch weigern die Denkmalbehörde und die Humboldt- Univeristät in Berlin, dass die "Dauerleihgaben" wieder an die Stadt Potsdam zurückzugeben. Vom Oberbürgermeister in Vertretung der Stadt Potsdam erwarte ich da nicht viel.


    @ Konstantindegeer: muss der Stadtschlossverein sich darauf einstellen, dass von diesen sechs Figuren, die auf dem Dach der Humboldt- Universität in Berlin stehen auch Kopien angefertigt werden oder treten diese doch noch irgendwann ihre friedliche Heimreise nach Potsdam an?