Posts by Kaiser Karl

    Danke für diese Augenweide! Was für ein wundervolles Gebäude. Ich bin sprachlos!!

    Es scheint ja sehr gut durch den Krieg gekommen zu sein, wenn es keine Rekonstruktion ist. Das heißt, dass das Innere wohl erhalten und eine Wucht ist!

    Also ich bin sprachlos. Diesen Prachtbau hatte ich damals nicht gesehen, nur eben diesen langen Bau, wo auch Stahlwalzhof oder so über dem Mittelportal stand. Sehr verwirrend. Aber vielen Dank für die Aufklärung! Wenn es euch nicht gäbe würde so mancher dumm sterben.:crying:

    Also wenn das ein Foto ist, hat man das Gebäude sicher rekonstruiert. Aber das hat sich wirklich gelohnt. Damals, als ich über diese Hauptstraße lang fuhr, war nur eine schmucklose Fassade da. Über dem Eingang stand irgendwas von Stahlwalzhof oder so. Aber das muss der Bau gewesen sein. Ich muss mal da hin und das Gebäude anschauen.

    Ja genau den meine Ich. Boh, irre Animation auf dem Bild. Wie sieht er denn heute aus? Hat er noch den prachtvollen Saal?

    Ich war mal vor langer Zeit da. Beeinduckend war er nicht mehr. Eine moderne Nachgriegsfassade, die fast an die Reichskanzlei erinnert. Irre lange monotone Rasterfassade aus Sandstein mit Mittelportal. Schade. Hat jemand Fotos, wie es direkt nach dem Krieg aussah? Vielleicht wäre noch viel zu retten gewesen.

    Auch mal Fotos von alten Elementen des Stallhofes machen. Der soll ja zum Teil den Krieg einigermaßen überstanden haben und noch alte Elemente besitzen.

    Eigentlich war der damaligen Regierung ab 1943 irgendwann klar, dass Deutschland verwüstet wird. Man hätte so viel retten können. Auch die Dresdner Frauenkirche.

    Ab 1945 war dann jedem klar, der in einer noch verschonten Stadt lebte, dass es bald schwere Luftangriffe geben würde. Hätte man z.B. die Fenster der Dresdner Frauenkirche vermauert, wäre das Innere nicht in Brand geraten und sie wäre nicht eingestürzt. Hätte man das besonders bedeutende Berliner Schloss in Brandabschnitte aufgeteilt und einige der Innenwände zu Brandmauern gemacht, was sehr schnell gegangen wäre in dem man die wertvollen Holztüren irgendwo deponiert hätte und die Türen zum Teil zugemauert oder durch Eisentüren ersetzt hätte, dann wäre das Berliner Schloß nie ausgebrannt und selbst Ulbricht hätte es dann nicht gesprengt, wenn ca. 50 % der historischen Innenräume erhalten geblieben wären.

    Die Regierung wollte alles richtig machen: Wenn schon untergehen, dann richtig, mit jedem Mann und jedem Haus.

    Also sagen wir mal so. Aachen war nicht ganz unbeschädigt. Aber man hat sich nach dem Krieg mühe gegeben die Kleinteiligkeit zu erhalten. Leider wurden in den 60ern das Tietz Kaufhaus und auf dem Katschhof das Kaiserzeitliche Verwaltungsgebäude abgerissen.


    Das ist vollkommen richtig. Ich empfinde es auch als Wunder, dass der größte Barockbau nördlich der Alpen wiederauferstanden ist. Hinter dieser Rekonstruktion steckt unendlich viel Arbeit, Forschung, Planung, Auswertung tausender Fotos….


    Wir können mit dem Erreichten wirklich sehr zufrieden sein. Alle Innenrisalite, die Tordurchfahrten, das Eckrondell und die Kuppel sind zusätzliche Geschenke.


    Die Giganentreppe wird ein sehr wichtiger Zugang zum Humboldtforum, weil er die kunstvollen Fassaden nach innen aufnimmt und so den Schock zu denn tristen Museumsräumen etwas abmildert.

    Eine Frage habe ich. Vielleicht weiß ja jemand Bescheid.

    Auf dem Farbfoto von 1942 weiter oben sieht man, dass die große Wappenkartusche komplett vergoldet war. Auch die beiden unteren Reliefplatten über den kleinen Seitenbögen waren vergoldet, was sehr gut wirkt.

    Wird das wieder so sein? Es wäre schade, wenn hier an Blattgold gespart wird.

    Wirklich?. Wie konnte man so ein häßliches Gebäude nur sanieren? Abriss und Rekonstruktion wäre langfristig viel besser gewesen, auch wenn es erst mal ein wenig mehr gekostet hätte, aber durch Spenden vielleicht wieder preiswerter geworden wäre.

    An dieser Stelle der Dorotheenstr. steht heute ein Abrißkandidat. Vorher stand dieser Prachtbau dort. Hier würde sich eine Rekonstruktion lohnen.


    Ich glaube die heutigen Brandschutzbestimmungen machen vieles unmöglich. Wir haben im Zentrum von Aachen an einem 4 stöckigen Gründerzeithaus das Dach erneuert, weil es noch von 1873 war und inzwischen sehr morsch. Theoretisch hätte man danach dort wieder eine schöne große Mietwohnung einbauen können, denn auch die Anschlüsse für Wasser und Heizung sind noch vorhanden. Aber der Brandschutz erfordert, dass dann die historische Holztreppe durch eine Stahl- oder Betontreppe ersetzt werden muss und es muss dann an der Fassade noch eine Notleiter angebracht werden. Diese Treppe ist allerdings sehr schön geschnitzt und noch original. Sie geht vom Erdgeschoss bis in den 4 Stock.

    Jedenfalls darf das Dachgeschoß solange die alte Treppe drin ist nur als Speicher benutzt werden, was seit dem auch so gemacht wird. Wohnungsnot hin oder her.

    Und Turmhauben sind ja ebenfalls brandgefährlich, daher ist es heutzutage sicher sehr schwierig soetwas genehmigen zu lassen.

    Ich glaube schon. Wenn man von unten nach oben schaut sind Gegenstände nicht sichtbar, wenn sie oben verjüngt stehen, vorausgesetzt unterhalb des oberen Aufbaus oder Gegenstandes befindet sich ein herausstehender Unterbau, wenn der Standpunkt deutlich unterhalb des Unterbaus ist, was ja hier der Fall ist.