Posts by Kaiser Karl

    Wenn ich morgens aufstehe und mich umsehe merke ich von Jahr zu Jahr deutlicher, dass es nicht mehr meine Zeit ist in der ich lebe, weil die allgemeine und immer mehr um sich greifende Wertlosigkeit in allen Bereichen, wo es nur noch auf den maximal möglichen Profit ankommt und alles nur noch möglichst schnell und billig hergestellt wird, damit es schnell kaputt geht und weggeworfen werden muss, weil ja schnell wieder neuer Schrott gekauft werden soll und die Immer deutlicher werdende Geringschätzung alter qualitätvoller Arbeiten und Kunstwerke, die noch für ein langes Leben hergestellt wurden, für mich unerträglich ist.

    Ich frage mich schön länger, bzw. ich habe mich schon immer oder schon läner gefragt und das ist ja nicht unbegründet, denn es wird immer Kriegsherde geben und hat es seit es Menschen gibt schon immer gegeben, denn solange es Menschen gibt wird es Kriege geben und bei Kriegen sind halt die Menschen die Leidtragenden! An zweiter Stelle stehen die kulturellen historischen Bauleistungen der Menschen, die es zu bewahren gilt. Daher meine Frage, die ich nicht wirklich befriedigend beantworten kann. Wird in einem Krieg ein bedeutendes Gebäude beschädigt oder zerstört, heißt es sofort: Das wird selbstverständlich nach dem kriegerischen Konflikt wieder rekonstruiert. Das ist auch gut so. Es werden sogar Gelder von Europa dafür zur bereitgestellt. Wenn jedoch in Deutschland ein bedeutendes Bauwerk in einem Krieg, wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass der letzte Krieg ja nicht so lange her war, zerstört wird, hört man nur: Rekonstruktionen sind verlogen und täuschen einen Zustand vor, den es so eigentlich nicht mehr gibt, weil es ja eben diesen Krieg gab, der es zerstört hat. Diese Brüche müssen in den Städten konserviert werden. Heute baut man anders, modern und demokratisch. Diejenigen, die sich eine Rekonstruktion wünschen sind eher rechts und daher sollte es ohnehin verboten werden. Das Problem gibt es aber nicht, wenn z.B. in anderen Ländern etwas zerstört wird.

    Ich fand gerade, dass die ersten Häuser, darunter auch das venezianische Haus vielleicht rekonstruiert werden könnten. Das wäre ja phantastisch.

    Nur wenige Häuser weiter in der Straße, die früher an der Elbe hieß, die Hausnummer 13 (früher 33) war ein besonderes Haus, das durch die Bewohner sehr bedeutend wurde. Caspar David Friedrich und vorher schon sein Vater lebten in dem Haus. Mit dem Blick aus diesen Fenstern hat er ein paar sehr schöne Gemälde geschaffen.


    Hier die Animation, wie der Anfang der Straße aussehen könnte:

    Stimmen Sie ab: Ihr Favorit für Dresdner Neubau
    Klassisch oder modern? Unternehmer Frank Wießner hat zwei Versionen für das Venezianische Haus entwerfen lassen. Welche gefällt Ihnen besser?
    www.saechsische.de

    https://www.das-alte-dresden.de/karte/detail/venezianisches-haus

    Was mich immer wieder wundert:

    Viele Leute sind so abgestumpft und setzen sich in die schlimmste Häßlichkeit. Hauptsache das Wetter passt und das Bier schmeckt. Was um einen herum so ist, sieht man nicht. Maximale Sichtweite auf 5 m eingestellt und alles ist schön. Das merken wir auch hier in Aachen. Es gibt wunderschöne Ecken und auch unglaublich abstoßende Ecken durch die man schnell hindurch geht. Egal wo ein Cafe aufmacht und Stühle raus stellt. Die Leute sizten auch zwischen Müllcontainern mit Blick auf runtergekommene 60er Jahre Wohnblocks und fühlen sich wohl. Wozu soll man da mehr Geld ausgeben für schöne und aufwändige Fassaden und Platzgestaltungen?

    Ich finde, dass farbige Raumansichten viel besser die Stimmung eines prachtvollen Raumes rüberbringen, als sw-Fotos.

    Die künstliche Intelligenz könnte hier vielleicht noch was lernen. Sie sollte sich ähnliche Barockräume und auch die Kristalllüster mal genauer anschauen. Auch die Stuckarbeiten in weiß sind z.B. im Rittersaal in der Ecke völlig verunglückt. Auch Teile der Deckengemälde sind zu schrill. Der Kristalllüster im Drap d Or Saal sieht aus wie ein Plastik- Kirmes- Leuchter.

    Wenn alle echten Farbfotos die man von den Räumen aus dem Berliner Schloss hat, für die KI hochgeladen werden und hunderte von Barockräumen anderer Schlösser und wie die Deckengemälde und Kronleuchter in Wirklichkeit aussehen, dann könnte die KI eigentlich perfekte Farbfotos aus den SW-Fotos generieren. Selbst unscharfe Fotos könnten dann zusätzlich noch hochauflösend gemacht werden, wenn man zusätzlich noch Detailfotos der Räume hochlädt.

    Das hier oben gezeigte Ergebnis überzeugt noch in keiner Weise. Die von East Clintwood per Hand gemachten Kolorierungen sind weitaus besser. Die KI muss hier noch viel lernen :wink:

    Wenn sie eines Tages in der Lage ist wirklich überzeugende Farbfotos zu generieren, wäre es an der Zeit, ein Buch über alle Innenräume des Schlosses in Farbe rauszubringen.

    Die schlechte Nachricht, dh der negative Aspekt dieser Nachricht liegt darin, dass diese Erwiderung halt doch nicht ganz so gut ist.

    Ganz genau das habe ich mit meiner Aussage ja gemeint. Es ist nicht von Vorteil auf die negative Nachricht mit einer entgegengesetzten aber auch negativen Aussage als Argument zu reagieren. Das widerlegt ja die negative Nachricht nicht sondern verstärkt sie sogar. Aber wenn man den Beitrag dann grundlos löscht entsteht natürlich eine riesen Diskussion.......

    Naja, Herr Oswalt wird sicher bald das Geheimnis lüften. Ich denke er ist der Wahrheit schon ganz dicht auf den Fersen. Bald ist er an der Stelle angekommen wo das Eichhörnchen in den Brunnen springt.

    Denn das Schloß soll die neue Reichskanzlei werden. Herr von Boddien wird Diktator, der Förderverein wird die einzig zugelassene Partei und zack ist die Demokratie gestürzt. Das weiß Herr Oswalt alles schon, doch er wagt es noch nicht diese Wahrheit über das Schloß und den Wiederaufbau kund zu tun.

    Sehr klug dieser Mann...

    Also unter uns Gebetsschwestern:

    Wer glaubt, dass ein barocker Kirchturm eine Wallfahrtsstätte für Nazis wird nur weil zufällig ein größenwahnsinniger Österreicher namens Hitler (was ja bekannterweise ein Schreibfehler war und eigentlich Hüttler heißen sollte und deshalb wohl auch zu dieser gestörten Persönichkeit führte) vor dieser Kirche einem greisen Mann namens Hindenburg die Hand geschüttelt hat, der glaubt auch dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.

    Solche Leute sind mir fast schon unheimlich und ohne Wärter in der Nähe angsteinflößend.

    Das Dachrestaurant ist nun mal da. Was mich jedoch stört und wundert. Warum hat man das Dachrstaurant, was ja wegen der Lage schon was Besonderes sein sollte so lieblos und häßlich im Inneren gestaltet? Billigste Schulkantinenstühle und Tische. Gerade hier wäre es doch sehr schön gewesen, wenn es auch sehr gemütlich und etwas historisch gestaltet worden wäre. Mit historischen Holzmöbeln und ein paar antiken Bildern und Lampen...

    Die oberen Beiträge zeigen, wie gut Aachen wiederaufgebaut wurde, wenn einige denken, die Stadt war nur leicht beschädigt und das Meiste stand noch..

    Hier mal kurz ein paar Nachkriegsfotos vom Aachener Zentrum, wie es wirklich aussah.

    Auch der berühmte Elisenbrunnen war nach 1945 komplett weg . Er ist eine 100% Rekonstruktion.


    1940s RUINS
    1940s RUINS
    www.gettyimages.de


    Picture taken on 1944 at Aachen after the capitulation of the German...
    Picture taken on 1944 at Aachen after the capitulation of the German garrison showing the ruins following the Allied bombing of the city as part of the Second…
    www.gettyimages.de

    Alles auf Anfang? In Aachen beginnt die Nachkriegszeit - Centre Charlemagne
    In Aachen war der Krieg früher vorbei – bereits 199 Tage vor der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945. Denn Aachen war die erste deutsche…
    centre-charlemagne.eu

    Aachen nach 1945, Vortrag von Michael Prömpeler

    FILMVORFÜHRUNG, UNVERGÄNGLICHES AACHEN, KULTUR BEI MONTANUS, 11.11.2016
    Die Ruhe vor dem Ansturm Der Verein Burtscheider Heimatfreunde e.V. hatte am 11. November 2016 in den Verkaufsräumen der Ludwig Mo...
    burtscheiderheimatfreunde.blogspot.com

    vor dem Krieg:

    https://www.zvab.com/manuskripte-papierantiquitaeten/Ansichtskarte-Aachen-Burtscheid-Hauptstrasse-D%C3%A4mmerungslicht/
    30794871916/bd

    Der Wiederaufbau ist leider zum Teil auch nicht so gut gelungen:

    Das alte Kurhaus von Couven vor dem Krieg:

    https://www.akpool.de/ansichtskarten/25975297-ansichtskarte-postkarte-burtscheid-aachen-hauptstrasse-strassenpartie

    Gleiche Ansicht heute:

    Die Klangbrücke und das alte Kurhaus - Aachen schöne Altstadt
    Der Zugang zum Konzertsaal der Klangbrücke findet sich im alte Kurhaus, das auch unter dem Begriff Neue Redoute bekannt ist. Die Klangbrücke selbst ist die…
    aachen-schoene-altstadt.de

    Auch das älteste Wohnhaus Aachens direkt am Dom (Romanisches Haus) wurde im Krieg zwar nur beschädigt, aber in den 50er Jahren durch einen sehr häßlichen Zweckbau ersetzt.

    Dass diese alte Standuhr allerdings bereits von 1700 ist, darf wohl bezweifelt werden. DIESE Melodie dürfte wohl frühestens im späten 18. Jahrhundert vom Garnisonkirchturm vernommen worden sein...

    Ich habe mir die Bschreibung des Videos nochmal angeschaut. Da steht, dass das Uhrwerk neuer ist. Also ist wohl nur das schöne Holzgehäuse und das Zifferblatt mit 1700 gemeint. Das Werk wird dann wohl aus dem 19. Jahrhundert sein.

    Mein Großeltern mütterlicher- und väterlicherseits hätten freude an den Fotos. Sie waren Preußen, die 1945 vertrieben wurden. Erst kamen sie in Auffanglager nach Dänemark und wurden dann Jahre später in Westdeutschland verteilt. Meine Großmutter mütterlicherseits kam mit meiner Mutter, die erst 2 Jahre alt war, nach Stollhofen bei Baden Baden. Da ihr Mann im Krieg verschollen war, heiratete sie 1959 erneut und blieb im Schwarzwald. Sie kauften sich 1972 ein kleines Fachwerkhaus mit großem Garten und ich verbrachte immer sehr gerne die Schulferien da. Aber immer wenn sie von zu Hause oder der Heimat sprach meinte sie Danzig. Genau wie bei meiner Oma väterlicherseits, dessen Mann im Krieg in einem Krankenhaus, was bombardiert wurde gestorben ist. Sie war von Thorn und ihr Mann aus Königsberg. Ihre Heimat war immer Preußen, auch im hohen Alter.

    Meine Mutter wunderte sich jedes mal. Sie sagte, dass die beiden schon viel länger in einer neuen Heimat leben und immer noch ist das "zu Hause" in Preußen...

    Dann wäre es jetzt aber auch an der Zeit, für den noch fehlenden Bauschmuck zu spenden.

    und für das schöne Glockenspiel.

    Sogar alte Standuhren hatten früher das Glockenspiel aus Potsdam:

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    Heute gibt es nur noch den Westminster, weil die Garnisonkirche ja nicht mehr steht. Schade

    Tja genau so ist es.

    Leute die zu wenig oder kein Geld haben, würden gerne hier und da mal ein besonders schönes Gebäude was nicht mehr steht rekonstruieren.

    Dagegen Leute die nicht mehr wissen wohin mit all dem Geld, bauen immer den gleichen langweiligen modernen Schrott, der nach 30 Jahren wieder durch anderen Schrott ausgetauscht wird und finden ihn sogar noch herausragend schön.

    Das ist genau die Tatsache, die mich wundert. Von den hunderten Bauherren, die z.B. in Berlin oder in anderen Stadtzentren ihre riesigen monotonen Kisten hinsetzen, kam nicht einer mal auf die Idee einen besonders prachtvollen Vorgängerbau zu rekonstruieren. Mal etwas besonders Wertiges zu errichten, was dann auch mal 300 Jahre stehen bleiben kann, gerade weil es so gefällt. Auf die Idee kommt man erst, wenn das Geld weg ist.

    Wenn das mal nicht der Beweis dafür ist, dass Geld das Schönheitsempfinden abtötet. Ab einer Milliarde auf dem Konto kann man nur noch Rasterfassaden oder Strichcodeklötzchen schön finden und baut sie dann auch tausendfach.