Posts by Neußer

    Und wieder ein neuer Bericht. :daumenoben:


    (...) Manche meinen sogar, in jedem Wiederaufbau stecke ein kryptofaschistisches Projekt, weil hier symbolhaft eine gute alte, in Wahrheit aber vordemokratische Ordnung beschworen werde.


    Der Hamburger Fall zeigt recht eindrücklich, wie rasch sich ein solcher Generalverdacht selbst ad absurdum führt. Denn wollen Nicht-Juden ernsthaft dekretieren, welches richtige Bewusstsein, welchen Geschmack ihre jüdischen Mitbürger an den Tag legen sollten? Will man ausgerechnet ihnen Nostalgie, gar Vergangenheitsklitterung unterstellen? (...)

    Was passiert dann eigentlich mit der Rückseite, oder den beiden Seitenfassaden des Reichstagsgebäudes? Wenn der Graben und die Zäune tatsächlich wütende Bürger und Terroristen abhalten soll, müssen die übrigen drei Seiten des Hauses doch ebenfalls geschützt werden.


    Aber mal ehrlich. Wer den Politikern schaden möchte, findet immer einen Weg.


    Es ist nur traurig, daß unser schönes Reichstagsgebäude nun so unschön mit Graben und Zäunen "ergänzt" wird.

    Graben vor dem Reichstag

    Diese Meldung habe ich gerade auf der Facebook-Seite von Stadtbild Deutschland entdeckt.

    (...) Der geplante Graben vor dem Reichstagsgebäude wird etwas größer als ursprünglich geplant. Das hat die Bau- und Raumkommission des Ältestenrates des Deutschen Bundestages beschlossen. (...)

    Der Graben geht ja vielleicht noch. Aber die zwei Zäune sehen bestimmt total toll aus. Ein super Zeichen, für eine "offene" Gesellschaft.

    Hotel Astoria

    Auf die Eröffnung des Hotels Astoria, werden wir leider noch länger warten müssen.


    Der Besitzer eines benachbarten Hotels hat erfolgreich gegen die Baugenehmigung geklagt. Nun gibt es einen Baustopp, bis die Genehmigung überprüft wurde. Möglicherweise muss umgeplant werden. Das ist überaus ärgerlich, weil sich endlich etwas an dem alten Hotelbau getan hat. Es ist zu hoffen, daß dieses Projekt überhaupt noch zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wird.


    https://www.bild.de/regional/l…storia-68873028.bild.html

    Ein Bericht über die mögliche Bebauung des Paulsplatzes. Die Alte Börse wird darin gar nicht erwähnt. Es ist nur die Rede von einem Architekturwettbewerb. Andere wollen den Platz auch gar nicht bebauen.


    https://www.fr.de/frankfurt/fr…-umstritten-13545133.html


    Meiner Meinung nach, sollte der Paulsplatz auf jeden Fall wieder bebaut werden. Das macht diese Gegen gleich viel urbaner und ansehnlicher. Es gab mal Pläne für eine Feinkosthalle. Auf einer Visualisierung dafür sieht man, daß sich eine Neubebauung gut machen würde. Siehe hier:


    https://www.baunetz.de/img/1/2…/4/3/dadf115775e163e6.jpg

    Der Ostblock passt schon rein farblich nicht zu den übrigen Fassaden. In einem geschlossenen Hof wirkt das Zusammenspiel der einzelnen Wände aber auch etwas anders. Diese Ostfassade steht allein da und sieht aus wie drangeklebt.


    Diesen Teil des Humboldt Forums wird man bestimmt auf keiner Postkarte finden. Die würde ja niemand kaufen. :biggrin:

    Zum Thema Denkmalskirche:

    In meinen Ohren klingt das doch durchaus erfreulich.

    ...was München angeht, die dortige Synagoge gehört zum besten, was in München in der Nachkriegszeit gebaut wurde. Den Bau muss man im Original sehen; die Fotos geben keinen gute Eindruck davon wieder. (...)

    Das mag schon sein. Ich stehe aber generell nicht sonderlich auf Klotzarchitektur. Auch nicht, wenn die Materialien hochwertig sind.


    Die Alte Hauptsynagoge hat mir da deutlich besser gefallen. Leider steht an ihrem Platz heute dieses architektonische Prachtstück:


    https://www.hofmann-naturstein…berpollinger-muenchen.jpg (In der rechten Bildhälfte erkennt man noch den Gedenkstein für die vernichtete Synagoge).


    Die Rekonstruktion in Hamburg wäre einfach wunderbar. Auch für das internationale Ansehen unseres Landes, ist das Projekt sehr wünschenswert. Hoffentlich wird der Bau nicht doch noch von Modernisten verwässert und zu einem Kompromiss-Zwitter verschandelt.

    Vollkommen unnötig! Nur weil die Baufirma schlampig gearbeitet hat.


    Und das Haus wird nun voll möbliert, mit allen persönlichen Gegenständen und Dokumenten der Bewohner, einfach so abgeräumt und zu Schutt verwandelt? Da bin ich jetzt mal überaus gespannt, wie es in der Sache weitergeht.

    Die Nachricht habe ich gestern im Radio gehört. Habe mir aber nichts weiter dabei gedacht. Nun muss ich hier feststellen, daß es, mal wieder, ein historisches Haus getroffen hat. Das ist wirklich zum Haareraufen!


    Zum Glück ist das Haus Viersener Straße 147 aber nicht unmittelbar am Wasserturm. Das ist ja eines der sehr wenigen erhaltenen Ensembles in MG.


    Für das Neubauprojekt "Quartier am Wasserturm" wurden bereits zwei historische Häuser auf der Viersener Straße abgerissen. Die Nummer 147 wird sicher folgen. Es würde mich überraschen, wenn man diese heftigen Risse noch repariert.


    Wenn die Beschädigung tatsächlich auf die benachbarten Bauarbeiten zurückzuführen sind, wovon auszugehen ist, sollte der Bauherr die Reparatur, und im Falle des nötigen Abrisses, einen originalgetreuen Nachbau bezahlen müssen.


    Doch es ist dann wohl eher damit zu rechnen, daß das Projekt, Quartier am Wasserturm, noch um ein weiteres Haus vergrößert wird.

    Ein wirklich guter Artikel. Endlich wird dieser "rechte Räume" Quatsch mal öffentlich richtiggestellt.


    Allerdings empfinde ich es von dieser Frau Miriam Rürup als ziemlich anmaßend, entgegen des eindeutigen Willens der jüdischen Gemeinde, trotzdem unbedingt einen Wettbewerb für eine modernistische Synagoge zu fordern.

    Es gibt einen neuen Zeitungsbericht zur Rekonstruktion der Synagoge am Bornplatz.

    Zwar enthält der Bericht keine besonderen Neuigkeiten. Aber das Thema bleibt in den Medien und im Gespräch.


    https://www.welt.de/regionales…n-reicht-nicht-allen.html


    Die politischen Parteien und die jüdische Gemeinde sind sich über die "historisierende" Rekonstruktion einig. Doch, wie immer, geben auch die Gegner (Architekten und Historiker) wieder ihren abgestandenen Senf dazu. - Sie fordern den üblichen, sichtbaren Bruch in der Geschichte (den es in Deutschland, dank des zu 100% detailgetreuen rekonstruierenden Wiederaufbaus, an bisher keinem einzigen Ort gibt). Bezeichnen eine Rekonstruktion selbst aber als rückwärtsgewandt. Wieviele Brüche benötigen unsere Städte noch?

    (...) Filmemacherin und Autorin Marion Kollbach sieht das ähnlich. Sie ist im Vorstand des Jüdischen Salons im Grindelhof – ein Ort, der für das junge intellektuelle Judentum in der Stadt steht. Eine Rekonstruktion der alten Synagoge bewirke das Gegenteil von Erinnern, meint sie, „weil sie den Anschein erweckt, man wolle das Geschehene ungeschehen machen. Wenn man die Lücke schließen will, dann mit einem Bau, der den Bruch in der Geschichte an dieser Stelle der Stadt auch architektonisch deutlich gestaltet und dem vielfältigen Judentum heute gerecht wird.“ Es gebe „wunderbare Beispiele“ dafür in München und Dresden. (...)

    Gerade in München und Dresden stehen zwei besonders abschreckende Beispiele für moderne Synagogen. Bitte nicht auch noch so ein Kasten in Hamburg.

    Vielleicht liegt es auch an der Nähe zu Deutschland. In der Nachkriegszeit war die "moderne" Architektur ja scheinbar total angesagt. Da wollte man in der Schweiz vielleicht auch ein so schickes und modernes Stadtbild haben. In den weiter entfernten Städten, wie Bern, Luzern, Lausanne,... sind die Stadtbilder, denke ich, noch deutlich intakt.

    Eine kleine aktuelle Erwähnung zum Reko-Projekt "Langer Franz".


    Es gab einen Schulwettbewerb zum Thema, der mittlerweile beendet wurde.

    (...) Die Schulen Frankfurts waren aufgerufen, dazu beizutragen, dem historischen Rathausturm wieder seinen Hut zurückzugeben. Ziel des Wettbewerbs war es, den „Langen Franz“ wieder in seiner öffentlichen Wahrnehmung zu stärken und die kindliche Begeisterung für die Geschichte der Stadt zu wecken. (...)

    Bei der Gelegenheit sei noch der Spendenstand angesprochen (zuletzt aktualisiert am 31.12.2019).


    EUR 163.579


    https://brueckenbauverein-frankfurt.de/