Posts by Maecenas

    Auf der Homepage des Berliner Schlosses gibt es aktuelle Bilder von den aufgestellten Skulpturen des Schlüterhofes!

    Leider nur ein wenig zu klein. Im Direktlink kann man aber wenigstens ein paar Bilder des Hauptrisalit in größerer Version aufrufen:

    https://berliner-schloss.de/wp…020-dsc_6937-1024x678.jpg

    https://berliner-schloss.de/wp…020-dsc_7094-1024x678.jpg

    https://berliner-schloss.de/wp…2020-dsc_6415-768x509.jpg


    Die vielen nackten Männer verdeutlichen allerdings dass die Frauenquote definitiv nicht erfüllt wurde. Das ist in der heutigen Zeit nicht ganz unproblematisch. :wink:

    Die Rathauspassagen und ihre Pendants an der Karl-Liebknecht-Straße sind nicht zu groß, wenn man bedenkt, dass man sich im Zentrum einer Millionenstadt befindet und der Bahnhof Alexanderplatz, der Fernsehturm sowie das Rote Rathaus die Nachbarn sind.

    Gerade diese beiden erdrückenden Gebäuderiegel und ihre monströse Hässlichkeit halte ich für das Hauptproblem an dieser Stelle. Man mag ja die Ansicht vertreten, dass eine weitläufige Forums- bzw. Grünanlage zu Füßen des Fernsehturms städtebaulich adäquater ist als eine kleinteilige Altstadt, aber dennoch ist gerade der Rathauspassagen-Klotz ein gravierender baulicher Missstand, der dem ganzen Terrain dieses gewisse unangenehme Ostblock-Feeling verpasst. Das Gebäude ist im höchsten Maße monoton und erdrückt mit seiner überdimensionierten Baumasse und der nicht analogen Traufhöhe zum Roten Rathaus dasselbe und dessen Umfeld (Bild).


    Über die Geschichte der gesamten Honecker-Brache zwischen Fernsehturm und Spree gibt es übriges im Netz eine sehr interessante Diplomarbeit mit dem passenden Titel "Die Macht der Abwesenheit", >> hier der Link.

    Spiegel-TV über den Juwelenraub von Dresden und den widerlichen Remmo-Clan:



    Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass wir es mit einem überaus schwachen Rechtsstaat zu tun haben, der nicht einmal ansatzweise dazu in der Lage ist, den Gangster-Clans Einhalt zu gebieten. Nach dem Bericht von Spiegel-TV verdichtet sich zudem der Eindruck, dass der Einbruch ins Grüne Gewölbe womöglich hätte verhindert werden können, wenn man die gegen den Haupttäter Wissam Remmo zuvor verhängte Haftstrafe vollzogen hätte. So gesehen ist der der nächste Coup wohl nur eine Frage der Zeit. :kopfwand:

    Newly, wohne ich in Berlin oder du?? Ich denke dass der Neptunbrunnen gegenwärtig an einer wesentlich frequentierteren Durchgangsstraße steht als dass auf dem Schlossplatz der Fall wäre. Von eine Oase der Ruhe kann beim gegenwärtigen Standort nun wirklich keine Rede sein. Und ist das Rathausforum etwa im Ganzen (abgesehen von ein paar Alibi-Bäumen am Rand) keine Steinwüste?? Ich empfehle bei Google mal reinzuklicken und ein bisschen zu schwenken.

    So ist der Neptunbrunnen dort nicht mehr so erlebbar wie am jetzigen Standort und das wäre sehr schade.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Die Bilder von Snork beweisen doch mehr als eindrücklich, dass der neobarocke Brunnen in der unwirtlichen sozialistischen Brache überhaupt nicht zu Geltung kommt, im Gegenteil, er wird von dem gigantischen städtebaulichen Nihilismus geradezu erdrückt.

    Nein, der Neptunbrunnen gehört zurück auf den Schlossplatz, wo er zusammen mit der Südseite des Schlosses (wieder) eine großartige Symbiose bilden würde und erst dort wieder voll als Kunstwerk zur Geltung kommen würde. Eigentlich eine triviale Erkenntnis, zu der die postsozialistischen Kunstbanausen im Senat aber weder fähig noch willens sind.

    Mein Lachen zu Deinem Beitrag nicht wegen der Kunst sondern wegen der Architektur - Ich habe da noch diese Kunstscheune in Erinnerung.

    Ich freue mich nicht nur für die Kunst, sondern ich finde auch das Gebäude von Herzog / de Meuron in dessen Finalversion tatsächlich recht ansprechend und gelungen (gut, die Seitenfassaden sind jetzt nicht so der Brüller, aber das Gesamtpaket stimmt m.E. durchaus). Zur Auffrischung der optischen Eindrücke hier noch mal der Link zur Bilderserie.

    Unabhängig davon hat diese Diskussion hier seit zwei Seiten Stammtischniveau erreicht.

    Wieder mal eine pauschale und arrogante Abqualifizierung von Beiträgen nicht weniger Forumsteilnehmer. Zumal man sich auch fragen könnte, ob an deutschen Stammtischen tatsächlich grundsätzlich immer nur unqualifizierter und niedriggeistiger Unfug geredet wird, wie es der Begriff unterstellt. Ich glaube daran darf man getrost einige Zweifel haben, wenn man nicht nur in "Stammtischkategorien" denkt. :wink:

    Im Übrigen solltest du dich ernsthaft fragen, Tegula, warum du dich an der Diskussion in diesem Strang überhaupt beteiligst, wenn du das Niveau als dermaßen niedrig und schaurig empfindest. Du regst dich doch nur unnötig auf, und das ist nicht gesund.

    Die Verantwortlichen in den Kirchen sehen wenigstens wo die Gefahr für unsere Gesellschaft herkommt.

    Genau, das wissen die beiden großen Kirchen in jeder Zeit, jeweils in größter Übereinstimmung mit dem jeweiligen Zeitgeist und den jeweiligen Machthabern. 1933 war man sich auch ganz sicher woher die "Gefahr" kommt, und stimmte darin mit dem "Führer" weitgehend überein.

    Ausgehend von einer so großen moralischen Überlegenheit muss man natürlich heute um so härter gegen Abweichler in den eigenen Reihen vorgehen, wie jüngst im Falle eines Pfarrers in Nürnberg, der es gewagt hatte, Beford-Strohms Fährdienst im Mittelmeer zu kritisieren. Sowas geht gar nicht, denn die Kirche steht immer auf der richtigen Seite ...

    Ob man jetzt noch was findet, darf bezweifelt werden.

    So ist es leider. Da solche Proll-Verbrecher wie die Remmos nicht mal im Ansatz Verständnis für kunsthistorische Werte haben, ging es ihnen vermutlich nur um die schnelle Gewinnung der "Rohware". Solche Typen hätten auch kein Problem damit die alte Reichskrone oder den Welfenschatz zu vernichten, nur um an ein paar Gramm Gold zu kommen. Und selbst wenn die Dresdner Juwelen noch existieren sollten, die hunderten "Brüda" und "Kollega's" der Sippe werden eisern schweigen (genau wie im Falle der Goldmünze aus dem Bodemuseum).


    Leider hat der deutsche Staat hier über Jahrzehnte ein Krebsgeschwür unkontrolliert und gleichgültig wuchern lassen, das große strukturelle Ähnlichkeit mit der süditalienischen Mafia hat. Letztlich wir man Gestalten wie den Remmos nur noch mit äußerster Härte bzw. mit Mitteln Einhalt gebieten können, die im Grunde nicht mehr als rechtsstaatlich zu bezeichnen sind. In Italien versucht man - wenn immer möglich - Mafia-Clans durch umfangreiche Beschlagnahmungen zu schädigen. Auch bewusste Verwüstungen in Mafia-Häusern, um an mögliche Verstecke zu kommen, gehören mittlerweile zum festen Programm der italienischen Polizei.

    Bisher haben die Clans für unsere Behörden nur ein höhnisches Lachen über. Die Chancen stehen leider schlecht dass sich daran bald etwas ändert.

    Mir ist aber in diesem Moment wichtiger, dass die Täter gefasst und die Beute wieder gefunden wird, wenn diese nicht schon eingeschmolzen oder weiterverkauft worden ist.

    Ein Totalverlust durch Umschiff und Zerstörung ist leider sehr wahrscheinlich. Die über Jahrzehnte gepflegte falsche Toleranz gegenüber jener besagten Klientel hat nun mal ihren Preis, und in dieser Hinsicht werden uns in Zukunft vermutlich noch so manche weiteren bitteren Lektionen erteilt werden.

    Das Foto von Babber eingestellte Webcambild beweist erneut wie gründlich und nachhaltig der wilhelminische Denkmalssockel inzwischen zerstört wurde. Was Bomber Harris und Sprengmeister Ulbricht nicht erledigten, vollenden nun Grütters, Lüscher und die Berliner Denkmalbehörde. Was für eine schändliche Kulturbarbarei.

    Ob diese Dimension der Zerstörung für die Stelzen der Wippe wirklich nötig war ??

    Riesige Räumlichkeiten für eine überflüssige und wohl ziemlich banale Ausstellung mit volkspädagogischem Anstrich. Allein dieses Bild sagt alles, Niveau Volkshochschule bzw. "Weltgeschichte auf 100 Seiten" vom Wühltisch. Warum hat das Land Berlin bloß solche enormen Raumkapazitäten für so einen Käse verschwendet? :gehtsnoch:

    Das Ethnologische- und das Asiatische Museum (beide herausragende Sammlungen) hätten gut noch einige Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche gebrauchen können, zumal der Flächenzuwachs gegenüber dem ehemaligen Standort in Dahlem ziemlich gering ist. Von der Rekonstruktion von bedeutenden Innenräumen des Schlosses ganz zu schweigen.

    Danke für den Hinweis, Meister Lampe!

    Diese Doku war wirklich vorzüglich und hat die lange Geschichte der Vernichtung der Berliner Altstadt bestens dokumentiert. Neu war für mich die Tatsache, dass das "Phantasieprodukt" Nikolaiviertel als auch die brutalen Flächenabrisse zu DDR-Zeiten ideengeschichtlich auf das Dritte Reich zurückgehen. Wirklich traurig, dass der derzeitige Senat noch immer nicht dazu bereit ist sich von den Grundlagen der Stadtplanung aus totalitären Zeiten zu lösen. Und die geplante Revitalisierung des Molkenmarkts taugt in dieser Hinsicht auch nicht als Alibi.