Posts by Maecenas

    Diese Entwicklung habe ich schon vor ein paar Wochen vorausgesagt, der heimliche Bürgermeister Lutz Böde und seine lautstarken Fußtruppen haben sich durchgesetzt. Der opportunistische Oberbürgermeister und die bisher in Potsdam durchaus als bürgerlich zu bezeichnenden Grünen sind umgefallen. Da die CDU auch kein Rückgrat mehr hat ....

    Angesichts der eindeutigen Mehrheitsverhältnisse in der Stadtpolitik zog die CDU schließlich ihren Antrag für ein historisches Kirchenschiff am Turm der Kirche zurück

    ... hat ein historisches Kirchenschiff jetzt nur noch entsprechenden Rückhalt bei den Parias der AFD, damit hat sich das Projekt wohl endgültig erledigt (allein schon weil man ja keinen Beifall von der falschen Seite bekommen möchte .. ).

    Das alles ist die bittere Konsequenz aus einem jahrelangen ängstlichen devoten Duckmäusertum gegenüber verbissenen Krawallos wie Lutz Böde und sonstigen linken Deutungsmonopolisten. Statt beharrlich zu sein und zu argumentieren (was de facto nur "Mitteschön" tat) ist man Schritt für Schritt vor dem linken Rand zurückgewichen. Und vermutlich wird man sich im Potsdamer Rathaus dafür auch noch gegenseitig auf die Schultern klopfen und sich versichern dass man "Haltung" gezeigt habe.


    Meine nächste Prophezeiung: Auch der Staudenhof wird erhalten bleiben, auch wenn auch hier die wirtschaftlichen Argumente dagegen sprechen.

    Quote

    Die von der Klassik Stiftung im Jahr 2012 beauftrage, leitende Architektin Heike Hanada sagte zur Eröffnung des Bauhaus-Museums: „...Ein Gebäude mit einer markanten stadträumlichen Präsenz ist entstanden. Das Museum ist reduziert auf einen geometrisch klaren Körper. Die Hülle aus hellgrauem Beton verleiht der Kubatur Festigkeit und plastische Massivität. Besonders am Herzen lag mir die Vernetzung zwischen Stadt und Park, denn das Museum ist definiert über seine Funktion für den öffentlichen Raum.

    Was nun dieser Bau, der wie ein Weltkriegsbunker aussieht, dem man nachträglich ein paar Fester eingesetzt hat, mit Bauhaus zu tun haben soll bleibt wohl das Geheimnis der Architektin. Bei Bauhaus denken die meisten Menschen an viel Glas, Transparenz und Funktionalismus. Dieser Neubau erinnert aber mehr an jene Epoche, als das Bauhaus bekämpft, verboten und als "entartet" verunglimpft wurde. Kurz: dieser Bau wird seinem Inhalt nicht gerecht. :daumenunten:

    Insgesamt scheint mir die Umgebungsbebauung der Friedrichswerderschen Kirche am Ende recht gut geglückt zu sein (gemessen natürlich an den niedrigen Ansprüchen, die man heute an die Zunft der Architekten anlegen muss). Eine absolut negativ herausragende Komponente ist aber der orangene Bau des "Stararchitekten" Rafael Moneo. Dass eine solche fast brutal wirkende klotzhafte Rasterffasssade an dieser Stelle in dieser Form genehmigt wurde, ist für mich unbegreiflich. Nach Baubeginn hat man die eklatanten Mängel dieses Gebäudes (zu spät) erkannt, und den Bau orange-erdfarben gestrichen, um ihm eine gewisse "mediterrane Leichtigkeit" zu geben (kein Scherz!). Auch wenn die Farbe tatsächlich an die Altstädte von Genua, Rom oder Venedig erinnert, die Architektur erinnert eher an die Mussolini-Ära. Und das ist schlichtweg unwürdig neben einer Schinkel-Ikone.

    Auch wenn sich meine Begeisterung über moderne Architektur generell in Grenzen hält, finde ich doch dass der "Cube" ein ziemlich cooles, optisch ansprechendes Ding ist. Das ist wirklich mal was Außergewöhnliches. Zumal die Umgebung des Cube mehr oder weniger nur aus öden Rasterfassaden besteht.

    Ja und, wo ist das Problem?? Dieses Land leistet sich eine "Energiewende", von Merkel die "Gigantische Transformation" genannt, die nach Expertenschätzung über 1 Billionen, also über 1000 Milliarden Euro verschlingen wird. Dagegen sind doch die paar Milliönchen für das Pergamonmuseum Peanuts, nicht wahr?! Zumal hier tatsächlich mal unsere Steuergelder sinnvoll investiert sind.

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    Quote from PNN

    Im Streit um die Garnisonkirche will die Potsdamer SPD nun einen Architekturwettbewerb anregen – und zwar für die Fläche des Künstlerhauses Rechenzentrum und des möglichen Kirchenschiffs. (...)

    So steht das Rechenzentrum teilweise auf Grund, der in Besitz der Stiftung ist. Insofern sei derzeit auch nur ein Teilerhalt des Rechenzentrums möglich.

    Insofern bleibt zu hoffen dass die Stiftung ihren Teil des Grundstücks nicht zur Verfügung stellt und stur bleibt. Und was die den geforderten Architektenwettbewerb angeht: Architekten können das Grundproblem, nämlich dass das sozialistische Rechenzentrum und der barocke Kirchturm baulich absolut nicht miteinander kompatibel sind, auch nicht lösen. Und eine Zwitter-Lösung (siehe Bild) ist unter ästhetischen Gesichtspunkten eigentlich undenkbar.

    Ich wundere mich immer wieder...die Deutschen bauen die schönsten Autos der Welt und anderseits die hässlichsten Häuser. Woran liegt das bitte?

    Weil die (West)Deutschen in den Nachkriegsjahren nicht mit den Nazis abrechneten, sondern stattdessen ihre Städte endgültig ruinierten. Eine Vergangenheitsbewältigung mit völlig falschen Prioritäten also. Köln, Kassel, Dortmund, Pforzheim und Stuttgart sind tragische Belege dafür.

    Die Berliner CDU macht einen neuen Vorstoß und fordert die Wiederbebauung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums. Ein wirklich begrüßenswertes Ansinnen, das aber angesichts der übermächtigen tiefroten Mehrheit im Senat zum Scheitern verurteilt ist (zumal der Senat die heruntergekommene Honecker-Brache ja als große städtebauliche Errungenschaft der DDR ansieht).

    Weitere Infos beim >> Tagesspiegel