Posts by Maecenas

    Die Rekonstruktion des Sanchitores mag an den Ort nicht passen schadet aber auch nicht sondern hilft eher bei der Vermittlung des Konzeptes "Rekonstruktion".

    Und an wen soll sich diese Überzeugungsarbeit richten? Die Mehrheit der Bürger hat doch ohnehin kein Problem mit Rekonstruktionen, ein Blick in die Rezensionen des Humboldtforums bei Google zeigt dass der Bau und seine Museen begeistert in der Bevölkerung angenommen wurde.

    Die selbsternannten "Eliten" aus linken Politikern, Medien-Vertretern und Architekten wird man durch das neu aufgestellte Tor aber wohl kaum von der Sinnhaftigkeit von Rekonstruktionen überzeugen. Diesen Leuten geht es nicht um Logik und überzeugende Argumente, sondern nur um ihre Weltanschauung, an der sie verbissen festhalten.

    In der FAZ ist heute zu erfahren warum Boddien die erste Auflage seines neuen Buches zurückziehen musste:

    Als die Gegner den Wiederaufbau nicht mehr verhindern konnten, begannen sie, die Schloss-Initiatoren ins rechtsradikale Lager zu rücken. Den Initiator dieser Kampagnen, den Kasseler Architekturprofessor Philipp Oswalt, schildert von Boddien als Mann, der seit Jahren versuche, ihn „öffentlich zu diskreditieren und sogar zu kriminalisieren“. Es begann 2008 mit einer – von der Staatsanwaltschaft verworfenen – Strafanzeige Oswalts, die von Boddien und Vorstandsmitgliedern des Schlossvereins die Veruntreuung von Spenden und persönliche Vorteilsnahme vorwarf.

    Und der Kampf ist noch nicht zu Ende: Jüngst setzte Oswalt eine einstweilige Verfügung gegen von Boddiens Erinnerungsbuch durch, weil darin einige Jahreszahlen und Zuschreibungen ungenau sind. Der Verlag wird die betroffenen fünf Sätze nun korrigieren.

    Na wenn das alles war... Pech gehabt Oswalt, die Karawane zieht weiter. :tongue:

    Zweimal das gleiche Portal und dann die Turnhallenoptik geht gar nicht.

    Also das Staatsratsgebäude hat deutlich mehr architektonische Qualität als so manches, was in Berlin in den letzten Jahren neu geschaffen worden ist. Ich halte das Gebäude für eines der besseren (wenn nicht der besten) Gebäude aus DDR-Zeiten, das sich sowohl in seiner Individualität als auch in Ästhetik und Gestaltungswillen wohltuend von dem öden, kollektivistischen Plattenbau-Einheitsbrei der damaligen Zeit abhebt. Die hier geäußerte Wut über das Gebäude kann ich nicht nachvollziehen.


    1275px-Berlin%2C_Mitte%2C_Schlossplatz_1%2C_Staatsratsgebaeude.jpg

    Von Jörg Zägel - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11956823

    Da fragt sich nur noch wann das nächste Museum mit dem Clanbesuch an der Reihe ist. Degeneriertes Land, nicht mal in der Lage seine wertvollsten Kulturgüter adäquat zu schützen. So bitter es ist, aber da kann man eigentlich froh sein dass der Schatz des Priamos, das Gold der Merowinger oder das Gold aus Eberswalde 1945 Beutekunst geworden sind. So bleiben sie wenigstens der Menschheit erhalten. :kopfwand:

    Und das größte Problem ist dass der ganze Klimawahn langsam zu einem ernsthaften Problem für den Fortbestand der Demokratie wird:


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    Angesichts des an Zeiten Maos erinnernden Fanatismus der Klimabewegung dieser kleine Beitrag zum nachdenken:


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    Das Theater um die "rechtsextremem Spender" scheint nun langsam zuende zu gehen. Philipp Oswalts infame Vorwürfe haben sich als völlig haltlos erwiesen, auch wenn der Flurschaden, den er und die stets gierig auf seine Propaganda wartenden Links-Medien angerichtet haben, beträchtliche Wirkung entfaltet hat (vom RBB, den ich in Beitrag 4483 für sein Framing kritisiert habe, liegt bisher noch keine Klarstellung vor).


    Der Förderverein Berliner Schloss schreibt mit Genugtuung:

    Quote from Förderverein Berliner Schloss

    Der in der Presse geäußerte Verdacht, der Förderverein habe von rechtsextremen Personen oder Institutionen Großspenden angenommen, hat sich nicht erhärtet. Damit ist die Voraussetzung für eine weitere konstruktive Zusammenarbeit zwischen der SHF und dem Förderverein geschaffen.

    Die Stiftung Humboldtforum schreibt dass sie das Ergebnis der Untersuchung "gern zur Kenntnis nimmt". Die Spenden für die restlichen Arbeiten werden also weiterhin fließen können. :daumenoben:


    Link zum Förderverein

    Link zu den Pressemitteilungen der Stiftung Humboldtforum.

    .

    Gestern gab es im RBB-Fernsehen wieder mal eine kräftige Prise GEZ-finanziertes Anti-Schloss-Framing (>Link).

    Eine große Bühne bekam natürlich Philipp Oswalt. Dabei wurde erneut deutlich welche Methoden Oswalt nutzt um seine Gegner in ein schlechtes Licht zu rücken:

    Quote from Philipp Oswald über Ehrhardt Bödeker

    Sein Idealbild ist das deutsche Kaiserreich, wo er ganz klar sagt: Er befürwortet ein Gesellschaftssystem, in dem es keine freie Presse gibt, in dem es keine Gewerkschaften gibt. In dem es keinen Parteienkampf gibt. Das alles ist uneffektiv, das ist ein Verschleiß von gesellschaftlichen Kräften. Es braucht einen starken Führer, einen starken Herrscher, wie es z.B. Kaiser Wilhelm II. war.

    Belege für seine Behauptungen liefert Oswalt, wie so oft, nicht. Warum auch, der alte Herr ist ja tot und kann sich nicht mehr wehren. By the way, im Kaiserreich gab es selbstbewusste Gewerkschaften und die Presse war frei und in mannigfaltiger Hinsicht vielfältiger als heute.


    Bödeker kommt dann aber auch noch mit einem selbst in die Kamera gesagten Satz zu Wort. Dieser Satz ist für den RBB aber völlig inakzeptabel:

    Quote from E. Bödeker

    "Da hat Preußen ein völlig falsches Image. Preußen war nicht so militärisch wie’s geschildert wird. Das stimmt einfach nicht. Es war kein aggressiver Staat!"

    Was ist bitteschön so anstößig an dieser Aussage? Kann man beim RBB nicht mal das Preußen-Buch von Christopher Clark lesen?


    Und dann lüftet der RBB den größten "Skandal" überhaupt:

    Quote

    Inzwischen kam heraus, dass ein halbes Dutzend Spenden für die Schlossfassade aus AfD-Kreisen kommt.

    Diese gigantische Zahl ist doch der eindeutige Beleg dafür dass das Schloss ein "rechtes Projekt" ist...


    Mit dem Ergebnis der neuen Spendenrichtlinie ist man beim RBB auch nicht zufrieden, da ist man sich mit Oswalt völlig einig:

    Quote from RBB

    In Zukunft will man wissen, wer spendet... Aber damit allein kommt das Humboldt Forum mit seiner Vergangenheit noch nicht ins Reine.

    Genau, der RRB kann dem Schloss seine neue Existenz einfach nicht verzeihen. Und noch eine Frage tut sich auf: Wenn ich demnächst einen Fuffi in die Spendenbox einwerfen will, muss ich dann erst nachweisen dass ich eine "richtige" Gesinnung habe? :gehtsnoch:


    Das Framing des RBB erinnert doch irgendwie sehr stark an Sudel-Ede.

    Der eigentliche Grund ist doch, dass sich viel zu wenig Leute für Architektur interessieren und vor allem sich vor Ort dafür einsetzen.

    Das stimmt, ist aber nur die halbe "Wahrheit". Egal ob Schinkels Bauakademie, Potsdamer Stadtschloss, Frankfurter Altstadt oder Dresdener Neumarkt, die Mehrheit der Bürger wünscht meist traditionsorientiertes Bauen bzw. Rekonstruktionen. Der Wille der Bevölkerung ist den Entscheidungsträgern stets bekannt, wie die kürzliche Umfrage zur Bauakademie bestätigt. Trotzdem setzt sich die Lobby aus Modernisten und Architekten in Jurys und politischen Gremien meist durch und drückt den Städten ihren Stempel auf. So geht das seit Jahrzehnten. Mit Ergebnissen, die wie alle kennen. Die wenigen oben genannten Beispiele sind da absolute Ausnahmen.

    Die Homepage des Humboldtforums informiert seit heute auch über die Aufstellung des Sanchi-Tors, im Render kann man dessen ungefähre Dimensionen gut erkennen (Link). Dorgerloh und der indische Botschafter haben derweil vor dem Tor für die Presse posiert (Link).


    Ebenfalls bemerkenswert: Der Übergang zum Lustgarten wird im Render - wie von BBZ geplant - gepflastert dargestellt, sieht ziemlich gut aus. Das Pflaster ist aber natürlich vom Tisch, da der Senat die Straße gerade frisch asphaltieren gelassen hat. :kopfschuetteln:

    Die Kritik gilt nicht der Kunst, sondern dem wahllosen Platzieren von fremden Kulturgütern an historischen Orten. ... Man verliert durch einen solchen Mischmasch komplett den Bezug zu den einzelnen Kulturen und Epochen.

    Das sehe ich auch so. Sollten die Rossebändiger doch irgendwann mal an ihren Standort weniger Meter weiter vor Portal V zurückkehren, dann ergibt sich hier zusammenhangloses Kuddelmuddel von Kunstwerken, so ähnlich wie wenn man neben einem Rubens einen Picasso aufhängen würde. Das passt nicht.

    Mit der geplanten Platzierung wird man auch dem Sanchi-Tor nicht gerecht, was zweifellos ein bedeutendes Kunstwerk ist. Man hätte problemlos einen passenderen Standort im Komplex Humboldtforum für das Tor finden können. Aus meiner Sicht hätte nichts gegen die Ostseite gesprochen (da hätte man es ebenfalls von allen Seiten bewundern können), aber auch in der großen Treppenhalle hätte man das 10 m hohe Tor gut aufstellen können (und viel besser inszenieren können als am geplanten Standort!).


    Und ein weiterer Gedanke ist auch noch interessant: Ohne die Zustimmung des Landes Berlin, dem ja die Gestaltung des gesamten Schlossumfelds obliegt, hätte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz das Sanchi-Tor nie dort aufstellen können. Wenn das Land Berlin also will, dann kann man solche Dinge also auch recht schnell in die Tat umsetzen. Im Falle der Rossebändiger hingegen scheint sich bei den Berliner Entscheidungsträgern nichts an ihrer destruktiven Haltung geändert zu haben. Die Rossebändiger scheint man weiterhin allzu gerne in einem peripheren Berliner Park vergessen zu wollen. :kopfschuetteln:

    Oswalt hatte nun schon zwei Mal mit einer Unterlassungsverfügung Erfolg?

    Das erste Mal hat Oswalt gegen Richard Schröder geklagt, worum es dabei ging ist im Extrablatt Nr. 97 auf S.5/6 nachzulesen. Aus dessen Inhalt kann man schließen: Entweder behauptet Schröder Unwahres über Oswalt (was ich für unwahrscheinlich halte) oder der Richter hat sich von Oswalt einlullen lassen und sich nicht in der gebotenen Sorgfalt mit dem leseintensiven Konflikt und seinen Windungen beschäftigt.

    Redlich wäre Herr Oswalt, wenn er sich die Mühe machen würde, Boddiens Buch-Aussagen inhaltlich zu widerlegen. Kann er aber vermutlich nicht. Das einzige was ihm da bleibt ist vor Gericht zu ziehen, das unschuldige Opfer zu spielen und auf einen uninformierten Richter zu hoffen. Ich hoffe Boddien geht in Berufung.

    Boddien tut mir richtig leid. Hoffentlich kann er dem Mobbing weiter widerstehen und bekommt - nach dem Schlaganfall - nicht noch weitere gesundheitliche Probleme. Beim Förderverein äußerte man mir gegenüber die Vermutung dass der Stress mit Oswalt und den Quertreibern in der Stiftung einen Anteil an den jüngsten Gesundheitsproblemen Boddiens habe. Verwunderlich wäre das wirklich nicht. :weinen: