Posts by UrPotsdamer

    So wie ich das sehe, ist man auf der linken Seite der Schiff-Fassade schon bis zu dem gemauerten Sandsteinsockel gekommen.

    Es handelt sich genauer gesagt um ein Gesims (ein Sockel befindet sich immer am Fuß des Architekturelements). Die beiden Treppenhäuser links und rechts des Turmes sind schon seit geraumer Zeit im Rohbau weitgehend fertiggestellt; die Flammenvase, die vor einigen Monaten aufgestellt wurde, steht auf demselben Gesims auf der rechten Seite...

    Das kann überhaupt nicht sein. Jeder weiß, dass das Dachrestaurant von überall aus zu sehen ist, wie ein Furunkel den gesamten Eindruck des wiedererstandenen Schlosses nicht bloß stört, sondern vernichtet, und dass es besser wäre, es stünde gar nichts da, als das Schloss mit diesem Blechkasten auf dem Dach. Nachzulesen so oder ähnlich hier im Strang...

    Erstaunlicherweise findet man nur wenige vor 1990 erbaute Häuser mit der Farbe Grau, schon gar keine Gründerzeitler. Man ahnt, warum das so ist.

    Diese Aussage kann ich so nicht stehengelassen. Das Elternhaus meines Vaters, 1880 gründerzeitlich überformt, war seitdem bis zur "Rekonstruktion" in DDR-Zeiten 100 Jahre später grau gestrichen. Jetzt ist es schweinchenrosa (wir renovieren, aber die Fassade kommt als letztes dran).

    Gerade in der Gründerzeit war Grau eine durchaus beliebte Farbe. Wenn das heute nicht mehr so ist, dann weil der Geschmack sich verändert hat und allgemein vermutet wird, grau passe zu einem Gründerzeitler gar nicht...

    Sowohl der Kommentar von SchortschiBähr als auch der von Grimminger sind Unsinn.

    Die Kirchen genießen im modernen Rechtsstaat keinen Sonderstatus in Sachen Strafverfolgung. Das sog. "Kirchenasyl" beschränkt sich auf die geduldete Unterbringung eigentlich ausreisepflichtiger Ausländer, solange deren Härtefallprüfung läuft. Sobald einer dieser "Kirchenasyl"-Fälle sich wirklich strafbar macht, hat er seinen Platz in der Kirche verwirkt. Und selbst dieses Arrangement ist ein freiwilliges Zugeständnis des Staates, kein Recht der Kirche.

    Grimminger s Kommentar ist so dermaßen unter aller Kanone, dass ich eigentlich gar nicht darauf antworten will. Weiß er, dass in Sportvereinen, Schulen etc. deutlich mehr Kindesmißbrauchsfälle zu verzeichnen sind als in der Kirche? Wie erklärt er sich, dass z.B. die Cum-Ex-Betrugsfälle nichts mit der Kirche zu tun haben? Wiederholt er die billigen Unterstellungen aus Bosheit oder Unwissenheit? Man weiß es nicht. Eins weiß man aber: er trägt nicht zum Frieden in diesem Forum bei, und ich als Gläubiger verwehre mich energisch gegen diese Beleidigung.

    Die Brandenburgische Landesregierung sollte sich aus dem Synagogenbau heraushalten, das Geld den beiden Gemeinden proportional zur Gemeindegröße zur Verfügung stellen und Bauplätze für zwei Synagogen zur Verfügung stellen. Die zweite könnte auf dem Grundstück der alten Synagoge am Platz der Einheit als Rekonstruktion entstehen. Dann gibt es auch keinen Streit mehr.

    Wesentlich ist doch nicht die Frage, ob der Zeitpunkt der Zerstörung korrekt angegeben wurde, sondern ob der Grad der Zerstörung wirklich so groß ist. Ob 90 % des Zierats schon während des Krieges oder erst beim Umbau zerstört wurden, interessiert nur Rechthaber. Entscheidend ist, ob wirklich so viel weg ist. Und Bilder können täuschen.

    Ich glaube auch nicht, dass - abgesehen vom Venezianischen Haus - die abgebildeten Fassaden mehr als reine Platzhalter sind. Jedenfalls würde es mich sehr wundern, wenn selbst das V.H. bereits in allen Einzelheiten durchgeplant wäre. Die Bilder sollen wohl eher einen allgemeinen Eindruck vermitteln, was hier möglich ist. Darum darf bitte niemand enttäuscht sein, wenn in zehn Jahren von den vorgestellten Entwürfen mehr als das V.H. erkennbar errichtet wurde...

    Also bei aller Liebe zur Rekonstruktion und kritischen Begleitung von modernem Bauen: der Kulka-Entwurf ist nicht "gesichtslos" . Ein Vergleich des historischen Fotos mit dem Entwurf macht doch mehr als deutlich, dass sich Kulka weitestgehend an die historische Kubatur annähert. Das ist ein himmelweiter Unterschied zu "gesichtsloser Gegenwartsarchitektur" - wer wissen will, wie das aussieht, kann sich die IHK in der Breiten Straße mal anschauen. Ich wäre mit einer 1:1-Rekonstruktion des Schweizerhauses auch glücklicher, aber mit dem Kulka-Entwurf kann ich sehr gut leben.

    Das Leben wird man nicht verlieren, aber viel Geld. Für die Beseitigung von Vandalismus kommt in der Regel keine Versicherung auf, der Schaden wird also vom privaten Eigentümer oder dem Staat (= der Allgemeinheit) getragen. Beispielsweise muss die Deutsche Bahn jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag ausgeben, um die Schäden an ihren Zügen zu beseitigen.


    Graffiti werden übrigens nur dann als hippe Subkultur gefeiert und als harmlos betrachtet, wenn sie aus der „richtigen“ politischen Ecke kommen.

    Wenn nun z. B. Identitäre mit Spraydosen entsprechende politische Botschaften hinterlassen würden, wärst du vermutlich der, der am lautesten nach einem Verbot schreien würde... aber von Doppelmoral brauche ich dir vermutlich nichts zu erzählen.

    "if you assume, you make an ass of you and me", sagen die Amerikaner. Wenn Du meinen Beitrag wirklich gelesen und ernst genommen hättest UND wenn Du nicht gleich Schlussfolgerungen gezogen hättest, dann wäre Dir vielleicht aufgefallen, dass ich Grafittischmierereien überhaupt nicht begrüße oder auch nur verharmlose. Ich finde es nur albern, Sachbeschädigung mit Gesundheitsvorsorge gleichzusetzen, wie es mein Vorredner gemacht hat. Wer schmiert, ist mir völlig egal. Ob links oder rechts, ich finde es aus beiden Richtungen gleich schlimm und würde mir auch eine konsequentere Verfolgung und höhere Aufklärungsquote wünschen.

    Nächstes mal vielleicht gründlicher lesen, was da so steht, dann macht man sich auch nicht lächerlich.

    Die Verpflichtung zur Adressangabe wird aber nach vollendeter Abwehr der Gefahr wieder aufgehoben. Ist also vielleicht nicht ganz dasselbe... Von Graffiti bekommst du zwar vielleicht Augenkrebs, aber dein Leben ist eher nicht in Gefahr.

    Ergänzend hierzu: die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und ihre Museen haben keine Informationspflicht der Bevölkerung gegenüber. Sie haben eine Verantwortung, die ihnen anvertrauten Kulturgüter zu bewahren, aber dazu kann es auch gehören, z.B. auf Anweisung der Polizei über gewisse Sachverhalte Stillschweigen zu bewahren. Solange keiner der hier Mitdiskutierenden sich als Polizist zu erkennen gibt, habe ich keinen Grund, die Vorgehensweise von SPK und Berliner Polizei in Frage zu stellen. Ich maße mir nämlich nicht an, alles immer besser zu wissen als die Fachleute.

    Er erlangte aber nie amtlichen Charakter, da Wilhelm I. ihn nicht zum offiziellen Feiertag erklären wollte. Auch kam ihm niemals die Bedeutung etwa der „Kaiserparade“ oder der Feierlichkeiten anlässlich des Kaisers Geburtstags zu. Da der Sedantag seit 1873 jedoch auf Anordnung des preußischen Kultusministeriums durch Festveranstaltungen an Schulen und Universitäten gefeiert wurde, hatte er zumindest den Charakter eines offiziellen Erinnerungstages an den Deutsch-Französischen Krieg.

    Meine Information ist, dass das jetzige Kanzleramt eben keine Dienstwohnung besitzt, was für Frau Merkel irrelevant ist - sie fährt eben zum Schlafen an den Kupfergraben. Ihrem Vorgänger hingegen stand lediglich eine Schlafcouch im Hinterzimmer zur Verfügung.

    Nach dem ursprünglichen Plan sollte nämlich auf dem Gelände jenseits der Spree eine genuine Residenz errichtet werden; aus Sparsamkeitsgründen hatte man damals aber darauf verzichtet.

    Wenn meine Informationen nun korrekt sind und Herr Hahne sich in diesem wesentlichen Punkt so gründlich irrt, dann bin ich bei den sonstigen Informationen sehr sehr vorsichtig...

    - vorausgesetzt man war kein Jude oder betrieb keine kommunistische Agitation -

    ...und vorausgesetzt, es war einem egal, was mit Juden und Kommunisten geschah. Mein Vater ist Jahrgang 1936, er hat immerhin neun der zwölf Jahre miterlebt, und er erinnert sich gut an viele Dinge: was man tun muss, wenn die Gestapo klingelt - dass man im Restaurant immer mit dem Rücken zur Wand sitzt, um beobachten zu können, wer zuhört - was man der Polizei sagt, wenn die fragt, welche Erkennungsmelodie das Radio hat. All das hat für mich mit einem bürgerlichen Leben nicht so viel zu tun. Und meine Familie war eigentlich unpolitisch/monarchisch gesinnt.

    Aber klar, wenn man nicht zu viele Fragen stellt und nicht so genau hinschaut, dann kann es auch in der Diktatur ganz gemütlich sein...