Posts by UrPotsdamer

    Gilt das nur für Neukölln? Oder nur für Berlin? Ich denke Mal, die Dunkelziffer ist überall hoch, insofern statistisch irrelevant, wenn es um den Vergleich geht.

    Das grüne Haus links vom Liebmannhaus finde ich viel beeindruckender - es scheint ja völlig ruinös gewesen zu sein, während das Liebmannhaus abgesehen vom alten Farbanstrich noch ganz gut im Schuss war...

    ...das Denkmal zu Ehren der Roten Armee (...), das einstmals auf dem Albertplatz stand, nach der Wende aber auf das Gelände des Militärhistorischen Museums umgesetzt wurde...

    Das Denkmal steht nicht auf dem Gelände des Militärhistorischen Museums, sondern im Park ca 200 m vor dem Eingang zum MHM, auf der linken Seite.

    Die Fensterachse steht an Stelle der historischen Brandgasse, die an vielen Stellen der historischen Neustadt nachträglich überbaut wurde. Ein Absetzen auch im Material ist absolut sinnvoll und ist in vielen Fällen auch historisch belegt. Vom Diebstahl eines Kupferdachs von einem bewohnten Haus mitten in der Innenstadt habe ich noch nie gehört, aber vielleicht ist man da als Berliner mehr sensibilisiert.

    Dann wollen wir hoffen, dass Plattner nicht noch sein Herz für Rechenzentrum oder Staudenhof entdeckt. Ein Mäzen wäre wohl das einzige, was diese Bauten noch erhalten könnte...


    Ich war übrigens heute im Minsk. Wirklich schöne Architektur - allerdings sehr klein für ein Museum.

    Mir nicht ersichtlich ist der Zweck der vielen gepflasterten und damit versiegelten Flächen rund um das Gebäude. Rechnet man mit so langen Schlangen?

    Die Treppe und die Bar sind sehr gelungen, das Speisenangebot extravagant (keine Currywurst!) aber gut. Der Blick von der oberen Terrasse auf Potsdam wird durch die hohe und fensterlose Rückwand des "Blu" leider sehr beeinträchtigt; auch das Bahnhofsgebäude steht im Wege und man merkt wieder einmal aufs Neue, dass es mindestens ein Stockwerk zu hoch geworden ist. Darüber aber sieht man aufs schönste den Dreikirchenblick aus Garnisonkirche, Nikolaikirche und Heiliggeistkirche, nebst den kleineren Höhendominanten wie Waisenhaus, katholische Kirche, Rathaus und Belvedere.

    Lächerlich finde ich das Bemühen, dem "Minsk" eine städtebauliche (Zitat der Terrassen von Sanssouci) oder lokalhistorische (beliebtestes Ausflugsziel) Bedeutung anzudichten. Bis auf die Tatsache, dass auch hier verschiedene Ebenen mit Treppen verbunden sind, gibt es keine Gemeinsamkeiten mit dem Sommerschloss Friedrichs II. Und alle Alt-Potsdamer, mit denen ich über das Minsk sprach, sagten "da bekam man nur mit Beziehungen einen Tisch" - mit anderen Worten: es ist ein Sehnsuchtsort nur für die ehemalige SED-Nomenklatura, das einfache Volk kannte dieses Restaurant nur von außen.

    Aber auch ohne dieses Klimbim war es gut und richtig, diesen Bau zu retten oder, wie Konstantindegeer sagt, nachzuempfinden. Im Gegensatz zu anderen Bauten der "Ostmoderne" beeinträchtigt er das barocke Stadtbild nicht, er ist gute Architektur, und mit der Plattner-Kunstsammlung hat er einen sinnvollen Zweck gefunden. Eine Potsdamer Geschichte mit Happy end!

    Ist es wirklich zuviel verlangt von einem lebens- und vermutlich auch erfahrungsälteren Menschen, sich vor einer Auslandsreise darüber zu informieren, wie das Wetter im Zielland ist? Und ob es in Privathaushalten üblich ist, Klimaanlagen einzubauen? Wenn ich so wenig Neugier auf fremde Länder und Kulturen habe, sollte ich vielleicht Zuhause in meinem klimatisierten Heim bleiben, dann laufe ich nicht Gefahr einen Hitzschlag zu erleiden.

    Das Problem sehe ich aber ehrlich gesagt nicht bei dem amerikanischen Gast, sondern bei Dir, der Du die Sache skandalisierst. Was ist Deine Forderung? Wenn ich Dich recht verstehe, dass Denkmalschutz, bauhistorische Forschung und Umweltschutz hinter den Bedürfnissen des Tourismus zurückzustehen haben. Damit der Tourist aus Amerika den Zwingerhof genießen kann, soll halt Mal im heißesten Sommer seit Menschengedenken Wasser sinnlos verschwendet werden, um den Rasen schön grün zu halten - auf einer Baustelle. Die Baustelle soll wenn möglich verschwinden, schließlich kommt Besuch aus Amerika und der will den ganzen Zwinger genießen. Wie gesagt, dem.amerikamer wird vermutlich unrecht getan, denn der hat wohl nur seine Beobachtungen mitgeteilt und Du strickst daraus eine Generalabrechnung mit deutschen Baustellen.

    Du musst da was verwechselt haben, Rastrelli . Treverer meckert nicht, das bin ich.

    Zur Sache: es tut mir furchtbar leid für deinen amerikanischen Freund, aber vielleicht sollte er das nächste Mal besser nach Disneyland oder las Vegas gehen, wo europäische Kultur für seinen Geschmack besser "aufgearbeitet" wird. Dass du Dresden auf den Zwingerhof reduzierst ("das vergleichsweise winzige und unbekannte Dresden"), ist schon extrem peinlich für jemanden, der sich angeblich auf internationalem Parkett bewegt. Dresden ist in kulturbürgerlichen kreisen der USA sogar sehr bekannt. Und winzig ist es wohl nur für mondäne Weltbürger wie dich und deinen klimaanlagenabhängigen Freund.

    Und das sage ich, der sich sonst so gern über die Dresdner und ihren übertriebenen Heimatstolz lustig macht...

    Mit Verlaub:

    1) ich kenne einige Forumsmitglieder gut, andere weniger gut. Wird bei allen anderen ähnlich sein. Ein Urteil darüber, wie gut ich wen kenne oder zu kennen habe, steht Dir nicht zu, Treverer .

    2) Ich habe das Gebäude gelobt. Das Stänkern kommt eher aus anderen Ecken.

    3) Wogegen ich mich vehement wehre, ist das reflexartige Ablehnen von allem, was nicht "schön" (und damit ist meist gemeint: nicht-modern) ist. Wenn Du Dich davon angesprochen fühlst, sagt das vermutlich mehr über Dich als über mich aus. Es wäre ja schon viel geholfen, wenn man nicht immer zum Extrem greifen würde. Zwischen "Großartig!" und "Abscheulich!" liegen noch viele sprachliche Nuancen. Man hat allerdings den Eindruck, dass das viele Forumsmitglieder nicht wissen.

    Was genau stört euch denn daran? Die historische Kubatur des abgebrochenen Klosterflügels wurde wiederhergestellt, und das Kupfer ist nah genug an der Farbe des Steins dran, dass es nicht so sehr auffällt. Ich finde den Neubau sehr gelungen.

    Abe r für euch ist alles unterhalb einer Totalreko inakzeptabel, ich weiß schon...

    In Stockholm, in Kopenhagen, in Oslo, in London, in Griechenland usw. …


    …bewachen Soldaten in historischen Uniformen die historisch relevanten Gebäude. Ich würde mich freuen, wenn die „Langen Kerls“ auch endlich „rekonstruiert“ werden und vor dem Stadtschloss, dem neuen Palais et cetera postiert werden und es zweimal am Tag ein großes Trara mit Wachablöse gibt!

    Bewacht werden die Residenzen der Staatsoberhäupter bzw das Parlament des Staates. Warum sollten Schauspieler in historischen, heute irrelevanten Uniformen ein Provinzparlament bewachen?

    Es geht in diesem Strang um verminderte Beleuchtung auf afvents- und Weihnachtsmärkten. Kein Mensch redet davon, die Straßenbeleuchtungen auszuschalten. Warum fängst Du davon an? Mir scheint, dass Du das Gefühl von Unsicherheit geradezu herbeisehnst und darum auch herbeischreibst. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es nicht so kommen wird, wie ihr Untergangspropheten es gerne hättet.

    Die Wahrheit ist aber auch, dass die ganzen Kellner etc. sich besser bezahlte Jobs gesucht haben. Wenn man im Servicebereich mehr als einen Hungerlohn verdienen würde... Aber dann würde natürlich auch die Bratwurst teurer.

    Das Problem ist vermutlich, dass an eine solche Anlage im öffentlichen Raum ganz andere Anforderungen gestellt werden als an einen privaten Springbrunnen. Da müssen ein Dutzend Sicherheitsvorschriften beachtet werden, die einem privaten Bauherrn für seinen Gartenbrunnen egal sein können....