Posts by UrPotsdamer

    Oder mussten Museumsbesucher VOR Corona bereits ihre Pässe vorzeigen?

    Das wohl nicht, aber an vielen Museumskassen wird nach der Postleitzahl gefragt.

    Und dass in Sachsen oder Berlin mehr Kultur zur Schau gestellt wird, als in Hessen oder im Saarland, ist qualitativ wie quantitativ fraglos.

    Das möchte ich doch, zumindest was Hessen betrifft, ernsthaft in Frage stellen. Allein mit Kassel, Darmstadt und Frankfurt kommt da so einiges zusammen.

    Bremen hat ein verhältnismäßig großes Kulturangebot (das - nebenbei - in höherem Maße genutzt wird, als der Durchschnitt der Mehrzahl der Ost-Bundesländer; vgl. angeführte Statistik).

    A propos schlecht gelesene Statistik: Wer Stadtstaaten mit Flächenländern vergleicht, beisst auch in Tennisbälle - die sind schließlich so rund wie ein Apfel.

    Das Problem hätte sich frühestens ab 1978 gestellt, da in diesem Jahr zum ersten Mal überhaupt der Titel "UNESCO-Weltkulturerbe" verliehen wurde. Inzwischen wird er so inflationär gehandhabt, dass er seine Bedeutung zum großen Teil verloren hat. In meinen Augen ist er vor allem touristisch bedeutsam.

    Man kann auch einen Garten mit einer Zimmerpflanze vergleichen und zum Schluss kommen, dass der Garten gegenüber der Zimmerpflanze alle Kriterien eines Naturparks erfülle (natürlich hat der Garten gegenüber wirklichen Naturparks keine Chance, aber das ist ja auch egal- wir vergleichen die Dinge ja mit einer Zimmerpflanze). Auf das läuft diese Argumentation hinaus.

    Falsch. In Deinem Beispiel wird der Garten eben nicht mit der Zimmerpflanze verglichen, sondern mit dem Naturpark. Es werden die objektiven Kriterien eines Naturparks an den Garten angelegt und es wird festgestellt, dass er die Kriterien erfüllt und damit als Naturpark gelten kann (ein erstaunlicher Garten übrigens!).

    Wenn man diesen Vergleich wirklich heranziehen will, dann so: "Dieser Garten ist zwar kein Naturpark, aber verglichen mit der Zimmerpflanze ist er deutlich näher am Naturpark dran."

    Das wäre theoretisch sicher machbar, vermutlich mittels eines im Grundbuch eingetragenen Nießbrauchsrechts. Solche Sonderrechte mindern aber den Wert einer Immobilie erheblich, weswegen sich kaum ein Investor mit Verstand darauf einlassen würde.

    Das Rechenzentrum war von Anfang an nur zur Zwischennutzung vorgesehen. Wenn die Stiftung Garnisonkirche auf ihr Recht verzichten sollte, das Rechenzentrum abzureißen und damit den Baugrund freizumachen, dann ist es immer noch unsaniert und entspricht nicht mehr den aktuellen Brandschutzbedingungen. Konstantindegeer hat schon mehrfach vorgerechnet (und wird es sicher gern nochmal machen), wie teuer die Quadratmetermiete im Rechenzentrum nach erfolgter Sanierung würde. Ich bezweifle, dass sie wesentlich günstiger als 15 € wird - und dann hätte man immer noch ungünstig geschnittene Räume, in denen das Potsdam Museum mit Sicherheit keine Ausstellungen machen würde.

    Also wo ist da die Subventionierung der Garnisonkirche?

    ja, bis auf die sprossenfenster die komischerweise genau wie die der Berliner Gründerzeit , bloß umgedreht sind(warum?).

    Weil es keine Sprossenfenster sind. Die waagerechte Linie ist eine Brüstung, entweder als Absturzsicherung oder für Blumentöpfe.

    Der Innenhof des Pellerhauses wurde, soweit ich weiß, wesentlich auf ständiges und stetiges Betreiben der Altstadtfreunde rekonstruiert. Wie man das als "vergleichsweise arg ruhig" bezeichnen kann, ist mir schleierhaft.

    Einige hier finden es offensichtlich einfach toll, rumzumotzen. Finde ich ziemlich [...]. Moderationshinweis: Entfernt. Bitte auf die Wortwahl achten!

    Wie kann das denn sein? Haben die Experten die Arbeiten "irgendwann" in den 90er Jahren denn nicht kontrolliert oder begleitet? Das kommt dann wohl davon, wenn man immer das günstigste Angebot nimmt, und nicht eine Firma engagiert, die sich mit solch einer Arbeit auskennt. Das Problem haben wir ja oft, bei europaweiten Ausschreibungen. - Hauptsache billig.

    Das kommt eventuell aber auch davon, wenn man die Denkmalpflege nicht beteiligt - "Die verbieten uns dann eh nur alles, und es wird gleich dreimal so teuer."

    Die Luther-, Melanchthon- und Gustav-Adolf-Kirchen wurden aber so benannt, weil damit Größen des Protestantismus geehrt werden sollten, quasi als protestantische Heilige. In der Marktkirche in Halle findet sich sogar ein Medaillon mit der Umschrift "Sanctus Doctor Martinus Lutherus Propheta Germaniae" . Aber "Schützkapelle" ist nur ein Marketinggag, und nicht einmal ein guter. Also besser einfach lassen...

    Wichtiger als die Kandelaber im Schloss ist die Reko der Heinrich-Schütz-Kapelle, auf die ich mich gigantisch freue.

    Ist das der offizielle Name für die Schlosskapelle? Wenn ja, finde ich das mehr als merkwürdig. Als ob Schütz (der zugegebenermaßen großartige Musik geschrieben hat) heiliggesprochen wäre... Und das ausgerechnet als Name einer der ersten protestantischen Kirchenbauten überhaupt... Vielleicht können wir sie einfach Schlosskapelle nennen bitte?


    Ansonsten bin ich mehr auf Resurrectus ' Seite - es kommt noch sehr viel, auf das wir uns freuen können!

    Die Vorarlberger müssen einen Schuss haben, dass sie mit so unpopulärer Architektur auch noch Tourismuswerbung machen. Und die Touristen ebenfalls, dass sie sich sowas anschauen.