Posts by newly

    Das stimmt in gewisser Weise alles, aber nichtsdestotrotz musste Görres dem Napoleon einen Satz unterschieben,...

    Der musste Napoleon überhaupt nichts unterschieben und lügen dass sich die Balken biegen...

    Der von Görres beschriebene Charakterzug ist realexistent

    Das ist deine Meinung und ggf.die von Erbse, meinereiner sieht das ganz anders.

    Und wenn Ihr (oder damals dieser Görres) Euch Eurer Meinung so sicher seid, braucht man keine Fakes zu inszenieren bzw. zu benutzen um andere zu überzeugen.

    Das ist wirklich ein gruseliges Verhältnis zur Wahrheit.

    Was man halt bei diesem Pseudo-Zitat nicht übersehen sollte: es ist letztlich wurscht, von wem es stammt, und in welcher Absicht es verbreitet worden ist.....

    Es ist also egal, wer was warum gesagt hat, ob es stimmt oder nicht...ahso.

    Und wer unverschämterweise auf den Fake hinweist, sollte "sich etwas hinter die Ohren" schreiben. Soso.

    Ein interessantes Verhältnis zur Wahrheit offenbart sich hier (Kant würde sich im Grabe umdrehen...).


    Natürlich ging es Görres offenbar auch darum den Nationalismus anzuheizen (mit all den Folgen den die "deutsch-französische Erbfeindschaft" später hatte.), Ansonsten brauchte er nicht auf Kosten des französischen Kaisers Lügen zu verbreiten.


    Das manch einer hier mit extremen Auswüchsen des Nationalismus kein Problem hat oder solche noch nicht mal mehr wahrnimmt (und den Unterschied zu einem gesunden Patriotismus offenbar nicht kennt) ist allerdings nichts Neues.

    newly wir könnten uns jetzt mit allerhand Fakten duellieren. Langweilig.

    Noch langweiliger ist es für die Mitleser fürchte ich, wenn wir unsere - eigentlich schon ausgelutschte - Meinungsverschiedenheit nun noch weiter fortführen, indem man meint durch über 200 Jahre alte Zitate von irgendwem doch noch überzeugen zu können.


    newly wir könnten uns jetzt mit allerhand Fakten duellieren. Langweilig.


    Viel amüsanter ist es doch, mit einem zeitlos aktuellen Zitat von Napoleon zu enden,....

    Amüsant - oder vielmehr tragisch-komisch - ist, dass die von dir genannten Zitate gar nicht von Napoleon, sondern von Joseph Görres stammen.


    Zitat über Deutsche Napoleon in den Mund gelegt - Historiker: "Fake News anno 1814"
    Berlin (ots) - Schon seit mehr als 200 Jahren ist diese Fälschung einfach nicht totzukriegen: Selbst heute noch wird in den Sozialen Medien Napoleon ein Zitat…
    www.presseportal.de


    "Experten sehen den Ursprung des angeblichen Napoleon-Zitats bei Joseph Görres, einem deutschen Publizisten. Dieser schrieb 1814 einen Text, in dem er dem Franzosen negative Äußerungen über Deutsche in den Mund legte.

    ....Die Worte stammen nicht von Napoleon.


    Zur möglichen Motivation Görres', Napoleon diese abfälligen Worte über die Deutschen in den Mund zu legen, sagt Napoleon-Experte Schuler: Görres sei deutscher Patriot gewesen, der eine deutsche Einigung im Sinne einer Großdeutschen Lösung anstrebte. ...Das angebliche Napoleon-Zitat habe den Leser aufbringen und seine patriotische Eitelkeit anstacheln sollen. Der Text sei wenige Wochen, nachdem Napoleon besiegt wurde, erschienen.

    "Heute würde man sagen: Gutes Timing - oder eben auch: Fake News anno 1814".


    Da wollte also jemand durch falsche Zitate die "patriotische Eitelkeit anstacheln".

    Statt bei diesem amüsanten Spiel mitzumachen bleib ich dann doch lieber bei meinen langweiligen Fakten.


    Vielleicht können wir das Thema damit aber auch endlich auf sich beruhen lassen. Unsere Meinungen haben wir oben ausgiebig ausgetauscht, und Thema hier ist schließlich der Staudenhof.

    Genau. Vermutlich sind deshalb unsere Steuergesetze so umfassend wie die aller anderen Länder zusammen genommen. Mit solchen Freiheits-Placebos wie dem Autobahntempo konnte man den Deutschen auch schon immer gut imponieren...

    Imponieren kann man den Deutschen offensichtlich mit einem Sich-selbst-bemitleiden und Märchen, dass Freiheiten anderswo größer und Regulierungen weniger wären...

    ....und diese allgemeinen Märchen unpassend an allen möglichen Orten zu wiederholen, .z.B. beim Thema "Potsdamer Staudenhof".

    Der Staatsglaube in Deutschland ist leider mindestens so alt wie die deutschen Staaten selbst. Eine unheilige Tradition, erst im Tandem mit der Kirche, irgendwann als Religionsersatz.

    Und fast genauso alt ist die Mär, dass der Staatsglaube im Vergleich zu anderen entwickelten Ländern in Deutschland besonders hoch wäre.

    Von Rauchverboten über Tempolimits bis zur Erbschaftssteuer...Deutschland ist beim "Laissez-faire" an der Spitze oder vorne mit dabei.

    Kanada hat jetzt für zunächst zwei Jahre Ausländern und ausländischen Unternehmen verboten Immobilien zu erwerben....

    Also zur Klarstelllung: das Verbot gilt für ausländische Investoren, nicht für ausländische Staatsangehörige, die in Kanada leben.


    "A new Canadian law took effect January 1 that essentially bans foreign buyers from buying residential properties as investments for two years. The law was passed because of a spike in Canadian home prices since the start of the pandemic – and some politicians’ beliefs that foreign buyers were responsible by snapping up supply of homes as investments.

    “The desirability of Canadian homes is attracting profiteers, wealthy corporations, and foreign investors,” said the campaign website of Prime Minister Justin Trudeau’s party this past year. “This is leading to a real problem of underused and vacant housing, rampant speculation, and skyrocketing prices. Homes are for people, not investors.”

    The law provides exceptions for home purchases by immigrants and permanent residents of Canada who are not citizens...."


    ....Wiederherstellung der Historischen Mitte

    Wir werden einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur künftigen Gestaltung der namenlosen Stadtbrache zwischen Alexanderplatz und Humboldtforum ausloben. Es bleibt unser Ziel, an diesem Ort die historische Stadtstruktur der Berliner Mitte wieder sichtbar zu machen und eine lebendige Nutzungsmischung zu etablieren....

    Danke Erbse.

    wobei ich mich frage, ob unter den schön klingenden Überschriften sich tatsächlich Ziele im Sinne von "Stadtbild" finden.

    "Wiederherstellung der historischen Mitte" klingt natürlich wunderbar. Die danach folgenden schwammigen Formulierungen oben können genauso bedeuten: Wir stellen die historische Straßenführung wieder her und bebauen das Areal i.Ü. mit modernen, investorenfreundlichen Kästchen.

    Ich kann da kein Bekenntnis zu Rekonstruktionen oder klassischen Bauten erkennen....solche würden mich im Ergebnis eines geplanten "städtebaulichen Ideenwettbewerbs" auch wundern.

    Gute Frage. Im Grunde ist Bedürfnis nach und Empfinden für Schönheit immer die Sache von wenigen. Der Masse ist es einerlei, wenn sie in Würfeln lebt, solange ausreichend Parkraum vorhanden ist. Fast alles, was wir in der Architektur als schön ansehen, wurde in feudalen, undemokratischen Verhältnissen ersonnen, als eine kleine Schicht in ästhetischen Fragen (und nicht nur dort, schon klar) tonangebend war.


    Also das würde ich nicht so sehen. Als ob quasi der blaublütigen Adel ein Gespür oder gar ein Gen für Schönheit besitzt, die tumben Bürger oder Proleten aber nicht.

    Die wandelnde Einstellung wird vielmehr mehrere Ursachen haben. Einer davon ist bei vielen z.B. "erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral".

    Also erst genügend Wohnfläche, Kinderzimmer, Küche, eigenes Klo und Bad, dann kann ggf. nach der Fassade geschaut werden.

    Der DDR Städtebau war in den 50er Jahren z.B. durchaus noch annehmbar. Man merkte jedoch rasch, dass man mit der Art des Bauens nicht genügend Wohnraum schaffen konnte. Die Plattenbauten waren auch eine Folge der ökonomischen Lage.

    Und im Westen war es glaub ich auch nicht so anders. Ob man dort in den 60er und 70 er Jahren ohne die Trabantenstädte genügend günstigen Wohnraum hätte schaffen können?...nur mit Gebäuden, die hier im Forum für "akzeptabel" empfunden werden?

    Wenn du z.B. die Zahlen für die Frauen von 60 bis 74 nimmst haben die zwischen Kommune und Department den gleichen Unterschied (1,1 %) wie bei deiner angeblich so auffälligen Altersgruppe 0-14 Jahre.

    Dann ist bei der Altersgruppe der 15 bis 29 Jährigen der Unterschied zwischen Kommune und Department doch offensichtlich stärker als bei den 0-14 Jährigen.


    Du hast mit Le Plessis-Robinson ja ein sehr interessantes Beispiel gebracht wie es im Städtebau laufen kann, nur mit der Auswertung der Bevölkerungszahlen muss man glaube ich genauer hinsehen.

    Putin finde ich trotzdem kacke. Für Ukrainer habe ich sehr viel Mitgefühl

    Also es ist jedem unbenommen gegen deutsche Waffenlieferungen zu sein. Es sollte nur schon jedem klar sein, dass die Ukrainer auch mit "sehr viel Mitgefühl" ihr Land nicht verteidigen können.

    Also Putin, der einen brutalen Angriffskrieg führt, nennst du verhamlosend "kacke" (so nennt meine kleine Nichte eine Schulkameradin, die sie nicht leiden kann). Diejenigen, die Verteidigungswaffen liefern sind bei dir die "Kriegstreiber."

    Also du bist natürlich weder krank noch blöd. Nur deine Position mit der Wortwahl ist schon skurril.


    Zurück zur Berlinpolitik

    Das wäre schön. Bekanntlich wird bei einer Landtagswahl (wie der Abgeordnetenwahl) auch nicht über die bundesdeutsche Außenpolitik entschieden.


    Ich befürchte sehr, dass, wenn SPD, Linke und Grüne zusammen eine Mehrheit bekommen, diese auch eine Regierungskoalition bilden werden. Entweder unter Giffey oder Jarasch, je nachdem. Ganz egal, wie viele Stimmen die CDU bekommt. Anders, als bei uns in Baden-Württemberg, werden diese Parteien ihrem Klientel in Berlin wohl kaum eine Koalition mit der CDU (die den aktuellen Umfragen entsprechend dann auch den OB stellen sollte) schmackhaft machen können. Das wird dann leider auch das Ende der Senatsbaudirektorin Kahlfeldt sein.

    Du weißt aber schon, dass Frau Kahlfeldt durch die SPD, unter der jetzigen Regierungskoalition als Senatsbaudirektiorin eingesetzt wurde, ohne ein Krümmelchen Beteiligung der CDU.


    Interessant wäre für das Forum, ob irgendeine Partei für die Abgeordnetenhauswahl in ihrem Programm Ziele für den Städtebau im Sinne des Vereins "Stadtbild" hat.

    Für mehr Wohnungsbau sind natürlich alle. Über die Qualität oder gar Rekonstruktionsvorhaben kann ich jedoch nirgends etwas finden. Es hat wohl vor allem mit der großen Wohnungsnot zu tun. Es zeigt sich aber auch leider wieder mal, um was für ein Nischenthema es sich leider handelt.

    Die Grünen sind hinter die SPD gefallen...

    Je Umfrage mal so mal so...


    ... und die SPD will lieber mit der CDU koalieren

    Du solltest Giffey nicht mit der SPD Basis gleichsetzen, die schon nach der letzten Wahl eine Koalition mit der CDU ablehnte (und da war die SPD noch stärkste Partei).

    Und selbst Giffey wird wohl kaum den Juniorpartner für die CDU sein wollen, wenn sie bei einer anderen Koalition Regierende Bürgermeisterin bleiben könnte.


    Diese Stimmen für mehr Bürgerlichkeit (CDU) könnte i.Ü. ein Schuss sein, der nach hinten losgeht: Falls die Grünen vor der SPD landen sind die Chancen groß, dass Jarasch Giffey ablöst.


    ... die in Berlin deutlich rekonstruktionsfreundlichere CDU ...

    Das ist zweifellos oft so.

    Noch wichtiger ist der CDU allerdings der Autoverkehr. So machte sie z.B. ihre Zustimmung zur Bebauung des Molkenmarktes damals davon abhängig, dass dort weiterhin eine sechsspurige Verkehrsführung erhalten bleibt...also eine Verkehrsschneise mitten über das winzige Gebiet des ehemaligen Altstadtkerns.

    Ich finde das holländische Modell da vorbildlich. Alle Verkehrsteilnehmer sind angenehm vereint, niemand wird pauschal ausgeschlossen.

    Ja, das klingt wunderbar.... wo es passt. Nur gelingt diese "angenehme Vereinigung aller Verkehrsteilnehmer" nicht überall. Man sollte schon schauen, welche Lösung für die einzelne Straße, den konkreten Bereich die optimalste ist

    Und eine Schrittgeschwindigkeit durchzuhalten (denn darauf läuft dieses Modell oft hinaus) verlangt dem deutschen Auto- und Radfahrer einiges ab. Es ist wahrscheinlich auch eine Frage der Mentalität.


    Und es liegt eben in der Natur, dass der Autofahrer der stärkste ,der Fußgänger immer der schwächste Verkehrsteilnehmer ist, natürlich auch gegenüber den Radfahrern. Entsprechend konnte die Einrichtung einer Fahrradstraße z.B. in der Friedrichstraße auch nicht funktionieren.


    Zur Bürgermeisterkandidatin der Grünen: Wenn ich von deren bisherigen Engagement lese, erschient diese mir nicht gerade las für (Berliner Verhältnisse) besonders links. Sie hat ja wohl einen (katholisch) kirchlichen Hintergrund.

    Links würde ich es nicht nennen, aber bei ihrer Verkehrspolitik hat sie teilweise schon sehr radikale Ansichten. Etwa wenn sie bis 2030 nur noch Elektroautos für den Innenstadtring zulassen will.


    Generell ist das Thema Auto/ Verkehr in Deutschland schon sehr emotional, fast schon ideologisch aufgeladen.

    Es gibt schon neben den grünen Hardlinern auf der anderen Seite eben auch eine renitente "Bleifußfraktion" die es als das von Gott gegebene Recht ansieht überall jederzeit mit ihrem Auto hinzukommen.

    Von diesen wird es z.B. auch als normal angesehen, dass jemand - vollkommen legal - mit über 400 Stundenkilometern auf der Autobahn fahren kann. Zustände, die sonst in keinem zivilisierten Land möglich sind.

    Jede vernünftige Regulierung wird zu einer Frage der Freiheit hochstilisiert


    Kaum vorstellbar, was in Berlin los wäre, wenn etwa wie in Oslo für die Einfahrt in die Stadt von jedem Autofahrer eine Citymaut verlangt würde.

    Die Frage ist aber dann, ob die Geschäfte tatsächlich in ihrer Existenz bedroht sind. .... Es ist auch zu hinterfragen, welche Kundschaft Geschäfte in der Friedrichstraße besucht und ob nicht von einer Fußgängerzone mehr, vielleich andere, Menschen angezogen werden (wenn diese ansprechend gestaltet ist) zumal sich der Bereich ja in unmittelbarer Nähe von touristischen Anziehungspunkten befindet.

    So ist es.

    Auch vor der Widmung als Fußgängerzone (und auch vor Corona-Zeiten) war die Lage vieler Geschäfte in diesem Abschnitt der Straße trotz Autoverkehrs dort nicht rosig und der Zustand der Straße - trotz der exquisiten Lage trist.

    Eine Straße wird nicht dadurch "lebendig", dass Autos sie befahren.

    Und es ist ja auch nicht so, dass "die Geschäftsleute" der Friedrichstraße sich pauschal gegen eine Fußgängerzone wenden würden. Genervt sind sie wohl vor allem von einer Planung à la "kreativem Brainstorming".


    Der Handelsverband meint entsprechend dazu:....


    "Eine mangelnde Einbeziehung der Anlieger ist einer der Hauptgründe für die Verärgerung des Aktionsbündnisses, aber auch vom Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) sowie dem Berliner Hotel- und Gastronomieverband (Dehoga). HBB-Präsident Björn Fromm nannte das Vorgehen vom Bezirk Mitte und Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) „zutiefst erschütternd“. „Es wird wieder erst gesperrt und dann nachgedacht. Das kann man nur aufs Schärfste verurteilen“, sagte er.

    Wobei Fromm, wie auch andere Vertreter, am Montag mehrfach betonten, dass es ihnen nicht unbedingt darum gehe, die Friedrichstraße dauerhaft für den Autoverkehr befahrbar zu lassen. „Wir wollen nicht die Autos retten“, so der HBB-Präsident, „wir wollen die Friedrichstraße retten.“


    Friedrichstraße: Händler kämpfen gegen Fußgängerzone
    Seit Montagmorgen ist ein Teil der Friedrichstraße wieder für den Kfz-Verkehr gesperrt. Händler wollen juristisch dagegen vorgehen.
    www.morgenpost.de



    Also es ist schon seltsam, wie manch einer hier im Forum aus völlig anderen Ecken der Republik - und offensichtlich ohne die Verhältnisse vor Ort zu kennen - sich reflexartig pauschal gegen eine Fußgängerzone wendet, der Handelsverband jedoch nicht.



    Es gibt sicherlich Straßen, wo es grundsätzlich den MIV braucht um ein Geschäftsleben rentabel am Laufen zu halten.

    Ich glaub aber kaum, dass dies bei diesem Abschnitt der Friedrichstraße generell der Fall ist.

    Es gab/gibt doch kaum einen Berliner, der mit dem Auto in die Friedrichstraße zum Shoppen fuhr. Warum auch?


    Und auch im Abschnitt zwischen UdL und Bahnhof Friedrichstraße (also wo der Autoverkehr ja zulässig ist), würde es mich wundern wenn die Kundschaft von diesen kleinen Rossmann, DM Läden bis hin zum "Kulturkaufhaus" (also dieser bis Mitternacht geöffnete gigantische Buchladen) zu einem entscheidenden Teil mit dem Auto anfährt.


    Unter den Linden hat die Zurückdrängung des MIV bislang - auch allen Unkenrufen hier im Forum - nicht geschadet, sondern mehr Aufenthaltsqualität verschafft. Es ist nunmal einer der wenigen Orte der Republik, die von Touristenmassen bevölkert werden, von denen kaum einer mit dem Auto anreist. Es braucht dort keinen MIV um für "Lebendigkeit" zu sorgen...und gleiches müsste eigentlich für den angrenzenden Teil der engen Friedrichstraße gelten bzw. möglich sein.

    Also der Regierende Bürgermeister wird vom Abgeordnetenhaus (Landtag) gewählt, nicht vom Senat (der Landesregierung).

    Es muss also irgendeine Koalition gefunden werden, die eine Mehrheit hat, und das wird sehr schwer werden.

    Die AfD spielt dabei ohnehin keine Rolle (Weder würden sie eine SPD Kandidatin wählen, noch würde die SPD oder irgendeine andere Partei mit ihr eine Koalition eingehen). .


    Es mag gut sein, dass die CDU die stärkste Partei wird. (Ich finde es i.Ü. seltsam, wenn eine Partei um die 20 % zum "Sieger der Wahl" erklärt wird, egal welche es sein mag.), nur werden sie kaum ausreichend Koalitionspartner finden.

    Berlin-Wahl 2023: Das passiert, wenn die CDU gewinnt
    Die Berliner CDU liegt in Umfragen zur Berlin-Wahl 2023 vorn. Lesen Sie hier, was ein Wahlsieg der CDU bedeuten könnte.
    www.morgenpost.de



    Andererseits sieht es so aus, dass durch die Polarisierung die Grünen vor der SPD landen und es rechnerisch wieder für die bisherige Dreierkoalition reicht (dann natürlich ohne Giffey, die wohl kaum unter Jarasch in den Senat eintritt, und bekanntlich am liebsten Regierende Bürgermeisterin mit Hilfe von FDP und CDU wäre).


    Vielleicht wird auch noch irgendeine Kleinpartei überraschend in das Abgeordnetenhaus gewählt wie anno dazumal die "Piratenpartei". Diesmal scheint die "Tierschutzpartei" eine kleine Chance zu haben.


    Soweit mein Blick in die Kristallkugel.