Posts by newly

    Die Idee liegt nun vor. Ohne den Weg zu dem Ergebnis zu kennen, scheint die Vorstellung entstanden zu sein, dass am Ettlinger Tor eine Hochhausagglomeration sinnvoll ist. Das Landratsamt selbst geht in die gestaltende Rolle und wird zwei Hochhäuser errichten.

    Also zur Klarstellung: das bisherige Hochhaus des Landratsamtes soll abgerissen und ersetzt werden, dazu kommt dann noch ein kleineres Hochhaus von 50-60 Meter Höhe. Beide sind nicht unmittelbar am Ettlinger Tor.

    (zur Orientierung: in dem Bild oben ist das Gebäude mit dem großen bräunlichen Dach, das Ettlinger Tor Center (eine Shopping-Mall), südwestlich davon kann man das Hochhaus des Landratsamtes sehen.


    Ich fande das Hochhaus schon bislang sehr öde und unwirtllich. Ich bin nicht generell gegen Hochhäuser, aber an dieser Stelle harmonisiert es weder mit der Innenstadt im Norden, noch mit dem Kongresszentrum im Süden. Es ist ein Fremdkörper im Stadtbild.


    Die Hoffnung, dass ein Hochhaus an dieser Stelle jemals verschwindet, war natürlich gering.

    Nun wird es ersetzt und es heißt: "der Gewinner-Entwurf sei zwar einfach und schlicht, doch in der Architektur sei gerade das Einfache das Schwierige"


    https://www.ka-news.de/region/…-aussehen;art6066,2671854


    Das heißt doch nichts anders, als hier schon wieder ein triviales Gebäude in der Stadtmitte entsteht, das allein durch seine Größe im Stadtbild heraussticht. Entsprechend enttäuschend sehen die Visualisierungen auch aus.

    Es tut mir leid für Karlsruhe, aber hier wird eine Chance vertan.

    Ist das mittlerweile Berliner Standard eine solche Überwachungsmaschinerie? Ich sehe pro Laterne drei Kameras plus eine frei verschwenkbare. Muss ja sehr wertvoll sein, was da gepflanzt wird. Oder beherbergt das Museum eine Goldmünze?

    Ich denke es geht mehr um den Schutz der Fassade und von Veranstaltungen.

    Bei Graffiti-Schmierereien z.B. käme ansonsten wohl schnell der Vorwurf, warum keine Kameras installiert wurden.

    Genau bzw fast inhaltsgleich argumentierte seinerzeit die Evangelische Kirche in Dresden, die ursprünglich auch eine der unglücklichen Protagonisten gegen den Wiederaubau der Frauenkirche war! Die Realität hat sie ja glücklicherweise eines besseren belehrt...es scheint, dass die Kirche der rechte Glaube an sich selbst abhanden kam.

    Die Situation in Dresden war doch eine völlig andere, von der Symbolik der Frauenkirche bis zur Spendenbereitschaft.

    Auch städtebaulich: der gesamte Altmarkt wäre ohne die Frauenkirche kaum denkbar.


    Und so schön der Wiederaufbau des Garnisonskirchen-Schiffes auch wäre: der "rechte Glaube" hängt sicher nicht davon ab.

    Es ist wichtig, dass der Realtitätssinn nicht abhanden kommt um das Machbare zu erreichen. Forderungen und Ideen sind hier schnell getippt.

    Diesen Satz musste ich mir zweimal durchlesen. Was ist das bitte für eine Kirche, die keine Kirche unterstützt

    Also die Kirchenvertreter sagen, dass aus ihrer Sicht ein Kirchenschiff nicht notwendig ist. Und das ist auch nachvollziehbar.


    In Potsdam besteht doch bei ständig sinkenden Mitgliederzahlen kein Bedarf an einer weiteren Kirche für eine Gemeinde, etwa um Gottesdienste durchzuführen, und schon gar nicht für ein Kirchenschiff das Platz für 3000 Gläubige bietet.

    (Und es wird wohl niemand ernsthaft glauben, dass die Mitgliederzahlen sprunghaft wieder ansteigen, wenn die Garnisonskirche in ihrer vollen Pracht wiederentstünde).


    Es ist auch den Mitgliedern der Landeskirche (Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz) nicht vermittelbar, dass landesweit einerseits aus Kostengründen viele Kirchen verfallen oder drohen zu verfallen und andererseits in der Landeshauptstadt ein großes Kirchenschiff rekonstruiert wird - für das tatsächlich dort keine Kirchengemeinde Bedarf hat.


    Ein Kirchengebäude allein ist i.Ü. noch keine Kirche..(Die Friedrichwerdersche Kirche ist z.B. keine Kirche, unter der Kuppel des Berliner Stadtschlosses ist trotz Kreuzes auch keine Kapelle usw.)


    Mir wäre auch lieber, es wäre anders, aber das sind schlicht die Fakten. Und die Kritik und Forderungen von Leuten, die z.T. selbst gar kein Kirchenmitglied sind, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    Die Aufgabe der Kirche ist nunmal in erster Linie Seelsorge und ein aktives (Kirchen-)Gemeindeleben. Das architektonische Stadtbild gehört nicht oder nur nachrangig dazu.



    Falls irgend möglich wäre ich auch für eine Rekonstruktion des Kirchenschiffes, nur sollte man die Realitäten nicht aus dem Auge verlieren.

    Es bedarf für dessen Rekonstruktion (zumindest der äußeren Hülle) ein sinnvolles Innenleben. Für ein bloßes "l'art pour l'art" wird sich die nötige Unterstützung nicht finden.

    Allerdings bin ich der gleichen Meinung wie Christoph Mäckler, die öde Fußgängerzone Zeil wieder für den Autoverkehr zu öffnen.


    Es gibt eigentlich kaum etwas Öderes als Autos in der Innensstadt. Es wäre traurig, wenn Frankfurt die bräuchte, um Lebendigkeit in der Innenstadt vorzutäuschen.

    Naja, also der "erhaltene" Teil der Fassade ist ja auch ziemlich entstellt im Vergleich zum Original. Z.B. waren die Fenster höher (und durch Sprossen geteilt) und die horizontalen Bänder waren schmäler. Die abschließende Balustrade war filigran durchbrochen und am unteren Teil der Fassade liefen kannellierte Pilaster entlang, die mit Lampen bekrönt waren. Das wirkte einmal sehr wohl nach Art-Deco und nach oben strebend.

    Wobei...auf der Signa-Seite heißt es dazu:

    "Das historische Fragment ist die einzige original erhaltene Struktur des ursprünglichen Gebäudes. Diesen Teil wollen wir denkmalgerecht sanieren und modernisieren".


    https://nichtohneeuch.berlin/faq/


    "Denkmalgerecht sanieren und modernisieren" klingt nicht unbedingt nach mehr Art-Deco.

    Ein Artikel in der Morgenpost....der Bausenator will den Karstadt-Umbau vorantreiben und dazu noch den Hermannplatz umgestalten.

    "....es sei sinnvoll, „dort schnell einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen“. Und weiter: „Ich schlage dem Senat vor, das in den ersten 100 Tagen zu tun.“ Nachdem mehrere Jahre geredet wurde, sei man nun so weit, zu einer Entscheidung zu kommen, sagte Geisel, der zuletzt Innensenator war...."


    https://www.morgenpost.de/berl…nnplatz-vorantreiben.html

    Der Brunnen allein ist für den Schlossplatz m.E. zu wenig. Und ich hoffe für die Aufenthatsqualität auf eine weitere Verkehrsberuhigung.

    Man könnte ohnehin erst einmal damit beginnen, die beiden großen umrahmten Blumenrabatte, die ursprünglich rechts und links des Brunnens waren, wieder anzulegen.


    Und bevor man den Brunnen vor dem Roten Rathaus abbaut (der dort ja inzwischen länger steht als auf dem Schlossplatz) sollte man sich erst einmal für dort eine überzeugende Alternative überlegen.

    (und eine realistische, also nicht nur "das ganze Areal gehört bebaut")


    Ist diese gefunden, wird auch der Widerstand gegen eine Umsetzung dahinschmelzen.

    Ohne diese Alternative entsteht aber auch leicht der Eindruck, es nur das Schloss wichtig und der Rest des Stadtbildes sei Rekonstruktionsbefürwortern egal.

    5. die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank führt dazu, dass es keine Zinsen mehr auf die Ersparnisse gibt und Anleger größerer Summen in Betongold investiere, hier ist die Gewinnerwartung noch sicher.


    Nein, die Gewinnerwartung ist in vielen Fällen eben nicht mehr sicher, da die Mieten nicht in gleichem Maße steigen. Die Anzahl der Mieter, welche die rapide steigenden Mieten zahlen könnten ist endlich, die Löhne konnten und können nicht entsprechend mithalten.

    Mangels Alternativen und angesichts der großen Geldmenge und der Inflation investieren trotzdem viele weiter in das vermeintlich sichere Betongold.


    Das wäre eine kurze Zusammenfassung möglicher Gründe für die gegenwärtige "Wohnungsnot", ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann gerne erweitert werden.

    Ein gar nicht so kleiner Kreis hat die finanziellen Mittel für eine Zweit und Dritt-Immobilie - nicht etwa um sie zu vermieten oder als Hauptwohnsitz ständig selbst zu bewohnen.

    Das führt dann dazu, dass z.B. selbst in der Uckermark kaum noch Häuser im Angebot sind. Berliner etwa nutzen oder bauen sie als Wochenendsitz. Wo früher noch eine kleine Datsche genügte, werden normale Häuser erworben, welche ein Großteil des Jahres leerstehen. Entsprechendes gibt es auch mit Zweitwohnungen in Berlin oder anderen beliebten Touristenzielen.

    (Nicht zu reden von den wunderbar restaurierten Villen die z.B. in Bad Saarow im Winter sichtbar unbewohnt sind).



    Und dann gibt es noch die ärmere Bevölkerungsschicht, deren Wohnsituation in diesem Forum i.Ü. regelmäßig kaum, m.E. viel zu wenig Beachtung findet.

    Betrachtet man rein die Bevölkerungszahlen, die Bevölkerungsentwicklung und die Anzahl der Immobilien dürfte es natürlich keine "Wohnungsnot" geben.

    Nur wurden und werden im unteren Preissegment viel zu wenige Wohnungen gebaut, und dies schon seit vielen Jahren.

    Die Anzahl der Sozialwohnungen hat sich in Deutschland seit 2007 halbiert. Und diese Entwicklung setzt sich weiter fort.

    Der Bauboom ging und geht an dieser Bevölkerungsgruppe nahezu vorbei.


    https://de.statista.com/infogr…wohnungen-in-deutschland/


    So werden dann selbst Plattenbauwohnungen im Hellersdorf und Marzahn, über die viele hier nur die Nase rümpfen würden, zum begehrten Objekt und zur Mangelware.


    Dies wiederum erweckt bei manch einem die Illusion es gebe generell viel zu wenig Wohnungen, was tatsächlich so nicht der Fall ist.

    Meister Lampe

    Grundsätzlich hast du natürlich Recht.

    Nur wurden hier von der MAZ neben der Überschrift ja noch zwei Sätze, in denen der Inhalt quasi zusammengefasst wurde, mit freigegeben.

    Ich wüsste nicht woraus hier eine "falsche Diskussion" entstehen sollte. Es war ohnehin nur als Kurzinfo gedacht, zumal die MAZ im Vergleich zu den PNN die bedeutendere Zeitung für Potsdam ist.

    Potsdamer Neuste Nachrichten (PNN) hat sich am 05.01.2022 mit dem möglichen Wiederaufbau der Garnisonkirche in einem Artikel befasst....

    Das hat tags zuvor schon die MAZ gemacht, der Artikel ist allerdings hinter einer Bezahlschranke.


    https://www.maz-online.de/Loka…FWG-Chef-Matthias-Dombert


    "Pläne für Plantage: Proteststurm gegen Alt-Bischof Wolfgang Huber und FWG-Chef Matthias Dombert


    Zahlreiche Garnisonkirchen-Befürworter fordern Abberufung wegen Verrat an Grundsätzen und Entscheidungen im Hinterzimmer. Die Stiftung Garnisonkirche räumt ein, dass noch viele Fragen zu „Haus der Demokratie“ zu klären sind...."

    Na, dann: hier der 1. Preis von Bernd Albers, der Grundlage für die nächsten Schritte sein wird:..

    Also offiziell ist das so absolut noch nicht entschieden, da es zwei erste Preise gibt....


    "Entscheidung trotz Siegerehrung vertagt

    ....Trotz Juryentscheid ist noch nicht klar, wie das Quartier am Molkenmarkt nun genau umgestaltet wird, da gleich zwei gegensätzliche Entwürfe gewonnen haben. Experten erklären sich dieses Vorgehen der Jury damit, dass wohl zwei gleich stark bewertete Entwürfe vorlagen und nicht klar war, welcher eindeutig die Nase vorn hat.

    Konsequenz: Das Verfahren zieht sich weiter in die Länge. Die Senatsverwaltung wird jetzt ein Werkstattverfahren mit breiter öffentlicher Beteilung starten. Die erste Bürgerwerkstatt ist für Februar, die zweite für April anberaumt. Dort können Bürgerinnen und Bürger ihre Bedenken, Wünsche und Anregungen abgeben. Nach einer Überarbeitung der Konzepte im kommenden Jahr soll dann die abschließende Bewertung erfolgen...."


    https://www.rbb24.de/panorama/…ettbewerb-molkemarkt.html


    https://molkenmarkt.berlin.de/…-molkenmarkt-stehen-fest/

    Exilwiener


    Also am Volkstrauertag ist doch bei der Kranzniederlegung des Bundespräsidenten alles durch Polizeikräfte abgesichert.

    Wenn an normalen Tagen zwei Soldaten dort alleine stehen, ist Situation eine ganz andere

    (denen würde ich nebenbei auch dieses Dauerbegaffen durch Touristen nicht zumuten wollen).


    Wie gesagt, viele Opfer und Angehörige würden diese Soldaten auch nicht als "Ehrerbietung" wahrnehmen.


    Es sollte ein Ort des Gedenkens sein, und keine Gaudi für Touristen.

    Normal ist für mich, wenn die Dinge um einen herum pragmatisch gesehen und gelebt werden.

    Der jetzige Zustand ist doch sehr praktisch und lösungsorientiert.


    Es wird kein Geld für Soldaten (und deren Absicherung) verpulvert. Soldaten, die dort keine Funktion haben.

    Wiederholt den Abriss des gerade neu erbauten Schlosses zu fordern....


    Man muss sich aber auch nicht von jeder "Forderung" (von der selbst die Akteure wissen, dass sie unrealstisch ist) provozieren lassen. Das ist ein bisschen wie bei pupertierenden Teenagern.


    Die entsprechende Aufregung zu verursachen ist doch der einzige Sinn....also einfach drüberstehen und müde lächeln.



    Mancheiner will übrigens auch immer noch die demokratisch beschlossene Ostfassade ersetzen ;-)

    Ich denke es ist schon ein Unterschied, ob die Soldaten dort einmal jährlich im Rahmen der Kranzniederlegung des Bundespräsidenten (ggf. mit Staatsgästen) auftreten oder es dort ständige Wachablösungen gibt.


    Der Fokus würde doch ständig vom Gedenkort auf die paradierenden Soldaten gelenkt (für die einen als touristische Gaudi, für die anderen als Zankapfel)... ...und das noch vor der Pieta einer überzeugten Pazifistin.


    Viele Opfer und Angehörige würden die Soldaten sicher auch nicht als Ehrerbietung ansehen, auch das sollte man respektieren.


    Der Bundespräsident könnte so eine ständige Wachablösung vor Schloss Bellevue einführen....wenn er denn wollte.

    Warum gibt es eigentlich nicht mehr die traditionelle Wachablöse mehr vor der Neuen Wache? Bis Anfang der 1990er Jahre war das ein touristischer Hingucker? Lag das daran, dass das zuletzt von der DDR NVA nur noch praktiziert wurde? Ich fände es klasse, wenn man das reaktivieren würde!


    Also ich weiß nicht, ob du schon einmal im Inneren der Neuen Wache warst.

    Dort findet sich (ausschließlich) die vergrößerte Nachbildung der Pieta von Käthe Kollwitz "Mutter mit totem Sohn"...in Erinnerung an ihren im Weltkrieg gefallenen Sohn.

    Die Neue Wache ist die zentrale Gedenkstätte für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.


    https://duckduckgo.com/?q=piet…36ffd6300ff912833f07b.jpg


    Davor dort bewaffnete Soldaten paradieren zu lassen, würde schon sehr makaber oder gar zynisch wirken.


    Für so Touristen-Gaudis finden sich sicher passende Orte. Vor dem Rathaus Köpenick tritt manchmal die "Hauptmann-Garde" auf. https://koepenicker-hauptmanngarde.de/

    Ob kleinteilig oder nicht - was für eine gewerbliche Nutzung soll das denn sein?

    Die gleichen Nutzungen, die sich überall auch an stark befahrenen Straßen finden.

    Nur ein Stück weiter, zum Nikolaiviertel gehörend, findet sich an derselben Grunerstraße ein Antiquitätengeschäft und ein Restraurant.


    Bei der Personalie handele es sich um einen Affront und mit ihr drohten daher ein konservativer Rückfall in die „ideologischen Grabenkämpfe“ der neunziger Jahre und „die vordergründige Ästhetisierung baukultureller Fragen“.


    Was bedeutet das? Was ist unter der "vordergründige Ästhetisierung baukultureller Fragen“ zu verstehen. Für mich ist das die zentrale Aussage des Artikels. Gibt es ein Gegensatzpaar "Ästhetisierung vs. Baukultur"?


    Das ist wohl das Kernproblem, dass Ästhetik nicht mehr als selbstverständlicher Teil der Baukultur verstanden oder sogar negativ assoziert wird.

    Entsprechend sehen die Bauten dieser Architekten auch aus.


    Vielleicht gibt es als Gegensatz aber auch eine "hintergründige Ästhetisierung", wer weiß. (Die Ästhetik ist quasi so tief im Beton, dass sie nicht gesehen werden kann).

    Ich möchte aber zum Verstehen einer Situation beitragen, in der das im Kern objektiv positive Christentum in einer extremen Form angegriffen wird, bei der selbst originale Rekonstruktionen von Gebäuden nicht mehr toleriert werden.

    Also man kann ja unterschiedlicher Meinung sein, und ich akzeptiere natürlich, wenn du "Christsein" anders verstehst.

    In Diskussionen hier wird jedoch gerne maßlos übertrieben. Also das "Christentum wird "in einer extremen Form angegegriffen", wenn Bibeln und Gottesdienste verboten werden, Gläubige verletzt oder ermordert werden.


    Im Gegensatz dazu gibt es hier doch keinen zwangsläufigen "Angriff", schon gar keinen in extremer Form, nur weil sich selbst Christen gegen den Bibelstellen-Mix des Spruchbandes wenden. Und es ist schon gar kein Grund, diesen das "Christsein" abzusprechen.


    Ein König hat zur Begründung seines absolutistischen Herrschaftsanspruches (und vor dem Hintergrund der revolutionären Demokratiebestrebungen) zwei Bibelstellen gemixt...und nicht um die Botschaft Jesu von Nächstenliebe und Gewaltfreiheit zu verkünden. Das ist der simple historische Kontext.


    Es geht letztlich nur um Geschichte. Weder steht mit dem Spruchband der Absolutismus vor der Tür noch wird bei einer Kritik der Kernbereich des Christentums angegriffen. Verbale Abrüstung wäre angebracht.