Posts by kaffeesachse

    Warum muss unbedingt der Neptunbrunnen wieder ans Schloß, äh Humboldforum, versetzt werden? Weil er mal dort war? Ja, er war dort und hat den Krieg eingemauert überstanden. Doch nun steht er seit 1969 (?) auf der Freifläche vor Fernsehturm und Rotem Rathaus und kommt dort viel besser zur Geltung als früher. Auch bei der geplanten Umgestaltung hat er dort meines Erachtens einen wundervollen Platz. Wir kennen ihn doch eigentlich alle nur an diesem Ort. Am ursprünglichem Ort kann auch ein moderner, ansprechender Brunnen seine Wirkung entfalten. Das ist meine persönliche Meinung.

    Ich empfinde es als bemerkenswert reaktionär, wenn man jüngeren Kunstformen das Kunstsein abspricht, weil sie nicht dem eigenen ästhetischen Empfinden entsprechen. Kunst muss nicht gefallen, schon gar nicht jedem, um als Kunst verstanden zu werden.

    Ich habe ein gewisses ästhetisches Empfinden, behaupte ich jedenfalls. Es gibt ganz gewiss ansprechende,,,schöne'', niveauvolle Graffiti, deren Sinn mir nicht verschlossen bleibt. Wenn ich aber überall irgendwelche Buchstaben, Gekrakel was sich mir absolut nicht erklärt, irgendwelche Farbstreifen dahingesprüht sehe - da frage ich mich doch > WAS WILL DER KÜNSTLER MIR DAMIT SAGEN? Natürlich muss Kunst nicht gefallen, Kunst ist Geschmacksache. Aber der Sinn, der Inhalt, der Zweck sollte doch zu erkennen sein. Meine Meinung.

    Das ist doch ein brauchbarer Vorschlag. Eine Reko in der Prager Straße könnte den Anfang einer völligen Umgestaltung bis hin zur Rekonstruktion -wenigstens eines Teils- der alten Prager Straße bilden. Dazu muss man nur einen der unsäglichen Flachbauten abreißen und dann dort die Reko hinstellen. Dann können alle sehen, was dort fehlt und wieder errichtet werden muss.

    Das ist doch aber nicht etwa ernst gemeint? Die Prager Straße mag nicht jedem gefallen, war aber mal für ihre Moderne der 60/70ger Jahre bekannt und auch durch die Gestaltung mit Springbrunnen (Pusteblumen) und eben diesen Flachbauten beliebt. Nach der Wende wurde ja einiges neu errichtet und versucht, die historische Enge der Prager Strasse erahnen zu lassen. Ist dies wirklich geglückt? Auch die Umbauung des Rundkinos kann nicht gerade als gelungen bezeichnet werden und lässt dieses markante Gebäude fast wie in einem Hinterhof erscheinen. Ich kenne auch Pläne aus DDR- Zeiten zur Vollendung dieser Strasse und bin doch erleichtert, das dies nicht geschehen ist. Dieses geplante Hochhaus auf jetzigem Karstadtgelände wäre zu dominant heute. Dies zeigt auch, das es schwierig ist, dieses Gebilde aus DDR - Zeiten sinnvoll zu ergänzen, zu erweitern und vollenden. Jede Zeit hat ihre Ideale und Werte, vieles ist zu schnell abgerissen und vernichtet worden.

    Doch ist es wirklich sinnvoll, jetzt mit irgendwelchen historischen Rekonstruktionen eine völlige Umgestaltung (Abriss auch von Wohnungen) zu erzwingen? Am Neumarkt völlig o.k, da gab es ja nichts mehr. Hier ist aber eine völlig andere Bausituation. Meine Meinung!

    Ja, das sind Rekonstruktionen, die sehr wichtig für Dresden wären, gerade Palais im Großen Garten und Zwinger. Aber an der Stelle der Villa Rosa steht heute eine Schule, die wohl kaum für diesen wichtigen Villenbau abgerissen wird. Zumal erst vor kurzem renoviert.

    Und die Silberkapelle als Raum exestiert nicht mehr nach dem Wiederaufbau des Taschenbergpalais als Hotel. Leider!

    Zitat von Rainer Haubrich



    Nein, der Palast der Republik wurde nicht abgerissen, um die Erinnerung an die DDR auszulöschen oder die „Ostmoderne“ abzuräumen, sondern weil er ein mittelmäßiges und schlecht platziertes Bauwerk im historischen Herzen Berlins war. Er wurde nicht gegen den Willen einer Mehrheit der Berliner abgerissen. Und er wurde auf der Grundlage eines deutlichen demokratischen Votums des Bundestages durch das neue Berliner Schloss ersetzt. Erinnern wir also ruhig an den Palast der Republik, an seinen spärlichen Glanz und sein großes Elend. Aber er ist nicht „Gegenwart“. Er ist zum Glück Vergangenheit.


    Das der Palast ein mittelmäßiges Bauwerk gewesen sei, spottet wohl jeder Beschreibung. Leider war er wirklich schlecht platziert aus historischen Gründen, aber ein gleichwertiges, multifunktionales und von der Bevölkerung und ausländischen Besuchern gut angenommenes Bauwerk fand man im Westteil Berlins und in Westdeutschland nicht. Das ICC ist nicht zu vergleichen außer der Asbestverseuchung, aber steht immer noch! Der Palast wurde damals aufgrund des Beschlusses des Bundestages zum Abriss freigegeben, was heutzutage wesentlich schwerer oder gar nicht möglich wäre. Damals war ein anderes politisches Klima.


    Weißt du, das kommt mittlerweile schon ein bisschen paranoid rüber. Nicht alles ist eine Verschwörung von links.

    Matielli hat da allerdings nicht ganz unrecht. Heutzutage würden sich zu zart besaitete Mitmenschen vielleicht an den Flügeln der Löwen stoßen. Sehen ja doch etwas martialisch aus und könnten in Richtung ,,rechtsextrem'' deuten ( was absoluter Quatsch ist!). Doch sie gehörten zum Gebäude, ebenso die Krone, und sollten wiederhergestellt werden. Bei der anderen Krone über dem Haupteingang gelang es ja auch. Bunter Luftballon ist gut :-) :lachen::koenig:

    War eigentlich die Fama über der Zitronenpresse immer schon vergoldet oder erst seit der letzten Restaurierung? Ich habe sie von früher, zu DDR - Zeiten, nur leicht grün oxidiert in Erinnerung.

    Ich würde auf Neuschöpfung setzen. Oder was war da ursprünglich noch vorhanden? Diese Räumlichkeiten waren ja viele Jahrhunderte (?) verbaut und nicht mehr klar konstruktiv erkennbar. Aber ich kann mich natürlich auch irren.

    Wunderbare Bilder vom Schloßhof. Was mich neugierig macht, werden die seitlichen Türen auf den ,,Altan-etagen '' auch geöffnet oder bleiben sie zugemauert? Dann ist ja diese bislang verborgene und erst durch den furchtbaren Bombenangriff und der daraus folgenden Zerstörung ,,wiederentdeckte'' Pforte rechts neben dem Altan. Könnte man diese auch wieder öffnen oder ist dahinter nichts? Als meinetwegen Notausgang könnte ich sie mir vielleicht vorstellen? Natürlich ist das historische Portal zu beachten.

    Und noch eine Frage: Sind in den Treppentürmen eigentlich früher alle Bogenöffnungen offen bzw. mit Türen/Pforten versehen gewesen?

    Ja, das monströse Ding geht jetzt eh nicht mehr weg. Mir bleibt der Kulti trotzdem ein schlimmer Graus und das wird sich auch nimmermehr ändern. Da bin ich von Wien mit seiner unversehrten Altstadt wohl verwöhnt, aber man kann nicht alles haben. Der KP war bei meinem ersten DD Besuch und nach meinem ersten Schock bei der Anfahrt über die Plattenbaumagistrale Petersburger gleich der zweite Schock, aber zumindest vom Neumarkt muss ich ihn heute nimmermehr sehen. Das tut mir schon gut, weil ich ihm ausweichen kann.


    Städtebaulich bleibt er objektiv gesehen weiterhin ein Fremdkörper innerhalb der wiederaufgebauten „Altstadt“, aber da gibt es in Dresden wahrlich viel wichtigere Prioritäten als den Abriss des KP. Wie auch immer, schönreden kann ich mir das Dingsda nicht. Huk.

    Wien war nicht so zerstört wie Dresden. Was wäre wohl gewesen, wenn....

    Nun wird es aber schon so sein dass die neuen Hochhäuser in der Skyline kaum ins Gewicht fallen werden, abgesehen natürlich von erhöhten Sichtpositionen wie von der Reichstagskuppel oder der Siegessäule. Vom Marx-Engels-Forum bzw. vom Schloss aus werden die neuen Türme genauso optisch präsent oder nicht-präsent sein wie das bestehende Park-Inn-Hochhaus. Hier eine Visualisierung mit dem geplanten Hines-Turm (dazu denke man sich noch drei weitere, etwa gleich hohe Türme).

    Ich denke, das diese Hochhäuser sehr wohl die Skyline beeinflussen werden und nicht zu knapp. Bei dieser geplanten Höhe werden sie sehr dominant wirken und die gewohnten Sichtbeziehungen am Alex auch von den Linden, der Karl- Marx- Allee und ich denke auch aus anderen Stadtteilen negativ beeinflussen. Nichts gegen Hochhäuser, aber dann dort, wo sie besser in das Stadtbild integriert werden können. So finde ich auch das Welthandelsforum deplaziert, zu wuchtig, zu dominant. Wenn die Hochhäuser doch gebaut werden, verliert der Fernsehturm sein Alleinstellungsmerkmal. Und ich vermute schon seit einiger Zeit, das das auch gewollt ist, von wem auch immer!

    Der Anblick von der Frauenkirche auf die Dachlandschaft ist auch monströs. Wenn ein Gebäude irgendwann im Neumarktbereich einmal abgerissen werden sollte, dann wird es aus meiner Sicht hoffentlich der KP sein, damit auch andere wertvolle Rekonstruktionen dadurch ermöglicht werden 😉👍🏼…

    Gut, das ist eine andere Meinung, die ich akzeptiere. Doch meines Wissens gab es auf dem jetzigem Grundstück kein bedeutsames architektonisches Bauwerk, das unbedingt rekonstruiert werden sollte. Aber ich lasse mich gern belehren. Was mich etwas stört, sind teilweise diese modernen Füllbauten, die neben den Rekonstruktionen entstanden. Wände aus Glas oder Beton, die manchmal das Flair wiedererstandener historischer Straßenfluchten stören. Mich jedenfalls. Aber man konnte ja nicht jeden 08/15 Bau oder ein Haus nur weil es schön aussah rekonstruieren, natürlich stehen auch Kostengründe der Investoren an erster Stelle. Doch ob diese modernen Häuser auch Jahrhunderte aushalten?

    Auch er gehört nun mal dazu und ich finde ihn ganz gut in das ihn nun umgebende Häusermeer eingebunden zu sehen. Natürlich ist das meine persönliche Sicht, ich kenne ihn nur so freistehend am Altmarkt. Sicher architektonisch umstritten, wie immer bei moderneren Gebäuden, aber angenommen von der Bevölkerung auch nach seinem Umbau. Klar war es nicht einfach ihn in das neuentstehende, historische Neumarktbild einzubinden, aber immer noch besser als ihn einfach abzureißen.

    Ist denn das RZ architektonisch so bedeutungsvoll, das es so hinter den Kirchturm ,,gequetscht'' erscheint um von der DDR - Architektur zu künden? Da gab es sicher bedeutenderere Beispiele als dieser Bürobau. Anderes wurde ratzbatz abgerissen, ohne auf die Gefühle oder Befindlichkeiten der Bevölkerung auch nur zumindest einzugehen. Ich sehe im RZ kein wichtiges Gebäude, abgesehen von den Mosaiken (?). Und ein Haus der Demokratie kann am Besten (weil dann am vermutlich originalsten Ort in Potsdam) im Kirchenschiff eingerichtet werden.