Posts by kaffeesachse

    Nochmals vielen Dank für diese Beiträge über die Statuen auf der Hofkirche. Auch über die Mitteilung, das ein paar Figuren ,,gewandert'' sind. Ich habe mich nämlich manchmal gewundert, das ich glaubte die eine oder andere Figur mal woanders stehen gesehen zu haben. Vielleicht hatte ich mich geirrt, aber durch die Beiträge wurden diese meine Beobachtungen bestätigt. Auch über die Attribute der einzelnen Figuren wurde viel Wissenswertes und teilweise für mich Neues berichtet. Weiter so!!!

    Warum eigentlich nicht? Und wie willst du das handhaben? Heißt das, keine Kopien oder Rekonstruktionen oder gar Sanierungen mehr? Oder willst du an jede Kopie, Rekonstruktion, Sanierung etc. einen Hinweisen anbringen wie und wann sie einmal zerstört oder beschädigt wurden? Selbst im wahnsinnig verkopften und verklemmten Deutschland wird das Gott sei Dank nicht so gehalten. Sonst gäbe es nämlich zahllose Kunstwerke und Baudenkmäler gar nicht mehr oder wir würden vor lauter Hinweisen unnd Erklärungen wahnsinnig werden.

    Gerade das wollte ich nicht. Aber Konsolen leer lassen, weil Originalvase im Krieg zerstört wurde oder im Nachkrieg geklaut wurde - das wollte ich vermeiden. Gerade die im Bild gezeigten Vasen und Kunstwerke im Depot stehen zu lassen, weil vielleicht nicht erste Wahl oder nicht 100%ig gleichwertig, nee! Gibt es nicht auch in der Porzellanmanufaktur Meissen noch so viele Modellformen auch aus der Zeit vom starken August? Könnte man nicht da vielleicht auch viele verlorengeglaubte Kunstwerke aus Porzellan neu erstehen zu lassen? Ich weiß, das würde Millionen kosten. Doch das ist die Sache wert, einen wieder entstandenen, verloren geglaubten Raum so edel und üppig auszustatten, das uns das allen ein kleines , besseres Gespür für die damalige Zeit gibt. Und Verluste sind natürlich furchtbar und katastrophal, man kann auch nicht alles gleichwertig ersetzen. Aber was machbar wäre, warum nicht?

    Das ist auch meine Meinung. Sicher darf das Bestücken der Konsolen nicht die Verluste durch Krieg, Zerstörung, Vandalismus und was weis ich vergessen machen. Doch warum sollen wertvollste Dinge im Depot stehen, die es unbescholten wert sind gezeigt und bewundert zu werden?

    Zunächst einmal sollte über ein ansprechendes Konzept des Baugrundstückes Marienviertel erarbeitet werden, wie die Altstadt wieder aufzubauen und zu gestalten sei - und ja, dann gehört auch ein passender Brunnen daher.


    Nur, der Neptunbrunnen gehört da hin wo er hingehört - vor dem Schloß.

    ok, Deine Meinung. Aber das Marienviertel hatte meines Wissens kein herausragendes baukünstlerisches Kleinod zu bieten, was unbedingt rekonstruiert werden müßte. Darum sollte diese auch grüne Freifläche bleiben. Und wie bereits weiter oben gesagt, die Wohnungsnot läßt sich dort ganz gewiß nicht lindern, ein Normalbürger könnte sich eine sicher schöne Wohnung auch dort nicht leisten.

    Der Neptunbrunnen vorm Fernsehturm bestätigt doch den heute viel beschworenen Bruch, den die neue Zeit fordert. Aber mal eben andersrum. Nicht modern im historischem Umfeld, sondern historischer Akzent im modernen Umfeld. Meine Meinung.

    Staatsachse hin oder her, sie ist nun mal da und sollte so bleiben. Ja, MIT Neptunbrunnen. Er ist dort erst richtig bekanntgeworden und auf unzähligen Bildern und Filmen zu sehen. Ja, er stand einst vor dem Schloß, aber nun nicht mehr.

    Was die Pflege der Dreiecksbeete betrifft, ja, die sehen übel aus. Warum werden diese Grünanlagen nicht richtig gepflegt, an einem Ort mitten in der Hauptstadt Deutschlands? Dort könnte es wunderschöne botanisch/künstlerische Pflanzschöpfungen geben, wenn nur gewollt. Gibt es da keine Möglichkeiten dies zu fördern mittels Spenden, persönlichen Pflegeeinsetzen, oder um einen DDR- Begriff zu verwenden - Beetpatenschaften??? Überall werden Bienenweiden geschaffen, warum nicht auch da?

    Auch ich finde die neuen Lampen im Turmzimmer wunderschön, obwohl auch die moderneren Kronleuchter reinpassten.

    Mich bewegt ein anderes Thema. Könnte man nicht die fehlenden Porzellane z.B. in Meißen ,,nachbauen'' ? Sicher, sowas kostet irre viel Geld, das ist mir bewußt. Doch in den Paraderäumen werden doch auch die kostbaren Wandbespannungen wiederhergestellt, auch nicht preiswert oder billig. Da war doch auch kaum was erhalten bis auf wenige Reste und sehr gute Beschreibungen.

    Sicher gibt es auch von den fehlenden Porzellankunstwerken ausreichend Beschreibungen und meines Wissens gibt es in Meißen oder anderen Porzellanwerken genügend Archivmaterial, Formenarchive u. ä. Natürlich will man die Verluste zeigen, die das Turmzimmer, das ganze Schloß betrafen. O.K. Aber für den Gesamteindruck fehlt bisher was im Turmzimmer. Die vielen leeren Konsolen schreien direkt danach, wieder mit kostbaren Gegenständen besetzt zu werden. Das das Turmzimmer praktisch nicht mehr exestierte kann man sicher auch anders darstellen. Falls doch neue Porzellanwerke entstehen sollten, kann man diese vielleicht als neue erkennbar machen , das man die Verluste doch sehen kann.....

    Das ist meine persönliche Meinung.

    Was soll immer dieses Hetzwort "Betonpalast"? Auch die Römer haben zur Stabilität schon Beton verwendet, welchen auch sie -glücklicher Weise- schön verkleidet haben. Ich habe da eher Kritik gegen "Sichtbeton" bei moderner Architektur. Die Fassaden des Schlosses sind aber mit großer Handwerkskunst "Stein für Stein" wieder aufgebaut worden. Vor dieser Leistung sollte man etwas Respekt haben. Oft sind es die Befürworter moderner Architektur, die jetzt beim Schloss plötzlich ihre Ablehnung von Beton entdecken... Was soll das? Ideologische Verblendung, Hetze für oder gegen was? Das Wundergebäude PdR war 12 Jahre geöffnet und musste asbestsaniert werden. "Weggerissen" ist da das falsche Wort. Einkompletter Nachbau oder Wiederaufbau des PdR hat keine Mehrheit gefunden...

    Der PdR war 1976 eröffnet worden und wurde aus eindeutig politischen Gründen 1990 geschlossen. Asbest wurde als Grund genannt - Horch!

    Eine wirkliche, neutrale und ehrliche Diskussion um einen Nachbau / Wiederaufbau wurde bis jetzt nicht geführt. Dieses Gebäude gehört doch aber auch zur Geschichte Berlins und Deutschlands. Ich denke, würde eine solche Diskussion mal angeregt, frei von ideologischen Gesichtspunkten was sicherlich nicht einfach ist (wie z. B. Potsdamer Garnisonskirche) kämen interessante Ergebnisse raus. Dort tagte nicht nur die Volkskammer oder tagten SED - Parteitage. Nein, es war ein wirkliches Haus des Volkes. Leider am falschem Platz!

    Ich habe vor den Leistungen der heutigen Schloßerbauer riesigen Respekt! Doch hat nicht auch der Palast ein gewisses Existenzrecht?

    Zum Glück ist nur ein Torso herausgekommen, weil man nicht das Geld hatte, die barocke innere Neustadt noch weiter zu entstellen und durch gigantische Zeilen abzuriegeln.
    Und solche städtebaulichen Fehler so

    Ich finde diesen Plan heute auch furchtbar, ehrlich! Doch damals dachte gewiß niemand an eine völlige Wiederherstellung der zerstörten Strassenzüge, so, wie wir sie auch heute so gern hätten. Heute würde man vieles anders machen, doch man kann nicht Jedem alles Gewünschte präsentieren. Wenn wie geplant die Verdichtung des Neumarktes kommen sollte, finde ich es schön, der Durchbruch der Rähnitzgasse sollte nicht brutal, sondern einfühlsam erfolgen, so wie auch geplant bei der Moritzstrasse. Respekt vor den Bauten von früher ist angebracht, auch wenn man sich nicht immer mit ihnen arrangieren kann. Das ist meine persönliche Meinung.

    Wie schon mal geschrieben, auch zu DDR- Zeiten war an eine Bebauung der Schloßstrasse mit historischen Gebäuden gedacht worden, auch Neumarkt und Frauenkirche waren Aufbaukandidaten. Allein das Geld hat gefehlt und gewiß auch etwas politischer Wille.

    Ich glaube, auch zu DDR- Zeiten war an eine Bebauung der Schloßstrasse gedacht worden. Allein das Geld hat gefehlt. Auch der Neumarkt und (!) die Frauenkirche sollten wiederaufgebaut werden, sogar die Wache vor der Frauenkirche war geplant. Habe ich irgendwo mal gesehen. Freilich/Sicher mit umgewandelten Plattenbauten. Doch wenn man sich heute zum Beispiel in Rostock die Universitätsstrasse ansieht, wie variabel und doch praktisch das hätte vielleicht aussehen könnte hier in Dresden. Wer weiß. Ich finde aber die heutige Gestaltung des Neumarktes und auch der Schloßstrasse gelungen. Von manchen ,,Füllbauten'' mal abgesehen.

    es ist wie in einem Irrenhaus...

    was stellt man da bitte unter Denkmalschutz? Nicht einmal den Originalzustand der Plattenbauten als immerhin sozialistisches Relikt, sondern den (gemessen am ursprünglichen Erscheinungsbild) entstellenden Umbau vor etwa 20 Jahren. Gemessen an diesem inferioren Standard besteht eigentlich die ganze Welt nur noch aus "Denkmalstädten".

    "Krank" wäre ein Euphemismus allein für dieses Ansinnen. Wer wählt nur solche Leute in ihre Ämter...

    Ich fand den Anblick von vor 20 Jahren, also den ursprünglichen, sehr angenehm. Heute sieht es einfach nur ,,Sch....'' aus. im wahrsten Sinn des Wortes. Warum wird dieser nicht wieder hergestellt, auch die ursprünglichen Ladenschilder im Stil der End 70ger, Anfang der 80 ger Jahre. Die Grünanlagen sind legendär, genau die integrierten Skulpturen, Brunnen, Vasen. Und herunterkommen dürften normalerweise diese Gebäude in dieser Lage nicht! Klar sind sie heute nicht bei Jedem beliebt, müssen ja auch nicht jedem gefallen. Doch drin wohnen läßt es sich nicht schlecht.

    Wie ich als Laie sehe, sind die oberen rechteckigen Reliefplatten aus Sandstein(?) hergestellt worden. Waren diese nicht früher auch aus Bronze o.ä.? Auf den letzten Fotos vor der Sprengung sieht es doch aus, als ob diese Platten abgenommen worden sind, ebenso die riesige Kartusche. Bin gespannt, wie diese nach der Fertigstellung aussieht und staune immer wieder, was die Restauratoren, Bildhauer, Steinmetze, Bauarbeiter alles leisten können!

    Warum war über dem Löwenkopf eine Art ,,Konsole''? Wird das auch rekonstruiert? Und wie wird die Wandgestaltung über/hinter dem Löwenkopf aussehen, auch Sgrafitti wie daneben oder gänzlich anders? Überhaupt finde ich die jetzige Einbindung in die Wand interessant, früher konnte man direkt erkennen, das dahinter ein Gewölbe war.

    Ich stimme der Ansicht von newly nur bedingt zu. Gewiß, der PdR ist / war gewaltig. Doch neben dem Roten Rathaus (auch ein Block), den Gebäuden an der Liebknechtstrasse und auch dem Nikolaiviertel würde er schon passen, meine ich. Der Kontrast zur fast grazilen Marienkirche ist berechtigt, doch ist sie nicht auch ein Kontrast zur jetzigen Bebauung um sie herum? Das Viertel um sie herum war historisch gewachsen, ohne jeden Zweifel, doch es kommt nie wieder, ich möchte jedenfalls nicht dort unbedingt wollen wohnen. Und diese moderne Sichtachse vom Fernsehturm einfach zubauen - ist das ok? Sie bräuchte einen Abschluß, der PdR würde meiner Meinung nach dies tun, es würde auch die Erbauer der Moderne würdigen, es war halt kein 08/15 Haus. Es würde sicher auch genutzt, ein Mehrzwecksaal wird immer gebraucht, im ehemaligen Volkskammersaal könnten Konferenzen abgehalten werden, die Gaststätten und Sportanlagen waren legendär. Aber das alles wird leider nicht kommen, zu wenig Befürworter, keine Finanzierung, kein Wollen, schade.