Posts by SchortschiBähr

    Immerhin fällt ein wesentliches Element klassischer Architektur auf: Symmetrie! Die Lose 2-4 entwickeln die Symmetrie der Fassaden an einer (oder zwei) Mittelachsen. Das allein ist schon ein Kriterium, das die Bauten in die Umgebung von Schloß und Marstall eingefügt erscheinen lassen. Los 1 und 5 berücksichtigt dies nicht. Dafür spielt man mit einer Ahnung von Ornament, Relief, Kanneluren und leichten Gesimsen!

    154izqm.jpg
    Marktplatz und Ev. Bartholomäuskirche

    Innenaufnahme der Bartholomäuskirche:
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/comm…lomaeus-016.JPG

    „Ausgerechnet vor dem Haupteingang der Bartholomäuskirche, deren Neubau der antistaufische Graf Hartmann II. von Grüningen initiiert und als Grablege seiner Dynastie vorgesehen hatte, steht wie zum Trotz seit 2012 eine Stauferstele des Komitees der Stauferfreunde.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Markgr%C3%B6ningen#Bauwerke

    Diverse Stauferstelen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Stauferstele

    @Ursus, auch die andere Seite des Marktplatzes, schräg gegenüber vom Rathaus ist nicht zu verachten und wird von der doppeltürmigen Fassade der Stadtkirche dominiert. Ich habe mich dort immer wohl gefühlt und die Altstadt gerne besucht.

    undefined

    Von Bear62 - Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4706899

    Wikipedia sagt dazu:

    "Die weiträumige Anlage gilt mit 21 Hektar Gesamt- und 14,3 Hektar Nutzfläche als größte Burg der Welt vor der Prager Burg auf dem Hradschin und der Veste Oberhaus bei Passau;[2][3] Sie ist der größte Backsteinbau Europas; mit ihrer architektonischen Gestaltung im Stil der Backsteingotik wurde sie zum Vorbild vieler anderer Bauten, z. B. der Marineschule Mürwik.[4] Das UNESCO-Weltkulturerbe beherbergt mehrere Ausstellungen und kann das ganze Jahr über besichtigt werden.[5]"

    Die Schlangen sind eindeutig zuviel des Guten.

    Die Putti im Gewölbescheitel ebenso, könnte man von mir aus auch weglassen (wird es ja eh). So bliebe die wunderbare Kurvaturenarchitektur des Gewölbes ungestört erfahrbar. Die Sterne auf den Rippenkreuzungen finde ich apart und einen Akzent setzend. Die Putti an den Rippenanfängern verleihen dem Raum noch etwas Anmutiges. Alles zusammen wäre halt üppig manieristisch, oder!? Eine skulptural gewordene, aber überfrachtende Theologie auf viel zu geringer Gewölbefläche! Doch nur einen Teil davon darstellen würde eine rudimentäre theologische Aussage hinterlassen, auch wieder unlogisch!

    ... Dieses Stück live zu hören, auf eben so einer mitteltönigen Barock Orgel zieht einem die (Orgel-) Schuhe aus... Hamburg Jakobikirche, mega!!!

    Eben und in der Tat! Mit Betonung! :thumbup: ... seh' schon, bin hier unter Extrem-Fachleuten. Okay ab jetzt barfuß auf die historischen Orgelemporen. :lachen:

    Man beachte oder besser behöre die mitteltönige Stimmung:

    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.

    Finde ich für dieses Buxtehudestück sehr, sehr grenzwertig, um nicht zu sagen ziemlich schräg. Ich höre ansonsten gerne mitteltönige Stimmungen, aber bitte in der passenden Tonart, oder!?

    Unglaublich wie konservativ russisch-orthodox der Kirchenstil auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Russland bleibt. Positiv gewendet bedeutet das eine tiefe, seelisch fundierte Liebe und Identifizierung mit den russischen Traditionen. Was uns im Westen fast völlig fehlt. Deshalb kann der Westen Russland mit seiner Kultur und auch politisch nicht wirklich verstehen. Dazu braucht es das Einfühlen in das russische Wesen, das eben jenseits aller Rationalität auch im Immateriellen der russischen Seele wurzelt!

    Ein wenig Kritik darf ich üben, nicht als Fachmann, aber aus geneigter Orgelleidenschaft :opa: : Die Bombarden donnern schon heftig durch. Und im Schlussakkord greift er in die Höhen, was überkreischt denn da die Mixturen? Ja der atmende Wind, super und ich bin halt von Neresheim verwöhnt ... ! :smile:

    Ich bin begeistert!!! Was für ein feuriges Spiel! Aber er muß ganz heftig in die Tasten greifen, besonders bei zweifacher Koppelung. Dennoch spielt er leicht und flüssig. Mir scheint aber auch, daß die Traktur eine ganz individuelle Spielbehandlung erfordert, eine für diese Orgel gemäße Fingertechnik und Stil. Er spielt sie wie ein Cembalo. Und sie klappert dabei wie eine Schreibmaschine... . Da würde ich ja gerne mal selbst fühlen, wie schwer/leicht die Traktur läuft ... :smile: :harfe: Ist das Instrument noch barock original oder hat Monsieur CC oder andere Meister bereits einiges verändert? Danke für dieses neuerliche Orgelwelten offenbarende Video!

    Boah, was eine grandiose Orgel! Unglaublich! Allein das Rückpositiv wäre schon eine Orgel für eine mittlere Stadtkirche. In Albi war ich in den 80igern. An die Orgel kann ich mich nicht mehr erinnern. Die ist wohl eine der größten aus jener Zeit in ganz Frankreich? Lieber Weingeist, hilf mir mal auf die Sprünge: Marin Marais, dessen Musik für Gambe ich ja sehr liebe, genauso wie auch jene seines Lehrers Sainte Colombe ... hat Marais für Orgel komponiert? Oder ist das ein Orchesterstück, bearbeitet für Orgel?

    Beim Eckhaus sind die Gerüste jetzt ab. ...

    Je länger man schaut, um so mehr sieht man einige Unregelmäßigkeiten im Putz. Eigentlich muss da dringend noch mal Farbe drauf zum nachbessern. ...

    Bloß nicht, die Unregelmäßigkeiten verleihen der tristen Fassade wenigstens ein wenig Lebendigkeit, das "künstliche Changieren im Farbton", vielleicht ein Hauch von Patina, eine Idee von Voralterung, und ja, man baut heute so, zack ist der Dübel mit dem Haken drinne, hat die Fassade einmal mehr ein Dämmungspanel und Gesimsversatzstück, schwupp kommt das nächste und fertig ist das klassische Fertighaus. Das nächste bitte!

    Das Bild auf dem obigen Video zeigt aber nicht die Jacobi-Orgel, oder!? Selbst nach der abermaligen zweiten Restaurierung nach dem Krieg nicht. Bitte ein Foto in der Totalen von St. Jacobi's Orgel!

    Na, da haben sich zwei Spezis gefunden! Man darf auf die Ergebnisse gespannt sein!

    Aber natürlich nicht mit Weißleim. Anstelle von Knochenleim nehme ich für die Möbelrestaurierung seit einiger Zeit Fischleim. Der hat dem Knochenleim ähnliche Eigenschaften, muß aber nicht erwärmt werden, sondern läßt sich bei Zimmertemperatur gleich verarbeiten und bleibt auch genügend lange offen. Echt zu empfehlen!