Hamburg - Hafen-City

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    • Das Viertel dort ist etwas für die degenerierte Elite, über die hier auch geschrieben wird. Einfach seelenlos und potthässlich. Kalt. Kein Ort zum Verweilen. Und wirkt vermutlich auch noch negativ auf die Leute, die diesen Mist aushalten müssen, weil sie arbeiten bis zum Umfallen, um Geld zu verdienen, was sie eigentlich nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die sie eigentlich überhaupt nicht mögen.
    • Jakob schrieb:

      Ich finde den Saal geisterhaft. Das zerfallende Gespinst einer Monsterspinne.

      Und klingt das nicht alles etwas mager?

      Also ich finde den Saal, von der Strukturierung bis zur Farbgebung sehr gelungen.
      Wenn du einen mageren Klangton vernimmst, würde ich das Klangbild am Fernseher anders einstellen oder mir gar ein anderes Gerät kaufen.

      Man muss ja nicht alles schlechtreden, nur weil eine ungeliebte Frau, die für Hosenanzüge bekannt ist, darin sitzt.

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    • erbse schrieb:

      Die HafenCity finde ich persönlich aber durchaus hinsichtlich der Stadträume angenehm und bzgl. der Architektur sehr abwechslungsreich. Auch dominiert zum Glück wie bei anderen modernen Quartieren nicht allein Beton und Glas und hässlicher heller Putz, sondern es gibt viele warme Materialien wie Klinker/Backstein, Holz, Stein und verschiedene angenehme Farbtöne.
      So unterschiedlich wird Architektur wahrgenommen...ich empfinde sie in der HafenCity nicht wirklich als abwechslungsreich...Kasten, Kästchen, Ecken und Kanten wohin man auch blickt.

      Auch finde ich die Farbtöne vieler Gebäude alles andere als angenehm, deren Farbgebungen - abgesehen der Klinker-/Backstein-Fassaden - vom grauen Himmel inspiriert zu sein scheinen, sogar vor schwarz wird stellenweise nicht zurückgeschreckt (nach grau wohl die "modernste Farbe")
      Am Ende ist mir auch ein hässlich heller Putz dann doch noch lieber als eine hässlich dunkle Farbgestaltung.

      Ich frage mich, wie das erst alles wirkt, wenn es ein paar Jahre auf den Buckel hat.
    • Die Sprengung des Alten Wilhelminischen Kaispeichers A war eine Todsünde.




      Allerdings hat es die moderne Architektur ausnahmsweise einmal vollbracht, mit der Elphie (der nun glasbekrönte Nachfolge-Kaispecher A aus den 60ern) einen schönen, eindrucksvollen und imposanten Nachfolger zu schaffen:


      Von --Nightflyer (Diskussion) 12:27, 30 August 2016 (UTC) - Eigenes Werk, CC-BY 4.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=50979737
      .

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    • Die Reaktionen der Medien auf den viel gepriesenen Konzertsaal fällt nach dem Eröffnungskonzert sehr unterschiedlich aus.
      Während z.B. Spiegel Online das Haus seinen Lesern immer noch als eine der besten Philharmonien der Welt verkauft ("Himmlische Arien von hoch droben") , so liest man auf Welt Online deutliche Kritik an der Akustik im Saal ( " Liebe Hamburger, Weltklasse geht leider anders).

      spiegel.de/kultur/musik/elbphi…ch-hamburg-a-1129611.html


      welt.de/kultur/article16110211…e-geht-leider-anders.html








      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Neben Manuel Brug auf welt.de äussert sich auch Eleonore Büning von der FAZ recht zurückhaltend über die akustischen Qualitäten der Elbphilharmonie:

      (...) "Dieser Saal, so wunderschön er auch auf den ersten Sinn wirkt, mit seinen steil stufenförmig angeordneten Weinberghängen und den zehntausend verschiedenen, pittoresk multistrukturierten Wandpaneelen – den zweiten Sinn enttäuscht er. Dieser Saal klingt gnadenlos überakustisch. Dass Yasuhisa Toyota, der das Hördesign schon so vieler guter Konzertsäle entwarf, eine Schwäche hat für leichte Überakustik: klar, hell, durchsichtig, ist bekannt. Aber so eine brutal durchkalkulierte Studioakustik ist ihm noch nie unterlaufen. Und ein Studio ist kein Konzertsaal." (...)

      faz.net/aktuell/feuilleton/bue…keine-gnade-14631086.html

      Die Gestaltung des Saals wird allgemein wohlwollend besprochen. Mir gefällt er dagegen immer weniger. Irgendwo zwischen Termitenbau und verlassenem Wespennest. Eine morbide Kulisse für einen expressionistischen Stummfilm der 20er Jahre.
    • Jakob schrieb:

      Aber so eine brutal durchkalkulierte Studioakustik ist ihm noch nie unterlaufen. Und ein Studio ist kein Konzertsaal
      Ist eben die Frage ob das so gewollt ist, angesichts digitaler Hörästhetik die uns seit über 35 Jahren immer mehr prägt und unser Hörempfinden nach und nach verändert (durch den MP3-Sound wurde das ganze nochmals drastisch intensiviert) nicht ganz unwahrscheinlich, da macht man sich nun langsam eben daran, daß es im Konzertsaal endlich wie auf CD bzw. MP3 klingt.
      Wenn jedoch dem Herrn Toyota etwas deutlich anderes als das Resultat vorgeschwebt hat, so ist das angesichts des vielen Geldes und des Prestigewertes umso enttäuschender.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Kaoru ()

    • Also, auf mich wirken diese Gipsverkleidungen mit den unzähligen Löchern im Inneren irgendwie billig.

      Die Außenansicht ist für ein modernes Gebäude recht gefällig, wobei man berücksichtigen muss, daß der Backsteinsockel durch den Kaispeicher schon vorher da war. Erst dieser Backsteinunterbau macht das Haus norddeutsch authentisch. Ohne diesen Bestand hätten internationale Architekten vermutlich das ganze Gebäude aus Glas geplant ( sie planen ja selten etwas Anderes), hätten vermutlich auch eine andere Nutzung durchgesetzt, und dann wäre es ein austauschbares Machwerk der Globalisierung geworden.
      " Dem Wahren, Schönen, Guten "
    • Jakob schrieb:

      Neben Manuel Brug auf welt.de äussert sich auch Eleonore Büning von der FAZ recht zurückhaltend über die akustischen Qualitäten der Elbphilharmonie:

      (...) "Dieser Saal, so wunderschön er auch auf den ersten Sinn wirkt, mit seinen steil stufenförmig angeordneten Weinberghängen und den zehntausend verschiedenen, pittoresk multistrukturierten Wandpaneelen – den zweiten Sinn enttäuscht er. Dieser Saal klingt gnadenlos überakustisch. Dass Yasuhisa Toyota, der das Hördesign schon so vieler guter Konzertsäle entwarf, eine Schwäche hat für leichte Überakustik: klar, hell, durchsichtig, ist bekannt. Aber so eine brutal durchkalkulierte Studioakustik ist ihm noch nie unterlaufen. Und ein Studio ist kein Konzertsaal." (...)

      Interessant. Vielleicht ist die perfektionistisch-technische "ÜberAkustik" Toyotas am Ende sogar konterproduktiv. Dabei kann auch das glatte Gegenteil manchmal wunderbare Ergebnisse hervorbringen. Vor vielen Jahren wurde beim Schleswig-Holstein-Musik-Festival vorübergehend der eigentlich für klassische Konzerte kaum geeignete Lübecker Dom als Konzerthalle genutzt, ganz im Gegensatz zu Toyotas Saal wird der Schall dort "wild" reflektiert und hat einen langen Nachhall. Das wiederum verleiht aber manchen Werken eine unglaubliche zusätzliche Wucht und Monumentalität, wie der folgende Konzertausschnitt aus Bruckners Vierter Symphonie zeigt: