Posts by MAK

    Es ist schade um das Gebäude; mich stören auch diese an zentraler Stelle errichteten Parkplätze der BREPARK. Kiesschotter weit und breit, WTF. Da hätte man einen wunderbaren öffentlichen Platz draus machen können, der von Ost und West von Altbauten eingeschlossen wäre. Schade drum. Glücklicherweise bleiben aber viele Altbauten des Reals anscheinend erhalten und werden dann hoffentlich nur durch belanglose Bauten ergänzt.


    Ich muss aber hier Dinge richtig stellen. Es handelt sich oben nicht um den OP-Trakt des Augenklinikums. Ich bin mir recht sicher, dass es das frühere Pockenhaus ist (um 1900). Die Visualisierung mit den Neubauten kann zudem nicht dieses Gebiet zeigen, denn der Altbau in der Mitte ist meines Erachtens (das erkennt man am Giebel und den Rundbögenfenstern) das Ehemalige Mädchenheim, in dem heute der Betriebsrat ist. Dieses Gebiet ist zwei Straßen weiter nördlich, ergo haben auch die Neubauten nichts mit dem Pockenhaus zu tun.


    Du warst doch auf der Webseite und hast dort die Visualisierung gefunden. Auf der gleichen Seite findet man einigermaßen brauchbares Material, u.a. auch diese Übersicht: https://neues-hulsberg.de/wp-c…sgebaeude-Steckbriefe.pdf

    Auch wenn ich dem Vorhaben kritisch gegenüberstehe, vor allem wegen der von Dir zu recht kritisierten banalen Neubauvorhaben, so bin ich angesichts des vorherrschenden Zeitgeists in der Architektur (siehe zum Beispiel das aktuelle Geschehen in Hamburg: Abriss von Gründerzeitlern in der Zeughausstraße und Johannisbollwerk) der Meinung, dass wir in Bezug auf dieses Areal - sofern die Nachnutzungsempfehlungen von 2012 eingehalten werden - noch mit einem "blauen Auge" davongekommen sind, denn es werden vor allem die scheußlichen Nachkriegsbauten beseitigt.

    Was mich immer wieder an dieser Architektur in den Schwachhauser Seitenstraßen so fasziniert, ist die Fähigkeit der Architekten damals, eine ganze Straße beidseitig im gleichen Stil zu entwerfen, aber jedes Haus ist anders gestaltet. Dieses Talent haben die heutigen Architekten nicht mehr. Wären sie vor die gleiche Aufgabe gestellt, sie würden grandios scheitern. Hinzu kommt, dass bei der gegenwärtig dominierenden "Architektursprache" sowieso kaum Möglichkeiten bestehen, eine so abwechslungsreiche, vielfältige und auf Schönheit ausgerichtete Straße zu entwerfen.

    Ja, den Gedanken habe ich jedes Mal. Nur ganz selten gibt es mal ein paar Brüche - wie in der Altmannstraße, ich zeige später mal was ich meine - aber solche Gebäude fügen sich dann zumindest doch in Traufhöhe etc. noch ein.

    Was mich immer wieder an dieser Architektur in den Schwachhauser Seitenstraßen so fasziniert, ist die Fähigkeit der Architekten damals, eine ganze Straße beidseitig im gleichen Stil zu entwerfen, aber jedes Haus ist anders gestaltet. Dieses Talent haben die heutigen Architekten nicht mehr. Wären sie vor die gleiche Aufgabe gestellt, sie würden grandios scheitern. Hinzu kommt, dass bei der gegenwärtig dominierenden "Architektursprache" sowieso kaum Möglichkeiten bestehen, eine so abwechslungsreiche, vielfältige und auf Schönheit ausgerichtete Straße zu entwerfen.

    Ja, den Gedanken habe ich jedes Mal. Nur ganz selten gibt es mal ein paar Brüche - wie in der Altmannstraße, ich zeige später mal was ich meine - aber solche Gebäude fügen sich dann zumindest doch in Traufhöhe etc. noch ein.


    An der Ecke zur Parkallee wurde dann dieses Ungetüm eingefügt:



    "In den nächsten Tagen" mache ich weiter mit einem Spaziergang entlang der Parkalle (Licht und Schatten) und gehe dann noch einmal durch weitere Seitenstraßen im Bürgerparkviertel, die ich am folgenden Tag - weil das Licht einfach grandios war - ebenfalls abgegangen bin.

    Aus "in den nächsten Tagen" sind nun ein paar Monate geworden. Aber ein paar Bilder habe ich noch auf der Platte, mit denen ich Euch belästigen möchte.


    Weiter geht's also mit der Franziusstraße:



    Weiter stadtauswärts die Parkalle entlang zweigt die ebenfalls sehr attraktive Bulthauptstraße ab:


    Gestern war ich zum ersten Mal "bewusst" auf dem Osterholzer Friedhof, also mehr als einmal kurz die Hauptachse passieren. Es ist eine bezaubernde Parkanlage mit altem Baumbestand, einer in dem Umfeld recht majestätischen Hauptkapelle, an dessen Portikus mit ionischen Säulen sich wilder Wein rankt, zwei Nebenkapellen mit Säulengängen und vielen gepflegten Ehrenmalen. Der Innenraum der Hauptkapelle ist kürzlich saniert worden, leider kann man ihn nur zu sehr ausgewählten Zeitpunkten besuchen. Von besonderem Interesse für viele Bremer Foristen dürften auch die Grabplatten aus der alten Ansgarii-Kirche sein, die im Bereich vor der Hauptkapelle in den Boden eingelassen sind.


    Ich poste mal ein paar Bilder und hoffe, dass dies nicht für den ein oder anderen pietätlos wirkt. Es finden sich auch zahllose wunderschöne Grabmale, mitunter wahre Kunstwerke, die spare ich hier aber mal aus. Zusammen mit dem Riensberger Friedhof und dem alten jüdischen Friedhof in Hastedt ein wunderbarer Ort der Ruhe und Besinnung.



    Einfach nur übel. Und dann auch noch einstimmig entschieden. Dort kommt dann ein hässlicher, funktionaler Klotz hin und die gesamte Ecke wird noch ein wenig banaler. Das solche Leute nicht merken, wie standortprägend das Gebäude an dieser Stelle ist. Und umwelttechnisch ist es wohl auch noch ein Fiasko.

    Ich wollte hier eigentlich nichts mehr zu beitragen, da es hier gar nicht mehr ums Essighaus geht, aber einige Dinge wollte ich dann doch einmal aus meiner Sicht schildern und ich bin in Sachen Naturschutz kurz vorm Ökoterroristen:


    1. Die Freifläche neben dem Werdersee war nun wirklich kein ökologisches Kleinod. Mir kommt es eher so vor, als wurde zwanghaft nach dem ein oder anderen Grund gesucht, das Bauvorhaben zu verhindern. Gleich nebenan an der Weser wurde mit der Auenvitalisierung sogar ein wunderbares Stück Natur wiederhergestellt. Dazu kommt noch das NSG "Neue Weser" und die gefühlt 47km Kleingärten bis zur Wilhelm-Kaisen-Brücke. Da kann ich schon verstehen, dass man auf solch einer Wiese, die - wie Heinzer es oben schon anspricht - für den Hundegassigang vielleicht noch zu gebrauchen war, aber keinen Raum für Feldlerche oder Kiebitz bietet, eine Bebauung forciert. Das ist NIMBY-Attitüde - oder Sankt-Florians-Prinzip für die Älteren hier.


    2. Mit der Galopprennbahn ist es noch viel besser. Ich glaube ohnehin, das Volksbegehren wäre anders ausgegangen, wenn man die Frage nicht so bescheuert gewählt hätte (liegt leider in solchen Gesetzen begründet). Meine alte, leicht wirre Mutter hat jedenfalls nicht das angekreuzt, was letztlich von ihr intendiert war (50% Bebauung, wie vom Senat vorgesehen). Viel wichtiger ist aber, dass selbst der NABU - man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen, der NABU! - für die Bebauung war, es sei keine ökologisch wertvolle Fläche und andere Grünflächen würden in Folge weniger unter Druck gesetzt. Und genau so kommt es jetzt auch. Man muss sich zum Beispiel nur das Vorhaben in der Ostpreussischen Straße anschauen, dort wird nun in einem Kleingartengebiet oder so gerodet, damit ein Investor dort seine üblichen Klötze in Bestlage platzieren kann. Ich will jetzt keine unmittelbare Kausalität beschwören, aber es ist schon bezeichnend.


    3. Das Hochhaus im Viddel - wird erstmal gar nicht direkt im Viddel gebaut, meines Erachtens - und nicht weit entfernt ist schon das Gewoba Hochhaus, aber egal. War jemand schon mal von Euch da? Dort steht ein monströser Klotz, der sich in guter Gesellschaft jeglicher Brutalismus-Architektur befindet, so scheisse sieht der aus, und zudem - das ist das schlimmste daran - die Durchlässigkeit des Gebiets verhindert. Wirklich grün ist dort eigentlich fast gar nichts, selbst der kleine Durchgang zwischen Kennedy-Platz und Salvador-Allende-Straße oder wie die heißt (ich mach das hier Stream-of-Consciousness-mäßig, man sehe es mir nach) ist eigentlich nur dafür bekannt, dass man dort am Rande des Stahlzauns unter den paar den Weg säumenden Bäumen guten Schwarzen Afghanen bekommt. Mit dem Hund gehe ich da schon gar nicht mehr lang, wegen des bedrückenden Schattens der Bundesbank, des ganzen Mülls von 2-3 Obdachlosen und wegen Ebola-Gefahr; lieber schnell mit dem Fahrrad die S-Kurve bis zur Bischofsnadel nehmen. Das ist wirklich ein Unort, vor allem im Kontrast zu den so schönen und gepflegten Straßen, die stadtauswärts folgen. Das obige Bild von Heinzer ist zwar nur ein Rendering des Investors (und sicherlich nicht viel verlogener, als die überzogenen Hochhaus-Illustrationen der BI von Werdersee und Viddel-Hochhaus), aber dort sehe ich mehr offene Flächen, mehr Durchlässigkeit und nicht weniger Grün als es jetzt der Fall ist. Achtung: Ich finde die Bauten noch nicht einmal wirklich hässlich.


    Lustiges Bonmot: Die BI wollte ja ein neutrales Gutachten. Das bekam sie. Leider fiel es nicht so gut aus. Man entschied sich dann dazu, es zu ignorieren.


    4. Zur A281 kann ich nichts beitragen. Ich bin mit meinen vier Dekaden und fehlendem Geschichts-M.A. zu jung und unqualifiziert, dass Thema vollumfänglich zu erfassen (haha!).


    5. Die Platanen zu fällen wäre in der Tat eine Katastrophe.

    Uff, Alta! (pun intended) Ist das wirklich keine Zwischenmaßnahme? Dieses Etwas erfüllt ja noch nicht mal irgendeinen Zweck. Im Rahmen des Schadensersatzes hätte man ja ohne Probleme die Wiederherstellung des Urzustands auf Kosten des Bauunternehmers verlangen können.

    Andere Legaldefinitionen - auch außerhalb des Völkerrechts - sehen es ähnlich. Ich habe vorher auch Definitionen, die sich auf den "normalen Sprachgebrauch" beziehen durchgesehen, man will ja nicht überrascht werden. Auch das passt einfach nicht, die Tat bekomme ich da nicht drunter subsumiert. Für mich hat Terrorismus eine andere Qualität. Ich möchte in einem Architekturforum aber ungern darüber diskutieren und mich in ideologische Grabenkämpfe verwickeln lassen. Weiterhin gutes Gelingen!

    Einen Einblick in das Leben im Haus der Familie Melchers bekommt man auch mit "Sommer in Lesmona". Ich kann das Buch wärmstens empfehlen. Das gesamte Viertel zwischen Georgstraße und Contrescarpe mit der Wallmühle (existiert noch) und der Ansgarikirche (nun ja) wird lebhaft beschrieben. Ich wußte bei der ersten Lektüre gar nicht, wo sich das Haus befand, da es die Geogstraße heute nicht mehr gibt.

    An dem Absatz ist nichts so ohneweiters hinnehmbar. Weder die Vereinnahmung christlichen Glaubens zugunsten einer leicht zeitgeistigen Privatüberzeugung bzw dessen Verunglimpfung, noch die folgenden Relativierungen einer politischen Straftat nur aus Gründen politischer Sympathie. Die beschönigende Privatauslegung des Begriffes "Terrorismus" mag ja sehr interessant sein, ist aber eindeutig unrichtig: Terrorismus ist die [systematische] Verbreitung von Angst und Schrecken durch Terror (besonders zur Erreichung politischer Ziele). Terror umfasst auch jeglichen Druck und Zwang bzw wirtschaftliche Beeinträchtigung. All diese Voraussetzungen sind hier erfüllt.

    Resolution 1566 des UN-Sicherheitsrats: "[Terrorism consists of] criminal acts, including against civilians, committed with the intent to cause death or serious bodily injury, or taking of hostages, with the purpose to provoke a state of terror in the general public or in a group of persons or particular persons, intimidate a population or compel a government or an international organization to do or to abstain from doing any act."


    Es ist aber wirklich eine ätzende Aktion, die den Idioten rein gar nichts nützt, sondern eher dem verurteilten Pfaffen.

    Könntest Du das mal anschaulich machen. Abgesehen von geschlossenen Läden, würde mich interessieren, wie sich dieser Zusammenbruch genau äußert.

    Ich war gerade dort. Es ist halt nichts los. Viele geschlossene Läden, C&A verkleinert sich, der Lloydhof wird komplett umgebaut, deswegen ist dort Baustelle und komplett tote Hose. In Galeria-Kaufhof zieht nun ein großes Möbelgeschäft ein, Saturn als Ankermieter hat keinen richtigen Vor-Ort-Verkauf (Abholung im Parkhaus...). Viele kleine Läden schließen. COVID-19 live würde ich sagen.


    "Ein vollkommener Zusammenbruch" wären nun auch nicht meine Worte, es sieht dort wohl genau so aus, wie in anderen Innenstädten zur Zeit (habe aber nur Hannover und Hamburg vor Augen, woanders war ich in den letzten Monaten zugegebenermaßen nicht). Dass das Balge-Projekt am Ende sei, höre ich zum ersten Mal und ich bin eigentlich gut informiert. Und gebaut wird - etwa am Europahafen - nach wie vor in erheblichem Maße. Ich bleibe da optimistisch und sehe auch keinen Grund für Schwarzmalerei, das Jahr kann nur besser werden.

    Jetzt geht es an der Parkalle einmal um die Ecke. Dabei findet sich auf der einen Seite die Tanzschule Schipfer-Hausa und - wenn man zurückblickt leider - Tristesse:



    Das zweite Gebäude in der Reihe wurde - wenn ich es richtig in Erinnerung habe, Pagentorn mag mich gerne korrigieren - auf dem Grundstück des Gästehauses des Senats errichtet, das damals von der Sparkasse abgerissen wurde (aus den üblichen fadenscheinigen Gründen). Dort fanden damals einige der Inter-Zonen-Konferenzen statt.



    Weiter würde es nun mit der Franziusstraße gehen. Wenn kein Widerspruch wegen "Spammings" kommt, mache ich hier in den nächsten Tagen mal weiter. Mir ist wieder einmal klar geworden, wie schwer es ist, den Geist dieser kleinen holländischen Straßen mit der Kamera einzufangen. Es steht halt doch immer wieder eine Mülltonne, ein Schild oder das allgegenwärtige Auto im Weg. Wie schön und wie viel breiter diese Straßen ohne Autos wirken, erlebt man mittlerweile nur, wenn diese wegen Straßenbauarbeiten für ein paar Tage oder Wochen mal nicht da sind.

    Weiter in der Benque-Straße:



    Die Spaltriemchen und die Säulen passen irgendwie nicht zueinander oder irgendwas stimmt hier doch nicht? War das vielleicht mal ein Erker?



    Hier der in der Gegend zum Glück nicht so oft anzutreffende klassische Umbau durch Abhängen der Decken, Einbau einer Garage, Planieren des Vorgartens etc.:


    Die hier schon hinreichend dokumentierte Wachmannstraße überspringe ich mal und wechsle gleich in die Benquestraße, eine der vielen Seitenstraßen, die von der Parkalle abgehen:



    Der Fries hier ist zum Glück bei der kürzlichen Sanierung nicht verloren gegangen: