Posts by Sonicted

    Neubau in der Dillstraße, im Hamburger Grindelviertel. Die Dillstraße führt übrigens direkt zur Talmud-Thora-Schule, neben der die Synagoge stand, deren Rekonstruktion (hoffentlich) ansteht.



    Das restliche Grindelviertel besteht glücklicherweise aus vielen gut erhaltenen Altbauten, ähnlich dem Gebäude links neben dem Neubau. Hier zwei Fotos aus der angrenzenden Rappstraße.



    Hier noch ein mMn gelungener Neubau in der Rappstraße.



    Hallo findorffer, du bist wahrscheinlich Bremer, genau wie ich.


    Bremen ist ja in vielen Teilen eine schöne Stadt. Ich denke da nur an die östliche Vorstadt, Fesenfeld, Gete, die Neustadt und große Teile Schwachhausens. Selbst die Innenstadt hat schöne Ecken, so zB den Marktplatz, Domshof, Domsheide, die Böttgerstraße und den Schnoor.


    Die größten Probleme in Bremen sind mMn die Martinistraße, der Rembertiring und die Bürgermeister-Smidt-Str. Das Stephaniviertel ist schrecklich. Zudem haben viele Straßen in der Innenstadt einen Hinterhofcharakter dank 60er-Jahre Schrottarchitektur. So zB die Ansgaritorwallstraße. Dazu kommen die überdimensionierten Kaufhäuser in der Innenstadt: Karstadt Sport, Galeria Kaufhof, und die modernen Gebäude auf dem Platz der abgerissenen Ansgarikirche. Selbst das Karstadtgebäude gefällt mir nicht.


    Man könnte sehr viel aus Bremen machen - wenn nur Wille und ein Sinn für Schönheit vorhanden wären! Ich denke mir oft: Bremen benötigt einen Masterplan für die nächsten 50 Jahre, um die Innenstadt zu revitalisieren. Das geht nur mit Rückbau der Martinistraße und Bürgermeister-Smidt-Str. sowie dem Abriss der Hochstraße Breitenweg. Zudem der rigorose Abriss von Bausünden (zB Parkhaus am Brill). Dann könnte man nach und nach ehemalige Plätze und Straßenfluchten wiederherstellen, bedeutende Gebäude rekonstruieren (zB Essighaus) und Lücken mit historisierenden Häusern auffüllen, wie zB in Lübeck. Kleinteilige Bebauung wäre Pflicht.


    Das bleibt wohl leider ein Traum.


    Am Domshof stehen noch zwei historische Gebäude, die später für den Neubau der Bremischen Landesbank abgerissen wurden (den man wiederum jüngst abgerissen hat). So wenig Respekt vor dem architektonischen Erbe, so viele Fehlentscheidungen!

    Bausituation am Mittelweg Ecke Tesdorpfstraße.



    Der heruntergekommene Altbau wurde abgerissen, der Neubau basiert auf der rekonstruierten Fassade.




    Nebenan wurde ein Altbau wunderbar saniert.


    Hat man den gelben Gründerzeitler daneben etwa bereits plattgemacht? Schaut mal Google Streetview und dann Google Maps Satellitenansicht - da klafft ein Loch.


    Edit: Ich sehe gerade das Foto in der Mopo. Tatsächlich wurde der Gründerzeitler links neben dem Eckgebäude bereits abgerissen. Schlimm.

    Heinzer


    Ich bin so ein bisschen zwiegespalten zu dein Text. Ich bin ja Ausländer und sieht halt die Unterschied zwischen die Kleinstädten oft weniger krass. Deutsche Grosstädten kommt fur die untranierte Augen schon oft runtergekommen vor. Wenn mann fährt durch Stuttgart oder Munchen wird es oft recht krass zentrumsnah. Oft sieht kleinere Städten deutlich gepflegter aus als die Grosstädten. Die Wahrnehmung ist anders. Klar hast du uber die Städtische Leben geredet aber fur meine Augen sieht halt Schwerin deutlich gepflegter als die meiste deutsche grössere Städten.

    Ich finde europäische Städte wirken oft deutlich heruntergekommener als deutsche, ich denke vor allem an Städte in Frankreich und Großbritannien. Kopenhagen ist natürlich wunderbar, Stockholm, Oslo und Helsinki ebenfalls. Vielleicht kommt daher deine Erwartungshaltung.


    München ist in meinen Augen eine durch und durch tolle Stadt. Hamburg auch, Berlin ist in großen Teilen in Ordnung. Stuttgart kenne ich kaum. Frankfurt und Köln finde ich schrecklich.


    Hamburg ist schon toll in der Hinsicht, dass sehr viele Bausünden aus den 60ern und 70ern abgerissen werden. Ich denke da nur an das Allianz-Hochhaus am Rathaus oder die City-Hochhäuser am Klosterwall. Zudem wurden in den letzten 25 Jahren sehr viele Gegenden von ihrem "Hinterhof-Charakter" befreit und dadurch wiederbelebt. Die Europa-Passage war ein großer, erfolgreicher Wurf. Die Gegend um die Alte Post hat man wiederbelebt, ebenso die Stadthöfe. Nun arbeitet man am Großen Burstah. Im Gegensatz dazu habe ich bei viele deutschen Städten den Eindruck, dass sie in den 60er-Jahren steckengeblieben sind.

    Mal schauen, ob das noch was wird mit dem Narrenhäusel. Allem Anschein nach sollen größere Flächen am Neustädter Markt von der Bebauung freigehalten werden, darunter die des Narrenhäusels. Deshalb wohl auch die Verzögerung bei der Genehmigung des Bauantrags. Genaueres könnt ihr gern hier bei der GHND nachlesen:

    https://www.facebook.com/22438…9/posts/4495724037106848/

    Skandalös. Wer genau steckt eigentlich dahinter? Und wieso hat beim Neumarkt funktioniert, was nun beim Neustädter Markt offensichtlich erfolgreich sabotiert wird?

    Aber in 50 Jahren lebe ich nicht mehr.

    Seid ihr alle erst 20?

    Ihr könnt es ja dann machen

    Es geht aber bei dem Projekt Dresden nicht um dich oder mich.
    Es geht darum, etwas (wieder) zu erschaffen, das über alle Beteiligten hinausgeht. Es geht um das Wahre, Schöne, Gute.

    Ich bin bereit, den Wiederaufbau des Neustädter Marktes zu unterstützen, selbst wenn ich das Endergebnis nicht mehr erleben sollte.


    Sehe ich auch so. Man sollte sich Ziele setzen, ambitionierte Ziele, sonst kann man es gleich sein lassen. Es geht hier um die Möglichkeiten der nächsten 50 Jahre, nicht der nächsten fünf.


    Unrealistische Träumereien in diesem Forum gelten eher dem Wiederaufbau verlorener Gründerzeitler, wie dem Kaiserpalast (den ich persönlich geschmacklos finde, da viel zu protzig).

    Die Frage ist, ob Flyer im Briefkasten reichen, um die Bürger zu mobilisieren. Stände in der Innenstadt möchte die GHND wegen Corona nicht nutzen. Meiner Meinung nach ein Fehler.


    Zudem sollte die GHND ihre mediale Präsenz in den sozialen Netzwerken ausweiten. Twitter und Youtube sind gute Kanäle, um eine breitere Masse zu erreichen.

    Bei mir lag heute ein Brief der GHND im Briefkasten. Der Verein bittet um Spenden für ein Bürgerbegehren zum Neustädter Markt. In diesem Zusammenhang wird es am 11.09. im Rathaus einen Vortrag zum Königsufer geben.


    Wem Dresden am Herzen liegt, der sollte spenden, um das Bürgerbegehren zu unterstützen. Ich habe es soeben getan.

    Die Einschätzung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Zwar gibt es im Bereich des Marktplatzes und Klingenberg schlimme Bausünden, die Altstadt ist aber riesig und gehört zu den wertvollsten in ganz Europa! Tausende Altstadthäuser, idyllische Gänge, wunderschöne Kirchen, Kloster und Stadttore. Dazu die lage am Fluss.

    Stimmt schon. Aber für Besucher ist die Stadt ein wenig langweilig, mir fehlten auch schicke Cafés o.ä.

    Die Lage am Fluss ist schön, v.a. an der Obertrave südlich des Holstentors.

    Nördlich fällt der Blick auf das Radisson Blu und die Kongresshalle. Beides nicht wirklich schön

    Immer wieder bemerkenswert, wie viel Altbausubstanz in Lübeck noch vorhanden ist. Trotzdem hat mir die Stadt bei meinem letzten Besuch vor einem Jahr nicht zugesagt. Sie wirkte auf mich teilweise altbacken und v.a. im innersten Kern (Sandstr., Klingenberg, Breite Str.) gibt es mMn zu viele Bausünden. Der Bodenbelag und das Straßenmobiliar haben mir auch nicht zugesagt. Vielleicht hatte ich aber auch nur einen schlechten Tag.

    Auf ihrer Homepage sprechen Schröder-Berkentien von einer Rekonstruktionen des Gebäudes Fischstr. 17. Das Gebäude ist doch keine Rekonstruktion?



    "Dabei war es bauleitplanerisch möglich, die Fassaden der auf den ehemaligen Parzellen neu entstehenden Häuser neu zu gestalten ... oder aber nach Befunden ... zu rekonstruieren; - sozusagen als Alternative zu einer modernen Fassade. Hierzu hatten wir uns entschlossen. - Warum das denn, bitte? Der Begriff „Rekonstruktion“ löst bei vielen Menschen einen berechtigten Schrecken aus: soll doch dort etwas neu errichtet werden, wo zuvor etwas vergangen ist.


    Dass wir uns doch dazu entschieden, hatte mehrere Gründe:

    • die Fassade Fischstr. 17 war bis zu ihrer Zerstörung einer der schönsten unter den klassizistischen Fassaden der Lübecker Altstadt (errichtet ca. 1800);
    • die durch den Wettbewerb vorgeschlagene und zur Errichtung vorgesehene Fassade überzeugte uns nicht; denn diese musste sich u.E. an der zerstörten Fassade von ca. 1800 messen lassen..."

    Ja, das ist mir schon klar. Ich meine die Stadt Kostrzyn nad Odra. ;-)

    "Die zwischen Oder und Warthe gelegene Küstriner Altstadt mit den bis zum Anfang der 1940er Jahre teilweise erhaltenen Festungsanlagen wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört und nicht wieder aufgebaut. Das Gebiet gehört, wie der östlich der Warthe gelegene Stadtteil Küstrin-Neustadt, seit 1945 als Kostrzyn zu Polen." (Wikipedia)

    Dieses gräßliche Haus ist mir schon oft unangenehm aufgefallen in der Hamburger Hafencity. Baujahr 2010.




    Jetzt habe ich eine Wohnungsanzeige gefunden. € 1,980 Kaltmiete für 144 qm bei vier Zimmern. Unheimlich günstig für Hamburg und insbesondere für die Hafencity, wo der durchschnittliche Mietpreis bei € 19,00 pro qm liegt. Wen wundert‘s bei der Architektur? Habe mich oft schon gefragt, wer in solchen Häusern eigentlich leben möchte.


    Und in 30 Jahren wird‘s wieder abgerissen. Ein Beispiel für die mangelnde Nachhaltigkeit moderner Architektur.