Posts by HelgeK

    Eigenheim und Ökologie sind nicht unbedingt ein Widerspruch. Für einen selbst kann man ohne große Rücksichtnahme auf Wirtschaftlichkeit eine weitgehende Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen umsetzen (- haben wir bei unser Renovierung gemacht, und wir sind in unserem Umfeld am Stadtrand von Hamburg damit keineswegs alleine). Als Mieter hingegen hängt man fast immer an Putins Gashahn.


    Unsere pro-Kopf Wohnfläche liegt dabei unter den gängigen Maßstäben für sozialen Wohnungsbau - ok, das dürfte für Eigenheime wirklich untypisch sein.

    Street View ist eine super Sache. Wenn du allerdings nach Hause kommst und die Haustür steht offen, weil jemand vor dir da war, ändert das möglicherweise die Sichtweise.

    Dieses Argument habe ich ehrlich gesagt noch nie so recht verstanden.


    Inwieweit sollen Streetview-Aufnahmen Einbrechern in besonderer Weise den Weg bereiten? Dort sind einfach nur Häuser aus Straßenperspektive zu sehen. Die Aufnahmen sind "irgendwann" entstanden und sagen nichts über aktuelle Zustände aus - die Bilder verraten damit viel weniger, als einem Passanten offenbart wird (- a la "überquellende Briefkästen als Marker für Abwesenheit").


    In welchen Gegenden einer Stadt es grundsätzlich etwas zu holen gibt, wissen Einbrecher ohnehin.

    Einige Ansichten aus dem letzten August vom Prora-Komplex, beginnend mit der Nordseite, wo die Bauarbeiten sich wohl noch einige Zeit hinziehen werden.

    Welch ein Zynismus, dass die Gegenwartsmoderne uns ausgerechnet mit Verweis auf die Nazizeit Schnörkel verwehren will.


    Das reale Baugeschehen des 3. Reichs war durch zeittypische Architektur in weitgehender Entsprechung zur übrigen westlichen Welt geprägt.

    Ich habe von der rechtlichen Seite keine Ahnung. Aber Deutschland ist das einzige mir bekannte Land, in dem Google seine Street-View Aufnahmen eingestellt hat - was ich sehr schade finde, denn man kann über Street View wunderschöne virtuelle Touren durch ansonsten kaum erreichbare Orte machen.


    Offenbar war Google es leid, gefühlt jedes 4. Haus verpixeln zu müssen.

    Die Energiewende scheint mehr denn je Energie zu verbrauchen. Die Netzkapazitäten für das Rhein-Main-Gebiet sollen bis 2027 verdoppelt werden!

    Mehr Strom - logischerweise ja. Aber deshalb doch nicht mehr Energieverbrauch insgesamt. Es ist die Grundidee der Energiewende, die Energiegewinnung durch das Verbrennen von fossilen Rohstoffen durch möglichst sauber erzeugten Strom zu substituieren.


    Es ist im übrigen auch nicht der globale Energieverbrauch an sich, der für die Umwelt kritisch ist, sondern die massenhafte Freisetzung von fossilem CO2.

    Also meine Erfahrung als Bauherr ist, dass man kaum Handwerkertermine bekommt, weil die Auftragsbücher voll sind. Wenn sich die Situation da normalisiert, habe ich überhaupt nichts dagegen...

    Das wird absehbar erstmal kaum besser werden.


    Grund: Die fatale Nachwuchssituation in den Bauberufen. Viele Betriebe schaffen es nicht, geeignete Lehrlinge zu finden. Die einzige Chance liegt längerfristig in einer marktwirtschaftlichen Lösung des Problems. Die Löhne müssen relativ zur sonstigen Wirtschaft so kräftig steigen, dass auch Abiturienten Interesse an Ausbildungsberufen entwickeln. Gegenwärtig lohnt es sich für qualifizierte junge Leute einfach nicht, auf den Bau zu gehen. Auch wenn man früher eigenes Geld in der Tasche hat als mit einem Studium - die Bilanz über die Lebensarbeitszeit geht eindeutig zu Gunsten der Hochschulabschlüsse. Entsprechendes gilt auch für das soziale Prestige.

    Ach Leute. Wie überleben blos die Skandinavier, insbesondere die Norweger, mit ihrem seit einigen Jahren fast durchweg auf E-Autos umgestellten Fuhrpark?

    E-Autos sind praxistauglich und sicher. Lasst Euch doch aus bestimmten gesteuerten Social Media keinen Bären aufbinden.


    Das Problem ist auch hier: Deutschland, für das die Autoindustrie das Rückrat der Wirtschaft ist, läuft einmal mehr in Gefahr, durch seinen strukturellen Konservatismus den Anschluss zu verlieren. Weiterhin macht sich das Land weiter von Energielieferungen aus Ländern abhängig, die uns alles andere als freundlich gesonnen sind. Last but not least sind die Folgen für die Generationen nach uns eine Katastrophe.


    Ein schlüssige Energie- und Verkehrswende steht bei uns weiterhin aus. Während in Nordeuropa unterschiedliche Parteien von konservativ über grün bis links gemeinsam die Zukunft gestalten und schnell vorangehen, blockieren sich hierzulande alle gegenseitig in der Hoffnung auf ein kleines Plus bei der nächsten Wahl.


    Die Milliarden für 3 Monate 9-EUR Ticket wären besser in den Aufbau einer Ladeinfrastuktur in de städtischen Ballungsräumen investiert - ohne die können weder Mieter umsteigen noch das Sharing von E-Autos nenenswert wachsen. Machen wir so weiter, werden wir es dauerhaft mit hässlichen Belchmassen zugeparkten Städten zu tun haben, während unsere Nachbarländer es schaffen, ihre Städte deutlich lebenswerter zu machen.


    P.S.: Ich finde die Asphaltschneisen, die dem motorisierte Individualverkehr in unseren Städten geschlagen wurden, optisch beeinträchtigender als vereinzelte ungenutzte Straßenbahnschienen.

    Wenn hier mit gleicher Intensität über einzelne technische Defekte bei Verbrennern in D/A/CH berichtet werden würde, würde wir das Forum wohl binnen Tagesfrist sprengen.


    Ich verstehe den Mehrwert nicht. Es gibt, wie überall, wenn komplexe Maschinen zum Einsatz kommen, technische Probleme die gelöst werden müssen. Das geschieht auch.


    Aber: Selbst wenn E-Autos jetzt und in Zukunft einfach nur Schrott wären, würde dass keinen Mikrometer daran ändern, dass wir uns "asap" vom Verfeuern fossiler Rohstoffe verabschieden müssen, wenn die nachfolgenden Generationen noch eine lebenswerte Zukunft haben sollen.

    Wie kann der böse Kapitalist es wagen der Stadt etwas zu schenken.

    Wo kommen wir denn dahin! 😉

    Persönlich halte ich es für das gute Recht jedes einzelnen, sich den Staat, in dem man leben (- und Steuern zahlen) will, selbst auszusuchen. Der Wettbewerb der Staaten um potente Steuerzahler hat auch einen Nutzen für die Allgemeinheit - durch eine disziplinierende Wirkung auf Regierungen - ein Hemmschuh gewissermaßen, einfach immer weiter an der Steuerschraube zu drehen.


    Ich fürchte aber noch einmal mehr, dass das Projekt politisch scheitern wird.

    Das Quartier bildet das geographische Zentrum der Hauptstadt Deutschlands, liegt in unmittelbarer Nähe des Regierungssitzes. Wären vergleichbare Bauten in zentraler Lage von Paris vorstellbar?


    Wir sind hier in erste Linie Forum von Liebhabern vormoderner Architektur. Dass ein modern gestaltetes Quartier hier keine Begeisterungsstürme auslöst, liegt in der Natur der Sache. Aber der Bereich um den Humboldthafen wurde meiner Meinung nach auch aus der Perspektive von Liebhabern der Gegenwartsarchitektur 2 Nummern "zu klein" geplant. Das ist sozusagen das Niveau eines "Gewerbeparks irgendwo bei Dortmund".


    Nein, ich muss mich korrigieren, und ich will den Dortmundern nicht unrecht tun, die um den Phönix-See herum ein hochwertigeres Neubaugebiet geschaffen haben als das, was wir hier sehen.


    Es ist einfach Architektur, die dem Standort nicht angemessen ist,

    Bekommt Hamburg ein neues Opernhaus?


    Klaus-Michael Kühne (Spedition Kühne & Nagel) hat der Stadt angeboten, einen Neubau in der HafenCity zu stiften. Größenordnungsmäßig ginge es vielleicht um 300-400 Millionen Euro. Der Unternehmer hätte ausreichend Mittel, um auch bei deutlichen Kostensteigerungen vollumfänglich nachzulegen. Bericht: Spiegelonline (Paywall).


    Persönlich halte ich es allerdings für fast ausgeschlossen, dass Hamburg das Geschenk annimmt. Der Bestandsbau ist eine Architektor-Ikone der jungen Bundesrepublik, meiner Meinung nach in seiner Rolle für das Westdeutschland der 50er Jahre durchaus mit dem des Kulturpalastes in Dresden für das Ostdeutschland der 60er Jahre vergleichbar. Einen Abriss des denkmalgeschützen Bauwerkes halte ich für praktisch ausgeschlossen.

    Leider hinter einer Paywall.


    Womit möchte Bosch denn den Effizienzverlust durch die zusätzlich notwendige Umwandlung ausgleichen? Oder, andersherum gefragt, welchen Vorteil sieht das Unternehmen in der Verwendung von Wasserstoff, der so bedeutsam wäre, dass der Effizienzverlust kompensiert wird? Wer soll die dann notwendige doppelte Versorgungsinfrastruktur für Strom und Wasserstoff bezahlen?