Posts by HelgeK

    Ehrlich gesagt verzichte ich dann lieber auf den gebrauch einzelner Wörter, als dass die Gefahr besteht, jemanden mit der Verwendung zu verletzten.

    Verstehe ich nicht.


    Das Wort "Mohr" war historisch kein abwertender Begriff, und im heutigen Gebrauch ist er einfach nur veraltet, wird aber ebenfalls nicht abwertend verwendet - wieso sollte sich jemand dadurch negativ diskriminiert fühlen?


    Zudem ändert sich die jeweils als politisch korrekte Bezeichnung für Menschen afrikanischen Hauttyps mittlerweile alle paar Jahre, da jeder Begriff bereits nach kurzer Zeit von bestimmten Kreisen wieder negativ assoziiert wird. Will man die Kunstwerke dann jedes mal wieder umbenennen?


    Bei einem derartigen Vorgehen von staatlichen Institutionen fühle ICH mich gegängelt und nicht mehr mitgenommen.


    @ Petersburg: Als ich in Deinem Post gelesen habe, dass mittlerweile selbst der Begriff "Frau" in Frage gestellt wird, wollte ich das erst nicht glauben. Es ist aber tatsächlich so. Offenbar ohne darüber nachzudenken, dass, wenn Frau durch "gebärfähige Person" substituiert wird, mal so eben allen Frauen jenseits der Menopause das Frau-sein abgesprochen wird.

    Die Sächsische Zeitung berichtet über die "Enthüllung" der kopierten Prunkvasen, mit diesem Titelbild:


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    © Sven Ellger in: Sächsische Zeitung

    Eine OT-Frage:


    Auf dem Bild ist ein Andreaskreuz zusehen - offenbar von der Pionier- bzw. Parkeisenbahn. Hat jemand von Euch einen Bezug zu der Anlage? Eventuell ein paar alte Bilder aus Kindheitstagen? Wie geht es der Bahn und der damit verbundenen Idee heute, spielen Kinder beim Betrieb immer noch eine Rolle?

    Auf den Bildern finde ich die künstliche Bedeutung deutlich zu hell und zu kalt. Die zusätzlichen Vitrinen im Gang hätte ich komplett weggelassen. Das wichtigste Objekt hier ist der Raum selbst!

    Hamburg ist derzeit das einzige Bundesland, das einen Geburtenüberschuss ausweist und in dem sich die Bevölkerung per Saldo verjüngt.


    Die Zahl der Geburten widerspricht den Vorhersagen zur Bevölkerungsentwicklung. Die KiTa- und schulische Infrastruktur wurden demzufolge mit zu niedrigen Kapazitäten kalkuliert und genügen nicht den Anforderungen.


    Um den Bedarf an zusätzlichen Schulen und Schulplätzen kurzfristig decken zu können, hat die Stadt ein eigenes Plattenbaukonzept entwickelt. Voll ausgestattete Schulgebäude können so binnen 5 Monaten errichtet werden.


    Bericht Hamburger Morgenpost


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    Quelle: Hamburger Morgenpost

    In architektonischer und städtebaulicher Hinsicht ist das Ensemble ein Komplettausfall. Nichts fügt sich zusammen.


    Angesichts der namhaften Architekten ein Armutszeugnis für die Moderne.

    Anklicken bzw. ansehen ab 22:35. Da wird ein Hinweis auf die Altstadtmillion gegeben. :wink:

    Soll man das nun glauben??:lachen:

    Unter Berücksichtigung der Quelle kann man das wohl. Die ARD würde mutmaßlich nicht so ein Gerücht verbreiten, wenn es nicht passt.

    Lehmbau benötigt nicht zwingend einen schützenden großen Dachüberstand - kommt auf die Bauweise an.

    Fachwerk mit Lehmziegelfüllung und wetterfest verputzten Fächern z.B. kommt gut ohne aus.

    Im Norden Deutschlands sind große Dachüberhänge historisch unüblich. Der Grund dafür liegt hier darin, dass es bei den hiesigen Windgeschwindigkeiten unvermeidbar ist, dass die Fassaden regelmäßig Schlagregen abbekommen.

    Danke für die Bilder!


    Architektur ist wie konzertante Musik - sobald es modern wird, kommen die schrägen Töne. Alles vor 1920 errichtete fügt sich wie magischer Hand zusammen.


    Stockholm ist über weite Strecken ein intaktes Gesamtkunstwerk.

    Bin 64ger Baujahr, kann mich also gut an die ,, Wendezeit'' erinnern, war damals bei der NVA und habe die Auflösung der Strukturen der DDR miterlebt. Für mich war es unglaublich, wie sich mein Leben von heute auf morgen verändert.

    Offtopic:


    Danke lieber Kaffeesachse dafür, dass Du hier persönliches teilst. Ich selber bin Jahrgang 1966. Anfang der 80er Jahre habe ich mit meinen Eltern einmal eine Wanderung längs der Grenze östlich von Ratzeburg (SH) gemacht.


    Wir kamen an eine Stelle, wo die Grenze eine Landstraße unterbrochen hatte. Auf der DDR-Seite standen da, wo sich der Kolonnenweg und die unterbrochene Straße kreuzten, 2 Soldaten. Meine Mutter war ein fröhlicher und kontaktfreudiger Mensch, sie hat beide Arme hochgenommen und gewunken. Eine Weile passierte nichts, die beiden unterhielten sich - und winkten dann zurück.


    Keine Ahnung,ob die beiden damit gegen irgendwelche Dienstvorschriften verstoßen haben. Aber sie haben eines erreicht: Der geheimnisvolle Dunkelstaat hinter der undurchdringlichen Grenze wurde für mich ein Teil unser Nachbarschaft und unseres eigenen Landes.

    Hamburg: An der U-Bahn Haltestelle Kellinghusenstraße wurde ein Fahrradparkhaus mit 600 Plätzen gebaut. Die Nutzung bleibt bislang hinter den Erwartungen zurück.


    Hamburger Morgenpost


    Entweder wird das Konzept grundsätzlich nicht angenommen. Oder das Parkhaus liegt zu dicht am Zentrum. Fahrräder dürfen in Hamburg in der Rushhour nicht in den Bahnen mitgenommen werden. Als Nutzer kommen hier also in erster Linie die Anwohner in Frage - die können aber auch innerhalb von 15-20min direkt mit dem Rad in die Innenstadt fahren, ohne den ÖPNV zu nutzen.

    Heimdall :

    Wir sind bei unseren jeweiligen "Überschlagsrechnungen" ja sogar exakt zum selben Ergebnis gekommen :daumenoben:


    Ich schrub:

    "ein ... Regenschutz am Rad, der zu 95%+ der Zeit nutzloser Ballast ist"

    Und Du:

    "bei jedem 20. mal, das ich vor die Haustür trete, regnet es" (= zu 95% regnet es nicht).


    Elbegeist - "Dann könnte man sich ja ein PKW-Verdeck sparen" - eher nicht. Ein einziger Guß reicht ja bereits aus, um das Innere eines normalen PKW dauerhaft zu schädigen (Polster, Elektronik). Einen Großteil des Jahres wäre es zudem bei autotypischen Geschwindigkeiten ohne Verdeck ungemütlich kalt.

    Radfahren mit Verdeck wäre mir zu anstrengend. Einen Vorgeschmack gibt es bei Verwendung eines Regenponchos (- die Dinger sind weitgehend aus der Mode gekommen): Sobald der Wind aus der falschen Richtung bläst, mag man damit nicht mehr fahren. Vom Kraftaufwand mal abgesehen - ein Verdeck wäre zumindest hier bei uns in Hamburg auch gefährlich. Ich fahre ja ganzjährig. Die Windgeschwindigkeiten, die insbesondere in der Nähe von größeren Gebäuden bei lebhaftem Wetter auftreten, würden allemal ausreichen, um einen mit so einem Gefährt mit großer Angriffsfläche aber wenig Masse umzupusten.


    Heinzer : Ist bei uns (Hamburg) nicht anders. Die Mehrzahl der Regenfälle ist so schwach, dass ich auch mit normaler Alltagskleidung in einem akzeptablen Zustand das Büro erreiche.


    Wir haben kein Auto, sind beide voll berufstätig und fahren ganzjährig Rad. Es gibt "eine Handvoll" Tage im Jahr, an denen es vorkommt, dass wirschlicht das Rad stehen lassen, auch den üblichen ÖPNV ignorieren und ein Taxi nehmen, weil die Bedingungen jenseits von gut und böse sind. Man sollte nichts zum unumstößlichen Prinzip erklären - unter solchen Umständen sind Autos die bessere Wahl. Dafür brauchen wir in HH aber keinen eigenen PKW.


    Und von formschönen regengeschützten Fahrrädern weit und breit keine Spur.

    Warum sollte ein Rad vor Regen schützen?


    Der Charme eines Fahrrades im Stadtverkehr liegt doch gerade in seinem Minimalismus. Ich bekomme für überschaubaren Aufwand an Material und Geld vergleichsweise viel Mobilität. Ein Rad ermöglicht echte Tür-zu-Tür Verbindungen. Staus können dem Radfahrer herzlich egal sein. Ein Rad kann am Fahrtziel, ohne einen Parkplatz suchen zu müssen, "einfach so" abgestellt werden. Typische städtische Kurzstrecken können oft schneller zurückgelegt werden als mit jedem anderen Verkehrsmittel. Damit ein Rad in der beschriebenen Weise "funktioniert", muss es leicht und handlich sein und sollte nur wenig Windwiderstand bieten,


    Die Wahrscheinlichkeit, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt Regen fällt, liegt in Mitteleuropa im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für diejenigen, die regelmäßig Rad fahren, lohnt sich daher m. M. n. eine Investition in gute Regenkleidung allemal mehr als in einen festen Regenschutz am Rad, der zu 95%+ der Zeit nutzloser Ballast ist.

    Durch das Mähen genau zu der Zeit wo die Blumen blühen, regt man die Selbstaussaat der Pflanzen an.

    Jau, das stimmt. Wiesen, die nicht mehrfach im Jahr gemäht bzw. abgeweidet werden, verarmen, weil sich dann nur bestimmte längerwüchsige Gräser halten können - nicht aber die Wildblumen.


    Eine über und über blühende Alm im Juni ist eine "Kunstprodukt" genauso wie die Lüneburger Heide. Beide Landschaften kann es so nur mit freundlicher Unterstützung von herbivoren Vierbeinern geben.

    Wir wohnen an einem Standort (Hamburg-Finkenwerder), der selbst einmal von einer Flutkatastrophe betroffen war. Die Sturmflut von 1962 hat hier und im benachbarten Wilhelmsburg fast 400 Menschenleben gekostet.

    Nach der 62er Flut gab es großzügige Wiederaufbauhilfen. Für das Ortsbild waren diese Hilfen schädlicher als die Flut selbst, zahlreiche ortstypische Finkenwerder Fischerhäuser wurden bis zur Unkenntlichkeit verschandelt.

    Es wäre notwendig, die Hilfen an Auflagen zu binden. Nicht nur offiziell denkmalgeschützte, sondern alle für das Ortsbild relevanten Gebäude müssten behutsam wiederaufgebaut werden.

    Nachtrag:


    Mir ist grad aufgefallen, dass in Google Maps die Street View-Ansichten von Venedig auch vom Wasser aus aufgenommen worden sind.


    Das ist genial, man kann so virtuell fast alle Kanäle erforschen! - Beispiel.


    Und an Land sind auch noch noch so enge Gassen - zum Teil nur einen Meter breit - mit den Kameras durchfahren worden - s. Beispiel.

    Eine gute Nachricht für Venedig ...

    Ich bin mir nicht sicher, ob die Nachricht wirklich eine gute ist, oder ob sie nicht vielmehr erst mal eine Verschlimmbesserung bedeutet.


    Was ist der Plan? Langfristig soll die Großschifffahrt komplett aus der Lagune verbannt werden. Es geht nicht nur um Kreuzfahrtschiffe, sondern auch um Containerschiffe und Öltanker. Das Problem ist, dass es derzeit keinen geeigneten Hafen im Umfeld der Stadt an der Adriaküste gibt. Die Küste vor Venedig ist eine Ausgleichsküste, die für die Anlage von Häfen denkbar ungeeignet ist. Am ehesten lassen sich an solchen Küsten noch Häfen in Form von Seebrücken anlegen, die den notwendigen Sandtransport längs der Küste nicht unterbinden. Im größeren Maßstab ist das aber extrem aufwändig und entsprechend teuer.


    Vorübergehend (- was immer das, gerade in Italien, bedeutet) soll nun der Hafen Marghera genutzt werden. Marghera liegt direkt "hinter" Venedig auf den Festland, und die traditionelle Zufahrt nach Marghera verläuft ebenfalls mitten durch Venedig hindurch - womit nichts gewonnen wäre. Damit die Passagen durchs Zentrum vermieden werden können, muss nun der sogenannte "Canale dei Petroli", eine spezielle südliche Ansteuerung von Marghera längs des Westrandes der Lagune, die ursprünglich für Gefahrgütertransporte gedacht war, vertieft werden. Diese künstliche Wasserstraße ist aber bereits jetzt der Hauptgrund für verstärkte Strömungen und Sedimentverluste in der Lagune und bedroht direkt die Existenz von Venedig - siehe die unten verlinkte Grafik. Quelle: nograndinavi.it.


    Die Maßnahme, Kreuzfahrtschiffe nach Marghera umzuleiten, wird daher in Fachkreisen kontrovers diskutiert, und viele halten sie sogar für reinen Populismus, der mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Notwendig wäre eher, den Anlauf von Venedig für Kreuzfahrtschiffe komplett zu verbieten.


    LAGUNA-E-MAREE-001.jpg