Posts by HelgeK

    Nur fur die Wohngebäude kann ich mich trotz aller beschriebenen Vorzüge (die ich auch zu würdigen weiß) noch nicht wirklich erwärmen. Irgendwie erwarte ich, dass dieser Bautypus freundlicher daherkommt, also möglicherweise weniger Geschosse, noch mehr Abwechslung/Gliederung zwischen den Geschossen, auch mal helle Partien, Ornamente (die ja im Backstein leicht umzusetzen sind), Mansarddächer etc.

    Mansarddächer: Unbedingt, ja. Für mich ist das Fehlen derselben der hauptsächliche Schwachpunkt. Es muss heute leider unbedingt immer noch ein 100%iges Flachdach sein - sehr schade.


    Anzahl der Geschosse reduzieren: Bitte nicht. Ich bin froh, dass in zentrumsnahen Bereichen wie hier endlich wieder auf ein halbwegs stimmiges Verhältnis von Straßenbreite und Gebäudehöhe geachtet wird. Die riesigen Areale der Stadt, wo man vermeintlich zugunsten von "Licht und Luft" auf Höhe gegenüber der Vorkriegsbebauung verzichtet hat, wirken auf mich langweilig - zu flach und zu wenig dicht für urbanes Lebensgefühl. Helligkeit kann man genauso gut durch großzügige Innenhöfe erreichen, wie in diesem Beispiel.


    Helle Partien in der Fassade: Ebenfalls bitte nicht. So etwas wurde in Hamburg oft versucht (- s. Beispiel Drosselstrasse weiter oben in Beitrag 431), die Resultate überzeugen mich persönlich nicht. Zur Hofseite wurde ohnehin kein Backstein verwendet, was ich schade finde - die Fassaden dort wirken auf mich im wirklichen Leben vor Ort öde.


    Ornamente aus Backstein: Aber ja! Die gibt es hier übrigens auch, und zwar in dem Sinne, dass in klassischer 20er Jahre-Manier die Steine wie ein Stoff "gewebt" und strukturiert werden. Ich stelle bei Gelegenheit mal beispielhafte Nahaufnahmen ein.

    Ja @Manikor - selbst wenn die Glocken das Lied "God save the Queen" bimmeln sollten, sei mal angemerkt daß diese Melodie einer alten deutschen Nationalhymne entstammt , nämlich "heil Dir im Siegeskranz"

    ...

    Ergänzung: Das war bis 1931 auch die Melodie der faktischen Nationalhymne der Vereinigten Staaten "My county, 'tis of thee". Und die der russischen Nationalhymne von vor 1831, und die der Schweiz bis 1961, sowie der heute noch gültigen Liechtensteiner Hymne, der Islands, und, last but not least, die der ehemaligen Königreiche Bayern und Sachsen.


    Wer um Himmels Willen hat diesen Megahit eigentlich komponiert?!

    Das ist zwar richtig, aber es bezieht sich leider ausschließlich auf gewerbliche Bauten / Geschäftshäuser, die derzeit in Metropolen wie Hamburg mit mehr architektonischem Stilwillen gestaltet werden. Wann kommt dieser Trend endlich auch bei Etagenmietshäusern an, die momentan größtenteils sehr öde einfallslose Kästen sind?

    Hammerbrook?


    S. etwas weiter oben hier in diesem Strang.

    Bilder vom heutigen Rundgang.

    Kurzer Blick in das Erdgeschoss des Eckbaus. Es wird - wie vorhergesagt - als Galerie genutzt.

    Ich hoffe, dass da irgendwann mal eine Nutzung mit Publikumsverkehr reinkommt (Cafe, Buchhandlung, meinetwegen auch ein besserer Klamottenladen) - Galerien sind meistens "tot".

    Im konkreten Fall würde §32 StGB als Rechtsgrundlage ausreichen:§32 Notwehr
    (1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.
    (2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen (also z.B. den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden) abzuwenden.


    Paradoxerweise dürfte eine Privatperson, also etwa der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, in einem solchen Fall sogar robuster vorgehen als ein Polizist, da er nicht wie ein Polizist an ein Verhältnismäßigkeitsgebot gebunden wäre.

    Die genannten Paragraphen beziehen sich auf den Schutz von Menschen, nicht von Gegenständen.


    Der Wachmann darf zwar unter bestimmten Vorrausetzungen eine Waffe tragen, zum Töten einsetzen darf er diese aber nur, um unmittelbar bedrohte Menschen inkl. seiner selbst zu schützen, nicht um die Entfernung eines Gegenstandes zu verhindern.

    Vielleicht sollte man noch ergänzen: um Leben und Gesundheit möglicher Täter zu garantieren.
    Irgendwie erinnert mich das an die Achgut-Aussagen:


    Weit ist das nicht voneinander entfernt...

    Vorschlag: Beschäftige Dich einmal mit den rechtlichen Grundlagen für den Schusswaffengebrauch für Personen ohne hoheitliche Aufgaben in Deutschland. Um das gleich zu sagen: Ich finde gut, dass dem so ist, wie es ist. Deutschland ist u. a. Dank dieser rechtlich äußerst restriktiven Ausgangslage eines der sichersten Länder der Welt.


    Aber selbst wenn wir die rechtlichen Hürden einmal bei Seite wischen, dann noch einmal die Frage: Möchtest Du den Lagerort von einem Teil der wertvollsten Kunstschätze Europas allen Ernstes zum potentiellen Austragungsort von Schießereien machen?!
    Last but not Least: Würde bekannt werden, dass die Schätze von Sicherheitspersonal "mit der Lizenz zum Töten" bewacht werden, dann würden sich die Täter eben darauf einstellen, und umso besser bewaffnet erscheinen.

    Wachpersonal sollte in der Lage sein, die Gegenstände zu schützen, die es bewacht. Ansonsten ist es in meinen Augen kein Wachpersonal, sondern lediglich bezahlte Anwesenheit, die dem Ernstfall nicht ansatzweise gewachsen ist. Und ja, den Lichtschalter zu bedienen ist keine Mammutaufgabe und letztlich, sofern sie offensichtlich sowohl physisch, als auch hinsichtlich der Bewaffnung, unfähig sind, die Objekte zu schützen, rückblickend die einzige Rechtfertigung für ihre dortige Anwesenheit.

    Da möchte ich doch deutlich widersprechen.


    Wie weit, für welche Art "Angriffssituationen" möchtest Du vor Ort bewaffnetes Personal bereithalten? Üblicherweise erfolgt bei Diebstählen keine Ankündigung. Wenn der Alarm anschlägt, weiß ja erstmal niemand, ob 1 unbewaffneter Kunstliebhaber oder eine Bande von 10 Killern mit Maschinenpistolen im Anmarsch ist. Und will man wirklich in derartigen Räumlichkeiten ein längeres Feuergefecht riskieren, das neben dem Risiko des Verlustes von Menschenleben auch entsprechende materielle Schäden nach sich ziehen würde?


    Nein, ich sehe den Sinn der Anwesenheit der Wachleute in ihrer Funktion in erster Linie als lebende Alarmanlage. Sie sollten das zu schützende Objekt überwachen und im Falle eines Falles ergänzend zu technischen Alarmen die Polizei informieren und mit möglichst präzisen Informationen auf dem Laufenden halten.


    Das ganze Sicherheitkonzept sollte darauf ausgelegt sein, Zutritt und Rückzug möglicher Täter zeitlich maximal in die Länge zu ziehen und gut beobachtbar zu machen, um den Zugriff beim Verlassen des Gebäudes oder auf der Flucht zu ermöglichen.

    Bist Du da sicher? Das ist doch eine belebte Gegend mit Wohnbebauung. Es müsste eigentlich auffallen, wenn dort Metalldiebe auf offener Straße an dem Zaun herumsägen.

    Würden Diebe in Handwerkermontur, die einfach am hellichten Tag mit einem handwerkertypischen Fahrzeug (vielleicht noch mit einem Aufkleber "Gartenbauamt Dresden" o. ä.) vorfahren, wirklich auffallen?

    Wenn ich die PK richtig verstanden habe, haben die Wachleute die Polizei um 04:59 angerufen. Der Auftrag an einen Streifenwagen, vor Ort zu fahren, ging aber erst um 05:04 raus. In der Zwischenzeit wurden die Wachleute befragt.


    Warum brauchte es dafür 5 Minuten? Dresdner Polizisten sollten wissen, wo sich das Grüne Gewölbe befindet. Konkrete Fragen des Zugangs und des Vorgehens kann man klären, während der Wagen bereits unterwegs ist. Und warum nur 1 Wagen? Im Zeifelsfalle ist 1 ein Streifenwagen mit im Normalfall 2 Polizisten an Bord zu wenig, um ohne hohe Eigengefährdung mit einer Bande fertigzuwerden.

    Mir scheint, dass der Sandstein(?)sockel im Eckbereich Feuchtigkeit zieht. Warum wurde Sandstein für den Sockelberech gewählt, und nicht z. B. Granit? Und wenn schon empfindlicher Sandstein, weshalb wird der nicht wenigstend diffusionsoffen hydrophob überstrichen (- solche Anstriche gibt es auch in "unsichtbar")?

    Entschuldigung, aber wie besch... ist das denn bitte?!


    Die Kellerreste bleiben erhalten, werden aber zugeschüttet und einbetoniert? D. h., man wird die Reste erst im Falle des Abrisses der Gebäude wieder zu sehen bekommen?


    Wenn dem so ist, wurde die Auflage offenbar zu unscharf formuliert. Die Reste müssten erhalten UND zugänglich gemacht werden.


    Die Intention des Bauherren kann ich nicht nachvollziehen. Zugängliche Mauerreste wären eine hochattraktive Kulisse z.B. für gastonomishe Nutzung. Jetzt sind sie einfach nur wertloser Raum.

    Das wird vermutlich heißen, der Bau wird komplett entkernt und einige der Fassaden bleiben stehen, werden aber verändert.

    Die vollständige Entkernung ist in diesem Fall meiner Meinung nach unkritisch und sogar ausdrücklich zu begrüßen, da das Gebäude in der Nachkriegszeit bereits komplett entkernt wurde und nachfolgend niedrigere Geschosse, die nicht zu den originalen Fensterlaibungen passen, eingezogen wurden.


    Offenbar werden die Altbaufassaden, soweit vorhanden, erhalten. Die Gesamtsituation, die sich ergibt wäre dem Entwurf nach für mich schlüssiger als die Vorkriegssituation mit nicht zueinander passenden Teilaufstockungen.

    Dior-Filiale Champs Elysees 127 / Handyfoto. Ja klar, modern und sehr gewollter Effekt - Hingucken dennoch unvermeidbar :)


    Sehr schöne Nachrichten, ein weiterer ätzender Nachkriegsklotz, sogar unter Denkmalschutz (!) kommt weg, hier unten links im Bild:



    (Foto: Michael Rauhe für das Hamburger Abendblatt)


    Und der Altbau wird erhalten.

    Das war ja eigentlich umgekehrt geplant. Der Altau wurde vom Denkmalschutz für nicht erhaltenswert erachtet, da "nur" die Fassade tatsächlich alt ist (Nach-Brand Architektur von Martin Haller), der 70er-Jahre-Klotz sollte hingegen denkmalgerecht saniert werden.


    Ich mag diese Wandlung kaum glauben - phantastisch!