Posts by HelgeK

    Es tut sich was in Sachen Raumstationen.

    Die erste private Raumstation, Haven-1 der Firma Vast (USA), befindet sich derzeit in der Endmontage. Gestartet werden soll sie im Q1 kommenden Jahres mit einer Falcon 9 von SpaceX. Die Station wird klein sein, aus nur einem Modul bestehen und Raum für 4 Personen für Aufenthalte von maximal 2 Wochen bieten.

    Auf der Homepage von Vast kann man einen virtuellen Rundgang durch die Station machen:

    Vast

    Auffällig ist das "glatte" aufgeräumte Design. Keine offenen Technik-Racks, Kabel, Lüftungsschläuche etc..

    Zielgruppen sind Industrieunternehmen, die eigene kleine Forschungsprojekte durchführen wollen, und Touristen.

    Bereits 2028 möchte Vast mit den Aufbau einer wesentlichen grösseren Station beginnen, die aus mehreren Modulen besteht und nach und nach erweitert werden soll:

    Vast Haven-2

    Weitere Projekte:

    Axiom (USA) - multimodulare Raumstation, Aufbau ab 2028 zunächst als Annex der ISS. Spätestens 2030 Abdockung (ISS wird zum Absturz gebracht) und selbständiger Weiterbetrieb. Weltraumtourismus und Forschung.

    Starlab (USA / Europa / Japan) - ab 2029 - multimodulare Station - Schwerpunkt auf Forschung.

    Orbital Reef (USA) - ab 2029 - multimodulare Station - Weltraumtourismus und Forschung.

    Es ist einfach nur unfassbar, wie Hamburg dieses Thema versemmeln konnte.

    Ursprünglich wollte der Investor ja die Altbau-Fassade von Haller erhalten. Unter Denkmalschutz stand das Gebäude eh nicht, aber die hohen Geschosshöhen hätten gut zum beabsichtigen Bau hochwertiger Wohnungen gepasst. Nachdem die Stadt aber den Bau von Wohnungen wegen Lärmschutzbedenken untersagt hatte, ging es nur noch um Flächenmaximierung für Büros, und die alte Fassade war dabei im Weg. Sowohl im Original als auch in Gestalt einer möglichen Reko.

    Ich verstehe manchmal mein eigenes Land nicht.

    Deutschland hängt wie kaum ein anderes Industrieland vom Export ab. Exportieren kann nur, wer Märkte zur Verfügung hat, in der er überhaupt exportieren kann, und Produkte, die in diesen Märkten nachgefragt werden. Eigentlich trivial, oder?

    Trotzdem haben wir seinerzeit das TTIP Abkommen mit Nordamerika scheitern lassen - aus Angst vor "Chlorhühnchen". Und jetzt das Mercosur-Abkommen mit Lateinamerika mindestens um weitere Jahre verzögert: Die Stimmen der deutschen Grünen und der AFD, die gemeinsamen für eine weitere rechtliche Überprüfung des Vertragswerks gestimmt haben, waren bei der entprechenden Abstimmung in Strassburg entscheidend für die Verzögerung.

    Wir leisten uns als Exportnation den "Luxus", uns selbst den erleichterten Zugang zu wichtigsten Exportmärkten zu verbauen.

    Wir leisten uns weiterhin bei den Luxus, bei jeder technischen Umwälzung nostalgisch in die Vergangenheit zu blicken, statt die Zukunft führend mitzugestalten.

    Die einst marktbeherrschende deutsche Kameraindustrie hat der Blick nach hinten in den 1960ern und frühen 70ern weitgehend die Existenz gekostet.

    Das Internet blieb für uns die ersten Jahrzehnte über ein fremdartiges "Neuland". Wir haben damit den enorm wichtigen Software-Markt weitgend den USA überlassen (Ausnahme: SAP).

    Den Transrapid haben wir entwickelt, aber eine Referrnzstrecke war uns zu teuer - Chance vergeben.

    Raumfahrt hätte unser Ding werden können. Edzard Reuter (Daimler Benz) hat in den 1980ern durch den Erwerb der DASA lange vor Elon Musk die Idee, einen Automobilkonzern und ein Raumfahrtunternehmen unter einem Dach zu vereinen. Aber ihm fehlte anders als Musk eine Vision, wohin der Weg eigentlich gehen sollte - wodurch der Versuch scheiterte.

    Als Grüne Technologieen ein Thema wurden, war Deutschland bei Solartechnik und Bau von Windkraftanlagen zunächst in vorderster Reihe mit dabei. Aber wir haben es durch eine unstete Förderpolitik, die alle 2 Jahre andere Prioritäten setzte, versemmelt.

    Für unsere Politik war es wichtiger, die Fähnchen stets im wechselnden Wind der jeweiligen Öffentlichen Meinung zu halten, statt eine stringente und für die Industrie berechenbare Linie durchzuhalten.

    Letzteres wird auch jetzt wieder beim Hin- und Her um den Verbrennungsmotor vs. E-Antrieb sichtbar und schadet in erster Linie uns selbst.

    Interessantes Projekt mit Neugestaltung einer Fassade. In der Admiralitätsstraße soll ein Bürogebäude eine komplett neue Fassade bekommen.... vorher:

    Bildschirmfoto-2026-02-08-um-14-03-42.png

    Das Gebäude wurde schon einmal komplett überformt!

    Es handelt sich ursprünglich um einen Solitär aus den 1960er Jahren, der nur einen Teil des Grundstücke nutzte und scheibenförmig quer zur Ost-West Straße stand.

    Wenn man sich das Dach genau anschaut, kann man den "Altbau" in seiner damaligen Kubatur oben noch herausschauen sehen (- der dunkelgraue Bereich mit den beiden Fahnenstangen, die damaligen sűdlichen beiden Gebäudeecken markieren).

    Ich war letzte Woche zufällig in der Nachbarschaft und habe dieses Foto gemacht. Der Bau, um den es geht, ist ganz am rechten Bildrand zu erkennen. Die (- leider nur teilweise) künftige Ausgestaltung in Backstein wird gerade aus dieser Perspektive zu einer Verbesserung führen. Die weisse Fläche im Vordergrund ist das zugefrorene Bleichenfleet.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wie man sich darüber freuen kann, Jakob . Die Elektrifizierung der Autowelt geht global rasch voran. Ob mit nun uns oder ohne uns.

    Wenn sich ein Hersteller weitgehend aus diesem Markt zurückzieht, weil er es nicht geschafft hat, gegen die Elektro-Konkurrenz aus den USA und China zu bestehen, mag das kurzfristig Verluste minimieren. Er bewegt sich damit aber in eine Sackgasse ohne Wendemöglichkeit, die immer enger wird.

    Ich verstehe Deine ganze Einstellung zu dem Thema nicht. Und auch nicht die Einstellung mancher deutscher Journalisten. Nicht nur vom Rechtsaussen-Rand, sondern zum Beispiel auch von der "Welt", die sich ähnlich äussert.

    Eigenartig, sich als Freunde der Deutschen Automobilindustrie darzustellen, dann aber deren Niederlagen zu bejubeln und die Erfolge - s. BMW - zu verschweigen.

    Ich kenne den Neubau gut. Wir wohnen ja Luftlinie nur 3km weiter auf Finkenwerder und ich bin in der Nachbarschaft aufgewachsen.

    Ich habe an den Altbau keinerlei Erinnerung. Ich gehe davon aus, dass der Abriss bereits vor langer Zeit erfolgt ist und in keinem Zusammenhang mit dem Neubau steht, aber ich kann es nicht belegen.

    Fotos aus dem letzten Sommer, kurz vor Fertigstellung:

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    Der Tour Montparnasse, ein düsteres 210m Hochhaus Baujahr 1973 im gleichnamigen Quartier, wird kernsaniert. Ziel ist es, das Gebäude komplett umzugestalten, viel Grün inkl. öffentlicher Grünanlagen auf einem Zwischengeschoss und auf dem Dach zu integrieren, und Niedrigenergie-Standard zu erreichen.

    Die Belüftung erfolgt mit Hilfe des Drucks des natürlichen Höhenwinds, der künftig in den oberen Geschossen eingefangen und im kompletten Grbäude verteilt wird.

    Zum Komplex gehört auch ein Einkaufszentrum, das ebenfalls und stilistisch passend kernsaniert wird.

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    50512720mg.jpegBilder: Werbematerial Projekt AOM

    Man könnte auch gerne alle unnötigen Belastungen fürs Fliegen streichen.

    Warum sollte man Fliegen billiger machen, wenn es doch eine 2-3 mal größere Klimawirkung hat pro gleichem CO2 Ausstoß? Wenn man das einbezieht, kann man locker auch allein Auto fahren auf besagter Strecke und tut noch dem Klima was Gutes.

    Fliegen setzt - so lange man nicht halbvolle Flieger auf wenig nachgefragten Strecken subventioniert - weniger CO2 frei als konventionelles Autofahren.

    Nicht perfekt, aber weit weniger schlimm als sein Ruf. Im übrigen kritisiere ich hier doch nun gerade die millionenschwere Subvention des Flugverkehrs nach Dresden.

    Lasst die Subventionen weg, aber auch unnötige Belastungen. Bringt alle Systeme wie vorgesehen zur Emissionsfreiheit. Den Rest regelt die Marktwirtschaft.

    Als es so schön geschneit hat flog LH in 50min nach Berlin. Der ICE brauchte in der Gegenrichtung NUR 9h.
    Redundanz kann in Notfällen auch hilfreich sein.

    Ich habe Zweifel an 50min Reisezeit von Zentrum zu Zentrum (- es sei denn, privater Heli). Und auch Fliegen ist bei intensivem Schneefall bei Werten um oder knapp unter Null Grad wetteranfällig.

    Ich habe grundsätzlich nichts gegen Fliegen. Auch nichts gegen Inlandsflüge. Voll besetzt ist ein A319/20 sparsamer pro Personenkilometer als ein mit 1-2 Personen besetzter Verbrenner.

    Man könnte auch gerne alle unnotigen Belastungen für’s Fliegen (Flughafensteuern und Gebuhren, die die Kosten überschreiten), streichen.

    Aber ansonsten wäre meine Erwartungshaltung, dass die Fluggesellschaften doch bitte ohne unsere Steuergelder klarkommen. Das Bahnnetz sehe ich ebenso wie das Strassennetz als Teil der Grundversorgung, u.a. dafür gibt es den Staat. Die Fliegerei sollte sich mit dem staatlichen finanzierten Bau und Ausbau der Flughäfen bescheiden.

    Per ICE dauert’s 04:20 von Dresden Hbf bis München Hbf.

    Fliegen:

    1ne Stunde vorab am Flughafen (DD eher etwas weniger, MUC eher etwas mehr erforderlich).

    + 1ne weitere Stunde für den Flug inkl. Taxiing.

    + 1ne weitere Stunde für die endlosen Flure im Münchner Flughafen + die Anfahrt vom Zentrum in die Erdinger Pampa.

    + 20 Minuten für Anfahrt/Abfahrt und Rumgelaufe in DD.

    -> 03:20 Reisezeit, falls nur Handgepäck. 04:00 Stunden mit aufgegebenem Gepäck.

    Macht es Sinn, dass der Staat von unserem Steuergeld 2 konkurrierende Angebote parallel subventioniert? Ich denke, definitiv NICHT.

    Mein Senf als Nicht-Berliner dazu:

    Hochhäuser ausgerechnet rund um den Alex beschädigen die Wirkung des Fernsehturms. Der Fernsehtum ist ein ikonisches Bauwerk - angelegt als Solitär. Ich bin alles andere als ein Ostalgiker oder DDR-Fan, aber Qualität sollte man unabhängig von der Herkunft anerkennen.

    Berlin ist riesig. Warum gerade hier?

    Diese Kirche hat offenbar jegliche Anziehungskraft verloren. Und jetzt lassen sie sich dermaßen peinliche und lächerliche Aktionen einfallen. Aber ich weiß schon, manche finden das ganz intelligent und eine super tolle Idee.

    Die Pizza-Aktion war offenbar ein Erfolg. Gut besucht, junge Leute in der Kirche, zum Abschluss gab’s draußen noch eine große Schneeballschlacht.

    Diese Kirche hat offenbar jegliche Anziehungskraft verloren. Und jetzt lassen sie sich dermaßen peinliche und lächerliche Aktionen einfallen. Aber ich weiß schon, manche finden das ganz intelligent und eine super tolle Idee.

    Der Pastor ist halt sehr engagiert und geht gegen den Niedergang vor, so gut er kann. Er hat auch jahrelang - und letztlich erfolgreich - für das Budget für die dringend notwendige Beseitigung von Durchfeuchtungsschäden im Mauerwerk der kleinen neugotischen Kirche gekämpft.

    Was soll der Mann denn sonst machen?

    Aber wie erklärst Du Dir denn, dass auch die meisten kleineren freikirchlichen Gemeinschaften derselben langfristigen Negativentwickling unterliegen?

    Dort gibt es weder Skandale noch moderne Auswüchse.

    Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland 

    Von den kleinen Gemeinschaften schaffen es einzig die Altkatholiken durch Übertritte enttäuschter Katholiken leicht zu wachsen, aber die absoluten Zahlen sind winzig - die komplette Religionsgemeinschaft hat deutschlandweit nur etwa 15 000 Mitglieder, die Nettozuwächse liegen bei 100-200 Mitgliedern pro Jahr.

    Wenn man natürlich glaubt, Menschen durch Dance Pools, in Windeln gewickelte Hühnchen oder Krippen mit in Schleim gewickeltem Fleisch in die Kirchen locken zu können und dort letztlich nur Stuhlkreisdamen sitzen, die ebensogut bei den Omas gegen rechts mitmarschieren könnten, darf man sich nicht wundern, dass das Interesse bei jungen Leuten nachlässt.

    Ich stimme Dir darin zu, dass derartige Aktivitäten in Kirchen nichts verloren haben und ganz sicher dazu beitragen, Gäubige abzustoßen.

    Aber liegt hierin das eigentliche Problem der Kirchen?

    Ich glaube nicht. Die (aller)meisten Kirchen beteiligen sich nicht daran. Es wird weit verbreitet wirklich gute seelsorgerische Arbeit geleistet - und die Menschen bleiben dennoch immer häufiger fern.

    Die Entkirchlichung der Gesellschaft ist fundamental und von Generation zu Generation weiter voranschreitend. Und sie hängt nicht an einzelnen fragwürdigen Handlungen oder Verfehlungen.

    Orakel - Der Titan kann seine Atmosphäre nicht primär wegen der niedrigen Temperatur halten.

    Auch eine noch so hohe Temperatur könnte die Moleküle kaum auf Fluchtgeschwindigkeit beschleunigen. Entscheidend ist wohl ein Mix aus Ursachen: An erster Stelle das schützende Magnetfeld des Saturn, in dem sich der Mond meist befindet, das den Sonnenwind abhält.

    Das stimmt so einfach nicht. Die tiefe Temperatur ist ein ganz entscheidender Faktor warum der Mond seine Atmosphäre halten kann. Das schützende Magnetfeld des Saturn spielt natürlich ebenfalls eine entscheidende Rolle ist aber nicht allein und schon gar nicht primär entscheidend. Und warum sollten hohe Temperaturen Moleküle nicht auf Fluchtgeschwindigkeit beschleunigen können??

    Das könnten sie schon, wenn die Temperatur ausreichend hoch und die Fluchtgeschwindigkeit bei einem kleinen Himmelskörper entsprechend niedrig ist.

    Die Werte für die Brownsche Molekularbewegung (root mean square movement, „rms“ der Himmelskörper lassen sich tatsächlich googeln, die jeweiligen Fluchtgeschwindigkeiten auch.

    Erde: Obere atmosphärische rms: 0,5 km/s. Fluchtgeschwindigkeit: 11 km/s.

    Mars (- um den geht’s ja eigentlich): Obere atmosphärische rms = 0,43 km/s, Fluchtgeschwindigkeit 5 km/s.

    Titan: Obere atmosphärische rms = 0,29 km/s, Fluchtgeschwindigkeit 2,64 km/s.

    Alle 3 haben u.a. deshalb eine Atmosphäre, weil die durchschnittliche Brownsche Molekularbewegung deutlich langsamer ist als die jeweilige Fluchtgeschwindigkeit. Selbst wenn man Titan auf Erdtemperatur erwärmen würde, würde seine Fluchtgeschwindigkeit immer noch rund 5mal höher sein als die Wackelbewegung der Moleküle.

    Trotzdem hast auch Du teilweise Recht: Die rms-Geschwindigkeiten sind Durchschnittswerte. Einzelne Moleküle am rechten Rand der Verteilung schaffen bei allen 3 Himmelskörpern den Absprung. Aber das ist ein sehr langsamer Prozess, der bei einer Terraformung des Mars kein ernsthaftes Hindernis wäre.

    Der „Solare Wind“ hingegen ist wirklich flott unterwegs: Rund 400 km/s. Trifft er auf die Oberseite der jeweiligen Atmosphären, kann er Partikel mit auf die Reise nehmen. Die Magnetfelder, so vorhanden, bieten keinen perfekten Schutz. Mars hat quasi gar kein Magnetfeld mehr. Dass er dennoch etwas Atmosphäre hat, zeigt aber, das selbst 4,5 Milliarden Jahre nicht gereicht haben, um alles wegzupusten. Würden wir ihm wieder eine dichte Atmosphäre geben, müssten wir in einem für menschliche Masstäbe sehr gemächlichen Tempo „nachfüllen“.

    Titan ist durch das Saturn-Magnetfeld einigermaßen gut geschützt: