Posts by Heimdall

    "Meister Lampe", warum sollte ich nicht das Recht haben, andere als Avatar zu bezeichnen? Heimdall ist auch ein Avatar. Meister Lampe wohl auch, oder ist Dein amtlicher Vorname "Meister"?


    Und, wenn nur noch Leute vor Ort ihre Einschätzungen kundtun dürfen, dann sollte ein Thread wie dieser eine Zugangsbeschränkung samt Kontrolle nach Wohnort erhalten. Natürlich ist mir klar, dass Ansässige die Lage besser beurteilen können als Auswärtige. Das sind Binsenweisheiten. In Potsdam aber scheinen mir bei einigen die aggressiven Beissreflexe gegen auswärtige Beurteilungen (sofern es nicht das immer gleiche Lamentieren über die "Anderen" nach Verlinkung von entsprechenden Presseberichten ist) ganz besonders ausgeprägt. Und zwar fast durch die Bank. Vielleicht eine Art spezifischer Mentalität dort oben? Mentalitätsrestbestände aus der Historie?

    Ich habe eine Meinung geäußert zu der Bedeutung, die die CDU aktuell in Potsdam hat. Und mittlerweile wohl auch "Mitteschön" hat. Dieser Meinung kann einer zustimmen oder nicht. Die ganze Aggro-Schiene kann er sich aber sparen. Letztlich ist es auch völlig egal, was die CDU in Potsdam fordert oder nicht. Sie hat 12 Prozent, sitzt in der Opposition, und wird wohl nicht sonderlich erhört werden. Das sind allgemeine Regeln des politischen Geschäfts und haben mit Potsdam-Spezifität überhaupt nichts zu tun. Natürlich kann es sein, dass einzelne Politiker auch Feuer und Flamme für Rekonstruktionen aus idealistischen Gründen sind. Das ist unbestritten. Aber ganze Fraktionen richten sich nun einmal primär nach taktischen Erwägungen aus. Dass das in Potsdam ganz anders als in anderen Städten sein sollte, glaube ich eben nicht.


    Aber, da hast Du Recht, dass ich mich bei dem Thema zurückhalten sollte. Ich habe nichts für die GK gespendet, werde es auch nicht tun. Nicht mal einen Cent. Insofern sollte ich mich in das Thema wirklich nicht sonderlich einmischen, sondern sie einfach machen lassen, was immer sie wollen und was immer dabei herauskommt. It doesn´t matter.


    Dein Dankesgruß an die Initiativen hat mit dieser Angelegenheit nichts zu tun. Ich teile ihn ja. Danke, Danke, Danke. Meine ich ernst. Nur spielt das in diesem Zusammenhang überhaupt keine Rolle.

    ^"Meister Lampe",


    wenn Du nicht verstehst, wenn ich von Selbstprofilierung schreibe, hast Du das übliche politische Spiel nicht verstanden, das zu einem nicht unerheblichen Teil aus Marketing besteht.


    Im konkreten Fall besetzen sie eben eine Nische, um sich inhaltlich abzusetzen und dadurch bei potenziellen Wählerschichten positiv wahrgenommen zu werden. Im Bereich der GK-Gegnerschaft ist bereits von links alles besetzt und für die CDU nunmal kein Blumentopf zu gewinnen. Somit bleibt nur die andere Seite, um bürgerliche Schichten zu erreichen und eventuell bei der nächsten Wahl auf 14 Prozent zu kommen. Und die Forderungen sind ja auch erst mal völlig folgenlos, da unerheblich.


    Ich vermute aber, dass sie, wären die Fronten umgekehrt, sich ebenso auch gegen die Garnisonkirche positionieren würden, wenn dadurch ihr Wählerpotenzial angezapft werden könnte. Die Argumente wären dann andere...Die hohen Kosten, die in die Zukunft gerichtete Stadtentwicklung, die Machbarkeit, die Notwendigkeit, Investoren für moderne Projekte anzulocken usw....


    Oder besteht die Union generell aus Rekonstruktionsfreunden? Wie sieht es dann in anderen Teilen der Republik aus, wo sie mehr zu sagen haben, als in Potsdam? Sind sie wirkliche Idealisten? Machen sie sich in Frankfurt am Main, in Köln, in Stuttgart, in Böblingen, in Reutlingen usw. für Rekonstruktionen stark oder verhindern zumindest Abrisse historischer Bausubstanz?


    P.S.: Das heißt ja nicht, dass es nicht positiv wäre, wenn sich Kommunalpolitiker hinter ein Rekonstruktionsprojekt stellen. Immerhin können Rekonstruktionsanhänger versuchen, das zu nutzen. Und die betreffende Kraft auch festzunageln, wenn sie einmal an die Macht kommen sollte (und sich vielleicht mit Koalitionszwängen herauszureden versucht).

    Dieser "einzelne Kopf" ist doch nicht vom Himmel gefallen oder durch einen Militärputsch an die Macht gekommen. Er wurde bewusst gewählt von den Potsdamer Wählern. Also hilft es wenig weiter, die ganze Schuld immer auf eine Person oder Gruppierung abzuladen. Klar sind die politisch verantwortlich. Aber wenn die Bürger sie Jahrzehnte lang wählen, dann wollen sie ja auch nichts anderes.


    Und, Politiker verkaufen ständig irgendetwas mit blumigen Worten. Warum also nicht auch "Versöhung"? Die einzigen, die ich derzeit unversöhnt sehe, sind der scheinbar plötzlich konsternierte Verein "Mitteschön" und eventuell die um Selbstprofilierung bemühte 12%-CDU.

    Vielleicht könnte man ja der Einfachheit halber das Mercure-Hotel aus Potsdam dorthin translozieren. Nürnberg bekäme sein Hotelhochhaus vergleichbarer ästhetischer Qualität. Und in Potsdam könnte man den Lustgarten wieder begrünen. Praktisch als ökologische Ausgleichsmaßnahme.

    Das Haus ist mit seinen expressionistischen Anklängen an sich interessant. Nicht gefällt mir allerdings das Erdgeschoss. Aus zwei Gründen: Die Faltung finde ich dort eher störend. Außerdem gefällt mir nicht, dass das Erdgeschoss in der Materialität so glatt und - vor allem - hell ist.

    Also, ich würde auf die Faltung im Erdgeschoss verzichten. Dieses würde ich zudem nicht so glatt gestalten. Und vor allem dunkler. Klinker könnten das richten.

    Bauakademie Berlin : Leitung der Bauakademie wird vor Gericht geklärt

    https://www.faz.net/aktuell/fe…bauakademie-16606963.html


    SPD-Politiker Florian Pronold "Ich habe mir keinen Versorgungsposten geschaffen"

    Der Parlamentarische Staatssekretär Florian Pronold will Direktor der Berliner Bauakademie werden - für die er in seinem Amt bis 2018 verantwortlich war. Ein Fall von Selbstbedienung? Er wehrt sich.

    https://www.spiegel.de/politik…09-4644-9aa7-d964d3bdb8f2

    Würde man diesen grobschlächtigen Bauten zumindest Faschen, Gesimse, ein Sockelgeschoss und ein steiles Dach geben, könnte damit halbwegs gut gelebt werden. So bleibt die Überarbeitung des optischen Erscheinungsbildes wohl folgenden Generationen überlassen.

    Ich hoffe nun, dass der Altbau auch wirklich erhalten wird und die Einrüstung nicht Abrissvorbereitungen darstellen.

    Also auf dem Planungsbild ist er ja noch zu sehen. Und dort steht auch "Neubau + Sanierung". Insofern gehe ich mal von einer Sanierung aus. Hätte man abreißen wollen, hätte man es wohl getan, bevor mit dem Neubau daneben begonnen wurde. Ob die Baustellen-Sicherung der Fassade ausreichend ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

    "Konstantin", Deine Argumente sind ja völlig richtig. Bloß, wie Du immer wieder selbst bemerkst, hier geht es nicht um Sachargumente, sondern um eine politisch-ideologische Machtdemonstration. Da hilft auch nicht die ständige Erinnerung daran, dass die Sozialisten in der Vergangenheit, also unter anderen Bedingungen, mal so oder so gestimmt haben. Heute werden sie sich anders positionieren. Die Potsdamer haben nun einmal dementsprechend gewählt und erhalten, was sie bestellt haben. Dass das nicht ewig so sein muss, sondern sich Zeitgeist auch wieder drehen kann (wenn auch meist nicht von alleine), wird von mir gar nicht bestritten.

    um keine weiteren Begehrlichkeiten zu wecken (sagt einem jeder Politiker unter der Hand auch direkt so ins Gesicht)

    Eben. Mit der gegenwärtigen politisch tonangebenden Kaste ist hinsichtlich Rekonstruktionen kaum etwas möglich. Ich sage mal besser nicht, welche Parteien dabei noch federführend sind. Natürlich weiß man nicht, wie sich die politische Landschaft in 20 Jahren verändert hat. Allerdings dürften eben auch die Finanzmittel der Kommunen geringer werden, da diese jetzt schon teils überschuldet sind.

    Hinsichtlich des Areals hinter der Römerberg-Westzeile bin ich nicht ganz so pessimistisch. Auch hinsichtlich der Südseite der Saalgasse. Aber letztlich hat "Götzenhainer" Recht, dass dort derzeit eigentlich nur Rekonstruktionen durch Spendenaktionen und idealistische Bauherren möglich sind.

    Ich gebe mal Äußerungen zur Zukunft unserer Städte kommentarlos wieder, die Peter Cachola Schmal, Leiter des Frankfurter Architektur-Museums, beim Neujahrsempfang der "Grünen" in Offenbach getätigt hat. Dass er dort als Redner auftrat, dürfte seinen parteipolitischen Sympathien entsprechen. Cachola Schmal sieht die europäischen Städte in Zukunft als abgeschottete, grüne Museumslandschaften.

    Ich zitiere aus der Printausgabe der Offenbach-Post vom 17.2.2020, S.9:

    Quote

    Einen dunkelgrauen Blick auf die Städte der Jahre 2050 bis 2100 wirft Cachola Schmal. Anhand von informativen, aber in viel zu schneller Abfolge präsentierten Schaubildern macht er deutlich, dass sich die Metropolen des Südens und des Ostens anders entwickeln werden als die der Nordhalbkugel. Die Demografie werde dafür sorgen, dass etwa Lagos in Nigeria zu einem kaum noch beherrschbaren Moloch mit mehr als 80 Millionen Einwohnern und Indien das bevölkerungsreichste Land der Erde werde. Im Gegensatz dazu würden in den grünen und ruhigen Metropolen des überalterten Nordens geradezu paradiesische Zustände herrschen. "Diese Städte werden zu besichtigungswürdigen Museen", meint Cachola Schmal.

    Weil diese Diskrepanz zu Wanderungsbewegungen in Richtung Norden führten, Europa aber keine Ertrinkenden mehr im Mittelmeer sehen wolle, werde die "erste Grenze der Festung Europa" in die Sahara verlagert. "Die Drecksarbeit überlassen wir dem Süden". Funktionieren werde das alles im Übrigen nur durch die totale Überwachung via Gesichtserkennung, die etwa in China schon beängstigend weit sei.

    "Petersburg", hier siehst Du ein Bild mit den ursprünglichen Karyatiden, die ja auch größer waren. (Beitrag ausklappen)

    "Petersburg", ich habe Dir keine Dummheit unterstellt. Wenn ich Dich hinsichtlich Deiner Aufenthalte in Frankfurt falsch verstanden haben sollte, bitte ich natürlich um Entschuldigung.


    Allerdings hast Du ein Bild der Fahrgasse gepostet und über das Areal folgendes geschrieben: "keine Geschäfte, keine Gaststätten, kein Leben, nichts". Dem habe ich widersprochen.

    Nicht weit von dem von Dir geposteten Bild findet sich das "Paulaner", einige Meter weiter das "Café Metropol". Meist recht voll dort. Am Südende der Fahrgasse ist ebenfalls gut besuchte Gastronomie. Von "keine Gaststätten" kann keine Rede sein, sofern man in der Lage ist, 50 Meter zu gehen.


    Dass die Fahrgasse nicht das Ende vom Lied ist, darin sind wir uns ja einig. Ich denke auch, dass es dort in Zukunft die Chance auf Rekonstruktionen geben könnte. Aber ich rede da von einem Zeitpunkt jenseits der nächsten 20 Jahre.


    Die Sache mit der Hauptwache verstehe ich nicht. Aber zum Goethehaus kann ich sagen, dass ich die Gestaltung des Großen Hirschgrabens auch nicht prickelnd finde. Indes, dort wird gerade das Mäcklersche Romantik-Museum fertig gestellt. Weitere Chancen auf Verbesserungen im Umfeld des Goethehauses bieten sich derzeit nicht.


    Also, in der Sache stimme ich Dir zu. Ich bin nur für eine abgewogene Beurteilung und eine realistische Einschätzung der Verbesserungsmöglichkeiten.