Posts by Heimdall

    Ich hoffe, dass in diesem Zusammenhang auch die Fenster ausgetauscht werden. Vor allem aber dass die Eingangstür verändert wird, ohne dass diese die Denkmalpflege als besonders wertvollen Bruch und als ein Zeugnis der Nachkriegszeit zu erhalten versucht.

    Und als Abschluss noch der Überrest des einstigen Stadtschlosses, die sogenannte Schloss-Scheuer

    Und überall muss ein modernistischer Klotz wertvoller spannender Kontrast hineingepfercht werden. In diesem Fall wahrscheinlich vom "Christusbund" als Nutzer. Damit ja nur keine idyllische Ecke entstehen kann.

    "kotzende Pferd" am Hauptbahnhof...

    Diese Kritik an dem Pferd ("Rolling Horse") höre ich immer mal wieder. Und meistens kommt sie ja eher von Leuten, denen es nicht modernistisch und abstrakt genug ist. Ich finde ja, dass das Werk von Jürgen Goertz in dem öden Bahnhofsareal eher noch der künstlerische Glanzpunkt ist. Goertz hat z.B. am Heidelberger Bahnhofsplatz ebenfalls ein Pferd seiner Werkreihe platziert, das mir als Entree nach Heidelberg immer ganz gut gefallen hat. Es gibt da sicherlich viel schlechtere Kunst im öffentlichen Raum Berlins. Seien es die Roststäbe im Bundeskanzleramt, die wie Stanzbleche wirkenden Molecule Man in der Spree, die "Begegnungen" auf der Tauentzienstraße oder Keith Harings platte "Boxers". Sich da an dem vergleichsweise gefälligen Pferd aufzuhängen, finde ich eher konstraproduktiv. Aber natürlich ist das alles nichts gegen die Rossebändiger, da stimme ich vollumfänglich zu.

    Ich bin bei der englischen Wikipedia auf folgende Passage zur Kathedrale von Sushi gestoßen. Übersetzt:


    Quote

    Die Stadt Shusha wurde am 10. November 2020 von aserbaidschanischen Streitkräften erobert, als ein trilaterales Waffenstillstandsabkommen zwischen Armenien, Aserbaidschan und Russland erzielt wurde. Am 14. November erschien online ein Foto, das angeblich Graffiti an der Wand der Kathedrale zeigt. Das armenische Kulturministerium veröffentlichte eine Erklärung, in der behauptet wurde, es gebe bereits Hinweise auf Vandalismus gegen die Kathedrale. Die armenische Kirche beschrieb den angeblichen Vandalismus als Entweihung und verurteilte ihn nachdrücklich als "Ausdruck offensichtlichen Vandalismus und Intoleranz".

    Nach dem Krieg begann Aserbaidschan mit der Renovierung der Kathedrale im Rahmen umfangreicher Wiederaufbauarbeiten in Shusha.

    Das Renovierungsprojekt erregte viel Aufmerksamkeit und Kritik, und viele Armenier behaupteten, Aserbaidschan habe versucht, die armenische Identität der Kirche auszurotten, indem sie ihre Grundzüge und Gestaltungselemente veränderte oder verdeckte. Im Mai 2021 zeigten von CivilNet veröffentlichte Aufnahmen, dass die konische Kuppel der Kirche entfernt und die Kirche selbst von angeblichen Gerüsten umgeben war. In einem Bericht der Online-Nachrichtenagentur Caucasian Knot wurden mehrere aserbaidschanische Staatsbeamte zitiert, die behaupteten, das Renovierungsprojekt ziele darauf ab, das "ursprüngliche" Erscheinungsbild der Kirche wiederherzustellen, der ihrer Meinung nach die konische Kuppel fehlte, bis sie von den folgenden Armeniern hinzugefügt wurde nach Shushas Eroberung im Jahr 1992.

    Hier kann man bei genauem Hinsehen offenbar die Arbeiten aus der Ferne sehen: https://www.youtube.com/watch?v=TVwOPZlzBSs


    Das einstige Erscheinungsbild, das nun wohl hoffentlich zumindest wiederhergestellt werden soll: hier


    Das Erscheinungsbild vor dem letzten Krieg: hier


    Allerdings war es wohl nicht erst ab 1992 so hergestellt worden, sondern schon am Anfang des 20. Jahrhunderts: hier


    Vor 1992 scheint aber wirklich die Dachspitze gefehlt zu haben: https://en.wikipedia.org/wiki/…ts_1992_Shushi_museum.jpg


    Ein ziemliches Hin und Her offenbar. Jedenfalls scheinen die Azeris kein Gefallen einem zu dominanten Kathedralendach zu haben, weshalb nun vereinfacht wird. Aber wird wirklich renoviert? Wird das Dach geschlossen, um Bauschäden zu vermeiden?


    Vielleicht findet "Rastrelli" eine russische Quelle?...

    Die Kombination ist interessant:

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    Die westliche Seite des Platzes umranden folgende Häuser: Estnisch, Finnisch, Belgisch, Holländisch, Friesisch, Norwegisch, Dänisch, Englisch, Irisch, Schottisch und Walesisch. Es gibt hier je ein Rumänisches, Tschechisches, Slowakisches Haus, eines steht für San Marino. Das Deutsche Haus ist das einzige, das nicht neu ist, sondern dies ist das älteste Gebäude der Stadt. Zwischen den engen bzw. weiten Plätzen des Europa-Hofes befinden sich die Statuen der großen Gestalten der ungarischen Geschichte.

    Scheinbar wurde fast nur Nord- und Mitteleuropa berücksichtigt. Zwar gibt es ausgerechnet ein Haus für San Marino, aber von Spanien, Portugal, Italien oder Frankreich ist nicht die Rede. Hat das etwas mit den Partnerstädten zu tun? Und dann stutzte ich, dass dort in Statuen die großen Gestalten der ungarischen Geschichte verewigt wurden, wo der Ort ja in der Slowakei liegt. Ein Blick auf die Karte aber zeigte mir, dass der Ort direkt an der Grenze zu Ungarn liegt. Somit ist es offenbar ein Ort der ungarischen Minderheit in der Slowakei.

    Ein paar aktuelle Bilder des Offenbacher Rathauses. 1971 wurde es eingeweiht.

    Ich bin kein besonderer Freund des Brutalismus. Ich glaube auch, dass sich der Retro-Sichtbeton-Fetischismus, dem einige aktuelle Architekten frönen in einiger Zeit überlebt haben wird. Trotzdem muss ich dem Offenbacher Rathaus ein gewisses Zeitcolorit, eine Art von Eleganz und eine gewisse Qualität zubilligen. Ich habe mich dort nie unwohl gefühlt. Für mich ein besonderer Bau, der sich von zahlreichen Hochbauten damaliger und heutiger Provenienz abhebt, somit - im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden dieser Epoche - als Zeitzeugnis erhalten werden sollte.


    Offenbach


    Offenbach


    Offenbach


    Offenbach


    Offenbach


    Offenbach


    Offenbach


    Die Statuen stammen vom Portikus des Verwaltungsgebäudes einer für eine Hochhausanlage in den 1970er Jahren abgerissenen Lederfabrik.

    Diese "Vereinfachungen" bzw. Enstuckungen tun dem Ortsbild überhaupt nicht gut. Bleibt nur zu hoffen, dass Eigentümer das erkennen und entsprechend den früheren Zustand wieder herstellen.

    Die Burger-Reklame finde ich nicht so schlimm. Sie kann auch schnell wieder entfernt werden, wenn der Laden sich wieder verdrückt. Das penetrante graue Monstrum des Nachbarbaus ist da weit schlimmer.

    Wieso hat er das Barockgebäude dann überhaupt gekauft? Gerade etwas Kleingeld übrig gehabt?

    Du sagst es. Vermutlich ist es so. Es wird eben Geld in Sachwerten geparkt. Irgendwann kann man die Immobilie womöglich teurer weiterverkaufen oder man erhält - wenn eine Sanierung nicht mehr "zumutbar" erscheint - einen attraktiven Bauplatz. Aber ganz so verfallen ist das Gebäude noch nicht.

    Demütigungen wie Biergärten von außen ansehen zu müssen, kann ich mir gerne sparen.

    Du lässt Dich doch impfen. Insofern wirst Du sicher eingelassen. Die Nicht-Geimpften müssen draußen bleiben. Dafür schauen sie dann auch mal, wie die Geimpften auf die nächste Corona-Mutation so reagieren. Jeder hat seine eigenen aufregenden Beobachtungen.

    Möglichenfalls ist der Neubau bereits ein Anachronismus. In der Graphik wird in den Schaufenstern ein Bekleidungsgeschäft gezeigt, das ja offenbar gar nicht mehr dort existieren wird. Es wird sich zeigen, welcher Einzelhandel überhaupt noch existiert, der diese Flächen füllen kann. Der optisch in die Jahre gekommene "Altbau" war da konzeptionell eigentlich derzeit "moderner". Seine Obergeschosse wären zumindest hinsichtlich der Fensteröffnungen auch gut als Wohnraum nutzbar. Das ist beim Neubau schwieriger, es sei denn, man hat exhibitionistische Neigungen. Also, die Planung dürfte - wie so viele aktuelle Bauvorhaben - aus der Zeit vor Corona und dem "great reset" stammen.

    Das Alter ist für mich schwer zu schätzen. Es kann auch aus den 1920er oder 30er Jahren stammen. Allerspätestens 1953 muss es gestanden haben, denn da ist der Abreißer geboren.

    Weiß man mehr über da Haus?

    Ich bin gerade mal via google Streetview diese Straße (Hintere Ledergasse) auf und ab gefahren. Brachgrundstücke, die als Schotterparkplätze genutzt werden. Einfallslose Nachkriegskisten. Darunter noch ein paar noch unpassendere "Kreationen" jüngeren Datums. Verwahrloste Altbauten mit ungeteilten Platikfenstern... Mann, Mann, Mann, ist das eine schäbige Ecke.