Posts by Wikos

    Zumindest in den nächsten 30 Jahren wird hier sicher nichts kommen, weil:


    - Römerberg-Westzeile 2018 gerade saniert -und zwar mit Absicht vor Eröffnung des Dom-Römer-Projektes um keine weiteren Begehrlichkeiten zu wecken (sagt einem jeder Politiker unter der Hand auch direkt so ins Gesicht) , somit scheitert Römer 2.0, da hier die wichtigsten Reko's gewesen wären, zudem Probleme wegen dem Grundriss


    .....

    Ich muss Götzenhainer recht geben. Wir haben jetzt eine völlig andere Ausgangssituation als beim Abriss des Technischen Rathauses. Damals konnte mit Druck das DomRömer-Projekt umgesetzt werden. Und heute? Die bürgerliche Mitte in der Stadt ist auf ein Minimum geschrumpft. Nicht nur die Parteien sind nach Links gerückt, sondern auch die Stadtführung und die Medien. Dazu kommt: Mit Dieter Bartetzko ist 2015 der herausragende, Stadtgeschichtskenner und FAZ-Architekturkritiker verstorben. Einige Journalisten haben, nach meinem Wissensstand die Seiten gewechselt: Günter Murr (ex Stadtredaktion FNP) ist jetzt Sprecher von Baudezernent Schneider, Nils Bremer (ex-Chefredakteur Journal F.) jetzt Leiter des Büros von OB Feldmann, Stefan Jäger (ex-HR) jetzt Referent von OB Feldmann. Andere, wie die FAZ-Architekturkritiker werden vom BDA "hofiert".

    Gute, traditionelle Architektur hat leider in der Stadt fast keine Stimme, keine Lobby mehr in den Medien und in der Politik.

    Ja, "Deutrichs Hof" ist derzeit nur der Name eines Parkplatzes. Eine Rekonstruktion im Anschluss an das Riquet-Haus wäre natürlich wünschenswert. Aber erstmal dürfen die Autos dort in Ruhe parken.

    Das ist doch genau das Problem. Warum ist dort seit Jahren schon ein Parkplatz und es tut sich nichts, absolut nichts.

    Das frage ich mich auch schon seit langer Zeit. Vom 1968 abgerissenen Original sind wohl noch Teile des Erdgeschosses, u.A. ein Portal, erhalten - hier wäre eine tolle Reko möglich. Zwischen Deutrichs Hof und LWB-Blöcken befindet sich das 1700 m² große Grundstück Reichsstraße 14, dass wohl der Jewish Claims Conference gehört oder gehörte.

    Die Fläche des Stadtteils "Altstadt" wird mit rund einem halben Quadratkilometer angegeben (hier). Die Fläche des Dom-Römer-Projekts betrug 7000 Quadratmeter (hier).

    Das Dom Römer Projekt umfasst 7.000 qm. Zum Vergleich: Das Einkaufszentraum MyZeil hat 77.000 qm. Der darin befindliche Elektromarkt hat 7.500 qm. Also der wiederaufgebaute Teil der Frankfurter Altstadt hat gerade einmal die Größe eines Elektromarktes auf der Zeil.

    Mehrere Altbauten sollen in Bonn-Beuel für ein Neubauprojekt abgerissen werden: https://www.general-anzeiger-b…r-dem-abriss_aid-48614971

    Die Untere Denkmalbehörde als auch die Stadt Bonn haben es abgelehnt, dieses Ensemble unter Denkmalschutz zu stellen. Zitat: „Der Anstrich aus den 80er Jahren hat das Haus nicht in einen Originalzustand versetzt.“ Die Fassadenerhaltung würde exorbitant teuer und die Kosten absurd hoch werden, so die Wohnungsbaufirma. Die Begründungen Altbauten abzureißen werden auch immer absurder...

    Die Metallkonsstruktion und dahinterliegende Uhr waren nach dem Krieg noch erhalten und wurden 1952 abgebrochen. Für den jetzigen völlig missratenen Aufbau hat der Verein Freunde der TU 50.000 Euro gespendet. Ich hoffe einige lassen sich ihre Spende von der TU zurückerstatten...

    Diese vielen Säulen im Innenraum, wurden ja von Reko-Gegnern bereits als Hinderungsgrund einer Rekonstruktion angeführt. Zu wenig Platz und so.


    Die Rekonstruktion sollte sich tatsächlich auf die äußere Form und die Fassaden beschränken. Damit man, ganz demokratisch und kompromissbereit, einen modernen Innenraum für das neue Zentrum erschaffen kann. Dann können sich die Architekten vielleicht im Inneren austoben.

    Schlichtheit, Demut und Bescheidenheit der wiederaufgebauten Paulskirche - das sind ja die Argumente der gutmenschelnden Nachkriegsmodernisten, die eine Rekonstruktion der Paulskirche verhindert haben. Und genau diese Modernisten haben jetzt keine Einwände gegen ein wuchtiges Demokratiezentrum, das sich als machtvolles Glasaquarium auf Stelzen, ordinär über den Altbau erhebt. Dieses Demokratiezentrum möchte nicht demokratisch vermitteln, sondern den Machtanspruch der zeitgenössischen Architekten nach außen tragen. Dagegen hat die Alte Börse eine gegenüber der Paulskirche zurückhaltende und respektvolle Fassade und ein überwältigendes Inneres, das auf sinnliche und einladende Weise die Heimat für ein Demokratiezentrum geben würde.

    Die Zukunft des Schauspielhauses nimmt Gestalt an: Die Kulturdezernentin Hartwig spricht sich für zwei getrennte Neubauten aus. Zitat: "Sie wisse, dass der Abschied von dem Gebäude, in dem sich viele Frankfurter ästhetisch hätten erziehen lassen, schwer fallen werde." Meine Meinung zu dieser ungeheurlichen Äußerung: Die ästhetische Erziehung in dem Nachkriegsbunker Schauspielhaus ist zum Glück misslungen. Immer noch gibt es mehr Altstadtfreunde und Rekoanhänger in Frankfurt am Main, als Fans der heillos überforderten Nachkriegsmoderne.

    https://www.faz.net/aktuell/rh…n-frankfurt-16597179.html

    Hier noch paar Informationen aus unserer Facebook-Gruppe ( Pro Alte  Börse am Paulsplatz)

    Interessant sind die Hinweise zu den Säulen:

    Ein Mitglied schrieb: "An sich war das Gewölbe als Interpretation eines Fächergewölbes, wie man es vor allem im angelsächsischen Bereich häufiger vorfindet, gedacht (z.B. die Abteikirche in Bath)

    In der Tat, so ist die zuletzt erläuterte Expertenmeinung bei Veranstaltungen zum Thema Alte Börse.


    Zum Zitat bei BILD Aktuell "Dafür bahnt sich eine andere Rekonstruktion an". Leider kann man das aus den bisherigen Äußerungen und Berichten nicht schließen. Aber bei dem vorliegenden Entwurf, einem unförmigen Stelzenmonster neben der Paulskirche, gehen selbst besonnene Bürger in Frankfurt am Main auf die Barrikaden. Eine Reko der Alten Börse am Ende ist auf jeden Fall im Bereich des möglichen.

    https://www.bild.de/regional/f…u-chef-67493298.bild.html

    Das ist natürlich ein schlechter Witz. Statt die Alte Börse wieder aufzubauen, ein Gewächshaus vor die Paulskirche zu setzen kann nicht wirklich ernst von dem Architekturbüro gemeint sein. Respektloser kann man mit diesem Ort wohl kaum umgehen.

    Neues zum Fall der 2017 geklauten 100 kg Goldmünze "Big Maple Leaf" aus dem Bode Museum. Der Prozess wird wohl jetzt erst gemacht. Zitat: "Angeklagt sind drei Mitglieder der polizeibekannten arabischstämmigen Großfamilie R. und ein damals als Wachmann im Museum tätiger Mann, der wichtige Hinweise gegeben haben soll."

    Die Angeklagten sind wohl noch in Freiheit - zwei wurden zwischenzeitlich mit Brecheisen und Schlagbohrer in Bayern gestoppt. Die scheinen die Anklage ja richtig ernst zu nehmen - sehr gelassen die Jungs. Es gibt bestimmt keine Parallelen zum Raub im Grünen Gewölbe....

    https://www.tagesspiegel.de/be…um-gestoppt/25405796.html

    Das Grundlagenbuch zu diesem Thema: https://www.bauwelt.de/themen/…Jahrhunderts-2100882.html
    Ein weiterer Entstuckungsgrund Dämmfassaden: https://www.morgenpost.de/prin…er-der-Stuckfassaden.html
    Ein Zeitzeuge: http://www.memoro.org/de-de/Di…und-die-Ruinen_12540.html
    Und der schon vorhande Forum Thread Entstuckung von Altbauten früher & heute


    Danke, Wikos, ich hab jetzt meinen Beitrag auf den alten Thread gesetzt - hatte diesen glatt übersehen...
    Snork

    "Neußer", hier zeigen sich die Auswirkungen der gesellschaftlichen Veränderungen. Frankfurt ist eine "multikulturelle" Metropole (das stelle ich hier nur fest, ohne eine Diskussion darüber anleiern zu wollen). Über 50% besitzen einen "Migrationshintergrund", davon knapp die Hälfte mit deutscher Staatsbürgerschaft. Jedes Jahr ziehen ca. 8% der Bevölkerung zu und fast ähnlich so viele weg..." .... "...Haben die keine anderen Probleme?", hat mir vor Jahren ein Banker gesagt. Also letztlich fehlt die Spenderschicht. Und der Lange Franz taugt nicht als überregionales, nationales Symbol wie die Frauenkirche zu Dresden oder das Berliner Stadtschloss. Somit bleibt zu hoffen, dass Professor Mäckler einige solvente Unternehmen oder reiche Erben animieren kann, die dann dafür womöglich eine Auszeichnung oder Plakette mit entsprechender Presseberichterstattung erhalten. Das kann aber vor allem nur auf der Beziehungsebene laufen.

    Völlig richtige Analyse Heimdall. Bei der Stichwahl zur OB Wahl 2018 haben sich gerade noch 30,2 % der Wahlberechtigten aufgerafft. Frankfurt am Main ist schon lange keine Stadt mehr mit großem bürgerlichen Engagement. Die wenigen Ur-Frankfurter lassen sich an einer Hand abzählen. Der Rest ist auf der Durchreise oder interessiert sich nicht für die Belange seiner Ankunftsstadt. Für das Lange Franz Projekt braucht man sich trotzdem keine Sorgen zu machen. Irgendwann platzt Mäckler der Kragen und dann zieht er einen Großspender aus dem Hut. Mäckler hat bisher alle seine Projekte durchgebracht - ohne auf Kleinspender aus der Bügerschaft zu warten.


    Königsbau: Am 20. Mai 2019 hat der OV Frankfurt auf seiner FB-Seite auf die Spendenaktion hingewiesen - die Reaktionen waren sehr übersichtlich

    246 Büros aus aller Welt haben sich am Wettbewerb beteiligt. Das Ergebnis kann nur noch als Realsatire bezeichnet werden. Das sich die Bürger, die bei solchen Abstimmungen nicht berücksichtigt werden, immer mehr von der Moderne abwenden ist dabei nicht verwunderlich.

    Zeit ein Fazit zum Bauhaus Jubiläumsjahr zu ziehen. Die große Euphorie und Feierstimmung blieb aus. Am Ende hat man zuviel berichtenswertes ausgeklammert und nötige Diskussionen umfahren.
    Baunetz schreibt: "...Weitgehend verdrängt blieben das ganze Jubeljahr hindurch "..." die etwas dunkleren Seiten des Bauhauses. Wie viel hätte man über politische Verwerfungen, latenten Rassismus und obskure Esoterik, falsch verstandene Emanzipation und Karrieren quer durch die Systeme erzählen können..."
    https://www.baunetz.de/meldung….html&action=kommentieren