Posts by Wikos

    Für alle denen während der Corona-Krise zu Hause die Decke auf dem Kopf fällt. Etwas Abwechselung gegen die Langeweile. Macht einfach mit! Ich fange schon mal an.


    Meine Lieblingsstädte in Deutschland (max. 5 Antworten): Hamburg, Frankfurt am Main, Koblenz, Potsdam, Berlin

    Meine Lieblingsstädte außerhalb von Deutschland (max. 5): Paris, New York, Haarlem (NL), Barcelona, Prag


    Meine Lieblingsbauten in Deutschland (historisch, max. 3): Goldene Waage (Frankfurt am Main), Hackesche Höfe (Berlin), Frauenkirche (Dresden)

    Meine Lieblingsbauten in Deutschland (modern, max. 3): Elbphilharmonie Hamburg,


    Meine Lieblingsarchitekten (max. 3): Rob Krier, Patzschke Architekten Berlin

    Meine Lieblings-Architekturbücher (max. 3): Geschichte der Rekonstruktion - Konstruktion der Geschichte


    Was sollte in Zukunft in Deutschland noch rekonstruiert werden? (max. 3): Salzhaus Frankfurt am Main, Schumanntheater Frankfurt am Main, Karstadt am Hermannplatz Berlin,



    Viel Spaß!

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    Hier Rauskopieren und dann loslegen!


    Meine Lieblingsstädte in Deutschland (max. 5 Antworten):

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    Meine Lieblings-Architekturbücher (max. 3):


    Was sollte in Zukunft in Deutschland noch rekonstruiert werden? (max. 3):

    Welche Persönlichkeiten setzen sich für historische Architektur ein?


    Gerade war der Schönheitschirurg Werner Mang im Fernsehen, der wohl einige Altstadthäuser in Lindau sanierte. Dann fällt mir Günther Jauch ein, der einiges in Potsdam auf den Weg brachte. Wen gibt es noch, der ein Herz für klassische Architektur hat?

    Ohne die Skyline wäre Frankfurt heute nicht was es ist. Letztenendes ist sie es doch die Frankfurt noch halbwegs interessant und einzigartig macht im Vergleich zu anderen ähnlich großen Städten. Das bischen wiederaufgebaute Altstadt ist im Vergleich zu dem sonstigen Grauen das die Frankfurter Innenstadt erregt ja leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, da sind in Summe selbst die Innenstädte von Köln, Stuttgart und Hannover weniger schlimm als Frankfurt. Es wäre schon selten dämlich den fast einzigen Trumpf den man da hat, nicht auch auszuspielen.

    Da liegst Du völlig falsch. Das hört sich an, als würde Frankfurt mit jedem Hochhaus schöner werden. Das Gegenteil ist der Fall: Mit jeder Reko in der Altstadt, mit jedem sanierten Gründerzeitbau wird Frankfurt schöner und lebenswerter. Weitere Hochhauscluster in Frankfurt zu schaffen ist völlig irrsinnig. Frankfurt braucht bezahlbaren Wohnraum und keine weiteren ökologisch völlig aus der Zeit gefallene Bürohochhäuser für die globalisierte Finanzindustrie. Nebenbei bemerkt: Auch die Touristen strömen nicht durch die Hochhausviertel, sondern gehen am liebsten zum Römer, zur historischen Altstadt und an den Main.

    Peinliche Petition des Publizisten und Architekten Philipp Oswalt und Unterstützer (teils aus dem Arch+-Umfeld) für den Erhalt der Theaterdoppelanlage der Städtischen Bühnen von 1963. In der Petition wird von "Geschichtsvergessenheit" und einer "...Baupolitik, "die identitätsstiftende Bauten der Stadtgeschichte auslöscht und neue Surrogate schafft, welche vornehmlich der Vermarktungslogik eines globalisierten Standortwettbewerbs folgen", schwadroniert. Von dem brutal überbauten historischen Schauspielhauses von 1902 wird kein einziges Wort verloren. Verlogener geht es kaum noch.

    Die Petition: https://www.change.org/p/oberb…hnen-in-frankfurt-am-main

    The show must go on. Heute bereits wird über Stau, Feinstaub, Parkplatzprobleme, mangelnde Infrastruktur (Kindergärten, Schulen) usw. geklagt. Und da sollen weitere Hochhäuser in die Innenstadt, die weitere Menschen dort aufeinander ballen. Vermutlich werden die Bewohner, Pendler und Hotelgäste alle nur mit dem Fahrrad oder E-Roller fahren. Und Kinder haben sie keine. Bei den Preisen können sie sich die ohnehin nicht leisten.

    Ostbahnhof EZB soll Wolkenkratzer-Nachbarn bekommen – Skyline wächst

    ....

    Ja, diese Planungen sind völlig aus der Zeit gefallen. Wer bisher dachte, Wohnungsnot, Klimakatastrophe und Verkehrsinfarkt wären Themen mit den sich die sozialgrün angestrichene Stadtregierung auseinandersetzen würde, der sieht sich gründlich getäuscht. Stattdessen sollen es ökologisch fragwürdige Glastürme mit fragwürdigen Mietern aus der globalen Finanzindustrie es richten. Und das ganze wird noch als "mutig" und "schön" verkauft. Mit dem neuen Hochhauspulk im Ostend wird auch noch die solitäre Lage der EZB verhunzt. Aber schlimmer noch ist, dass es zu diesen wirren Vorschlägen keinerlei Protest in der Stadt gibt. Wo sind auf einmal die Fridaysforfuture, StadtfürAlle und sonstigen Initiativen hin? Wo sind die aufrechten Grünen und Sozialdemokraten? Und die sonst so kritischen Medien? Das ganze ist ein unfassbares Armutszeugnis für die Stadt und die Bürger, denen noch nicht einmal ein Kopfschütteln zu entlocken ist.

    Zumindest in den nächsten 30 Jahren wird hier sicher nichts kommen, weil:


    - Römerberg-Westzeile 2018 gerade saniert -und zwar mit Absicht vor Eröffnung des Dom-Römer-Projektes um keine weiteren Begehrlichkeiten zu wecken (sagt einem jeder Politiker unter der Hand auch direkt so ins Gesicht) , somit scheitert Römer 2.0, da hier die wichtigsten Reko's gewesen wären, zudem Probleme wegen dem Grundriss


    .....

    Ich muss Götzenhainer recht geben. Wir haben jetzt eine völlig andere Ausgangssituation als beim Abriss des Technischen Rathauses. Damals konnte mit Druck das DomRömer-Projekt umgesetzt werden. Und heute? Die bürgerliche Mitte in der Stadt ist auf ein Minimum geschrumpft. Nicht nur die Parteien sind nach Links gerückt, sondern auch die Stadtführung und die Medien. Dazu kommt: Mit Dieter Bartetzko ist 2015 der herausragende, Stadtgeschichtskenner und FAZ-Architekturkritiker verstorben. Einige Journalisten haben, nach meinem Wissensstand die Seiten gewechselt: Günter Murr (ex Stadtredaktion FNP) ist jetzt Sprecher von Baudezernent Schneider, Nils Bremer (ex-Chefredakteur Journal F.) jetzt Leiter des Büros von OB Feldmann, Stefan Jäger (ex-HR) jetzt Referent von OB Feldmann. Andere, wie die FAZ-Architekturkritiker werden vom BDA "hofiert".

    Gute, traditionelle Architektur hat leider in der Stadt fast keine Stimme, keine Lobby mehr in den Medien und in der Politik.

    Ja, "Deutrichs Hof" ist derzeit nur der Name eines Parkplatzes. Eine Rekonstruktion im Anschluss an das Riquet-Haus wäre natürlich wünschenswert. Aber erstmal dürfen die Autos dort in Ruhe parken.

    Das ist doch genau das Problem. Warum ist dort seit Jahren schon ein Parkplatz und es tut sich nichts, absolut nichts.

    Das frage ich mich auch schon seit langer Zeit. Vom 1968 abgerissenen Original sind wohl noch Teile des Erdgeschosses, u.A. ein Portal, erhalten - hier wäre eine tolle Reko möglich. Zwischen Deutrichs Hof und LWB-Blöcken befindet sich das 1700 m² große Grundstück Reichsstraße 14, dass wohl der Jewish Claims Conference gehört oder gehörte.

    Die Fläche des Stadtteils "Altstadt" wird mit rund einem halben Quadratkilometer angegeben (hier). Die Fläche des Dom-Römer-Projekts betrug 7000 Quadratmeter (hier).

    Das Dom Römer Projekt umfasst 7.000 qm. Zum Vergleich: Das Einkaufszentraum MyZeil hat 77.000 qm. Der darin befindliche Elektromarkt hat 7.500 qm. Also der wiederaufgebaute Teil der Frankfurter Altstadt hat gerade einmal die Größe eines Elektromarktes auf der Zeil.

    Mehrere Altbauten sollen in Bonn-Beuel für ein Neubauprojekt abgerissen werden: https://www.general-anzeiger-b…r-dem-abriss_aid-48614971

    Die Untere Denkmalbehörde als auch die Stadt Bonn haben es abgelehnt, dieses Ensemble unter Denkmalschutz zu stellen. Zitat: „Der Anstrich aus den 80er Jahren hat das Haus nicht in einen Originalzustand versetzt.“ Die Fassadenerhaltung würde exorbitant teuer und die Kosten absurd hoch werden, so die Wohnungsbaufirma. Die Begründungen Altbauten abzureißen werden auch immer absurder...

    Die Metallkonsstruktion und dahinterliegende Uhr waren nach dem Krieg noch erhalten und wurden 1952 abgebrochen. Für den jetzigen völlig missratenen Aufbau hat der Verein Freunde der TU 50.000 Euro gespendet. Ich hoffe einige lassen sich ihre Spende von der TU zurückerstatten...

    Diese vielen Säulen im Innenraum, wurden ja von Reko-Gegnern bereits als Hinderungsgrund einer Rekonstruktion angeführt. Zu wenig Platz und so.


    Die Rekonstruktion sollte sich tatsächlich auf die äußere Form und die Fassaden beschränken. Damit man, ganz demokratisch und kompromissbereit, einen modernen Innenraum für das neue Zentrum erschaffen kann. Dann können sich die Architekten vielleicht im Inneren austoben.

    Schlichtheit, Demut und Bescheidenheit der wiederaufgebauten Paulskirche - das sind ja die Argumente der gutmenschelnden Nachkriegsmodernisten, die eine Rekonstruktion der Paulskirche verhindert haben. Und genau diese Modernisten haben jetzt keine Einwände gegen ein wuchtiges Demokratiezentrum, das sich als machtvolles Glasaquarium auf Stelzen, ordinär über den Altbau erhebt. Dieses Demokratiezentrum möchte nicht demokratisch vermitteln, sondern den Machtanspruch der zeitgenössischen Architekten nach außen tragen. Dagegen hat die Alte Börse eine gegenüber der Paulskirche zurückhaltende und respektvolle Fassade und ein überwältigendes Inneres, das auf sinnliche und einladende Weise die Heimat für ein Demokratiezentrum geben würde.

    Die Zukunft des Schauspielhauses nimmt Gestalt an: Die Kulturdezernentin Hartwig spricht sich für zwei getrennte Neubauten aus. Zitat: "Sie wisse, dass der Abschied von dem Gebäude, in dem sich viele Frankfurter ästhetisch hätten erziehen lassen, schwer fallen werde." Meine Meinung zu dieser ungeheurlichen Äußerung: Die ästhetische Erziehung in dem Nachkriegsbunker Schauspielhaus ist zum Glück misslungen. Immer noch gibt es mehr Altstadtfreunde und Rekoanhänger in Frankfurt am Main, als Fans der heillos überforderten Nachkriegsmoderne.

    https://www.faz.net/aktuell/rh…n-frankfurt-16597179.html