Posts by Wikos

    Aus ökologischen Gründen auf das Eigenheim verzichten? Die meisten Bundesbürger sehen das völlig anders. Laut einer Umfrage, träumen 6 von 10 Deutschen nach wie vor vom eigenen Haus (60%), bei den 16 bis 24-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 74 Prozent (!) Wem wunderts: Hausbesitzer haben mit 84 Prozent eine überdurchschnittliche Zufriedenheit mit ihrer Wohnsituation. Bei der Beschreibung einer idealen Wohnsituation wird „Viel Platz/ ausreichend Zimmer/ Wohnfläche“ mit 32 % übrigens am häufigsten genannt. Der Wunsch weniger Ressourcen zu verbrauchen hört also wie immer vor der eigenen Haustüre auf... https://www.ipsos.com/de-de/wo…uf-alternative-wohnformen

    Im IV. Bezirk war ich nicht. Ich habe aber bei meinen Budapest-Besuchen stets an der Grenze zur Josefstadt gewohnt und bin auch somit regelmäßig dort durchgelaufen. Klar, ist das mit schwäbischen Sanierungsmaßstäben nicht vergleichbar, ist nicht steril, und es hat eben einen gelegentlich etwas rauen Charme. Aber ruinös kam mir das Viertel nicht vor. Gleichwohl will ich mir kein Urteil anmaßen und kann das nur aus der Perspektive des Stadtdurchwanderers beurteilen.

    Ruinös ist in der Gesamtheit in der Tat übertrieben. Aber vieles ist ungepflegt und unsaniert.

    Hier noch ein interessantes Denkmal: Die Reste des 1965 für den U-Bahnbau geopferten Nationaltheaters https://hu.wikipedia.org/wiki/…/F%C3%A1jl:Oldnemzeti.jpg

    Tolle Rekonstruktionsprojekte in Budapest - ich bin begeistert!

    Im Rahmen des Liget-Projektes im Stadtwäldchen gibt es einige Fertigstellungen - falls hier noch nicht darüber berichtet wurde:

    Das Haus der Musik des japanischen Ökoarchitekten Sou Fujimoto: https://www.baunetz.de/meldung…o_Architects_7957146.html Ist nicht der Oberkracher, aber stört zumindest nicht im Wald.

    Dann das Völkerkundemuseum auch im Stadtwäldchen in Form einer Wippe: https://ligetbudapest.hu/en/re…get/museum-of-ethnography

    Hier noch die im Stadtwäldchen geplante Nationalgalerie von Sanaa https://worldarchitecture.org/…dapest-s-green-mayor.html


    Bei aller Euphorie über die vielen Reko-Projekte in Budapest sollte trotzdem nicht vergessen werden, dass u.a. im IV.-Bezirk und in der Josefstadt hunderte Gründerzeitler unsaniert in einem schlechten Zustand sind. Mit Einschusslöchern vom 2.Weltkrieg und Ruinenbars a la Berlin der Nachwendezeit hat es Gewiss seinen Charme. Aber am Ende des Tages hat Budapest immer noch eine riesige Sanierungsarbeit vor sich. Zumindest wurden die Häuser nicht unnötig nach dem Krieg abgerissen und das Potential der Bauten ist gewaltig.

    Mehr Strom - logischerweise ja. Aber deshalb doch nicht mehr Energieverbrauch insgesamt. Es ist die Grundidee der Energiewende, die Energiegewinnung durch das Verbrennen von fossilen Rohstoffen durch möglichst sauber erzeugten Strom zu substituieren.


    Es ist im übrigen auch nicht der globale Energieverbrauch an sich, der für die Umwelt kritisch ist, sondern die massenhafte Freisetzung von fossilem CO2.

    In dem von mir verlinkten Artikel ist nicht die Rede von sauberer Energie, sondern von einer notwendigen Kapazitätsausweitung des Stromnetzes wegen einer voraussichtlichen Ausweitung des Energieverbrauchs. Wenn also für Digitalisierung, Elektromobilität und Wärmepumpen grüner Strom verwendet wird ist es in Ordnung. Wenn allerdings dafür noch mehr CO2 aufgebraucht wird, dann läuft etwas schief. Mal schauen, ob nicht am Ende letzteres eintritt.

    Ja, so war es auch im Neuen Frankfurt. Abseits der Trabantenstadt wurde die Siedlung Höhenblick errichtet. Attraktiv gelegen ging der Blick über das Niddatal bis zu den Taunushöhen. Die gehoben ausgestatteten Häuser mit Wohnungsgrößen bis 125 qm waren von Anfang an dem bürgerlichen Mittelstand und einer intellektuellen Elite vorbehalten. Hier wohnte dann auch Ernst May. https://ernst-may-gesellschaft…siedlung-hoehenblick.html

    Die künstlerische Avantgarde hatte schon vor Machtergreifung der Nazis das Bauhaus verlassen. Was vom Bauhaus blieb war ein biederer Zusammenschluss von Architekten, die genormte Industriearchitektur plante und sich zunehmend als Handlanger der Bauindustrie andiente.

    In der Presse wird viel geschrieben, das sich später als heiße Luft entpuppt. In der FAZ (Druckausgabe vom 7.5.2022) wurde nun die Überschrift "Neubau rückt näher" gewählt. Wie viel näher wird dann aber wohl städtische Finanzlage entscheiden.


    Ich zitiere aber ein paar Passagen:

    Erschreckend, wie die Leser zu diesem Thema informiert werden. Keiner weiß, wie bei steigenden Schulden, ein Neubau verwirklicht werden soll. Das die Fraktionen im Stadtparlament "...scharfe Kritik an Anträgen der AfD und der BFF geübt, die abermals die Rekonstruktion des Theaters von 1902 beziehungsweise eine historisierende Fassade eines Neubaus forderten." hinterlässt einen faden Beigeschmack. Normalerweise müssten alle Parteien für eine Rekonstruktion des noch in weiten Teilen erhaltenen Altbaus votieren.