Posts by Jakob

    Maecenas Du hast ja das Buch, kannst Du bestätigen, was Andersdenkender in den Raum stellt, dass es aus dem Zusammenhang gerissen worden hätte sein können? Ich persönlich finde nämlich diesen Textausschnitt hier oben schon ziemlich übel, wenn ich das richtig verstehe mit talmudisch =jüdisch.


    Ja Gott, das ganze Alte Testament ist im Kern "ziemlich übel", man kann das ja leicht nachlesen.

    Es bleibt m. E. dabei: Die ´springenden Vitrinen´ im Langen Gang mindern die Raumwirkung erheblich. Vitrinen auf einer Seite wie vor der Zerstörung wären erträglicher gewesen. Noch besser wiederum ein Langer Gang ganz ohne Vitrinen, was ja dem Originalzustand entsprechen würde.

    Die "wunderbare Raumschöpfung" käme an sich erst ganz ohne Vitrinen so richtig zur Geltung. Ein Lichtbad im Lichtband. Das war mir vorher gar nicht so klar.

    Akanthus


    Vielen Dank für die fundierte - und ernüchternde - Antwort!

    "Wenige Fotos vor 1918" - wieviele sind es denn?


    Als Außenstehender hat man nicht den Eindruck, daß die Sicherung (geschweige denn der Wiederaufbau) des Zerbster Schlosses von der Politik im nötigen Maß unterstützt wird. Warum ist das eigentlich so?

    Akanthus


    Haben Sie - eventuell vom Hörensagen - Kenntnis von der Existenz von Zerbster Inventarklebezetteln?

    Gab es die in anderen anhaltinischen Schlössern?

    Ist da gegebenfalls (etwa im späten 19. Jahrhundert) einheitlich verfahren worden?

    ... daran anschliessend:


    Hat es aus dem Familienbesitz eigene große Auktionen gegeben?

    Wären die eventuellen Erbgänge rekonstruierbar?

    Haben Sie Eduard von Anhalt diesbezüglich angesprochen?


    Mir ist aber natürlich klar, daß man nicht alles hier veröffentlichen kann.

    In den Schlüterhof sind mal wieder merkwürdige Dinge hineingebracht worden.


    img_3183cvj30.jpg


    Das gefällt mir sehr gut. Leicht und heiter - und es nimmt der Fassade nichts.

    Sicherlich nur temporär, weil bald angeschmutzt und dann unansehnlich.

    Jedenfalls bleibt es beim Katharinenpalast und bei Dürnstein.


    Zitat:


    "Bei der Restaurierung in den 1980er-Jahren stieß man auf eine blaue Färbelung. Aufgrund der zahlreichen Rechnungen unter Propst Hieronymus über smalte-blaue Farbstoffe wird angenommen, dass der Turm der Stiftskirche zu der Zeit diese Farbe bekam. Daher entschloss man sich, dem Kirchturm diese als ursprünglich angesehene Farbe zu geben."


    Quelle: Stift Dürnstein – Wikipedia



    Wenn ich diese kleine Exkursfrage stellen darf: Seid Ihr sicher, dass dieses Zartblau bei Gebäuden vor 1850 vorkam? Das hätte dann ja aus natürlichen Quellen, soweit ich weiß Indien, stammen müssen.


    Ein interessanter Einwand. Spontan fallen mir jedenfalls der Turm der Kirche von Dürnstein und der Katharinenpalast in Zarskoje Selo ein.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:D%C3%BCrnstein_(1).JPG


    https://de.wikipedia.org/wiki/Katharinenpalast

    Die gesamte so genannte „Altstadt“ zwischen Kulturpalast und Hauptbahnhof ist „ahistorisch“. Da ist dieser Platz noch das geringste Übel.


    Wo liegt bei solchen Beiträgen eigentlich der Nutzen? ´Waldorf und Statler´, aber ohne jeden Unterhaltungswert.


    Es geht hier nicht um die gesamte "Altstadt", es geht eben um genau diese Ecke.


    Warum meinen manche Zeitgenossen immer, gleich jede Diskussion und jedes Gedankenspiel abwürgen zu müssen!?

    Ich begreife nicht, dass Ihr Euch an diesem Haus abarbeitet. Da gibt es am Neumarkt wirklich wesentlich größere Fehlplanungen.


    "Abarbeiten" ist hier völlig unzutreffend. Man diskutiert ganz einfach über ein Detail.


    zeitlos hat ja nun zwei mögliche Farbvarianten gezeigt, vielen Dank! Ich finde beide passend.

    Das Hauptproblem dieses Gebäudes sehe ich nicht so sehr in seinem Nachbarn (wobei Ursus schon recht hat, die gleiche Traufhöhe und Dachform lässt es ‚billiger‘ erscheinen), sondern in der sehr einheitlichen Farbgebung, die aus dem Gebäude einen vertikalen und in meinen Augen unförmigen Schlauch macht.


    Ich habe mir mal auf die Schnelle erlaubt, das Erdgeschoss mit einer anderen Farbe einzufärben: das Gebäude wirkt auf mich nun harmonischer, auch filigraner und hebt sich stärker von seinem rechten Nachbarn ab.


    ... ein frappierender Unterschied!


    Dürfte ich Dich bitten, die oberen Stockwerke mal testweise in einem ´faden Blau´ einzufärben...!? Etwa die Richtung der spiegelnden Fensterflächen beim Hotel de Saxe!? Mir fehlen leider die nötigen Kenntnisse...

    An der (auf dem Bild) linken Ecke des Schlosses, wo die moderne Fassade anschließt, brauchen wir umgehend schnell hochwachsende Bäume, evtl. Pappeln, die das aus der Ferne kaschieren können. 8o;)


    Eigentlich bräuchte es den Apothekerflügel, um die Baumassen optisch quasi ins Gleichgewicht zu bringen und das "Gewicht" der Kuppel auf der anderen Seite auszutarieren.


    Mir ist an sich rätselhaft, wie das Ding getragen wurde. Als Anhänger wäre es richtig - der grüne Diamant quasi als Höhepunkt der Zusammenstellung nach unten orientiert. Bei einer Agraffe müsste er nach meiner Einschätzung aber mittig oder nach oben gesetzt sein.


    Das folgende Stück wiederum zitiert eine Aigrette (keine eingesteckten Reiherfedern, aber die Federn quasi aus Brillanten gebildet) und ist vielleicht mit einer Agraffe nicht direkt vergleichbar:


    https://skd-online-collection.…seum/Details/Index/117130


    Man sieht aber vielleicht, woran ich denke: Eine vertikale Entwicklung, nach oben hin immer prächtiger. Warum ´baumelt´ der Grüne also "untenrum"?

    Weil darauf mit einer gewissen Verständnislosigkeit reagiert wurde:

    Ich meinte den Letztzustand.

    Hat eine gewisse Nonchalance.

    Der Urzustand ist zwar - natürlich - sehr schön, dennoch vermeint man, es schon an die 137 Mal gesehen zu haben. Der Letztzustand ist da origineller und erfrischend unbekümmert.


    Ja, ich sehe es auch. Es hat etwas unbekümmertes, fast ein wenig skurriles. Ein "mir doch wurscht, was ihr über mich denkt".