Posts by Jakob

    In den Schlüterhof sind mal wieder merkwürdige Dinge hineingebracht worden.


    img_3183cvj30.jpg


    Das gefällt mir sehr gut. Leicht und heiter - und es nimmt der Fassade nichts.

    Sicherlich nur temporär, weil bald angeschmutzt und dann unansehnlich.

    Jedenfalls bleibt es beim Katharinenpalast und bei Dürnstein.


    Zitat:


    "Bei der Restaurierung in den 1980er-Jahren stieß man auf eine blaue Färbelung. Aufgrund der zahlreichen Rechnungen unter Propst Hieronymus über smalte-blaue Farbstoffe wird angenommen, dass der Turm der Stiftskirche zu der Zeit diese Farbe bekam. Daher entschloss man sich, dem Kirchturm diese als ursprünglich angesehene Farbe zu geben."


    Quelle: Stift Dürnstein – Wikipedia



    Wenn ich diese kleine Exkursfrage stellen darf: Seid Ihr sicher, dass dieses Zartblau bei Gebäuden vor 1850 vorkam? Das hätte dann ja aus natürlichen Quellen, soweit ich weiß Indien, stammen müssen.


    Ein interessanter Einwand. Spontan fallen mir jedenfalls der Turm der Kirche von Dürnstein und der Katharinenpalast in Zarskoje Selo ein.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:D%C3%BCrnstein_(1).JPG


    https://de.wikipedia.org/wiki/Katharinenpalast

    Die gesamte so genannte „Altstadt“ zwischen Kulturpalast und Hauptbahnhof ist „ahistorisch“. Da ist dieser Platz noch das geringste Übel.


    Wo liegt bei solchen Beiträgen eigentlich der Nutzen? ´Waldorf und Statler´, aber ohne jeden Unterhaltungswert.


    Es geht hier nicht um die gesamte "Altstadt", es geht eben um genau diese Ecke.


    Warum meinen manche Zeitgenossen immer, gleich jede Diskussion und jedes Gedankenspiel abwürgen zu müssen!?

    Ich begreife nicht, dass Ihr Euch an diesem Haus abarbeitet. Da gibt es am Neumarkt wirklich wesentlich größere Fehlplanungen.


    "Abarbeiten" ist hier völlig unzutreffend. Man diskutiert ganz einfach über ein Detail.


    zeitlos hat ja nun zwei mögliche Farbvarianten gezeigt, vielen Dank! Ich finde beide passend.

    Das Hauptproblem dieses Gebäudes sehe ich nicht so sehr in seinem Nachbarn (wobei Ursus schon recht hat, die gleiche Traufhöhe und Dachform lässt es ‚billiger‘ erscheinen), sondern in der sehr einheitlichen Farbgebung, die aus dem Gebäude einen vertikalen und in meinen Augen unförmigen Schlauch macht.


    Ich habe mir mal auf die Schnelle erlaubt, das Erdgeschoss mit einer anderen Farbe einzufärben: das Gebäude wirkt auf mich nun harmonischer, auch filigraner und hebt sich stärker von seinem rechten Nachbarn ab.


    ... ein frappierender Unterschied!


    Dürfte ich Dich bitten, die oberen Stockwerke mal testweise in einem ´faden Blau´ einzufärben...!? Etwa die Richtung der spiegelnden Fensterflächen beim Hotel de Saxe!? Mir fehlen leider die nötigen Kenntnisse...

    An der (auf dem Bild) linken Ecke des Schlosses, wo die moderne Fassade anschließt, brauchen wir umgehend schnell hochwachsende Bäume, evtl. Pappeln, die das aus der Ferne kaschieren können. 8o;)


    Eigentlich bräuchte es den Apothekerflügel, um die Baumassen optisch quasi ins Gleichgewicht zu bringen und das "Gewicht" der Kuppel auf der anderen Seite auszutarieren.


    Mir ist an sich rätselhaft, wie das Ding getragen wurde. Als Anhänger wäre es richtig - der grüne Diamant quasi als Höhepunkt der Zusammenstellung nach unten orientiert. Bei einer Agraffe müsste er nach meiner Einschätzung aber mittig oder nach oben gesetzt sein.


    Das folgende Stück wiederum zitiert eine Aigrette (keine eingesteckten Reiherfedern, aber die Federn quasi aus Brillanten gebildet) und ist vielleicht mit einer Agraffe nicht direkt vergleichbar:


    https://skd-online-collection.…seum/Details/Index/117130


    Man sieht aber vielleicht, woran ich denke: Eine vertikale Entwicklung, nach oben hin immer prächtiger. Warum ´baumelt´ der Grüne also "untenrum"?

    Weil darauf mit einer gewissen Verständnislosigkeit reagiert wurde:

    Ich meinte den Letztzustand.

    Hat eine gewisse Nonchalance.

    Der Urzustand ist zwar - natürlich - sehr schön, dennoch vermeint man, es schon an die 137 Mal gesehen zu haben. Der Letztzustand ist da origineller und erfrischend unbekümmert.


    Ja, ich sehe es auch. Es hat etwas unbekümmertes, fast ein wenig skurriles. Ein "mir doch wurscht, was ihr über mich denkt".

    (...)


    Im heutigen Deutschland gilt es als Zeichen politischer Reife, wenn man Jahre um einen Giebel und Sprossenfenster ringt und sich im Klein/Klein administrativer Belanglosigkeiten verliert. Mit pausbäckigem Ernst wird ein „demokratischer Prozess“ simuliert, der von Beginn an keiner war. Um nach unzähligen „abwägenden“ Scheindebatten ein ideologisch motiviertes Ziel, das von Beginn an feststand, „demokratisch“ zu ummanteln.


    (...)


    Clintwood_Sprachgott! Das ist eine eigene Liga.

    Es dürfte sich um jedenfalls 140 cm (plus x) handeln. Es kommt auch darauf an, ob man (in der jetzigen Situation) bis zur obersten Stufe oder bis zum Trottoir messen würde,


    Resurrectus verweist ganz richtig darauf, daß es auch bei der alten Verwendung keinen Balkon gab. Allerdings erklärt sich die ´breitgedrückte´ Kartusche usprünglich durch den Sims darüber, der quasi auf ihr lastet, sie aber auch überdacht.

    Vor paar Jahren war ich einmal beim Tag des offenen Denkmals bei einer Führung im Lapidarium.

    Wenn ich mich recht erinnere, wurde gesagt, dass man sich mehr Interesse der Bauherren gewünscht hatte,

    noch vorhandene Stücke wieder zu integrieren. (...)


    .... was eine gute Idee wäre, wenn es auch gut paßt. Bei diesem Torbogen, dessen Einbau hier bisher alle begrüßt haben, sehe ich das aber nicht als gegeben an, weil die nötige Höhe fehlt. Das wird ´lasten und drücken´. Eine besonders schöne Arbeit ist er meines Erachtens auch nicht, aber das wäre das geringere Problem.

    Majorhantines, Du hast da völlig recht. Das wird hier fast jeder unterschreiben. Und trotzdem habe ich einfach keine Lust, quasi in Nibelungentreue für das ´Hagen-von-Tronje-Haus´ in die Bresche zu springen. Ist jetzt so wie es ist, der Versuch war lobenswert - und nun Schwamm drüber und ab in die Deckung.