Posts by Jakob


    Das ist kaum diskutabel. Einfach nur groteskes Unvermögen.

    Also auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt alle schlagt: Ich finde die Idee gut.


    Und ich denke, dass man dies - sofern die echten Teile mittelfristig nicht wieder auftauchen sollten - in 10 Jahren machen wird (zumindest wohl für die 2-3 sehr prominenten Stücke und sofern es vom Dokumentationsstand und von der Technik her kann ).


    Diese völlig einzigartige Sammlung darf auf ewig m. E. nicht unvollständig bleiben.


    Ist nun, wie es ist - alles sehr ärgerlich. Aber ich hätte auch keine Probleme mit einer Rekonstruktion der zentralen Stücke, die nicht über die Maßen schwierig sein dürfte. Selbst von der Reichskrone gibt es Kopien.

    (...)

    Dass die Engel der Laterne zu dunkel sind um Einzelheiten zu erkennen, kann ich nach meinen Eindrücken vor Ort - zumindest bei sonnigen Lichtverhältnissen - nicht bestätigen. Die Kombination aus dunkel und vergoldet sieht schon sehr edel aus.


    Berliner Stadtschloss 6.6.20


    Ist eigentlich in dieser Frage das Bild von Eduard von Gärtner (Schloßbrücke / Einzug der Königin Victoria von England) schon diskutiert worden:


    http://www.laits.utexas.edu/be…rtner_ThePalaceBridge.jpg


    Nach meiner Einschätzung war die Vergoldung der Engel entweder 1861 vorhanden oder zumindest angedacht - sonst hätte das der penibel schildernde von Gärtner doch kaum so dargestellt.

    Schloss Monbijou eignet sich an sich gut für Verwendungen aller Art, weil die Innenräume längst nicht so hochkarätig wie im Berliner Schloss waren und Rekonstruktionen sich nicht in diesem Maße aufdrängen.


    Es wäre auch eine grandiose Kulisse für ein Bad mit Wellnessbereich. Spontan denke ich da an das Széchenyi-Heilbad in Budapest. Warum auch kleckern, wenn man doch klotzen kann! :wink:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Sz%C3%A9chenyi-Heilbad

    Aschaffenburg kann mit zwei großen Pfunden wuchern - dem Schloss Johannisburg zwischen Renaissance und Frühbarock und dem absoluten Unikum Pompejanum in grandioser Lage.


    Vergleichbar große deutsche Städte haben solche hochkarätigen Sehenswürdigkeiten überwiegend nicht.


    Ich erinnere mich an einen Hochsommertag vor über 20 Jahren auf dem Weg vom Schloss zum Pompejanum. Zauneidechsen auf dem Weg, streunende Katzen in der Sonne liegend. Und dann diese "römische" Villa. Einfach unglaublich.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…pejanum_Aschaffenburg.JPG

    Ich denke, ein „Einheitsbrunnen“ wäre heutzutage politisch nur durchsetzbar, wenn man, wie beim Neptunbrunnen die 4 Flussgestalten, gendergerecht Frauen, Diverse, das dritte Geschlecht und Männer darstellen würde. Selbstverständlich auch in dieser Reihenfolge. Alles andere wäre, besonders in Berlin, absolut rassistisch und menschenverachtend.


    Wenn man damit den Neptunbrunnen ´loseisen´ und für den Schloßplatz gewinnen kann, hätte ich mit einem "bunten" Brunnen überhaupt kein Problem. Irgendwo zwischen Tinguely und Niki de Saint Phalle. Das wirkt dann erst recht mit der monotonen, weissen Stella-Fassade im Hintergrund.


    Soll man doch zeigen, was man mit Vielfalt und Bunt und Trallalla zustande bringt. Das würde ich ganz entspannt sehen. Ein monumentales ´Stahl-Beton-Rost-Ding´ sähe ich aber kritisch.

    Keine Schmäh zu haben würde ich als anständig bezeichnen.


    "Schmäh haben" - das ist irgendwo zwischen Witz haben / gewitzt sein und Esprit beweisen.

    Einen "Schmäh führen" , das ist dann mehr eine Neckerei, ein Streich oder eine (evtl. auch etwas derbere) Gaudi.


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    Es ist toll, daß Kuppel und Laterne wieder da sind, aber organisch wirkende Zutaten zum barocken Baukörper sind es nach meinem Empfinden nicht.

    O.k., jetzt gesehen. Und eindeutig ein Mähnenlöwe mit Jüngling rechts. Auf dem Löwen erkenne ich nix, da ist vielleicht auch mein Laptop zu alt. Es dürfte kaum Herkules sein, der den nemeischen Löwen abmurkst,der bräuchte ja nicht noch eine Assistenzfigur.

    (...)

    In der östlichen Ecke (an der gegenüberliegenden Schmalseite) befand sich allem Anschein nach eine erwachsene weibliche Figur auf einem Panther reitend, begleitet von einem kleinen Knaben.


    Stilistisch kann ich es leider nicht zuordnen.


    Wo kann man denn da ein Foto sehen?


    Ariadne auf dem Panter würde vielleicht passen.


    Eine sehr bekannte Darstellung stammt von Heinrich von Dannecker:


    https://www.liebieghaus.de/de/…s/ariadne-auf-dem-panther

    Heute habe ich den Artikel bei Wikipedia über das sogenannten "Goldenen Rössl" gelesen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_R%C3%B6ssl


    Zitat: "1921 versuchten zwei Berliner Einbrecher das Kunstwerk zu stehlen. Sie brachen in die Sakristei ein und feilten das Ross und den Stalldiener ab. Als sie den Alarm auslösten, kam die Polizei, beim anschließenden Schusswechsel wurden beide Einbrecher verwundet, einer erlag seinen Verletzungen."


    Mehr sog i ned.

    @BautzenFan


    Der 11. Januar 1890 war ein Samstag, das dürfte wohl der wahrscheinlichste Wochentag für einen Hofball gewesen sein. Außerdem muß es vorgängig eine Staats- bzw. Hoftrauer gegeben haben, weil explizit erwähnt wird, daß die "Trauer" an seiner (Beamten-)Uniform abzulegen sei.
    Da Sie sicher ohnehin orientiert sind, um welchen Todesfall es sich 1889 gehandelt haben müsste, lese ich mich gar nicht erst lange ein...


    Die alternierenden Fenster sind nach meinem Eindruck die ästhetisch unglücklichste Lösung. Alles offen, das wäre (und war einmal) lichtdurchflutet, großzügig und beeindruckend. Eine Seite zu, das wäre (und war mal) praktikabel und akzeptabel. So sieht es aus dieser Perspektive unruhig und - durch die vorspringenden Vitrinen - ´verbaut´ aus.


    Man hat die Variante ausgewählt, die in der Geschichte der Residenz am längsten Bestand hatte, und das ist vertretbar. Die ansprechendste Lösung ist es aber nicht, das wäre meines Erachtens die Originalsituation (Fenster nicht zugesetzt) gewesen.