Der Altmarkt

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    • Warum sinnfrei? Er hat die AfD indirekt einer opportunistischen Intention beschuldigt. Derartiges soll man von politischen Parteien schon ums eine oder andere Mal gehört haben.
      Mir stellten sich ehrlich gesagt zunächst, nach dem ersten Lesen auch die Fragen: nützt das dem Gedenkgedanken, wenn dies aus der kleinen AfD kommt, wenn lso diese dies instrumentalisiert? Nützt es der AfD, die bisher so wacker dagegen ankämpfte, ins rechte Eck gestellt zu werden (was bis zu übelsten Selbstverleugnungen bzw gar Gesinnungschnüffeleien ging)?
      sicher kann man mir vorwerfen, diese Fragestellungen seien bereits krank, aber in Wahrheit ist dies nicht die Fragestellung, sondern die Realität, der sie entspringt. Darum meine ich, dass es im Moment besser ist, kein Denkmal aufzurichten und kein Gedenken zu inszenieren als das Gegenteil. Vorstöße der AdF braucht man auf jeden Fall ganz sicher nicht.
      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von ursus carpaticus ()

    • Mit Sicherheit ist die AfD eine fragwürdige Partei.
      Mit Sicherheit ist sie hier populistisch.

      ABER eines ist richtig: Den ALTMARKT verbindet - zumindest der Nichtdresdner - mit der Verbrennung der 7.000 Leichen nach dem 13.02.
      Die Sophienkirche dagegen steht - spätestens seit Lerm - für den finalen Höhepunkt sozialistischer Nachkriegskulturbarberei.

      Gewisse Orte sind durch die Geschichte so sehr besetzt, dass sie quasi selbst Denkmalcharakter haben.
      Eine Umwidmung der Sophienkirche wird da wenig erfolgreich sein.
      Man könnte da genausogut ein Denkmal gegen Apartheit in Hiroshima aufstellen oder ein Standbild von Papst Johannes Paul II in Mekka.

      Eine andere Tatsache ist es, dass gerade der Altmarkt in seiner großen Weite einen festen Bezugspunkt verlangen würde. Im Gegensatz zu allen anderen zentralen Plätzen hat er nichts, was ihn zusammenfasst. Ob das nun ein Denkmal, ein Brunnen, eine Vase oder sonstwas ist, scheint mir sekundär.
    • @"jojojetz"
      eine fragwürdige Partei

      Kannst Du im Gegenzug eine Partei nennen, die nicht fragwürdig ist? Vor allem mal eine von jenen, die für die Politik der letzten Jahrzehnte verantwortlich ist?
      dass gerade der Altmarkt in seiner großen Weite einen festen Bezugspunkt verlangen würde

      Hier geht es wohl nicht um die Schaffung einer beliebigen ästhetischen Blickachse, sondern um eine angemessene innenstädtische Erinnerung an die Zerstörung der Stadt und an tausende Tote.

      @"ursus c."
      Deine Logik verstehe ich nicht ganz. Weshalb ein Denkmal dem Gedenkgedanken widersprechen sollte, müsste erst einmal erklärt werden. Demnach würde also z.B. ein Denkmal für Euthanasieopfer oder Kriegsgefangene dem Andenken der Euthanasieopfer und der Kriegsgefangenen schaden? Ebenso hinsichtlich der AfD. Einerseits wird behauptet, sie instrumentalisiere nur das Gedenken zum eigenen Vorteil, ihr wird also unterstellt, dass das Projekt nicht aus ihrem Herzen käme, sondern nur dem Egoismus geschuldet sei. Andererseits stellst Du die Frage, ob es der AfD nutze? Also stellt die Partei eine Forderung auf, in der sie die Toten aus Eigennutz instrumentalisiert, um sich selbst zu schaden?
      Und dann wird noch gefragt, ob es dem Gedenkgedanken unnützlich wäre, wenn er von einer kleinen Partei käme. Ergo wären also nur die großen Parteien dazu berufen, Ideen über die Formen des Gedenkens zu äußern. Bloß, die großen Parteien haben ja nun Jahrzehnte dafür Zeit gehabt. Viel herumgekommen außer dieser unscheinbaren, politisch korrekt beschrifteten Sitzbank und der Mini-Bodenplatte, die allenfalls jemand bemerken dürfte, wenn ihm gerade die Ohrstöpsel des iphones durch ein Missgeschick aufs Pflaster gefallen sind, ist da nicht. Würde man allein die von dem selbsternannten Künstler Demnig in Dresdens Boden platzierten "Stolpersteine" aneinanderreihen, käme eine im Vergleich zu dieser Altmarkt-Bodenplatte monumentale Fläche zusammen. Dieses Ignorieren bzw. halbherzige Erinnern eines historischen Ereignisses von solcher Bedeutung ist bemerkenswert und wird späteren Sozialpsychologen einiges an Forschungsstoff liefern.
      Nun unterstelle ich Dir als letztes, das einstige Geschehen vergessen machen zu wollen. Und wir sind uns beide bewusst, in welch würdelosen, ideologisch verblendeten Zeiten wir leben. Natürlich kann man warten. Darauf setzt übrigens auch die andere interessierte Seite, die offen schreibt: "Zum einen hat auch Bürgermeisterin Helma Orosz ihre Unterstützung für das Projekt bekundet, zum anderen wird genau dasselbe Argument für den Bau eines solchen Denkmals ins Feld geführt, nämlich, dass nach dem Aussterben der Erlebnisgeneration, die Bombardierung angeblich vergessen werden würde, wenn es dieses Denkmal nicht geben sollte. Wie sie darauf kommen, und warum das jetzt so schlecht sein soll, wird nicht erklärt." (dresden1302.noblogs.org/post/2…20/dresdner-denkmal-wahn/) Nun ist das ein Pokerspiel? Werden die Zeiten besser oder schlechter? Fällt die 6 oder die 1? Einmal würfeln, bitte...
    • Haus Altmarkt/Star Inn

      Im Zuge der Sanierung des Baudenkmals, wurden Teile der Arkaden verglast.


      Dies betrifft das große Hauptportal und die südlich daran anschließenden Öffnungen.


      Die optische Beeinträchtigung hält sich zum Glück in Grenzen.

      Bilder sind von mir.
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • Vielen lieben Dank für die schönen Ausblicke!

      Wer nicht als Zimmermädchen getarnt die Örtlichkeiten inspizieren möchte, für den bietet das Star Inn am 28.03.2015 einen Tag der offenen Tür an.

      Abgesehen davon hat der Investor, die Berlinhaus GmbH, bereits ein weiteres Projekt in der Pipeline, zu dem man sich allerdings noch nicht äußern möchte. Mangels Alternativen wird es sich dabei aber wohl um ein Neubauvorhaben handeln.
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    • Altmarkt-Grundstück MK4

      Hat sich die CG-Gruppe nun etwa auch das letzte verbliebene Grundstück an der Altmarkt-Südseite gesichert?

      Aus folgendem Abschnitt im Deal-Magazine könne man es zumindest folgern:

      Die Standorte befinden sich im aufstrebenden Bezirk Friedrichstadt am Altmarkt, vis-á-vis dem historischen "Zwinger" und bei dem bedeutenden Projekt Quartier Q3/ 2 am Neumarkt, direkt neben der Dresdner Frauenkirche.


      Hier findet man den kompletten Artikel:

      deal-magazin.com/news/2/49530/…ig-um-bedeutende-Projekte

      Dieser scheint zwar vergleichsweise überhastet geschrieben worden zu sein, was allein der zitierte Satz eindrucksvoll belegt, muss aber in Anbetracht der derzeitigen Entwicklungsdynamik nicht zwangsläufig falsch sein. Wir werden sehen...
      Wahre Baukunst ist immer objektiv und Ausdruck der inneren Struktur der Epoche, aus der sie wächst. Ludwig Mies van der Rohe
    • bilderbuch schrieb:

      Die AFD fordert ein "würdiges Mahnmal" für die Opfer der Luftangriffe auf Dresden. Dieses solle auf dem Altmarkt errichtet werden, wozu man eine deutliche Aufwertung der derzeitigen "Gedenkstätte" in Erwägung zieht.


      Wie sieht es denn der Stand Germania am Altmarkt? Gibt es da ernst zu nehmende Unterstützung und Interesse?
    • kaffeesachse schrieb:

      Der Altmarkt - früher ein Parkplatz, heute genauso öde und kalt. Das ist meine Meinung. Schon etwas andere Leuchten als dieser schiefe Laternenmast(Flutlicht) und schon würde vieles anders wirken.
      Der Striezelmarkt hält die Massen weg von den vielen anderen, kleinen Weihnachtsmärkten. Das passt schon so. :)

      Ernsthaft, so eine freie Fläche für verschiedene jahreszeitliche Märkte, Stadtfest und andere zeitliche Aufbauten ist nicht schlecht. Man sollte vielleicht noch mehr Veranstaltungen planen, evtl. die Fläche in der restlichen Zeit auch für etwas "mobiles" nutzen.
    • Ich weiß ehrlich gesagt nicht, warum der Altmarkt immer zu diesem Dresdner Problemkind hochstilisiert wird, das er definitiv nicht ist. Bis auf den Kulturpalast würde ich die Randbebauung, auch die der Nachwendeära, als durchaus gelungen bezeichnen. Man schaue sich doch mal zentrale Plätze anderer, vor allem westdeutscher Großstädte an, wie zB der Stuttgarter Marktplatz, die Hauptwache in Frankfurt oder selbst den Marienplatz in München. Darüber hinaus, auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, war der Altmarkt auch vor dem Krieg kein Juwel. Über die Kahlheit der Platzgestaltung kann man streiten, aber die ist wohl wirklich auch dem Status des Platzes als zentraler Veranstaltungsort geschuldet. Der Neumarkt und das kulturhistorische Zentrum liegen ja nur einen Steinwurf entfernt, wer den Altmarkt wirklich nicht erträgt kann doch jederzeit dahin ausweichen.
      Der deutsche Pfad der Tugend ist immer noch der Dienstweg.
    • Pfälzer Bub schrieb:

      (...) Darüber hinaus, auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, war der Altmarkt auch vor dem Krieg kein Juwel. (...)

      Das ist natürlich eine Geschmacksfrage. Ich finde diese Platzansicht schon sehr ansprechend. Aber auch den aktuellen Altmarkt sehe ich nicht so tragisch. Mir fehlt da allerdings ein fettes Monument oder ein plätschernder Brunnen in der Mitte.
    • Aber bitte keine Germania, wenn dann eine Saxonia, jetzt, wo mancher die bösen Sachsen als unterbelichtete Nazi-Dunkelhüte ja so gern aus Muttis hach so weltoffener und toleranter Friede-Freude-Eierkuchen-Republik entfernt sehen würde...


      Aber im Ernst, eine Belebung der Platzmitte meinetwegen gern auch einhergehend mit der Fällung des Rudolf-Harbig-Stadion-Gedächtnis-Flutlichtmastes wäre dringend vonnöten. Auch wenn ich wirklich kein Fan von ahistorischen Translozierungen bin und die gebeutelte Friedrichstadt etwas Glanz durchaus nötig hat:

      Wie wäre es mit der leider ein völliges Schattendasein fristenden großartigsten Brunnenanlage , die diese Stadt zu bieten hat? Es wurde ja vor einiger Zeit in diesem Forum diskutiert, ob man ihn nicht auf den Neumarkt verfrachten sollte, wo sie aber aus meiner Sicht im Schatten der umliegenden architektonischen Höhepunkte verloren wirken würde. Ich finde allerdings, dass die Altmarktbebauung in ihrer historisierenden, aber trotzdem monumental-sachlich wirkenden Architektur einen würdigen Rahmen für dieses Kleinod bieten würde, und der Neptunbrunnen wäre dem Schattendasein in einem schnöden Krankenhausgarten entronnen.

      Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass die die historische Platzkante andeutenden (und bei schönem Wetter recht beliebten) modernen Wassserspiele der Ostseite ein wirklungsvolles Gegenstück zum barocken Brunnenkleinod abgeben würden. Wie war das denn mit den Kontrasten und Brüchen?

      Bleibt das Problem der technischen Umsetzung mit der darunter liegenden Tiefgarage, was sich auch beim Bau einer Denkmalsanlage o.ä. stellen würde. Aber eine Platzbelebung sollte den Verlust einiger Stellplätze doch locker aufwiegen, oder?
    • Diesen Masten muss man wirklich nochmal überdenken. Dass es ansprechendere Beleuchtung (in der Größenordnung) gibt, zeigen die großen Laternen am Neumarkt. Warum also keine elegante, chice Lösung für den Altmarkt?!

      Und JA - alles spricht FÜR eine zentrale Skulptur/Figur/Denkmal/Brunnen! Einfach aus der Historie heraus - muss ja kein Germania-Denkmal werden - aber mal "Kunst im öffentlichen Raum" mit Gedenk-Wirkung. Schließlich ist das Denkmal der Opfer des 13. Februar immer wieder Thema und stimmt die Wenigsten bisher zufrieden. Warum also keinen Neustart in dieser Debatte - der Herr Lunau findet sich und seine Arbeit doch so toll - kann er doch da mal ansetzen - besser als das Klokino wirds bestimmt.

      Man kann ja den Kopf der Germania (der im Stadtmuseum liegt) ja irgendwie mit einbauen - dann was aus Sandstein und Bronze, geschmolzenes Glas und etwas dauerhaftes Grün als Kunstwerk, würde dem Platz auch gut tun. Aber wahrscheinlich geht da der Stadt durch den Raumverlust Standgebühr für den Striezelmarkt verloren. *haha :D
    • Antonstädter schrieb:

      Ich finde allerdings, dass die Altmarktbebauung in ihrer historisierenden, aber trotzdem monumental-sachlich wirkenden Architektur einen würdigen Rahmen für dieses Kleinod bieten würde, und der Neptunbrunnen wäre dem Schattendasein in einem schnöden Krankenhausgarten entronnen.

      Der Neptunbrunnen würde auf dem Altmarkt schön, auf dem Neumarkt zwischen Frauenstraße und Jüdenhof noch schöner aussehen. Das ist Anspruch.
      Er steht in der Friedrichstadt, ist dort ein außerordentlich wichtiger Ankerpunkt und ist an seinem althergebrachten Standort nach einem langen Schattendasein nun glücklicherweise frisch restauriert. Das ist Wirklichkeit.
      Die Versetzung des Neptunbrunnens dürfte daher realistisch gesehen ein schöner Traum bleiben; und man sollte solchen Gedanken nicht allzu sehr nachhhängen, tut nicht gut.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
      rheinhessen.de
      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • efhdd schrieb:

      Man sollte vielleicht noch mehr Veranstaltungen planen, evtl. die Fläche in der restlichen Zeit auch für etwas "mobiles" nutzen.
      Bitte nicht noch mehr Veranstaltungen! Wenn der Platz dauernd mit irgendwelchen Märkten mit Zeugs belegt ist, die man auf jedem derartigen Markt findet, oder eine Eislaufbahn mit ständiger "Anton-aus-Tirol"-Beschallung, wird mir ganz anders. Ich fühle mich dann immer gedrängt, irgendwas zu konsumieren, und das mag ich nicht.

      Ich mag es sehr, wenn man einen Platz auch mal als solchen erleben kann, und nicht ständig Remmidemmi ist. Gefühlt ist der Altmarkt die Hälfte des Jahres mit irgendwas belegt, und nochmal ein Vierteljahr geht mit allem Auf-und Abbau hin. Ich bin kein Freund davon, öffentliche Flächen auf Teufel komm raus für private Gewinninteressen zu verwursten. Taugen die Dinge nur noch was, wenn man damit Geld verdient? Oder haben wir alle heute Angst vor einem leeren Platz und wollen immer irgendeine Zerstreuung, ist da eine Art Horror vacui vor der "Event-leere" entstanden?
    • Ein Markt ist nunmal, was ein Markt ist: ein Handelsplatz. Was ist daran also so verwunderlich, dass man ihn auch so genutzt sehen möchte?
      Sicher spielt auch der nostalgische Faktor mit hinein, dass in weniger technisierten Zeiten einfach mehr Straßenleben vorherrschte und solche Plätze in aller Regel ganzjährig belebter waren.