Posts by ursus carpaticus

    (...) entfernt, bezog sich auf gelöschte Beiträge. Franka


    Zur Sache: Ich denke, dass Heimdall hier nicht unbedingt recht hat, wiewohl das von ihm beschriebene Phänomen zweifellos in anderen Fällen durchaus real sein könnte.
    Hier geht es mE darum, dem "Landtag" ein Maximum an Authentizität zu geben. Und das finde ich auch richtig so. Das Stadtschloss im Herzen der Stadt verdient das. Dazu kommt natürlich eine Anspielung auf das gleichermaßen nur in Spolien erhaltene antike Griechenland, welches ja die architektonische Vorlage des Stadtschlosses abgibt.

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    und nun, da anscheinend durchsickert, dass er recht leidenschaftlicher Anhänger einer halbwegs originalgetreuen Reko ist, plötzlich ein Mega-Typ sein soll, den es gegen die Machenschaften bundesdeutschen Architektenschar zu beschützen gilt.

    No, und? Ist ja so. Oder sollma deshalb, also weil er recht leidenschaftlicher … in die Meute der bundesdeutschen Architektenschar einstimmen? Wäre doch widersinnig.
    Herrn Andreas Einwände gehen übrigens völlig ins Leere, sie sind unterm Strich sehr schlicht gestrickt und laufen auf das hinaus: Darf ich als Nichtkoch kritisieren, dass meine Suppe versalzen ist?
    maW: Darf jemand, der nicht künstlerisch veranlagt ist, einem vorgeblichen Künstler mangelndes Künstlertum vorwerfen?
    Um nichts anderes handeln seine Ein- und Vorwürfe, bringt man sie auf den Punkt. Raus kommt natürlich das übliche Duckmäusertum gegenüber formell als solche ausgewiesenen Autoritäten, die ja materiell nicht mehr angreifbar sind.

    Gute Frage...
    und für uns von Interesse: was wird aus der alten schönen beschaulichen Stadt Brandenburg? Wird es dort noch so etwas wie Verweilqualität geben?
    Von mir aus können sie sich mit der "Vollendung" ruhig zeit lassen, am besten für den St. Nimmerleinstag. Und was die Geldvernichtung betrifft: auch recht, fehlt das Geld halt bei anderen "Projekten". Es eh nur bedrucktes Papier, und je schneller das ins allgemeine Bewusstsein kommt, umso besser.

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    Der Goldmünzen-Raub war im März 2017. Und danach? Kein weiterer Einbruch dort.


    fällt dir dein Schwachsinn, den du da schreibst nicht auf?
    Ist es denn ein strahlender Erfolg, dass das Bodemuseum in den letzten zwei Jahren nicht ausgeraubt worden ist?


    den rest kann man sich schenken.
    ICh hätte natürlich das auch vornehmer formulieren können, bin aber gespannt, ob die objektive Moderation das Wort "Schwachsinn" durchgehen lässt und wieder mal jegliche Reziprozität mit Füßen tritt.

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    Das wäre eine Möglichkeit, aber sicher weiß das natürlich niemand.

    außer rastrelli.

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    ein Notwehrtatbestand liegt hier schlichtweg nicht vor

    dunning-Kruger-Effekt in Reinkultur.



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    Ich verstehe auch nicht wie man sich wünschen würde, dass da irgendwer eine Schießerei im Grünen Gewölbe anfängt, denn das hätte nicht unbedingt den Raub verhindert.

    Nicht unbedingt, aber höchstwahrscheinlich. Allerdings, selbst wenn nicht, muss man jeglichen Widerstand deshalb gleich ganz sein lassen?


    Aber ich verstehe, dass das Schießen auf Einbrecher eine jener sattsam bekannten viel zu einfache Antworten auf komplexe Fragestellungen darstellen würde.

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    Es ist eben etwas anderes als der einfache Einbrecher, der sich nachts in dein Wohnzimmer schleicht, den man dann schlaftrunken überrascht und dann unvorhersehbares passiert.

    wieso sollte der überraschte Einbrecher schlaftrunken sein?

    Sicher, geschmacklos.
    Wobei die Krokodilstränen der Politiker wirklich läppisch sind. Von nationaler Katastrophe zu sprechen, ist mehr als übertrieben. Noch dazu, wo die nationalen Interessen ohnedies mit Füßen getreten werden bzw wo es gar keine solchen mehr geben soll/darf.
    Kunstraub hingegen hat es immer gegeben, in der Tat. Für den kulturellen/gesellschaftlichen Verfall scheint nicht der Raub an sich, sondern die offensichtliche Wehrlosigkeit signifikant, die sich in maßgeblichem Umfang in den Köpfen eingenistet zu haben scheint. Tenor auch hier: Hauptsache, es ist zu keinem Waffengebrauch gekommen. Man stelle sich vor, einer der Täter wäre angeschossen worden.
    Siehe auch die Infragestellung des Notwehr/hilfe/rechts. Dass man überhaupt auf eine derartige Idee kommen kann, spricht mE Bände über die Befindlichkeit dieser Republik.

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    Quote from nothor

    Soweit ich in meiner halbjuristischen Ausbildung gelernt habe ist der Schusswaffengebrauch absolut ungerechtfertigt,

    Hier ist nur ein Wort maßgeblich: HALBJURISTISCH.
    das heutige Deutschland ist ja bekanntlich zu vielem instande, wie auch einige Kommentare hier belegen.
    Über das Vorliegen von Notwehrrecht in einem derartigen Fall kann indes nicht einmal bei den heutigen von Philon angedeuteten Verwerfungen ein Zweifel bestehen.



    Vgl folgende Wikipedia-Ausführungen:

    Quote from wiki

    Die Gebotenheit der Notwehr kann entfallen, wenn zwischen dem angegriffenen und dem verletzten Gut ein deutliches Missverhältnis besteht. Dies folgt daraus, dass eine deutlich unverhältnismäßige Reaktion den grundlegenden Geboten der Rechtsordnung widerspricht, insbesondere dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit und dem Verbot des Rechtsmissbrauchs.


    Ein extremes Missverhältnis kann beispielsweise bei der Drohung mit dem Tod zum Schutz eines Wegerechts vorliegen.[74] Es liegt ebenfalls vor, wenn der Täter eine geringwertige Sache stiehlt (§ 242 StGB) und dies mit tödlichem Schusswaffengebrauch vereitelt wird.[75] Die Schwelle zur Geringwertigkeit ist in der Rechtswissenschaft umstritten, einige Stimmen gehen in Anlehnung an § 243 Absatz 2, § 248a StGB von 50 € aus,[76] andere von 100 € bis 200 €.[77] Bereits der Diebstahl mittelwertiger Gegenstände darf nach herrschender Meinung jedoch auch mit einer tödlichen Abwehrhandlung vereitelt werden, sollten mildere Mittel nicht zur Verfügung stehen.[60][61] Das generelle Verbot zur Tötung von Menschen zum Schutz von Sachwerten, das in Art. 2 Absatz 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention normiert ist, setzt der Gebotenheit der Notwehr nach vorherrschender Auffassung in der Rechtswissenschaft keine Grenzen, da sich die Vorschrift lediglich an Hoheitsträger richtet

    Das dürfte doch für entsprechende Klarheit schaffen.
    an und für sich sollte man von bewaffnetem Security-Personal erwarten, dass es zu Notwehr- bzw Nothilfemaßnahmen verpflichtet ist.

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    Wenn der Alarm anschlägt, weiß ja erstmal niemand, ob 1 unbewaffneter Kunstliebhaber oder eine Bande von 10 Killern mit Maschinenpistolen im Anmarsch ist.

    Was macht ein unbewaffneter Kunstliebhaber in der Nacht im Museum? Irgendwie wird das Ganze schon grotesk.



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    Das ganze Sicherheitkonzept sollte darauf ausgelegt sein, Zutritt und Rückzug möglicher Täter zeitlich maximal in die Länge zu ziehen und gut beobachtbar zu machen


    Vielleicht sollte man noch ergänzen: um Leben und Gesundheit möglicher Täter zu garantieren.
    Irgendwie erinnert mich das an die Achgut-Aussagen:




    Weit ist das nicht voneinander entfernt...

    Ich halte Kriers Entwurf für wertlos. So schemenhafte Zeilen erinnern an den trostlosen Ulmer Münsterplatz (W-Seite).
    Ohne einzelne Nachbildungen mit Liebe zu Detail kann nichts Rechtes gedeihen. Danzig ist da ein gutes Beispiel, das man sich zum Vorbild nehmen sollte.

    Es ist sicher ein symptomatischer Vorfall für dieses kaputte Land. Irgendwer hat den Vergleich mit der Eremitage angestellt, das war gelungen. Ich hab da auflachen müssen.
    Securitys, die vor Angst toter Mann spielen, Vorgesetzte, die dieses Verhalten in Schutz nehmen, Polizeifahrzeuge, die in Anbetracht der Lage - Stromausfall, Alarm aus dem GG - noch ein paar zusätzliche Runden drehen - bei uns schon eine beliebte Methode, um gewisse Tatorte nicht zu früh zu erreichen - all das gibt es ganz sicher auch in Russland zuhauf.
    Aber sicher werden sich die Schönredner hier wieder durchsetzen.