Posts by ursus carpaticus

    Filialkirche Laas2.JPG

    Wieder sein mir im Windischen unterwegs Laas (Laz), St. Andreas, heute Teil von Kötschach-Mauthen oder Koče-Muta . Von außen a typisch kantnarisches Londkiachal. Durch diese Pforte müssen wir schreiten.


    800px-Filialkirche_Laas5.JPG

    Vom Chorgewölbe gibt's wieder mal nichts Gescheites:

    https://mapio.net/pic/p-64829984/

    Wieder der Lienzer Stern also.


    Die Sensation ist jedoch das Langhaus:


    800px-Filialkirche_st._andreas_-_laas_-_c.cossa.jpg




    Schlepplift Laas | Mapio.net



    Laaser Andreaskirche | Mapio.net


    Geoparkwanderung am 17.5.2014 Alpenverein


    Hier also ein Hauptwerk Bartlmä Firtalers, eines seiner blumenhaften Schlingrippengewölbe...

    Hat das noch was mit Gotik zu tun??

    Abgesehen davon: Was hat das mit vermittelbarem "Kulturverständnis" zu tun? Die Täter hatten ja gerade "Kulturverständnis". Die Idee der Verbrechensprävention mittels Beibringung von Kulturverständnis ist gerade in jenem Bereich (Vermögensdelikt im "gehobenen" Bereich) reichlich naiv.

    Der folgende Exkurs hat mit der MSG nix zu tun. Anders als in Göss und Eberndorf zeigen sich keine Parallelen und Beeinflussungen durch die MSG. Hier soll nur sozusagen zu Vergleichszwecken ein anderer, noch drastischerer Sonderstil gezeigt werden.

    Das erste Beispiel ist eindrucksvoll, aber vergleichsweise harmlos.


    Die Villacher Stadtpfarrkirche mit seiner eindrucksvollen Halle würde sich als originelle Sonderlösung auch innerhalb Sachsens einen gewissen Rang verschaffen. Die Rundpfeilerlösung, vermittelt über Hans von Burghausen(Salzburg, Franziskanerkirche, Straubing), ist natürlich in Sachsen fremd.

    Hier zeigen sich spezifische "Kärtner Eigenheiten" in der Gewölbegestaltung, vor allem die Neigung zu Kurvenbildung, die jedoch mit den "traditionellen" Formen von Schlingrippengewölben, wie wir sie auch in Eberndorf sahen, nichts zu tun haben. Die Assymetrie besteht in zwei Ebenen Richtungen, das linke Seitenschiff ist ungleich konventioneller gestaltet, und die äußeren Joche des Langhauses sind in sich nicht symmetrisch.


    1024px-Villach_-_St_Jakob_-_Innenansicht1.JPG



    Das nur zum Einstieg. Sodann ein kurzer Abstecher ins benachbarte Osttirol, was gar nicht so unsystematisch ist, denn der Künstler, mit dem wir im Folgenden zu tun haben werden, stammt aus dem Pustertertal, und er wirkte auch dort, etwa hier an Seite seines Vaters, in der Michaeliskirche zu Lienz.


    Leider sind einstellfähige Bilder dieses ziemlich unbekannten Baus Mangelware


    Michaelskirche - Lienz


    Mit derselben floralen Motivik des Chors ist auch die Langhaushalle geschmückt.


    Die Michaelskirche hab ich bei meinem bislang einzigen Aufenthalt in Lienz glatt übersehen... Das ist kein Wunder, wenn man über sie nichts weiß und sie daher nicht gezielt ansteuert. Sie dient nur noch für Sondergottesdienste und ist fortwährend geschlossen.


    Hier findet man Bilder:


    http://wikimapia.org/15674090/de/Michaelskirche


    Bilder 3 und 4


    Michaelskirche                Michaelskirche


    Die Rede ist von Bartlmä Firtaler oder Vierthaler.


    Damit begeben wir uns nach Feistritz an der Drau.

    Von außen schaut die dortige Georgskirche jedenfalls nicht nach wertvoller Sakralgotik aus...


    800px-Pfarrkirche_Feistritz_an_der_Drau_-_total_view.jpg

    Katholische Pfarrkirche St. Georg


    Firtalers Anwesenheit in Feistritz ist belegt, wenngleich er an dieser Kirche nicht mitgewirkt hat. Sie diente ihm offensichtlich als Vorbild.

    Hier liegt die Wurzel für Firtalers floralen Stil: Wie man mittlerweile weiß, stammt dieses Gewölbe von Viertaler:

    1280px-Feistritz_Drau_St.Georg_Gew%C3%B6lbe_Langhaus.jpg




    File:Feistritz an der Drau - Pfarrkirche Hl Georg - Vault.JPG - Wikimedia  Commons




    1024px-Feistritz_Drau_St.Georg_Orgelempore.jpg

    Westempore


    File:Pfarrkirche Feistritz an der Drau - vault of the gallery.jpg -  Wikimedia Commons

    Gewölbe unter der Westempore.

    Heimdall, ich finde schon ,dass Reik in #430 recht hat. Diese Veränderungen haben halt in dem Film noch nicht stattgefunden. Gute alte Zeit...

    In Bezugnahme auf das von dir wohl eher Gemeinte ist abgesehen von diesem ethnischen Aspekt vor allem zu konstatieren, dass diese Gesellschaft, die dort gezeigt wird, keine amerikanisierte ist. Dh jeder gibt sich nüchtern, ohne fortwährend gute Laune oder positives Denken oder "gut Draufsein" etc ausstrahlen zu wollen. Abgesehen davon gefällt mir die im Standbild gezeigte Frau ziemlich gut, sie strahlt eine in der heutigen Welt völlig verlorengegangen Attraktivität aus.

    Wenn du das alles als "piefig" bezeichnen willst...

    Sorgen haben die Genderapostel... Politische Ideologie versus Grammatik, bzw Sprachstruktur.

    Es heißt Generaldirektor wie Landeshauptmann, Bundeskanzler etc. Oder sagt wer bei euch Frau Bundeskanzlerin?

    Outdated ist bei uns glücklicherweise noch nicht in Mode, aber da geb ich mich keinen Illusionen hin. Danke aber für die Übersetzung, ohne diese Hilfe hätt ich das nie verstanden...

    Zum Thema bzw Verwandtem:


    Das sollte dann aber auf alle Orte ausgeweitet werden. Verbunden mit den mittels GPS übermittelnde Daten könnte dann von jedem ein lückenloses Bewegungsprofil erstellt werden. Wenn dann jeder Täter durch die Nutzung der so gewonnen Daten sofort überführt werden kann, wird es bald viel weniger Verbrechen geben, da jeder potentielle Täter mit seiner umgehenden Entdeckung rechnen muss. Und die Unschuldigen könnten auch immer leicht ihr Alibi beweisen.


    Schöne neue Welt.

    Dem stimm ich wieder einmal völlig zu. Jedes Wort richtig, jede Ironie richtig gesetzt.

    Wer will das wirklich, gerade von uns??? So wichtig ist der Museumsbetrieb wieder auch nicht, dass derart gesellschaftliche und politische Änderungen vollzogen werden, die uns empfindlich treffen können. Nicht vergessen, in welchen Staaten wir leben! Wer von uns identifiziert sich noch damit, wer von uns hat noch Vertrauen?


    Man soll um Himmels Willen nicht so tun, als ob das leicht verfügbare Instrumentarium zur Sicherung des GrGe auch nur annähernd ausgeschöpft oder auch nur eingesetzt worden ist. Mit Wachpersonal, das sich im Zimmer einschließt, das sogar zu feig ist, das Licht einzuschalten, ist halt kein Staat zu machen. Woanders wäre eine solche Pflichtvergessenheit undenkbar bzw jedenfalls nicht toleriert.Wenn das seitens der Verantwortlichen bzw der deutschen Öffentlichkeit niemand beanstanden will, - na bitte. Deshalb aber braucht man uns Normalstaatsbürger nicht rund um die Uhr überwachen und belästigen.

    Wir brauchen keine Anlassgesetzgebung, schon gar nicht aus solchem Anlass, wenngleich diese dem politischen Establishment ohnedies stets willkommen genug ist. Siehe "Terrorbekämpfung". Siehe OK -§ in Österreich, der bisher gegen Tierschützer und Identitäre eingesetzt worden ist - beide Male zwar ohne Erfolg, aber der böse staatsanwaltschaftliche Wille hat hier durchaus fürs Werk zu gelten.

    Einige Kommentar zur Diskussion.


    Hört man eigentlich was in Sachen Unschuldsvermutung? Ich meine nicht dieses Forum, sondern in den (Massen-Medien). Die müsste für missliebige Clans ja letztlich auch gelten.


    "Frau Generaldirektor" ist sowas von outdated und peinlich!

    Rastrelli, was Peinlichkeit betrifft, so führe ich diesen Satz mal nicht zu Ende, zumindest inhaltlich. Auf das Wort Outdated bin ich in der Praxis noch nie gestoßen. Du willst ja offenbar ganz … indated??? sein. Natürlich heißt das Frau Generaldirektor, was denn sonst? Außer allenfalls in der direkten Anrede. Sonst bräuchte man ja das "Frau" nicht.

    Die Belehrung der Frau Generaldirektor hatte natürlich etwas Albernes an sich.

    Was will die Frau damit eigentlich sagen?

    sie möchte appellieren, die Straftat als das, was sie ist, anzusehen und entsprechend zu ermitteln: eine Straftat. Ganz ohne rassistische, religiöse oder ideologische Vorurteile und Ressentiments.


    Vorurteile und Ressentiments haben in Strafverfahren bekanntlich nix verloren, und schon eine derartige Unterstellung wäre ein ziemlicher Affront. Die Frau Generaldirektor hat die StA bzw Polizei sicher nicht zu belehren. Sie weiß das natürlich und sie weiß auch, dass alle wissen, dass sie das weiß. So kann man das nur als rhetorische, sinnbefreite Floskel ansehen, mit welcher sich die gute Frau Generaldirektor ins rechte, nein, das ganz sicher gar nicht, das geht nicht, ins... richtige, ins gute Licht setzen will. Schauts doch her, wie gut ich bin. Ich mahne ein.

    An sich eine sinnbefreite Frechheit, die in unserer komplett verblödeten Medienwelt niemandem mehr auffällt.

    Wir sind alle keine Kriminalisten und wir sollten von der Bekämpfung der Ursachen Abstand nehmen.

    Was ist das für ein Satz. Erstens sind Kriminalisten für die Ursachen von Verbrechen nicht eigentlich zuständig, sondern für deren Aufklärung bzw deren Abwendung. Zweitens - wer hat von "uns" irgendwas bekämpft? Welche Ursachen? Da käme man ja ganz schnell ins Kriminal. Aber das Recht, Ursachen beim Namen zu nennen, fällt an sich unter Meinungsfreiheit. Das sollte man sich nicht nehmen lassen.

    Der Rest ist ja ganz lieb. Der STAAT hat übrigens gar nix einzufordern, sondern allenfalls abzuschöpfen. Einfordern muss der Geschädigte. Das wird er auch tun. Die Frage ist, ob mit wieviel Erfolg.


    Besser fände ich eine Diskussion wie man im Rahmen einer gesellschaftlich akzeptablen Lösung diese ganze Clanstruktur in Sippenhaft nehmen kann.

    Welche Stellen im Grundgesetz müssten dafür angegangen oder mittels neuer Gesetzgebung eingeschränkt werden?

    -mein Vorschlag: bei begründetem Verdacht auf Clanstruktur Beweislastumkehr von Vermögensherkunft.

    Das geht überhaupt nicht, das ist rechtsstaatlich völlig absurd. Sippenhaftung ist völlig daneben, widerspricht allen strafrechtlichen Grundsätzen und hat auch im Abschöpfungs- oder Exekutionsrecht nix verloren. Irgendwas in diese Richtung einführen zu wollen, ist blanker Wahnsinn. Seebastian, ehrlich, willst du DIESEM Staat derartige Instrumente in die Hand geben? Gegen wen werden sie wohl als erster eingesetzt, hast du eine Idee?

    Gegen die Clans hat man nur die Instrumentarien der OK-Bekämpfung. So wenig ist das übrigens gar nicht. Allenfalls natürlich hätte man eventuell fremden- oder staatsbürgerschaftrechtliche Optionen. Unter gewissen Bedingungen kann die Staatsbürgerschaft aberkannt werden, das könnte man ausweiten, zB wenn bei Gefährdung der allgemeinen Sicherheit oder was weiß ich. Darüber könnte man theoretisch nachdenken. Praktisch... na ja, frag mal Rastrelli oder Tegula, was sie davon halten. Aber die Sippenhaftung vergiss ganz schnell.


    Apropos:


    Quote from Tegula

    dass endlich unter all diesen kriminellen Ausländern aufgeräumt wird?

    Fändest du das wirklich so schlecht, Tegula?

    Wir wollen uns mit dem reichen Bestand der Steiermark nicht weiter abgeben, dieser ist nicht unser Thema, sondern uns mit Kirchen in österr. Süden befassen, die wie in Göss der Fall eine gewisse Bezüglichkeit zur MSG aufweisen.

    Deshalb gehen wir weiter nach Kärnten, in den südlichen, windischen Teil, nach Dobrla vas, zudeutsch Eberndorf.


    Stadtkirche (Bad Wimpfen) - Wikiwand


    Nein, das ist nicht Eberndorf, auch woanders gibt es wunderschöne gotische Kirchen. Wimpfen am Berg, das in unserem Zusammenhang eine gewisse Rolle spielt. Brucher et alii vermuten das Gewölbe als frühes Werk Benedikt Rieds und somit als wichtiges Frühstadium für diverse Schlingrippengewölbe, ua auch Eberndorf, vor allem jedoch als experimentell wegweisende Leistung für den Wladislaw-Saal und die Kuttenberg Barbarakirche. Ein Künstler muss "vor seiner Prager Tätigkeit gewichtige Proben seines Könnens erbracht haben, denn ein unbewährter Mann wird nicht königlicher Werkmeister am Hradschin." (Buchowiecki). Benedikt Ried war in der in Frage kommenden Zeit in Schwaben.

    Die Ähnlichkeit zu Wimpfen liegt auf der Hand:


    800px-Eberndorf_innen.jpg



    Hier nun das Eberndorfer Schlingrippengewölbe, das - in seiner Art! (Schlingrippengewölbe gibt es hier sehr wohl, wie wir sehen werden!) - in Kärntens Kulturlandschaft einzigartig ist und in Richtung MSG verweist:



    1920px-Eberndorf_Schlingrippengew%C3%B6lbe.jpg


    Man vermutet, dass dieses Langhaus von Steyrer Bauleuten errichtet wurde (Gewölbe 1506), die mit dem Riedschen Stil bekanntlich schon in Berührung gekommen waren. Darüber hinaus bestehen Parallelen zu MSG-Kirchen, nämlich, was das Gewölbe betrifft, zu Sindelburg:


    csm_aschbach_2016_08_e12ff859b1.jpg


    und in der Wandpfeilerbehandlung auch zu Steinakirchen aF.


    5172917002_774a303293_z.jpg


    und auch zu Saxen:



    5195416343_aa9fc39b34.jpg


    hier die Eberndorfer Wandpfeiler- Emporen-Lösung:

    Eberndorf, Orgelempore der Stiftskirche Maria Himmelfahrt (04.10.2013)



    Die Singularität des Eberndorfers Gewölbe innerhalb Kärntens legt den Schluss nahe, dass diese Übereinstimmungen keinesfalls zufällig zustande gekommen ein können.

    Über die Beschaffenheit "normaler" Kärntner Schlingrippengewölbe dann mehr im fulminanten Folgebeitrag!

    Dieses politische Gedöns ist wirklich nicht auszuhalten, Exilwiener, ebensowenig wie dieser Lobpreis der unternehmerischen Tüchtigkeit. Was diese Angelegenheit betrifft, gehört sie nicht hierher, wie deine politischen Ergüsse, und ich will, ja darf dazu nichts sagen.

    Eine Außenansicht einer denkmalgeschützten Villa darf man aber meiner Moralvorstellung nach nicht mittels hoher Hecke vor der Öffentlichkeit abschirmen. Was hat man von einem Bauwerk, das keiner sehen kann?

    Genau, Königsbau... Hoffnung für das Stadtbild - gut geschnittene Hecken... wunderbar im übrigens bedeutedenden Straßenbild der Gloriettegasse. Guckst du mal meine Links zum Alt-Wien-Strang.

    Leider tut der gute private Bauherr sein Anwesen vor der Öffentlichkeit völlig verschließen, zumindest damals als ich dort war:

    http://farm3.static.flickr.com/2507/3776165546_73fa97f903_b.jpg\r farm3.static.flickr.com/2507/377 ... f903_b.jpg http://farm4.static.flickr.com/3527/3775362347_51d7d67dd2_b.jpg\r farm4.static.flickr.com/3527/377 ... 7dd2_b.jpg http://farm3.static.flickr.com/2482/3775391169_c2191d1b13_b.jpg\r farm3.static.flickr.com/2482/377 ... 1b13_b.jpg http://farm3.static.flickr.com/2639/3776200380_6ef96b1982.jpg\r farm3.static.flickr.com/2639/377 ... 6b1982.jpg


    Das aktuelle Wiki- Bild ist natürlich ungleich freundlicher:

    https://de.wikipedia.org/wiki/…lla_Skywa-Primavesi_5.jpg


    Aber auch hier hat man nur während der kalten Jahreszeit einen guten Einblick. Ich lehne derlei ab. Eigentum ist Diebstahl, in dieser Form zumindest jedenfalls . Privat heißt ja beraubt.

    Wie Österreich im Ganzen sind auch die Steiermark und Kärnten Länder der Gotik.

    Das klingt nach Binsenweisheit - die Sakralarchitektur (nicht nur) Mitteleuropas ist nun einmal gotisch geprägt. Es gibt in Süddeutschland eine Reihe Städte mit enormem romanischem Vorbestand und dann erst wieder reichem Barock: Würzburg, Mainz, Bamberg, Salzburg, aber selbst in diesen Städten gibt es regelmäßig wertvolle gotische Sakralbauten. Wenn man die Steiermark oder Österreich im Ganzen als Land der Gotik bezeichnen will, so kann damit nur die hohe Qualität gemeint sein. Mir will scheinen, dass, was jedenfalls den sakralen Bereich betrifft, das "architektonische Heldenzeitalter" der österr. Länder in der Gotik und nicht wie allgemein stillschweigend angenommen aufgrund einzelner wahrzeichenhafter Bauwerke à la Stift Melk und Karlskirche im Barock zu suchen ist. Im säkularen Bereich wird man die Stadt und Land prägende Masse an hochwertigen barocken Fassaden, die sozusagen zum Phänotyp einer alten und materiell nicht verdrängten Kulturlandschaft wurden, nicht leugnen können. Aber im Sakralbereich gibt es wenig, das mit der höchsten Qualität der westlicheren süddt. Kulturlandschaften mithalten kann, und auch der Rest Deutschlands mitsamt seiner Peripherien im Osten (Böhmen(Mähren/Schlesien)braucht sich da nicht zu verstecken. Spitzenwerke wie Vierzehnheiligen, Wieskirche, Asamkirche etc wird man ohnedies nicht finden. Fischer und Hildebrandt, geschweige denn Prandtauer haben die von den Dientzenhofers und B. Neumann weiterentwickelte Guarineske nicht verstanden bzw sind ihr gleichgültig gegenüber gestanden.

    Was jedoch die gotische Epoche anbelangt, so gibt es solche österreichischen Spitzenleistungen in großer Zahl, es fehlt lediglich an monumentaler Größe, was letztlich zur Nichtwahrnehmung auf internationaler (und auch nationaler Ebene) geführt hat. Die Zahl an großen Domen des Mittelalters ist überschaubar - dem allseits bekannten Stephansdom folgen mit beträchtlichem Abstand mittelprächtige Kaliber wie Wiener Neustadt und etliche Stiftskirchen, Seckau, Gurk, Lilienfeld, Zwettl, zumeist allerdings romanisch geprägt, wie auch der phänotypisch barocke Dom zu St. Pölten.

    Im kleineren und ländlicheren Bereich jedoch findet man Kleinodien ohne Ende, die MSG ist hier als Kulturlandschaftliches Phänomen nur ein größerer (wenngleich qualitativ wie kulturhistorisch besonders bedeutender) Mosaikstein.


    Stichwort Steiermark- wer kennt was vom Folgenden, hat schon was davon gesehen oder auch nur gehört?

    Kirchenburg St. Oswald | Steiermark Urlaub



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    Stift Neuberg an der Mürz


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    Gotische Hallenkirche Pöllauberg - church on Mount Pöllau | Mapio.net




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    Die Photodomumentation im Netz ist erstaunlich schlecht. Von einigen regelrechten "Starobjekten" ist gar kein rechtes Bild aufzutreiben.

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    Das wird wohl niemand erkennen, aber es zeigt, wie unsinnig es ist, das Phänomen der Schlingrippengewölbe regional eingrenzen zu wollen, etwa wie es ein österr. Kunsthistoriker wollte, der etwas von einem Donaustil schrieb. Die Spätgotik trieb in unseren Ländern überall ihre Blüten und brachte große originelle Ergebnisse. Kann man die Schlingrippen als Pendant zum "Weichen Stil" in Malerei und Plastik sehen? Auch das gilt heute als eher verfehlt. Die Schlingrippengewölbe blieben da zu sehr in der Minderheit. In der Tat sind sie in einem mit der Spätgotik so assoziierten Kulturraum wie Obersachsen weit weniger ausgeprägt als in Österreich.

    Ausgehend von unserem Gebiet, der MSG, zu deren Repertoire es - unter anderem, diese Betonung ist fürs Verständnis wichtig - zählte, ohne das eigentlich Bestimmende zu werden, haben wir uns etliche Kirchengewölbe dieses Typs in anderen Regionen angeschaut.

    Hier ein wie ich meine recht unbekanntes Beispiel aus einer bislang noch nicht untersuchten Region, das auch größenmäßig mit den obersächsischen Beispielen mithalten kann - die ehemalige Stiftskirche zu Göss, heute Teil von Leoben, in der Steiermark.

    Das Gewölbe ist ungleich schwerer zu lesen als Annaberg, Brüx oder Kuttenberg und erscheint damit eher Weistrach und Königswiesen vergleichbar. Wie in der MSG spielt die Bogenraute eine entscheidende Rolle, verglichen mit der "abstrakteren" MSG wird die Ornamentik am ganzen ziemlich floral. Die hochgezogenen Scheidebögen verleihen dem Staffellanghaus eine hallenartige Wirkung, was wohl auch intendiert gewesen ist (Enstehungszeit um 1510). Die würfelförmigen Kastenkapitelle, in welchen die Rippenenden wie abgeschnitten wirken, sind wohl von St. Valentin inspiriert.



    5053747886_b5aacbb095.jpg


    (St, Valentin)


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    (Krenstetten)

    Dabei finde ich Stammtischniveau nicht besonders beleidigend. Wer sagt denn, dass Tegula mit meinem Stammtisch intellektuell mithalten könnte? Womöglich würde er nicht einmal unseren Dialekt verstehen! Eher lässt das Wort Rückschlüsse auf seinen Verwender zu. Er hat es nicht erfunden, er sagt es nach, übernimmt die Terminologie eines anderen, obwohl diese bei näherer Betrachtung sinnfrei ist. Stammtisch ist doch nichts apriori Schlechtes. Besuchen Akademiker wie Tegula (oder nicht zuletzt meine Wenigkeit) nicht auch Wirtshäuser und bilden dort Stammtische heraus?

    Ob Tegula, ohne ihm nahetreten zu wollen, wirklich so sehr "westlich" ist?

    Und ist das in der Tat ein West-Ost-Konflikt? Nicht nur in Dresden war die Wiederherstellung von "Bestzuständen" gang und gäbe, schon seit dem Sozialismus (Blockhaus) bis zur Rampischen 1. Auch im Westen finden sich genügend Beispiele, allerdings höchst fragwürdiger Natur (mir fallen nur solche momentan ein), wo zu vereinfachender und daher kostengünstiger Romanik gegriffen wurde (Köln Maria iK., wo man sogar erhaltene hochgotische Teile eliminiert hat, Hildesheim ganz massiv, Dom, in St. Michael sogar zugunsten Ottonik, Würzburg Dom...



    gründerzeitliche Zubauten von Laufgängen aufwändig rekonstruieren

    Das nun hat es im Westen mW in den allerseltensten Fällen gegeben. Man war froh, kostensparende Vereinfachung mit dem (vorgeblich) geringeren kunsthistorischen Wert rechtfertigen zu können.


    Bei der DDner Schlosskapelle ist der Fall natürlich besonders aufregend, da ein lang verlorener Zustand ohne gescheite Quellenlage "rekonstruiert" wurde. Ich finde indes diesen Wagemut erfrischend. Dieser erinnert nun in der Tat an den "Osten", Polen, oder noch östlicher, Baltikum..


    die nun WIRKLICH der Darstellung im Kupferstich B entsprechen soll

    Das Spannungsfeld kommt in dieser Formulierung schön zum Tragen.


    Mit "einer Reihe Kreise mehr" ging es aber "ohne Weiteres".

    Also doch: statische Gründe, nicht nur ästhetische Spielerei. Wobei es für diese Kreisreihen mE kein historisches Vorbild gibt. Schließlich ist die reine Kreisform ziemlich antigotisch.


    [tw Überschneidung mit Tegulas Vorbeitrag]


    Gerade die Clan-Struktur spricht dafür, dass über Mittel und Wege verfügt wurde, das Diebsgut unschädlich zu machen oder verschwinden bzw unaufffindbar scheinen zu lassen. Wofür sollte eine solche "Machtdemonstration" gut sein? Überhaupt wenn sie jetzt nicht eingesetzt wird?

    "Respekt in diesen Kreisen"`? Das Problem ist deren schiere Existenz. Solche Strukturen dürfte es einfach nicht geben, hätten niemals zugelassen werden dürfen. Und was heißt hier Härte? Wir reden letztlich von Vermögensdelikten, wenngleich natürlich mit zig Qualifikationen. Aber so etwas Essentielles wie Raub dürfte gar nicht vorliegen. Aufgrund des skandalösen Verhaltens des Wachpersonals dürfte nicht einmal ein bewaffneter Einbruch nachweisbar sein, also das Mitführen einer Waffe - eine sehr wichtige Qualifikationselement bei derartigen Delikten. Letztlich wäre Schadensgutmachung auch nur ein Milderungsgrund ein kein privilegierendes Element (alles von unserer ö. Rechtslage ausgehend). Die Täter wären also sogar blöd, die Beute rauszurücken - die Strafzumessung wird sowieso im oberen Bereiche liegen. Aber nach absehbarer Zeit sind alle wieder auf freiem Fuß, daran ist rechtsstaatlich nichts zu rütteln.


    Es wurde ja hier von bestimmter Seite die Polizeiarbeit sehr lobend hervorgehoben, der nicht nur mir absonderlich erscheinende Patriotismus zu diesem Staat scheint auch vor dessen Organen nicht Halt zu machen.

    In Wirklichkeit - also unter jeder bereits nur grundsätzlichen Betrachtung - ist dieses Ergebnis erbärmlich und zeigt eine höchst eingeschränkte Handlungsfähigkeit. Wenn man ein geschlagenes Jahr braucht, um gegen Verdächtige vozugehen, die bereits im einzig wirklich einschlägigen Fall die Täter gewesen sind bzw deren Bande angehört haben, also um dass zu vollziehen, was der vielzitierte rechte Stammtisch schon seit eh und je herausgerülpst hat, um in der zeitgemäßen Diktion zu bedienen, wobei man objektiv sogar sagen muss: GEWUSST hat, den was ist Wissen anderes als aus guten Gründen die Wahrheit zu glauben, dann ist das doch keine große Leistung!

    Und die 1.600 Polizisten zeigen doch auch nur, wo man sich in Wahrheit befindet: in einem Bürgerkrieg, in welchem normales Polizeiaufgebot längst nicht mehr hilft.

    Muss ja nicht sein, wenn einer nicht will...

    Hätt mich ja an sich auch interessiert.

    Kann wer sagen, warum diese Abweichung vom Rendering schlussendlich erfolgt ist? Offenbar neue Baupläne entdeckt? Wobei das Rendering doch auch angeblich auf wissenschaftlich einwandfreien Quellen beruhte?


    Ach ja, Zwickau.... gehört doch auch zu den sächsischen Hallenkirchen. Wusste doch, dass ich was vergessen habe.



    St. Marien Zwickau



    Nach diesem Ausflug in die hohen Gefilden sächsicher, nun ja, das kann man schon sagen: Kathedralgotik stehen noch die alpinen Höhenlagen des österreichischen Südens an, dessen bizarre Spätgotik substanzvollere Vergleiche mit der MSG zulässt. Mag des sächsischen Exkurs als weithergeholt und unnötig betrachten, hier wird es so etwas wie stilistische Überschneidungen geben.

    Wird aber noch ein bissl dauern, denn so firm bin ich mit dieser Thematik wieder auch nicht.

    Ich denke, alle haben äußerst besonnen reagiert angesichts einer Provokation wie dieser:

    Straftaten wird es immer wieder geben. Damit wird die Justiz aber fertig (wie man ja jetzt auch bei der Verfolgung er Täter des Diebstahles im Grünen Gewölbe sehen kann).


    Gefährlich sind aber die, die unser Gesellschaft spalten und Menschen die Legitimität Teil dieser Gesellschaft zu sein absprechen wollen.

    Aus der Wendung: "Gefährlich sind ABER die..." geht SEHR WOHL hervor, dass er die Remmos nicht als so wirklich gefährlich ansieht wie ihm politisch missliebige Mitbürger oder Mitforisten, denn ABER hat hier so viel zu bedeuten wie HINGEGEN oder gar IM GEGENSATZ zu. Da hilft kein nachträgliches Herunterspielen, von wegen, hab ich nie behauptet. Und das in einem Strang über Kunstraub. Eh nicht so schlimm, schlimm ist, sich drüber aufzuregen. Als ich das das erste Mal gelesen haben, hielt ich es für Parodie.

    Die ewigen gezielten Provokationen von dieser Seite müssen auch mal entsprechend gewürdigt werden. An und für sich ist die Masche klar: ein missliebiges Thema (und oh ja, dieses Thema ist einem Einwanderungsbefürworter wie Andreas, der sich gerne zu derartien Krawallthemen äußert höchst missliebig, wie denn anders) wird durch Eskalation der Debatte abgewürgt. Man sollte diese bemühte Taktik nicht immer belohnen. Jenseits dieses Stranges hätte ein Ausländer wie ich kaum etwas von der jüngsten Entwicklung erfahren. Und ich will dies auch weiter, auch wenn die Fakten gewissen Leuten nicht passen können.

    Ich bin völlig bei dir Andreas.

    Fein, dass du dich traust, diese abscheulichen Morde zu erwähnen, das geschieht eh viel zu selten und gehört unbedingt daher. Vielleicht sind es ja gerade derlei Dinge, die unbedarfte Migranten zu Verzweiflungstaten à la Grünes Gewölbe drängen. Und natürlich waren diese Clan-Bildungen ohnedies augenscheinliche Einzelfälle, gemessen an der hohen Zahl der damaligen Flüchtlingswelle wahrscheinlich sogar statistisch unvermeidliche Ausreißer. Ganz augenscheinlich widersprechen derartige Strukturen den Verhältnissen dieser Leute in ihren Herkunftsländern. Deshalb könnten wir, was die Ereignisse der Jahre 2015 bis laufend betrifft, völlig unbesorgt sein, wären da nicht diese ewigen Hetzer und Hasser, die einen Spalt zwischen die Migranten und uns treiben wollen. Ich glaub übrigens schon, dass AfD-Sympathisanten von der Natur her zu Anschlägen und Morden neigen. Deshalb passiert ja auch so viel bei uns, wie uns die jüngsten Ereignisse lehren.