Posts by Weingeist

    Auf der Seite des Kreismuseums Bitterfeld wird hingewiesen, daß beim Abriß vier Feuerböcke gesichert werden konnten und in Museumsbestand übergingen. Gemeinsam mit einigen weiteren gesicherten Elementen werden sie an das nun verlorene Haus erinnern.

    Reuter Haus
    1596 errichtete der damalige Bitterfelder Bürgermeister Conrad Reuter das Gebäude, das bis heute umgangssprachlich als Bürgermeister-Haus bzw. Reuterhaus…
    www.kreismuseum-bitterfeld.de

    Man kann sich nur noch die Haare raufen. Es ist ehrlich gesagt absurd, wie willige Investoren und Bauvorhaben, die ganz klar die Attraktivität der Stadt steigern würden, auf Jahre behindert und verprellt werden.

    ... und man spricht hier in diesem Strang immerhin von mittlerweile neun Jahren seit dem ersten Beitrag. Der Eindruck tendenziöser Verhinderungsabsichten, hier und auch auf der gegenüberliegenden Flußseite, hat sich in den vielen Jahren leider nicht entkräftet, sondern sich noch deutlich verstärkt.

    Aus der gleichen Perspektive existiert eine sehr ähnliche Zeichnung "Unsterbliches Lübeck" (Kreide auf schwarzem Papier) von Asmus Jessen, nach dem 28./29. März 1942, darauf auch Motive der Großen Marienorgel und einige aus dem Totentanz. Das Bild wurde offenbar mehrfach gehandelt. Vielleicht ist es in HL dem einen oder anderen bekannt.

    Wie die politischen Hintergründe auch immer gewesen sein mögen, haben solche...

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    ... Dokumentationen dennoch den Vorteil, sowohl das Stadtgefüge, seine Einwohner und die zahlreichen Hintergründe zu vielen Gebäuden besser nachvollziehen zu können. Dem Einsatz zahlreicher Bewohner für ihre Stadt und zum Erhalt vieler Baudenkmale, meist im stillen und verborgenen, würde man nicht gerecht werden, sondern ihnen Unrecht tun. Die Stadt hat zumindest so viel positive Seiten, daß man ihnen und denjenigen, die es trotz allem geschafft haben, sie zu erhalten, gerechterweise auf sie schauen sollte, und nicht auf die düsteren Schatten der Vergangenheit, die es unabänderlicherweise nun einmal gibt.

    Vielleicht fängt man langsam an, tendenziös zu werden; aber der Abriß eines regionaltypischen und ortsbildprägenden Gebäudes wird durch voraussagbare Modernitätsfloskeln einer Provinzzeitung, die vorgibt, solch ein Gebäude wie der "Adler" könnte jemals kompensiert werden durch seinen Ersatz mit Vortäuschung eines Einfügens in einen Gesamtorganismus durch Giebelständigkeit des Nachfolgergebäudes mit Kubusfenstern und in standardisiertem Grau leider nicht kompensiert; denn: wer suggeriert, daß "da" "jetzt" "etwas modernes" hinkommt, negiert, daß es da vorher etwas gegeben hat. Und als Provinzgazette aus Auflage- und anderen Gründen mit solchen Blockbustern wie "Hingucker" und "Modern" um sich zu werfen, isch scho mehr als peinlich,

    Des isch scho arg!

    Es handelt sich um den Spitzturm (Vierungsturm). Die Kathedrale hat bereits 1944 schwerste Zerstörungen und den Brand des Nordturms erfahren müssen; und nun das... Falls der Vierungsturm (und der Dachstuhl) in seiner Konstruktion teilweise aus Eisen bestehen sollte, besteht die Hoffnung, daß es nicht zur Vollkatastrophe kommen wird.

    Rouen: Brand in Kathedrale ausgebrochen - WELT
    Schwarzer Rauch steigt von einem Turm der bekannten Kathedrale in Rouen auf. Die Bilder erinnern an den Brand der Pariser Kirche Notre-Dame.
    www.welt.de

    Ich glaube, das hatten wir schon, aber trotzdem: die spanischen Trompeten in der Peterskirche.

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    Wegen den Prospekt- und Gehäusevorgaben ganz oben als "Engelswerk", in der Tradition des Orgelbaus Horizontalzungen mit der höheren Sphäre zu verknüpfen sicher etwas ungewohnt. Die Rubrik ist klanglich einerseits bereits mit Schwebungen besetzt, wie der schwebend-sphärischen Vox coelestis oder im mainfränkschen Orgelbau mit der Streicherschwebung Piffera. Zungen mit Engelshintergrund gibt es seit dem 18. Jhd. als Vox angelica.

    Auf die Peterskirche bezogen das linguale Engelswerk am ehesten mit den räumlichen Vorgaben zu erklären. Eine horizontale Trompeteria mi 16´- 8´- 4´ wäre sicher die klangliche Krönung einer großartigen Kirche, aber der Platz... Vielleicht ist ja irgendwann einmal das Geld da, um eine Trompeta imperial, eine Trompeta magna, eine Trompeta real und ein Clarin de Claro irgendwo aufzustellen und sie mit Lichtleitern vom Hauptspieltisch anzuspielen.

    Vorgestern (Donnerstag) hat die Entschärfung einer 500-kg.-Bombe etwa 11.000 Bewohner aus ihren Wohnungen befördert und zu umfangreichen Verkehrsbehinderungen in Bahnhofsnähe geführt. Die Bombe wurde bei Bauarbeiten im Paul-Denis-Weg gefunden, der direkt neben dem Friedhof Judensand liegt (unser Unesco-Weltkulturerbe).

    Rheinland-Pfalz: Bombe in Mainz ist entschärft
    In Mainz ist eine 500-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden, 10.000 Menschen mussten dafür die Sperrzone verlassen.
    www.tagesschau.de
    Kein großer Knall: Fliegerbombe entschärft
    Um 14:10 Uhr hatte der Kampfmittelräumdienst die Fliegerbombe in Mainz untauglich gemacht.
    www.swr.de

    Man kann an ihn erinnern, durchaus, aber es besteht die Möglichkeit, sich deshalb nicht verpflichtet zu fühlen, an die Stätte zu reisen, an der einmal seine Stadt stand. Was seine Zukunft betrifft, so wird es kaum eine andere Option geben, als sich an ihn aus der Ferne zu erinnern und mit dem Vorlieb zu nehmen, was von Immanuel immateriell geblieben ist, was ja glücklicherweise nicht auf die Stadt begrenzt ist, die seinen eigenen äußeren Lebensraum markierte.

    Wenn eine Sanierung für den Eigentümer wirtschaftlich nicht tragbar ist, besteht ja immerhin die theoretische Möglichkeit, das Objekt in andere Hände zu geben. Die Vergleichsbeispiele gelungener Sanierungen, die herangezogen werden könnten, sind zahlreich, die Notwendigkeit zum Erhalt und auch das zukünftige Potential der Villa Buth liegen klar auf der Hand. Dieses Meisterwerk sollte Jülich unbedingt erhalten bleiben.

    Daß das Anwesen unter Denkmalschutz gestellt und vorerst nicht abgerissen wird, ist natürlich einstweilen eine positive Entwicklung. Wie ausgeprägt Interesse und Verständnis zum dauerhaften Erhalt sind, ist wohl eine Frage, die man erst in der Zukunft genauer abschätzen wird können. Ob dort ein öffentlich-gesellschaftlicher Ort entstehen könnte, vergleichbar vielleicht mit der Feuchtwanger-Villa Aurora oder der Villa Mann, wäre zwar für das Anwesen wünschenswert; aber diese Villa hat das Problem, daß sie von europäischer Kultur unbeleckt ist.

    die berühmte Blondine

    war überhaupt nicht blond, sondern blondiert.

    "Die vertauschten Köpfe" (Th.M.) - das Reiterstandbild von St. Martin, hoch oben über dem Dom, hat jetzt auch einen. Der bisherige (auch eine Kopie von 1928) wies zunehmende Verwitterungsspuren und Risse auf und wurde durch eine Kopie ersetzt, die am 24.06. aufgesetzt wurde.

    Neuer Kopf für heiligen Martin
    Am Montag, 24. Juni, hat die Martinsfigur auf dem Dach des Mainzer Doms einen neuen Kopf erhalten. Im Oktober 2022 hatte Steinmetzin und Steinbildhauerin…
    bistummainz.de

    Eine Kopie der Martinsfigur steht auf der Kupferbergterrasse im Kästrich-Areal und wurde ca. 1998 aufgestellt, um zu symbolisieren, daß die Oberstadt in den letzten Jahrzehnten näher an die Innenstadt herangerückt ist.

    Lied für unseren Dom-, Stadt- und Bistumspatron. Mit Gruß und Dank an Ludwig Martin Jetschke.

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    Zitat Spiegel Wissenschaft:

    "Whiskey-Pilz"

    Es gibt in alten Weinkellern das "schwarze Kellertuch", Cladosporium cellare, das sich von Ausdünstungen, u.a. Alkohol, ernährt. Evtl. auch hier (?).

    Kellertuch – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Die Urheber zu diesem doch unkonventionellen Fenstereinbau darf man aufrichtig beglückwünschen. Eine sehr ökonomische, zeit- und regionaltypische, individuelle und wahrlich überzeugende Lösung. Die Bindung an die ganze Region wird durch eine solche Meisterleistung einer denkmalgerechten Sanierung nur noch umso mehr verstärkt. Daß das Beispiel zu sehr Schule machen sollte, ist aufgrund der genannten Gründe allerdings wenig wünschenswert.

    Die Bilder können als exemplarisches Beispiel dienen, welches Bild man mit einer als gefühlt typisch norddeutschen Architektur im Zusammenspiel von Stadt und Strand verbindet, aber auch, wie bei Bild 3, welche unbeschreibbaren Ausmaße an mit voller Absicht so gewollten Brüchen das Gesamtbild torpedieren, negieren und bewußt zerstören. Beispiele ähnlicher Art findet man vielerorts, wie in Malente, Travemünde und wer weiß wo auch immer sonst. Strenggenommen ist es immer das gleiche: ein gefühltes Zentrum mit der typischen "Küstenarchitektur", meist schlicht, zurückhaltend, aber hell und freundlich, sofort einladend und heimelig; dann wieder dieser barbarische, gewollte, alles negierende Bruch aus den 60er oder 70ern, der sich selbst beweihräuchernde Giftcocktail, gemischt mit den Ingredienzien Bettenburg und Geld. Wie sehr eine Kommune heute dadurch beeinflußt wird, auch das wäre wieder ein eigenes Thema; aber man möge sich nicht durch das eine Beispiel seine eigene Schönheit von und mit Borkum beeinflussen lassen.