Berliner Schloss

  • Ist das deine Meinung? Das wird mir irgendwie ganz komisch angezeigt.

    Ist das deine Meinung? Das wird mir irgendwie ganz komisch angezeigt.


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    Es ist eine Beobachtung dessen, was ich sehe. Ich hatte etwas mehr erwartet.
  • Jeder hat einen andere Verbindung zu diesen obengenannten Gebäuden aber die Erde dreht sich weiter, auch wenn die Gebäude erstmal nicht mehr da sind.

    auch wenn die Gebäude erstmal nicht da sind. Also können wir doch hoffen, das.....

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • auch wenn die Gebäude erstmal nicht da sind. Also können wir doch hoffen, das.....

    Aber aus ästhetischer Sicht sieht der Palast der Republik doch auch für dich von außen schrecklich aus oder?

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Aber aus ästhetischer Sicht sieht der Palast der Republik doch auch für dich von außen schrecklich aus, oder?

    Ich möchte nicht den Palast der Republik, einen Bau der 70 ger Jahre, mit dem neuen alten Schloss aus Barock- und Neobarockzeiten vergleichen. Jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile.

    Und VonSalza, warst Du mal im Palast?

    In der Architektur muß sich ausdrücken, was eine Stadt zu sagen hat.
    Eine Stadt muss ihren Bürgern gefallen, nicht den Architekten

  • Ich möchte nicht den Palast der Republik, einen Bau der 70 ger Jahre, mit dem neuen alten Schloss aus Barock- und Neobarockzeiten vergleichen. Jede Zeit hat ihre Vor- und Nachteile.

    Und VonSalza, warst Du mal im Palast?

    Ich war bisher genau einmal in Berlin und damals war ich 1 Jahr alt, wenn ich mich nicht irre. Da ich heute 17 Jahre alt bin hätte ich zwar theoretisch einmal im Inneren sein können, als er noch stand gabs für mich allerdings nur Ritter, Burgen und Star Wars also hätte er mir vermutlich nicht gefallen oder wäre mir egal gewesen. Von den Bildern die ich gesehen habe, sagt er mir im Inneren durchaus zu, nur das Äußere empfinde ich als zutiefst abstoßend. Beim Gasteig in München ist es übrigens ganz genau so.

    Hat die Schönheit eine Chance-Dieter Wieland

  • Ich hab den „Palast“ 2005 noch vor Ort gesehen. Da wusste ich noch nicht, dass die Pläne für das Schloss schon so weit gediehen sind. Dennoch hoffte ich auch ohne die Aussicht auf das Schloss auf einen baldigen Abriss. Es sah wirklich übel aus. Zumal in dieser Umgebung, die dadurch komplett entwertet wurde.

  • Ich war ca 1996 das erste Mal im ehemaligen Ost-Berlin. Der PdR war meines Wissens bereits gesperrt und machte einen ziemlich gammeligen, billigen Eindruck auf mich. Er erinnerte mich ein wenig an das ebenfalls grausliche "Hotel Hilton" neben der Budapester Fischerbastei und ich verstand nicht, wie man so einen Mist überhaupt bauen konnte. Vielleicht war das auch ein Grund, weshalb ich mich für traditionelle Architektur zur Heiling von Stadtbildern anfing zu interessieren. Ich wusste zwar, dass dort früher das Schloß stand, aber dass dieses jemals wiederaufgebaut werden könnte, davon hätte ich nicht gewagt ernsthaft daran zu glauben. Gut so, dass Herr Boddien hier einen gesunden Optimismus hatte - ja, Träume können war werden, man muss nur den ersten Schritt setzen und unbeirrt den Weg dann auch weitergehen. Genauso in Dresden mit der Frauenkirche und dem Neumarkt. Das habe ich daraus gelernt!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Er erinnerte mich ein wenig an das ebenfalls grausliche "Hotel Hilton" neben der Budapester Fischerbastei und ich verstand nicht, wie man so einen Mist überhaupt bauen konnte.

    Exilwiener,ich vermute sehr stark, daß das Hotel Hilton neben der Fischerbastei in einigen Jahren verschwinden wird.Es kommt langsam in die Jahre ,mittlerweile sind es schon 45.Der Burgberg erlebt derzeit und auch noch die nächsten Jahre eine große Reko und Sanierungswelle.

  • Ich glaube Wilhelm von Boddien sagte, dass die Zahl der Spenden aus Berlin inzwischen höher, als die Zahl der Spenden aus den restlichen Bundesländern läge. Dies schien zuvor noch nicht der Fall gewesen zu sein. Das Verhältnis könnte daher geschätzt bei 60% / 40% liegen.

    Genauere Zahlen finde ich auch keine.

    In dem neuen Beitrag des Fördervereins geht Herr von Boddien genauer auf die Spenden aus Berlin ein.


    Zitat Boddien: "Seit drei Jahren kommt – gezählt nach Köpfen und nicht nach Wert – die Hälfte unserer Spenden aus Berlin. Die Berliner wollen sehen, überzeugt werden, Informationen bekommen. Erst sind sie sehr skeptisch, aber dann helfen sie begeistert mit!"


    Hier das ganze Interview:

    https://berliner-schloss.de/bl…jetzt-endlich-soweit-ist/

    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher

  • Hab gerade den Artikel überflogen ... dort wird auch das Flussbad erwähnt, das selbst nach konservativen Schätzungen zwischen 70 und 90 Millionen Euro kosten würde. Damit sind wir locker im Bereich der gesamten Schlossfassaden. Absurd.

  • 70-90Mio? Da würde mich interessieren, was das vergleichbare Hafenbad in Kopenhagen in der Nähe der Oper gekostet hat. Hier in Berlin läuft wohl einiges schief.

    Den Palast habe ich 1986, 1987, 1989 und auch noch danach besucht, und war vom Inneren stets angenehm überrascht. Allerdings war ich damals bereits für den Wiederaufbau diverser Schlösser. Der Palast an anderer Stelle, sogar auf dem Areal des Marx-Engels-Forum, hätte mich persönlich weniger gestört. Berlin, Potsdam, Braunschweig, Herrenhausen stehen inzwischen. Neustrelitz und manch Schlesische Schlösser haben sehr gute Realisierungschancen. Schlecht sieht es nur im ehemaligen West-und Ostpreussen aus, mit Finckenstein, Schlobitten auf polnischer Seite, dort stehen immerhin noch die Fassaden, und ganz schlecht mit dem Königsberger Schloss und Schloss Friedrichstein in der Oblast Kaliningrad, bei denen nur noch die Fundamente teils mit den Kellern erhalten sind. Aber das wäre Thema für einen anderen Strang.

  • Wer sich für den Weg vom Palast der Republik zum Berliner Schloss / Humboldt Forum interessiert, sei das nachfolgende Video ans Herz gelegt:

  • @ Moderator: Gehört die Diskussion des Palast der Republik denn in diesen Thread? Gibt es keinen Thread wo der Palast der Republik behandelt wird?

  • Man kann nicht behaupten, dass das Schloss die Menschen nicht anzieht. Heute war es fast überfüllt und da man für die Ausstellungen ein Zeitfenster im Internet buchen sollte, aber viele Besucher dies wohl nicht getan haben, gab es eine lange Schlange an der Kasse und man ließ die Besucher dann doch wohl rein. Ich habe die von manchem kritierte Anzeige-Skulptur bewusst mehrfach fotografiert, da die Anzeige ständig wechselt.


    Ich hab mal ein paar Fotos in den Eingangsräumen und auch im Foyer geknippst. Einfach nur so ohne Sortierung und Bildunterschriften. Ist ja eigentlich längst alles bekannt:


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss


    Berliner Schloss

  • Ich war jetzt das dritte Mal dort, jedes Mal war es voll und es bildete sich eine Schlange. Das HF wird sehr sehr gut angenommen. Ich war mit unterschiedlichen Leuten dort und alle waren vom Gebäude hellauf begeistert. Das Nebeneinander von alt und modern sowie die überall verstreuten Relikte gefielen allen. Was auch gut ankam: die Bezüge zum Palast der Republik. Man schweigt ihn nicht tot, sondern ist der Geschichte gegenüber sehr offen. Was allerdings kritisiert wurde: Das Video über die Geschichte des Schlosses ist sehr gut gemacht, die Sitzplätze aber sehr schlecht arrangiert. Man sieht nie wirklich die ganze riesige Leinwand. Diese Kritik teile ich auch. Das ist ein bisschen schade.

  • Ich habe gar nicht gewusst, daß 1985 im Rondell des Bodemuseums einige Statuen vom Berliner Schloss aufgestellt waren, deutlich zu erkennen der beschädigte Merkur vom Potal Vl ( Schlüterhof ) .




  • Ja, ganz toll, die modernen Innenräume haben den Charme eines Einwohnermeldeamts oder einer Schule aus den 70iger Jahren irgendwo in der westdeutschen Provinz. Nur halt in überdimensioniert. <X

    Das Gymnasium in der tiefsten Provinz, auf das ich gegangen bin, wurde 1974 gebaut. Das sah innen haargenau so aus, nur ein paar Nummern kleiner. Das ist dem Berliner Schloss dermaßen unangemessen. Je schneller das wieder abgerissen und die historischen Innenräume rekonstruiert werden, umso besser.

  • Ja, ganz toll, die modernen Innenräume haben den Charme eines Einwohnermeldeamts oder einer Schule aus den 70iger Jahren irgendwo in der westdeutschen Provinz. Nur halt in überdimensioniert. <X

    Das Gymnasium in der tiefsten Provinz, auf das ich gegangen bin, wurde 1974 gebaut. Das sah innen haargenau so aus, nur ein paar Nummern kleiner. Das ist dem Berliner Schloss dermaßen unangemessen. Je schneller das wieder abgerissen und die historischen Innenräume rekonstruiert werden, umso besser.

    Wir sollten diese Innenräume als Notlösung betrachten. Der Schlossverein hätte mit seinen Spenden schlecht für die gesamte Innengestaltung aufkommen können und von dem Bund und der Stadt Berlin käme vermutlich wieder nur ein feuchter Händedruck. Natürlich wäre es auch politisch nicht umsetzbar gewesen, der Beschluss und die Vorgabe kam ja vom Bundestag selbst. Dieser hätte einfach eine Komlettrekonstruktion beschließen sollen. Dafür fehlte wohl der politische Mut. Man nahm sich vermutlich auch die Gestaltung des Bundestages zum Vorbild: Innen modern, außen historisch.

    "Moderne Architektur heißt seit über 50 Jahren: Rechtwinklig, weiß, kahl, leer, gebaut von immer schwarzgekleideten Architekten."

    -Gerhard Kocher

  • Ich nehme an, der Schlossbau war nur deshalb möglich, eben weil man weder außen eine Komplettrekonstruktion, noch innen eine Rekonstruktion angestrebt hat. Nur so konnte man eine Mehrheit finden, die überzeugt war, dass hier nicht ein Kaiserpalast einfach wieder errichtet wird, sondern Stadtreparatur betrieben wird, und gleichzeitig für moderne Ansprüche gebaut wird. Muss nicht gefallen diese Motive, aber für mich persönlich ist es ein Preis, den ich zahlen würde, wenn so durchsetzbar wird, dieses alte Können und Wissen wieder mitten in eine Stadt zu setzen und dabei zu beweisen, dass man moderne Ansprüche mit traditioneller Sprache verbinden kann, dass es heute auch technisch realisierbar ist und dass man sich eventuell davon inspirieren lässt, weil etwas Neugebautes anders von den Bauschaffenden aufgenommen wird, als etwas womöglich Veraltetes. Vor allem, wenn es so gut angenommen wird.