Posts by tegula

    Bohnenstange


    Ich würde empfehlen, den Text hinter meinem Link zu lesen. Dann wirst du erkennen oder auch nicht, dass deine Ausführungen falsch sind.


    Der Aufschwung des Wortes, das bis in die 1880er Jahre nur sporadisch verwendet wurde, hängt jedoch zunächst vor allem mit der Zeit des deutschen Kolonialismus und der Bezeichnung der Kolonien als deutsche Schutzgebiete zusammen.



    Ich finde Dich Boesartig

    Weil ich auf den aktuellen Forschungsstand verweise? Wenn du meinst.

    Es ist doch nicht entscheidend, wo Humboldt auf seinen Reisen war, sondern wo Kulturgüter geraubt worden sind. Allein durch die Tatsache, dass Deutschland in Afrika Kolonien besaß und in Lateinamerika nicht, gibt die Richtung der Debatten um die Restitutionen von kolonialer Raubkunst vor. Aber Lateinamerika bleibt auch nicht ganz außen vor: https://www.udk-berlin.de/star…merikanischem-kulturerbe/


    Bevor man mit absurden Vorwürfen der Ideologie oder Wokeness um sich schmeißt, würde ich die Information empfehlen.

    Seufz!


    Nachdem es eine ganze Weile besser lief mit den Freischaltung in der FB-Gruppe, hakt es jetzt schon wieder. Der letzte Beitrag ist vor sage und schreibe 4 Tagen online gegangen. Wie ungünstig es für den FB-Algorithmus ist, wenn ein ganzer Schwung von Beiträgen gleichzeitig online geht, darauf haben auch schon andere hingewiesen.


    Ich biete weiterhin meine Hilfe an. Ich bin 16 h am Tag online, auch bei FB und könnte die Freischaltung in den meisten Fällen nahezu in Echtzeit vornehmen.


    Edit: Nun sind es bereits 5 Tage.

    Lueger hatte tatsächlich unmittelbaren Einfluss auf Hitler und war ein führender Kopf antisemitischer Weltanschauungen um die Jahrhundertwende. Arte hat vor einigen Wochen eine umfangreiche Dokumentation zur Geschichte des Antisemitismus gesendet. Im dritten Teil wird auch Lueger thematisiert:


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    Falls das hier nicht funktioniert, dann ab 19:23 schauen.

    Und wieso habt ihr das nicht mit einem Shitstorm verhindert? Den könnten die Dessauer noch immer lostreten und das Ding zu Tode boykottieren- das ganze Hotel, versteht sich.

    Wie stellst du dir das in der Praxis - die von Erfolg gekrönt ist - vor?

    Du begehst den selben Fehler wie Herr Schaper vom Tagesspiegel, der den Förderverein Berliner Schloss als "reaktionär" bezeichnet hat. Der Begriff passt hier überhaupt nicht. Und Graffitis nicht für Kunst zu halten ist vollkommen legitim.

    Wir kennen doch diese Mechanismen in der Kunstgeschichte. Neue Ausdrucksformen der Kunst stoßen häufig zunächst auf Ablehnung. Das galt sowohl für die Impressionisten als auch die Expressionisten. Auch das Bauhaus war ständiger Kritik ausgesetzt, bis es in späteren Generationen einen Platz in der Architekturgeschichte einnehmen konnte. Das Ganze ist dann mit der "entarteten Kunst" im Nationalsozialismus auf die Spitze getrieben worden.


    Graffiti ist fester Bestandteil der kunsthistorischen Forschung, wie ich mit meiner obigen Linksammlung aufgezeigt habe. Insofern ist der Versuch, dieser Form des Streetart mit Halbsätzen oder Einzelbildlichen das Kunstsein abzusprechen, einfach nur substanzlos, zumal nicht mal der Versuch unternommen wird, den Abgleich mit Kriterien von Kunst vorzunehmen. Kann man natürlich so für sich entscheiden, ist legitim, wenngleich einer differenzierten Auseinandersetzung mit Kunst nicht würdig. Ist dann halt genauso reaktionär, wie der Versuch vor 100 Jahren, Impressionisten und Expressionisten die Kunst abzusprechen.


    Nur mal am Rande: Der Titel dieses Stranges heißt "Graffiti als Kunstform und als Problem im öffentlichen Raum". Und: Ich kann Graffiti auch nicht all zu viel abgewinnen, aber meine persönlichen Vorlieben haben so rein gar nichts mit einer seriösen Einschätzung des Kunstbegriffs zu tun. Diese Differenzierung scheint hier nicht jedem zu gelingen.

    Ich bin der Meinung, dass Graffiti Sachbeschädigung und öffentliche Verschmutzung ist, ob man mit der Botschaft einverstanden ist oder nicht.

    Das würde implizieren, dass Graffiti grundsätzlich vom Eigentümer unerwünscht ist. Das ist aber mitnichten so. Insofern sollte man da schon differenzieren. Und vielfach wertet ein Graffiti den Ort sogar ästhetisch auf. Insofern ist auch die Bezeichnung der öffentlichen Verschmutzung nicht selten unangebracht. es ist wie so häufig die Frage des Wie, Was und Wo.

    Die Dorfkirche in Ludorf ist ja echt der Hammer - und dabei kannte ich sie bis eben gar nicht.

    Es ist in der Tat ein absolutes Unikat. Es handelt sich um einen mittelalterlichen Zentralbau, wie man sie in Deutschland an einer Hand abzählen kann, wenn man die gelegentlich überlieferten Beinhäuser vielleicht außer Acht lässt.

    Wir haben vor einigen Jahren der Alhambra einen zweitägigen Besuch abgestattet. Als Kunsthistoriker habe ich nun sehr viel Architektur in Europa bewundern und analysieren dürfen, aber in Granada konnten wir uns einfach nicht satt sehen. Ein Reisebericht ist auch entstanden: https://www.zeilenabstand.net/reisetipps-fuer-die-alhambra/


    Galerie:


    Blick auf die Alhambra vom Albayzin


    Innenhof im Palast Karls V.


    Der Löwenhof in den nasridischen Palästen


    Der Myrtenhof in den nasridischen Palästen


    Fassade des Comares-Palastes in den nasridischen Palästen


    Saal der Zwei Schwestern


    Königssaal


    Abencerrajes-Saal


    Mirador de Daraxa


    Peurta del Vino

    - Es sollte aber nicht viel weiter abgleiten mit der grundsätzlichen Diskussion, sondern zurück zum Schloss gehen, sonst wird die Moderation wütend. -

    Du schreibst solche Kommentare häufig unter deine Beiträge, wohl wissend, dass diese geradezu Off-Topic sind uns es weiter fördern. Deine Ansichten zu Deutschland möchte ich dennoch (in aller Kürze) nicht unwidersprochen stehen lassen: Vielleicht bist du nur auf die falsche Schule, zur falschen Zeit oder bei den falschen Lehrern gewesen, aber ich habe meine Schulzeit als sehr differenziert empfunden. Aufarbeitung von Geschichte ist ein Thema, das mich seit Jahrzehnten begleitet. Dass manche Kreise dabei über das Ziel hinaus schießen, wie wir es jetzt am Berliner Schloss erleben, das sei unbestritten. Aber allein die Tatsache, dass Deutschland in der Welt als Vorreiter demokratischer Prozesse angesehen ist, belegt, dass man hierzulande sehr wohl aus der Geschichte gelernt hat. Dass dies bei machen Kreisen nicht ins Weltbild passt, ist wiederum keine neue Erkenntnis.

    Puh, da fällt selbst mir nicht viel ein, um solche Artikel zu erklären oder gar zu entschuldigen. Und das soll schon etwas heißen, denn ich bin grundsätzlich dafür, sich die Argumente der Kritiker des Schlosses anzuhören. Hier wird aber tatsächlich beiläufig mit Unterstellungen gearbeitet, die weder belegt noch erklärt werden. Inwiefern beschimpft Boddien die Kritiker? Und was ist an dem Verein reaktionär? Das bedarf doch zumindest einer präzisen Erläuterung. Man stellt so etwas nicht einfach in den Raum. Von dem Leiter eines Kulturresorts einer großen deutschen Tageszeitung, wie es Rüdiger Schaper ist, erwarte ich seriöseren Journalismus.

    Klassiker


    Ob Berlin die grünste Stadt Europas ist, darüber streiten sich die Geister. Manche sehen Oslo an erster Stelle. Geht man von der Anzahl und Größe der Grünflächen aus, galt im Jahr 2019 laut Statista Potsdam mit 33 Quadratmeter Grünfläche pro Einwohner als die grünste Großstadt Deutschlands.
    Andere Städte, die sich mit Berlin um das Ranking als grünste Stadt streiten, sind Bristol in England mit rund 400 Parks und Gärten sowie Stockholm, das inmitten von Seen und Wäldern liegt. Berliner und Berlin-Fans wird das allerdings nicht beeindrucken, wenn sie durch die Wälder am Müggelsee oder den Grunewald spazieren oder die Weite auf dem Tempelhofer Feld genießen.



    Ich denke, damit sollte alles geklärt sein hinsichtlich des angeblich fehlenden Grüns in Berlin.