Posts by tegula

    Ich habe gerade einen sehr langen Artikel über die Schleswiger Museumsinsel Schloss Gottorf verfasst. Dabei stelle ich nicht nur das Schloss selbst, sondern auch den Barockgarten vor, der im Übrigen weitgehend eine Rekonstruktion darstellt.


    Das Schloss Gottorf dient als architektonische Hülle für die Ausstellungen und als wichtigstes Exponat zugleich. Teil des musealen Rundgangs sind daher sowohl der Hof als auch die Räumlichkeiten der Vierflügelanlage. Unter ihnen sind vor allem die Schlosskapelle, die Gotische Halle, der Hirschsaal und der Saal Friedrichs III. hervorzuheben.


    Die Residenz verfügt über eine komplexe Baugeschichte. Im Hochmittelalter diente der Ort als Sitz des Schleswiger Bischofs. Von der Anlage des 12. Jahrhunderts haben sich aber nur geringe Spuren im heutigen Baukörper erhalten. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts sind größere Baumaßnahmen mit der archivalischen Überlieferung in Verbindung zu bringen. 1492 errichtete Herzog Friedrich I. die Gotische Halle nach einem Brand.


    Das 16. Jahrhundert ist von intensiver Bautätigkeit geprägt. In dieser Zeit wurden alle Flügel der Vierflügelanlage neu errichtet, wobei die Hofseite des Westflügels mit ihren Frührenaissanceformen, dem Treppenturm und dem rekonstruierten Standerker aus den 1530er Jahren qualitativ hervorsticht. Der Giebelbereich dieser bemerkenswerten Schaufassade ist im 19. Jahrhundert leider verloren gegangen, so dass sie sich dem Betrachter nur noch unvollständig präsentiert.


    Das heutige Schloss wird von dem monumentalen Südflügel beherrscht, der 1697 bis 1703 unter Einbeziehung der Gotischen Halle an Stelle des Renaissancebaus errichtet wurde. Die Fassadenmitte wird durch einen Turmrisalit mit Tordurchfahrt akzentuiert. Man rezipierte damit den barocken Palasttyp Italiens mit seiner strengen Symmetrie und den gleichförmigen Fensterachsen. Direkte Vorbilder sind im sächsischen Schlossbau wie in Zeitz oder Weißenfels zu suchen. Der vermutlich angestrebte Plan, weitere Schlossflügel durch Neubauten mit barocken Raumkonzepten einer höfischen Residenz zu ersetzen, ist nie verwirklicht worden.

    Nördlich der Schlossinsel befindet sich der Barockgarten von Gottorf, der im 17. Jahrhundert als sogenanntes Neues Werk angelegt wurde. Die Anlage ergänzte den Reigen älterer Gärten rund um das Schloss. Dabei ist seine Existenz der Initiative durch Herzog Friedrich III. zu verdanken. Die Gartenanlage bestand zunächst recht bescheiden nur aus dem Umfeld des Herkulesteiches. Sie wurde unter Friedrichs Sohn Herzog Christian Albrecht mit Terrassen, Freitreppen, Kaskaden und Fontänen deutlich erweitert.


    Den internationalen Ruf erhielt der Barockgarten aber erst durch den Gottorfer Globus, den der Hofmathematiker Adam Olearius schuf. Er galt vor rund 350 Jahren als astronomisches Wunderwerk und erstes Planetarium in der christlichen Welt und spiegelt die Stellung des Gottorfer Fürstenhofs als bedeutendes kulturelles Zentrum Nordeuropas unter Herzog Friedrich III. wider. 1713 wurde der Globus auf Wunsch des Zaren Peters des Großen nach St. Petersburg transportiert. Damit setzte der Niedergang der Gottorfer Gartenanlage ein. Im 19. Jahrhundert wurden die Terrassen eingeebnet und die Anlage als Reitplatz genutzt.


    Damit hätte die Geschichte der barocken Gartenpracht zu Ende erzählt sein können, wenn man sich nicht 2005 auf Grundlage systematischer archäologischer Untersuchungen und einem Inventar von 1709 mit einer ausführlichen Beschreibung des Gartens und seiner Pflanzenvielfalt zu einer Rekonstruktion entschlossen hätte. Auch der Riesenglobus – das Original befindet sich in veränderter Form noch immer in St. Petersburg – wurde rekonstruiert und erhielt mit einem modernen Globushaus eine erneuerte baulichen Hülle. Ursprünglich befand sich das Meisterwerk der Astronomie in einem Lusthaus aus der Zeit um 1650, das nach dem Abtransport des Globus verfiel und schließlich abgebrochen wurde.


    Mehr: https://www.zeilenabstand.net/…oss-gottorf-in-schleswig/


    Impressionen:


    Südflügel des Schlosses Gottorf


    Hoffassade des Westflügels


    Schlosskapelle


    Gotische Halle


    Hirschsaal


    Barockgarten mit Globushaus


    Klassizistischer Tempel, Kaskaden und Brunnen im Barockgarten

    Zunächst einmal ist es nicht die Gesellschaft, die psychisch krank ist (was soll man sich auch darunter vorstellen?), sondern einzelne Individuen. Zum anderen ist die herbeigeredete Kausalität eines Brandanschlags des Jahres 2022 aus den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs nur noch hanebüchen. Das erst recht vor dem Hintergrund, dass niemand den Täter und noch weniger seine psychische Verfassung kennt. Etwas weniger Hobby-Psychologie würde der Diskussion gut tun.

    Ein paar Prozente hin oder her- ich finde, dass, bis zu einem Drittel der Tage eines Monats als Regentage annehmen zu müssen, sich unbedingt auf Mobilitätsentscheidungen bezüglich Fahrrad auswirken muss. Schon ein Kleinroller mit Spritzschutz und Klarsichtscheibe in Verbindung mit normaler Regenbekleidung jst hingegen eine, wenn auch nicht optimale, Alternative. Auch ich bin einige Jahre so gefahren. Vorteilhaft ist dabei, dass die eigene Kraftanstrengung (auch gegen den Wind) vom Motor übernommen wird und das Schwitzen unter der Montur reduziert.

    Man könnte sogar anders herum argumentieren, nämlich, dass die zunehmende Hitze und Trockenheit im Sommer zu weniger Nutzung des Fahrrads führt. Bei mir war es tatsächlich in den Sommern 2018 und 2019 so, dass ich fast gar kein Fahrrad gefahren bin, obwohl dies sonst die Kernzeit meiner Fahrradsaison ist. Aber die anhaltenden Temperaturen jenseits von 30 Grad haben mich auf das Frühjahr und den Herbst ausweichen lassen. Egal, von welcher Seite man es betrachtet, so muss man feststellen, dass das norddeutsche Flachland klimatisch und geographisch ideale Bedingungen für das Radfahren bietet. Seit dem Durchsetzen von E-Bikes auf dem Massenmarkt sind nun auch Berge und Wind kein Argument mehr, sich nicht der Fortbewegung mit dem Drahtesel zu widmen.

    Dann muss ich noch eine andere Quelle nachreichen:

    https://www.laenderdaten.info/…/Klima-Sachsen-Anhalt.php

    Die Zahl der Regentage schwankt im Jahresverlauf monatlich zwischen 6 und 11, und das ist erheblich.

    Ich habe mir jetzt mal Niedersachsen und Schleswig-Holstein angeschaut, da ich in diesem Bundesländern die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Dort ist die Zahl der Regentag etwas höher, was auch nicht verwundert, da das Klima in Sachsen-Anhalt ein Stück kontinentaler ist. Sogar der Duschlandschnitt scheint einen Tick höher als Sachsen-Anhalt zu liegen. Dass es dort also besonders regenreich ist, trifft nicht zu. Eher wäre das Gegenteil richtig.

    Na ja, das Portal ist weder "überflüssig" noch hat das etwas mit dem "schieren Hass gegenwärtiger Architekten auf unser Kulturerbe" zu tun, sondern ganz im Gegenteil: Du hast es doch selbst zitiert: an dem gotischen Westportal ist noch die sehr selten erhaltene mittelalterliche Farbfassung erhalten. Man hat einen Weg gesucht, dies zu erhalten, indem man es vor der Witterung schützt und damit eben genau jenes Kulturerbe, von dem du sprichst, bewahrt.

    Das ist ganz richtig. Manchmal habe ich das Gefühl, dass die Nachrichten entweder bewusst falsch interpretiert oder erst gar nicht richtig gelesen werden.


    Solche Schutzbauten gibt es übrigens, seitdem die Disziplin des Denkmalschutzes existiert. Ad hoc fällt mit da der Vorbau vor der Goldenen Pforte am Freiberger Dom ein, der 1903 errichtet wurde: http://www.freiberger-dom-app.de/langhaus-1/goldene-pforte

    Und im eher trockenen Übergangsklima Sachsen-Anhalts soll das allen Ernstes wegen des vielen Regens nicht möglich sein? Leg ne andere Platte auf.

    Der Grund ist in der Tat wohl kaum im Wetter von Sachsen-Anhalt zu suchen, denn in den eher feuchteren Niederlanden bewegen sich ganze Massen von Menschen wie selbstverständlich im Alltag mit dem Fahrrad. Warum dies hierzulande nicht funktioniert? Es ist einerseits die schlechte Infrastruktur für Fahrräder, andererseits unsere eigene Trägheit und Faulheit. Und da nehme ich mich nicht aus, obwohl ich leidenschaftlich gerne Fahrrad fahre, allerdings in der Freizeit und nicht im Alltag. Die Niederländer haben es dagegen seit Jahrzehnten im Blut, ihren Alltag auf zwei Rädern zu bewältigen. Es gehört zu ihrer Kultur. Und dafür beneide ich sie.

    Aussagen, die sich auf eine gelöschte Diskussion bezogen, wurden entfernt.


    Ich kann aber bisher nicht erkennen, dass die Pandemie einen nachhaltigen Einfluss auf unser Verhalten im öffentlichen Verkehr besitzt. Mir scheint es eher so zu sein, dass alle sehnsüchtig auf das Ende der Pandemie warten, um zu ihren alten Gewohnheiten zurück zu kehren. Und letztlich ist das sogar zu hoffen, denn viele Menschen meiden in der Pandemie den ÖPNV und Fahrgemeinschaften, um sich allein in ein PKW zu setzen. Man kann es den Personen nicht einmal verdenken. Ich würde es vielleicht ähnlich handhaben.


    Ob zumindest die Mobilität auf dem Fahrrad dauerhaft zunehmen wird? Die Fahrradstreifen, die temporär in den Lockdowns eingerichtet worden sind, sind teilweise wieder abgebaut. Und die fehlende Infrastruktur für Fahrräder ist eines der größten Hemmnisse beim Ausbau zu einem Land der Fahrradfahrer. Wie häufig ärgere ich mich über miserable oder gar nicht vorhandene Fahrradwege und wünsche mich in die Niederlande oder nach Dänemark.

    Auch wenn der Abriss sehr zu bedauern ist, so muss man auch konstatieren, dass das Gebäude als Solitär an einer viel befahrenen Ausfallstraße mit wenig ansehnlichem Umfeld liegt bzw. lag. Das daher zum Trost: Der Abriss wird keine Wunde in das Stadtbild schlagen.

    Ich habe lange Zeit in Oldenburg in den Räumlichkeiten des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte gearbeitet. Wie so häufig schätzt man aber die schönen Dinge erst, wenn sie nicht täglich zur Verfügung stehen. Von unserem Besuch im Museum entstand ein längere Blogartikel, der aber auch etwas über die Geschichte des Schloss und des Museums und somit der Stadt zu berichten weiß. Deshalb stelle ich ihn hier in einem kleinen Auszug ein:


    Mehr: https://www.zeilenabstand.net/…rgeschichte-in-oldenburg/


    Die Museumsgebäude sind Teil eines beachtlichen Ensembles rund um das Schloss, das aber nach 1945 erhebliche Verluste erleiden musste, während Oldenburg im Krieg ohne nennenswerte Zerstörungen blieb.


    Oldenburger Schloss



    Augusteum



    Prinzenpalais

    Was dieser Lederer hier denkt oder hier zwanghaft hereininterpretiert, das sollte und müsste uns im Endeffekt egal sein, da ihm gerade an dieser Stelle aber auch komplett die moralische Integrität in dieser Angelegenheit fehlt (Stichwort Stadtschlosssprengung!).

    Als das Schloss gesprengt wurde, war Herr Lederer noch nicht geboren. Und die DDR erlebte er nur als Kind. Was genau möchtest du ihm in Sachen Schlosssprengung moralisch anlasten?


    Mich widert diese Person einfach nur an.

    Ja, das scheint hier das Problem zu sein, wenn andere Ansichten als persönliche Beleidigung und Affront empfunden werden. Das wiederum empfinde ich als äußerst befremdlich, weil damit jeder Diskurs zwangsläufig auf eine unschöne persönliche Ebene gezogen wird, wie man hier immer wieder demonstriert bekommt.

    Diese Aussage war ja erwartbar.

    Von dir kommt ja auch nichts Neues, außer dass jeder, der die Rekonstruktion des Schlosses kritisch sieht, hassgetrieben sei. Das ist mir doch viel zu undifferenziert, geradezu falsch und unterstellend.


    Es gibt viele weitere Schlösser in Deutschland, bei denen man, wenn man missgünstig gestimmt ist, ebenso einen solchen Widerspruch konturieren kann: Das Potsdamer Stadtschloss und das Residenzschloss in Schwerin dienen trotz ihrer historischen Fassaden und feudalen Embleme als Sitze demokratischer Parlamente, das westfälische Schloss Nordkirchen als Ausbildungsstätte der Finanzhochschule NRW. Ist das auch alles widersprüchlich? Oder sind nur Südseeboote und Buddha-Statuen widersprüchlich? Hauptsache man findet eine Definition für Widerspruch, die einem persönlich ins dogmatische Weltbild passt und die man verabsolutieren kann...

    Die genannten Beispiele sind doch etwas anders gelagert als das Berliner Objekt. Den Widerspruch, den ich sehe und den Lederer wohl auch meint, ist derjenige zwischen Imperialismus einerseits sowie Weltoffenheit und Versöhnung andererseits. Kaum ein Bauwerk in Deutschland steht so sehr für die deutsche / preußischen Vormachtstellung wie das Berliner Schloss. Ich kann daher die Kritik der Bedenkenträger durchaus nachvollziehen, teile sie aber nicht. Die Kunst ist es nun, die divergierenden Botschaften, die das Humboldt-Forum aussendet, auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Keine einfache Aufgabe...

    Nicht jede kritische Äußerung ist als Hass zu interpretieren, auch wenn dies die einfachste Art ist, sich mit Kritik nicht inhaltlich auseinandersetzen zu müssen. Die hier von Lederer gemachte Aussage, dass bauliche Hülle und inhaltlicher Anspruch im Widerspruch zueinander stehen, kann ich in Teilen sogar nachvollziehen. Die Rekonstruktion von Innenräumen des Schlosses würde diesen Widerspruch sogar noch verstärken. Und das sage ich, obwohl ich mir die Rekonstruktion wünschen würde. Insofern wird es noch ein langer Prozess sein, beide Leitgedanken des Projektes Humboldt-Forum in Einklang zu bringen. Eine schnelle und einfache Lösung habe ich aber nicht parat.


    Mod: entfernt wegen (
    hier)

    Ohne die Mainstreammedien wären solche Gestalten unbeachtete Irrlicher am linksextremen Rand der Gesellschaft, belächelt und nicht ernst genommen.

    Ich würde wirklich gerne wissen, was denn an Frau Ha, Herrn Oswalt oder Herrn Trüby linksextrem ist. Wie ist das zu begründen? Glaubt der Verfasser dieser Zeilen ernsthaft, Personen, die die parlamentarische Demokratie und den Rechtssaat ablehnen, könnten unbehelligt an deutschen Universitäten lehren? Ich bin mir sogar sicher, dass der Verfasser - würden die so Herabgewürdigten die Behauptung gerichtlich überprüfen lassen - ein juristisches Problem bekommen würde. Und Stadtbild Deutschland als Betreiberin des APH gleich mit. Aber hinter der Anonymität lassen sich rechtswidrige Äußerungen eben sehr leicht in die Welt setzen, ohne dass man dafür die Verantwortung übernehmen muss.

    Was Herr Lederer da von sich gibt, ist einfach nur noch respektlos und unverschämt. Spinner sind die Spender für die Rekonstruktion des Schlosses sicher nicht. Wie kommt er auf so eine unsägliche Einschätzung?


    Wenn ich hier im Strang etwas über "gleichgeschaltete Medien", "Altparteien", "Linksextreme" und anderer eindeutige Statements vom politischen Rand lese, fallen mir ganz andere Einordnungen als "Spinner" ein. Offensichtlich scheinen einige das Engagement für Rekonstruktionen mit dem Platzieren von politischen Duftmarken zu verwechseln. Wenn man die Politisierung von Architektur beklagt, dann sollte man selbst nicht genau dies tun. Stadtbild Deutschland versteht sich als überparteilicher Verein und diesem Vorbild sollte auch im APH Rechnung getragen werden, finde ich.

    Das beste Beispiel ist unsere Ex-Kanzlerin. Vor zwei Jahren ließ Merkel zwei Bilder von Emil Nolde aus dem Kanzleramt entfernen, weil Nolde ein Anhänger der Nazis und Rassist war. Gleichzeitig hatte sie aber kein Problem damit weiterhin in Bayreuth Wagner-Opern zu lauschen, obwohl Wagner ein glühender Antisemit war. Moralhybris und Doppelmoral vom feinsten also.

    Man könnte dafür aber auch eine anderer Erklärung heranziehen. Das Kanzleramt ist eine staatliche Behörde. Diese muss über jeden Zweifel in Sachen Antisemitismus erhaben sein. Der Besuch in Bayreuth dagegen dürfte ihr Privatvergnügen gewesen sein. Da kann man schon andere Maßstäbe anlegen. Ich behaupte nicht, dass diese Erklärung zutrifft, aber beim Vorwurf der Doppelmoral erscheint mir hier eher der Wunsch der Vater des Gedanken zu sein.

    Ich befürchte, dass einige in diese Ausstellung mehr hineinlesen, als dort wirklich ausgesagt wird. Dass man solche Fragen stellt wie die Ausstellung im Brücke Museum, ist doch tatsächlich ein kultureller Fortschritt, weil sie zu einem Erkenntnisgewinn führen.


    Dazu gehört aber auch der Hinweis, den Claus Kleber am Ende des Beitrages liefert: Er mahnt nämlich an, dass man Künstler vergangener Jahrhunderte nicht selbstverständlich mit Maßstäben des Hier und Heute beurteilen sollte. Insofern geht es bei der Ausstellung nicht um Verurteilung, sondern um ein differenziertes Gesamtbild.

    Treverer


    Nein, da ich diesem Segment mein Geld verdiene, nehme ich nicht mich als Maßstab, sondern meine Erfahrungen, was man mit einem Privataccount in der Kulturszene erreichen kann. Und da hat Trüby einen ganz ordentlichen Start hingelegt. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit großen Institutionen und den Accounts von Prominenten. Dass sich aber niemand für Trübys Ansichten interessiert, das ist eher Wunschdenken.

    Mir stellt sich die Frage, ob der Trüby-Account überhaupt echt ist. Müsste dann nicht ein Häkchen hinter dem Namen stehen?

    Diese Häckchen gibt es nur bei besonders prominenten Accounts: https://help.twitter.com/de/ma…twitter-verified-Accounts.


    Und soll Trüby wirklich erst im März dieses Jahres eingestiegen sein?

    Warum nicht? Manche erkennen erst spät, welchen Möglichkeiten ein solches Medium bietet.

    Knapp 300 Abonnenten für seinen Twitter Account ist schon etwas dürftig und zeigt, dass sich nicht viele darum scheren, was er zu vermelden hat.

    Da muss ich dir leider widersprechen. Trübys Account existiert erst seit März 2021 und da sind 300 Abonnenten schon ein vernünftiger Schnitt. Mein Account kommt seit Juli 2018 auf rund 900 Follower und ich bespiele ihn auch regelmäßig mit kulturellen Themen.

    Martintre


    Ich habe deine Zeilen aufmerksam gelesen, bis zu der Stelle, als du ohne erkennbaren Zusammenhang eine Politikerin nennst und sie als Gutmensch beleidigst. Darunter geht wohl kein Post mehr...


    Der Islam hat übrigens eine besonders perfide Art gewählt, um Jesus zu diskreditieren. Als Mohammed seinerzeit merkte, dass die Christen nicht bereit waren, den Sohn Gottes zu einem der vielen Propheten degradieren zu lassen, hat er sehr schnell klargestellt, dass Christen neben den Juden als Hauptfeinde des Islam mit allen Mitteln zu verfolgen seien.

    Du bist ja ein echter Experte für die Schriften von Mohammed. Ich hätte hier mal einen anderen Experten, nämlich Prof. Dr. Fred M. Donner, University of Chicago, der deine Ansicht nicht unbedingt teilt: https://www.deutschlandfunk.de…er-mal-feinde-im-100.html