Posts by Treverer

    Ein Mittelding zwischen Konservierung von allen Alterungs- oder Kriegsschäden und Totsanierung müsste in Deutschland gefunden werden. Das klappt in anderen Ländern, wie Erbse erwähnte, ja auch. In D muss leider immer alles so radikal sein.
    Es ist immer wieder traurig, wenn man ausländische Gäste in deutsche Altstädte begleitet, und diese, wegen der totsanierten Fassaden, immer davon ausgehen, dass alles neulich erst wie in Dresden rekonstruiert wurde.

    Es war echt bitter das Extrablatt durchzulesen. Sehr viel bitterer muss es natürlich für von Boddien gewesen sein, denn sonst wäre er sicher nicht auf die Idee gekommen, so öffentlich und direkt auf die Schmutzkampagne zu antworten und auf die Probleme mit der Stiftung Humboldt-Forum hinzuweisen.
    Er hat sicher pro und contra genau abgewägt, aber es erscheint mir schon riskant, sich so öffentlich mit der Stiftung auseinanderzusetzen. Wenn das mal gut geht...
    Vielleicht denkt/oder weiß er aber auch, dass da eh bereits alle Brücken abgebrochen sind. Es hört sich nämlich stark danach an, als wolle die Stiftung den e.V. Ende 2023 sang- und klanglos aus dem Haus werfen.
    Absolute Schweinerei, denn das Humboldt-Forum gäbe es ohne den Wiederaufbau des Schlosses und von Boddien, der dies angestoßen hat, überhaupt gar nicht.

    Wow, diesmal kein Blatt vor dem Mund im ersten Artikel. Von Boddien rechnet mit der Schmierenkampagne rund um den Wiederaufbau des Berliner Schlosses ab. Ich habe mich länger gewundert, was von Boddien dazu denkt, und ob er es mal öffentlich aussprechen wird. Das hat er nun getan.
    Ich finde, er hätte ruhig die gewaltige Ironie und Ungerechtigkeit, dass das Schloss, mit Zeitzeugen von Monarchie und Kirche so verdammt wird, während der Palast der Republik, Zeitzeuge eines Unrechtstaats, hingegen so verklärt wird, ruhig noch genauer benennen können.

    Nachtrag:
    Ich sehe, der Rundumschlag geht auf den nächsten Seiten weiter. ;)

    unify Bei den Visualisierungen kann man man die Leutbauten getrost außer Acht lassen. Diese werden im Zustand ihrer höchsten Kunsthistorischen Qualität wiedererrichtet. Und dazu gehören beim Palazzo Barbaran auch die Figuren, unabhängig was die Visualisierung zeigt. Ähnlich verhielt es sich im Block III wo das Klingnersches seine Ochsenaugen im Mezzanin zurückbekommt, und beim Plögerschen Gasthof der Historismus-Balkon im Piano Nobile wegfällt.

    Wie sieht es mit dem Haus am Alten Markt 13/14 aus? Auf Visualisierung wirkt es teils stark verändert. Nicht nur dass Relief und Statuen wegfallen, auch in anderen Fassadendetails weicht es vom ursprünglichen Haus ab.

    Ja, in Deutschland steht es nicht gut mit historischen Ladeneinbauten. :(
    Hier in der Trierer Altstadt gibt es sowas kaum. Die Häuser sind schön und historisch vom ersten Obergeschoss bis zur Traufe...das Erdgeschoss hingegen ist ein Grausen. Von 50er/60er Nachkriegsmief bis zum Minimalismus der 2020er (praktisch nur eine große Glasscheibe) ist alles dabei.

    Es ist immer wieder schön zu sehen, wie die ganzen Ausfransungen verschwinden, sich die Wände schließen und sich wieder geschlossene urbane Räume bilden. Noch besser, wenn dies durch Rekonstruktionen und angepasste Neubauten geschieht, damit es auch schöne, lebenswerte Räume werden.
    Ich hoffe nur, man macht kurzen Prozess mit der scheußlichen Platte hinter Sankt Nikolai, damit niemand die Zeit und Möglichkeit hat da wieder auf Jahre zu behindern und zu sabotieren. :kopfschuetteln:

    Lass Dich nicht davon abbringen, weiter Deine Meinung zu schreiben. Ist mir völlig wumpe, wie man die Einwohner von Odessa nennt.


    Lachhafter Versuch die Tatsachen zu verdrehen.
    Eiserner Pirat war derjenige, dem es nicht "völlig wumpe" war, wie man die Einwohner von Odessa nennt und der sich über den Gebrauch von "Odessitinnen", aufgeregt hat und meinte, andere korrigieren zu müssen.
    Aber, aber die bösen "Woken", die sich immer über alles aufregen und einem den Mund verbieten wollen... :augenrollen:

    Auf die Straftaten, die den Dieben vorgeworfen werden, schwerer Bandendiebstahl und schwere Brandstiftung stehen zwischen 1-10 Jahre und 1-15 Jahre. Ich nehme mal an, dass man bei der enormen Größe der Tat und der Notorietät der Diebe eher in Richtung Höchststrafe tendieren wird. Wie ist das eigentlich bei Verurteilungen in gleich mehreren Kategorien, addiert sich da die Gefängniszeit?

    Verstehe ich das, richtig? Er wurde festgenommen, nachdem man ihn als Besucher im Gerichtssaal entdeckte? Wie blöd muss man sein...?

    Übrigens sagt der Artikel auch, dass DNA eines Großteils der Täter im/um den Tatort gefunden worden ist. Die können also nicht mehr ihren Kopf aus der Schlinge ziehen.

    Ich glaube nicht, dass ausgerechnet in der heutigen, vollkommen auf den Kopf gestellten Zeit, die Möglichkeit besteht, sie wieder aufzustellen. Sie sehen ja mit ihren Flügeln total rechtsextrem aus.

    Die Wiederherstellung der Krone passt ja heute auch absolut nicht in die Zeit. Ich würde als Ersatz einen bunten Luftballon vorschlagen. Wir sind doch "bunt".


    Weißt du, das kommt mittlerweile schon ein bisschen paranoid rüber. Nicht alles ist eine Verschwörung von links.

    Das Pompejanum in Aschaffenburg ist ab nächstem Jahr wieder um eine römische Büste reicher. Ihre Odyssee ist sehr interessant, findet aber nach über 70 Jahren ein gutes Ende.

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    https://edition.cnn.com/2022/0…-goodwill-trnd/index.htmlFür alle, die den Artikel nicht lesen wollen oder können, eine knappe Wiedergabe:

    Eine US-Amerikanerin erstand für $34 eine Büste in einem US-Trödelladen. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine echte römische Büste handelte.
    Nachdem dies für ziemlich Aufsehen sorgte, hatten sich Spezialisten daran gemacht herauszufinden, woher die Statue stammt und wie sie im Trödelladen gelandet ist.
    Man konnte die Büste ins Pompejanum in Aschaffenburg zurückverfolgen, wo sie höchstwahrscheinlich nach dem Krieg von einem US-Soldaten gestohlen und in die USA abtransportiert wurde. Man konnte nicht ausfindig machen wer es war und wer die Büste and den Trödelladen abgegeben hatte.
    Die Büste wird nun noch ein Jahr in einem texanischen Museum ausgestellt und wird dann nächstes Jahr an ihren angestammten Platz im Aschaffenburger Pompejanum zurückkehren.

    Stehen 20er Jahre, expressionistische Bauten nicht normalerweise unter Denkmalschutz?
    So oder so eine absoute Unverschämtheit einfach das Fassendecor abzunehmen oder zu vereinfachen. Macht mich richtig sauer.

    Mir ist mal auf einem Nachkriegsfoto aufgefallen, dass die Löwen, die ich auf dem Foto für Adler hielt, noch da waren. Schade, dass man sie später abgenommen und verschwinden lassen hat.
    Ich finde schon, dass die beiden Sockel, rechts und links des Dreieckgiebels, wo sie einst waren, offensichtlich leer wirken.

    Hab dies gerade auf Youtube entdeckt:

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    Vielen nicht bekannt, aber nicht etwa eine Stadt, wie New Orleans, sondern Dresden besitzt die älteste und größte Raddampferflotte der Welt.

    Ich finde es gut, dass man sie endlich gesichert hat, dass es mit ihnen nicht ganz so weit kommen musste, wie mit den beiden anderen arg lädierten Statuen. Ich finde es aber ärgerlich, und mal wieder typisch berlinerisch, dass man es nicht gebacken bekommen hat, bereits Kopien anzufertigen und die Originale direkt mit diesen auszutauschen. :augenrollen:

    Kann uns nochmal wer erklären, warum das Hotel zum Einsiedler nicht als Leitbau rekonstruiert wurde? Es war ein schöner, einzigartiger, dass Stadtbild besonders prägender Bau.
    Gerade der Umstand, dass man dem Originalbau in Größe, Form und Aufbau so nahe kommt und dann doch nicht den kleinen aber bedeutenden Schritt weitergeht und es rekonstruiert, ist besonders schade und auch ärgerlich. Vertane Chance Nr. 1256.

    Das Völkerfreundschaftsdenkmal, dass hier bereits erwähnt wurde, wurde nun teilweise abgebrochen, erst die zentrale Bronzeskulptur, die Marmorfigurengruppe soll später ebenfalls weichen. Der große Bogen bleibt bestehen und wird mit den ukrainischen Farben akzentuiert und umbenannt in Bogen der Freiheit des Ukrainischen Volkes.
    Es ist nur eines von 60 Denkmälern in der Stadt, die abgebrochen werden sollen.

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