Posts by Treverer

    Und... kann man die hellen Steine irgendwie altern, also in der Farbe anpassen ?


    Direkt daneben am Sockel des ehemaligen Nationaldenkmals hat man das tatsächlich getan. Dort wurden beschädigte Steine und rekonstruierte Ornamente neu eingesetzt und im Nachhinein hat man den sehr hellen Sandstein gealtert. Aus meiner unfachmännischen Sicht schien es so, als hätte man Schlammwasser drüber getrichen. ;)

    Super Filmchen mit tollen Drohnenbildern:


    Ich habe es schon einmal gesagt, und ich will es gerne nochmal sagen, Herrn Hoferick für die Engel zu beauftragen, war die beste Entscheidung, die hätte getroffen werden können. Ich sehe bei so vielen kleineren und größeren Rekonstruktionsprojekten, dass es heutigen Bildhauern oft sehr schwer fällt, der Schönheit, Klarheit und Eleganz klassizistischer Skulpturen nahezukommen. Ich will sie jetzt nicht aufzählen, aber da fallen mir auf Anhieb eine Reihe misslungener Rekonstruktionen von Skulpturen ein. Herr Hoferick allerdings ist ein Bildhauermeister, der in die falsche Zeit geboren wurde, und dies zu unserem großen Glück. Er trifft genau diese klassizistische Schönheit, Strenge und Eleganz. (Er weiß sich aber auch gut in andere Stile hineinzuversetzen!) Fantastische Arbeit von ihm und seinem Team. :)

    Ich hoffe, die große Wappenkartusche von Portal III war bereits in den ersten 105 Millionen inbegriffen, denn eigentlich ist sie auch etwas, dass später nachträglich angebracht werden kann, aber sie ist meiner Meinung nach unverzichtbar für die Wirkung von Portal III. Es wird einfach seltsam aussehen, wenn dort auf längere Zeit eine große Leere klafft.
    Ich habe bisher allerdings weder etwas von den Arbeiten an der Kartusche gehört noch gesehen, was mich schon verwundert und befürchten lässt, dass diese tatsächlich noch eine ganze Weile fehlen wird. Wissen andere vielleicht mehr?

    Sony hat letzte Woche die Playstation 5 vorgestellt und einige Next Generation Spiele gezeigt, darunter auch Resident Evil 8. Die Burg, besonders ihr Inneres, die man in dem Spiel erkunden wird, hat mich besonders begeistert. Da haben sich die virtuellen Architekten so richtig ausgetobt:

    Resident-Evil-8-Village-Screenshots-8--pc-games.jpg

    Resident-Evil-8-Village-Screenshots-2--pc-games.jpg

    Resident-Evil-8-Village-Screenshots-11--pc-games.jpg

    Bildquelle: Von Capcom der Öffentlichkeit zu Werbezwecken frei zur Verfügung gestellt.

    Schöne Eindrücke, vielen Dank! :)

    Was mir auch wieder auffällt, wie viel Stadtmöblierung tatsächlich ausmacht. Die Schupmann-Kandelaber machen sich sehr gut rund um das Stadtschloss. Da hatten wir echt Glück und ich wüsste wirklich gerne wem wir das zu verdanken haben.
    Wenn man sich aber mal die Stadtmöblierung rund um die Oper und Sankt Hedwig anguckt... <XUnpassender, aufdringlicher und hässlicher gehts kaum.

    Ungepflegte Grünflächen sind doch in Berlin keine Seltenheit. Wundert mich also gar nicht.
    Die Idee mit den Blumenrabatten finde ich toll, allerdings bezweifele ich auch hier stark, dass Berlin es fertigbringt diese gepflegt zu halten. Nach einem Jahr sieht das doch auch alles nach Wildwuchs aus.

    Ich finde es so schade, dass die wirklich schönen Generalsdenkmäler so verschämt und versteckt auf der Wiese stehen. Noch schader, dass Bülow und Scharnhorst wahrscheinlich auch nicht wieder beidseitig der Neue Wache stehen werden. Kann man sie denn wenigstens symmetrischer auf der Wiese aufstellen? Im Moment stehen sie am Straßenrand wie bestellt und nicht abgeholt. :/

    Lewis Hamilton hat auf Twitter geschrieben dass weltweit alle Denkmäler die mit Sklaverei und Kolonialismus in Verbindung stehen entfernt werden sollten. Nach dieser Logik müsste man auch das Kolosseum abtragen, weil dort die bösen Römer auch Sklaven in den Ring schickten gegen die Löwen.


    Was ein Unsinnsvergleich. Das Kolosseum ist in erster Linie ein historisches Baudenkmal. Es ist kein Denkmal, das gebaut wurde um eine bestimmte Persönlichkeit zu verherrlichen, die Kolonien ausgebeutet oder mit Sklaven gehandelt hat. Es dreht sich um solche Denkmäler hier.

    Ich sehe es ganz ähnlich. Ich kann es sehr gut verstehen, wenn man keine Denkmäler mitten in der Stadt stehen haben will, die Sklavenhändler und Rassisten verherrlichen. Wie fühlt man sich da als Brite mit schwarzer Haut? Unwillkommen und als ein Mensch zweiter Klasse.
    Ich finde, es sollte unbedingt einen Diskurs darüber geben, solche Denkmäler womöglich besser abzubauen und in Museen zu stellen, um zu erklären was es mit dem Denkmal und der Person auf sich hat und warum sie heute so kontrovers ist.
    Was ich in keinster Weise befürworte, ist blinder Vandalismus. Dieser Vandalismus bringt mich auch an deutschen Denkmälern immer wieder auf die Palme, wie man vielleicht schon hier im Forum bemerkt hat. Denkmäler, ganz losgelöst von der Person, der sie gewidmet sind, sind für mich auch Kunst und Kultur. Ich selbst bin Künstler und ich will keine Kunst blind zerstört sehen.
    So wie es in Oxford gemacht wird, wo ein Gremium entschied die Statue von Rhodes abzubauen, finde ich es richtig. Ich nehme zumindest an, dass die Statue nicht beschädigt wird und gut untergebracht wird.

    Rastrelli, natürlich hat Schinkel sich nicht selbst erwähnt, denn wer beansprucht sowas schon von sich selbst, es sei denn er ist komplett größenwahnsinnig. ;) Außerdem scheint das Zitat von 1817, das war eine Weile bevor seinen großartigsten Bauwerken. ;)

    Da Schlüter genannt wurde: Mehr als auf das Aufsetzen der Laterne freue ich mich ehrlich gesagt auf den Tag, da der Schlüterhof uns in voller Pracht präsentiert wird. Meiner Meinung nach ist er einer der schönsten, beeindruckendsten und einzigartigsten barocken Innenhöfe Europas.

    Ich hatte vor einer Weile, leider keiner Ahnung mehr wo, eine Dokumentation gesehen, in der klar wurde, wie viel es tatsächlich oft in der Diplomatie ausmacht, wenn z.B. das Vereinigte Königreich oder Frankreich einen wichtigen Gast mit allem, Pomp und Prunk emfpangen und ihn so richtig hofieren. Ein Empfang bei der Queen oder ein Festmahl im Elysee Palast können den Gast positiv beeinflussen und womöglich auch in der ein oder anderen Weise versöhnlicher und einsichtiger stimmen, als wenn er nach Berlin kommt und am liebsten ganz schnell wieder weg will. Es ist so schade, dass Deutschland da so wenig Fingerspitzengefühl hat.

    Allerdings kann ich mir gut vorstellen, oder ich hoffe es zumindest, das zukünftige Gäste, wenn ihnen die Stadt gezeigt wird, und wenn irgendwelche Veranstaltungen organisiert werden, es auch ins Stadtschloss gehen wird. Ein kleines Konzert im Schlüterhof, ein abendlicher Empfang im Dachcafe... Das macht schon was her...

    Immerhin hat Merkel bereits Macron ins Stadtschloss eingeladen:

    Macron.jpg?w=750&s=23c8ddf1

    Bildquelle: Der Standard, https://apps.derstandard.at/pr…-merkel-ueber-eu-reformen

    Uh-oh... Es werden also zusätzliche Gauben/Fenster ins Dach eingelassen. Fände ich eine super Idee, falls es sich um historisch anmutende Gauben handelt. Wenn es sich aber wie leider so oft und moderne Scheußlichkeiten handelt, dann wird mir die Hutschnur hochgehen. Bitte verschandelt nicht das Dach dieses Baus. Es ist weithin sichtbar und stadtbildprägend wie Snorks Bilder zeigen.

    Darf ich mal anmerken, dass ein herausragendes Bauwerk von Unter den Linden meiner Meinung nach nicht genug Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhält? Das ist die Schlossbrücke. Erst mal ist sie eine (wenn nicht sogar die) schönste klassizistische Brücke, die ich kenne. Ein richtiges, einmaliges Schmuckstück und obendrein ist es ein Wunder, dass sie uns komplett erhalten geblieben ist, mit ihren wunderschönen und kostbaren Carrara-Statuen.

    Ich hoffe es verschwinden endlich male die ganzen Baustellenbarrikaden, die alle Ansichten ruinieren. :/

    Ich habe mir mal auf einer Visualisierung angeschaut, wie die MarAnn Appartments aussehen werden. Sagen wir mal so, es wirkt zumindest ganz interessant, heiter und wertig. Der typisch graue, sterbenslangweilige Berliner Schuhkarton blieb uns erspart.

    Was insgesamt mit dem Postplatz geschehen ist, hätte natürlich noch um einiges besser sein können, aber wie jemand anderes hier bereits erwähnte, es ist in der Tat tausendmal besser verglichen zum Vorzustand. Die komplette Umgebung sah aus als würde man direkt von einer heiteren, wohlhabenden, mitteleuropäischen Stadt ins sowjetische Novosibirsk übertreten. Was müssen internationale Touristen gedacht haben...? Es war ein Unort und Schandfleck. Jetzt wähnt man sich zumindest nicht mehr in der ehemaligen Sowjetunion sondern wieder in einer modernen, mitteleuropäischen Stadt.

    Übrigens empfinde ich das Haus am Postplatz als einen recht gelungenen Bau. Wertig, schlicht aber ästhetisch und zeitlos. Hat was von den 20gern.

    Es ist schade, dass die Annenhöfe nicht direkt an den Postplatz angrenzen, denn die finde ich sogar sehr gelungen. :(

    Traurigerweise wäre es allerdings nicht erwünscht, einen neuen Brunnen, ein Denkmal oder ähnliches in klassischen Formen und klassischer Ästhetik zu erbauen. Das würde in Berlin/Deutschland unweigerlich auf etwas modernistisches, abstraktes und unästhetisches hinauslaufen. Anstatt des oben erwähnten Völkerfreundschaftsbrunnens blüht uns dann etwas in Form und Ästhetik des Einheitsdenkmals.
    Sicherlich könnten viele Künstler in Deutschland, Europa und der Welt wunderschöne, klassische Brunnenanlagen oder Denkmäler entwerfen und anfertigen und darüber haben wir ja schon in der Vergangenheit diskutiert. Diese Künstler gibt es noch zuhauf, sie arbeiten aber in komplett anderen Branchen als Landschaftsgestaltung oder Architektur und man wird nicht mal auf die Idee kommen, diese zu fragen oder für einen potentiellen Wettbewerb zuzulassen.

    Bei allem Jammern kann man sich aber dennoch recht glücklich in Deutschland schätzen. In vielen anderen Ländern ist das nämlich genauso, aber dort sind obendrein noch nicht einmal Rekonstruktionen erwünscht. In den letzten Dekaden steht Deutschland in dieser Hinsicht wieder an vorderster Stelle und wie ich in internationalen Foren Tag ein und Tag aus lesen kann, werden wir darum sehr beneidet. Immerhin etwas. ;)