Posts by Treverer

    Alle Fans von Videospielen und Architektur in Videospielen sollten aufhorchen, denn mit der Erscheinung von Dreams (exklusiv für PS4) ist ein Spiel oder eher ein Kreativprogramm erschienen, in dem man nicht nur seine eigenen Spiele entwerfen kann, sondern auch seine eigenen Filme, Musik, Bilder, Skulpturen und auch Architektur. Darin kann man dann sogar noch frei herumlaufen und sein Werk erkunden. Ich habe schon einige fantastische Werke in Dreams von Kreativen der ganzen Welt gesehen, gestern aber stolperte ich über ein Werk, das mich einfach umhaute und wahnsinnig faszinierte. Wahrscheinlich, weil ich mir insgeheim schon immer gewünscht hatte, die Städte von epischen Filmen wie der Herr der Ringe Triologie komplett in Videpspielen erkunden zu können. Bisher haben es die großen Videospielstudios noch nicht gewagt, aber dann kommt auf einmal ein unglaublich talentierter und ambitionierter Hobbykünstler daher und baut die komplette Stadt Minas Tirith in Dreams nach, die man auch noch komplett vom unten bis ganz oben frei erkunden kann. Wahnsinn! Hier ein paar Bilder, die ich während meiner Erkundung geschossen habe:

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    Bildquelle: Meine eigenen Bilder geschossen in Dreams.

    erbse, ich glaube mich zu erinnern, dass du einmal in diesem Thread erwähnt hattest, dass du gerne einmal Minas Tirith virtuell erkunden würdest, daher tagge ich dich mal. :)

    In dem Artikel steht immerhin dass der Zugbetrieb schon Ende dieses Jahres beginnen soll. Da bin ich ehrlich etwas baff. Ich hatte geglaubt, das wäre noch um einige Jahre nach hinten gerückt. Wenn das tatsächlich was wird, dann ist das ja mal was Gutes, kurz nach der Eröffnung des Humboldt-Forums. :)
    Ich finde den Entwurf des U-Bahnhofs übrigens recht ansehnlich, die rustizierte Optik der Wände und Bögen und dann die mit Sternen gespickten Tonnengewölbe nach einen Bühnenentwurf von Schinkel.

    Du meine Güte... D: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da noch immer so aussieht. Das war vielleicht vor der Freilegung und dem kompletten Umbau des Hauses? Man würde die Uhr doch nicht aufwendig restaurieren und auf Social Media bewerben, wenn sie irgendwo hinter einer Wand oder Decke versteckt ist.

    Die Twitterseite der Staabi teilte diesen Vorabblick auf eine wunderschöne, historische Uhr:

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    Bildquelle:https://twitter.com/sbb_news

    Weiß einer wo im Haus sich diese Uhr befindet? Ich wage mich zu erinnern, dass ich sie auf Bildern des großen Kuppelnraums gesehen habe. Da dieser ja nicht mehr existiert und von einem modernen Kubus ersetzte wurde, frage ich mich, wo sich die Uhr nun befinden wird. Sie muss außerdem recht beachtliche Ausmaße haben, die hier auf dem Bild nicht ganz wiedergegeben werden können.

    Bert, kann man schon absehen in wie weit der Kulturpalast von diesem Quartier verdeckt wird wenn man unter dem Durchgang von Dresdener Schloss und Taschenbergpalais kommend die Innenstadt betritt? Wäre schön, wenn das unschöne Ungetüm komplett dem Blick entgeht und man unbehelligt davon zum Neumarkt gelangt.

    Zu Neußer: Ich will gerne mal die handbehauenen Marmorbüsten in diesem Detailgrad und dieser Fertigkeit direkt aus dem 3D-Drucker sehen. Ich habe mir die Büsten von der verlinkten Seite angeschaut, und während sie für etwa 100€ ganz sicher ein recht hübsches und eigenwilliges Geschenk darstellen, ist ihre Material- sowie künstlerische Qualität eher gering. Sie besitzen ganz offensichtlich nicht die Qualität der Büsten aus der Hoferick Werkstatt. In beiden Fällen basieren die Büsten auf Fotos oder Scans, aber danach ist der Zeit- und Arbeitsaufwand, die Materialwahl sowie die Expertise des oder der Ausführenden eine komplett andere. Die Firma mag bei der Erstellung der Weseler Figuren mitgeholfen haben, aber sicher nicht für 100€ über ihren Webshop.

    Was Brillen angeht: Ich finde es eine gute Entscheidung, diese in klassischer Manier wegzulassen. Modernere Büsten oder Statuen mit Brillen wirken auf mich weniger erhaben und fast etwas albern. Besonders dann, wenn die Brillen aus einem anderen Material bestehen als die eigentlichen Skulpturen (was hier zumindest bei Boddien der Fall sein müsste, da er oft Brillen mit sehr filigranen Gestell trägt und dies unmöglich wäre in Marmor zu hauen). Das zieht geradezu den Blick auf dieses eine Detail, diese eine körperliche Schwäche, die aber eigentlich nicht besonderer Bestandteil der Persönlichkeit des Abgebildeten ist. Ich kann aber nachvollziehen, wenn manch einer eine menschlichere, weniger idealisierte Darstellung bevorzugt.

    Erlaubt mir noch einen Beitrag zu schreiben. Als ich mich mehr mit dem Werk von Herrn Hoferick vertraut machte, stolperte ich außerdem über eine Sache, die ich wirklich für eine wunderbare Idee und Geste halte.
    Wilhelm von Boddien und Franco Stella werden beide mit klassischen Marmorbüsten aus Hofericks Werkstatt geehrt und sollen später repräsentativ im Stadtschloss ausgestellt werden. Sie sind wie alle Hoferick Werke überaus gelungen:

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    Bildquelle:
    http://www.steinrestaurierung-…oddien-und-franco-stella/

    Habt ihr schon diesen Videobericht des BBR über die Laterne gesehen?
    https://www.rbb-online.de/zibb…0200130_1827/schloss.html

    Einer der besten Vorabblicke, die wir bisher auf die Laterne hatten. Sie scheint schon sehr weit gediehen. :)
    Ich will außerdem mal anmerken, dass die Wahl von Andreas Hoferick als Bidhauer kaum hätte besser sein können. Ich gebe zu, ich hatte vorher noch nichts von ihm gehört oder gesehen, aber in diesem Beitrag fiel mir sofort sein Talent und Können auf. Wunderschöner, klarer, sicherer, klassischer Stil in dem er die Engelsfiguren nach unscharfen/ungenauen Fotos und Zeichnungen ausgeführt hat. Wir haben uns ja in letzter Zeit schon öfters über eher misslungene bildhauerische Rekonstruktionen unterhalten, und einige haben sogar behauptet, es gäbe einfach keine Künstler mehr, die denen von damals das Wasser reichen könnten, aber hier haben wir mit Herrn Hoferick den perfekten Gegenbeweis. :)

    Oh, wollte/konnte man die Figurengruppe zur Spree hin, die schon mehrere Jahre nicht mehr an ihrem Platz gestanden hatte, nicht restaurieren und wiederaufstellen? Es sieht zumindest auf den ersten Blick und dem niedrig aufgelösten Foto so aus, als wäre sie komplett neu geschaffen worden. So hell wie sie nun ist und sogar die Posaunen sind vergoldet. Immerhin ist die Gruppe, oder eine Replik dieser, aber endlich zurück. :)

    Hallo Fj88 und willkommen im Forum!
    Sowas macht mich auch immer so richtig wütend. :angry:
    Die Fassade des Zeughauses wurde gerade erst aufwendig renoviert.Ich hoffe, man säubert das so schnell wie möglich wieder.
    Es ist aber gut zu wissen, dass die Renovierung endlich abgeschlossen wurde und man die Fassaden nun wieder in voller und neuer Pracht sieht.

    Dem vorangegangenen Beitrag muss ich widersprechen.
    Wichtigster Bestandteil der Rekonstruktion des Stadtschlosses sind die barocken Fassaden und nicht das Dach. Für eine originalgetreue Rekonstruktion der Fassaden war das Eckrondell unabdingbar. Ohne sie als Abschluss der Südfassade hätte man sich ähnlich dem Abschluss der Nordfassade ein Fantasieprodukt ausdenken müssen. An der Nordfassade geht das aber noch in Ordnung, denn hier hörte die barocke Fassade bereits vorher auf und man musste sie etwas verlängern.
    Es ist auch nicht die Schuld des Rondells, dass der Übergang zur modernen Ostfassade so unharmonisch aussieht. Wenn, dann liegt die Schuld bei der Ostfassade, denn diese ist neu und passt sich nicht an.
    Wenn man also irgendwo etwas weglassen sollte, dann da. Stella hat an dieser Stelle ja auch tatsächlich etwas nachgegeben, indem er seine Ostfassade um eine Achse verkürzte, um dem Rondell etwas mehr Raum zu geben. Das rechne ich ihm hoch an, denn das hätte z.B. ein Kulka nicht mit sich machen lassen.
    Mir ist auch ganz klar, warum Modernisten und Rekogegner hier meckern. Nicht nur selbst diese, sondern gerade diese würden über etwas weniger Reko und etwas mehr Moderne jubilieren.
    Eine bereits einsetzende Patina schließt auch nicht eine spätere Wiedererrichtung der Seitenkuppeln aus. Das stört doch niemanden, ob Teile des Kupfers unterschiedlich patiniert sind. Man muss nur jetzt auf das Dach schauen, da sieht man nämlich auch einen bunten Flickenteppisch. Teils schon etwas älter und dunkelgrau, auf dem Wege zu Patinierung, und teils noch ganz neu und kupferrot leuchtend. In einigen Jahren passt sich das alles ohnehin aneinander an.

    Ich nehme an, dass der Stand Oktober 2019 die komplett fertiggestellten Deckengemälde zeigt?
    Wenn dies der Fall ist, wurde mittlerweile erklärt, warum man den Stoffbausch, der Flora umspielt, hier abgeändert hat, und warum ein Stück der Girlande, die Flora hält, hier weggelassen wurde?
    Wir hatten vor einigen Monaten schon einmal darüber gesprochen, und weil die Gemälde zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig waren, wurde gemutmaßt, dass diese Stellen noch überarbeitet würden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.
    Auf eryngiums tollen Beitrag (vielen Dank dafür!) auf der vorherige Seite kann man sehen, dass man zumindest in der Anfangsphase dieses Foto (oder ein anderes Foto, allerdings von dieser Version des Deckengemäldes) für die Rekonstruktion verwendet hat:


    stadtbild-deutschland.org/foru…dex.php?attachment/16688/
    Quelle: Wikipedia, allgemein frei zu verwenden


    Später weicht man aber von diesem Foto oder dieser Version in einigen kleineren und größeren Details ab.
    Wer selbst vergleichen möchte (ich erspare mir diesmal einen Direktvergleich oder auch nur die Bitte einen Direktvergleich anfertigen zu dürfen), der Stoffbausch rechts von Flora hat auf der Rekonstruktion eine andere Form. Sie gibt weniger Himmel um den Kopf des Putto direkt rechts von Flora frei. Der Teil der Girlande, der über dem Kopf des Putto fliegt, fehlt komplett auf der Rekonstruktion.