Posts by Treverer

    Die Außenaufnahmen sind alle in Berlin gedreht, und nur die Innenaufnahmen und die Musiker sind aus Dresden. Selbst die meisten Dresdner/Berliner/Deutsche dürfte da keinen Unterschied feststellen. ;)
    Und in Locations zu drehen, die nicht die tatsächlichen Locations sind, ist in Hollywood gang und gäbe. Görlitz springt doch ständig für alle möglichen deutschen Vorkriegsstädte ein, und Berlin, durch seine große architektonische Vielschichtigkeit, sprang erst neulich in der Hit-Serie, The Queen's Gambit, nicht nur für Paris, Moskau, sondern auch Mexiko-Stadt ein. Das internationale Publikum hatte keinen Plan, dass der Pariser Beaux-Arts-Palast eigentlich preußischer Neobarock des Bode-Museums war. ;)

    Der Cube ist als einzelner Blickpunkt äußerst gut gelungen. Bisher war ja der HB selbst der Star der Gegend, aber der Cube, mit seinen spektakulären Spiegelungen (er wirkt oft wie eine Computervisualisierung) hat ihm schnell den Rang abgelaufen.
    Der Rest der Europacity is mittelmäßig bis schlecht, vor allem aber laaaangweilig.

    Schade zu sehen, dass das schlanke Hochhaus auf der Nordseite des HBs wohl nicht mehr eingeplant ist. Hätte, freilich nur wenn der Entwurf gelungen wäre, einen weiteren interessanten Blickpunkt geboten.

    Der Film wurde übrigens mehrfach für den Oscar nominiert und gilt als einer der Frontrunner auch tatsächlich einige einzusacken.
    Immer gut, wenn Deutschland als Musikstandort in so einem hochkarätigen Film gefeiert wird.

    "Schloss" ist fester Bestadteil im englishen Vokabular. Gesundheit!

    Lüg doch nicht:
    https://dictionary.cambridge.org/spellcheck/english/?q=schloss
    https://www.oxfordlearnersdictionaries.com/spellcheck/english/?q=schloss


    Allerdings "chateau":
    https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/chateau
    https://www.oxfordlearnersdict…english/chateau?q=chateau

    Wie gesagt, Menschen vom Fach (Architekturhistoriker, Kunsthistoriker...) werden wissen was ein Schloss ist und verwenden diese Bezeichnung dann auch für deutsche Schlösser, aber kein oder kaum ein Ottonormalverbraucher der englischsprachigen Welt verwendet "Schloss" oder hat jemals davon gehört.
    Chaetau ist gar kein Vergleich dazu, denn die französische Sprache hat nicht nur die englische Sprache stark geprägt, sondern franz. Kultur, Kunst und Architektur war in England, aber vor allem in den USA zur Zeit der "Gilded Age", höchst angesehen, angekauft und kopiert. Dort haben sich die Reichen und Schönen ihre eigenen Chateaux gebaut.

    Zumal die Verwendung des Begriffes "schloss" sogar im Englischen für Schlösser im deutschsprachigen Raum üblich ist.
    So wie man entsprechende Gebäude im französischsprachigen Raum dort "chateau" nennt.

    Das kannst du nicht wirklich vergleichen. "Chateau" ist fester Bestandteil des englischen Vokabulars, "Schloss" hingegen nicht, allerhöchstens bei Menschen vom Fach. Wenn du dieses Wort gegenüber beispielsweise einem US-Amerikaner erwähnst, dann wird dir dieser wahrscheinlich "Bless you." oder "Gesundheit" wünschen. ;)

    Hier hätte man die einzigartige Chance gehabt, dem Art déco Hochhaus eine würdige und passende Art déco-Spitze à la Chrysler Building oder Empire State aufzusetzen. Oder im Stil des General Electric Building, wenn man keine hohe Spitze möchte, die in Höhe und Form mit der Kathedrale konkurriert. Alles nur nicht Libeskind. :(

    Interessant (und traurig) zu sehen, dass im etwas späteren Bild bereits teils entstuckt wurde.
    Selbst ohne Krieg und Teilung wäre Berlin heute wohl kein Traum aus Stuck.

    Erstens tut man damit Novosibirsk schwer unrecht, denn die dortigen Platten stehen nicht anstelle von der Großen Meißner, und zweitens muss man da gar nicht durch - man geht der Elbe entlang (Canaletto-Blick!) bis zum Japanischen Palais und dann die Königstraße hinauf. Schöner kann man gar nicht gehen.

    Super, dann kann ja alles so bleiben wie es ist :)

    Was ich mich frage:
    Für eine Strafmilderung musste die Beute (oder zumindest Teile) zurückgegeben werden, aber die Bande musste auch auspacken, wie der Raub vonstatten ging. Das schließt ja wohl ein, was mit den noch fehlenden Juwelen passiert ist. Dass nur beim Sächsischen Weißen und der Brustschleife auf einmal selektive Amnesie einsetzt, geht ja wohl nicht. Die Bande muss also auch ausgepackt haben, wohin diese Stücke verschwunden sind.
    Also, entweder weiß man bereits, dass die Juwelen für immer verloren sind, was man dann wohl der Öffentlichkeit lieber verschweigt, oder man weiß welchen weiteren Weg die Stücke eingeschlagen haben und da wird nun weiter gefahndet, und das verschweigt man dann aus ermittlungstechnischen Gründen der Öffentlichkeit.
    Absoluter Hohn, und ich hoffe inständig unser Rechtsapparat ist nicht so dumm und zahnlos, wäre es, wenn die Täter nur bei Sächsischem Weißen und Brustschleife, den materiell wertvollsten Stücken, Amnesie vortäuschen oder über deren Verbleib lügen würden, für eine Teilaussage und Rückgabe noch belohnt würden, und nach 4-5 Jährchen Gefängnis (oder währenddessen von anderen Clanmitgliedern) diese Stücke verhökert würden. :kopfschuetteln:

    Warum immer so miesepetrig? Ein paar Schritte seitwärts und man ist in der Königstraße: Barock in seiner reinsten Form.

    Ich denke, viele fänden es wünschenswert, wenn sie von der schönen barocken Altstadt zur schönen barocken Neustadt wandeln könnten, ohne zwischenzeitlich in Novosibirsk zu landen, wo sie das Gruseln und Frösteln bekommen.

    Ist nicht schön, ist aber auch nicht schlecht, meiner Meinung nach. Letztendlich über Gelingen und Versagen entscheiden wird allein die Bauakademie! Mit dem schönen Farbklecks der Bauakademie werden alle Blicke eh auf diese geleitet. Die schnöden weißen und grauen Fassaden werden weit in den Hintergrund treten.
    Aber falls uns hier tatsächlich eine moderne Bauakademie droht, dann ist die komplette westliche Wand des Schlossplatzes ruiniert und der Name Schinkelplatz und die Rekonstruktion der Platzfläche mit Denkmälern, Brunnen und Mosaikpflaster ad absurdum geführt.
    Es bleibt weiterhin eine Hängepartie...

    Äh...haben die sich bei der Wahl des Backsteins vergriffen?
    Beim letzten Bau sollte dunkler Backstein offensichtlich nur in der Sockelzone verwendet werden, stattdessen reicht er an der einen Seite aber bis in den ersten Stock, wo eigentlich hellgrauer Backstein verwendet werden sollte. Ruiniert irgendwie das gesamte Konzept, was ich gar nicht mal schlecht finde. Ganz schicker Bau eigentlich.

    Die Stadt macht viel richtig mit diesen modernen, aber sich sehr gut in den Bestand eingliedernden und Lücken schließenden, Neubauten.
    Umso erstaunlicher und unverständlicher ist es, dass man in der anderen Hälfte der Inneren Neustadt DDR-Plattenbauten und Brachflächen konserviert. Die Innere Neustadt könnte relativ einfach auf ein Niveau wie das Neumarkt-Areal gebracht werden, beide Areale verbinden und die erlebbare Altstadt von Dresden verdoppeln...wenn man nur wollte. *seufz*

    Nöfer hat bisher noch nie enttäuscht. Immer edel und wertig vom Entwurf bis zur Ausführung. Es war ein großes Glück, dass er letztendlich das Rennen gemacht hat, vor allem nach dem ersten schrecklichen Entwurf, der gebaut werden sollte.

    Wer redet von knalligem Gelb? :gehtsnoch:
    Durch das dunkle Braun hebt sich der vermurkste neue Einsiedler umso mehr hervor. Er springt optisch richtig aus dem Blockrand hervor. Wäre der Teil, der nun dunkelbraun ist, beige wie der längliche Anbau, würde der gesamte vermurkste Einsiedler mehr im Blockrand verschwimmen und weniger auffällig und weniger störend wirken.