Posts by Treverer

    Berliner Zeitung:
    "Toll! Großartig! Herrlich! Die Besucher, die am Sonntagvormittag auf die Dachterrasse des rekonstruierten Berliner Schlosses gekommen sind, äußern sich begeistert."
    "
    Die Suche nach Kritikern an Schloss und Kuppel blieb ergebnislos. Keiner meckerte!"
    https://www.berliner-zeitung.d…istert-li.189262?pid=true

    Ach was...? Sagten wirs doch. Lasst das Schloss erst mal fertig werden und eröffnen und es wird ein voller Erfolg, wie noch jede Rekonstruktion.
    All diese erzwungenen, unnötigen Debatten tun dem keinen Abbruch. Der Ottonormalbürger freut sich einfach nur an Schönheit und eindrucksvollen Sammlungen.



    Ja, habe mich auch an dem unreflektierten "Ein schniekes, neues Viertel, was den Touris gefällt" der Moderatorin gestört und hätte mir gewünscht, dass ihr Gast, Herr Gothe, da mal freundlich widersprochen hätte. Klargestellt hätte, dass sich auch Berliner über Schönheit und Aufenthaltsqualität in der eigenen Stadt freuen. Sie auch mal gerne schaufensterbummeln, sich vor ein romantisches Café setzen etc.

    Ja, wenn man bedenkt, dass Dresden von keiner Altstadt innerhalb von 15 Jahren zu einer kleinen aber sehr feinen Altstadt kam, dann ist das doch ein gewaltige Leistung.
    Gerade weil das Potential von Dresden so groß war, ist man natürlich öfters auch mal sehr enttäuscht, wenn Chancen vertan wurden. Aber im Großen und Ganzen steht doch ein dickes, fettes Plus vor der Zusammenrechnung von Pro und Contra.

    Passt wahrscheinlich gut in diesen Strang:

    Landesgartendenkmalpfleger Dr. von Krosigk hält einen Vortrag über Berliner Schmuckplätze. Viele von ihnen (Pariser Platz, Schinkelplatz, Viktoria-Luise-Platz...) haben wir heute nur ihm zu verdanken, denn er hat sich mit viel Hintergrundwissen und Einsatz für die Wiederherstellung dieser stark gemacht und ist nicht selten auch mal mit Leuten, wie der hier allseits beliebten Frau Lüscher, in Differenzen geraten.



    Die direkte Einbindung scheint nicht zu funktionieren. Ich hoffe, ihr könnt dem Link dennoch zu Youtube folgen.

    An Forumsteilnehmer, die sich mit dem Editieren von Wikipedia-Artikeln auskennen:
    Es wurde erst neulich im englischsprachigen Artikel zum Berliner Schloss (https://en.wikipedia.org/wiki/Berlin_Palace) ein, meiner Meinung nach, im Einleitungstext unnötiger und unwahrer Paragraph angehängt:

    "The Berlin Palace has been universally criticized as an attempt to use architect to downplay Germany's history of Prussian militarism. New York Times architectural critic Michael Kimmelman called it a "fake Baroque palace..a stage-set of an old capital, with phony, manufactured charm, erasing traces of the bad years of the 20th century."

    Nicht nur besitzt der Paragraph Rechtschreib- und Orthographiefehler, es kann auch überhaupt nicht die Rede davon sein, dass "ganz allgemein/universell" das Berliner Schloss als Versuch kritisiert wird, preußischen Militarismus herunterzuspielen.
    Wenn schon, dann sind das einzelne Sichtweisen, wie die des genannten New York Times Architekturkritikers.
    Im deutschsprachigen Artikel ist in der Einleitung auch keine Rede von diesem Paragraphen.

    Möchte jemand, der sich auskennt, den Paragraphen vielleicht überarbeiten, in die "The debate" Sektion des Artikels verschieben oder etwa ganz streichen? :)



    Das Cäsarsche Haus ist natürlich eine absolute Schönheit und sehr imposant mit seinen 9 Achsen der Hauptfassade. :)
    Die Neubauten finde ich, bis auf die Fassade in der Sporergasse, gut gelungen. So kann man modern und klassisch gut verbinden und ohne harte, unschöne Kontraste auskommen.

    Ich bin ja noch froh, dass vorher zumindest einer der Plattenriegel an der Wilhelmstraße in den sauren Apfel beißen musste, und dass man am Holocaust-Mahnmal einen modernen Riegel (zwar auch nicht gerade eine Schönheit...) davor setzen konnte. So verstellt man zumindest von außen die Sicht auf das Plattenviertel, welches meiner Meinung nach überhaupt nichts mit "edel" zu tun hat und einfach nur billig und ranzig wirkt und eine Schande mitten in der Hauptstadt eines der reichsten Länder der Welt ist.

    Ich erinnere mich dunkel, vor sehr kurzer Zeit u.a. von Dir wegen angeblich nicht korrekter allgemeinpolitischer Äußerungen angemacht worden zu sein. Und zwar, weil ich mäßigend auf die Attacken zu reagieren versuchte, die durch die flapsige "Dekadenz"-Äußerung eines anderen Diskutanten entstanden waren.


    Und nun solche Termini, die einige Diskutanten wohl als "rechtspopulistisch" klassifizieren dürften?


    Du solltest Dich konsequenterweise lieber freuen, dass man in Berlin endlich sensibel mit der Geschichte und den Schuldverstrickungen der weißen Welt umgeht und sich in Ausstellung und Restitutionsbemühungen um Versöhnung mit der ganzen Welt bemüht.


    In diesem Forum fallen bestimmte Personen immer wieder mit politisierendem Gestänkere in Themensträngen auf, wo sie thematisch nichts zu suchen haben. Es wird sich andauernd themenfremd über Migration, gegenderte Sprache, Cancel Culture etc. aufgeregt und die Linke dieses Landes als dieser massive Monolith dargestellt, der Deutschland in den Ruin treiben will. Das geht einem nach einiger Zeit, genauer gesagt: Jahren, einfach mächtig auf den Keks. Das habe ich in letzter Zeit hier und da, wo es mal wieder Stunk gab, einfach mal zu Recht angemerkt.

    Das jemand wie ich, den viele hier als Teil dieses linken Monoliths verbuchen, sich auch kritisch zu oben genannten und anderenThemen meldet, sollte aufzeigen, dass dieses Schubladendenken nicht ganz funktioniert. Zwischen weiß und schwarz gibt es eine Menge Graustufen.
    Ich habe mich hier also in diesem Strang themenrelevant(!) geäußert, dass mich persönlich die Konzeption des Humboldt-Forum abstößt, weil es bei seinen gutgemeinten und durchaus richtigen Zielsetzungen teils meilenweit über das Ziel hinausschießt. Wunderbare Kunstobjekte zu bloßen Beweisstücken für die Schrecken des Kolonialismus zu degradieren und als Endziel die teilweise Auflösung der Sammlungen ins Auge zu fassen, ist für mich persönlich über das Ziel schießen.

    Pressekonferenz zur Ausstellungseröffnung des Ethnologischen und Asiatischen Museums:



    Aiaiai... Der Selbthass und die Selbstgeißelung, die im Humboldt-Forum zelebriert werden sollen, wirken eher abstoßend auf mich. Ich habe mich darauf gefreut, außereuropäische Kunstwerke auf Augenhöhe mit europäischen Kunstwerken zu sehen, endlich vom Stadtrand in die kulturelle Mitte Berlins gebracht, doch in Wirklichkeit scheint das Humboldt-Forum zu einem Museum des * und zu einer Restitutionsfundgrube zu verkommen. Danke, aber das werde ich mir eher nicht antun, da besuche ich eher die herkömmlichen Museen. Schade nur um die hervorragenden Sammlungen.
    Apropos Sammlungen: Das man mit großem Trara Sammlungen eröffnet, mit der klaren Ansage, dass Teile dieser Sammlung in Zukunft aufgelöst werden sollen, hat schon etwas Absurdes an sich.

    * Mir war ehrlich gesagt nicht bewusst, dass dieser spezielle Begriff mit Rechtsextremisten in Verbindung steht. Eine schnelle Google-Suche hat mir das jetzt bestätigt. Ich entschuldige mich hiermit für die sehr ungünstige Wortwahl.

    Das Schöne an diesem Portal ist das originale schmiedeeiserne Geländer. Oder wurde das unter der DDR damals auch rekonstruiert? Das ist wesentlich prachtvoller als die neuen rekonstruierten Geländer. Außerdem (wie am Vorkriegszustand) ist es komplett vergoldet. Warum das an den neuen Geländern nicht auch so gemacht wurde verstehe ich nicht.

    Das Gitter hier ist das gleiche, wie es auch im 1. OG des neu rekonstruierten Portal IV zu finden ist (siehe Rastrellis Bilder höher auf dieser Seite). Es ist außerdem dort nur minimal weniger vergoldet. Dadurch, dass nicht das komplette Gitter vergoldet wurde, kommen die Ornamente, die vergoldet wurden, besser zur Geltung.

    Puhh. Ja, das schmerzt in der Tat das Auge. Dennoch "freut" es mich auch ein Stück weit, zumindest diesen Anblick zu sehen - statt eines Komplettabrisses und nichtssagenden Neubaus. Das war nämlich zunächst geplant.


    Hier ist meiner Meinung nach jede Freude oder Erleichterung fehl am Platz. Was nun aus diesem Haus gemacht wurde, ist sehr wahrscheinlich in den nächsten 20 Jahren eh weg. Es wurde so alles historische getilgt und mit der scheußlichen Außengestaltung entstellt, dass man in wenigen Dekaden, wem auch immer hier abreißt und neubaut, noch dankbar sein wird.

    Durch die Aufhellung gewinnt der Dom enorm. Die aufgehellten Türme wirken nicht mehr nur massiv und schwarz, sondern es lassen sich wieder Details und Ornamentik entdecken, welche die Türme leichter und filigraner erscheinen lassen.

    Das sind großartige Neuigkeiten. :) Vor allem durch die Rekonstruktionen der Durchfahrten wird das Schloss nämlich enorm gewinnen. Nur so vergeht der Anschein einer vorgehängten Fassade. Bei den bisher nicht rekonstruierten Durchfahrten, besonders der sich noch im Rohbau befindenden Durchfahrt IV, drängt sich nämlich noch dieser Gedanke auf.
    Es ist natürlich alles nur Fassade vor einem modernen Zweckbau, aber dass muss man ja nicht direkt erkennen. Das Berliner Schloss wird eher wieder als solches angenommen, wenn man da etwas mogelt. ;)

    Was hat die Randbemerkung über wokeness und progressiveness hier überhaupt zu suchen? Wie stehen diese Begriffe in Verbindung dazu, ob man die Dachlandschaft Dresdens deprimierend findet oder nicht?

    Na super. Kaum war endlich eine Ende der Straßenarbeiten in Sicht, kommt jetzt das. So wie wir Berlin kennen, wird das doch wieder Jahre andauern...
    Die Idee, weitere Baumreihen zu pflanzen, auch noch Nussbäume, anstatt Linden, die ja nunmal der Straße ihren Namen geben, finde ich schrecklich. Die Straße ist bereits begrünt genug. Der imposante Blick die Straße hinunter zum Schloss und die schönen Bauten, die zumindest im östlichen Teil die Straße flankieren, würde massiv beeinträchtigt.
    Wie ist das Ganze eigentlich mit dem Denkmalschutz verträglich? Man würde meinen, Unter den Linden würde diesen genießen.

    Das Kulturforum ist tatsächlich ein "Unort". Es ist, soweit ich weiß, auch nicht gut besucht, oder? Wenn die Museumsinsel nicht gerade wieder zur Hälfte geschlossen ist wegen Umbauten, zieht diese weit mehr Besucher an. Warum wohl? Sollten sich die Berliner Politiker, die für das Kulturforum in seiner jetzigen Form verantwortlich sind, vielleicht mal Gedanken drüber machen. Aber es ist ja nicht ihr Geld was dabei aus dem Fenster geworfen wird und nicht eingenommen wird.
    Ist halt wahnsinnig schade, denn die Sammlungen der Gemäldegalerie sind doch ein großer Schatz.

    "Eine Schande für Deutschland", "An Degeneration schwer zu überbieten"

    -> Urteile mit vielen Likes über eine der wichtigsten und bedeutendsten Kulturstätten Deutschlands. Fehlt nur noch der "Klassiker"-Dreizeiler-Bot, der seine Bomber losschicken will.


    Ich bin dann Mal nach fast 17 Jahren raus aus diesem Forum. Viel Spaß weiterhin Einigen in ihrer kulturpessimistischen Sarrazin-Bubble.

    Von jemandem der schon fast so lange in diesem Forum ist: Überlegs dir bitte nochmal, okay?
    "Klassiker-Dreizeiler-Bot" triffts aber gut, hehe. ;)