Posts by Riegel

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Dazu gab es in der NS-Zeit keine Pläne; im Gegenteil, es wurde sogar begonnen, die Altstadt zu sanieren. Die Freilegung des Handwerkerhöfchens hinter dem Fünffingerplätzchen war so eine Massnahme, ebenso jene des Kirschgartens. Darüber gibt es eine sehr tolle Magisterarbeit von Olaf Kunitz (rechts oben Download-Link):

    http://publikationen.ub.uni-fr…ndex/year/2006/docId/2310


    Im APH sind wir bereits 2007 darauf gestossen:

    Altstadtsanierung 1933 - 1945

    Ursus, weshalb googelst Du denn nicht selber? Das ist immer das erste, was ich mache, um mir einen Überblick über eine unbekannte Stadt zu verschaffen. Auch bei Städten, bei denen eine Bildergalerie folgt.

    https://goo.gl/maps/8pjPGY6dvCnyzm7p8

    https://goo.gl/maps/1axAFs4TBSpCDcWv8


    Es scheint mir eine Altstadt zu sein, die eine hohe Wohnqualität zu haben scheint (nicht was den Komfort in den Bauten betrifft, sondern vielmehr die Grünräume in den Höfen, Alleen in den Strassen und die Höhe der Bauten). Ein einziges Plattenhochhaus innerhalb der Altstadt.

    Fischstr. 24: Auf der historischen Fotografie sieht man, dass der obere Dreieckabschlussgiebel beim Vorgängerbau tatsächlich plastischer ausgebildet war und so mit dem Abschlussgesims besser harmonierte.


    Hundestr. 88: Exakt so einen Vorgang meinte ich. Jetzt nähme es mich noch wunder, ob die beiden seitlichen Fenster, die sich mit der Dachschräge dahinter überschneiden, einst mit einem Scheinfenster bemalt waren. Dies entspräche aber vielmehr der barocken Tradition; der Klassizismus ging damit womöglich lockerer um und beliess solche Scheinöffnungen im Fassadenton.

    Ganz frisch ausgerüstet; im Dezember waren sie noch eingerüstet!


    Der Brand liegt jetzt fast zweieinhalb Jahre zurück. Hier nochmals zur Erinnerung, wie stark es gebrannt hat. Für mich ist es rätselhaft, dass die Fassaden nicht mal im obersten Bereich ausgeglüht waren und gehalten werden konnten.

    Eeendlich wieder mal ein fantasievoller Giebel! Auch wenn die Fassade samt Fenstern sonst völlig schmucklos ist, wirkt sie durch die Verschiebung der Fenster und deren Grössenabnahme nach oben abwechslungsreich. Das weitausladende Abschlusssims steht wohl gar weit vor, aber es tut der Fassade als Witterungsschutz sicher gut.


    Irgendwie scheint es mir aber, als stünde man vor einem Haus aus der Gotik/Renaissance, das um 1800 klassizistisch verändert wurde, und dem man einen horizontalen Abschluss geben wollte, aber vergass, den Giebel abzubrechen. Das horizontale Abschlussgesims und der Giebel gehören irgendwie nicht zusammen. Ich hätte das obere Giebelabschlussdreieck deshalb plastischer gestaltet. Jedenfalls, wenn dann die Baulücke links mit der Reko geschlossen ist, wird hier ein besonders stimmiges Ensemble entstanden sein!


    Gibt es bei Fischstraße 16 ein Feuchtigkeitsproblem oder ist das bei überstehenden Teilen normal?

    Als verantwortlicher Architekt könnte ich da nicht ruhig schlafen. Ich hatte mir überlegt, ob es daran liegen könnte, dass die Fassade zweischalig aufgebaut ist, die Giebelstufen aber massiv, da hier ja keine Wärnedämmung nötig war, und die massiven Stufen deshalb langsamer austrocknen als die Bereiche mit Isolation unten. Diese Lösung verwarf ich aber, denn nach der heutigen Baukunst hat man die Giebelstufen bestimmt nicht massiv gemauert. Liegt es vielleicht daran, dass die horizontalen Abschlussprofile falsch konstruiert sind, die das Wasser hinterziehen anstatt abtropfen lassen?

    Die Gewohnheit - ein gewichtiger Aspekt, den Du da erwähnst. Hier zu sehen:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pfaffenstein


    Allerdings könnte man auch argumentieren, dass durch das Brechen und Bearbeiten der Sandsteine eine Veredelung stattfindet, und diese Veredelung massgebend für ein Bauwerk ist - also der gebrochene, helle Naturstein. Ich bin hin und her gerissen, was richtig ist.

    Weiss gerade jemand, wo in diesem Strang die Fotos von restaurierten und gereinigten Statuen zu finden sind? Und wurden dort nur die Statuen gereinigt, oder auch schon anliegende Fassadenpartien? Dann kann man sich eher ein Bild machen, was durch eine Reinigung herausgeholt werden kann.


    Beim Vergleich von gereinigten Fassaden in andern Ländern sollte man aber auch Kenntnis von der verwendeten Gesteinsart haben. Ich kann mir vorstellen, dass dies bei Marmor wie beim Petersdom u. U. leichter geht. 1980 war ich das erste Mal in Paris, und da waren bereits einige Monumentalbauten gereinigt und andere noch schwarz. Vor allem bei nächtlicher Beleuchtung war dies beeindruckend, aber leider alles mit orangem Licht.


    Edit.: Hier gibt's Bilder von Mantikor, wo man vergleichen kann:

    Die Sanierung der Spreeuferseite des Doms wurde ja bereits im letzten Jahr abgeschlossen. Diesbezügliche Bilder gab es m. E. hier noch nicht.

    Es sieht für mich aus, wie wenn die Reinigung schon 20 bis 30 Jahre zurückliegen würde. Eine "natürlich" wirkende Patina ist das für mich nicht.

    Ein kleiner Exkurs in deiner Galerie: Auf diesen beiden Bildern ist zu sehen, dass auch Stein nicht per se feuerbeständig ist, worüber hier im Forum schon oft diskutiert wurde. Insbesondere bei Ruinenbildern hört/liest man oft den Einwand, dass bei einem abgetragenen Bauwerk noch viel Substanz stehen geblieben sei und man diese ohne weiteres hätte reaktivieren können. Insbesondere bei den beiden gesicherten Säulen fällt es auch einem Fachmann schwer, deren Schädigungen und Schwächungen zu erkennen.

    Die noch ungesicherte Fensterrose des südlichen Querhausgiebels (Foto: David Bordes, Ministère de la Culture, 29. April 2019, CC-BY-SA-3.0)

    Blick durch die Kathedrale nach Osten (Foto: Alexis Komenda, C2RMF, Ministère de la Culture, 11. Juli 2019, CC-BY-SA-3.0)


    Hier sind die beiden gesicherten Säulen gut zu sehen. Das Aufräumen im Mittelschiff zog sich einige Zeit hin, da der Schutt zu Forschungszwecken sorgfältig sortiert und inventarisiert wurde. Einige Teile können vielleicht wiederverwendet werden.

    Eine gründliche Reinigung von Natursteinfassaden ist auch aus denkmalpflegerischer Sicht oft problematisch, nicht nur wegen dem Erscheinungsbild, sondern auch wegen dem Substanzverlust. Steinverfärbungen sind nicht nur immer eine Ablagerung von Schmutz aus der Luft, sondern auch chemische Reaktionen zwischen dem Stein und der Luft.


    Wie ich mich erinnere, ist die Schwärzung von Elbsandstein, wie er bei der Frauenkirche in Dresden verbaut worden ist, eine solche Reaktion. Diese "Patina" kann nur entfernt werden, indem auch die obersten Millimeter der Steinoberflächen entfernt werden. Denkmalpflegerisch problematisch ist nicht der Steinverlust an und für sich, sondern der Verlust der Oberflächenbearbeitung wie z. B. scharrierte Oberflächen. Die Kunst einer Säuberung einer Natursteinfassade ist diejenige, indem effektiver Schmutz entfernt wird, der Stein aber praktisch unberührt bleibt. Diesbezüglich wird man nie mehr an ein ursprüngliches Erscheinungsbild eines Bauwerks herankommen, ausser man trägt die obersten paar Millimeter der Steine komplett ab.

    Die derzeitige Patina verleiht dem Dom etwas sehr Würdevolles, das ihn irgendwie in die Nähe von Ikonen wie dem Petersdom rückt.

    Die aus Marmor bestehende Fassade des Petersdoms wurde vor gut zwanzig Jahren gereinigt und restauriert, und seitdem ist sie wieder hell. Für ein 500-jähriges Bauwerk erscheint sie mir fast zu hell und sauber. Allerdings darf Marmor nicht mit Sandstein verglichen werden.

    Das APH mausert sich langsam zu einem Klatschheftchen...

    Vandalismus am Weltkulturerbe - 40 Scheiben am Schloss Sanssouci zerstört

    Was hat so eine Nachricht in einem Architekturforum verloren? Und dazu noch in keinem regionalen Forum? Es sind leider immer in etwa dieselben Forumer, die auf solche Beiträge reagieren. Für das Forum ist es wirklich überflüssig und uninteressant, was da geschrieben wurde. Sorry.


    Ich habe langsam Verständnis, wenn solche Beiträge (aus einem anderen Strang) kommen:

    In China ist heute übrigens ein Sack Reis umgefallen.

    Die Art des Fachwerks ist nicht zu erkennen, selbst an der Giebelwand, wo man anhand der Risse einige Streben erkennen kann. Auffallend sind an der Ecke des 1. Obergeschosses die beiden vorstehenden Balkenköpfe auf gleicher Höhe. Das wäre ein Detail von Interesse.


    Wichtigste Sammelstelle von öffentlich einsehbaren Baudaten etc. bietet die Seite Arbeitskreis für Hausforschung - Regionalgruppe Baden-Württemberg an. Wenn man dort Mitglied ist, findet man auch Kontakt zu den Hausforschern, die die Bauuntersuchungen im Auftrag der Denkmalpflegeämter

    ausführen.


    Bei den Menüs links das Stichwort "Datenbank" anklicken, und dann kannst Du mit der Suche beginnen. So auf anhieb mit "Bad Ruppenau" erschien nichts.


    Versuch mal den Bauforscher Burghard Lohrum aufindig zu machen und mit ihm Kontakt aufzunehmen. Ich kenne ihn zwar eher von seinem Forschungsgebiet zwischen Bodensee und Villingen-Schwenningen, aber sein Wissen und seine Kontakte sind viel weitläufiger.

    Seinsheim Könntest Du nicht bitte jeweils einen direkten Link zum Beitrag angeben? Dann müsste man nämlich nicht zurückblättern und lange suchen. Wie man schon oft lesen konnte, sollte man auch nicht mit den Beitragsnummern operieren, da diese immer wieder ändern können.


    Der Beitrag, den Du meinst, hat jetzt nämlich die Beitragsnummer 2254, wenn man nicht eingeloggt ist. Er hat aber die Beitragsnummer 2255, wenn man eingeloggt ist! Und was, wenn morgen irgendwo ein Beitrag gelöscht wird? Dann hat man wieder andere Nummern...


    Ein korrekter und hilfreicher Hinweis sieht so aus:

    ... in diesem Beitrag...

    Mit Lichtfarben kann man viel herausholen... nur wird heute bei neuen Lichtinstallationen oder -Lampenauswechslungen nur noch mit Diodenlicht gearbeitet, und das ist nun mal kalt. Obwohl es auch rote, blaue und grüne Leuchtdioden gibt, frage ich mich, weshalb man kein wärmeres Gelb hinbringt.


    Als ich die Visualisierung mit den unendlich vielen Strahlern sah, war ich gleich erschrocken, da man diese Dinger den ganzen Tag an der Fassade sieht, egal ob sie weisse oder schwarze Gehäuse haben. Zum Glück sind diese nicht so gekommen! Aber den effektiven Lichteindruck sollten uns schon die Leute vor Ort mitteilen.


    Ich habe mich auch gefragt, ob das Oktogon und die Kuppel auch von der Rückseite her beleuchtet werden sollten. Aber so wie es jetzt ist, kommt der Aufbau plastischer daher, was man von der Nordseite weniger sagen kann, die relativ flach erscheint. Es gilt auch die Farbe der Dombeleuchtung zu berücksitigen oder allenfalls die beiden Beleuchtungen miteinander abzustimmen.

    Durften sich für den virtuellen Baustellenbesuch die benbachbarten Kreativkünstler einbringen?

    Quote from http://blickwinkel.kunsttick.com/index.html

    Der voranschreitende Wiederaufbau des Turms der Garnisonkirche in der direkten Nachbarschaft zum Rechenzentrum gebiert neue Sichtachsen und Blickwinkel auf beide Gebäude und so wächst auch der Disput hierüber in der Stadt immer stärker. Vielfach berühren sich Turm und Rechenzentrum und mit dem Turm wachsen große Räume, die Kunst und Kultur ausfüllen und gestalten kann, in die Höhe. Die so verstandene Fusion der beiden Gebäude wird durch unsere Ausstellung 'Blickwinkel_1.0' begleitet. Dieses Wahrzeichen in der Mitte Potsdams und dessen Raum, wird durch die Kunst übernommen, wiederbelebt, mit kultureller und künstlerischer Freiheit und in einem toleranten Miteinander interpretiert. Kunst für einen Turm der Kunst.