Posts by uhugreg

    Ich kenne die Ecke sehr gut, ein Uhrenrestorateur wohnt nicht unweit. Also es wirkt wirklich wie eine Luxus-Sowjet Ensemble à la Stalinallee wenn ihr versteht was ich meine. Die gesamte Umgebung ist eher vollbetoniert / mit niedrige Qualität-Architektur "beglückt", also hat es schon was originelles und ist ein klarer Bruch mit der Umgebung.

    Mich stört es nicht, ich fand immer den Platz relativ traurig trotz der schöne Perspektive auf die Hofburg, und da auch noch mein Lieblingscafe vor langer Zeit dicht gemacht hat, finde ich diese Pläne eher unproblematisch. Wenn ich mal in Wien bin, ist es in der Tat nur noch eine Transitroute für mich geworden.

    Also daher : abwarten und Tee trinken.:zeitung:

    Es gibt nur ein Problem : die gesamte Verkehrsinfrastruktur in der Region wurde zentralistisch rund um Paris aufgebaut. Vor allem aus historisch-politische Gründe. Was nicht der Fall in Amsterdam ist zum Beispiel. Paris ist ein Sonderfall.

    Das heisst, jede Verkehrsentscheidung die Paris für sich selbst, ohne jegliche Absprache, trifft, hat enormen Effekte für alle die rund herum leben. Nur um eine Zahl zu nennen : rund um Paris leben ca. 10 Millionen Menschen (15% der gesamten FR. Bevölkerung). Es gibt in Frankreich kein pendant zum "Greater London" wo London und die Nachbarstädten an einem Tisch sitzen und sich einigen müssen. In Paris tut die Bürgermeisterin was sie will, und alle Nachbarn müssen den pariser verusachter Chaos selbst ausbaden.

    Die Pariser benutzen überwiegend den Rad. Die Öfis werden von denen immer mehr abgelehnt denn die sind hoffnunglos überlastet, und die Sache mit den Busse hat die Lage noch verschlimmert. Hinzu kommt dass die Infrastruktur ziemlich veraltet ist (Pannen in der Metro und im RER gehören zum Alltag), Renovationen schlampig durchgeführt werden (ein spezifisches Thema rund um Pariser RER und Metro Banhöfe und deren Renovationen auf Stadtbild wäre schon von Interesse), und last but not least : wegen Terrorismus geht das Schienenverkehr oft zum Erliegen wenn jemand eine Plastiktüte oder ein Rucksack vergessen hat. Und das fast jedem Tag (ich weiss wovon ich rede leider).

    Die aktuelle Bürgermeisterin verfolgt seit Jahren eine ad Absurdum Auto-feindlische Politik die vor allem gegen die nicht-pariser gerichtet ist, und ohne jegliche Impaktstudien sowie Zusammenarbeit mit den Nachbarnstädten geführt wird.

    Konkret hat es im Endeffekt die Anzahl der Staus drastisch erhöht, die Stadtbusse, die zuvor besonders pünktlich und verlässlich waren, werden seit 3-4 Jahren wegen dauernde Verspätung und Ausfälle verspottet (die extra für Busse eingerichtete Buskorridore wurden überwiegend in Radwege umgewandelt), und Rettungswagen kommen in einigen Orten Paris nur noch schwer durch.

    Hinzu kenne ich diese Tiefgarage gut, es ist wirklich bekloppt dort eine "Promenade" einrichten zu wollen.

    Zum Thema Kriminalität : was du sagst war früher so. Seit 4-5 Jahren konzentriert sich diese Kriminalität allerdings vermehrt auf besonders touristischen Zonen. Und die Bürgermeisterin folgt in diesem Bereich eher die Politik des Seidenhandschuhs. Die Champs Elysees und den Champ de Mars sind besonders davon betroffen.

    Am Eiffelturm allerdings wurde temporärerweise, gegen den Protest der Bürgermeisterin, die staatlische Polizeipräzens (normalerweise werden polizeilische Angelegenheiten überwiegend von der Stadt Paris geleitet, ausgenommen Demos und besondere Ereignisse) für die Olympischen Spiele drastisch erhöht, was die Sicherheitslage dort ebenfalls erheblich verbessert hat. Aber die Polizeikräfte werden direkt nacht den Spiele wieder abgezogen.

    Technisch gesehen geht es vor allem darum, Autofahrer das Leben weiterhin zu erschweren, denn Brücken und Strassen werden in Fussgängerzonen umgewandelt (in Gelb von mir markiert). Und die Tiefgarage wird in eine "innere Promenade" umgewandelt : für mich ist letzteres eine absolute Schnapsidee, denn so wie ich Paris kenne, wird es nicht sehr lange dauern bis diese Promenade mit Bunker-Flair sich in einem vermüllten Pissoir umwandelt, ganz zu schweigen von der potentielle Kriminalität die dort eventuell grassieren könnte (Dealer haben bereits einige pariser Tiefgaragen "eingenommen" und Betreiber verschasst).

    Wer eine Zusammenfassung alle bis hierher geleisteten Posts benötigt sollte einfach zurückscrollen. Da findet man alles.

    Danke für diesen extrem hilfreichen Beitrag, auf der Idee wäre ich nie gekommen.... Du kannst auch ruhig schreiben "Ich kenne die Antwort, will es aber nicht verraten". Die Stimmung ist manchmal echt super hier. Aber nicht jeder hat Zeit und Laune, 280 Seiten zurückzuscrollen um nach diese besondere Information nachzusuchen, wo immer die stecken mag.

    Wird das Gewölbe eigentlich noch verputzt? Das war im Original doch bestimmt nicht steinsichtig.

    Die Frage habe ich mir auch gestellt, ich hoffe jemand hat hier eine Antwort. Wenn ich richtig verstanden habe, wurde eine Rekonstruktions ausgeschlossen wegen fehlende Quellen wie die Bemahlung ausssah, richtig? Wenn es so ist, warum behält mann diesen Baustellen-Flair?

    Diese Visualisierung der TU Darmstadt finde ich sehr schön :

    tud_ika_02.jpg

    MMHHH, einigen dieser Strassen gibt es allerdings heute immer noch in den selben Dimensionen: die rue des Bourdonnais und die Sackgasse, die impasse des Bourdonnais zum Beispiel haben immer noch das gleiche Layout, die Gebaüde wurden nach und nach "modernisiert" zwischen 1851 und 1914. Die rue des hautes Hursins wurde regelrecht 1865 den Boden gleichgemacht, um dort den neuen Hotel Dieu zu errichten, das älteste Krankenhaus Paris.

    Muss mann denn auf jede Publikation, Interview, und und und... von Oswalt undbedingt reagieren? Jeder kennt sein Standpunkt, es besteht für mich kein Bedarf jede Gelegenheit zu nehmen um den Herr zu erwähnen. Langsam nervt es mich immer wieder das selbe zu lesen, nach dem Motto :

    -Forumist "Oswalt hat wieder was böses gesagt"

    -Andere Forumisten "buuhhh"

    Und sind wir irgendwie weitergekommen?

    Die CNPA hat gar keine Befugnisse und hat nur eine beratende Funktion....Hinzu kommt dass alle Denkmalschutzregelungen für Notre Dame per Gesetz aufgehoben wurden um ein raschen wiederaufbau zu erlauben.... Macron selbst hat keine Entscheidung selbst getroffen, er hat aber diese validiert da der Staat Eigentümer ist. Ich konnte auch keine Spuren von einer Schlichtung zwischen den Ministerium und die CNPA finden, wenn du dafür Quellen hast bin ich interessiert. Insb wer mit wem geschlichtet haben soll, da die CNPA kein unabhängiges Organ ist, sondern eine Komission die den Kulturministerium untersteht.

    Bref je trouve un peu amusant que tu critiques un membre en disant qu'il raconte plus ou moins n'importe quoi alors que tu sembles toi-même cher compatriote (?) avoir une approche un peu éloignée des faits. La CNPA n'a qu'un rôle purement consultatif par exemple, Macron aime se mettre en avant mais ce n'est pas lui qui a pris la décision, il l'a simplement validée (ce qui n'empêche pas de se l'attribuer). Et tu n'es probablement pas sans savoir que des lois ont été passées pour faire sauter toute protection au titre des monuments historiques, pour le meilleur comme pour le pire, afin de faciliter cette reconstruction express.

    "Viollet-Le-Duc selbst hat einiges aus dem 18 Jahrhundert zerstört, und einigen Elemente Neuinterpretiert." Selbst wenn das so wäre: mir erschließt sich nicht, dass nach diesem verheerenden Brand Glasfenster "ersetzt" werden sollen, die den Brand überstanden haben. Die zuletzt abgebildete Chimäre denkt in meinem "Frivoles-Museum-Schmunzelbuch" übrigens: "Ich hasse Paris".

    Ich will nur damit sagen dass bei jede Restauration jeder Architekt/Bauherr versucht hat, zeitgenössige Elemente anzubringen. Das war letztens 1936 der Fall. Also verstehe ich nicht warum einige hier auf Barrikaden gehen wenn 6 von 120 Fenster zeitgenössige Darstellungen aus den 21. Jahrundert bekommen sollten, insb. wenn mann die Werke von Viollet le duc trotzdem im Museum betrachten kann. Die meisten Fenster aus dem Mittelalter wurden unter Ludwig den XV entfernt und durch weisse Fenstern ersetzt weil die Kathedrale als zu dunkel betrachtet wurde. Von diese weissen Fenstern sind keine einzige erhalten geblieben.Einige wurden währen der Revolution startk beschädigt, und die verbliebene wurden dann von Viollet Le Duc zerstört, obwohl diese auch zur Geschichte Notre Dame gehörten. Ich betrachte Notre Dame als ein "lebendes" Gebaüde was hier und da Elemente von alle mögliche Epochen beinhaltet. Es ist kein Museum.

    Das stimmt doch so nicht! Viollet-Le-Duc hat v. a. die Chimären neu geschaffen, die wasserspeienden Gargoyles gehören dagegen sehr wohl an viele mittelalterliche Kathedralen, so auch an Notre Dame de Paris.

    Falsche Wortwahl, ich meinte die Chimären, die auch noch pominent bei diese grauenhafte Disney-Animation dargestellt worden, obwohl es diese gar nicht gab. Auf Französisch werden die Chimären oft als "gargouilles" genannt.

    uhugreg

    Natürlich stammen die Fenster nicht aus der Zeit des 14.Jh., aber sie waren über 170 Jahre lang Teil des Gebäudes.

    Viollet-le-Duc hatte über zwei Jahrzehnte seines Lebens in den Erhalt der Notre-Dame gesteckt und so wird es ihm gedankt.

    Wären die Fenster bei dem Brand zerstört worden, könnte man es ja verstehen.

    Das dies in Auftrag eines pariser Bischofs passiert, macht es auch nicht besser.

    Viollet-Le-Duc selbst hat einiges aus dem 18 Jahrhundert zerstört, und einigen Elemente Neuinterpretiert, gar moderne Kunst angebracht die in Notre Dame nichs verloren hatte (die Gargoyles). Dass mann die Rekonstruktion jetzt ausnutzt um ein paar Moderne Elemente anzubringen finde ich daher nicht abwägig. Du sagst es macht es "nicht besser", ich hingegen verstehe nicht was daran schlecht sein sollte.

    Notre Dame ist kein "versteinertes" Monument, sondern besteht aus Elemente nach und nach jedem Jarhundert angebracht wurden.