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    Im Medienpark wird weiter viel gebaut.


    Bogen BabelsbergAuf insgesamt drei Grundstücken entsteht in sechs Gebäuden ein neues Büroquartier in der Medienstadt Potsdam-Babelsberg.


    Gmaps





    Die geplanten Bauten erinnern an das vor kurzem gebaute Bürohaus in der Medienstadt, siehe vorheriger Beitrag von mir.

    Das bereits besprochene Haus an der Nordseite Hochmeisterplatz (Nestorstraße) sieht fertig aus



    Die hohen Bäume verdecken viel von der Architektur



    An der Südseite wird an der neoromanischen Hochmeisterkirche ein Anbau getätigt...




    ProPotsdam baut 341 soziale und nachhaltige Wohnungen an der Heinrich-Mann-Allee


    Auf dem ehemaligen Tramdepot in der Heinrich-Mann-Allee hat die ProPotsdam GmbH gemeinsam mit dem Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert die Grundsteinlegung für das aktuell größte Bauvorhaben der ProPotsdam gefeiert.


    Seite des Architekten: https://mueller-reimann.de/pro…nlage-heinrich-mann-allee




    Foto. Pro Potsdam


    Die Gesamtkosten für das Neubauvorhaben belaufen sich auf 79,4 Millionen Euro. Davon werden 40,9 Millionen Euro über die KfW finanziert. Der Eigenanteil der ProPotsdam beträgt 15,9 Millionen Euro, weitere 19,6 Millionen Euro werden als Förderdarlehen durch das Land Brandenburg bereitgestellt und drei Millionen Euro als Baukostenzuschuss. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2023 geplant.

    Das Rathaus Mitte an der Karl-Marx-Allee im Ortsteil Berlin-Mitte. Es wurde im Jahr 1998 als erster Berliner Rathausneubau seit der Wende fertiggestellt und ist als Teil eines Baudenkmalensembles dem an gleicher Stelle zuvor abgerissenen Hotel Berolina nachempfunden.


    War dies der letzte Rathausbau in Deutschland?


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    Das vorherige Hotel Berolina 1963


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    Generische Plattenbauten (sogar saniert mit Substanzverlust der Originalfassade) wurde bisher nicht unter Denkmalsschutz gestellt. Das Interhotel Bellevue aus DDR-Zeiten ist dagegen nachvollziehbar. Trotzdem hat dies in 2021 wenig mit Ostalgie zu tun, es ist lange ein gesamtdeutsches Phänomen. Die Fokussierung der GHND auf die DDR ist da fehlgeleitet. Was die Straße betrifft habe ich noch nie gehört, dass ein spezieller Verlauf Denkmal wurde, ich kann das fast nicht glauben. Ich denke, die Verengung laut Rahmenplan ist immer noch möglich.

    Der Ort liegt im Dreieck Berlin, Bernau und Oranienburg ca. 8km nördlich von der Stadtgrenze Berlins, aber die umfasst dort auch viel Waldgebiet. Es ist nicht weit von einer Abfahrt der A10, welche Berlin umkreist. Das kann als Ausflugsziel schon möglich sein, aber natürlich ist die Investitionssumme von 40 Millionen Euro langfristig zu stemmen. Bei Kulturgütern sollte auch eine Förderung der KfW oder des Landes etwa ein Null-Zins-Kredit möglich sein.

    Dieses recht interessante Gebäude steht in der Lietzenburger Straße 90. Es lässt es sich stilistisch kaum einordnen und fällt aus der Zeit. Tatsächlich wurde es 1965–1967 von Klemens Weigel (mir unbekannt) und Eckart Muthesius (eines seiner letzten Werke) erbaut. Anscheinend bereits ein Denkmal.


    Auffällig ist die Fassade zu allen Seiten, man vergleiche mit den hässlichen Brandwänden des rechten Nachbarbaus. Man kann architektonisch mit wenig viel erreichen. Die halbe Brandwand zwei Häuser links ist übrigens aufgemalt.


    Direkt südlich vom Bahnhof Charlottenburg wurde dieser enge Bau fertiggestellt, Gervinusstraße 45.


    Besser als erwartet, nur das Erdgeschoss ist unnötig zurückgezogen und schwach ausgeprägt. Theoretisch kann man dies aber am einfachsten nachrüsten.



    Zw. der Straße und den Bahnschienen. Vorher war dort eine Baulücke.


    Plakette an einem alten Weberhaus aus dem ehemaligen Dorf Nowawes.

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    Gegenüber noch im Originalzustand. Eventuell wurde hier der Bürgersteig angehoben oder die Fenster begannen schon immer auf Kniehöhe.



    Edit: kleines Detail, die DDR-Lampe auf dem Bild der Plakette wurde ersetzt, wie man sieht.

    Ich habe noch mal nachgeschaut, was Giersberg schreibt in "Das Potsdamer Bürgerhaus um 1800" von 1965.


    Er nutzt Begriffe wie Bürgerhaus als Oberbegriff und ergänzt dann "Palastarchitektur" oder ähnlich.



    Ein verwandter Begriff ist der "Immediatbau" oder "immediate Baukasse", also unmittelbar durch den König finanziert und durch das königliche Baukontor geplant und ausgeführt. Die Immediatsbauten wurden dann an Bürger verschenkt, der einzige Bezug zum Bürger. In Deutschland ist eine solche Städteentwicklung einmalig in Potsdam? Dieser Begriff ist etwas seltener, aber immerhin existiert ein Wikipedia Artikel und laut Welt ist der Berliner Dom der letzte große Immediatbau Preußens.



    Da diese Potsdamer "Bürgerhäuser" immediat und palastartig sind, nutzt Giersberg dann "Privathaus" für das was man landläufig als Bürgerhaus bezeichnet, also von privaten Bürgern geplant und gebaut. Alles etwas unnötig verkompliziert.


    Balkontüren kann man reinfrässen in das Mauerwerk, wenn der Mieter es will oder es einen Mieterwechsel gibt. Anscheinend wollen die vorhandenen Mieter den Aufwand noch nicht.

    Ganz so jung ist Berlin auch nicht. Man denkt dies heute, weil die ehemalige Altstadt so unbekannt ist, aber es gibt immer noch die spätromanische Nikolaikirche von ca. 1230, das Heilig-Geist-Spital vor 1272, Ruine der Franziskaner-Klosterkirche um 1250 und die Marienkirche von ca. 1270. Dazu die romanischen Dorfkirchen Tempelhof und Marienfelde ca. 1200-40. Die ebenfalls romanische Petrikirche in Alt-Kölln wurde leider 1964 gesprengt (war stark historistisch überformt gewesen).


    Vor 955 gab es kaum eine eigene deutsche Nationalgeschichte, eher eine Geschichte kolonisierender Römer, Päpste und Frankenkönige auf deutschem Boden. Ist der Aachener Dom eher deutsch oder fränkisch? Was unstrittig deutsche Bauwerke aus der Ottonenzeit betrifft, ist die Stiftskirche St. Cyriakus von 959 das wohl beste erhaltene Bauwerk. Was das Heilige Römische Reich betrifft war der Markgraf von Brandenburg einer der vier ursprünglichen Kurfürsten der Kaiserwahl bevor die Herzöge von Braunschweig und Bayern später hinzukamen.

    Der Rohbau für das Archäologische Haus am Petriplatz ist fertiggestellt... In dem ... Neubau sollen archäologisch und historisch bedeutsame..Funde ..zugänglich gemacht werden... Im Jahr 2023 soll das Archäologische Haus seine Pforten.. öffnen. Bis dahin stellen die an der Konzeption und Bau des Hauses beteiligten Institutionen den künftigen Ort der Berliner Frühgeschichte vor.


    0:27 Rendering des Archäologischen Hauses