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    7 Stunden Molkenmarkt ...


    Der Berliner Molkenmarkt I wissenschaftliches Kolloquium I 8. Oktober 2021


    0:00 Grußwort der Historischen Kommission zu Berlin e.V. (Dr. Doris Bulach)
    8:00 Einführung in das wissenschaftliche Kolloquium (Prof. Dr. Matthias Wemhoff)

    37:58 Sektion 1 | Mittelalterlicher Markt und landesherrliches Amt. Der Molkenmarkt als Wirtschaftsstandort (Moderation Prof. Dr. Felix Escher, Berlin)
    40:10 Hansisches Berlin am Molkenmarkt (Prof. Dr. Hiram Kümper, Mannheim)
    1:12:08 Amt Mühlenhof. Grundstück, Gebäude und Nutzungen vom 14. bis zum 20. Jahrhundert (Lutz Mauersberger, Berlin)

    1:52:42 Sektion 2 | Mit Schaufel und Spaten. Einblicke in die aktuellen Grabungsergebnisse (Moderation Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Berlin)
    1:54:48 Mittelalterbefunde bei den Ausgrabungen am Molkenmarkt (Dr. Michael Malliaris, Berlin)
    2:27:52 Die ›Centralstation‹ Spandauer Straße – Rathausstraße, ein Kraftwerk und dessen Entwicklung aus der Frühzeit der Elektrifizierung der Stadt Berlin. Die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabung als Beitrag zur Archäologie der Moderne (Eberhard Völker M.A., Berlin)

    2:49:20 Sektion 3 | Diversität rund um den Molkenmarkt. Bürger und Stadtadel (Moderation Dr. Doris Bulach, Berlin
    2:52:43 Das östliche Molkenmarktviertel. Geschichte eines längst vergessenen Stadtquartiers (Dr. Sebastian Heber, Berlin)
    3:23:12 Berlins Weg auf die europäische Bühne – Barockpaläste um 1700 anhand der Beispiele um den Molkenmarkt (Dr. Hans-Joachim Kuke, Potsdam)

    4:04:55 Sektion 4 | Der Molkenmarkt verliert sein Gesicht. Zerstörung und Umgestaltung (Moderation Dr. Doris Bulach, Berlin)
    4:06:50 Reichsstraße 1 – ein Zerstörungszusammenhang (Prof. Dr. Harald Bodenschatz, Berlin)
    4:47:32 Der Bau der Reichsmünze am Molkenmarkt im Kontext der NS-Planungen eines städtischen Verwaltungsforums (Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Berlin)
    5:25:39 Welches Stadtquartier wollen wir bauen? Europäische Beispiele (Prof. Dr. Markus Tubbesing, Potsdam)

    5:59:35 Podiumsdiskussion | Der Molkenmarkt gestern, heute und morgen: vom mittelalterlichen Markt zum neuen Stadtviertel


    Mich hatte vor allem der Vortrag von Prof. Kuke interessiert über die Barockpaläste, aber leider wurden seine Folien in der Übertragung nicht gezeigt.

    ^ Richtig, denn es gibt noch die unterste Kategorie der "Lichtbildkopie", welche nicht geschützt sind. Die Abgrenzung zum Lichtbild erfolgt über das "Mindestmaß an persönlicher geistiger Leistung".


    Der Sachverhalt wurde beim Bundesgerichtshof, Urteil vom 08.11.1989 - I ZR 14/88 (OLG Köln) ("Bibelreproduktion") erläutert:

    "... es aber in erster Linie Abgrenzungsschwierigkeiten, die zu einer Erweiterung des Lichtbildschutzes geführt haben, so kann jedenfalls auf ein Mindestmaß an - zwar nicht schöpferischer, aber doch - persönlicher geistiger Leistung nicht verzichtet werden (vgl. auch E. Ulmer, Urheber- und Verlagsrecht, 3. Aufl. 1980, S. 511; Gerstenberg in Festschrift für Klaka, 1987, S. 120, 123; derselbe in Schricker, Urheberrecht, 1987, § 72 Rdn. 5; Nordemann, GRUR 1987, 15 , 17 ).

    Ein solches Mindestmaß an persönlicher geistiger Leistung hat das BerG zu Recht in den Fällen verneint, in denen ein Lichtbildschutz für Lichtbilder oder ähnliche Erzeugnisse beansprucht wird, die sich lediglich als bloße Vervielfältigung anderer Lichtbilder (oder ähnlich hergestellter Erzeugnisse) - hier: der Photographien des H. und C.-Verlags der Original-Kupferstiche der Merian-Bibel von 1630 - darstellen, bei denen also ein Original-Lichtbild so getreu wie möglich egal ob im selben Format oder im Wege der Mikro- oder Makrokopie - lediglich reproduziert (kopiert) wird. Der Lichtbildschutz erfordert, daß das Lichtbild als solches originär, d.h. als Urbild, geschaffen worden ist.

    Das BerG hat zutreffend darauf hingewiesen, daß bei Schaffung des Urheberrechtsgesetzes von 1965 ein Schutz von Lichtbildkopien nicht beabsichtigt war."

    https://de.wikisource.org/wiki…tshof_-_Bibelreproduktion


    Die Dreifaltigkeit der Bildwerke und ihrer Urheberrechte:

    urheberrecht_bei_reproduktion.jpg?itok=mcf_6Gdy

    Quelle: Ellen Euler, Anne Klammt, Oliver Rack, CC BY mainzed.org


    Die Abgrenzung vom Lichtbild zur Lichtbildkopie ist natürlich die Streitfrage und sobald ein professioneller, gewerblicher Fotograf diese angefertigt hat, wird er oder sein Auftraggeber diese als schützenswerte Lichtbilder ansehen.


    Meinens Erachtens sollte aber bei Lichtbildern die Schutzzeit von 50 auf 5 Jahre verkürzt werden oder der Begriff der Lichtbildkopie ausgeweitet werden auf jede Form des Abfotografierens. Wer selber am Nektar der Geneinfreiheit labt, sollte nicht mit so einer absurd langen Schutzzeit belohnt werden.

    Wenn die Bilder gemeinfrei sind nach 100 Jahren oder 70 Jahre nach dem Tod des Autors, sind diese frei verwendbar. Die reine Digitalisierung sind keine noch keine künstlerische Schöpfungshöhe und nicht schützbar, aber eine professionelle Reproduktion durch einen Photographen bisher schon, so hat der BGH entschieden. Auf Europaebene kann sich dies aber eventuell bald ändern.


    "Er [BGH] hat entschieden, dass diese Fotos gemeinfreier Werke nicht verwendet werden dürfen und dass das Museum Unterlassung vom Wikipedianer verlangen kann. Der Scan der Fotos aus dem Katalog ist demnach ein Verstoß gegen die Lichtbildrechte des Fotografen beziehungsweise des Museums, das die Rechte vom Fotografen übernommen hat. Die Tatsache, dass ein abgebildetes Werk gemeinfrei ist, reicht nicht dazu aus, dass man auch die eins-zu-eins-Fotos dieses gemeinfreien Werkes verwenden darf. Es bleibt laut BGH vielmehr ein Verstoß gegen die Lichtbildrechte."

    https://irights.info/artikel/m…uem-eu-urheberrecht/29450

    Ich kann mir diese fast schon zwanghaft wirkenden, unpassenden Vergleiche mit dem Nationalsozialismus oder der DDR-Zeit nur mit einer Art Wohlstandsverwahrlosung und "kultureller Langeweile" erklären. Die Leute suchen sich Themen, um sich aufregen zu können, weil sie eine innere Leere verspüren.


    Jeder, der als Opfer in den "Genuss" unserer beiden totalitären Regimes gekommen ist, kann nur den Kopf schütteln oder sich im Grabe umdrehen, was für peinliche Vergleiche hier gemacht werden. Ihr könnt hier und auf allen anderen Kanälen von morgens bis abends über "gleichgeschaltete Medien" schwadronieren, wie Ihr wollt - nur müsst Ihr eben akzeptieren, dass Widerspruch dagegen noch keine "Zensur" ist.

    Den Nationalsozialismus/Faschismus 1930-45 muss mit der vorherigen und kontemporären Bewegung seiner Zeit, dem Bolschewismus in Osteuropa 1918-1945 vergleichen werden. Nach 1945 war der real existierende Sozialismus deutlich abgeschwächt und sollte dann eher mit dem westlichen Kapitalismus verglichen werden.

    Berlin - Video Traumziele - VHS 1990 Deutsch


    Berlin und Potsdam, als es die DDR noch gab, aber die Mauer schon offen war. Das NVA Paraderegiment marschiert unter dem Denkmal Friedrichs II während die Touris sich wundern ob der Darbietung.


    ^^ Gar nicht schlecht der Neubau, nur die Fenster hätten Sprossen verdient.


    Ich war vor einigen Jahren mal in Koblenz und hatte schon fast alles vergessen außer dem Deutschen Eck und der Florinskirche. Die Altstadt leidet auch an dem BRD-typischen Phänomen der Effizienzfenster aus dem Baumarkt.


    Um 1700, vierachsiger Putzbau auf älterem Keller, um 1700, nach 1850 aufgestockt


    608px-An_der_Liebfrauenkirche_5.jpg


    Viergeschossiges, einachsiges Wohn- und Geschäftshaus, wohl Ende 16. Jahrhundert, Aufstockung und Mansarddach 19. Jahrhundert


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    https://de.wikipedia.org/wiki/…_19,_Koblenz-Altstadt.jpg

    Caspar David Friedrich – Die Schwestern auf dem Söller am Hafen – um 1818

    Staatliches Eremitage Museum, St. Petersburg


    Interessante Perspektive mit den Schiffen hinter der Marktkirche.


    Caspar_David_Friedrich_034.jpg

    Der Weihnachtsmarkt in Magdeburg findet ebenfalls statt am Alten Markt, aber mit 2G


    "sehr, sehr starke Einbußen... besser ein paar Einnahmen wie keine Einnahmen"




    In der Adventsstadt Quedlinburg hat man den 2G+ Weihnachtsmarkt schon wieder dicht gemacht aus Mangel an Besuchern. So sah er noch vorher aus:


    Insgesamt sinkt der Branchenumsatz im Einzelhandel um 40-60% gegenüber 2019. «Nach einem abartigen Jahr 2020 schreiben wir ein apokalyptisches Jahr 2021»

    Das Denunziantentum wird in der BRD wesentlich öffentlicher und aggressiver zelebriert. Deshalb ist es auch präsenter in der Alltagskultur durch die Massenmedien. Insbesondere das Phänomen der Influencer wie Oswalt und Oligarchen mit ihren NGOs / Stiftungen gab es nicht in der DDR. Dadurch wirkte die DDR im Inneren sogar unpolitischer, jedenfalls in den 80er Jahren, da politische Fragen sich (gezwungenermaßen) außerhalb der privaten Sphäre befanden. Mein Vater hatte mir heimlich erzählt, dass die Stasi eine Akte über ihn angelegt hat, nachdem er kritische Aussagen gemacht hatte, aber öffentlich war dort nichts zu hören. In der DDR lief Denunziation also eher im Geheimen über Stasi-Akten. Bestes Beispiel ist Frau Kahane, die zu DDR-Zeiten für die Stasi im Geheimen denunziert hat und dies jetzt öffentlich im Staatsauftrag fortführt.

    Der Weihnachtsmarkt in Potsdam wurde eingestampft mit der neuen Verordnung. Ein einsames Riesenrad und ein Weihnachtsbaum stehen noch zum Gedenken.


    In Brandenburg wurde alles geschlossen, aber in Berlin findet doch Vieles oder sogar Alles statt mit anscheinend flüchtigem Regelwerk von "nur" Maskenpflicht oder 2G oder 2G+ mit verpflichtendem digitalem Tracking.


    Am Gendarmenmarkt leider wieder alles mit Zäunen eingegrenzt und Eintrittspreis



    Am Alex und Breitscheidplatz dagegen alles offen



    Edit: in Potsdam findet doch aktuell ein Weihnachtsmarkt am Bassinplatz statt

    Nebenan wurde mit der Bibliothek am Platz der Einheit ein besseres Bauwerk der Ostmoderne völlig umgebaut, ohne dass sich jemand daran gestört hatte. Es ging also nie um den Schutz der Moderne, auch wenn diese Bauphase in der originalen Form tatsächlich langsam verschwindet, aber das Rechenzentrum war nie ein herausragendes Beispiel.


    090120Landesbibliothek.jpg

    Die "Heidnische Rituale"-These wurde schon lange ins Reich der Mythen zurück befördert aus Mangel an Beweisen, oder welche praktizierenden Heiden lebten im europäischen Mittelalter und konnten ihren Einfluss auf praktizierende Christen ausüben? Schmuckbäume gab es schon immer, z.B. im antiken Tempel in Jerusalem, der laut Bibel mit Palmen und Zedern aus dem Libanon dekoriert war oder antike Kirchen, welche mit floralen Motiven und Bäumen ausgestattet waren. Neu ist der starke säkulare Rummel, der aber keine "heidnischen Rituale" abbildet.


    Zedern in der Bibel:

    Die Zeder wird im Alten Testament mehrfach erwähnt. In Psalm 92, "Ein Lied für den Sabbattag", heißt es: Der Gerechte gedeiht wie die Palme, gleich der Zeder auf dem Libanon blüht er (Ps 92,13 EU). Der israelitische König Salomo soll die Zedern literarisch geehrt haben: Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Wand wächst (1 Kön 5,13 EU). Darüber hinaus kaufte er sie für den Bau des Jerusalemer Tempels (1. Kön. 5,20 EU u.ö.).https://www.alaturka.info/de/l…-bizarr-die-libanon-zeder