Posts by Gmünder

    Ich sehe den heutigen Postplatz nicht so dramatisch schlecht, wie einige hier. Bin aber als gebürtiger Stuttgarter nicht sehr anspruchsvoll :biggrin: +++ Ironie aus +++

    Natürlich wäre mir der historische Postplatz lieber. Was ich an Bildern der früheren stadträumlichen Situation kenne, lässt für mich nicht den Schluss zu, dass der historische Postplatz zu den schönsten Plätzen Deutschlands gehörte.

    Nach meinem letzten Dresden-Besuch empfand ich den heutigen Postplatz als durchaus erträglich. Für mich ist es ein Transit-Raum, der bestimmte Bedürfnisse der heutigen Gesellschaft erfüllt und ansonsten einen Übergang in die wundervolle Welt des historischen Dresdens darstellt. Nicht zum länger verweilen geeignet, aber ein guter Start- oder Endpunkt für einen Spaziergang dorthin, wo Dresdens (überragende) Schönheit immer noch oder wieder erlebbar ist.

    Ja, dass spricht schon eine deutliche Sprache. Dennoch gehört Koblenz für mich zu den sehenswerten Städten und es hat mir bei meinem Besuch vor 2 Jahren insgesamt gut gefallen. Sicher spielt das Kaiser-Wilhelm-Denkmal dabei eine Rolle, ebenso wie die Festung Ehrenbreitstein, sowie die "Fahrt" dorthin mit der Seilbahn. Ein wirklich schönes Erlebnis, dass ich jedem empfehlen kann. Ich muss noch zugeben, dass ich mir vorab, per Google-Maps, immer einen Wegeplan mache, der mich an den eher schönen Ecken vorbeiführt. So entsteht freilich meist ein eher positiver Eindruck, sofern das Stadtbild das hergibt. In Koblenz ist es aber m. M. nach so.

    Bleibt nur zu hoffen, dass der Widerstand und die Angriffe auf Frau Kahlfeldt nicht noch massiv zunehmen und sie auf den Gedanken kommt, das Handtuch zu werfen oder doch wieder abberufen wird! Es könnte ggf. auch der Effekt eintreten, dass sie nun beweisen möchte, dass die Vorwürfe unhaltbar sind und sich betont gegen klassische Architektursprache bzw. Rekonstruktionen stellt.

    Vielleicht sollte unser Verein eine Stellungnahme verfassen und Frau Kahlfeld den Rücken stärken

    Das könnte eher kontraproduktiv sein, da eine Stellungnahme des APH von den genannten Diskutanten und Gegnern klassischer Architektur vermutlich als Unterstützung von rechts dargestellt werden würde.

    Freunde der gepflegten Weihnachtstraditionen! :smile: Letzte Woche habe ich mich in das nicht allzu weit entfernte Rothenburg ob der Tauber begeben, um ein bisschen in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen. Diese schöne, alte deutsche Stadt ist dafür wirklich gut geeignet. Man mag manches als Kitsch empfinden. Aber meine Toleranzschwelle dafür steigt, wenn Weihnachten naht, doch recht hoch an. So ist die ganze Stadt doch sehr pittoresk weihnachtlich geschmückt.


    Zwar wurde der Weihnachtsmarkt abgesagt, aber man hat eine Kompromisslösung gefunden, die da lauten könnte "ein bisschen Weihnachtsmarkt und ein bisschen nicht". Viele Gaststätten, über die ganze Stadt verteilt, machen ihren eigenen Weihnachtsmarkt in den Innenhöfen und auf den vielfach vorhandenen Terrassen. Sogar 5 Stände durften offenbar direkt auf dem Marktplatz aufgebaut sein.


    So ist es möglich, durch die Stadt zu schlendern und mehrere, kleinere Weihnachtsmärkte nacheinander zu besuchen. Eigentlich ein schönes Konzept. Vielleicht sogar besser, als ein zentraler, dicht bevölkerter Weihnachtsmarkt.


    Hier nun meine Eindrücke:

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    Ostpreussen und Königsberg haben mich immer faziniert - auch wegen der "Insellage" so weit im Osten. Die Stadt scheint ja wirklich schön gewesen zu sein (ein deutsches Stockholm). Schade, dass das nördliche Ostpreussen nicht polnisch wurde...

    Schade, dass nicht ganz Ostpreußen Deutsch blieb . . .

    Recht haben sie! Obwohl mich die Denkmäler nicht wirklich stören. Sind ja sogar irgendwie imposant und der Blutzoll der Sowjetunion ist nicht zu verleugnen. Die Frage stellt sich auch nicht, da ja deren Erhaltung im 2+4 Vertrag fixiert ist und für viele der aktuellen Berliner Regierung ist die ehemalige Sowjetunion vermutlich immer noch so etwas wie der "große Bruder".


    Aber die Generalsstandbilder auf dem Weg "elegant" verschwinden zu lassen, traue ich RRG durchaus zu. Hoffen wir das Beste, dass es nicht so kommt.

    Weiß jetzt nicht wirklich, wie der Denkmalschutz in Frankfurt drauf ist. Aber gemäß Flächenoptimierung muss man hoffen, dass man nicht auf die Idee kommt, ab der Traufkante abzurasieren und weitere 4, 5 Glasgeschosse draufzusetzen . . .

    Dann schauen wir mal, zu welchem Resultat das letztlich führt. Vielleicht werden am Ende einige, die stets von "Verschwörungstheorien" reden, einfach mit Entscheidungen konfrontiert, die hinter verschlossenen Konferenzraum- und Bürotüren getroffen werden.


    Und wenn man schon die Senatsverwaltung zitiert, dann sollte man folgende Passage aber nicht unterschlagen:

    Es wird sich also die Frage stellen, weshalb man "heute als problematisch betrachtete Denkmäler" wieder an prominenter Stelle aufstellen sollte? Ich denke, diese Diskussion wird kommen. Ganz gleich welche "Entscheidung des Landesdenkmalrates" 2017 mal gefällt worden ist. Ergebnis offen. Deshalb vielleicht jetzt schon mal Ideen für Alternativen suchen. Vielleicht doch Orpheus und Eurydike dort aufstellen? Oder die Berolina-Statue? :zwinkern:

    Oha! Das


    So bilden die Marmorstandbilder von 1822 fortan den Auftakt zu der Geschichte über den Umgang mit heute als problematisch betrachteten Denkmälern, die den preußischen Militarismus, den Nationalsozialismus oder die Zeit des Kalten Krieges repräsentieren.


    ist starker Topak! Mit dieser Aussage könnte man auch die Denkmäler für die Rote Armee entfernen


    Mir schwant da auch nichts Gutes.

    Kein Zufall, dass Giffey das so sagt - sondern kontinuierliche Arbeit des Berliner Ortsverbandes von Stadtbild Deutschland, des Bürgerforums und weiterer Akteure. ;)

    Es wurde einiges unserer Bürgerinitiativen daran gesetzt, einen politischen Neuanfang auch im Bereich der Stadtgestaltung zu ermöglichen.

    Schön wärs . . . daran glauben kann ich allerdings nicht so richtig. Denke eher, dass Frau Giffey hier nicht im Sinne von "dem Original nach rekonstruierten Leitbauten" gesprochen hat. Lasse mich jedoch sehr gerne positiv überraschen :thumbsup:

    Ich hoffe, dass irgendwann das Denkmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Eisenbahner wieder zurück vor den Hamburger Bahnhof kommt. Momentan ist es ja für die Ausstellung "Enthüllt - Berlin und seine Denkmäler" in die Zitadelle nach Spandau gekommen.


    Zu der Ausstellung heißt es "Die kulturhistorische Ausstellung zeigt politische Denkmäler, die einst das Berliner Stadtbild prägten, aber später daraus verschwunden sind." was ja in dem Fall nicht stimmt, da das Denkmal vor dem Bahnhof stand, bis es entfernt und nach Spandau verbracht wurde . . .

    Solche Situationen gibt es gerade in europäischen Städten mit mehr erhaltenem Altbestand überall. Das Bild passt gut nach Wien, zum Beispiel. Natürlich ist das unästhetisch, aber irgendwie finde ich es auch beruhigend entspannt, eine dergestalte Einbindung des Schlosses in ganz normale städtische Funktionen. Das Gegenteil von museal. Muss man nicht mögen (ich mag es auch nicht), aber es ist auch ein Zeichen der Annahme des Schlosses als neuer/alter Bestandteil der Stadt Berlin.

    Ich mag es auch nicht. Es kann gerade in Berlin aber zu einer höheren Akzeptanz der historischen Architektur beitragen und damit vielleicht zu weniger Widerstand bei anderen Projekten, die da noch kommen (z.B. Bauakademie)

    Sehe ich genauso. Bei der Bauakademie habe ich die Hoffnung auch noch nicht aufgegeben. Ich kann mir außerdem gut vorstellen, dass es auch immer mal wieder Rekonstruktionen von Fassaden/Fassadenteilen geben wird, wie zuletzt an der der Mittelstraße 41 oder dem jüdischen Gemeindehaus . . .

    Fantastische Galerie! Ein Hochgenuss, vielen lieben Dank! Es gibt allerdings noch weitere Standbilder von Wittelsbachern in Minga:


    Reiterstandbild Kaiser Ludwig des Bayern, am alten Hof:

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    Commons Wikimedia, Bild von Chris Light


    Prinzregent Luitpold, Reiterstatue am Neuen Rathaus

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    Wikimedia Commons

    Diego Delso, delso.photo, License CC-BY-SA


    Wittelsbacherbrücke in München, Reiterstandbild von Otto I. (1117 - 1183, Herzog von Bayern 1180 - 1183), 1905 von Georg Wrba


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    Wikimedia Commons, Bild von Rufus46



    Bronzestandbild Ludwig II., Maximiliansanlagen, München


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    Wikimedia Commons, Bild von Rufus46


    Von Ludwig des II gab es ja ein schönes Denkmal an der Corneliusbrücke, das man teilweise wieder aufbauen möchte . . .

    Ja, das hätte es dort nicht gebraucht. Allerdings stört es mich nicht wirklich. Aus manchen Perspektiven, wenn man in der Dorotheenstadt unterwegs und näher dran ist, wirkt es recht metropolenhaft, ähnlich wie das Bettenhaus der Charité. Die Gestaltung an sich, finde ich ziemlich gelungen, der schwarz-weiße Kontrast gefällt mir ganz gut. Besser jedenfalls als vieles andere, was in letzter Zeit so gebaut wurde.