Posts by Gmünder

    Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, dass das Figuren einer ehemaligen Brücke waren, die man hier aufgestellt hat. Es gab aber wohl noch andere Denkmäler, konnte dazu im Internet aber nichts mehr finden.


    Die Torhäuser wären wichtig und waren ursprünglich ja sogar mal geplant. Warum sie doch nicht kamen, entzieht sich meiner Kenntnis. Zumindest wäre ein Brunnenbecken, jeweils auf der nördlichen und südlichen Seite wünschenswert.

    Nürnbergs Wiederaufbau kann man m.M. nach nur unter Berücksichtigung des damaligen Zeitgeists und der damaligen Verhältnisse beurteilen. Er hätte vermutlich besser (in unserem Sinne) sein können. Dennoch würde ich ihn bestimmt nicht als misslungen bezeichnen. Man muss halt auch darauf achten, wo und wie man sich durch die Stadt bewegt. Wer sich einfach treiben lässt, landet vielleicht schon in irgendwelchen schlimmen Ecken. Ein Problem, dass Nürnberg ja mit vielen deutschen (und auch anderen) Städten teilt.


    Trotzdem ist Nürnberg für mich, in seiner Gesamtheit gesehen, eine schöne Stadt, die in ihrer Bedeutung und mit ihren Bauwerken sich immer noch weit über viele andere Städte erhebt. Und man spürt einen "Geist der Geschichte", den man nur in uralten, bedeutenden Städten erlebt (ich spüre ihn z.B. auch in Köln).


    Ich erlaube mir, hier nochmal auf meinen letzten Rundgang dort vom April 2019 zu verweisen: RE: Nürnberg (Galerie)

    Wenn man genau hinsieht, bemerkt man auch, dass die Ecktürme in der Höhe reduziert wurden


    Wikipedia: Der Architekt Paul Baumgarten erhielt 1961 als Gewinner eines zulassungsbeschränkten Wettbewerbs den Auftrag für Planung und Leitung des Wiederaufbaus, der 1973 beendet war. Zahlreiche Schmuckelemente der Fassade fielen weg, die Ecktürme wurden in der Höhe reduziert, auf eine neue Kuppel verzichtete man.


    Die Frauenköpfe an der Balustrade wurden dabei wiederverwendet, nur eben etwas tiefer "aufgesetzt", hier gut zu erkennen:


    1024px-Berlin_-_Reichstag_%281%29.jpg?uselang=de

    Wikimedia Commons, Bild von Fred Romero


    1024px-Reichstag_year_2016._11.JPG?uselang=de

    Wikipedia Commons, Bild von Beko


    Vergleiche dazu


    830px-Academy_Architecture_1895_Deutsches_Reichstagsgeb%C3%A4ude_Berlin_Geheimrath_Prof_Paul_Wallot_Architect_Dresden.jpg?uselang=de

    Gemeinfrei

    Es gab Ende der 80er Jahre Pläne, den Reichstag wieder in seinen ursprünglichen Zustand, mit allem Figurenschmuck, zu versetzen. Diese wurden dann nach Mauerfall und folgender Wiedervereinigung ad acta gelegt.


    Bei unserer heutigen politischen Stimmung und in Anbetracht der Funktion des Reichstagsgebäudes als Bundestag, sehe ich hier keinerlei Chance, irgendetwas rekonstruktiv zu ergänzen. Leider. Die Sockel z.B. der Herolde sehen schon sehr leer und funktionslos aus, ohne die Statuen. Letztendlich orientiert sich aber das gesamte Figurenprogramm symbolhaft am damaligen Deutschen Reich.


    Das alleine wird schon mächtigen Widerstand auf den Plan rufen. Auch weil vielen gar nicht bewusst ist, dass das Reich ja nicht etwa "abgelöst" wurde durch die Bundesrepublik Deutschland, sondern nur eine andere Staatsform angenommen hat:


    „Mit der Errichtung der Bundesrepublik Deutschland wurde nicht ein neuer westdeutscher Staat gegründet, sondern ein Teil Deutschlands neu organisiert (vgl. Carlo Schmid in der 6. Sitzung des Parlamentarischen Rates – StenBer. S. 70). Die Bundesrepublik Deutschland ist also nicht ‚Rechtsnachfolger‘ des Deutschen Reiches, sondern als Staat identisch mit dem Staat ‚Deutsches Reich‘, – in bezug auf seine räumliche Ausdehnung allerdings ‚teilidentisch‘, so daß insoweit die Identität keine Ausschließlichkeit beansprucht. (Bundesverfassungsgericht 1973)

    Also den Marienplatz in einer Reihe der "hässlichsten" deutschen Marktplätze zu sehen, finde ich weder erzieherisch noch sonst wie plausibel. Tatsächlich mangelt es ihm zwar punktuell an Schönheit, in seiner Gesamtheit ist er nach meinem Empfinden allerdings durchaus ein schöner und in München sicher einer der sehenswertesten Plätze.

    Ich bringe mal die Stadt ins Spiel, in der ich aufgewachsen bin: Schwäbisch Gmünd - sie hat nicht nur einen sehenswerten Marktplatz, sondern ist auch die erste Stadtgründung der Staufer-Kaiser und Geburtsort von Peter Parler, einer der bedeutendsten Baumeister des Mittelalters (Veitsdom, Prag). Er schuf in Gmünd das Heilig-Kreuz-Münster, die größte gotische Hallenkirche Südwestdeutschlands: https://de.wikipedia.org/wiki/…hw%C3%A4bisch_Gm%C3%BCnd)


    Ach so, es geht ja um Marktplätze:


    1024px-GD_Westliche_Marktplatzseite_mit_Johanniskirche.JPG?uselang=de

    Wikimedia Commons, Bild von Gmünder


    1024px-Schw%C3%A4bisch_Gm%C3%BCnd_-_Marktplatz_mit_Rathaus_ab_1760_03.JPG?uselang=de

    Wikimedia Commons, Bild von Franzfoto


    Ich weiß nicht, ob das oben schon erwähnt wurde, aber einer meiner Marktplatz-Favoriten und eine der schönsten, kleineren Altstädte, die ich kenne, ist Schwäbisch Hall:


    1280px-Blaue_Stunde_in_Schw%C3%A4bisch_Hall._03.jpg?uselang=de

    Wikimedia Commons, Bild von Holger Uwe Schmitt


    1280px-Blaue_Stunde_in_Schw%C3%A4bisch_Hall._06.jpg?uselang=de

    Wikimedia Commons, Bild von Holger Uwe Schmitt

    Also ich würde mich freuen, wenn die Synagoge nach historischem Vorbild rekonstruiert würde, unabhängig von ihrem kunsthistorischem Wert. Es wird eh viel zu viel moderner Schrott gebaut und Hamburg kann jedwede historische Architektur gut gebrauchen, finde ich. Außerdem finde ich (historische) Kuppeln geil (Pardon!) :biggrin:

    An dieser Stelle der Dorotheenstr. steht heute ein Abrißkandidat. Vorher stand dieser Prachtbau dort. Hier würde sich eine Rekonstruktion lohnen.

    So sehr unsereins sich das auch wünschen würde, im heutigen Berlin Unterstützung zu bekommen, die ehemalige königlich preußische Kriegsakademie zu rekonstruieren, halte ich doch für ein ziemlich gewagtes Unterfangen

    Ich kenne Herrn Nopper als aktuellen OB von Backnang. Hier ist er zumindest nicht als "Modernisierer" in Fragen der Stadtgestaltung aufgefallen. Der kleine, aber schöne, Altstadtkern wird in BK zumindest gehegt und gepflegt. Allerdings wüsste ich nicht, dass Herr Nopper sich bisher zu dem Thema irgendwie besonders positioniert hätte.

    Es sieht in Natura tatsächlich auch gut aus, so wie es ist. Und mehr noch bei Nacht, wenn das Rot der Fassade mit angeleuchtet ist. Als Traditionshaus wäre es schade, falls es nicht weiter als Kino genutzt werden sollte . . .

    Hallo Bohnenstange,


    einige Hotels sind schon am Anfang dieser Diskussion genannt worden. Das Hotel im Taschenbergpalais ist sicher eines der schönsten, wenn auch nicht ganz günstig: https://www.kempinski.com/en/d…ent=gmb&source=S308962248

    Also vor den Touristenfallen Sophienkeller (Taschenberg-Palais) oder auch Pulverturm (im Cosel-Palais) kann man eigentlich nur warnen, finde ich.
    Da verirrt sich wohl kein Dresdener hin. Und das scheinbar "super-urig historische" ist hier wirklich "Disneyland".

    Deko vom Raumausstatter in Histo-Kitsch. Bedienung in Mittelalter-Kleidern oder barocker Kostümierung.

    Das ist doch eher was für die Abfertigung von Reisebussen mit Ü-65-Insassen...


    Und wirklich gute Küche gibt es bei der Massenabfertigung auch nicht. Alles vorproduziert und aufgewärmt. Richtig kochen kann da niemand mehr.

    Man versuche es doch mal in der äußeren Neustadt. Dort gehen Gäste nicht nur 1mal zum Essen und deswegen ist es da oft selbst gekocht und lecker.

    Sorry, dass ist Quatsch. Zumindest, was den Sophienkeller betrifft. Da merkt man, dass Du dort nicht warst. Es ist mir Wurscht, ob da nur Touristen rein gehen. Bin dort ja selbst als Tourist rein. Die Gerichte waren sehr gut und das Preis-/Leistungsverhältnis auch. Das Spanferkel drehte sich im Ganzen am Spieß . . . man konnte dabei zusehen. Es war Butterzart und Außen schön kross. Top!


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    Auch wenn ich mir damit jetzt vielleicht keine Freunde mache, aber bei meinem letzten Dresden-Besuch war ich im Motel One am Postplatz (https://www.motel-one.com/de/h…hotel-dresden-am-zwinger/). Standort ist super. Man muss nur den Platz überqueren und kann einerseits durch das Kronentor in den Zwingerhof oder andererseits am Taschenbergpalais vorbei, zum Residenzschloss. Ich hatte Glück und ein Zimmer mit Aussicht auf die historischen Türme der Stadt (nur eben von hinten).


    Ein super-uriges, historisches Wirtshaus, direkt im Taschenbergpalais, mit fantastischem Spanferkel vom Spieß: https://sophienkeller-dresden.de


    Gefallen bzw. geschmeckt hats auch auf der Neustädter Seite, in der Königstraße: https://www.wenzel-bierstuben.de/


    Ist aber Böhmisch statt Sächsisch. Gut wars aber trotzdem :smile:

    Bravo! Gottseidank! Hatte schon befürchtet, dass da noch irgendwas Skurriles droht, siehe Bismarckdenkmal in Hamburg. Hoffentlich droht ihm nicht etwas ähnliches, wie dem Berliner Denkmal. Bismarck wurde ja zuletzt doch wieder stärker von linken Bilderstürmern und Möchtegern-Weltverbesserer als mögliches Ziel erfasst.