Posts by Gmünder

    Die Sanierung des Pergamonmuseums schreitet voran, die erste Teil-Wiedereröffnung 2027 kommt in Sicht:

    https://www.entwicklungsstadt.de/pergamonmuseum…-abgeschlossen/

    Großartig! Falls es tatsächlich so kommt. Ich war nie drin. Habe nie den Pergamonaltar gesehen und das steht ganz oben auf meiner "To-do Liste" - hoffentlich klappt es 2027! Aber der restliche Teil? Der soll ja vielleicht erst nach 2040 wieder eröffnen!!! Ist das zu fassen? Solche Bauzeiten sind doch nicht mehr normal! Da bin ich ein alter Mann . . .

    In Waiblingen könnte es ja aufgrund der Urbanität des restlichen Stadtbildes tatsächlich ein Hinkucker sein, stand denn dort vorher was? Ich finde nicht, dass es da auf dem Bild störend aussieht, sondern es bringt, könnte man sagen, etwas Abwechslung. In einer abgeräumten Tristesse wie der von FFM in den 80ern war das Technische Rathaus aber eine Katastrophe und eine sinnlose Platzverschwendung.

    Für den Bau des Marktdreiecks mussten zahlreiche Fachwerkhäuser in der Altstadt weichen. Diese Abrisse waren Teil der damaligen Stadtplanung und Stadtsanierung und führten zu heftigen Kontroversen und dem Widerstand einer Bürgerinitiative ("So-nicht-Sanierer"), da viele Bürger den Verlust der alten Bausubstanz kritisierten.

    Der Bau des modernen Marktdreiecks mitten in der historischen Altstadt wurde von vielen als "Zerstörung der Altstadt" empfunden und das Gebäude selbst als "Fremdkörper" oder "Ufo" bezeichnet. Es ersetzte also eine ältere, historische Bebauung, die hauptsächlich aus Fachwerkhäusern bestand.

    Die Mitte Berlins ist auch übel und für eine Hauptstadt mehr als lachhaft.

    Diese Aussage macht ja keinen Sinn, außer man definiert alleine den Alexanderplatz als Mitte Berlins, was ja nicht stimmt. Gendarmenmarkt ist Mitte Berlins. Unter den Linden auch. Forum Fridericianum auch. Wenn man jetzt von der "historischen" Mitte ausgeht. Ansonsten ist der Kurfürstendamm um die KWGK und die Tauentziehen bis zum KaDeWe ebenso Mitte Berlins. Was soll daran bitte lachhaft sein?

    Also ich finde das Zentrum Frankfurts irgendwie faszinierend. Ich hatte beim nochmaligen Durchschreiten neulich auch nicht das Gefühl, dass das Dom-Römer-Areal eine zusammenhanglose Oase ist. Es gibt schon auf verschiedenen Pfaden Möglichkeiten, wie man beim Flanieren durch die Innenstadt an recht vielen sehenswerten Altbauten vorbeikommt. Auch viele der Nachkriegsbauten und jüngeren Neubauten haben ihre Qualitäten. Und diese Urbanität und Dichte ist insgesamt packend. Kompakt und doch weltstädtisch. Das können nicht viele Städte so komprimiert in Mitteleuropa. Der Kontrast war für mich besonders stark, weil ich kurz zuvor noch in der nahezu leeren Mitte Berlins rund um den Alexanderplatz war.

    Ich mag Frankfurt sehr gerne und bin immer wieder mal dort. Mir gefallen auch die vielen Wolkenkratzer im Stadtbild. Man kann aber auch schöne, klassische Architektur entdecken. Wenn ich Zeit habe, gehe ich zum Beispiel gerne von der Alten Oper (gutes Parkhaus) über Taunus- und Gallusanlagen zum Kaiserplatz und von dort weiter über Roßmarkt und Goetheplatz hoch zur Börse. Von da suche ich mir einen Weg zum Palais Thurn und Taxis, gehe ein Stück durch das Einkaufszentrum MyZeil bis zum Ausgang Zeil. Die Zeil gehe ich ein Stück zurück zur Hauptwache und von da die Liebfrauenstraße hinunter, am Liebfrauenberg vorbei, zum Römer und zur neuen Altstadt bzw. zum Main rund um den Eisernen Steg.

    Jetzt haben wir sehr viel über das Kaiser- National- Denkmal gesprochen. Aber eigentlich weiß doch keiner wie das Denkmal eigentlich hätte auch aussehen können. Ich habe einen Artikel im Netz gefunden wo einige Entwürfe aufgeführt sind.

    https://archiv.ub.uni-heidelberg.de/artdok/9450/1/…enkmal_1993.pdf
    (Quelle: Uni-Heidelberg)

    Herzlichen Dank für die hochinteressanten Informationen! Tatsächlich war der Wilhelminismus doch sehr opulent, um nicht zu sagen, "zuckerbäckerig". Ich habe das Buch von Josef Ponten "Architektur die nicht gebaut wurde". Hier sind auch einige Beispiele, die in Berlin zum Glück nicht gebaut wurden. Das tatsächlich gebaute Nationaldenkmal würde ich mir aber schon zurückwünschen. Alleine aufgrund seiner Monumentalität :)

    Diese riesigen figürlichen Darstellungen auf direkte Tuchfühlung üben schon eine Faszination aus. Wir haben ja leider nur die Bavaria auf ihrem großen Sockel, klar abgegrenzt also vom ,,Pöbel".

    Nun ja, das Maxmonument ist auch ziemlich gigantisch und man kann sich direkt am Sockel aufhalten und ein ähnlich beeindruckendes, freilich etwas kleineres Figurenprogramm bestaunen: https://de.wikipedia.org/wiki/Maxmonument

    Ein wirklich sehr schönes Bild! An dieser Stelle ist Berlin wirklich sehr weltstädtisch! Ich vermisse hier allerdings die Standbilder der Generäle an der Schinkel-Wache und auch korrespondierend gegenüber. Trotz CDU OB hat man von der Sache ja leider nichts mehr gehört. Dabei wäre es so einfach hier eine signifikante Verbesserung herbeizuführen.

    Das ist ja fast nicht zu fassen! Was muß das für eine Atmosphäre in der Weihnachtszeit sein? Wenn wir noch Schwäbisch Hall mit ins Rennen schicken - welche andere Stadt im Ländle kommt an diesen Spitzenlevel heran?

    Ja, eigentlich eine sehr schöne Atmosphäre. Aber sobald der Esslinger Weihnachtsmarkt eröffnet hat, ist es unter der Woche abends und am Wochenende durchgängig so extremst überlaufen, dass man gar nicht mehr selbst gehen muss, sondern von den Weihnachtsmarkt-geilen Massen mit geschoben wird. Es liegt halt direkt im Großraum Stuttgart mit gut 2,5 Millionen Einwohnern.

    Die durchschnittliche Anstehzeit, um einen Glühwein zu ergattern, kann dann locker mal 45 - 60 Minuten dauern. Und so ergeht es ja vielen schönen Städten in der Weihnachtszeit, nachdem mittlerweile alles zwischen 17 und 107 ein eigenes Auto hat und auch rege davon gebrauch macht.

    Die Maigret-Filme mit Rowan Atkinson spielen in Paris, wurden aber in Budapest gedreht. Vielleicht waren die Drehbedingungen dort günstiger. Dem Otto-Normal-Zuschauer wird sowas wahrscheinlich gar nicht auffallen, nur Stadtbild-Kennern wie uns. :wink:

    Ja, sowas ärgert mich immer sehr. Da gibt es sogar Hollywood-Produktionen, die in London und Paris spielen sollen und man sieht im Hintergrund den Gendarmenmarkt in Berlin. Vielleicht ticke ich nicht ganz richtig, aber da ist mir der ganze Film versaut . . .

    Naja sorry, aber Berlin ist besser, eindeutig. Das Ding da ist eher deprimierende 70er Tristesse. Sone Art Stange mit riesen Moped-Luftfilter drauf, plus überdimensioniertem, rot-weissem, Bohrinsel-Gasabfackelantennenkonstrukt. Sehr schön.

    Nun. Ich will nachsichtig sein mit jenen, deren Blick offenbar getrübt ist ;) Bauzeit: 1954 bis 1955

    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Stuttgart…g_und_Bedeutung

    ". . . Dabei wurde das sich auf seine Hauptelemente beschränkende Stuttgarter Vorbild vielfach an Höhe, nach Meinung von Fachleuten aber selten an Einfachheit, Klarheit und Eleganz übertroffen."

    Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, aber diese Stuttgarter Coladose kommt an den Berliner Fernsehturm architektonisch nicht heran, dieser ist schon deutlich ikonografischer.

    Es hat ja selbst in der Nachwendezeit keiner den Turm In Frage gestellt jedoch vorgeschlagen, dass dieser auch in einem wiederbebauten Marienviertel stehen kann.

    Coladose??? Ernsthaft? Den Vergleich verstehe ich nicht. Man muss sich mal aus verschiedenen Richtungen dem Stuttgarter Fernsehturm in Natura annähern, um seine elegante Erscheinung wirklich verstehen zu können. Der Berliner Turm ist schön (meine Meinung), kann aber nicht mit dem Stuttgarter mithalten.

    Die Idee des begnadeten Ingenieurs Fritz Leonhardt, einen Sendeturm mit einem "Turmkorb" zu entwerfen und so für die Menschen erlebbar zu machen, war - wie wir alle wissen - wegweisend und Vorbild für alle folgenden, ähnlich ausgestatteten Türme.

    Die Sihlouette des Turmes ist überaus elegant und ausgewogen. Leider auf vielen Bildern nicht so richtig erlebbar, so dass man mal hinfahren sollte, um sich das aus der Nähe anzuschauen. Für viele Menschen der Region Stuttgart ist der weithin sichtbare Turm, insbesondere auch in der Nacht, ein vertrauter, erfreulicher Anblick.


    Stuttgarter_Fernsehturm3v2.jpg

    Wikimedia, Bild von Taxiarchos228


    960px-Fernsehturm_Stuttgart_and_Full_Moon_Summer_2013_06.jpg?uselang=de

    Wikimedia, Bild von Julian Herzog

    Ein guter Freund war grad in Prag. Sein Bericht: noch nie erlebte Touristenmassen. Unerträglich. Keine Kirche ohne Schlange betretbar, keine Bewegungsfreiheit am Krönungsweg, im Veithsdom, nicht einmal am Altstädterring. Auch in Nebengassen nirgends Ruhe.

    Prag war schon im Kommunismus so etwas überlaufen, bislang hab ich mich dort immer sehr wohl gefühlt (Karlsbrücke natürlich ausgenommen, die war schon in CSSR-Zeiten äußerst ungemütlich). Wirklich störende Massen hab ich eigentlich nur in Krumau vorgefunden. Offenbar werden UNESCO-Zielen vom globalen Tourismus gezielt angesteuert.

    Gibt es aktuelle Berichte, die diese Prager Zustände bestätigen?

    Ich war vom 02.08. bis 04.08. in Prag. Tollkühnerweise über ein Wochenende. Noch dazu mit Sommerferien in Deutschland. Es war schon sehr voll. Am meisten in der Altstadt. Der Zutritt zum Altstädter Rathaus (Samstag) ging trotzdem erstaunlich schnell. Auch, weil ich die Tickets vorab erworben hatte. Ebenso war es am Sonntag auf der Prager Burg. Wir waren um 8:30 Uhr dort und es war quasi menschenleer. Eine wundervolle Stimmung. Allerdings hat es sich dann sehr schnell gefüllt und ab etwa 10 Uhr war es dann ziemlich überlaufen. Bis dahin hatten wir aber schon sehr viel gesehen und konnten ohne Gedränge über das Areal schlendern. Wir sind dann über die Nerudova zurück spaziert. Die Neustadt war dann nicht ganz so überlaufen. Am Montag sind wir dann nochmal durch die Altstadt zum Altstädter Ring und weiter zum Wenzelsplatz. Da war quasi nichts mehr überlaufen.

    Prag hat eine ganz eigene Magie und hat mich verzaubert. Die Menschen, die wir getroffen haben, waren alle sehr freundlich. Tatsächlich und zu meiner Freude auch im Straßenverkehr (bin mit dem eigenen Wagen nach Prag). Das m.E. hohe kulinarische Niveau - bei sehr günstigen Preisen - hat mich außerdem positiv überrascht. Da muss man sich natürlich vorher überlegen und erkundigen, wo man hingehen kann.

    Das Hotel Josef (Hotel Josef ) mit der leider sehr unschönen Fassade ist hervorragend. Besser geht´s kaum. 4-Sterne Hotel auf 5-Sterne Niveau mit 3-Sterne Preisen. Unglaublich netter, herzlicher Empfang.

    Ebenfalls zu empfehlen: das Restaurant Mincovna (Restaurace Mincovna). Eines der wenigeren am Altstädter Ring ohne Touri-Abzocke.

    Prag hat mich mehr verzaubert, als Wien. Das muss ich sagen. Rom war bisher die einzige Stadt, die mir noch etwas mehr gefallen hat.