Posts by Gmünder

    Hallo Bohnenstange,


    einige Hotels sind schon am Anfang dieser Diskussion genannt worden. Das Hotel im Taschenbergpalais ist sicher eines der schönsten, wenn auch nicht ganz günstig: https://www.kempinski.com/en/d…ent=gmb&source=S308962248

    Also vor den Touristenfallen Sophienkeller (Taschenberg-Palais) oder auch Pulverturm (im Cosel-Palais) kann man eigentlich nur warnen, finde ich.
    Da verirrt sich wohl kein Dresdener hin. Und das scheinbar "super-urig historische" ist hier wirklich "Disneyland".

    Deko vom Raumausstatter in Histo-Kitsch. Bedienung in Mittelalter-Kleidern oder barocker Kostümierung.

    Das ist doch eher was für die Abfertigung von Reisebussen mit Ü-65-Insassen...


    Und wirklich gute Küche gibt es bei der Massenabfertigung auch nicht. Alles vorproduziert und aufgewärmt. Richtig kochen kann da niemand mehr.

    Man versuche es doch mal in der äußeren Neustadt. Dort gehen Gäste nicht nur 1mal zum Essen und deswegen ist es da oft selbst gekocht und lecker.

    Sorry, dass ist Quatsch. Zumindest, was den Sophienkeller betrifft. Da merkt man, dass Du dort nicht warst. Es ist mir Wurscht, ob da nur Touristen rein gehen. Bin dort ja selbst als Tourist rein. Die Gerichte waren sehr gut und das Preis-/Leistungsverhältnis auch. Das Spanferkel drehte sich im Ganzen am Spieß . . . man konnte dabei zusehen. Es war Butterzart und Außen schön kross. Top!


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    Auch wenn ich mir damit jetzt vielleicht keine Freunde mache, aber bei meinem letzten Dresden-Besuch war ich im Motel One am Postplatz (https://www.motel-one.com/de/h…hotel-dresden-am-zwinger/). Standort ist super. Man muss nur den Platz überqueren und kann einerseits durch das Kronentor in den Zwingerhof oder andererseits am Taschenbergpalais vorbei, zum Residenzschloss. Ich hatte Glück und ein Zimmer mit Aussicht auf die historischen Türme der Stadt (nur eben von hinten).


    Ein super-uriges, historisches Wirtshaus, direkt im Taschenbergpalais, mit fantastischem Spanferkel vom Spieß: https://sophienkeller-dresden.de


    Gefallen bzw. geschmeckt hats auch auf der Neustädter Seite, in der Königstraße: https://www.wenzel-bierstuben.de/


    Ist aber Böhmisch statt Sächsisch. Gut wars aber trotzdem :smile:

    Bravo! Gottseidank! Hatte schon befürchtet, dass da noch irgendwas Skurriles droht, siehe Bismarckdenkmal in Hamburg. Hoffentlich droht ihm nicht etwas ähnliches, wie dem Berliner Denkmal. Bismarck wurde ja zuletzt doch wieder stärker von linken Bilderstürmern und Möchtegern-Weltverbesserer als mögliches Ziel erfasst.

    Also, ich finde, man hätte doch, wenn schon nicht Kaiser Friedrich (was kaum durchsetzbar wäre), evtl. die Amazone vom Vorplatz der Nationalgalerie dort aufstellen können. Es ist ja auch Kunst und würde besser dorthin passen.


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    Wenn schon nicht die Wippe vor den Reichstag kommt...

    warum nicht dann der Alte aus Schönhausen /Varzin / Friedrichsruh ?

    Sollte der Meister nicht wieder vor seinem Werk stehen ?

    Abgesehen davon, dass es völlig unrealistisch ist, wäre ich dafür, wenn die Brunnenanlage auch käme und der Reichstag vollständig in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt würde . . . was nie passieren wird.


    Ansonsten finde ich (ungeachtet seiner Urheber) die Aufstellung am Großen Stern, mit den anderen Denkmälern und der erhöhten Siegessäule, als "Forum des 2. Reichs" sehr gelungen. Da würde ich nichts daran ändern wollen. Vor einiger Zeit war geplant, den Wildwuchs um das Bismarckdenkmal so zu beschneiden, dass eine bessere Sicht vom Großen Stern gewährleistet sein sollte, was sehr begrüßenswert wäre. Diese Pläne hat der jetzige Senat aber offenbar ad acta gelegt.


    Hoffentlich diskutiert man im Senat nicht eher bald über einen Abbau der Denkmäler und gar der Siegessäule, so wie das mal sogar von Heiner Geißler gefordert wurde . . .

    so schmerzhaft der Verlust dieser Gebäude am Pariser Platz auch ist, den Wiederaufbau des Platzes finde ich insgesamt gelungen. Das liegt sicher überwiegend an den (mehr oder weniger) gut gestalteten Häusern Liebermann und Sommer, wie auch dem Hotel Adlon. Außerdem ist die historische Platzgestaltung mit den Fontänen, Kandelabern, Beeten und Einfassungen wirklich sehr schön.

    Das Rathausforum bräuchte lediglich eine bessere Strukturierung, sofern man sich dazu durchringen könnte, das MEF wieder zu bebauen. Das könnte evtl. ein Kompromiss sein. Allerdings (und dafür entschuldige ich mich schon mal bei vielen Forums-Teilnehmern) finde ich nicht, dass der Schloßbrunnen unbedingt wieder an seinen alten Platz zurück muss. Am jetzigen Standort hat er schon eine gute Wirkung (war erst kürzlich da) . . . "ikonisch" . . . habe ich vorhin gelesen. Das stimmt schon.


    Der Vorschlag, der hier öfter zu hören war, dass Becken in der Originalgröße und mit originalem Material zu rekonstruieren, ohne Figuren, und auf dem Platz aufzustellen, gefällt mir. Es kann da ja eine Fontäne rauskommen, wie am Lustgarten oder Pariser Platz. Auch zwei runde Brunnen mit den für Berlin typischen Akanthus-Blättern (wie am Pariser Platz), entlang des Platzes könnte eine Lösung sein.

    Man kann gar nicht hinsehen, wenn man auf der Schloss-Webcam die Zerstörung des Sockelgewölbes betrachtet 😖 Brutal, was da gerade gebaggert und aufgebrochen wird...

    Ja, war dort letzte Woche. Das war ein brutales Hämmern, Rattern und Schleifen hinterm Bauzaun. Grausam. Es wäre mir nicht so sehr um die Sockelarchitektur an sich. Schlimmer finde ich, dass man es verpasst hat, dort am Originalort die Mosaike zugänglich zu machen.


    Wenn es schon keine Kolonnaden geben soll, so hätte man dort, zusammen mit den Mosaiken, doch wenigstens die Überbleibsel des KWND zeigen können: den Adler aus dem Märkischen Museum, sowie die Löwen aus dem Tierpark. Ergänzend vielleicht mit erklärenden Tafeln . . .

    Für mich gibt es eine deutsche Nation im Sinne eines Kulturraums. Wer Deutsch als Muttersprache spricht, ist Deutscher.


    Aber genauso, wie ein Deutscher auch Bayer, Schwabe, Sachse usw. sein kann, kann er auch Österreicher, Schweizer, Südtiroler usw. sein. Es gibt halt mehrere Länder, in denen Deutsche leben. Wie sich jemand selbst sieht, ist ihm überlassen.


    Kurios finde ich aber, wenn zwar Italien offiziell die Bewohner Südtirols als Italiener und Deutsche bezeichnet, viele Südtiroler mit deutscher Muttersprache aber sagen: "ich bin Italiener". Was ja oft auch im TV, insbesondere in den öffentlich, rechtlichen Fernsehprogrammen, zu hören ist. Z.B. im Sport: "der Italiener Armin Zöggeler", Markus Lanz: "ich bin ja Italiener" usw. usf.


    Dasselbe gilt (evtl. noch mehr) für Elsässer. Der Koch Martin Klein "ich bin ein Franzose"

    Welches Gebäude könnte nach dem Schloss noch rekonstruiert werden was gleichem Eindruck hinterlässt?? Gibt es noch so einer magistralen Reko Kandidat in Berlin oder ist mit dem Bau des Schlosses eigentlich das grösste Ziel erreicht und das Loch in der Mitte Berlins gefüllt?

    Alte Börse??

    Ich denke, es gibt keines, dass den gleichen Eindruck hinterlassen würde. Am wichtigsten würde ich aktuell die Rekonstruktion der Bauakademie finden, da hier jetzt eine wirklich eine hässliche Lücke gegenüber dem Schloss klafft. Und auch wegen derer Bedeutung.


    Ansonsten befürchte ich, werden wir so bald keine nennenswerte Rekonstruktion mehr erleben. Die Gegner werden immer darauf verweisen "jetzt haben sie ja ihr Schloss bekommen, sollen jetzt mal ruhig sein"


    Ach ja: die Dachlanschaft des Marstalls wäre wichtig!

    Na ja, von Ideologie ist ja eigentlich jeder irgendwie betroffen. Da hast Du wohl recht. Ein kurzes emotionales Aufflackern :unsure:


    Auf meinem Bild sieht man es nicht so gut, aber der Bewuchs war schon recht hoch. Schön, dass es nun gemäht wurde. Was das Bild der Generäle der Befreiungskriege in der DDR betrifft, stimme ich Dir zu. Die Bewertung damals war vermutlich vernünftiger als heute (in bestimmten Kreisen).


    Nichtsdestotrotz wünsche ich mir die weitere Vollendung des Forums Fridericianums durch die Aufstellung der Generäle an ihren ehemaligen Standorten.

    :schockiert: da bin ich baff! Gut so! Letzte Woche war noch "Wildblumenwiese" . . .


    Dachte schon, dass hätte was mit den Denkmälern zu tun . . . so a la "Blumenwiese gegen Mörder-Soldaten-Generäle", so eine Sichtweise würde ich dem aktuellen Senat durchaus zutrauen.

    Liebe Mit-Foristen, liebe Liebhaber klassischer Architektur, liebe Liebende :biggrin:


    nun möchte ich Euch einige, wenige Bilder meines Berlin-Besuches vom Mittwoch letzter Woche zeigen. Die Wirkung der Kuppel im Stadtbild ist enorm. Wie von mehreren hier schon gesagt. Eine Bereicherung, die einem fast Tränen der Rührung in die Augen treibt.


    Wenn, vom HBF her kommend, die S-Bahn den Bereich Museumsinsel verlässt, um auf den Bahnhof Hackescher Markt einzubiegen, dann öffnet sich der Blick nach Rechts auf den gewaltigen Dom und rechts davon sieht man endlich die Kuppel des Stadtschlosses . . . beinahe unwirklich schön!


    Von so vielen Punkten aus, rund um das Humboldt-Forum, zeigt sich der überwältigende Anblick der Kuppel und man erkennt, wie notwendig und richtig und gut die Entscheidung für den Wiederaufbau für die Heilung des Stadtbildes war. Ich muss gestehen, dass mich diese Anblicke glücklich gemacht haben.


    Genug geredet . . . hier die Bilder. Es sei aber noch gesagt, dass die Wirkung in echt noch bei weitem großartiger ist.


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    Ich finde es so schade, dass die wirklich schönen Generalsdenkmäler so verschämt und versteckt auf der Wiese stehen. Noch schader, dass Bülow und Scharnhorst wahrscheinlich auch nicht wieder beidseitig der Neue Wache stehen werden. Kann man sie denn wenigstens symmetrischer auf der Wiese aufstellen? Im Moment stehen sie am Straßenrand wie bestellt und nicht abgeholt.

    Ganz richtig. Sehe ich auch so. Die müssen wieder ganz nach vorne an die Straße. Und die beiden Marmor-Standbilder rechts und links der Neuen Wache. Ginge ja ggf. mit mehr Abstand zur Wache als ursprünglich, nicht dass die Kollwitz-Plastik kontaminiert wird . . .


    Dass sie jetzt immer noch eingehaust sind, könnte ja auch bedeuten, dass da irgendwas geplant ist.

    Und Gmünder - bist Du sicher, dass es sich um Rasen handelt? Oder vielleicht doch eher um eine Wildblumenwiese?

    Ja, Du hast recht. Es ist eine Wildblumenwiese. Etwas Schönes ohne Frage, aber dort? Und dass die Denkmäler im knöchelhohen Gras stehen, finde ich nicht passend. Zumindest einen Zugang bspw. als Kiesweg wäre angebracht. Dann kann ja davor und dahinter eine schöne Wildblumenwiese wachsen . . .

    „Unter den Linden wird wieder Blumenboulevard“


    Dazu passt die aktuelle Blumenwiese vor dem Prinzessinnenpalais :schockiert: Aber im Ernst: ich war letzte Woche in Berlin und irritiert, dass der Rasen, auf dem die Generals-Standbilder stehen, offenbar ohne jede Pflege ist. Man sieht es vielleicht nicht so gut, aber um an die Standbilder heran zu kommen, musste man bis über die Knöchel in einer Blumenwiese waten . . . eigentlich unwürdig.


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    Übrigens sind die Standbilder von Bülow und Scharnhorst nach wie vor eingehaust . . .