Potsdam - Neubauquartier III am Alten Markt

  • Sind noch irgendwelche der Statuen erhalten? Wenn nicht, dann ist das sicherlich ein enormer Aufwand diese wiederherzustellen.

    Die Attikaskulpturen wurden geborgen und in einem Rondell in der Hauptallee im Park Sanssouci aufgestellt - dort wurden sie bereits zur Wiederaufstellung abgebaut.

  • Treverer,Glücklicherweise wurden die Statuen vor dem Abriss der Fassade abgebaut.Sie sind also vorhanden und werden entweder als Orginal oder als Kopie auf den Neubau aufgestellt.

  • Über den Plögerschen Gasthof und seine Skulpturen könnt ihr euch hier informieren:

    storyofpotsdam.wordpress.com/2013/02/21/der-plogersche-gasthof-und-seine-figuren


    Dort gibt es Fotos und Bezeichnungen der Attikaskulpturen (bitte auf ein Bild klicken). Die Sandsteinskulpturen stammen von Johann Peter Benkert, einem der bekanntesten Potsdamer Bildhauer der friderizianischen Epoche. Sie wurden 1959 im Orangerierondell an der Hauptallee des Parks Sanssouci aufgestellt.

  • Ein paar aktuelle Bilder von der Baustelle, heute aufgenommen:


    Plögerscher Gasthof mit der restlichen ehemaligen Schlossstrasse:



    Die Rekonstruktion am Alten Markt:



    Blick in die ehemalige Schlossstrasse:



    Das moderne Acht-Ecken Haus:



    Blick in die Strasse, die von der Acht-Ecken Kreuzung zur Nikolaikirche führt:


    Alle Bilder sind von mir und dürfen verwendet werden.

  • Während also das "moderne" Acht-Ecken-Haus auf Betonfundament aufgemauert wird, entsteht die Rekonstruktion des Hauses 'Alter Markt°17' offenbar komplett aus Beton, wenn ich das richtig sehe, dass auch für das OG aufgeschalt wurde. Beim Plögerschen Gasthof ist es schwer zu erkennen, scheint aber auch alles gegossen zu sein, oder?

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Wie schon bei der schön gewordenen Rekonstruktion des Achteckenhauses auf der Westseite gehen die Architekten anders vor: das Rahmengerüst besteht aus Beton und wird mit einer selbstragenden Vormauerschale aus Hintermauerziegeln verblendet, aus der einzelne Bereiche für den Anputz von Gesimsen herausgezogen werden können. Das ist ein schöner Kompromiß zwischen Stabilität und Orginalität.

    Andere nehmen einen perlit- oder steinwollegefüllten Poroton, um die Bauwerke zu erreichten - hier müssen allerdings Schmuckteile mit Rabitzputz oder Fertigteilen ergänzt werden.


    Die Garnisonkirche mit ihrer reinen Ziegelmauer war eine Ausnahme, da Kirchen vom GEG augenommen sind. Um die Wärmedämmung mit Hintermauerziegeln zu erreichen müßten Mauerstärken von > 100 cm gemauert werden, was bei den kleinen Häusern im Block III zu enormen Flächenverlusten führen würde.

  • Wann wird das Quartier III aktuellen Planungen nach fertiggestellt sein?

    Offiziell gehen sie wohl immer noch von 2023 aus. Gleich anschließend soll dann mit dem Quartier IV begonnen werden, das 2025 fertiggestellt sein könnte, wenn alles sehr glatt läuft.

  • Für das Quartier IV sind zwar die Investoren ausgewählt aber es sollen ja noch für jedes Grundstück Architekturwettbewerbe gemacht werden. Davon ist noch nichts zu hören.

  • erbse

    Einfach hier im Strang zurückblättern oder selber recherchieren (im Internet oder anderswo) oder abwarten.


    Wann die Neubauten fertig sind, wissen wir letztlich erst, wenn es soweit ist.

  • Ein paar aktuelle Bilder von der Baustelle, gestern aufgenommen.


    Zuerst die ehemalige Schlossstrasse und der Plögersche Gasthof, man beginnt mit dem Aufbau der Betonverschalungen für das erste Stockwerk. Der Plögersche Gasthof wirkt schon jetzt durch seine großen Dimensionen ziemlich beeindruckend:




    Die Baustelle von der Friedrich-Ebert-Straße aus gesehen:




    Abschließend die Baustelle am Alten Markt, hier ist die Sicht durch den Bauzaun erschwert, aber auch hier arbeitet man schon am ersten Stockwerk:


    Alle Bilder sind von mir und dürfen verwendet werden.

  • Einige solcher Bilder solltest Du (und sollten auch andere fotografierende Foristen) gelegentlich abziehen und lassen und irgendwann dem Stadtarchiv zur Verfügung stellen. Der reinen Vorhaltung als elektronische Ressource traue ich noch nicht so ganz. Einerseits aufgrund der architektonischen Entwicklung. Aber auch schon aufgrund der Transparentlosungen sind das - ähnlich wie in NS-Zeit oder DDR-Ära - Zeitzeugnisse, die in späteren Jahrzehnten sich mal Historiker interessieren.

  • Ende der 50er Jahre war in Potsdam noch viel erhalten geblieben. Manche Gebäude in der Breiten Straße wurden sogar schon wieder aufgebaut, bevor diese später doch noch abgerissen worden. Potsdam sollte schließlich eine moderne, sozialistische Stadt und der alte Mief beseitigt werden.


    Es gab auch einige schöne Bücher davon, leider sind diese aber alle vergriffen.

  • So viel wie da erhalten war - werden Spolien für die Leitbaufassade verwendet?

    Die Attikafiguren sind erhalten und werden restauriert. Der Rest inkl. des herrlichen, in die Ferne schauenden Gladiators ist vom SED-Magistrat zerkleinert und für den Straßenbau verwendet worden.