Posts by Konstantindegeer

    Der aktuelle Entwurf, der ausgeführt wird, ist der mit den sieben Parabelfenstern. Allerdings waren darin die Überarbeitungen in puncto Sicherheit nach dem Anschlag von Halle noch nicht enthalten.

    Und: Man muß doch nach Jahren der Debatte auch mal zur Kenntnis nehmen, daß innerhalb der jüdischen Gemeinden offenbar ein Konsens nicht erzielbar ist. Ich weiß, wir Deutsche wollen immer alles richtig machen und einrenken in dieser Welt und viele meinen den Weg zur Lösung aller Konflikte dieser Welt zu kennen. Aber dies fünf Gemeinden unter einen Hut zu bringen ist schlicht nicht möglich.

    Also hier ist der Beschluß der Bürgerschaft. Da kann man viel hereininterpretieren:


    "BÜRGERSCHAFTDER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
    Drucksache 21/21. Wahlperiode
    Antrag
    der Abgeordneten
    Dirk Kienscherf, Ekkehard Wysocki, Ksenija Bekeris,Hendrikje Blandow-Schlegel, Ole Thorben Buschhüter, Martina Friederichs, Uwe Giffei,Dr. Monika Schaal, Olaf Steinbiß(SPD) und Fraktionundder Abgeordneten André Trepoll, Dennis Gladiator, Carsten Ovens, Richard Seelmaecker, Dietrich Wersich (CDU) und Fraktion undder Abgeordneten Dr. Anjes Tjarks, Filiz Demirel, Antje Möller, Martin Bill, Christiane Blömeke, Olaf Duge, Mareike Engels, Anna Gallina, René Gögge, Murat Gözay, Dominik Lorenzen, Farid Müller, Ulrike Sparr, Dr. Carola Timm (GRÜNE) und Fraktionundder Abgeordneten Christiane Schneider, Norbert Hackbusch, Sabine Boeddinghaus, Deniz Celik, Cansu Özdemir, Heike Sudmann(DIE LINKE) und Fraktion undder Abgeordneten Anna-Elisabeth von Treuenfels-Frowein, Michael Kruse, Dr. Kurt Duwe, Daniel Oetzel, Jens P. Meyer (FDP) und Fraktion
    Betr.: Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge

    Das Eimsbütteler Grindelviertel gilt als früheres und seit
    Eröffnung des Joseph-Carlebach-Bildungshauses der Jüdischen Gemeindein Hamburg KdöR(JGHH) wieder lebendiges Zentrum des jüdischen Lebens inHamburg. Nach der Aufhebung der Torsperre im Jahr 1861 siedelten sich hier zahlreiche Jüdinnen und Juden an, die zuvor unter prekären Bedin-gungen in der Neustadt gewohnt hatten. In den darauffolgenden Jahren entstanden darüber hinaus eine Vielzahl jüdischer Institutionen, darunter mehrere Synagogen und Schulen, ein Friedhof sowie diverse Sozialeinrichtungen. Und so sollte an dieser Stelle ab 1904 vor dem Hintergrund der erstmals erreichten rechtlichen Gleichstellung der Menschen jüdischen Glaubens auchdas wohl sichtbarste Wahrzeichen des jüdischen Lebens in Hamburg ent-stehen: die Bornplatzsynagoge. Diese orthodoxe Synagoge, zuletzt unter der Leitung von Rabbiner Dr. Joseph Carlebach, war die erste freistehende Synagoge der Stadt und galt mit ihrem Fassungsvermögen von 1.200 Menschen und ihrer Höhe von 39 Metern als das größte jüdische Gotteshaus Norddeutschlands.Wie ein großer Teil der jüdischen Einrichtungen Hamburgs wurde die Bornplatzsynagoge im Rahmen der Novemberpogrome 1938 zerstört. Die Überreste wurden ein Jahr später auf Kosten der Deutsch-Israelitischen Gemeinde abgerissen und beseitigt. Es sollte viele Jahre dauern, bis die nach Shoah und Zweitem Weltkrieg verbliebenen oder wieder zurück ge-kehrten Menschen jüdischen Glaubens in Hamburg wiedereinen angemessenen Ort für ihre Religionsausübung vorfinden konnten. Genau 20 Jahre nach den Pogromen am 9. November 1958 wurde knapp 1,5 Kilometer vom alten Standort der Grundstein für die neue Synagoge an der Hohen Weide gelegt. Diese dient der JGHHseit nun fast 60 Jahren als zentrales Gotteshaus und steht mittlerweile unter Denkmalschutz. Sie gilt allerdings be-reits seit längerer Zeit und trotz intensiver Sanierungsanstrengungen als baufällig.
    2Im Rahmen des 2010 gefeierten 50-jährigen Jubiläums derSynagoge Hohe Weide betonte der damalige Vorsitzende der JGHH, Ruben Herzberg: „Die Einweihung der Synagoge Hohe Weide war ein weithin sichtbares klares Zeichen, dass jüdisches Leben nicht vernich-tet werden konnte. Das Herz des jüdischen Hamburg aber schlägt im Grindelviertel, dort neben der Talmud-Tora-Schule, unserem heutigen Gemeindezentrum mit der Joseph-Carlebach-Schule. (...) Wir wünschen uns die Rückkehr an unseren alten Ort, denn der leere Platz ist eine Wunde in unserem Leben.“ Anlässlich des Abendgebets auf dem Jo-seph-Carlebach-Platz am 9. November 2019 erneuerte der heutige Vorsitzende der JGHH, Philipp Stricharz,diese Forderung: „Wir, die Jüdische Gemeinde, wollen genau das. Die Rückkehr der jüdischen Religion auf den Bornplatz." Diese sende ein wichtiges Signal des selbstverständlichen Dazugehörens. „Die Nazis haben nicht gewonnen. Ihre Bauten sollen nicht bleiben, wo sie das Judentum verdrängt haben."Auch die Hamburgische Bürgerschaft hat bekräftigt, dass sie es für wichtig hält, die Sicht-barkeit des jüdischen Lebens in Hamburg zu stärken zuletzt etwa im Rahmen der Debat-ten zum Thema Antisemitismus am 23. Oktober und 6. November 2019. Die Wiederherstel-lung des sichtbarsten Wahrzeichens des jüdischen Lebens in Hamburg aufdemmittlerweile zum Teil nach Josef Carlebach benannten Platz entspricht diesem Anliegen in hohem Maße. Ebenso erkennt die Bürgerschaft das Bedürfnis der JGHHan, dass die neue Syna-goge in ihrer Gestaltung und in ihren Dimensionen an die zerstörte Bornplatzsynagoge an-knüpft.Bevor dieses Vorhaben realisiert werden kann, stellen sich allerdings eine Vielzahl von Fra-gen. Eine Machbarkeitsstudie finanziert durch eine Zuwendung des Bundes in Höhe von 600.000 Euro soll Antworten auf die wichtigsten Fragen liefern und so eine zeitnahe Um-setzung ermöglichen. Die offenen Fragen betreffen dabei u.a. die architektonische Gestal-tung des Neubaus, die räumliche Situation am Josef-Carlebach-Platzund dem daran an-grenzenden Allende-Platzinklusive des sich dort befindlichen denkmalgeschützten ehe-maligen Luftschutzbunkerswie auch die Frage der Nachnutzung der Synagoge in der Hohen Weide.Der Hamburgischen Bürgerschaft ist bewusst, dass für die JGHHdie Wie-dererrichtung der Synagoge Priorität genießt, weil dies das Zeichen sichtbaren und leben-digen jüdischen Lebens in Hamburg heute ist.Gleichzeitig ist der JGHHbewusst, dass für die Hamburgische Bürgerschaft ein würdevoller und angemessener Umgang mit dem Bo-denmosaik von Margrit Kahl, das am Joseph-Carlebach-Platz an die Zerstörung der Born-platzsynagoge und die damit verbundene Entrechtung und Ermordung Hamburger Jüdinnen und Juden in der NS-Zeiterinnert,von einer großen erinnerungskulturellen Bedeutungist. Im weiteren Prozess sollen Wege gefunden werden, beideszu gewährleisten.Vor diesem Hintergrund möge die Bürgerschaft beschließen:1.Die Hamburgische Bürgerschaft bekennt sich zu dem Ziel, das jüdische Leben in Hamburg sichtbarer zu machen und unterstützt die Forderung nach Wiedererrichtung einer repräsentativen Synagoge am ehemaligen Standort der Bornplatzsynagoge.2.Der Senat wird ersucht, a.die Jüdischen Gemeinde inHamburg KdÖR (JGHH) bei der Erarbeitung der Aufga-benstellung für die Machbarkeitsstudie undbeideren Durchführung nach Kräften zu unterstützen,b.auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie der Bürgerschaft bis zum 31.12.2020 zu berichten,
    3c.gemeinsam mit derJGHH ein Format zu erarbeiten,wie der Wiederaufbau der Syna-goge am Bornplatz finanziell von den Hamburgerinnen und Hamburgern unterstützt werden kann."

    https://www.gruene-hamburg.de/…fbauBornplatzsynagoge.pdf


    Stimmt, Kehilat Israel hatte ich vergessen. Du glaubst doch aber nicht im Ernst, daß für diese rechts zitierte Variante ein Konsens zwischen den Gemeinden besteht, oder?


    Also: deshalb baut das Land jetzt nach zehn Jahren Streit den modifizierten Haberland-Entwurf, der ja seit dem Wettbewerb schon deutlich besser geworden ist. Wer das Haus nutzen will ist willkommen, wer eigene Wege gehen muß wird nicht aufgehalten.


    Nein, das stimmt alles nicht. Es gibt vier jüdische Gemeinden in Potsdam.

    Den Entwurf, den die Synagogengemeinde erarbeitet hatte, soll Exilwiener mal zeigen, wenn er ihn besser findet. Und ein "Konsensbeschluß" ist mir nicht bekannt? Wer hat denn Konsens hergestellt? Aber auch die Synagogengemeinde hatte vorher dem Wettbewerb zugestimt, um sich dann vom Ergebnis zu distanzieren. Und die Jüdische Gemeinde, die die große Mehrheit der Mitglider in Potsdam stellt, ohnehin.


    Insofern kann man daraus lernen, keinem Wettbewerb zuzustimmen, in der die Jury aus Politikern und Architekten besteht. Wg. Hamburg. Aber genau das wird dort ja auch passieren - mutmaßlich mit dem gleichen Ergebnis wie in Potsdam.

    ^Dann hätte man sich nicht auf einen Wettbewerb einlassen dürfen. Wenn man sowas macht und die Jury zur Hälfte mit Architekten besetzt ist doch klar, daß sowas wie Haberland dabei herauskommt. Der Bauherr ist schließlich das Land.

    Der heutige Entwurf ist schließlich besser als das Wettbewerbsergebnis von 2009 (!). Man jann auch nicht ewig rumdiskutieren.

    https://www.baunetz.de/meldung…m_entschieden_764184.html


    Wenn man sich aber auf den Wettbewerb einläßt und dann das Ergebnis nicht akzeptiert steht man als Kritiker blöd da. Zumal alle Zeit der Welt gewesen wäre einen besseren Entwurf zu machen.

    Das Land Barndenburg wird dieses jüdische Kultuzentrum mit Synagogenraum so errichten, wie es jetzt geplant ist und den verschiedenen Gemeinden (aktuell vier) eine Nutzung über den neuen Betreiber anbieten. Wer nicht will, braucht auch nicht.


    Dise Haltung hat eine Mehrheit im brandenburgischen Landtag, in der Landesregierung und in der Stadt Potsdam.

    Unter denen, die sich gegen den Abriß des Staudenhofes und des Rechenzentrums wehren sind recht wenige Altkommunisten über 50 Jahre. Im Schnitt sind die Aktivisten der "Anderen" und der "Linken" eher jünger und zwischen 25 und 40 - aktiv die DDR hat da kaum einer erlebt. Insofern gehen alle Vorwürfe hier versuchten SED-Kader die Politik zu kontrollieren, völlig fehl.


    Oberflächlich geht es um die Erzählung, daß nach 1990 die DDR mit Stumpf und Stil ausgerottet werden soll und - als Erstes - vor allem deren Bauten und sichtbare Symbole. Das ist natürlich Unsinn, da jedes Kind auch in 30 Jahren Potsdam die Bezirkshauptstadt der DDR auf den ersten Blick ansehen wird, denn weit über 90 Prozent des DDR-Bestandes, vor allem an Hochhäusern, bleibt bestehen. Es geht also im Kern nicht um eine Perpetuierung von DDR-Bauten, sondern - und das ist das Spezielle an den Potsdamer Diskussionen - um eine rein destruktive Haltung zu dem schon 1990 von der SVV beschlossenen Plan der Wiederannäherung an den historischen Stadtgrundriß. Dieser Beschluß ist im übrigen von einer SVV gefällt worden, die zu 100 % aus DDR-Bürgern bestand und erfuhr seitdem über zwanzig Mal eine Bestätigung, hier en detail.


    Dieser destruktive Ansatz macht die Politik - gottlob - so erfolglos. Sie richtet sich - rein ideologisch - gegen Eigentum und gegen marktwirtschaftliche Prinzipien. Im Kern geht es um eine staatspaternalistische Gesellschaft auf Kosten der "Reichen", also die klassische linksradikale Klaviatur, die wir auch von Teilen der Linken und der Grünen kennen. Daß dies gerade in bürgerlichen Städtchen wie Potsdam gut gedeiht, wissen wir ja auch aus der Geschichte - den meisten in der Stadt geht es schlicht so gut, daß solche Fantasien die Konsequenz sind. Nicht wenige dieser "Aktivisten" sind gut verdienende Beamte in der Landesregierung.


    Deshalb macht es keinen Sinn die Schlachten vor vorgestern zu schlagen sondern man muß positive Ziele setzen. Das Erreichte am Alten Markt überzeugt ja schon die große Mehrheit in Potsdam und wenn die Blöcke II (Achtecken, Einsiedler) und III hinzukommen wird die Zustimmung noch größer werden. Klar: Corona und die auch vorher schon existierende Krise des innerstädtischen Einzelhandels machen die Sache nicht leichter, aber gerade bei den nun notwendigen Innenstadtkonzepten ist Kreativität gefragt. Die Gegner dieses Wandels haben weder Konzepte noch Ideen, das ist der Grund, warum sie letztendlich nie Erfolg hatten und und keinen Erfolg haben werden.

    ^Unsinn, Polystyrolfassaden werden nicht subventioniert sondern Wärmedammung allgemein, egal mit welchem Material. Polystyrol (Markename der Fa. BASF: Styropor) sollte man allerdings verbieten, zumindest wenn es verklebt werden muß, da es dann nicht mehr verbrannt werden kann sondern als Sondermüll depoisiert werden muß. Das wäre doch ein wahrhaft richtiges Projekt für die Grünen.


    Bohnenstange: Das Humboldtforum ist ein Museumsbau und hat vorher keinem Privateigentümer gehört und der Ort war nicht mit einem vermieteten, intakten Haus bebaut. Zudem hätte vermutlich ein "moderner" Neubau keinen Cent weniger gekostet.


    Philon: Denkmalschutz ist natürlich auf das wirtschaftlich Zumutbare für den Eigentümer beschränkt, das steht in jedem Denkmalschutzgesetz. Sonst wäre nämlich das Grundrecht auf Eigentum unzulässig eingeschränkt.

    Und nun kommt mal von eurer Weltrevolutionstrip wieder runter.

    Die Wohnungen im Staudenhof sind schon vor zwei Jahren nur noch an Flüchtlinge vermietet worden und die Altmieter sind schon ein spezielles Klientel, zwei, drei Rechtradikale mit Kampfhunden gibts da genauso wie Linksradikale. Ein Teil der Mieterschaft entsorgt den Müll über den Balkon. Die städische Gwoba, die das Haus verwaltet, macht drei Kreuze ind ein Kalender, wenn die Sache durch die SVV ist.


    Dann kommt die Entmietungsphase, die sich bis Ende 2022 ziehen wird. Ein Bodensatz an Mietern wird - unterstützt von unseren bekannten Freunden - sicher bis zu Gericht kämpfen, dshalb ist es wichtig, daß man rechtzeitig beginnt.

    Städtebaulich ist das Ding von allen Seiten ein Ärgernis: quer zum Stadtgrundriß ist der Block eine Barriere zwischen Altem Markt und dem Wilhelmplatz.

    ^Natürlich nicht. So wie ich es sehe liegt der Schwerpunkt der Altstadtfreunde jedoch nicht auf der Rekonstruktion sondern in der Sanierung und Bewahrung bestehender, heruntergekommener Altbauten - die es in Nürnberg ja noch zur Genüge gibt.


    Gott bewahre uns jedenfalls vor den Eiferern, von jeder Seite.

    Wenn schon die Altstadtfreunde nichts gegen die Hetze unternehmen und sich (meiner Meinung nach viel zu viel) gefallen lassen, gibt es wenigstens private Gegenreaktionen. Sehr schön.

    Nicht jeder meint, daß Kreuzzüge zum Erfolg führen. Die AF haben ihre Kleintel in Nürnberg und dort werden solche Interviews eher belächelt - a muß man sich nicht mit jedem, der eine abweichende Meinung vertritt, bei den Mülltonnen kloppen.

    Wir haben noch immer Minunsfreiheit, da muß man sich auch solchen Unsinn wie von Enss "gefallen lassen" und es wäre kontraproduktiv, jeder dieser Äußerungen hinterherzuhecheln. Letztendlich demnstrieren Enderle & Co. vor Ort, was sie wollen und wie sie denken. Diese Arguemente sind immer die überzeugensten.

    Viele hier verfügen gedanklich über privates Eigentum mit dem gleichen Furor wie jeder Sozialist. Das ist wirklich erschreckend.


    Unsere Städte werden nur dann schöner, wenn sich die Veränderungen auch wirtschaftlich darstellen lassen.

    Das macht sie ohnehin schon, darauf kommt es nicht mehr an. Eine mehrheitliche Haltung der stark gespaltenen Grünen ist kaum auszumachen - momentan schätze ich Fifty-Fifty. Also abwarten und nicht zu plump plärren, was leider wieder von beiden Seiten geschiet. Gottlob geht es für die Stadt um viel Geld, deshalb bin ich ganz zuversichtlich.

    Also ich halte die Argumentationen für weltfremd. Jemand der heute ein gut vermietetes Haus hat wird es kaum verkaufen - was soll er denn mit dem Erlös machen? Immobilien kaufen?


    Und um Abriß/Neubau und Umsetzung der Mieter zu finanzieren - das rechnete ich oben vor - müßte man 20 Euro/qm nettokalt erzielen. Überalles inkl. EG. Ist das in der Lage ersthaft zu erwarten?

    Warum sollte Privateigentümer ein vermietetes Haus in bester Lage abreißen und mit einem Geschoß mehr wieder aufbauen, selbst wenn er dafür Baurecht bekäme?


    Der Bau ist ja schon jetzt sicher jetzt gut vermietet und mit der Mietpreisbremse würde bei Mietwohnungen auch nicht deutlich mehr erzielbar sein, einer Umwandlung in Eigentum wird die Stadt kaum zustimmen.


    Und was machst Du mit den Mietern? Die Umsetzung kostet ja auch viel Geld.


    Also Abrißkosten ( 1500€/qm) plus Neubaukosten (4.500€/qm) sind 6000 Euro. Plus Umsetzung. Um das zu finanzieren müßten die Wohnungen - auch wenn Stadt und Mieter mitspielten - deutlich über 20 Euro/qm Nettokaltmiete einspielen. Illusorisch. Es ginge also nur mit sündhaft teueren ETW.

    Die Freude sollte noch verhalten sein - immerhin hat es nur wegen der AfD-Stimme geklappt. Die Grünen hatten ihre Stimmen geteilt: Saskia Hüneke als ehem. Schlösserstiftungskustodin FÜR Abriß, Gert Zöller von den Grünen hat sich enthalten. Nur so hatten SPD, CDU und AfD gegen Linke und Andere die knappe Mehrheit 5 Ja, 3 Nein und eine Enthaltung. Wenn die Grünen gegen den Abbruch gestimmt hätten wäre die Stimmung gekippt.


    Die Frage wird nun sein ob sich die Grünen auch in der Schlußabstimmung der SVV teilen und wieviele denn nicht mit SPD, CDU und AfD stimmen.