Posts by Konstantindegeer

    Ja, natürlich. Wer soll denn allein den Betrieb des Turmes und der Ausstellung tragen - von den Baukosten, die die Stiftung nur anteilig getragen hat, mal ganz abgesehen. Das kostet alles viel Geld, von den Gehältern über die Unterhalts- und Betriebskosten.

    So langsam wird immer klarer, was die Stiftung Garnisonkirche Potsdam braucht: Gled. Die Baracke der Nagelkreuzkapelle auf dem Areal der Garnionkirche wird von der Stiftung an einen bekannten Potsdamer Gastronomen vermietet.


    Neuer Treffpunkt in Potsdams Mitte: Café in der Nagelkreuzkapelle soll im Juni öffnen
    Ein neues Café soll die Aufenthaltsqualität auf der Freifläche hinter der Garnisonkirche verbessern. Der Betreiber steht schon fest.
    www.tagesspiegel.de

    Lesenswert:


    https://www.welt.de/geschichte…us-bewunderte-Hitler.html?


    Le Corbusier - ein Nazi?
    Er war Möbeldesigner, Maler und Bildhauer, vor allem aber der einflussreichste Architekt des 20. Jahrhunderts. Le Corbusier gilt als Ikone der Moderne. Was…
    www.cicero.de


    Schattenseiten einer Lichtgestalt
    Der Star-Architekt Le Corbusier stellte sich in den 30er und 40er-Jahren in den Dienst des Faschismus. Er pflegte intimste Beziehungen zum französischen…
    www.deutschlandfunkkultur.de


    Antisemitismus-Diskussion um Le Corbusier
    Stadt Zürich prüft andere Namensgebung - Großbank UBS stoppte Imagekampagne
    www.derstandard.at


    Die Empörung wirkt: Die UBS zieht Le Corbusier aus dem Verkehr
    Der Vorwurf antisemitischen Gedankenguts lässt die UBS handeln. Die Bank kippt den berühmten Schweizer Architekten Le Corbusier aus ihrer neuen Werbekampagne.
    www.tagesanzeiger.ch

    Dass diese alte Standuhr allerdings bereits von 1700 ist, darf wohl bezweifelt werden. DIESE Melodie dürfte wohl frühestens im späten 18. Jahrhundert vom Garnisonkirchturm vernommen worden sein...


    Im Sommer geht für mich ein lang gehegter Wunsch in Erfülllung und ich werde nach Potsdam übersiedeln. Ich freue mich bereits, unter dem stündlichen Erklingen von "Üb' immer Treu und Redlichkeit..." alt werden zu dürfen. Hoffentlich schallt es dann auch bis in die Jägerstraße hinüber :smile:

    Wilkommen. Jägerstraße ist keine schlechte Wahl. Da geht der Abensspaziergang nach Sanssouci oder in die Alexandrowka.

    Nunja. Das war ja in Potsdam auch so. In Frankfurt war es auch nur ein Bauherr für das ganze Altstadtquartier, die DomRömer GmbH. Es kommt eben auf den Willen und die Qualitätskontrolle an.

    Das sieht man allerdinsg auch an allen Ecken und Enden. Das hat in Frankfurt dazu geführt, dass durch die politisch motivierten Kosten das Projekt mit einem erheblichen Defizit abgeschlossen wurde (Fachwerkhäuser im EH-40-Standard) und manch' eine Fassade ist mehr als grenzwertig.


    In Frankfurt war es aber wenigstens eine extra für das Projekt gegründete städtische Gesellschaft mit passabler Führung, keine existierende WBG wie in Berlin am Molkenmarkt.

    Kein Problem, danke! Zanderroth ist in der Tat nochmal deutlich schlimmer als Van Geisten Marfels.


    Naja, warten wir ab.

    Hier ist nochmal der Bau des Büros Van Geisten Marfels in seiner ganzen Schönheit:



    Die Architekten haben ihr Büro in Potsdam und z. B. in der Helene-Lange-Straße ein Stadtvollen-Grundstück bebaut, auf dem früher ein Zwillig der abgebildeten Villa stand. In welchem der beiden Bauten das Büro von Van Geisten Marfels ist kann man sich ja vorstellen - ich nehme Ratetipps an:



    Konstantindegeer da liegst du falsch. Der jetzt ausgerüstete Bau liegt zwischen dem Hellmund-Piernischen Haus und dem Albers Bau. Der Albersbau kommt mit Klinker, Natursteinsockel und Gauben.

    Ah, jetzt kapiere ich es: der frisch ausgerüstete Bau gehört zum Ecklos des Hellmund-Piernschen Hauses und ist von unseren Potsdamer Lieblingslangweiler-Architekten Van Geisten Marfels. Dann wäre der zu verklinkernde Albers noch eingerüstet.



    Es geht nicht um "Ostalgie", die DDR-Fassaden sind nach den Umbauten in der Regel nicht mehr zu erkennen. Es geht um die Verhinderung einer schönen Altstadt - das leisten diese spießigen Schrankwände auch im sanierten Zustand. Wohnen möchte da keiner der Befürworter, die bleiben lieber in ihrer Schöneberger Altbauwohnung.

    Auf den Fenstern ist - hoffentlich - nur rote Schutzfolie.


    Der Entwurf hätte der von Bernd Albers (✝︎) sein müssen. Hat sich in der Abstimmung mit der Denkmalpflege wohl Erhebliches verändert. Vermutlich war der Klinker unerwünscht und das Büro, das inzwischen von Silvia Malcovati geleitet wird, hat neu entworfen:

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden können. Die Kleinteiligkeit und architektonische Vielfalt von Architektur ist mit Gestaltungshandbüchern zu erzwingen sondern lebt von den Persönlichkeiter der Bauherren - das ist hier eben, mindestens pro Block, der gleiche.

    Der Entwurfsprozess wird sich so darstellen, dass zuerst die Gebäude quasi als Kiste, will sagen "fassadenlos" entworfen werden. Hier sind viele Dinge zu beachten: Wohnungsgrößenmix (Vorgabe sozialer Wohnungsbau), konzentration auf wenige Treppenhkerne (Baukosten) und in der Regel durchgängig identische Fenstergrößen (max. zwei Versionen). Da das Baurecht des B-Planes auch ausgeschöpft werden soll und die Etagenhöhen aus Gründer der Bau- und der Energiekosten ca. 2,80 lichte Höhe, d.h. ca. 3,10 bis 3,20 Meter Konstruktionshöhe nicht überschreiten werden und auch innerhalb eines Blocke aus Kostengründen nicht springen werden ergebn sich relativ einfach zu bauende Klötze. Ärgerlich für die Baukostenrechner von der WBM ist nur die unregelmäßigkeit dieser Altstadtgründstücke - rechte Winkel wären besser.

    Dann kommt in einem letzten Schritt die Dekoration der Fassaden - immer mit der Baukostenkeule die Kisten auch einfach in Dämmung mit Dünnputz einzupacken. Jedes Gesims, jede Fasche, jede Wiener Sprosse wird hierbei als Teufelszeug betrachtet. Mich erinnert das an Versuche Plattenbauten wohnlich zu machen, hier der Versuch aus Stolp|Slupsk in Hinterpommern:



    Qualitätsvolle Architektur kann dabei nicht rauskommen.

    Und wie Konstantindegeer schon richtigerweise sagte, hat die Stadt Potsdam es in der Hand gehabt und hat nun das bekommen was sie bestellt hat. Nun aber das letzte Achteckenhaus zu rekonstruieren, wo das Kind schon in den Brunnen gefallen ist nicht zielführend. Das der Entwurf qualitativ hochwertiger sein muss ist klar.

    Das ursprüngliche Leitbautenkonzept von 2006 sah eine städtebauliche Rekonstruktion der Achtecken gar nicht vor. Die Obergutachter rangen noch um die Ausformulierung einer geschlossenen Blockraumkante auf den Parzellen der Blocke III und IV und kümmerten sich weniger um die Achtecken. Hier der Planausschnitt vom 13. 6.2006:



    Dann stellte das Architekturbüro Redlich die Untersuchungen zu den historishen Bauten vor und arbeitete erstens die internationalen Vorbilder der Achtecken heraus und bewertete zweitens die Rekonstruierbarkeit der Fassaden. Da hiess es noch, dass das jetzt in Diskussion stehende Achteckenhaus des Blocks III nach der Aktenlage nicht rekonstruiert werden können:



    So kam es zu den "Gestaltvorgaben" in den Ausschreibungen, die aber heiss diskutiert wurden.


    Hierzu muss man wissen, wie in Potsdam die Parzellen vergeben werden. Ein Vergabegremium besteht zur einen Hälfte aus Stadtverordneten, zur anderen aus Verwaltung, Sanierungsträger und Gestaltungsrat. Damals waren das 8 Fraktionen mit je einem Sitz (heute sind es 10). Hiervon nahmen aber schon damals einige Fraktionen, wie die AfD, die FDP und das Bürgerbündnis gar nicht oder selten an den Sitzungen teil. Die linken Fraktionen waren bei wichtigen Abstimmungen fast immer vollständig. So stand die CDU in der Regel als einizige Partei für weiteren Rekonstruktionen, SPD und Grüne waren hier deutlich ablehndender.

    Der "Verwaltungsteil" des Gremiums war nach dem Abgang des Baubeigeordneten Klipp, selbst Stadtbild-Mitglied, gegen weitere Rekos eingestellt. Die berufenen Mitglieder des Gestaltungsrat lehnten Rekonstruktionen sowieso ab. Der Sanierungsträger nahm stets eine eher moderierende Rolle ein und schaute mehr auf die Verkäuflichkiet der Parzellen um die Aufwenungen im sanierungsgebiet zu refinanzieren. So kam es zu den heutigen Ergebnissen.


    Für den Block IV ist dieser Entwurf ausgewählt - das Metallgestänge ist die "Fuge" zu den historischen Parzellen, die durch die Verschiebung der Blockkante der Hohewegstraße entstanden ist.



    Wer also Revisionen der Beschlüsse wünscht, vor allem für den noch ausstehenden Block V (Staudenhof), muss dies bei seiner Wahltentscheidung am 9. Juni 2024 berücksichtigen.