Posts by Konstantindegeer

    Ich habe das hier schon mehrfach gesagt, aber man muß es offenbar wiederholen: die Gegnerschaft der Sozialisten zum Projekt Garnisonkirche ist nicht das Problem. Die knapp 20 Prozent der SVV können gern bei ihrer Ablehnung bleiben, auch zusammen mit ihren noch weiter links stehenden Freunden von den Anderen.


    Entscheidend für alle gestalterische Fragen von der Garnisonkirche über das Rechenzentrum zum Kirschenschiff ist in Potsdam wie sich die SPD und die Grünen aufstellen. Hier gibt es in beiden Fraktionen vernünftige Politiker und Leute, die eher ideologisch denken.

    Die Angriffe von Oswalt & Co. laufen auch ohne eine "Kooperation" mit Boddien - der hat im übrigen in Berlin noch genug zu tun.


    Natürlich kann man den Bauschmuck "peu à peu" ergänzen. Es ist nur viel teurer.


    Ob jetzt "die Turmhaube finanziell gesichert" ist steht in den Sternen: dazu müsste man die Leistungen erstmal ausschreiben. Alel Kostenschätzungen des letzten Jahres sind doch hinfällig. Da kann ja erst ein den nächsten Monaten geschehen und wird dauern.

    Nun, dann war das Warten gar nicht so groß... Scheint auch so, dass man die Bedenken des Rechnungshofs "neutralisieren" konnte, bzw es interessiert die "Bundesbeauftragte" nicht sonderlich...

    Ich gehe davon aus, daß die KSM aufgrund der Antragslage der Stiftung und der Beschlußlage des Bundestages gar nicht anders konnte. Die Vorstellung mit einer 80-prozentigen Bauruine dazustehen. Es ist aber auch egal: der Zuwendungsbescheid ist da.

    ^Da bin ich ja ganz bei Dir. Wenn man große Mehrheiten haben will ist es unabdingbar Kompromisse mit einem breiten Spektrum von Loaklpolitikern zu machen. Dabei finde ich es auch nachrangig, ob diese in anderen Fragen meine Ansichte teilen oder nicht.


    In der ersten freigewählten SVV nach der Wende (1990) gab z.B. den Beschluß zur "größtmöglichen Wiederannäherung an den historischen Stadtgrund- und Aufriß" - da wurde z.B. die Theaterruine abgerissen, die quer zum Bauplatz des Stadtgrundrisses stand. Damals war S. Hüneke auch aktiv, kam aus der "Argus"-Truppe, aus der auch Eschenburg (heute Garnisonkirche) und Platzeck (nachmalig Oberbürgermeister Potsdams und MP Brandenburgs, Platzwck war auch umstritten, da er in der Volkskammer gegen die Wiedervereinigung gestimmt hatte) kam. Der Antrag kam von einem vernünftigen SPD-Mann Seidel, bekam aber breite Unterstützung.


    Letztendlich steht und fällt die Aktivität in Potsdam damit, daß es bei den Grünen und ebi der SPD vernünftige Menschen gibt, die sich zum historischen Potsdam bekennen.


    Saskia Hüneke ist eine der wichtigsten Befürworterinnen der Wiederherstellung von Potsdams historischer Innenstadt. Ihrem persönlichen Geschmack ist es u.a. zu verdanken, dass die Quartiere an der Nikolaikirche wiederkommen. Deswegen hat sie noch nicht in allem Recht, was sie sagt, aber Ehre wem Ehre gebührt.

    Da muß ich einmal beherzt widersprechen. Frau Hünekes Engagement in allen Ehren, aber daß "die Quartiere um die Nikolaikirche wiederkommen" ist keineswegs ihr (alleiniger) Verdienst. Dazu gehörte schoen ein Zusammenwirken von vielen Kräften.


    Ich möchte daran erinnern, daß Saskia Hüneke anfänglich gegen den Wiederaufbau des Stadtschlosses war und bei der Potsdamer Mitte nur eine von vielen Stimmen gewesen ist - sicher eine engagierte und wichtige Stimme aber eben eine von mehreren. Das Stadtschluß wurde durch die privatfinanzierte Rekonstruktion des Fortunaportals durch den Stadtschloßverein ermöglicht - ohne Fortunaportal wäre das nicht denkbar gewesen. Hernach wurde von der großen Mehrheit der Stadtverordneten (sogar die Sozialisten stimmten dafür) das Leitbaukonzept für die heuteige "Potsdamer Mitte" (früher sagte man "Schloßbezirk") auf den Weg gebracht, von einer Koalition aus dem grünen Baudezernenten Matthias Klipp, der örtlichen SPD und CDU. Auch ohne den engagierten Kampf des ehem. Stadtkonservators Andreas Kalesse wäre das alles nie umgesetzt worden.


    Heute ist es mit Frau Hüneke, die derweil verrentet ist, deutlich schwieriger. Sie ist derweil eine Streiterin für einen Erhalt des Rechenzentrums, hat in puncto Garnisonkirche ihre Ansichten geändert. Was geblieben ist ist ihre Abneigung gegen die Kunst der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert, was mit ihrer früheren Arbeit als Skulpturen-Kustotin von Sanssouci zu tun hat, ich jedoch in vielen Fällen ungerecht finde.


    So im übrigen auch im Falle des Denkmals des Soldatenkönig, dessen Denkmal tatsächlich in den Lustgarten gehört (wie auch Steuben und Blücher). Richtig: Potsdam ist unter dem großen Kurfürsten 1688 Residenzstadt geworden und durfte den roten Wappenadler mit einem goldenen Font hinterlegen - blieb aber ein Dorf. Erst mit der Verlegung der Regimenter durch den Soldatenkönig wurde Potsdam funktionell zu einem Gebilde was wir im modernen Sinne als "Stadt" bezeichnen.


    Das läßt sich an der Einwohnerzahl gut absehen - während Potsdam zu Zeiten des Großen Kurfürsten, der hier sein Jagdschloß unterhielt, etwa 700 Einwohner aufwies zählte Potsdam 1738, also zwei Jahre vor dem Tod des Soldatenkönigs annähernd 15.000 Einwohner. Friedrich-Wilhelms Sohn Friedrich II. verdopeplte das nochmal in seiner Regentschaft auf fast 30.000 Einwohner. Eine selbständige Verwaltung bekam die Stadt allerdings erst mit den Stein-Hardenbergschen Reformen.


    P.S. Besonders "militaristisch" finde ich das Denkmal nicht.


    ^Momentan ist leider noch nicht sicher, ob Steuebn zurückkehrt. Der OB fabulierte vor etwa einem halben Jahr etwas von einem anderen Standort. Das muß aber nichts heißen.

    Im Herbst will der Sanierungsträge die überarbeiteten Pläne für den Steuebnplatz vorstellen. Die Planer von WES haben momnetan einen doch eher schlichten Entwurf.


    Steuben schaute im übrigen durch die Ringerkolonnade auf seinen Taufpaten Friedrich Wilhelm I. (der Soldatenkönig), dessen Denkmal leider verloren ist obwohl FW1 der eigentliche Stadtgründer Potsdams ist. Insofern wird das Steubendenkmal vermutlich anders stehen.

    Besser ist es auf unseren FB-Account zu verlinken (https://www.facebook.com/10631…31025135/536693701320337/) da gibts alle Bilder und News in Farbe und schärfer und man kann ein Like für unseren Verein dalassen. Oder ww.stadtschloss-potsdam.org.

    Die Treppe ist ja keine Treppe sondern ein Kunstwerk. Sonst müsste sie allein von der Höhe her Geländer die Bauaordung einhalten - das würde jedes Kunstwerk verunstalten. Insofern bleibt die Nummer mit der Fenstertür statt des heutigen Fenstern auch einer neu zu erlassenden Bauordnung nach Wiederienführung der Monarchie vorbehalten *ironieoff*.

    Du must nicht alles glauben, was in einem Anzeigenblättchen steht. Und in Berlin schon dreimal nicht.

    Meinst Du ernsthaft die Denkmalpflege hebt den Denkmalschutz auf? Vielleicht bleibt das Denkmal dort, wo es momentan ist, weil es Stötzer besser findet. Aber auch dafür müsste der Denkmalschutz reagieren. Dann wären aber die Arbeiten der landeseigenen BVG ein Fall für das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes.

    Aber offenbar nur mit temporärem Bestand, für zwei drei Jahre vielleicht. Der Gewinner des Wettbewerbs zur Neugestaltung des Terrains, Landschaftsarchitekt Lenzen hat den Kreis in seinem Entwurf nicht mehr vorgesehen, siehe Bild.

    Nein, irgendwelche Wettbewerbe ändern nichts an der Denkmaleigenschaft. Ausweislich der Wettbewerbsunterlagen war die Denkmalpflegebehörde nicht beteiligt, insofern sind solche Entscheidungen nichtig. Die Denkmaleigenschaft müsste ja aufgehoben werden, was ich mir in diesem fall nicht vorstellen kann - das Landesdenkmalamt untersteht einem sozialistischen Politiker.


    Beim Rentnerdenkmal kommt das Urheberrecht der Künstlers hinzu, die jeder Veränedrung zustimmen müssen. Die Urheber des Denkmals waren am Wettbewerb auch nicht beteiligt.

    Ach Henri Kramer ist Partei, kein unabhängiger Journalist. Die Träume von Mike Schuebrt sind zu null Prozent finanziert, da hat man kein Recht darüber zu mosern, daß Stiftung und FWG bislang nur gut 25 Mios aufgetrieben haben.

    Eine solche Verpflichtung zur Bennennung neuer Straßen nach Frauen gibt es nicht. Die Schloßstraße ist ja auch weder männlich noch weiblich, insofern greift das Geschlechterargument wenig.


    Es handelte sich um eine politische Entscheidung im Kulturausschuß der SVV; in die sich die CDU hat einbinden lassen - ein schwerer Fehler, wie die Partei auch heute weiß. SPD und Sozialisten wollten modern sein und - wenn denn schon die Architektur und die Konzeption des Quartieres größtenteils recht konservativ ist - wenigstens hier punkten.


    Über die Damen kann man in diesem rotroten Steuergeldverbrennungsprojekt mehr erfahren: https://frauenwahllokal.com/po…na-zielenziger-1867-1943/