Posts by Konstantindegeer

    Gähn. Die SVV hat entschieden und die Pro Potsdam bereitet den Freizug vor. Daran ändern irgendwelche PNN-Artikel von henri Kramer auch nichts (zumal sich AB keineswegs "distanziert" hat , aber selbst wenn sie das getan hätte wäre es für die Stadtpolitik genauso unwichtig wie war der SPD-Kanzlerkandidat dazu sagt).


    Interessant ist der Strategiewandel bei Linksaußen: bis dato war das Lamento der angebliche Verlust von DDR-Moderne, nun wendet sich die Argumentation und man gesteht durchaus einen vollständigen Umbau der DDR-Moderne zu einem ökologisch korrekten Bau zu (um den Schulterschluß zu FFF zu üben).


    Damit sind die Ostalgiker und Altkommunisten aus dem Unterstützerkreis raus, weil eine "sanierter" Staudenhof oder ein "saniertes" Rechenzentrum nie mehr so aussehen würde wie die DDR-Moderne (siehe Bibliothek). Und es wird deutlich, daß es - vermutlich immer schon - ausschließlich um Störung eines geschlossenen Bildes der Potsdamer Mitte geht und nicht um die Rettung von "DDR-Moderne".


    Nein, Goldstein, Umgestaltungen solcher Fassaden wie die der IHK sind sicher in den nächsten Jahrzehnten völlig nachrangig.


    Ursächlich für die mangelnde Aufendhaltsqualität in der Breiten Straße ist nicht die Fassade der IHK sondern sind die 55.000 KfZ, die durch die Straße und den Lustgarten fahren. Die fortwährende Reduktion der Diskussion auf die Fassade, die in diesem Forum ja häufiger anzutreffenden ist, führt nicht weiter. es geht bei den Themen in der Regel um innerstädtische Orte, die nicht nur schön sondern auch lebendig sein sollten und sich in die Funktion der Innenstadt einfügen.

    Die Sanierungen der gebäude im Babelsberger Park und in den anderen Schlösser und Gärten sind im Masterplan I und II, also den beiden Sonderinvestitionsprogrammen der SPSG-Gesellschafter Bund, Brandenburg und Berlin schon lange festgezurrt und die Programme laufen bis 2030. Die Abwägungsprozesse welche Schlösser und Gebäude grundsaniert werden und welche nicht sind das Ergebnis einer langen Diskussion, die heute abgeschlossen ist. Das macht gar keinen Sinn diese Fragen nochmal wieder aufzudröseln.


    Natürlich gibt es auch Gebäude, die es nicht in die beiden Sonderinvestitionsprogramme geschafft haben, dazu gehören der Marstall in Babelsberg und auch das Maschinenhaus am Ufer der Havel. Hierfür war unser dem Generaldirektor Dorgerloh vorgesehen einen Umbau in Ferienwohnungen zu betreiben und diese zu vermieten da - wie wir wissen - Nutzung der beste Denkmalschutz ist. Vor fünf Jahren war sogar mal an die Rekonstruktion des Mühlentors für diese Zwecke gedacht worden. Hierfür sollte es eine eigene Gesellschaft wie die Fridericus GmbH für den Wachschutz geben. Diese Pläne sind aber - leider - und dem wenig dynamisch agierenden neuen SPSG-GD Vogtherr wieder versandet.


    Die aktuellen Themen in Babelsberg waren eher der Vandalismus, dem die Stiftung momentan eher hilflos durch die Einfriedung mit billigen Stabmattenzäunen versucht entgegenzuwirken. Gerade die Bepflanzungen, die auch hier immer wieder zu Recht gepostet werden, sind empfindlich gegen freilaufende Hunde und biertrinkende Jugendliche.


    Der Radikale Linke Norbert Müller hin oder her.Jedenfalls wurde auch der Beschluss der SVV zum Abriss des Staudenhofs erwartungsgemäß von linker Seite nicht hingenommen.Die FH lässt grüßen.Durch den Beschluss ist bei den Linken Initiativen jetzt Oel in deren Feuer geflossen.Jetzt erst recht wird mit aller Kraft weiter demonstrativ Stimmung für den Erhalt des Gammelblocks gemacht.Und beim RZ mit 100% Sicherheit dann ebenso.Bis zu seinem Abriss wird also noch viel unnötige Unruhe von diesen "Potsdamer Mitte Neu Denkern" ,"Stadtmitte für Alle" den "Die Anderen" und wie sie sich noch so benennen, ausgehen.Aber letzendlich sind diese linken Schreihäsle und Hitzköpfe durch ihre Jahrelangen verzichtbaren Auftritte in der Stadt von Leuten die für Potsdams Mitte weiter Denken , schon lange durchschaut.

    Herr Müller einmal außen vor gelassen, weil er für die potsdamer Kommunalpoltik keine Rolle spielt, aber die Sozialisten ahben sich schon mit den Beschlüssen zur Mitte immer arrangiert.


    Die "Anderen", die auch die genannten Initiativen personell stellen, haben noch nie Mehrheitsbeschlüsse akzeptiert - das widerspricht ja auch einer Linksaußengruppierung fundamental. Man versteht sich ja als klüger und weitblickender als die großen Mehrheit der normalen Menschen, eben als Avantgarde. An dieser Haltung hätte sich aber auch nichts geändert, wenn die Linken dem Abriß zugestimmt hätten. Ob bei den nächsten Kommunalwahlen Gruppierungen populär sind, die nie eine einzige Abstimmung gewonnenhaben und genau null umgesetzt haben bleibt abzuwarten.

    Norbert Müller kandidiert zwar erneut im Wahlkreis Potsdam direkt für die Sozialisten, hat aber angesichts der starken Konkurrenz von Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Saskia Ludwig keine Chance, direkt einzuziehen. Auf der zehnköpfigen Landesliste (das letzte Mal ergaben sich aus dem Wahlergebnis vier Mandate für die Linken) wurde Herr Müller nicht berücksichtigt.


    Insofern ist es sehr wahrscheinlich, daß dein Wunsch in Erfüllung geht.

    @ Reinhard: Dann schreibt doch mal einen Brief an den Russischen Botschafter, ob man die beiden Rossebändiger aus Petersburg, die es in Berlin noch NICHT gibt, abgeformt und in Bronze wiederholt werden dürfen. Das Geld wäre schon aufzutreiben.


    Entweder man tauscht dann mit den Originalen im Kleistparkt oder stellt das "neue" Pärchen im Lustgarten auf. Wäre wieder eine schöne Geschichte von "verrückten" Denkmalen, die die Leute so lieben.



    S. E. Sergei Jurjewitsch Netschajew

    Botschaft der Russischen Föderation

    Unter den Linden 63-65

    10117 Berlin

    Nein, Meister Lampe, Norbert Müller kann "seinen" Wahlkreis gar nicht "verteidigen", weil er ihn nie gewonnen hatte.


    Das Direktmandat erhielt Manja Schüle (SPD) mit 26 %, gefolgt von Saskia Ludweig mit knapp 25 %, der Sozialist Norbert müller machte mit 16,5 den dritten Platz und zog nur über die Landesliste der Linken in den Bundestag.

    ^Genau. Die Kirchenfrage ging den Magdeburgern tatsächlich völlig am Allerwertesten vorbei.

    Der Widerstand ist Potsdam war auch überschaubar. Für das Leitbautenkonzept und den Wiederaufbau des Stadtschlosses stimmten SPD, CDU, Linke, Grüne, FDP und Bürgerbündnis. Dagegen waren nur die Anderen, die damals ein Wahergebnis von 4,5 % hatten. Die haben zwar (bis heute) viel Remmidemmi gemacht und haben jetzt 8 % der Stimmen in der SVV, aber noch nie in ihrer Geschichte eine Abstimmung von Belang gewonnen.


    Man muß doch sagen:


    1. Der Boden ist ja kommunal. Bei einer Rückverwandlung in Bauland gibt es ggf. Alteigentümeransprücke abzugelten, aber das ist nach so langer Zeit meist nicht viel.


    2. Die Bodensanierung muß irgendwann ohnhin gemacht werden. Da wird viel Munition liegen.


    3. Wenn die Einzelparzellen klein genug sind, daß sie sich auch ein Magdeburger mit etwas Geld leisten kann, würden diese ihre Käufer finden. Das geht ja in Lübeck und Potsdam auch.


    4. Die Erdgeschosse sollten gewerblich sein, oben Wohnen und ggf. im 1. OG stilles Gewerbe. Die Mischung minimiert das Risiko.


    5. Eine bestimte Anzahl an preisgebundenen Wohnraum sollte integrieren, damit die Mischung passt.

    6. Der Zugang zur Elbe sollte durchdacht werden. Wieviele Auto fahren da so?

    Na, Immobilien wie das Alle-Center wird es in zehn Jahren nicht mehr geben, die Zeit der großen EKZ ist abgelaufen und die Konzepte funktionieren nicht mehr. Am Domplatz anzuschließen ist schon vernünftiger, wenn man mal die Nord/LB aussen vor läßt.


    Ich werbe aber für einen gänzlich anderen Ansatz: Stadt ist ein Produkt der Bürgerschaft und läßt sich nicht von einer kommunalen WBG unter Beratung eines ehem. Bürgermeisters planen. Stadt muß entstehen durch die aktuellen Bedürfnisse der Stadtbürger, deshalb ist m.E, ein anderes Konzept zielführender: eine städtebauliche Planung unter Berücksichtigung der Geschichte, die kleine, nutzungsgemischte Parzellen vorsieht und wichtige Leitbauten. Diese können ausgeschrieben und von Privaten gebaut und selbstgenutzt oder vermietet werden. In diesem Konzept lassen sich auch Sozialwohnungen, grob gestreut, unterbringen und individuelle Erdgeschossnutzungen.


    Dafür wird sich auch in MD ein Markt finden. In Potsdam hat die Stadt an die Parzellen Festpreise drangeklebt und es konkurrieren hernach nur die bestern Konzepte - so werden die Höchstpreisbieter aus dem Ausland ferngehalten. Das Areal in Potsdam umfasst 60 (sechzig) Hektar.

    Die eine Debatte ist die Frage wie zulässig translozierende Rekonstruktionen oder Nachempfindungen von bauwerken sind. Diese Frage ist jedoch ersteinmal nicht die erste Frage, die sich mir stellt, sondern ist es überhaupt möglich am Zielort eine Stadtquartier zu errichten, das ausreichend groß und geschlossen ist um eine eigenen Lebenswelt zu entwickeln und damit auch um wirtschaftlich zu überleben. Dieses Ziel wird mit dem Beitrag von Polte, Olbricht & Co. nicht zu erreichen sein.


    Ein schönes Beispiel dafür ist das Berliner Nikolaiviertel, das als Prototyp der DDR-Postmoderne inzwischen unter Denkmalschutz steht. Trotz einer Reihe von gar nicht schlecht gemachten Rekonstruktionen und ein, zwei sehr guten städtebaulichen Neuerfindungen wie der Straße "Am Nußbaum", die changierende Blicke zum Rathaus- und Fernsehturm inszeniert, ist das Quartier zu klein um wirtschaftlich fu funktionieren und nach allen Seiten durch die autogerechte Stadt isoliert. So kann das kein Erfolg werden.

    Da ist der Ansatz von Paki weitaus konkludenter, das Quartier im Typus zu erweitern, mehr zu mischen und groß genug zu machen.


    Daß diese freie Mischung der Grundidee kaum überregional auf Zustimmung stößt wird bekannt sein. Auch ist eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft als Bauherr dazu prädestiniert selbst die beste Planung durch ihre Routinen zu zerstören. Ein translozierter Entwurf in Vollwärmeschutz schadet der Stadt mehr als er hilft. Häuser, die durch Bürgersinn entstanden sind, lassen sich nicht durch einen 5-Jahresplan vom Staat wiedergewinnen, diese Problem sieht man auch in Frankfurt am Main. Die Hälfte der Merkmale der "gewachsenen Stadt" sind nicht planerischen Ursprungs sondern Ergebnis von Nachbarschaftskonflikten, die sich nicht nachstellen lassen. Deshalb wäre es nur konsequent mindestens die Hälfte der Häuser auch durch Ausschreibungen zu privatisieren und mit den kommunalen Bauten zu mischen.




    P.S. Probleme mit den Urherberrechten sehe ich nicht, da beide Illustrationen dazu angefertigt wurden um die Öffentlichkeit zu überzeugen und eine weiterveröffentlichung so im Interesse der Entwurfsverfassers steht.

    Wenn sich Arbeiten von Künstlern wie Neo Rauch, Max Klinger oder Marc Chagall finden, deren Besitzer sie zugunsten von Leitungsverlegearbeiten der Stadt versteigern lassen ist das eine schöne Sache. Die meisten Spender, die ich kenne, würden ihre Werke vllt für die künstlerischen Arbeiten hergeben, aber nicht für sowas.

    Wenn das wirklich stimmt und echte Werke der genannten Künstler zur Versteigerung kommen sollten die 150.000 Euro Extrakosten kein Problem sein.

    Minerva ist wieder oben. Die ganze schönheit wird man erst sehen können, wenn Euridyke auch oben ist und Grüst und Planen weg sind. Erst Minerva unten und dann oben neben Theseus.

    Die Minerva ist eine herrliche Schlußkopie von Stefan Zimmermann aus Pirna/Sachsen.



    Das wird nicht kommen. Soweit ich mich erinnere, wurde die Aufstellung der vergrößerten Pietà von Käthe Kollwitz im Inneren der Neuen Wache von den Erben nur unter der Bedingung gestattet, dass die Denkmäler nicht an ihren Ursprungsort zurückkehren dürfen.
    Zur zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland zu Ehren der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft passen sie nun auch wirklich nicht.


    Das Thema ist doch lange Geschichte. Die Verträge mit den Erben sind längst ausgelaufen. Das Werbeschild für das Kollwitzmuseum, das die Erben zur Bedingung gemacht hatten, ist ja auch weg.


    Nein, nicht nur der Senat will nicht auch Wilhelm von Boddien, der sich mit dem Kollwitzerben getroffen hat, ist dagegen, daß die Generale zurückkehren.

    Die Fragen in welchem Maße die DDR im Allgemeinen und der PdR einen Unrechtsstaat symbolsieren spielt doch hier gar keine Rolle. Es geht den Protagonisten der aktuellen Freiflächengestaltung darum die weite verbreiteten Wünsche der Menschen nach pertieller Wiederkehr der Geschichte zu stoppen.


    Hier sind viele Mittel recht: ein paar Linien im Pflaster (Marienkirche), ein Bronze-Stadtmodell (Neuer Markt), abstrakte Nachempfindung von Gestaltungsdetails des Schloßplatzes. Archäologische Fenster (nur zum kleinen Teil verwirklicht). Hauptsache ist daß die Rekonstruktion des Schlosses als Solitär engeschlossen werden kann und sich eben nicht mit dem Umfeld verzahnt - sonst würde der Druck nach weiteren Rekonstruktionen höher. Hierzu gehört auch - entgegen der behaupteten Politik des Senats - das Beibehalten der Verkehrsachse der Leipziger und Grunderstraße. Die Verkehre machen Wohnhäuser, auch noch kleinteilige, durch ihre Lärmentwicklung unmöglich.


    Man muß neidlos anerkennen, daß diese Politik aus Sicht der Stadt bis dato erfolgreich war.