Posts by Herr Herrmann

    Klassiker,das die Altstädte die von Krieg und Nachkriegsplanung bis heute gezeichnet sind wieder so Rekonstruiert werden wie sie bis 1943 mal aussahen,ist ja gegenwärtig nun völlig unrealistisch.Wir können schon froh sein,wenn nur einige wenige Gebäuderekos sich durchsetzen können.Man muss auch wissen das es genug Gegner von Rekos gibt die mit aller Kraft dagegen halten und dadurch vieles erschweren oder gar verhindern.Siehe Ulrichskirche Magdeburg. Dortige Wiederaufbaubestrebungen wurden von Seiten der Stadt ,OB und von Links schon im Keim erstickt.

    Weis ein Forist etwas ob und wann es nun endlich mal mit dem Neuaufbau des kleinen Schweizerhauses an der Historischen Mühle los geht? Da hört man ja seit Jahren garnix mehr. Hat sich an dem Projekt mit den Jahren planerisch vielleicht etwas geändert?

    Die ganz alten Kaufhäuser hatten noch Fenster in jeder Etage.Hingegen man bei den allermeisten Nachkriegswarenhäuser auf Fenster verzichtete um aus vielleicht ökonomisch und wirtschaftlicher Sicht fensterlose Wandflächen für Warenregale optimal auszunutzen . Aber ein weitestgehend großes fensterloses Gebäude harmonisch in eine baulich intakte Altstadt zu setzen ist architektonisch nicht ganz einfach.

    Bergischer,im unzerstörten Celle hat auch die moderne Stadtplanung nicht halt gemacht.Mitten in die historische Fachwerk Altstadt hat man in den 60ern rücksichtslos und unsensiebel ein Kaufhausklotz gesetzt .Für ihn wurden mit Sicherheit viele intakte Häuser gopfert.Und dieser Klotz steht leider heute noch unverändert so da. Es gibt noch zahlreich andere Beispiele in unzerstörten Altstädten zB.Görlitz,Bautzen,usw.

    Die Gebäude mit den Studentenwohnungen sind saniert.Alles gut und schön.Noch besser wäre es ,wenn der Marstall und die unschöne Freifläche zwischen Schloss und Toilettenhäuschen ,endlich saniert werden.Ich will ja nicht nörgeln.Wer den Park Babelsberg noch aus DDR Zeiten und einige Jahre danach kennt ,sieht jetzt was sich da so alles positives verändert hat.Wer es nicht weiß,von solchen Gebäuden mit Studentenwohnungen und einer 70er Jahre Sporthalle gab es noch mehr im Park die in den 50ern wahllos verteilt wurden.Die sind aber nun endlich verschwunden.

    Däne,Würzburg,Warschau ,Danzig,Braunschweig,Nürnberg oder auch München da hat man die Weichen des Wiederaufbaus gleich nach dem Krieg anders gestellt als in z.B.Dresden, Chemnitz ,Berlin, Köln........Der Zerstörungsgrad war in allen genannten Städten (München nicht ganz so stark) in etwa gleich groß.Heute wäre eine städtebauliche Korrektur dieser Städte wie DD,Chemnitz ,Berlin..... sehr schwierig.Es müsste systematisch ein massiver Rückbau von Nachkriegsgebäuden und Plätzen erfolgen um wieder annähernd eine angenehme wenigstens Punktuelle kleinteilige Stadtstruktur zu erreichen.Aber auch der gegenwärtige starke Wiederstand von Modernisten ist ein Hindernis dies wenigstens Teilweise zu erreichen.

    Ich kenne Köln nur über die Medien. Braunschweig hat man nach dem Krieg mit sogenannte Traditionsinseln wiederaufgebaut,also noch erhaltene Fassaden von Gebäuden wiederhergestellt die an wichtigen Stadtplätzen, oder Kirchen stehen.Sozusagen eine punktuelle Wiederherstellung der historischen Innenstadt.So können nachfolgende Generationen erahnen wie die historischen Städte einmal vor ihren Zerstörungen im ganzen aussahen .So hätte man heute in Köln im nachhinein auch vorgehen können nur mit dem Unterschied zu Braunschweig das einzelne historische Fassaden jetzt eben Vollrekos wären.(siehe Frankfurter Altstadt, Dresdener Neumarkt.......)

    Heimdall,in der Wiederherstellung Alte Oper und Schauspielhaus besteht ein erheblicher Unterschied.Die Alte Oper stand noch komplett bis zu ihrer Sanierung mit ihren historischen Außenmauern hingegen das Schauspielhaus zwar auch noch bis Anfang der 60er mit seiner historischen Hülle existierte aber im Zuge der

    Modernisierungen und massiven Umbauten blieb nur ein kleiner Teil des alten Gebäudes erhalten und floss so in einen modernen Neubau ein.Bei einer historischen Wiederherstellung des alten Schauspielhauses wäre daher ersteinmal ein kostenintensiver und aufwändiger Rückbau der modernen Außenhülle notwendig um erst dann mit der eigentlichen Wiederherstellung der alten Fassade zu beginnen. Da sehe ich dann schon einen massiven Unterschied der Kosten im baulichen Aufwand in der Wiederherstellung zwischen Alter Oper und Schauspielhaus.Ich glaube,das wird und kann sich schon aus Ökonomischer Sicht nicht durchsetzen. Heimdall,mit der Altstadt sehe ich etwas anders als Sie,ich denke dennoch wenn in Frankfurt Zukünftig noch weitere Rekos entstehen werden dann am Römer, Salzhaus oder die historisch bauliche Vervollständigung Langer Franz und Paulskirche.....sein.Aber das Schauspielhaus komplett in seiner Historischen Fassade wird

    leider nur Wunschdenken bleiben.

    Wenn man die Luftaufnahme auf dem einen Bild des einen Links von NEUßER sich anschaut ,ist das Schauspielhaus komplett mit Neubauten und Hochäusern umbaut.Also eine gegenwärtig völlig andere architektonisch städtebauliche Umgebung als in der Vergangenheit.Ich finde unter heutigen städtebaulichen Gegebenheiten in dieser Gegend macht eine Reko der Fassade des Schauspielhauses dort keinen Sinn mehr. Einige Rekos könnten oder sollten noch am Römer(Altstadt) weiter entstehen nähmlich da wo man noch an vorhandene historische Stadtstrukturen anknüpfen kann.

    Holsteiner,wenn ich Rekonstruktion lese,dann sollen also die Gebäude am historischen Molkenmarkt ihre historischen Fassaden wiederbekommen?Wenn es so alles stimmt, dann ist es ja super.:thumbup:

    Aber es ist sicherlich gemeint,kleinteilige moderne Fassaden.

    Denn Rekonstruktion bedeutet ja etwas in seiner ursprünglich historischen Form wiederaufzubauen,was ja am Molkenmarkt sicherlich nicht der Fall sein wird.:thumbdown:

    Kaiserpalast,Museumsbauten der heutigen Zeit sehen alle so in etwa wie dieser Neubau von einem Stararchiteckt in Wiesbaden aus.Quadratisch ,Praktisch,Gut.Passend zu diesen Bildern am Bauzaun.Solange man sich den traditionellen Formen in der Architektur völlig verweigert werden unsere Städte sich zum verwechseln immer ähnlicher. Wenn man diese von Kinder gemalten abstrakten Bilder in ein Museum austellen würde aber einfach einen Namen eines Abstrakten Künstlers unter diese Bilder setzen würde,würden die meisten Museumsbesucher es tatsächlich glauben das sie von ihm stammen.Ich denke Menschen lassen sich schnell durch etwas täuschen.

    Bergischer,der Wiederaufbau der Bauakademie steht so wie die bisherige Entwicklung bis jetzt war und ist unter einem schlechten Stern.Deren Aufbau Diskutiert man schon seit Anfang der 90er Jahre.Über eine Rekonstruierte Ecke vor 20 Jahren ist es bis heute nicht mehr hinaus gegangen.

    Vielleicht kennt ein Forist die genaueren Hintergründe warum es da einfach nicht vorwärts geht.

    Das wäre allerdings dann ein Thema im Strang Wiederaufbau Bauakademie.

    Ja Heimdall,alternative Nutzungskonzepte für ein Gebäude das als Kaufhaus entworfen und gebaut wurde sind schwierig.Wohnungen, Büros, Kulturhaus.....?Wäre keine gute Idee. Durch den zunehmenden Online-Handel wäre dieses Gebäude weiterhin als Kaufhaus zu nutzen sicherlich unökonomisch.Die Coronapandemie dürfte nicht ein Problem sein die vergeht irgendwann, aber der Online-Handel bleibt und wird sich noch verstärken.Aber über die Zukunft des Kaufhauses werden sich schon Wirtschaftsfachleute und Ökonomen ihre Gedanken machen.

    Konstantin,wenn ich's nur könnte,hätte ich schon einen Maz Link gesetzt.Das ein Großteil der Mieter im RZ bleiben wollen kann jeder in diversen etwas älteren MAZ Artikeln zum Thema RZ nachlesen.Ich gebe auch das nur weiter was ich gelesen habe.Als Leser und Aussenstehender muss ich nun erst einmal davon ausgehen das die Redakteure der MAZ oder anderen Medien über eine Sache weitestgehend genau recherchiert haben worüber sie schreiben.

    Es wird sich mit dem neuen Kreativquartier viel Mühe gegeben viel Geld investiert aber ein großteil der Leute für die es eigentlich bestimmt ist wollen demonstrativ nicht aus dem maroden RZ raus.

    Da frage ich mich,lohnt sich letztendlich überhaupt dieser Aufwand mit dem Neubau ,wenn von den rund 250 Leuten für die es gedacht ist ,am Ende vielleicht nur 20, 30 oder ein paar mehr Einsichtige bereit sind umzuziehen?Naja,ich bin gespannt was Potsdam und die Stiftung mit diesen Künstlern bis 2023 alles noch so erleben wird.

    Wenn es das Gewölbe nicht gäbe sähe das Restaurant ziemlich steril und langweilig aus.Nur noch ein paar Bilder an den Wänden und alles wäre etwas aufgelockert.Im großen und ganzen ist das Restaurant ganz OK.