Posts by Kurprinz

    Am Samstag war ich in Göttingen und mir sind folgende Gebäude aufgefallen, welche in ruinösem Zustand sind.


    Ich habe daraufhin heute morgen eine Email an das niedersächsische Landesdenkmalamt, den Göttinger Oberbürgermeister, den Magistrat, sowie das Göttinger Bauamt geschrieben, was mit den Gebäuden geplant ist. Weiterhin habe ich angefragt, ob und wann eine Sanierung geplant ist und ob die Gebäude vorm Winter abgedichtet werden können.

    toll, dass Sie da aktiv geworden sind! Aber was soll das Denkmalamt da machen? Das ist eine Fachbehörde, die sicher um den Zustand weiss! Der Ball liegt bei der Stadt als Vollzugsbehörde und dem Eigentümer.

    Die Sanierungskosten sind im Vergleich zu Projekten wie die Städtischen Bühnen Frankfurt oder die Oper in Stuttgart überschaubar. Dennoch stellt sich natürlich die Frage, wie lange es angesichtes bereits heute hoher öffentlicher Förderungskosten für solche Bühnen (daher auch deren Nähe zur herrschenden Politik) und einer zunehmenden Staatsverschuldung noch praktikabel erscheint, derart viele Kultureinrichtungen zu unterhalten, zumal diese nicht wirtschaftlich arbeiten. Ich weiß, dass das ein Thema ist, bei dem einem in diesem Forum an die Gurgel gegangen wird, aber ich finde es nicht falsch, den Blick in die Zukunft zu werfen. Verstärkt durch die Corona-Maßnahmen und fehlende Steuereinnahmen steht vielen Kommunen und öffentlichen Haushalten bereits heute das Wasser bis zum Kinn (Vgl. bezogen auf Weimar hier), so dass irgendwann solche unwirtschaftlich betriebenen Vergnügungen für eine kleine Minderheit der Bevölkerung auf den Prüfstand geraten werden. Das bedeutet nicht, dass Theater verschwinden oder verschwinden sollen, sondern dass in Zukunft irgendeine Reform des Spielbetriebs nötig ist.

    Ich bitte festzuhalten, dass ist nicht eine von vielen Provinzbühnen. Nicht zu Unrecht heißt es Nationaltheater. Es ist das Theater (Standort und ideelle Nachfolge) Goethes und der Weimarer Klassik und der Ort wo die Weimarer Verfassung verabschiedet wurde (sonst würde sich der Bund wohl auch nicht so hoch beteiligen). Wenn sich Deutschland diesen Ort von höchster nationaler Bedeutung nicht mehr leisten würde, dann wäre das mehr als beschämend. Nochmal, das ist nicht das Theater Hinterobertupfingen. Das ist einer der bedeutendsten Orte deutscher Literatur und Geschichte.

    Beauvais ist in der Kunstgeschichte bekannt für seine unvollendete Kathedrale mit dem höchsten gotischen Gewölbe, das auch mehrfach einstürzte.

    Ich habe mal gehört,das Schloss Monbijou wäre sowieso abgerissen worden auch wenn es den Krieg mit seinen Zerstörungen nicht gegeben hätte.In der Nazizeit gab es Pläne,den Monbijoupark einschl. Schlossstandort mit einem großen Museumskomplex zu bebauen.Es gehörte zum Projekt Welthauptstadt Germania.

    Es gab Pläne es zu translozieren. Ein Vorschlag war an die Havel bei Potsdam oder nach Charlottenburg.

    Die SPSG hat größte Probleme ihre 100te Bauten zu unterhalten, weswegen man sich dann zusätzliche diese Baulast über den Hals zieht, verstehe ich nicht. Die Seitenflügel des Schlosses haben durch die Kriegszerstörung relativ wenig historische Substanz, da hätte man Platz. So einen Glaspalast zu bauen, für dessen Pflege die Stiftung gar nicht die Sachkompetenz hat (die betreuen Altbauten) ist unverständlich. Zumal dutzende Welterbe-Gebäude vor sich hin rotten.

    @"Kurprinz"

    Mit der Frage von "Bergischer" hat das ohnehin überhaupt nichts zu tun. "Bergischer" fragte nicht: "Gab es denn in Düren Rekonstruktionen?" Sondern er fragte: "Gibt es denn in Düren namhafte Stimmen pro Rekonstruktionen oder etwaige Vorhaben?" Die Antwort lautet "Nein". Wenn aber jemand weitergehende substanzielle Kenntnisse zu mir bislang unbekannten aktuellen Rekonstruktionsbemühungen hat, darf er gerne aufklärend tätig werden.

    ich zitierte und bezog mich auch nicht "Bergischer" sondern "Urpotsdamer" ;-)

    Moderationshinweis: Aus dem Thema Dresden, Altstadt - Quartier VII/1 hierher verschoben:


    Was ich immer wieder bedauerlich finde, ist, dass die Bebauung des gegenüberliegenden Areals vom Tisch ist. Die Grundstücke zwischen Taschenbergpalais, Schloss und Schloßstraße bilden zwar heute einen ganz netten Platz, doch historisch war das Gebiet eng bebaut. Das Schloss stand hier niemals frei. Dieser Platz ist ahistorisch - Grundstücke am Schloss, innerhalb der Stadtmauer waren viel zu kostbar, um hier einen Platz freizuhalten, zumal der Alt- und der Neumarkt ja groß genug waren. Wo man sich doch ansonsten im Neumarktgebiet um die Rückgewinnung des alten Stadtgrundrisses bemühte, ist es in Zeiten von Nachverdichten eigentlich unverständlich solch eine innerstädtische Fläche nicht wieder zu bebauen. Die Schloßstrasse würde hier wieder eine Einfassung erhalten, einige Häuser und Gassenabschnitte könnten rekonstruiert werden.

    In Süddeutschland gibt es den Beruf des Kirchenmalers, die können so etwas befunden. Ansonsten ein Restaurator. Eigentlich findet sich immer was z. B. im Bereich der Traufe. So eine Befunduntersuchung kostet normalerweise auch nicht die Welt und Sie können Ihrem Haus das ursprüngliche Aussehen wiedergeben.

    @Centralbahnhof Vielen Dank für den Link. Nach seinem Aufenthalt in Köln am 4. Mai 1891 besuchte Kaiser Wilhelm II. vom 5. bis 8. Mai 1891 Bonn, das er aus seiner Studentenzeit sehr gut kannte. Es war sein erster Besuch in Bonn als Monarch:

    Die gute ViCtoria ( mit "c" nach Ihrer Mutter und Großmutter) war die Schwester des Kaisers und lebte im später so bedeutenden Bonner Palais Schaumburg, das von Ernst von Ihne für sie erweitert wurde. Nach 1918 sorgte die Kaisertochter für allerhand Skandale. Der Lempertz Auktionskatalog ihrer Konkursmasse ist online bei der Uni Heidelberg einzusehen und recht interessant.

    Ein interessanter Fund auf Pinterest: https://pin.it/8fHiPg2

    Waren diese „Katapulte“ zu Fasching dort aufgestellt oder könnte es sich um irgendein Jubiläum handeln?

    KARNEVAL ;-) kann es nicht sein, da die Bäume Laub haben. Karnevalsdeko verschwindet wegen der Zäsur der Fastenzeit recht flott wieder. Es ist der "Festschmuck" des Museums u.a. zum Kaiserbesuch.

    Die Ausmalungen in der Kuppel der Frauenkirche und die Fresken am Altan des Schlosses sind Neuschöpfungen auf Basis der vorhandenen Informationen über das Original, deren Schöpfer und vergleichbarer Werke. Deshalb würde ich auch da eine Rekonstruktion nicht ganz ausschließen.

    In den von Ihnen genannten Fällen war die Quellenlage doch um einiges besser.

    Diese "Fehlstellen" waren mir bewusst - die Festons bisher nicht.