Posts by Kurprinz

    Das hat nichts mit der "Irritation" der Alliierten über die Kombination Schloss und Orangerie zu tun. Erstens war das nicht ein chaotischer Raubzug, sondern die "Trophäenkommisssion" der Sowjets - die waren sehr gut informiert. Die westlichen Alliierten spielten in Potsdam keine Rolle. Die Ausstattung des 19. Jahrhunderts galt einfach in Ost und West in der Mitte des 20. Jh. als wenig wertvoll und interessant. Auch hat die Zarin nicht um die Jahrhundertwende dort gewohnt. Die preußische Prinzessin Charlotte (als Zarin Alexandra Feodorowna) wohnte 1859 dort.

    Der Fries ist an der ehemaligen Kapelle

    Da ist man schon fast versucht zu sagen, dass es in dem Fall keine gute Rekonstruktion ist. Kann es sein, dass diese Reste der Wandausstattung erst nach der Rekonstruktion gefunden wurden, und die Rekonstruktion der Höhenmasse ausschliesslich nach Fotos geschätzt werden mussten? Den Grundriss konnte man ja 1 : 1 übernehmen.

    leider nein - man wusste von den Resten

    Gibt es dafür schon ein Zeitfenster und eine Finanzierung ?

    Reste der Wandausstattung sind geborgen, doch passen Sie von den Maßen nicht mehr in die rekonstruierte Hülle. Auch ist fraglich, ob man die Originale unbewacht in feuchter Seenähe präsentieren kann: Die derzeitige Stiftungsleitung lehnt Rekonstruktionen fast durchweg ab - ich denke, da wird sich auf absehbare Zeit nichts ergeben....

    Das gleite Problem hat man natürlich auch bei der Frauenkirche. Ob man nochmal eine Frauenkirche haben möchte, die gänzlich mit einer dunklen Oxidschicht überzogen ist, mag ich zu bezweifeln.

    Bitte nicht zum 1000mal die Diskussion über schwarz verfärbten Sandstein....

    Wie bitte???

    Die alten fand ich viel besser, da filigraner.

    Och neeeeeee :wuetenspringen:

    Wie sieht denn das erst beim Throm und beim Bett aus??? :kopfwand:

    Sie Ständer der Kordelabsperrung sind schon mehrfach von Besuchern umgestoßebn worden und drohen dabei Schäden am Parkett und den Ausstellungsstücken zu verursachen. Die jetztigen Absperrungen können nicht umkippen und sind ggf. leicht zu entfernen.

    Soweit muss man gar nicht fahren. Altenburg in Thüringen ist nah.

    Celle liegt zeitlich und stilistisch aber schon näher an Dresden. Altenburg ist ja weitgehend noch durch eine spätmittelalterliche (katholische) Architektur geprägt. Die evangelische Ausstattung ist dann eher barock. In Dresden und Celle war man gerade mit der Ausstattung näher an der Reformation.

    Fachwerkhaus in Rheda zum Kauf angeboten:


    https://www.nw.de/lokal/kreis_…800-Euro-zum-Verkauf.html


    Allerdings ist das Gebäude so verfallen, dass es gerne abgerissen werden darf und das Grundstück anschließend neu bebaut werden kann, unter Auflagen!

    Das Gebäude ist ungepflegt und heruntergekommen. Hat aber offenbar keine gravierenden statischen Mängel. Wenn wir nach diesem hier oben formulierten Maßstab verfahren würden, könnte wir einen großen Teil der Baudenkmäkler (vorschnell) aufgeben. Es ist eine irrige Annahme, wenn etwas ungepflegt und vernachlässigt ist, dass es nicht sanierbar ist. Das ist dieses Argument vom "Schandfleck", das man immer wieder hört und liest.

    Auf diesem Bild sieht man die beiden kleinen Türme. Rechts mit, links ohne diese Kupferleuchter.

    Auf diesem Nachkriegsphoto sieht man, daß diese Leuchter (und die komplette Kuppel) noch vorhanden waren. Es handelt sich also nicht um einen Kriegsverlust.

    Der Nachbau der Kupferleuchter wäre ein kleines aber feines Detail. Sehr schön, wenn das wirklich gemacht wird. :daumenoben:

    Jetzt spiele ich mal wieder den Besserwisser. Das sind Flammenvasen und keine Leuchter und keine Kuppeln sondern Hauben. ;-)

    Es ist schon klar, dass da nicht nur eine horizontale Sprosse die Fenster zerteilt, sondern mehrere kleine. Die horizontale Sprosse ist aber die dominanteste, vor allem mit etwas Abstand betrachtet. Mit zwei dominanten Sproßen, also einem richtigen Fensterkreuz, sah das schon besser aus. Aber in der Tat, vielleicht war es in der Entstehungszeit anders. Nicht alles war richtig oder perfekt im 19. Jahrhundert. Da wurden auch Fehler

    Beim Wiederaufbau hat man sich für die Fenster der ersten Bauphase entschieden, die bildlich dokumentiert sind (Bleisprossen - aufwendiger und teurer als Holz). Meines Wissens war aber dann das Problem, dass die Seitenflügel damals noch nicht bestanden und schon immer Holzsprossen hatten. Diese Differenzierung der Fenster ist als ein Ergebnis der Wiederaufbaugeschichte.

    Eine Frage:
    In einem anderen Architekturforum erzählte ein Forist, dass das Neue Palais auch als eine Art Kunsthandel und Kunsthandwerkhandel diente. Friedrich der Große hätte dort regelmäßig Gäste eingeladen, die dort die Statuen entlang der Fassaden erwerben konnten und in den Räumen des Palais hätte man Künstlern und Kunsthandwerkern bei ihrer Arbeit zuschauen können, und dort ausgestellte Kunst, Kunsthandwerk und Mobiliar erwerben können.
    Ist das wahr? Ich habe davon ehrlich gesagt noch nie gehört.

    Diese Geschichte stammt von der großen Friedrich Ausstellung 2012. Vgl. Katalogbände Friederisiko