Potsdam - Garnisonkirche

  • Für Interessenten:


    Neues Video im Auftrag der Bürgerinitiative Mitteschön: "Himmelwärts Garnisonkirche Potsdam - ein Wiedersehen"


    Die Stiftung Garnisonkirche Potsdam ermöglichte uns einen Besuch der Baustelle des Garnisonkirchturms. Inzwischen hat der Turm eine Höhe von über 40 Metern erreicht. Frau Barbara Kuster von der Bürgerinitiative Mitteschön führt über die Baustelle, erzählt von ihren Erinnerungen und gibt einen Ausblick auf die Zukunft.

  • Schon wieder muss ich mich fremdschämen:

    Die PNN haben heute einen Artikel veröffentlicht:


    Oberbürgermeister stößt Debatte an

    Denkmalschutz für Potsdamer Plantagen-Areal?


    "Angesichts der Begründung der Landesdenkmalschützer beim Glockenspiel – dass sich an ihm eine intensive gesellschaftliche Debatte in der Stadt Potsdam widerspiegele –, fragte Schubert, wieso vom Rechenzentrum nur das Mosaik von Fritz Eisel unter Denkmalschutz steht, nicht aber das Rechenzentrum, über dessen Erhalt seit Jahren intensiv gestritten wird."


    "Es sei „mehr als lohnenswert, die Auseinandersetzung nicht mehr mit einem solitären Blick auf Bauwerke oder sogar nur Teile von Bauwerken zu führen, sondern deren Erhalt an der Plantage endlich im Kontext zu sehen“. Sonst drohe der gesellschaftliche Diskurs immer wieder einseitig und konfrontativ zu werden."


    Alles klar....:kopfschuetteln:. Alles für den Erhalt des Rechenzentrums. Gott, wie peinlich...


    Die Meinung von Mitteschön kann man auch hier gleich nachlesen.

  • Ein Oberbürgermeister, der sich nur bestimmten Wählergruppen (die zudem nicht unbedingt mit seiner eigenen Partei verbunden sind) verpflichtet fühlt und der jede Gelegenheit zur Polarisierung und Provokation zu nutzen scheint, ist definitiv kein Bürgermeister für "alle" und damit eine völlige Fehlbesetzung. Er tritt nicht nur Mitteschön immer wieder auf die Füße, sondern auch vielen anderen Bürgern der Mitte.


    Wer so vehement versucht, den Wiederaufbau des Kirchenschiffs zu verhindern, sollte sich sehr genau überlegen, was er im Kuratorium der Stiftung Garnisonkirche Potsdam verloren hat. Sicherlich gäbe es auch auf Seiten der Stiftung Mechanismen, um einen Ausschluss gegen seinen Willen zu erwirken...

  • Das ist doch Blabla. Der Denkmalschutz setzt eine zeittypische Architektur und einen überwiegenden Erhalt von Originalsubstanz voraus. Das ist beim RZ nicht gegeben, da die Stadt die charakteristische Lisenenfassade und den Haupteingang zur Breiten Straße hin selbst abgerissen hat. Zudem hat die SVV mit dem B-Plan Nr. den Abbruch des RZ beschlossen.


    Vor diesem Hintergrund das Landesdenkmalamt zu mahnen es möge das RZ vollständig unter Schutz stellen (das Mosaik steht schon unter Schutz) ist bizarr. Wenn die Stadt ersthaft einen Antrag stellte würde sie sich sicher eine geharnischte Abfuhr holen.


    An der gerade neu gestalteten Plantage stehen das Portal des Langen Stalls, das Große Waisenhaus, das Bürgerhaus Durtustraße 35, das Geburtshaus von Max Dortu und nun das Glockenspiel unter Schutz.


    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Ist nicht längst beschlossen, dass dieses Ungetüm 2023 abgerissen wird? Ich dachte, das ist fix beschlossen worden, auch von den Spezialdemokraten?

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • "Fix" ist ein Abriß, wenn er getätigt ist. Momentan gilt der B-Plan Nr. 1, der den Abriß und die Wiederherstellung des Kirschenschiffs vorsieht, aber unser OB versucht ja immer noch eine Lösung zu finden mit der alle Beteiligten glücklich sind. Realpolitik ist nicht so seins...


    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • Wird momentan eigentlich am Turm gebaut? Sonst erhöhte sich der Turm ca alle zwei Wochen um eine Gerüstlage, aber seit gefühlten 6 Wochen tut sich da gar nichts mehr wie ich seit längerem auf der Webcam beobachte... :wie:

    Lûbeke, aller Stêden schône, van rîken Êren dragestu de Krône. (Johann Broling, Lübecker Kaufmann und Ratsherr, um 1450)

  • frank1204,man ist am vorletzten Turmgesims angekommen ca. 43 Meter Höhe.In diesem Bereich ist noch so einiges an aufwendigen Maurerarbeiten zu erledigen.Eine Zwischendecke muss eingezogen werden und..... Als nächstes folgt dann der letzte gemauerte Abschnitt des Turmes.Das sind so 14 Meter. Da wird es dann wieder zügig weiter nach oben gehen.

  • Eine Zwischendecke gibt es (leider) nicht - das wird z. B. von Glockenfachleuten ("Campanologen") kritisiert, da der Resonanzraum der Glockenstube für die Läuteglocken viel zu hoch ist (bis unterhalb der Aussichtsplattform).

    Edit: es sind wohl Rückverankerungen aus Beton gegossen worden, wie in der neuesten Fotoserie auf der FB-Seite der Stiftung zu sehen ist:

    https://www.facebook.com/Stift…03702132/346835887035477/

    Wer zwischen Steinen baut, sollte nicht (mit) Glashäuser(n) (ent)werfen...

  • @ Moderator: Sollte man den Thread "Wiederaufbau der Garnisonkirche" nicht umbenennen in "Garnisonkirche und Rechenzentrum". Denn das Rechenzentrum steht auf der einen Seite auch an der Breiten Straße aber direkt neben der Garnisonkirche. Und sämtliche Diskussionen um das Rechenzentrum drehen sich immer wieder auch um die Garnisonkirche und deren Umfeld.

  • Dann soll es lieber ein Forum Rechenzentrum geben, wer mag kann sich ja dort austoben. Das Forum Garnisonskirche sollte eigenständig weiter so existieren !

  • Sollte man den Thread "Wiederaufbau der Garnisonkirche" nicht umbenennen in "Garnisonkirche und Rechenzentrum".

    Nein, sollte man nicht. Das Rechenzentrum wird bereits im Strang "Potsdam - Breite Straße, Neuer Markt, Yorckstraße" mitbehandelt. Das ist der richtige städtebauliche Kontext. Ein eigenes Thema wäre für dieses unbedeutende Gebäude viel zu viel der Ehre.


    Noch ein kleines Detail: Ich war zu DDR-Zeiten oft in Potsdam und interessierte mich damals schon sehr für Architektur bis einschließlich zur Gegenwart. Obwohl ich öfter an der Ecke Breite Straße / Dortustraße vorbeigekommen bin, war mir das Rechenzentrum in den 90er Jahren, nach einigen Jahren Abwesenheit von Potsdam, nicht mehr in Erinnerung. Ich konnte mich gut erinnern an die Feuerwehrausfahrt, an den Kopfbau vom Langen Stall - so ein schönes altes Bauwerk, das etwas verloren in einem modernen Umfeld herumstand. Dann natürlich an die Hillerbrandtschen Häuser. Und die Wohnhochhäuser an der Neustädter Havelbucht fand ich ganz beeindruckend. Aber das Rechenzentrum war offenkundig völlig uninteressant für mich, sodass ich es nicht weiter beachtet hatte.

  • Wie sieht denn die Planung für das Geläut aus? Werden die wenigen originalen wieder aufgehängt oder wird es hier auch ein Bruch geben und es entsteht etwas ganz neues? Das Carillon war doch eines der bedeutendsten in ganz Deutschland und müsste umbedingt genau wie vor dem Krieg wieder zur jeden vollen Sunde und halben Stunde läuten!

  • Jemand von der Garnisonkirchenausstellung (bzw. Förderverein) hat mir erzählt, dass das Geläut in der Plantage nicht die erforderliche Qualität aufweise, weshalb für die Garnisonkirche ein neues Glockenspiel angefertigt werden soll.

    Wissen allein bringt nichts. Nur das angewandte Wissen verändert die Dinge.

  • Naja, die Glocken klingen bei manchen Tönen etwas schräg, weil die Stadt bei einigen geschenkten Glocken die Aufschriften abgeflext hat.


    „Kreativität entsteht nicht durch Überfluß sondern durch Mangel.“
    Richard David Precht

  • "Offener Brief an den OB zum Abriss des Rechenzentrums"


    Die Bürgerinitiative Mitteschön hat am 26.08.2021 auf Facebook und auf ihrer Homepage den o.g. Offenen Brief veröffentlicht. Hier werden klare Fragen an den Potsdamer OB gestellt. Auf die Antwort bin ich gespannt. Ich zitiere mal nicht. Jeder Interessierte sollte selbst lesen und sich eine Meinung bilden :wink:.


    Auf facebook ist zusätzlich ein 360°-Panoramabild mit Blick vom virtuellen Garnisonkirchturm mit eingebunden (http://www.reinhardtundsommer.de). Sehr ansehenswert!


    copyright: mitteschön