Posts by Exilwiener

    Das alte Magdeburg soll auferstehen

    Quelle und ganzer Artikel: https://www.volksstimme.de/lok…auferstehen?fbc=fb-shares

    @energyium


    Ich zitiere mich selbst:


    "... wobei alle Ideologien mit

    -sozialismus oder Kommunismus im Namen nicht nur Kulturgüter, sondern auch die KULTURBÜRGER gleich mitvernichteten."


    Konkret gemeint, dass Nationalsozialismus und Kommunismus auch gleich - ich nenne es einfach einmal so - die Kulturbürger mitvernichtet haben! Das wird ein halbwegs gerade ausschauender Mensch doch bitteschön nicht ernsthaft widersprechen wollen - hoffentlich! Weshalb Du nach Pawlow´scher Manier hier glaubst, dass ich das auf die "Ostdeutschen" projeziere, das verstehe ich wirklich nicht, noch dazu wo jeder der mich hier kennt, wissen könnte, dass mir die Ostdeutschen die liebsten Deutschen sind und hier vor allem Sachsen mein Lieblingsbundesland ist. Warum hier manche kein Contenance besitzen, das ist schon traurig und läßt mich hier im Forum oftmals ratlos zurück. Jedenfalls wollte ich das nur klarstellen und es würde mich freuen, wenn Du meine Aussage nun vielleicht nachvollziehen kannst. Das hat hier absolut nichts mit der Thematik West/Ost zu tun! Alle "-sozilaismuse", ob rote oder braune, sind nun einmal lebensgefährlich, wie man weltweit und leider auch heute noch immer sehen kann! Punkt.

    Klar wird noch verputzt, aber davor wird noch eine fette Sondermülldämmung darauf geklatscht. Die „armen“ (im Sinne von unwissend gemeint) Menschen, die da drinnen leben werden müssen, wissen sicherlich noch nicht einmal in welch einen bauhysikalisch schlechten und unbehaglichen Betonbunker mit (höchstwahrscheinlich) Kunststoffpyjama sie da einziehen...wenn ich soviel Geld hätte, mir dort ein Haus zu bauen, dann nur mit ökologisch einwandfreien Baumaterialien. Nein, nicht (nur) der Umwelt zu Liebe, sondern vor allem meinem Organismus wegen. Nicht einmal Dispersionsfarbe kommt/kam mir auf die Innenwände und ich weiß warum...die ganzen Industriekleber, Lacke, Mikrofasern, Dispersionen, Lösungsmittel...


    ...wäre ich noch jünger, dann wäre das ein äußerst spannendes Thema für eine wissenschaftliche Arbeit oder Dissertation, ob nicht diverse Krebserkrankungen gehäuft bei Menschen auftreten, die in Neubauten leben und wie das Verhältnis hier bei denjenigen ist, die im Altbau leben? Die Baustoffindustrie würde womöglich keine Freude damit haben, aber vielleicht würde der eine oder andere es sich doch nochmal überlegen, sich eher für die Sanierung eines Altbaus zu entscheiden 😉. Vielleicht auch eine Erklärung und weiterer Aspekt, weshalb „Leute vom Fach“ nie in einen herkömmlichen, selbstgebastelten Neubau einziehen würden...

    Unglaublich! Man sieht: die Barbarei gegenüber Kulturgütern ist an keine Ideologie gebunden!

    Das stimmt leider, wobei alle Ideologien mit

    -sozialismus oder Kommunismus im Namen nicht nur Kulturgüter, sondern auch die Kulturbürger gleich mitvernichteten. Leider lernt der Mensch hier nicht dazu.


    Wenigstens werden und wurden manche Barbarenakte wieder rückgängig gemacht wie wir an wunderbaren Rekonstruktionen sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    BautzenFan


    Man ist ganz erstaunt, wie schön München noch 1953 war! Die ganzen städtebaulichen und architektonischen Grausamkeiten kamen dann in den 1960er bis 1970er Jahre erst. Ich war das letzte Mal vor ca 3 Jahren in München und war selbst verwundert, wie hässlich ich diese Stadt fand. Der Film aus dem Jahr 1953 zeigt, dass die Architekten aus einem Schwan ein hässliches Entlein machten. Aber auch die mittlerweile unzähligen architektonischen Geschmacksverirrungen werden irgednwann einmal udn hoffentlich durch bessere Architektur wieder esretzt werden.


    Hier auch noch ein Film, der sogar noch 12 Jahre vorher gedreht wurde und das sogar in Farbe - einfach nur traumhaft die damalige baulich noch intakte Stadt, wenn man sie mit dem heutigen Albtraum vergleicht:


    ...2.Der Senat wird ersucht, a.die Jüdischen Gemeinde inHamburg KdÖR (JGHH) bei der Erarbeitung der Aufga-benstellung für die Machbarkeitsstudie undbeideren Durchführung nach Kräften zu unterstützen,b.auf Basis der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie der Bürgerschaft bis zum 31.12.2020 zu berichten,...

    Bis zum 31.12.2020 (sic!)


    Schaffen die es nicht einmal einen formal richtigen Antrag einzubringen oder lese ich eventuell etwas hier falsch heraus?

    Das nächste rote Gebäude, dass fallen wird ist der Staudenhof und das gleich unmittelbar neben der Nikolaikirche und dem Alten Markt. Dann ist die wunderbar übersichtliche Karte um noch einen roten Fleck sauberer. Corona hat leider dem Tourismus voll zugesetzt und wenn man im Negativen etwas Positives sehen kann/will, dann wird womöglich der rote Fleck Mercure auch rascher von der Karte gewischt...aber das ist nur eine stille Hoffnung in dieser schweren Zeit.

    Es gab ja auch einen besseren und vor allem inhaltlich quasi maßgescheiderten Entwurf, den die Jüdische Gemeinde erarbeitet hat. Haberland, dem es scheinbar vollkommen am A. vorbeiging, was die Jüdische Gemeinde möchte, hat das einfach nicht berücksichtigt. Der Jüdischen Gemeinde, die hier gutgläubig mitmachte, würde das heute so nicht mehr tun, aber wer wäre den a priori davon ausgegenagen, dass es so peinlich endet. Am Besten eine resteknopf drücken und mit der Erfahrung von heute, neu starten. So wird das leider nichts mehr. Hauptaugenmerk muss hier auf die Jüdischen Gemeinden gelegt werden, die das Gebäude später auch nutzen sollen.

    Mantikor


    Vielen Dank für den Filmtipp! Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes ganz "platt", was die SED in Berlin für ganze, unzählige Häuserzeilen für ihren sozialistischen Wahn plattmachte! Dieses Ausmaß war mir bis dato nicht bewußt! Dass die SED auch heute in Berlin mitregieren darf, das ekelt mich umso mehr an. Gut, dass der alte Mann diese Verbrechen 1965 für die Nachwelt filmisch festgehalten hat und hoffentlich sehen diesen Film viele junge Berliner, wie schön ihre Stadt einmal war. Das babykleine Nikolaiviertel macht das ganze Ausmaß leider noch deutlicher, was hier alles vernichtet wurde.

    Der Vorschlag des CDUlers den umstrittenen Architekten Haberland gegen einen geeigneten Kandidaten zu ersetzen wäre sicherlich die beste Lösung. Die AfD scheint hier auch vernünftig zu agieren. Es ist schon sehr dreist, wie hier mit den Jüdischen Gemeinden von Seiten der Stadt umgegangen wird. Mögen die Hamburger aus diesen Fehlern Lehren ziehen.

    DER SPIEGEL...seit Relotius DER neue „STERN“ von heute. Aus dieser Ecke brauchen wir uns bzw die Jüdische Gemeinde keine Unterstützung erwarten, aber aufgrund des intellektuellen, imagemäßigen Ramschstatus dieses Meinungsblattls würde ich meinen, dass deren Gegnerschaft die Rekonstruktionsache sogar adelt.


    Egal, Hauptsache der Zug in Richtung Rekonstruktion der Synagoge fährt weiter. Mir scheint, als wenn so mancher Kritiker Angst vor einer 2. Frauenkirche hat 😉!

    Vielen Dank für diese - zwar logische - wenn auch extrem erfreuliche Meldung! Die etwas bemüht klingenden "Argumente" der Gegner unterstützen sogar die quasi (Vor-)Entscheidung zum Abriss dieser "unikaten" Bausünde :thumbsup:!


    Da ich bzgl dieses zukünftigen Quartiers nicht ganz firm bin und vermutlich auch andere Nutzer sich nun diese Frage stellen: Wie viele potentielle Rekonstruktionen könnten dort pro futuro das Stadtbild in Summe zusätzlich bereichern?

    Neußer


    Vielen Dank für die wunderbaren Fotos des Gebäude des Jahres 2021! Das wird ja noch wertiger werden als bereits die Visualisierungen angedeutet haben! Mir scheint, die Außenwände komplett in Ziegel gemauert wurden! Die (bauliche) Qualität schlägt hier sogar dei meisten Rekonstruktionen in Dresden oder Potsdam - alle Achtung!


    Wenn nur noch so gebaut werden würde, dann würde ich mir um die Zukunft unserer Städte keien Sorgen mehr machen. Im Gegenteil!

    Zu der Frage zu interessanten Rekoprojekten steht eine Antwort noch aus.


    Also ich würde mich sehr über diese beiden Rekonstruktionen sehr freuen - zumindest der Fassaden!


    1. Deutrichs Hof: Leipzig - Deutrichs Hof


    2. Künstlerhaus: https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlerhaus_(Leipzig)


    (Wenn einmal der Plattenbau ebenfalls am Nikischplatz zur Dispo steht, dann würde ich mir das Märchenhaus (https://de.wikipedia.org/wiki/…4rchenhaus_(Nikischplatz)) zurückwünschen, aber das wird vermutlich schwerer umzusetzen sein...


    Meiner Meinung nach beides möglich und sinnvoll sowieso!

    Anbei ein wunderbarer Artikel aus der heute erschienen Welt von Dankwart Duratzsch mit dem Titel "Warum Dresdens Schmerz niemals endet":


    https://www.welt.de/kultur/plu…chmerz-endet-niemals.html


    Ich habe mir ein Abo der Welt gegönnt. Es geht zum Einen um den Verlust des ehemaligen, untergegangenen Stadtbildes. Die Verbrechen der Nazis und danach vor allem der Sozialisten am Stadtbild und der Trostlosigkeit nach der Revolution und den ersten Anfängen des verkorksten Wiederaufbaus, die dann in den 1990ern die GHND hervorbrachte, die heute eine nicht mehr wegzudenkende, weltweit preisgekrönte Instanz in Sachen Stadtbild darstellt, an die auch die Ploitik nicht mehr vorbeikommt und mittlerweile Hand in Hand mit ihr konform geht. Weiters über die sachlich ruhige und fachlich erstklassige Arbeit der Organe der GHND und allen voran des Herrn Thorsten Kulke! Über den zukünftigen Wiederaufbau des Neustädter Marktes, bei dem die Stadtplanung auch die Bürger miteinbezog, die großteils für einen historischen Wiederaufbau plädierten und den Platz in seiner total verkorksten Nachkriegsform ablehnen. Einiges über den Dresdner Sonderweg der Denkmalpflege, die hier mit der Charta von Venedig brach und damit sehr erfolgreich war. Wobei es hier vor allem Nadler und Griebel waren, die schon gegen die Kommunisten hier unter schwierigsten Umständen sehr viel in die heutige Zeit herüber retteten (Schloß und Frauenkirche), die Ulbricht am Liebsten auch ausradiert hätte. Für uns "Mythos Dresden" Begeisterte auf jeden Fall überaus interessant zu lesen!


    Für mich sehr einprägsam der Part, der über den Mythos des verloren Stadtbildes handelt. Dass bis zum Ende des 18. Jahrhunderts Dresden weniger durch das Stadtbild reüssierte als durch die Kunstschätze der Wetttiner und das sich ansonsten nicht viel von anderen Residenzstädten unterschied, aber mit Semper und seinen prachtvollen Neorenaissancebauten hier ab dem 19. Jahrhundert ein unverwechselbares Dresden schuf, dem bedeutende Profanbauten anderer Architekten nachfolgten und die Dresden aus der Provinzialität herausführten. Dieses Dresden, das zuerst von den Bombenangriffen des Februars 1945 zerstört und danach von der SED nahezu komplett ausradiert wurde und in der ehemaligen Dimension auch zuküftig leider nicht mehr zurückkommen wird. Ach ja, und der Autor schreibt auch noch über dei Bestrebungen zumidnest das Sempersche Palais Oppenheim wieder zurückzubekommen und dass die GHND sich hierfür ebenfalls einsetzt. Obenderein ein paar traumhafte Fotos, die ich bis dato nicht kannte.


    Am Besten, Ihr gönnt Euch auch das Abo der Welt, der für mich ohnedies besten deutschen Tageszeitung! Die Kommentare der Leser sind dort allein schon lesenswert:


    " Es soll möglchst viel davon übrig beliben. Mehr die Funken als die Asche der Vergangenheit. Wir können den unverzichtbaren Bestandteil unseres Erbes hinsichtlich der gegewärtigen inneren Befindlichkeiten gut gebrauchen, damit wir nicht gesichtslos udn geschichtslos untergehen. Der Blick nach vorn erfordert vor allem Rückbesinnung!" Ehemaliger Direktor des Dresdner Stadtmuseum Griebel, dessen Vater zuerst von den Nazis und danach von der Stasi verfolgt wurde.

    Aktueller Artikel:


    Quelle: https://www.deutschlandfunk.de…ml?dram:article_id=492392


    Genauso ist es. Damit die "architektonischen Querdenker" sich hier nicht vollends donquichottisieren, wäre es seitens der Politik, zB des Oberbürgermeisters angebracht, dass endlich eine finale Zusage zur Reko pro Jüdische Gemeinde ausspricht. Vermutlich wartet er nur noch die Machbarkeitsstudie ab, was verständlich ist.


    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Borplatzsynagoge für Hamburg und Deutschland selbst eine zweite Frauenkirche werden kann und selbst der Wiederaufbau immens viel positive Energie ausstrahlen wird! Hier ist schon der Weg und die Bauphase an sich das Ziel! Und wer weiß, in Dresden gab es glaublich dieselben Argumente, dass es doch keine Gemeinde mehr am Neumarkt für so eine große Kirche mehr gibt...auch dieses Argument wurde widerlegt. Wo es ein attraktives Angebot gibt, da gibt es auch einen Nachfrage danach ;-) - gerade in der heutigen Corona-Zeit ist es wichtig, dass es auch geistige Besinnungsorte gibt, um die Seele regenerieren zu lassen! Hierfür ist ein historisches, mit Liebe errichtets Gebäude am Ehesten dafür geeignet wie wir alle wissen.

    Man darf dem dafür verantwortlichen technischen Zeichner zumindest zu Gute halten, dass er es hier raffiniert schaffte, dass sein Gebäude und der progressiv-filigrane Zaun davor eine harmonische Gesamtheit bilden und sich dadurch gekonnt von der überwundenen Bestandsbebauung daneben absetzen. Die zarte, beinahe sozioökonomische Gliederung der Zaunstruktur jedes einzelnen, manuell austarierten und dennoch wie scheinbar industriell vorgefertigten Zaunelementes wiederspiegelt sogar die Fassadentektonik des dahinterliegenden holgramartigen Gebäudekubus! Einen weiteren Höhepunkt stellt der subtil "rough" angelegte japanische Garten dar, indem der Gartengestalter*in - ganz nach Fürst*in Pücklerscher Manier - scheinbar willkürlich fujiyamaartige Hügel in die Landschaft einstreute. Richtig, der Bürger*in von Welt erkennt sofort eine bewußt gewählte Reminiszenz an Fukoshima! Gerade wir in Deutschschlandlebenden möchten stets ehrlich daran erinnern, wie wichtig gerade heute der Austieg aus der Atomenergie ist!


    Aufgrund der ambitionierten Außengestaltung, war es leider notwendig, auf ein paar - jedoch künstlerisch - unwesentliche Assets zu verzichten. So wurde die Eingangstüre des ostseitigen Flügels bloß angedeutet. Dieses Manko kann zu einem späteren Zeitpunkt leicht nachgerüstet werden, ohne dass die Gartengestaltung Schaden nehmen würde! Auch wurde bewußt auf eine innenliegende Toilette verzichtet, um die begehrte und immer wichtiger werdende "Green Building" Zertifizierung zu erhalten. Durch diesen Kunstgriff wird obendrein gewährleistet, dass es im Inneren des Gebäudes nie zu einem Leitungswasserschaden kommen kann (Kniff: "Da spart man auch an der Versicherungsprämie" cool:)). Die Nutzer*innen von Heute gehen somit auch wirklich nur noch aufs Klo, wenn die Natur es unbedingt abverlangt, hilft dadurch der Umwelt und verhindert unnötige Leerspülungen (sic!).


    Ob die gestrenge Jury diese nicht von der Hand zu weisenden Aspekte bei der Nominierung zum Kanditat*in für "Das hässlichste Gebäude" mitberücksichtigt hat? Wie auch immer - Toi, Toi jedenfalls! Preisverdächtig allemal! Hier ist die Wahl gar (k)eine Qual.