Posts by Exilwiener

    Ruhig Blut, denn es kann keiner etwas dafür, dass das so in dem von der Republik Österreich veröffentlichten Geschichtsbuch stand. Millionen österreichischer Schüler haben das so eben gelehrt bekommen. Das war eben damals offensichtlich Stand der Wissenschaft und man betrachtet das heute eben wieder anders. In 50 Jahren wird man es vielleicht auch wieder anders sehen. Wissenschaft ist das ständige Hinterfragen.

    Bei mir in meinem österreichischen Geschichtsbuch wurde von ungefähr 200.000 bis 300.000 Toten geschrieben. Vielleicht finde ich es noch in einem meiner Kartons bei meinen Eltern. Wie heißt es so schön bei Orwell:


    „Wer die Vergangenheit kontrolliert, der kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Wer die Gedanken kontrolliert, kontrolliert die Realität!“




    Zum FAZ Artikel von Architekturlehrer Oswalt gibt es eine Leserbriefreaktion von niemand geringerem als von Wilfried v. Tresckow:


    Quote from FAZ


    Unsere Geschichte ist eine Pflichterbschaft

    Zu „Wiederaufbauprojekt mit alternativen Fakten“ von Philipp Oswalt (F.A.Z. vom 10. November): In einem Gastvortrag, den ich am 19. Oktober 2022 in Potsdam für die „Bürgerinitiative Mitteschön“ hielt, appellierte ich „. . . an die Wiederaufbaugegner, ihr Anti-Preußen-Narrativ aufzubrechen, das die Garnisonkirche ausschließlich als den unrühmlichen Ort des Handschlags zwischen Hitler und Hindenburg bezeichnet. Über diese geschichtliche Tatsache vermag ja selbst eine Rekonstruktion nicht hinwegzutäuschen. Denn unsere Geschichte ist nun mal eine Pflichterbschaft, die kann man nicht ausschlagen oder nur unter Bedingungen annehmen. Ins Praktische gewendet, heißt das, den neu erbauten Garnisonkirchenturm anzunehmen als Gedächtnisspeicher mit Windungen, Kurven, Ecken, die zur Beschäftigung einladen und auch zu Irritationen provozieren dürfen. Und zwar anzunehmen im Spagat zwischen notwendiger Faktenschwere und dynamischer Erleichterung, um Potsdam ein Identifikationsdenkmal zurückzugeben – gerade unter Bewahrung dieser einen Facette 21. März 1933, neben dem militärkirchlichen Aspekt zu Zeiten des Soldatenkönigs, neben dem sozialistischen ‚Fortschrittsdenken‘ später und neben den laufenden Rekonstruktionsbemühungen, all das gehört doch zur unteilbaren Geschichte!“

    Mit teils widerlegbaren Argumenten kämpft „Don Quijote Oswalt“ gegen die normative Kraft des Faktischen: Der wiederaufgebaute Turm der Garnisonkirche steht – und es wird weiter für den Wiederaufbau der Garnisonkirche gespendet!


    Wilfried von Tresckow, Ostfildern

    Quelle: https://m.faz.net/aktuell/poli…er-2022-18460370.amp.html

    Dazu passt gut der geheime Wahlspruch der SPD: „Für Euer Geld ist uns nichts zu teuer!“


    Schon irre, wie diese Partei das Geld der Bürger im Klo herunterspült, weil dort niemals ein Plenarsaal hinkommen wird.


    Ich sah mir gerade die letzte Wahlumfrage für die Landtagswahl für Brandenburg an: 25 Prozent AfD, 22 Prozent SPD, 17 Prozent CDU,… und denke mir gerade, dass wenn die SPD so vollkommen an den Bürgern weiterhin vorbei regiert, dass dieser ominöse Plenarsaal bald deren geringstes Problem sein wird.


    Quelle: https://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/

    Danke, die gefunden Fragmente und die noch anderweitig erhaltenen Bauteile der Bauakademie werden der rekonstruierten Bauakademie viel Authentizität geben!


    Da können ein paar BDAler mit ihrer muffig-modrigen Modernistensprache fordern, was sie wollen, aber die historische Schinkelsche Bauakademie wird wieder kommen und das ist auch die einzig nachhaltige Form, die es gibt, da sie wieder Jahrhunderte dort stehen wird und das ist gut so!

    Ich würde mich gerne mit Dir streiten, aber dann müsste ich mal wissen, was Du eigentlich willst und nicht nur, was Du alles nicht willst (das wird ja in jeder Aussage klar).

    Ich bin jetzt nicht Heimdall, aber ich finde Eure Diskussion gut, weil Ihr beide auf hohem Niveau die Wortklingen kreuzt und man nur so den anderen zu verstehen versuchen kann. Gefällt mir!


    Wenn ich antworten dürfte, dann würde ich mir einen Staat vorstellen, der im Grunde so aufgebaut und verwaltet wird wie die Schweiz. Ohne Berufspolitiker, mit direkter Demokratie und den besten Schulen und Universitäten. Die Schweiz wäre für mich das beste Deutschland aller Zeiten. Sicher wird man auch hier Kritikpunkte finden, aber als Modell ist es dem bundesdeutschen in jeder Hinsicht überlegen. Man muss aber auch ehrlicherweise zugestehen, dass die Schweizer bereits seit Jahrhunderten Demokratie im Blut haben.

    Ergo: Irgendwie ist ein Philippino, der in Katar arbeitet, ein Nigerianer, der in Bottrop strandet, oder ein deutscher Banker, der nach Wien zieht das Selbe, nämlich "ein (Im)migrant".

    Ich lege noch eins darauf: Mozart war es nicht erlaubt in Wien eine Wohnung zu kaufen, weil er als Salzburger Staatsbürger ein Ausländer in Österreich war! Klingt verrückt, aber so war es.


    (Für die 4-Tage-Woche Schüler, die hier vielleicht mitlesen: Salzburg war bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts ein selbständiger, souveräner Kirchenstaat mit einem Fürsterzbischof als Staatsoberhaupt - man nannte Salzburg daher auch „das deutsche Rom“)

    Die Einbauten kann man hoffentlich in kulturell besseren Zeiten auch wieder entfernen. Ich glaube man muss dort schon froh sein, dass das nicht abgerissen oder einer zweifelhaften anderen Nutzung zugeführt wurde. Immerhin gehen dort eher Patienten hin, die diese Baukunst noch zu schätzen wissen.

    Ich spreche jetzt einmal Tacheles: Das ist der bauliche Beweis, dass man Scheisse stapeln kann! Ich hoffe, dass das noch zu meinen Lebzeiten wieder heruntergelassen wird. 0 Rücksicht auf die historische Umgebung und maximale Flächenausnutzung bei minimaler Ästhetik. Armes Berlin - noch ärmer und kein bisschen sexy mehr.

    Also dem Staatsrat würde ich keine Träne nachweinen und „St. Walter“ im Hintergrund auch nicht, denn da gehört irgendwann auch einmal wieder eine urbane Stadtstruktur zurück, wie es das früher für Jahrhunderte dort gab.


    Aber weder ein Forums Kurfürst noch ein Resurrectus werden das jemals entscheiden, sondern einzig und allein das jeweils amtierende Rechtsregime. Manchmal ist das gut und manchmal vielleicht weniger gut wie der Bildervergleich schön zeigt. Immerhin, das Stadtschloss ist einmal zurück und der wichtigste Anfang gesetzt und das ist gut so.

    Ach lasst diese im Grunde genommen naiven Kinder doch spielen. Besser sie vergeuden ihre offensichtlich unfassbar viele Zeit an solchen Projekten, deren Abriss doch schon längst und vor allem demokratisch beschlossen wurde, als wenn sie woanders stören. Die nimmt doch kein halbwegs gerade aus schauender Mensch noch ernst.

    Also ich kenne zufällig ganz viele "rechte" Spender :smile:

    Für diesen verdorbenen Charakter Oswalt sind wir doch alle rechte Spender, aber ich verstehe nicht, was daran schlechter ist als bei einem linken Spender? Links und rechts sind zwei ganz normale politische Einstellungen und solange es nicht ins beiderseitige Extreme geht ist auch wirklich nichts dagegen einzuwenden. Dieser Oswalt hat seiner "Sache" einen Bärendienst erwiesen, aber jeder soll sich auf seine Art blamieren. Seinen "Gegner" adelt das bloß, ach ich vergaß, Herr von Boddien schon adlig...somit ein wirklich stolzer Doppeladler :thumbup: . Gut, dass Deutschland auch (noch) solche Persönlichkeiten hervorbringt! Danke für alles Herr von Boddien!

    Ich bin total begeistert über das Wissen mancher Mitglieder hier in diesem Forum! Wenn wir auch in der Politik halb so viele solcher Hirne hätten und vor allem bei den Wählern…! Deutschland wäre noch in der 1. Liga!

    Das ist der Gewinner des "Gebäude des Jahres" 2021.

    Sorry, ich hätte nicht gedacht, dass das schon ein Jahr her ist…wenn man alt wird, dann vergeht die Zeit viel schneller als einem lieb ist…ich ziehe den Vorschlag somit natürlich zurück ? und bin für die grenzgeniale Villa in Berlin somit!

    Herr von Boddien wünsche ich alles Gute für seine Gesundheit, denn das ist das einzig wichtige! Das Schloss steht und das ist a priori sein persönliches Verdienst! Das ist, was zählt.


    In 20 Jahren und den darauf folgenden Jahren und Jahrhunderten wird man sich allein an seinen Namen - von Boddiens - und seines Verdienstes erinnern! An irgendwelche charakterlich zweifelhaften Querulanten a la Oswalt aber schon unmittelbar nach deren Verlassen von der Erde schon nicht mehr. Herr Oswalt müsste sich schon mit beiden Händen vor das Schloss kleben, dass eine größere Anzahl von Leuten von seinem geknickten Ego mehr Aufmerksamkeit erhaschen wird… . Es ist schon bezeichnend, wie es dieses Rumpelstilzchen ansonsten immer nur durch irgendwelche Lügen und Intrigen in die Medien schafft wie bekanntlich auch bei der Potsdamer Garnisonskirche. Der Turm wir übrigens traumhaft werden!


    Ich finde das bereits stehende Berliner Schloss einfach wunderschön und daran kann kein achter Zwerg von links auch nur irgendetwas ändern und das ist gut so.

    Ohne Worte. Das Niveau des Forums nähert sich hier vollständig dem des (zu Recht kritisierten) Hauses an.

    Was übrigens ein empirisch-wissenschaftlicher Beweis dafür ist, dass solche Art von „Architektur“ Menschen depressiv macht und desillusioniert.


    Gute, schöne und harmonische Architektur - wie beispielsweise das oberhalb präsentierte und leider Gottes abgerisse Kulturgut - aber stets für gute, heitere Stimmung und Wohlbefinden sorgt.