Posts by Eiserner Pirat

    von allen Passagen im alten Berlin war die Kaisergalerie die imponierenste. Erbaut 1869-1873 und persönlich von Kaiser Wilhelm l. an seinem Geburtstag 22. März eröffnet. Sie führte von der Behrenstraße zur Straße Unter den Linden. 1931/32 erfolgte ein Umbau von Alfred Grenander im Stil der neuen Sachlichkeit. Sie beherbigte das Panoptikum, das Wachsfigurenkabinett, das Passage- Theater und in den dreißiger Jahren die Passage- Lichtspiele. 1943 bei einem Bombenangriff größtenteils zerstört, in den fünfziger Jahren abgerissen. In den achtziger Jahren wurde an dieser Stelle das einzige Fünf-Sterne-Hotel der DDR das Grandhotel gebaut, heute Westin Grand Hotel.















    Zugang zur Kaisergalerie Unter den Linden 35



    1936 Passage- Lichtspiele Unter den Linden 35

    auch wenn meine Augen Schmerzen, Aufnahmen des zerstörten Stadtschlosses. Es hätte noch vieles gerettet werden können, aber es fehlte der politische Willen !


    auf Grund der gemauerten Ziegelwand, müsste das eine Figur vom Portal lll Hofseite sein
















    beschädigtes Portal V nach der Novemberrevolution 1918



    wo ist das ? Teil eines Treppenhauses ? Wer kann helfen ?

    Ich glaube wir können uns da ganz entspannt zurück lehnen, wenn noch einige Figuren zur Eröffnung fehlen, so werden sie bestimmt danach noch angefertigt ( siehe Stadtschloss Potsdam ). Ich glaube das der Spendenfluss nach Eröffnung des HF auch zunehmen wird, es kommt darauf an für die Besucher eine hervorragende Repräsentation des äußeren Bereichs des Berliner Stadtschlosses ( vor dem Krieg ) auf die Beine zu stellen. Dazu gehören sämtliche Skulpturen, genauso wie Neptunbrunnen, Rossebändiger vielleicht Oranierfürsten, Klimasäule usw.

    Ich habe mich in den letzten Tagen intensiv in alle Artikel und Kritiken die nach Eröffnung des Neuen Museums erschienen sind eingelesen.

    Auch ein Besuch des Neuen Museums mit durchlesen des Besucherbuches des Museums im Dezember des letzten Jahres stand auf meiner Agenda.

    Fazit : ich schätze Mal 80 % der Besucher haben die Chipperfieldsche Rekonstruktion scharf im Besucherbuch kritisiert. 1986 wollte die DDR das neue Museum original rekonstruieren, diese Überlegungen sind 1990 über den Haufen geworfen worden. Auch ich war sehr enttäuscht und meinen schweizer Gästen erging es genau so. Das ganze Stuelersche Raumkonzept ist nicht wieder hergestellt worden. Die Besucher kamen früher auch hauptsächlich wegen der Wandmalereien von Kaulbach, diese sind nur noch bruchstückhaft erkennbar. Ich war sehr enttäuscht weil ich auch einen alten Bildband besitze und ich habe mich im heutigen Bau nicht wieder gefunden. Vorallem der Ägyptische Hof und das Treppenhaus ist arg verstümmelt worden.

    Warum ich hier in diesem Forum schreibe :

    Ein David Chipperfield darf nie und nimmer beim Aufbau der Schinkelakademie zum Zuge kommen. Zwischen originaler Westfassade des Schlosses ( ohne Suppenschüssel ) und Friedrich Werdescher Kirche passt nur ein ORIGINALER Aufbau der Bauakademie. Die Umgebung des Schinkelplatzes ist schon genug verhunzt worden.


    Einige Impressionen aus dem alten Neuen Museum





    Nähere Informationen zur Wilhelm Bölsche Schule in der Aßmannstraße 11.

    1905 errichtet, Architekten waren Peter Jürgensen und Jürgen Bachmann. Sie waren auch Architekten der Waldkapelle Hessenwinkel, der Taborkirche in Wilhelmshagen und des Schöneberger Rathauses. Das Eingangsportal wird von 2 allegorischen Figuren bestimmt. Bildhauer waren Oschmann und Kühn. An der Seite der Ahornallee steht das Rektorenwohnhaus. Benannt ist die Schule nach Wilhelm Bölsche ( 1861-1939 ) dem Begründer des Friedrichshagener Dichterkreises.

    Info: Berliner Woche 12/2020


    Wilhelm Bölsche Aufnahme 1908

    Foto: gemeinfrei



    Wilhelm Bölsche Schule

    Foto: Ralf Drescher



    Eingangsportal

    Wikimedia



    Allegorische Figur

    Foto: Ralf Drescher



    Foto: Ralf Drescher



    Rektorenwohnhaus

    Wikimedia

    Blick auf den Turm der Christopheruskirche in Berlin Friedrichshagen.Der Turm wurde am 13.11.1972 durch den Orkan Quimburga beschädigt und einige Tage später abgerissen. Der Turm wurde verkürzt wieder aufgebaut. Der Orkan forderte in Deutschland 73 Todesopfer und verursachte einen Gesamtschaden umgerechnet von 2,15 Milliarden €. Zahlreiche Kirchen und eine Vielzahl von Gebäuden vorallem mit Flachdach wurden beschädigt. Der 243 m hohe Mittelmast der Sendeanlage in Königs-Wusterhausen stürzte ein. In Niedersachsen wurde 10% des Waldbestandes ( 50 Millionen Bäume ) vernichtet, alleine hier 1 Milliarde € Schadenssumme. In Oldenburg stürzte der Turm der St.Peterkirche ein.


    der beschädigte Turm

    Foto: Norbert Radtke



    der verkürzte Turm der Christopheruskirche