Posts by frank1204

    Eigentlich dürfte der blanke Stahl am untern Kalottenring ja nicht sichtbar sein. Da scheint also noch etwas zu fehlen. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man das Ganze nicht vorab komplett und in aller Ruhe zusammenmontiert hat.

    In der RBB-Sendung eben haben sie gesagt, dass das Zusammensetzen am Boden nur ein Test ist, ob alles passt. Das hörte sich für mich so an, als ob es doch in zwei Teilen gehoben werden soll.

    Bevor hier falsche Fakten auftauchen, muss ich da jetzt mal kurz "zwischengrätschen".


    Schwarze Backsteine waren ausschließlich dem Rat vorbehalten. Komplett schwarze Wände haben/hatten wohl nur das Rathaus und die zur Ratskirche St. Marien gehörende Kapelle Maria zum Stegel. Viele andere Ratsbauten bzw. öffentliche Gebäude sind/waren schichtweise rot/schwarz gestreift, wie beispielsweise das Holstentor, der obere Teil des Kaaks und die dem Rat zugeordneten Kapellen der Marienkirche gegenüber dem Rathaus.

    Bei Häusern kommt diese Schichtung ebenfalls vor (beispielsweise Fischstraße 19 und 34), aber erstens selten und zweitens nur, wenn diese von Ratsherren erbaut wurden. Komplett schwarz waren sie aber meines Wissens nach nie. Die Häuser der "normalen" Kaufleute/Bürger sind durchweg rot, waren früher aber im Normalfall geschlämmt und divers farbig gefasst. Die allgemeine Steinsichtigkeit kam erst im 19. Jhdt auf.


    Riegel: Deinen Ausführungen kann ich nur komplett zustimmen. Eine kleine Korrektur aber noch: Links neben dem Haus Gerade Querstraße 3 liegt nicht Gerade Querstraße 1, sondern es handelt sich um das Hinterhaus von Alfstraße 31. Mit dessem Wettbewerbsergebnis bin ich auch nicht besonders glücklich. Der zweite Platz war deutlich besser. Die Adresse Gerade Querstraße 1 befindet sich im alten Teil der Straße zwischen Alf- und Mengstraße.

    Sanierung der Rathausarkaden


    Mal eine positive Meldung: Die längst überfällige Sanierung der Arkaden unter dem Langen Haus und der Renaissancelaube des Lübecker Rathauses ist inzwischen weit fortgeschritten. Ich habe heute ein paar Fotos davon gemacht:



    Abb.1: Arkaden unter dem Langen Haus. Die Gewölbe werden - wie links zu sehen ist - hell gestrichen (mir etwas zu weiß, aber ich will nicht meckern) und der Boden wird neu bzw. überhaupt gepflastert. Dabei wird sogar die ehemals unter dem breiten Joch hindurchführende historische Durchfahrt in Verlängerung der Hüxstraße von der Breiten Straße auf den Markt wieder angedeutet, wenn auch lediglich ebenerdig. Die schwarzen Kantsteine sind m.E. noch historsich.



    Abb. 2: Neue Pflasterung im Bereich der alten Durchfahrt



    Abb.3: Neu gestrichenes Gewölbe und neue Pflasterung in den Arkaden unter dem Langen Haus. Die Pflasterung besteht offenbar aus hellen Granitsteinen und -platten.



    Abb.4: Dem Zentrum des Weltkulturerbes unwürdiger Vorzustand bis 2019: Die gedunkelte alte Farbe rieselt vom Gewölbe, und der Boden ist eine einzige schäbige Asphalt-Flickschusterei.



    Abb.5: Die neue Pflasterung unter der Renaissancelaube am spätromanisch-gotischen Rathaus-Hauptbau. Die Gewölbefarbe finde ich hier deutlich angenehmer/wärmer. Vielleicht ist die auf den ersten Bildern zu sehende weiße Farbe unter dem Langen Haus ja auch nur eine Grundierung?



    Abb.6: Pflasterung unter den Renaissance-Arkaden im Detail - mit Desinfektionsanleitung :wink:.


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    Fotos vom 21.5.2020 - Teil 2


    Teil 2 zeigt den noch fehlenden Stand der Fischstraße:


    Abb.1: Die schon seit einiger Zeit fertigen Häuser Fischstraße 5, 7-9 und hinten Nr. 17.



    Abb.2: Los geht es jetzt auch bei Fischtraße 11. Zu sehen sind Bohrpfähle zwischen den auf diesem Grundstück zu erhaltenden historischen Kellerresten, die das neue Haus tragen sollen. In der Mitte sind zwei Pfeiler des alten Kellergewölbes zu sehen. Das ist insgesamt leider ein ganz schöner Pfeilerwald geworden. Da werden die historsichen Reste nicht wirklich zur Geltung kommen. Interessantes Detail links: Da die historische Kelleraußenwand gleichzeitig die gemeinsame Brandmauer mit Nr. 7-9 bildete, musste dessen Kellerwand um die Breite der historischen Mauer zurückgesetzt werden, so dass die OGs hier vorkragen. Der Keller von Nr. 11 wird dann offensichtlich um dieses Stück unter die oberirdischen Geschosse von Nr. 7-9 reichen. Mich würde mal interessieren, wo genau hier die Grundstücksgrenze liegt und wie sich die Eigentumsverhältnisse darstellen. Dass hier wegen einem Stück alter Mauer so ein Aufwand getrieben wird, während auf den meisten anderen Grundstücken leider alles ohne Rücksicht auf Verluste weggerissen wurde - und es gab noch viel, ist schon sehr erstaunlich.



    Abb.3: Fischstraße 16 von der Braunstraße aus gesehen. Leider immer noch hinter Gerüst, aber es kann nicht mehr lange dauern.



    Abb.4: Fischstraße 16 aus der Nähe. Das EG wird jetzt verputzt, so dass die Fassade bald fertig ist. Auf diesem Bild sind die Formsteine gut zu erkennen.



    Abb.5: Noch einmal Fischstraße 16 etwas frontaler.



    Abb.6: Bei Fischstraße 18 entstehen nach langer Pause jetzt die ersten oberirdischen Wände. Dahinter die Rückseiten der Alfstraße.



    Abb.7: Fischstraße 24: Hier geht es schnell voran. Die Außenwände des 2. OGs sind fertig. Damit ist bereits die Traufhöhe erreicht. Auf den dann folgenden, dem historischen Haus nachempfundenden Giebel bin ich sehr gespannt!



    Abb.8: Blick die Fischstaße hinauf mit Nr. 24, Nr. 16 und St. Marien. Die Straße ist langsam wieder zu erahnen!



    Abb.9: Blick von der Einhäuschen Querstraße in Richtung Fischstraße.


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    Fotos vom 21.5.2020 - Teil 1


    Bei schönem Wetter, aber dann durch die Wolken doch teilweise schwierigen Lichtverhältnissen (die Kirchen waren leider immer irgendwie dunkel) habe ich heute mal wieder einen Rundgang gemacht. Die Fotos folgen hier in zwei Teilen:


    Abb.1: Braunstraße. Die vier schon seit einiger Zeit fertigen Häuser Nr. 22-28. Hinten ist der inzwischen weit fortgeschrittene Neubau Nr. 14 zu sehen.



    Abb.2: Braunstraße, oberer Teil mit dem Rohbau von Nr. 14 und rechts daneben den vier historischen Häusern Nr. 6-12.



    Abb.3: Braunstraße 12 und 14, Rückseiten von der Fischstraße aus gesehen mit St. Petri. Ich hätte nicht gedacht, dass Nr. 14 dann doch genauso hoch wird wie die historische Nr. 12. Das hatte ich im Entwurf unterschätzt. Das 2. OG ist dann ja doch ein Vollgeschoss geworden. In Kürze müsste der Dachstuhl kommen. Interessantes Detail: Die hohe historische Brandmauer zwischen den Häusern.



    Abb.4: Sprung zur Alfstraße. Die Nummern 21 un 23 schreiten weiter voran.



    Abb.5: Alfstraße 23. Hier wird bereits der Giebel gemauert - es sieht momentan nach Treppengiebel aus, wird es aber leider nicht. Auch hier sollte der Dachstuhl bald gerichtet werden.



    Abb. 6: Interessante Perspektive - die Südseite der Alfstraße mit St. Marien und St. Petri.



    Abb.7: Nun um die Ecke in die Gerade Querstraße: Nr. 3 hat jetzt die letztens noch fehlenden Fenster bekommen, Rechts wieder St. Petri.



    Abb.8: Gerade Querstraße 3 in Frontalansicht - das Bild habe ich aus zwei Fotos zusammengefügt. Mir fällt gerade auf, dass das mittlere Fenster im 1. OG offenbar kleiner ist als die anderen. Sieht etwas merkürdig aus, musste aber wohl aus statischen Gründen wegen des Zwerchgiebels so sein.


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    Als die Planungen vor über 10 Jahren begannen, durfte man an das böse "R-Wort" in Lübeck noch nicht einmal denken.

    Es wurde seinerzeit ein sogenanntes "Expertengremium" einberufen, das über das Aussehen des neuen Viertels beraten und Leitlinien festlegen sollte, die dann in den Bebauungsplan mündeten. Dieses Gremium bestand neben Vertreten der Stadt vorwiegend aus Architekten und Stadtplanern, was einerseits logisch ist, aber womit man andererseits auch den Bock zum Gärtner machte. Es war dann zwar relativ schnell klar, dass man auf den historischen Parzellen und in historischer Kubatur bauen wollte, aber eben in modernem Aussehen. Immerhin hat der Vertreter der Bürgerinitiative Rettet Lübeck (BIRL) gegen Ende dem Gremium dann doch noch das Zugeständnis abringen können, dass Rekonstruktionen grundsätzlich erlaubt seien, ohne sich aber auf bestimmte Fassaden festzulegen. Im besten Fall hätte also das ganze Viertel rekonstruiert werden können.


    Als das Konzept dann stand, war ich bei einigen bzw. fast allen Info-Veranstaltungen der Stadt. Ich erinnere mich, dass in den Vorträgen des damaligen Bausenators Boden das Thema "Rekos" immer auffällig unter den Tisch gekehrt bzw. kaum bis nicht erwähnt wurde. Auch in schriftlichen Informationen musste man irgendwo unter ferner liefen danach suchen - wenn es überhaupt drinstand. Ich vermute daher, dass viele der potentiellen Bauherren das gar nicht wussten und gar nicht erst in Richtung Reko dachten. Zudem wollten viele das wohl auch gar nicht. Ich erinnere mich, dass auf öffentlichen Bürgerveranstaltungen von potentiellen Bau-Interessenten eher in eine ganz andere Richtung gehende Fragen gestellt wurden wie: "Warum sind keine Balkone erlaubt?". Ich glaube, einer wollte sogar eine Garage im Haus haben. Viele wollten hier einfach "Grüne-Wiese-Neubauten" in zentraler Lage. Die Geschichte des Ortes spielte kaum eine Rolle. Unglaublich! :kopfschuetteln:


    Ja, man hätte von vornherein ein Leitfassadenkonzept mit ein paar wichtigen Rekos wie in Dresden, Frankfurt und Potsdam beschließen sollen. Aber immerhin haben wir ja wenigstens eine und bekommen eine weitere, wenn alles klappt. Auch wenn das leider nicht die Fassaden sind, die oberste Priorität - wie Fischstraße 19 und 22 - hätten haben müssen. Dazu kommen noch zwei den Originalen nachempfundene Fassaden, jeweils eine und eine nebeneinander (Fischstraße 17/19 und 24/26).


    Mehr war nicht möglich - Lübeck hat leider keine GHND.

    Fotos vom 5.5.2020 - Teil 2


    Hier der zweite Teil mit Gerader Querstraße und Fischstraße:


    Abb.1: Gerade Questraße 3. Das Haus zeigt sich seit ein paar Tagen ohne Gerüst. Wie ich finde, ganz gut geworden. Fast genause sehen die historischen Kleinhäuser in den Querstraßen auch aus. Natürlich nicht ganz so neu. An der Brandmauer hat man schon die Kontur des Hinterhauses von Alfstraße 31 ausgespart. Bin gespannt, ob es genau passt, wenn es denn irgendwann mal kommt.



    Abb.2: Gerade Querstraße 3 etwas näher



    Abb.3: Gerade Querstraße 3, oberer Teil im Detail. Die Einkerbungen der Fassade als moderne Zutat stören mich nicht wie ich erst befürchtet hatte. Allerdings hätte der Zwerchgiebel einen kräftigeren oberen Abschluss vertragen können. Er sieht so abgeschnitten aus und läuft ins Leere.



    Abb.4: Gerade Querstraße 3, unterer Teil im Detail. Das große Fenster hätte gerne auch im rechten Bereich geteilt sein dürfen.



    Abb. 5: Durchblick durch die Gerade Querstraße. Hier wird die zukünftige Breite deutlich und auch deren Unterschied vom neuen Teil im Vordergrund zum alten hinten zwischen den historischen Häusern.



    Abb.6: Fischstraße 16. Der Hintergiebel ist fertig. Ich hoffe, dass in Kürze auch an der Straße endlich das Gerüst fällt. Wohltuend ist hier, dass der rückseitige Giebel ganz ohne modernen Schnickschnack wie Loggien, wilde Fensterversprünge/-formate und Eintiefungen in der Fassade auskommt und so in der Tradition der historischen Rückseitengiebel steht! :thumbup:



    Abb.7: Fischstraße 24. Bei diesem großen Haus ist das 1. OG inzwischen fast fertig.



    Abb.8: Zum Abschluss noch ein Gesamtblick auf die Fischtraße



    Weitere Infos zum Baustand:

    In der Fischstraße tut sich inzwischen eine ganze Menge. Zusätzlich zu den auf den Fotos zu sehenden oberirdischen Fortschritten sind jetzt bei folgenden Häusern Bautätigkeiten zu beobachten:

    Fischstraße 18: Nach wohl einem Jahr Pause wurde jetzt der Keller fertiggestellt

    Fischstraße 19: Heute wurden die Kellerwände gestellt.

    Fischstraße 20: Ganz aktuell wird die Bodenplatte freigelegt, sollte dort also auch losgehen

    Fischstraße 21: Der Keller ist fast fertig.

    Fischstraße 28: Es wird am Keller gearbeitet



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    Fotos vom 5.5.2020 - Teil 1


    Heute kommen nach längerer Zeit mal wieder ein paar eigene Bilder von mir. Bin dann gestern doch mal wieder durchgegangen.

    Los geht´s mit Braun- und Alfstraße:



    Abb.1: Braunstraße 14, ist jetzt bis auf das Dach im Rohbau fertig. Macht - insbesondere in Verbindung mit der historischen Nachbarbebauung - einen gut passenden Eindruck. Das sollte ein harmonischer Übergang zu den Neubauten werden.



    Abb.2: Nochmal Braunstraße 14 in die anderen Richtung gesehen.



    Abb.3: Alfstraße 21 und 23. Beim sehr großen Haus Nr. 21 ist inzwischen das 1. OG fertig, bei Nr. 23 sogar schon das 2. OG und damit dort die Traufhöhe erreicht. Während Nr. 21 erfreulicherweise einen Treppengiebel bekommen soll, wird es bei Nr. 23 leider wieder nur das in dieser Straße fast obligatorische und langweilige Dreieck geben.



    Abb.4: Alfstraße 23 im Detail



    Abb.5: Alfstraße 21 im Detail



    Abb.6: Südseite der Alfstraße mit den beiden "neuen" Häusern Nr. 21 und 23.


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    Fotos vom 19.4.2020


    Na gut - wenn ich schon darum gebeten werde, kommt hier eine Not- bzw. "Corona-Edition" :wink: mit Fotos von heute zur Überbrückung bis die Zeiten wieder besser werden. Da ich seit Mitte März nur einmal die Woche zum Einkaufen vor die Tür gehe, war ich folglich seitdem leider nicht mehr im Gründungsviertel.


    Ich habe daher einen Freund, der mittlerweile in der Fischstraße wohnt, gebeten, mir ein paar Fotos zu machen. Da aber auch er nicht unnötig aus dem Haus gehen möchte, kommen hier ein paar Bilder aus ungewöhnlicher, aber nicht minder interessanter Perspektive. Er hat mir die Erlaubnis gegeben, die Fotos hier zu posten. Die Bautätigkeiten gingen trotz der Kontaktbeschränkungen weiter, so dass auf den Fotos einige Fortschritte im Vergleich zu meinen letzten Fotos zu sehen sind.


    Abb.1: Braunstraße 14, Rückseite. Die Wände des 2. OGs stehen mittlerweile. Offenbar wird dieses doch ein Vollgeschoss - entgegen meiner Vermutung vom letzten Mal. Das ist erfreulich, da so der Höhenversprung zum historischen Nachbarhaus minimiert wird, auch wenn es aufgrund des kleinen Grundrisses inwzischen etwas turmartig wirkt.



    Abb.2: Alfstraße 21 und 23, Rückseiten. Auch hier sind die Arbeiten z.T. im 2. OG angekommen.



    Abb.3: Der Blick etwas nach links geschwenkt: Fischstraße 24, eines der größten Häuser des Viertels, ist mittlerweile im EG rohbaufertig. Es handelt sich hier ja um einen Erinnerungsbau, der dem historischen Haus - mit einigen Veränderungen - nachempfunden ist. Man darf sehr gespannt sein, wie es wirken wird. Dahinter die Rückseite des fast fertigen Hauses Gerade Querstraße 3.



    Abb.4: Wieder etwas nach links geschwenkt: Der untere Teil der Fischstraße, ab den Querstraßen als Baustraße gesperrt.



    Abb.5: Und der Blick nochmals etwas weiter nach links (aus zwei Fotos zusammengesetzt): Die Baugrube des Investorengrundstücks an der Einhäuschen Querstraße zwischen Braun- und Fischstraße. Das ganze geht da momentan elendig langsam voran. Man hebt das zweite Untergeschoss offenbar mit einem Minibagger aus, da ein großer zwischen bzw. unter den Hydraulikzylindern nicht arbeiten kann. Für nicht einmal die Hälfte hat man jetzt ca. 3 Monate gebraucht - das kann also noch dauern, bevor überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann... :kopfschuetteln:

    Unten rechts sieht man die Kellerwände des Hauses Fischstraße 21, dessen Bau inzwischen begonnen hat. Auch die Sohlplatte von Nr. 19 wurde freigelegt, aber soweit ich weiß, ist dort leider noch keine Bautätigkeit zu beobachten.


    So, das war´s erstmal. Bleibt alle gesund!

    die tollen Pläne

    Naja, ich lasse mich dann mal überraschen. Der überarbeitete Entwurf ist ja immerhin deutlich besser als der erste. Ich bleibe aber zumindest bei der Meinung, dass das Fehlen des dritten Fensters in der unteren Dachgeschossreihe der Fassade schadet. Ja, ich weiß mittlerweile, da ist eine Wand. Aber dann hätte man die eben etwas anders planen müssen.

    gotischen Vorgänger

    Genau genommen stammte das Vorgängerhaus Alfstraße 25 aus der (frühen) Renaissance. Nr. 27 dagegen war gotisch.

    Hallo Tobias,


    ich möchte kurz erwähnen, dass ich Wert auf die Feststellung lege, dass ich hier keine veränderten Entwürfe eingestellt habe. Da ich weiß, dass das rechtlich bedenklich ist, habe ich lediglich wörtlich geschildert, was ich verändern würde, wenn es mein Haus wäre.


    Zur Befensterung: Mir ist bekannt, dass es zwei Philosophien gibt, ein Haus zu planen - von außen nach innen und von innen nach außen. Auffällig dabei ist, dass die Fassaden bei der letztgenannten oft oder gar meist nicht so harmonisch aussehen wie bei der Planung von außen nach innen. Es ist zwar nachzuvollziehen, dass die Eigentümer möglichst optimale Grundrisse haben möchten, was dann auf der anderen Seite aber leider oft zu nicht optimalen Fassaden führt. Da ist die Frage: Was ist wichtiger? Für mich als Ästheten und städtebaulich und bauhistorisch sehr interessiertem Menschen kann ich ganz klar sagen, dass Aussehen und Aufteilung der Fassaden und damit das Stadtbild, das täglich tausende von Menschen im öffentlichen Raum sehen, deutlich Vorrang hat vor einer vielleicht ein wenig besseren Raumaufteilung im Inneren, die nur eine handvoll Menschen von innen sieht.


    Grüße,

    Frank

    Bravo, eine enorme Verbesserung! Genau so! :applaus:

    Der Versprung um eine ganze Falte zwischen den Fenstern in Mittelzone und Dach wirkt genial. Auf die Idee bin ich an dieser Stelle noch gar nicht gekommen, obwohl es ganz oben beim einzelnen Fenster ja auch schon so ist. Das dritte Fenster in der unteren Reihe des Daches ist absolut erforderlich, das wird immer deutlicher.


    Jetzt noch die Anzahl der Giebelstufen auf eine pro Hell-Dunkel-Falte halbieren, d.h. links die hellen auf Höhe der dunklen und rechts die dunklen auf Höhe der hellen Hälften hochziehen, und es würde eine sehr gute Fassade werden und sogar zu meinen Favoriten insgesamt gehören.


    Tobias_HH: Besteht noch eine Chance auf solche eigentlich kleinen, aber doch erheblichen Verbesserungen?

    Fotos vom 1.3.2020


    Hier noch einige aktuelle Fotos von heute. East_Clintwood braucht ja nicht hinzusehen. :wink:


    Abb.1: Der Umbau des Berufsschulrestes zum Haus Braunstraße 14 (eingerüstet) schreitet voran. Das Dach wird von trauf- auf giebelständig gedreht. Links die Rückseiten der Häuser Fischstraße 5 und 7-9.



    Abb.2: Braunstraße 14. Die Fassade in EG und 1. OG ist fertiggestellt. Es folgt noch das Dachgeschoss mit geradem Attika-Abschluss, das zur Straße hin wie ein weiteres Vollgeschoss aussehen wird, so dass der Höhenunterschied zum gotischen Haus Nr.12 noch deutlich abgemildert wird. Die Lücke zwischen Betonfassade und Brandwand (wo die rote Schmalseite des Schalungselements zu sehen ist) zeigt an, um wieviel die Fassade an dieser Seite gegenüber der Berufsschule zur Straße hin vorgezogen wurde, um wieder die historische Bauflucht zu erreichen.



    Abb.3: Noch einmal Braunstraße 14 aus anderer Perspektive.



    Abb.4: Und zusammen mit der historischen Nr. 12. Das wird m.E. ein sehr angenehmer und behutsamer Übergang zwischen der historischen und der neuen Bebauung.



    Abb.5: Noch einmal mein Lieblingshaus unter den modernen, Fischstraße 16. Sollte bald fertig sein.



    Abb. 6: Fischstraße 16 und 17. Aus dieser Sicht bereits ein schönes "Ensemble". Bei Nr. 16 (links) hätte ich mir allerdings wellige Dachziegel und Riemchen auf der Rückseite der Giebelstaffeln gewünscht. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Die Dachfenster werden von der Straße aus wohl durch den Giebel verdeckt und nicht zu sehen sein. Ein weitere Vorteil gegenüber Spitzgiebeln!



    Abb.7: Fischstraße 17 hat nun auch seine rekonstruierte Eingangstür erhalten. Leider konnte ich diese aufgrund des Bauzauns der abgesperrten Straße nicht besser fotografieren. Vielleicht demnächst.



    Abb.8: Gerade heute gesehen: Es geht offenbar endlich los bei den Häusern Fischstraße 19 und 21. Die Sohlplatten werden freigelegt!



    Abb.9: In der Bildmitte wächst Fischstraße 24 aus dem Boden. Die fleckige Mauer unterhalb der Bildmitte ist die westliche Brandwand des EGs. Interessant, aber etwas schwer zu erkennen: Die darunterliegende Kellerwand ist - bis auf die Stützen - offen, da die Keller der Nummern 24-28 wegen der zu erhaltenden historischen Kellerreste verbunden werden sollen.



    Abb.10: Zum Schluss noch ein Bild aus der Alfstraße: Rechts sind die EGs der Nummern 21 und 23 bereits (fast) fertig.


    Wie die Bilder zeigen, nimmt die Bautätigkeit momentan insgesamt deutlich an Fahrt auf. Ich denke, dass das Viertel in einem Jahr schon deutlich anders und viel fertiger aussehen wird.


    Alle Fotos von mir

    Ja, es ist neben der bereits fertigen Fischstraße 17 noch eine weitere Rekonstruktion geplant - Fischstraße 26. Zwar auch "nur" eine relativ glatte Putzfassade, aber deutlich größer als Nr. 17. Eine barockisierte Renaissancefassade mit Sandstein-Portal. Wie East_Clintwood darauf kommt, es käme keine einzige Reko, obwohl ich nur eine Seite vorher Fotos von Fischstraße 17 gezeigt habe, ist mir ein Rätsel. Und es kommen ja nicht nur die beiden Rekos, sondern auch einige Häuser, die sich an die historischen Fassaden anlehnen wie z.B. Fischstraße 19 und 24 und Braunstraße 14 und 18. Zudem weitere sehr historisierende Häuser wie Fischstraße 13 und 16 und Braunstraße 26. Ja, es wurde leider die Chance eines Leitbautenkonzepts nach Dresdner, Frankfurter oder Potsdamer Art vertan, aber so schlimm, dass man sich mit Grauen abwenden muss, ist das Ergebnis nun auch nicht.

    für mich ein Grund, diese Stadt -die ich oft besuchte- künftig zu meiden

    Für mich eine äußerst seltsame Äußerung. Als das Gründungviertel durch die Berufsschulen komplett entstellt war, besuchte er die Stadt oft, aber jetzt, da dort ganze Straßenzüge auf zumeist historischen Parzellen und in historischer Kubatur wiedererrichtet werden, wird er sie meiden? huh:):wie:

    Eigentlich sollte in diesem Jahr mit den letzten Häusern begonnen werden und danach die Neugestaltung der Straßen beginnen - hier der offizielle Zeitplan.

    Wie es aussieht, wird sich die Gesamtfertigstellung real aber wohl noch Jahre hinziehen. Ich hoffe, dass langfristig keine hässlichen Baulücken bleiben.


    Ja, es kommen wohl noch einige gute Häuser. Allerdings kann es bei allen Grundstücken, bei denen der Bau noch nicht begonnen hat, sein, dass ein Bauherr abspringt und dann doch noch ein neuer Entwurf kommt - wie ja z.B. bei Alfstraße 25 gerade und bereits mehrfach geschehen. Man kann also nach wie vor gespannt sein.