Posts by frank1204

    Tja, wer ist da der geeignete Ansprechpartner, um zu intervenieren?

    Am besten wohl die Mitglieder der Bürgerschaft, da diese zustimmen muss. Was sie aber leider schon getan hat, siehe mein Beitrag vom letzten November.

    Da hatte BM Lindenau die Kellerzerstörung ja eigentlich schon durchgedrückt bekommen. Daher wundert es mich umso mehr, dass er jetzt offenbar doch langsam zur Besinnung zu kommen scheint oder zumindest Bedenken bekommen hat. Vielleicht erfolgt ja noch einmal eine neue Abstimmung mit einem vernünftigeren Ergebnis?

    Gibt es irgendwelche Informationen, wie das Innere des Buddenbrookhauses aussehen wird bzw. ob die Romanräume bestehen bleiben? Wäre schlimm, wenn die wegkämen......

    Da die Häuser hinter den Fassaden komplett abgerissen werden sollen, werden die jetzt bestehenden Räume nicht erhalten bleiben. Im Siegerentwurf der TMH-Architekten ist zu sehen, dass immerhin die historische Diele des Hauses Mengstraße 4 wohl in annähernd historischer Kubatur wiederentstehen soll (hier das vierte Bild anklicken). Das ist einer der wenigen positiven Punkte des Projekts. Aber selbst hier sind die Fenster an der Hofseite schon mehr oder weniger nur Attrappen, da außen vor die gesamte Fassade eine durchlöcherte Ziegelwand gesetzt wird - ähnlich wie es bei Toilettenfenstern in den 70ern oft gemacht wurde (siehe zweites Bild auf oben verlinkter Seite)... :kopfschuetteln:


    Ob die Romanräume im neuen Haus wieder entstehen werden, kann ich nicht sagen. Auf der Seite, die das neue Buddenbrookhaus beschreibt, liest es sich schwurbelnderweise :blah: so:

    Quote

    "Das NEUE Buddenbrookhaus will ein musealer Erlebnisraum sein, der spielerisch konzipiert ist und den Besucher zur Interaktion auffordert. Hierbei kommt dem Einsatz moderner Technologie eine entscheidende Bedeutung zu. Den Besuchern soll eine alle Sinne ansprechende Ausstellung geboten werden, die auf eine emotionale Vermittlung setzt: Historisch-biografische und phantastisch-literarische Räume sollen auf eine leibliche Erfahrung abzielen und zugleich in Vertiefungsstationen eine Fülle weiterer Informationen zur Auseinandersetzung bereit halten."

    Was auch immer genau damit gemeint ist. :wie:

    Es ist mir aber auch egal, da die Räume ohnehin keine Rekonstruktionen, sondern rein fiktiv sein werden (wie jetzt auch schon) und ich das Haus wohl nie betreten werde, da mich Mann nicht sonderlich interessiert.


    Genaueres über das Innenleben wird man wohl erst erfahren, wenn die mit der Ausstellungsgestaltung beauftrage Agentur "facts and fiction GmbH" ihre Planung veröffentlichen wird (die haben übrigens auch die Berlin-Ausstellung im Humboldt-Forum gemacht). Auf deren Seite habe ich bisher nichts dazu gefunden. Es muss ja aber bereits ein fertiges Konzept geben, wenn die Kellerzerstörung schon mit eingeplant wurde.

    Stand Buddenbrookhaus


    Das Buddenbrookhaus ist neuerdings eingerüstet:


    Foto von mir (12.7.2022)


    Dazu erschien gestern ein Artikel in den Lübecker Nachrichten


    Da hinter Bezahlschranke, hier ein paar Infos daraus:

    • Das Gerüst deutet nicht etwa auf den Baubeginn hin, sondern es laufen "restauratorische Voruntersuchungen" durch Archäologen an den unter Denkmalschutz stehenden Fassaden (vielleicht ist ja "unser" Maxileen beteiligt?)
    • Dem Baubeginn steht nach wie vor die Diskussion um den historischen Gewölbekeller entgegen, der ja wie bereits berichtet, teilweise für eine Treppenanlage, die für das Museumskonzept notwendig ist, zerstört werden soll.
    • Bürgermeister Lindenau ist wohl nach heftigen Protesten "zurückgerudert", nachdem er dem Abriss zunächst zugestimmt hatte. Eine endgültige Entscheidung über den Keller ist bisher noch nicht gefallen.
    • Die Entscheidung muss aber in diesem Jahr fallen, weil die Mittel in Kiel beantragt werden müssen.
    • Die Gesamtkosten belaufen sich auf 33,5 Mio Euro, davon übernimmt das Land 22 Mio, die Stadt 3,7 Mio und die Kulturstiftung der Stadt 8 Mio (sind nach meiner Rechnung 33,7, aber egal)


    Also noch einmal: Finger weg vom Keller!!!
    :wuetenspringen:

    Es kann doch nicht sein, dass man einen 800 Jahre alten Gewölbekeller zu einem großen Teil zerstört, nur weil sich jemand ein Museumskonzept ausgedacht hat, das an dieser Stelle unbedingt eine Treppe benötigt. So ein Konzept ist nach 10 Jahren obsolet und wird geändert, aber das Gewölbe ist dann für immer weg! Jeder Mensch gesunden Verstandes muss diesen Fehler doch sofort erkennen!


    Und überhaupt: Glauben die Verantwortlichen im Ernst daran, dass es in der heutigen Zeit tatsächlich bei den 33,5 Millionen bleiben wird, während Baukosten gerade allgemein explodieren? Und selbst diese 33,5 Mio sind ja schon - ich meine - fast das doppelte der ursprünglich veranschlagten Summe! Ich wage mal die Voraussage, dass es am Ende nicht unter 50 Millionen sein werden! Ein Umbau im Bestand wäre da deutlich vernünftiger. Aber was soll´s, sind ja zum größten Teil "nur" Steuergelder... :gehtsnoch:

    Fotos vom 17.7.2022

    Hier mal wieder eine kleine aktuelle Fotoserie:


    Abb. 1: Investorenbau, Fassade Braunstraße. Die Verklinkerung ist bis zur Traufe vorangeschritten, und die Dachstühle sind gerichtet.



    Abb. 2: Ecke Braunstraße/Einhäuschen-Querstraße



    Abb. 3: Die oben und auf dem vorigen Bild zu sehenden Dachgauben scheinen von der Größe her ganz akzeptabel zu werden.



    Abb. 4: Die Front an der Einhäuschen-Querstraße mit unterschiedlich weit vorangeschrittener Verklinkerung.



    Abb. 5: Die beiden Tiefgarageneinfahrten an der Einhäuschen-Querstraße. Wie ich vermutete, wurde die Rundbögen in der Verklinkerung ausgebildet, allerdings durch den enormen Geschoss-Zwischenraum, dessen Sinn sich mir weiterhin nicht erschließt, deutlich höher als zuvor geplant. Sieht aber für Tiefgaragen immhin nicht so schlecht aus, da habe ich schon schlimmeres gesehen.



    Abb. 6: Noch einmal der Blick zurück in Richtung Braunstraße.



    Abb. 7: Investorenbau, Fassade an der Fischstraße. Die drei einzelnen Fassadenabschnitte sind gut zu erkennen und werden durch Fallrohre noch deutlicher werden. Nur der große Rundbogen ist hier wie gesagt leider kontraproduktiv.



    Abb. 8: Fischstraße 20. Die grünen Schutzfolien wurden entfernt und zum Vorschein kamen angenehme mittelgraue Fenster. Das Gerüst sollte wohl bald verschwinden.



    Abb. 9: Die untere Nordseite im Neubauteil der Fischstraße Richtung Westen gesehen. Bei Nr. 28 (hinter der Baulücke) fallen die sehr tief in der Fassade liegenden Fenster unangenehm auf. Das hätte in EG und Mittelteil eigentlich nicht sein dürfen, da Fenster in diesen Bereichen in Lübeck traditionell annähernd fassadenbündig eingebaut wurden.



    Abb. 10: Zwei Straßen weiter steht das Haus Mengstraße 31 (Berkentienhaus) zum Verkauf! Wer so etwas wunderbares sein Eigen nennen möchte und das nötige Kleingeld besitzt, kann hier offenbar noch zuschlagen.


    Alle Fotos von mir

    Als Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag habe ich nun doch noch auf die Schnelle eine Handskizze gezeichnet:


    Skizze von mir (ich bitte die kleine Höhenasymmetrie der beiden Seiten zu entschuldigen, ist eben ganz schnell entstanden).


    Ich habe da einmal die aus den abgeschnittenen Hochblenden ablesbare vermutlich bzw. sogar höchstwahrscheinlich ursprüngliche Giebelform rekonstruiert, die man im besten Fall hätte wiederherstellen können bzw. sollen.


    Was mir im Vergleich mit der Entwurfsskizze der Architektin wie gesagt gar nicht gefällt, sind die vertauschten Bogenansätze der Hochblenden, hier in Rot eingezeichnet. Wenn man die Hochblenden schon abgeschnitten belässt - und dann auch noch erzählt, dass man diese originalgetreu wiederherstellen will, dann das bitte auch machen und auf solche Details achten! Vielen Dank!

    Edit: Habe den Beitrag gefunden, ist aber hinter der Bezahlschranke. In dem Artikel wird davon gesprochen, dass das Dach des Gebäudes nach historischer Vorgabe wiederaufgebaut werden soll. Der Artikel enthält auch eine Visualisierung der Häuser Hinter der Burg 15 und Kleine Burgstraße 1, welche danach aussieht als ob da keine unangenehmen Exprimente bezüglich des äußeren gemacht werden sollen.

    Vielen Dank für den Link zum LN-Artikel, der aber wohl auch schon vom Herbst 2020 ist? Der war irgendwie an mir vorbeigegangen. Zitat daraus:

    Quote

    Die Aus- und Umbaupläne wurden von Diplom-Ingenieurin Vera Detlefsen entworfen, die sich als Architektin in ihrem Büro in der Kleinen Altefähre auf „baustil- und denkmalgerechte Sanierungen bis ins Detail, Umnutzungen und kreative Raumlösungen“ fokussiert. Sie erläutert mit Blick auf die künftige Eckhaus-Fassade: „„Hochblenden und Fensteröffnungen werden wie vor dem Brand wiederhergestellt, während das neue Dach allerdings hinterm Giebel endet – so wie es ursprünglich ja auch einmal war.“

    Die Entwurfszeichnung habe ich tatsächlich über Google hier gefunden: Link


    Also ich weiß nicht - entweder ist die Zeichnung ungenau oder die Aussage der Architektin stimmt nicht. Die Seite zur Kleinen Burgstraße sieht ja originaltgetreu aus, aber am Giebel an der Stirnseite zur Straße "Hinter der Burg" lassen die geplanten Hochblenden doch sehr zu wünschen übrig und entsprechen in ihrem oberen Bereich nicht dem Vorzustand. In der Entwurfszeichung wurden die teilweise zur Fassadenmitte liegenden noch vorhandenen gotischen Bogenansätze der durch die Herunterzonung des ehemaligen Treppengiebels angeschnittenen äußeren Hochblenden weggelassen und die Blenden dort gerade bis zum Anschnitt hochgeführt. Dafür erhalten aber alle Hochblenden völlig widersinnig Bogenansätze an den äußeren, niedrigeren Seiten der Blenden. Das ist natürlich Blödsinn, dass die Bögen natürlich nur an den höchsten Stellen der Hochblenden lagen und dort angeschnitten wurden und nicht an den niedrigsten Stellen - ich weiß nicht, ob man versteht was ich meine. Die Bogenansätze sind also spiegelbildlich vertauscht. Zudem wirkt der Bogen über der mittleren Blende nicht gotisch, sondern sehr fremdartig, da er im oberen Bereich nicht rund, sondern gerade zur Spitze zuläuft. Wunsch an die Architektin: Bitte einfach mal gotische Bögen ansehen und das bitte noch korrigieren!

    Das ist sehr schade, aber vielleicht ist die Zeichnung ja auch einfach ungenau oder auch nicht mehr aktuell. Eigentlich hatte ich gehört, dass die Fassade steingenau wiederhergestellt werden sollte - entsprechend dokumentiert sollte nach der extrem langen Sanierungszeit alles sein. Hauptsache, der Giebel wird überhaupt wieder in Backstein - und im passenden Steinformat (Klosterformat!?) gebaut und nicht z.B. in übertünchtem Kalksandstein.


    Sehr löblich ist immerhin, dass der neue Giebel über die Dachhaut hinausgezogen werden soll. Allerdings hätte man dann auch gleich den Treppengiebel wiederherstellen können. Anhand der vor dem Brand noch vorhandenen Bogenansätze der Hochblenden hätte man zwei Varianten herleiten können: Entweder eine Stufe pro Hochblende oder, was fast wahrscheinlich ist, eine Monumentalform mit drei gleich hohen mittleren Blenden, da bei der zweiten und vierten Blende tatsächlich keine Bogenansätze zu erkennen waren, diese also sehr wahrscheinlich so hoch waren wie die mittlere Blende. Der breite Streifen im Entwurf über den abgeschnittenen Blenden, die zudem die Bogenansätze auf den jeweils genau falschen Seite aufweisen, wirkt dann doch sehr seltsam auf mich. Falls gewünscht, kann ich nochmal skizzenhaft darstellen, was ich meine.


    Noch ein Punkt: Die modernen, nur mittig geteilten Fenster im Giebel sagen mir auch nicht besonders zu. Über das zusätzliche kleine Fenster im Spitzbogen kann man hinwegsehen, aber original - wie im Artikel angekündigt - ist das natürlich auch nicht. Generell ist es aber natürlich positiv, dass es nun endlich weitergeht.


    Zur Erinnerung noch einmal ein Bild des Giebels vom Zustand vor dem Brand:


    9893-hinter-der-burg-15-50-jpg
    Hinter der Burg 15, Zustand 2012 , Quelle: upload.wikimedia.org/wikipedia…Hinter_der_Burg_15_50.JPG
    User: Kresspahl - eigenes Werk, Lizenz: CC-BY-SA 3.0


    Ich frage mich: Was läuft in Lübeck anders. Ist es die Politik, sind es die Bürger, sind es die Investoren. Ich weiß es nicht. Was kann Bremen von Lübeck lernen?

    Vermutlich müsste da erst einmal eine Änderung in den Köpfen der Verantwortlichen stattfinden. Weg vom Profitdenken hin zur Priorisierung eines menschlichen und lebenswertem Stadtbildes. Das hat man in Lübeck inzwischen zumindest in Teilen gelertn (So etwas wie P&C und Haerder-Center mal ausgenommen). Was dabei auch helfen könnte, wäre ein Gestaltungsbeirat samt Verabschiedung von umfangreichen Gestaltungs- und Erhaltungsatzungen für sensible Bereiche.

    Immer deutlicher wird es mir, dass wir solch ein Glück hatten, dass vom alten Dresden doch noch so reichliche Originalfragmente vorhanden sind. Allein für das noch ausstehenede Hotel Stadt Rom zählte ich zuletzt nicht weniger als 45 hochkarätige Fragmente, die wieder hineinkommen sollen!

    Das liegt wahrscheinlich aber auch daran, dass es in Dresden wohl einfach viel mehr Bauteile gab, die sich als Spolien eigneten und es damit wert waren, gesichert zu werden. Wenn ich das richtig sehe, gab es in Dresden ja extrem viele bildhauerisch/figürlich gestaltete und damit mehr oder weniger künstlerisch wertvolle Sandsteinelemente. In Lübeck waren diese - der lokalen Geologie geschuldet - als teure "Importware" nur vereinzelt an Portalen zu finden. Ansonsten bestanden die Häuser ja im wesentlichen aus Backsteinen, aus denen die architektonischen Merkmale wie Hochblenden und Korbbögen geformt waren. Und einzeln herumliegende Backsteine wurden nach der Zerstörung dann doch eher nicht als Spolien gesichert...

    Super, danke Mantikor für das Bild aus dem Stadtarchiv - das kannte ich noch gar nicht! Da muss ich dann wohl doch endlich mal hin...

    Eine tolle Auflösung und Qualität, bei der man viele Details erkennt. Dem Auto nach zu urteilen, muss das relativ kurz vor er Zerstörung entstanden sein.

    Auch die Galerie auf der B&B-Seite ist interessant, vor allem die frontale Komplettansicht des historischen Hauses!

    Dabei fällt mir noch ein: Es gibt doch noch eine Spolie aus der Fischstraße: Das Portal des leider ebenfalls zerstörten prächtigen Glandorp-Hauses Fischstraße 34 - auf besagtem historischen Bild im vorigen Beitrag ganz links - wurde bereits kurz nach dem Krieg vor das Haus Mengstraße 50 gesetzt, allerdings ohne die Figuren:



    Portal von Fischstraße 34 vor dem Haus Mengstraße 50 - Fotos von mir.


    Hier nicht so ganz passend, denn im Originalhaus Fischstraße 34 bildete es ein Gesamtkunstwerk, da sich die Rundstäbe oben im Giebel wiederholten und das ganze Haus glasierte Steinschichten aufwies.



    Das Portal von Fischstraße 22 überlebte die Zerstörung übrigens auch, wurde dann aber in den 50ern zusammen mit den gegenüberliegenden, zunächst für einen Wiederaufbau gesicherten Fassaden von Fischstraße 15-19 doch für den Neubau der Schulen weggerissen. Ob es irgendwo eingelagert wurde, ist mir nicht bekannt - es wäre aber sicher möglich gewesen...

    Gibt es ein brauchbares Foto davon? Hattest du das hier mal gepostet bzw. wenn nicht, könntest du es tun? Danke!

    Seltsamerweise gibt es aus beinahe der ganzen historischen Fischstraße mehr oder weniger gute Fotos, aber ausgerechnet von den großen Häusern 22-26 habe ich auch nach längerer Suche im Internet und in meine Büchern keine gefunden - die hören bei Nr. 20 auf und beginnen dann wieder bei Nr. 28. Das Foto, das ich hier schon mal gepostet hatte, war dies:


    Fischstraße Nordseite, ich schätze um 1920 und vermutlich gemeinfrei. Soweit ich inzwischen herausgefunden habe, befindet sich das Foto im Bestand des Museums für Kunst- und Kulturgeschichte der Hansestadt Lübeck. Das Haus Nummer 26 ist das zweite Haus hinter der Einmündung der Krummen Querstraße, bzw. direkt links neben dem Handkarren.


    Eine gute, wenn auch nicht fotografische Darstellung kann ich noch als Ausschnitt aus der schönen Rekonstuktionszeichnung der gesamten Straße anbieten:

    Diese Zeichnungen wurden mir vor einigen Jahren vom Stadtplanungsamt zur Verfügung gestellt, das aber auch keinen Urheber nennen konnte - "vermutlich Architekt Riemann", sagte man mir.


    Bei Haus Nummer 22 waren noch der originale Treppengiebel und das Portal aus der Renaissance erhalten. Die großen Dornsenfenster links und rechts neben dem Portal waren vermutlich im 19. Jahrhundert nach dem Einzug einer Zwischendecke in die hohe Diele zwecks Wohnraumschaffung in jeweils vier kleinere Fenster unterteilt worden - genauso bei Nr. 26.


    Das Haus Nr. 26 wird vor seiner barocken Überformung sehr ähnlich ausgesehen haben, bei Nr. 24 vermute ich aufgrund der kleineren und schmaleren Fenster eher eine gotische Hochblendengliederung, eventuell mit Doppelluken, als Ursprung.

    Nr. 26 hatte ebenfalls noch das Sandstein-Portal aus der Renaissance. Wie man hier sieht, wäre die Nummer 22 der eigentlich vorrangigere Reko-Kandidat gewesen. Generell hätte meiner Meinung nach aber das ganze Ensemble rekonstruiert gehört.


    Was ich ja nach wie vor nicht verstehe: Ich hatte mich zu Beginn der Maßnahme ja mal etwas mit dem Ganzen beschäftigt. Es sollen doch noch Spolien/Fragmente von einzelnen Teilen existieren. Wieso versäumte man die einzigartige Gelegenheit, wenigstens diese an Ort und Stelle wieder einzubauen?

    Ja, es gab immer wieder Gerüchte, dass in irgendwelchen Archiven/Depots noch Spolien existieren sollen, evtl. auch das Portal von Fischstraße 26 - Architekt Schröder-Berkenthin, der die Reko betreuen sollte, war danach am Forschen. Nur habe ich dann nie irgendetwas davon je gesehen, noch wüsste ich, wo diese Depots sein sollen.


    Die einzigen Spolien, die ich real kenne, sind diese hier:


    Dieser Stein mit einem Stral-Symbol (wie er z.B. im Stralsunder Wappen vorkommt) wurde im Eingang des Hauses Braunstraße 14 eingebaut. Meine Nachfrage nach dessen Herkunft beim Stadtplanungsamt ergab, dass dieser Stein in der Baugrube gefunden wurde, man aber nicht sagen könne, ob er tatsächlich aus dem historischen Haus stammt oder ob er bei der Schuttberäumung nach dem Bombenangriff von einem anderen Grundstück hierhergelangt war. Foto von mir.



    Historisches Straßenschild, seinerzeit befindlich im Gründungsviertel-Büro. Ich hoffe, dass das an einer der Ecken zu den Querstraßen angebracht werden wird, wenn die dortigen Häuser fertig sind. Foto von mir.


    Das war es dann aber leider auch schon.

    Ist damit zu rechnen, dass in absehbarer der Straßenbelag erneuert wird? Verdient hätte er es ja.

    Es war von Anfang an geplant, auch die Straßenbeläge zu erneuern. Etwas weiter oben, im April, hatte ich bereits geschrieben, dass das von 2023 bis 2025 erfolgen soll. Zur Art der Beläge habe ich keine Infos, denke und hoffe aber, dass es wie in der Mengstraße werden wird, die momentan neu gestaltet wird.


    Bilder davon hatte ich schon Anfang des letzten Jahres hier gepostet. Hier noch einmal zwei davon:



    Neugestaltete Mengstraße - geschnittenes Granit-Großpflaster. Bürgersteige mit roten Ziegeln (gewöhnungsbedürftig, denn historisch waren sie asphaltiert), Hausrahmungen mit Granit-Kleinplflaster. Die historischen Granit-Kanststeine wurde wiederverwendet. Wenn die anderen drei Straßen auch so würden, wäre schon viel gewonnen. Fotos von mir.


    Ich hätte aber auch noch eine Frage: Was ist denn nun mit der Rekonstruktion, Fischstr. 26 (?)

    Tja, gute Frage... Auf der Webseite des Gründungsviertels steht das Grundstück als "verkauft" (Stand Dezember 2021). Ich habe leider keine Information, ob und wann es dort endlich losgeht und ob es mit der Reko überhaupt noch was wird... :unsure:

    Fotos vom 26.6.2022 - Teil 3 - Verschiedenes



    Abb. 17: Interessanter Durchblick durch die Baulücke Braunstraße 16 auf die Rückseiten der Häuser Fischstraße 11 und 13 sowie durch die Lücke Fischstraße 15 auf die Vorderfassade von Fischstraße 16.



    Abb. 18: Fischstraße 22, inzwischen fast fertig. Hier soll noch in diesem Jahr ein B&B-Hotel eröffnen.



    Abb. 19: Fischstraße 16-20 mit Studentenwohnheim und St. Marien.



    Abb. 20: Fischstraße 20. Der Bau ist inzwischen weit fortgeschritten. Oberhalb des EGs scheint alles fertig zu sein. Könnte ganz angenehm wirken, wenn auch ziemlich hoch - man hätte am extrem hohen EG vielleicht einen halben Meter sparen können(?). Unter der Folie sind die Fenster aber hoffentlich nicht lindgrün, auch wenn das an sich eine schöne Farbe ist... :wink:



    Abb. 21: Und noch einmal etwas seitlicher. Das wird zumindest mal eine Abwechslung zwischen den vielen Klinkerfassaden dieser Straßenseite.



    Abb. 22: Detail: Man beachte das obere Abschlussgesims am Haus Fischstraße 20!



    Abb. 23: Die sehr angenehmen Rückseiten der Häuser Fischstraße 16-24. Hier sieht man bei der eingerüsteten Nr. 20, dass das Haus ein Vollgeschoss niedriger ist als die sehr hoch wirkende Straßenansicht auf den ersten Blick vermuten lässt.



    Abb. 24: Ergänzend zum vorigen Bild die Rückseiten von Fischstraße 28 und 28a. Letztere finde ich fast besser als die Straßenfassade....



    Abb. 25: Alfstraße 25 im (fast) fertigen Zustand. Der Sichtbeton sieht zum Teil leider schon sehr schäbig aus. Die rechte Tür bringt - wenn es denn die Endfassung ist - immerhin einen Farbtupfer in die Ansicht.



    Abb. 26: Zum Schluss noch einmal die obligatorische Alfstraßen-Ansicht. Wenn hier hoffentlich bald mal Pflaster liegern wird, wird das noch besser wirken.


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    Fotos vom 26.6.2022 - Teil 2


    Abb. 10: Der Investorenbau an der Fischstraße. Dieser Teil wird aus drei Giebeln bestehen - links zwei kleine und rechts ein großer. Der Betonbau ist auch hier (fast) fertig, aber die Verklinkerung bisher nicht über den Sockel hinausgewachsen.



    Abb. 11: Das EG unter den beiden kleineren Giebeln an der Fischstraße. Der große Bogen liegt - wie schon mal beschrieben - leider mittig auf der Grenze zwischen den Giebeln und löst diese unten auf. Der Beirat fand diese aus meiner Sicht kontraproduktive Spielerei leider toll. Zwei einzelne Eingänge mit zwischenliegendem Fallrohr wären da die deutlich bessere Lösung gewesen. Und ich hoffe, dass auch hier die unterschiedlich breiten OG-Fenster noch angeglichen werden.



    Abb. 12: Investorenbau an der Ecke Fischstraße.



    Abb. 13: Interessantes Detail: In der Baulücke Fischstraße 23 ist noch die Abfangung aus Betonbohrpfählen zu sehen. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass diese mittig auf der Grundstücksgrenze liegen, aber offenbar gehören sie vollumfänglich zu Fischstraße 23.



    Abb. 14: Noch einmal der nun unförmige Querstraßenflügel in Richtung Braunstraße.



    Abb. 15: Blck durch ein EG-Fenster in den Querflügel. Hier ist zu sehen, dass das halbe Zwischengeschoss innen offen und zum Innenhof hin tatsächlich befenstert ist. Fragt sich, wozu man hier 5-6m Raumhöhe braucht? Vielleicht wird eine Zwischendecke eingezogen und so die Wohnfläche/Rendite auf Kosten der Straßenansicht maximiert?



    Abb. 16: Einer der schön vorgefertigten Klinker-Rundbögen


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    Fotos vom 26.6.2022 - Teil 1


    Nach knapp 2 Monaten mal wieder eine Fotoserie. Es werden diesmal drei Teile werden. In den beiden ersten gehe ich einmal ausführlich um den Investorenbau herum, der inzwischen weit fortgeschritten ist, um im dritten Teil dann diverse andere Motive zu zeigen.



    Abb. 1: Die Braunstraße mit dem eingerüsteten Investorenbau. Davor mündet links die Einhäuschen-Querstraße ein. Die Verklinkerung ist hier fast bis zur Traufhöhe fortgeschritten. Am noch nicht ganz fertig verklinkerten Fenster im 2. OG ist zu erkennen, dass die im Rohbau sehr stark verbreiterten Eckfenster nun doch noch um einiges "zurückgefahren" werden. Dennoch bleiben sie leider immer noch deutlich breiter als die der anderen Achsen.



    Abb. 2: Das Vorderhaus an der Braunstraße in der Gesamtansicht, etwas weiter in Richtung Querstraße gesehen. Im Ansatz ist hier auch der Riegel an der Querstraße zu sehen, auf den ich gleich noch ausführlich eingehen werde.



    Abb. 3: Fassade an der Braunstraße, oberer Teil. Die Rundbogenfenster ganz oben befinden sich im Giebeldreieck und wirken auf mich bereits im Rohbau ganz angenehm, wenn auch für Giebelfenster bzw. Speicherlukenzitate natürlich viel zu groß. Diese Seite wird aus einem größeren Giebel mit drei Achsen (links) bestehen und einem kleineren mit einer Fensterachse (rechts). Wenn man genau hinsieht sind die Dachschrägen bereits zu erkennen (heller Beton vor hellem Himmel).



    Abb. 4: Gleiche Fassade, aber unterer Teil. Auch hier wurden die zu breiten Fenster links an der Ecke durch die Verklinkerung glücklicherweise wieder deutlich verschmälert, sind aber - wenn ich mich nicht täusche - immer noch ein wenig breiter als die der anderen Achsen. Aber so kann man damit leben.



    Abb. 5: Der rechte, kleinere Giebel an der Braunstraße in der Gesamtansicht. Im Erdgeschoss haben wir leider eine dieser hässlichen unproportionierten "Form-follows-function-Geschichten". Anstatt der linken Tür war ehemals ein großes Fenster geplant. Schade.



    Abb. 6: Der Bau mal von der anderen Seite in Richtung Untertrave gesehen. Im Bereich unterhalb der Querstraße haben wir ein grausliche Mischung aus Neobarock (?) teilerhaltener wilhelminischer Mietskaserne und traufständigem Nachkriegsblock. Zumindest letzterer könnte auch gerne noch mit überplant werden, wird nun aber in der Straßenansicht immerhin größtenteils und erstmals seit seiner Erbauung durch den Neubau verdeckt. Insofern ist die Situation hier schon verbessert.



    Abb.7: Jetzt kommen wir wie oben schon angekündigt zum Gebäuderiegel an der Einhäuschen-Querstraße. Wie bereits auf Abb. 2 zu sehen ist, hat dieser Flügel nun tatsächlich doch noch ein volles erstes Obergeschoss über der hohen geschlossenen Wandfläche bekommen und wird damit deutlich höher als ursprünglich vorgesehen. In den Visualisierungen lag die Oberkante der Fenster im 1. OG auf gleicher Höhe wie beim Haupthaus an der Fischstraße und deren Unterkante auf gleicher Höhe wie bei den Fenstern des 1. OGs des Haupthauses an der Braunstraße (die Querstraße fällt zu Braunstraße hin leicht ab.

    Im nun tatsächlich gebauten Flügel liegt das komplette 1. OG durch die hohe geschlossene Wandfläche über dem EG aber nun ein halbes Geschoss höher. Optisch ist das EG hier nun anstatt niedriger sogar deutlich höher als die EGs an den beiden Haupstraßen, was natürlich gestalterisch völliger Humbug ist. In der Straßenhierarchie müsste es genau umgekehrt sein - und so war es ja auch auf den Visualisierungen vorgesehen. Mir es es völlig schleierhaft, wozu dieses halbe Geschoss zwischen EG und 1. OG eingefügt wurde. Wenn man davon ausgeht, dass die Vorderhäuser die vorgschriebene EG-Höhe von 4,5m aufweisen, müsste das EG in der Querstraße wohl ca. 6m messen! Sieht auch optisch furchtbar unförmig aus. :kopfschuetteln:



    Abb. 8: Die Querstraße etwas weiter in Richtung Fischstraße: Hier sind die beiden Tiefgarageneinfahrten zu sehen Darüber geschätzt 3m geschlossene Wandfläche! Hoffentlich kommen hier wenigstens noch die geplanten Bögen darüber, um das optisch etwas abzumildern.

    Vielleicht ist die Technik der PKW-Aufzüge der Grund für das geschlossene Zwischengeschoss? Aber dafür hätte man ja nicht gleich den kompletten Riegel erhöhen müssen...?



    Abb. 9: Der Anschluss des Querstraßenflügels an das an der Fischstraße liegende Vorderhaus. Bei letzterem stimmen die Proportionen, während der Querstraßenflügel mit dem zusätzlich eingefügten halben "Blindgeschoss" sehr seltsam daneben aussieht. Vielleicht erfahre ich ja irgendwann den Sinn hinter dieser Umplanung... :wie:


    Alle Fotos von mir

    Sanierungen in der Straße "Kleine Altefähre"


    Heute kann ich mal etwas ganz erfreuliches aus Lübeck berichten: Das im Kern gotische (Mitte 14. Jhdt.) Haus Kleine Altefähre 19 wurde saniert. Die Kleine Altefähre ist die nördlichste der von der Straße "An der Untertrave" abzweigenden Straßen ganz im Nordwesten der Altstadtinsel.


    Abb. 1: Das vergleichsweise breite Traufenhaus Kleine Altefähre 19. Zustand vor der Sanierung - sah eigentlich gar nicht so sehr sanierungsbedürftig aus. Foto: Kresspahl/CC-BY-SA 4.0



    Abb. 2: Aktueller Zustand von heute - eine ganz erstaunliche Wandlung! In Lübeck ist schon bei verschiedenen Haussanierungen in den letzten Jahren zu beobachten gewesen, was in der Denkmalpflege leider fast überall immer noch eine Ungeheuerlichkeit ist: Einen älteren Bauzustand wieder sichtbar zu machen. Hier ging es offensichtlich und glücklicherweise. Statt der Überformung vom Anfang des 19. Jahrhunderts ist hier nun wieder viel mehr vom gotischen Ursprungszustand zu sehen, als da wären die glasierten Steinschichten (habe ich so bei Traufhäusern noch nicht gesehen) und die Andeutungen bauzeitlicher Fensteröffnungen im linken Bereich! Ich hatte diesen Zustand schon hinter dem Gerüst gesehen und befürchtet, dass man das wieder übertüncht, aber da das Gerüst nun weg ist, gehe ich davon aus, dass es so bleiben wird. Sehr schön auch die "neuen alten" Fenster im 1. OG und im barocken Zwerchgiebel! Vielleicht kann man ja an den störenden Dachflächenfenstern auch noch etwas ändern...



    Abb. 3: Noch einmal etwas dichter. Ob die unteren Flügel der EG-Fenster ebenfalls noch unterteilt werden, weiß ich nicht. Zu wünschen wäre es jedenfalls.



    Abb. 4: Fassadendetail mit Teilen der gotischen Fensteröffnungen. Im Sockelbereich ist die Sanierung wohl stellenweise noch nicht abgeschlossen. Dieser war zuvor mit fürchterlichen Kacheln gefliest, die zum Glück entfernt wurden.



    Abb. 5: Mittelteil, Portal mit schöner Zopfstil-Eingangstür und Zwerchgiebel.



    Abb. 6: Das Haus zusammen mit der Straße Kleine Altefähre in Gegenrichtung (Richtung Südost). Links zu sehen das gotische Beichthaus des bedeutenden Lübecker Burgklosters, das heute (leider) zum Europäischen Hansemuseum gehört. Auch diese Fassade wurde gerade saniert. Da das die Wetterseite ist, wies diese - im Gegensatz zum Haus Nr. 19 zuvor erhebliche Schäden auf.

    Kleine Zusatzinfo: Vor dem hinten zu sehenden hellen Haus führt die Burgtreppe den Burghügel hinauf. Oben angekommen, steht man direkt vor dem 2017 abgebrannten gotischen Haus Hinter der Burg 15. Hier hat sich leider immer noch nichts weiter getan. Es ist und bleibt ein Trauerspiel!



    Abb. 7: Die Kleine Altefähre weist noch enorm viel alte und bedeutende Bausubstanz auf! Hoffentlich bekommt die Straße bald das dafür angemessene historische Kopfsteinpflaster wieder. Ich meine, das müsste sogar noch unter der Asphaltschicht liegen.



    Abb. 8: Sanierte Westfassade des Beichthauses.



    Abb. 9: Rechts neben dem Beichthaus ist die imposante Stützmauer zu sehen, die den Burghügel befestigt. Dahinter die oben bereits erwähnte
    Burgtreppe.



    Abb. 10: Sanierte Beichthausfassade im Detail. Sieht aus wie neu. Leider hat man aber die Gelgenheit ausgelassen, die schwarzen Glasursteinschichten wieder zu vervollständigen. Offenbar wurden glasierte Ziegel nur dort eingesetzt, wo vorher auch noch welche da waren, denn schon bei früheren Sanierungen waren leider keine glasierten Steine mehr verwendet worden. Das ist für mich ein Festhalten an einem falschen Zustand, zumal doch anhand der noch vorhandenen Reste genau zu erkennen ist, wo glasierte Steine hingehört hätten. Schade.


    Fotos von mir, sofern nicht anders angegeben

    Fotos vom 01.05.2022


    Hier kommt das letztes Mal angekündigte Update zum Investorenbau an der Einhäuschen-Querstraße:


    Abb. 1: Die Ecke an der Braunstraße. Mit der Oberkante des 2. OGs ist zugleich die Traufhöhe erreicht. Hier sieht man bereits eine der von mir erwähnten Verschlechterungen des Urspungsentwurfs: Die beiden Fensterachsen an der Ecke sind "plötzlich" breiter ausgeführt worden als die restlichen. Dadurch wird die Ecke betont, was aber den Vorgaben des Gestaltungsleitfadens widerspricht, der eine Betonung der Fassadenmitte vorsieht! Bei vielen anderen Fassaden wurde vom GBR peinlichst darauf geachtet und dementsprechende Veränderungen "angeordnet", aber hier scheint das nun auf einmal egal zu sein? Ich hoffe ja noch, dass das nur statische Gründe hat und die Fenster noch auf die Breite der anderen verkleinert werden, befürchte aber, dass es so bleiben wird.



    Abb. 2: An der Braunstraße wurde mit der Verklinkerung begonnen. Im EG sollen einige Flächen in einer relativ willkürlichen Form geschlämmt werden - wenn man sich das nicht auch noch anders überlegt hat.



    Abb. 3: Eingang an der Braunstraße im Detail. Die Rundbögen wurden vorgefertigt geliefert - siehe meinen vorigen Beitrag.



    Abb. 4: Ansicht an der Einhäuschen-Querstraße Richtung Braunstraße. Hier sehen wir eine weitere und viel erheblichere "Verschlimmbesserung" des Urspungsentwurfs: Oberhalb des EGs sieht man über die komplette Breite und fast eine volle Geschosshöhe nur geschlossene Wandfläche!!! Wo sind denn die Fenster hingekommen? Ich kann mir nur vorstellen, dass der Entwurf zu hoch war und man das 1. OG und das DG zusammenfassen musste. Ich vermute, dass das hier die Traufhöhe ist und die Fenster in die Dachfläche kommen. Das wird furchtbar unproportioniert und bunkerartig wirken. Wie kann man so etwas machen, zumal die Visualisierung aus dem Wettbewerb eine einigermaßen ansprechende Front mit akzeptablen kleinen Gauben zeigte? Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. :kopfschuetteln:



    Abb. 5: Der Bereich in der Querstraße noch einmal frontal.



    Abb. 6: Und noch einmal Richtung Fischstraße. Die geschlossene Wand im 1. OG zieht sich tatsächlich über die komplette Querstraße. Ganz links sind die Tiefgarageneinfahrten zu sehen. Da diese niedriger sind als die sonstigen Türen und Fenster im EG, wirkt die fensterlose Wand darüber noch massiver.



    Abb. 7: Fassadendetail an der Fischstraße. Der große über die "Teilfassadengrenze" gehende Rundbogen ist ausgeschalt worden. Die Wand in der Mitte zeigt die Trennung der beiden Gebäudeteile an. Diese im EG aufzulösen finde ich nach wie vor sehr seltsam und "unschön". Genauso wie das breitere Fenser oben links.



    Abb. 8: Gesamtansicht an der Fischstraße. Auch hier ist die Traufhöhe erreicht. Und auch hierist die Fensterachse an der Ecke leider verbreitert worden.



    Zum Abschluss noch zwei andere Häuser


    Abb. 9: Fischstraße 20. Das EG ist inzwischen verklinkert, und die OGs haben ihre Dämmung erhalten, auf die dann der Putz aufgetragen werden wird.



    Abb. 10: Alfstraße 25: Die noch fehlenden Gitter wurden inzwischen angebracht.


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    Gestern (21.4.2022) berichteten die Lübecker Nachrichten kurz über das Gründungsviertel


    Link zum Artikel

    Leider wie immer hinter der Bezahlschranke, aber das aktuelle, vom Petrikirchturm aufgenommene Bild ist zu sehen und sehr interessant. Jetzt stört hier nur noch der Wohnblock in der oberen Alfstraße...


    Infos aus dem relativ kurzen Text:

    - Die noch freien Grundstücke sollen in den nächsten Monaten verkauft werden

    - Baubeginn soll auf diesen noch in 2022 sein

    - Die Glintmauern (Grundstückstrennmauern) sind weit fortgeschritten

    - Die Straßenoberflächen sollen von 2023 bis 2025 erneuert werden (war eigentlich schon für 2020 vorgesehen)



    Als Zugabe noch eine kurze Fotoserie von heute (22.4.2022):


    Abb. 1: Investorenbau: Die vorgefertigten Rundbögen wurden geliefert. Leider musste ich beobachten, dass es insbesondere in der Einhäuschen-Querstraße doch ganz deutliche Abweichungen von den bisher bekannten Visualisierungen gibt, die nicht gerade als Verbesserungen zu bezeichnen sind. Ich hatte das ja schon befürchtet, da ich vor längerer Zeit einmal irgendwo einen offenbar überarbeiteten Entwurf gesehen hatte, den ich jedoch nicht wiederfinde. Weitere Bilder zum Investorenbau zeige ich demnächst - wollte heute keine machen, da dort gearbeitet wurde und die Arbeiter oft schnell gereizt sind, wenn man fotografiert...



    Abb. 2: Fischstraße 11. Das Gerüst ist endlich weg. Eines der besseren Spitzgiebelhäuser wie ich finde. Trotzdem ist die fehlende Giebelgestaltung ärgerlich - insbesondere hier, da die Brandwand des deutlich höheren Nachbarhauses Nr. 7-9 auf einer Höhe von eineinhalb Stockwerken von der Straße aus zu sehen ist. Das hätte mit Giebelstaffeln bei Nr. 11 leicht vermieden werden können (siehe Beispiel Nr. 13 rechts daneben). Aber dafür hätte es einer Ensembleplanung bedurft. Die gab es aber leider nur rudimentär und wohl auch nur anfangs zeitweise in Bezug auf die Fassaden-/Steinfarben nebeneinanderstehender Häuser.



    Abb. 3: Fischstraße 11 und 13



    Abb. 4: Fischstraße 11-21. In die zu sehende Baulücke Nr. 15 soll, wenn es bei dem im GBR vorgestellten Entwurf bleibt, leider auch ein langweiliger Spitzgiebel kommen. Da sich das so lange hinzieht, habe die Hoffnung aber noch nicht ganz aufgegeben, dass hier eventuell ein neuer Bauherr mit einem besseren Entwurf kommt...



    Abb. 5: Die auf den historischen Parzellengrenzen stehenden Glintmauern im Innenhof zwischen Fisch- und Alfstraße.



    Abb. 6: Als Bonusbild - unabhängig vom Strangthema :wink: - habe ich eine Panorama-Ansicht vom "Malerwinkel" an der Obertrave gemacht. Das ist ja nun endlich wieder schöner möglich, da die Gerüste an St. Marien nach fast einem Jahrzehnt gefallen sind. Leider werden demnächst aber die Domtürme rechts für eine fast ebensolange Sanierung eingerüstet werden.


    Alle Fotos von mir

    ^ Da ruht der See leider immer noch still. Seit Weihnachten 2020 (!) habe ich keinen Baufortschritt mehr gesehen - ich war vor ca. 4 Wochen da und habe nachgesehen. Der Status ist, dass EG-Wände und -Decke drin sind. Im 1.OG wurden auch schon ein paar Wände gezogen, und offenbar ein paar Stahlträger als Vorbereitung für die Decke des 1. OGs eingezogen. Danach passierte seit nun gut eineinviertel Jahren nichts mehr. Es wirklich zum Heulen mit diesem Eigentümer, der ja schon vor dem Brand ca. 10 Jahre an dem Haus "herumsaniert" hat. Ich weiß auch nicht, was da los ist, zumal nach dem, was man lesen konnte, die Versicherung nach dem Brand gezahlt hatte und das Geld eigentlich da sein müsste. Es hätte zumindest für mehr als ein paar Wände reichen müssen... :kopfschuetteln:

    Leider wieder ein Brand in der Lübecker Altstadt. :weinenstroemen:


    Diesmal hat es das Haus Düstere Querstraße 8 im Domviertel getroffen. Ausgerechnet eines der wenigen Häuser (ich glaube, es sind sogar nur zwei), die in dieser Straße unter Denkmalschutz stehen. Es handelt sich um ein typisches traufständiges Querstraßenhaus aus der Renaissance, der Zwerchgiebel weist eine barocke Form auf.


    Berichte mit Bildern:
    - HL-Live (frei zugänglich)

    - LN-Online (Bezahlschranke, Bild ist aber zu sehen)


    Da die Feuerwehr 8 Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt war, wird zumindest innen nicht mehr viel übrig sein. Ich hoffe sehr, dass die Fassade erhalten bleibt und das Haus in der historischen Kubatur wiederhergestellt wird.