Nürnberg - Rekonstruktion des Pellerhauses

  • Rastrelli


    Schön gesagt! Ich finde überhaupt, dass die Politik viel mehr weg von irgendwelchen Elfenbeinturmideologien gehen soll und so ein wunderbares Projekt wie die Rekonstruktion des Pellerhofes erweitert den kulturellen Horizont immens und führt die verschiedensten Menschen zusammen und vereint sie! Solche Projekte sind viel mehr als herkömmliche Bauvorhaben. Solche Projekte versöhnen, stiften Identität mit der eigenen Stadt/Region/Mitbürgern, obendrein unterstützen sie den örtlichen Mittelstand und bringen Besucher und Gäste - eine win-win-win Situation! Das beste Beispiel ist der Dresdner Neumarkt und alle seine Nachfolger (Frankfurt, Potsdam et cetera)! Möge Nürnberg hier nicht den Anschluss verpassen und den Provinzmief endlich auch versuchen abzuschütteln ;-).


    Mögen die FW hoffentlich eine breite Unterstützung in N erhalten!

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Gerade Nürnberg wäre für Rekonstruktionen prädestiniert, die Dachlandschaft ist toll, die Straßenführung, meinem Eindruck nach sehr original verblieben.

    Wie schön wäre es das Topplerhaus zu sehen, der Hauptmarkt rekonstruiert, Bratwurstglöckle… wunderbar !!

  • Ja, Nürnberg ist hier sicherlich ein ganz heißer Kandidat für umfassende Rekonstruktionsprojekte! Ein Glück, dass die Nachkriegsgebäude zu einem Gutteil auf dem überlieferten Stadtgrundriss gebaut wurden!


    Früher oder später wird der (Attraktivitätssteigerungs-)Zug auch in Nürnberg Halt machen, das ist man der Geschichte und Bedeutung dieser einstigen Freien Reichsstadt einfach schuldig. Ohne die Altstadtfreunde wäre das - subjektiv - ohnedies nicht besonders schöne Nürnberg noch viel trostloser als es heutzutage leider ist. Es ist besonders schade, dass Nürnberg nicht den Weg des zur Hälfte zerstörten Rothenburg a. d. Tauber beim Wiederaufbau ging. Der Vergleich macht einen sicher.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Heute lässt sich Stadtratskandidat Michael Bengl für die CSU mit einem Bild des Pellerhauses in der NZ ablichten, für dessen Wiederaufbau er sich engagiert! Michael Bengl ist auch Altstadtfreunde-Mitglied und zeichnet sich dadurch finde ich besonders aus als Fürsprecher einer zukunftsgerichteten Altstadt-Baukultur. Somit bietet die CSU durchaus Alternativen an, bei denen man in 14 Tagen Kreuzchen setzen darf.

  • In wenigen Tagen ist in Nürnberg Kommunalwahl. Ich habe versucht im Netz zu den jeweiligen Parteien eine Positionierung zum Pellerhaus zu finden, was aber nicht einfach war.


    Während wir über CSU und Freie Wähler schon diskutiert haben, habe ich bei FDP, Linke und Grüne keine Positionierung zum Pellerhaus gefunden. Die SPD hat im Jahr 2016 zum Pellerhaus eine Positionierung abgegeben und den Beitrag hat Thorsten Brehm (SPD) verfasst. Ich möchte keine Wahlempfehlung abgeben aber jeder Nürnberg hier im Forum sollte darüber nachdenken, bei welcher Partei die Interessen des Pellerhaus am besten vertreten sind und dort am 15.03.2020 sein Kreuzchen machen.


    http://www.rathausplatz2.de/?p=1972

    (Quelle: Blog aus dem Nürnberger Rathaus, SPD)

  • SPD halt...aber in spätestens 2 Legislaturperioden sind die vermutlich eh bundesweit unter 5%. Dann muss man Herrn Brehm halt seine eigenen Worte unter die Nase halten, falls er dann eine Rekonstruktion seiner Partei in Erwägung ziehe :cool:. Der seelige Helmut Schmidt rotiert im Grab.

    „Dekoration ist der wichtigste Teil der Architektur“ (Sir William Scott)

  • Laß sich mal FW und CSU in ihrem Vorhaben durchsetzen, was meinst wohl wie schnell die Genossen das dann als ihre Idee verkaufen - ist in München bereits ein Volkssport der SPD Fraktion.....ich sag nur ein Beispiel; Erhalt des Wiener Platzes. Nach dem ursprünglichen Willen der SPD Fraktion hätte dieser EU gerecht Verkastelt werden sollen, nachdem sich die CSU Fraktion für den originalen Erhalt durchgesetzt hatte, waren die plötzlich schon viel früher dafür ihn zu erhalten.

    Wenn es zur Rekonstruktion des Pellerhauses kommt, werden wohl die Genossen auch wieder ja schon immer und noch viel früher dafür gewesen sein :N::lachentuerkis:

  • Vielleicht mag ihn mal jemand anschreiben oder wir setzen hier gemeinsam ein Schreiben auf? 🙂

  • Da laufen schon Gespräche, die Wege in Nürnberg sind kurz.


    In einem der Newsletter der Altstadtfreunde wurde über den Baufortschritt im Pellerhof berichtet, und auch beschrieben, dass die Modalitäten der künftigen Nutzung des Renaissancehofes nicht geklärt sind. Unter diesen Voraussetzungen ist natürlich die Motivation, den Hof zuende zu bauen, nicht mehr so groß. Immerhin fehlen nun noch Türen, Fußböden und Haustechnik usw. Also der Gesprächsfaden zur Stadt ist ohnehin vorhanden, zwangsweise.

  • Was ist dazu zu sagen? Kommentar von "fan aus Brüssel" zu obigem Nordbayern.-Artikel:


    Quote

    Rekonstruktion des historischen Innenhofs durch die Altstadtfreunde komplett aus Spendengeldern: 5 Mio. Euro. Sanierung des 50er-Jahre-Vorderhauses durch die Stadt Nürnberg mit Steuerzahler-Geldern: 35 Mio. Euro.

    Muss man noch mehr dazu sagen?

    Trifft das zu?

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • interessant, da stellvertretend für Kritiker der Altstadtfreparatur, finde ich folgenden Leserkommentar:


    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)

  • Der Kommentar von "MeggaMaggus" ist in meinen Augen nur nachgeplapperte Allgemeinkritik an den Altstadtfreunden.

    Das was Jahn damals am Augustinerhof geplant hatte war strukturell vergleichbar mit dem Einkaufscenter Maximum am Kornmarkt, oder dem City-Point. Der City-Point wird aktuell für den Abriss vorbereitet und das Maximum quält sich seit Jahrzehnten an der Grenze der Rentabilität, der Abriss wurde hierfür vor wenigen Jahren mal diskutiert, ist aber erstmal vom Tisch. Sprich, wir haben hier ein Beispiel für die Glorifizierung eines gescheiterten Entwurfs, von dem keineswegs gesichert ist dass er ohne Altstadtfreunde überhaupt realisiert worden wäre oder wenn doch, ob er bis heute erfolgreich wäre. Die Zeiten haben sich seit den 1990'ern doch rasant verändert.


    Ganz im gegenteil, ich finde es eher verstörend, wenn sich Nürnberger offenbar nicht mit ihrer Altstadt anfreunden können und stattdessen ein Frankfurt am Main herwünschen, oder ein Chicago. Da würde ich sagen "Thema verfehlt, Kernaussage nicht verstanden".


    Zum Pellerhaus: Ich würde da mal abwarten, ob die Stadt in Kürze tatsächlich noch im Stande sein wird, 35 Mio für eine Sanierung am Egidienberg aufzubringen. Ich glaube nicht dass das unter den Top-Prioritäten bleiben kann, da stehen Volksbad, Konzerthaus, Opernhaussanierung usw. weiter oben auf der Liste. Meine Meinung.

  • Warum sollten Stadtverwalter die Stadt möglichst hässlich halten.? Was nutzt das? Finde Nürnberg noch immer schön, obwohl wie das Pellerhaus viel mehr einst so prägende Bauten rekonstruiert werden sollten. Die mittelmässige Wiederaufbau soll ersetzt werden von hochwürdige und viel mehr historisierende Bauten mit möglichts vielen Details. Dann entsteht wieder ein hochwertige Alltstadt, Nürnberg würdig.

  • interessant, da stellvertretend für Kritiker der Altstadtfreparatur, finde ich folgenden Leserkommentar:

    Soeben stelle ich fest, dass ich auf den obigen Beitrag einen "Verwirrt-Smiley" bekommen habe.


    Daher zur Klarstellung: der von mir hineinkopierte Leserkommentar von nordbayern.de entspricht überhaupt nicht meiner Auffassung zu den Altstadtfreunden oder zu etwaigen Reko-Projekten in Nürnberg.


    Ich fand diesen Beitrag einfach passend, um die "Gegenseite" darzustellen.

    "Wenn wir die ehemalige Schönheit der Stadt mit der heutigen Gemeinheit verrechnen, kommen wir, so die Bilanz, aufs direkteste in den Schwachsinn." (E.H.)