Posts by Maßwerk

    Alles in allem ist es trotz teilweise hochwerigerer Materialien eine unwirtliche, monotone Aneinanderreihung von Gebäuden.


    Etwas Charme entwickelt das Gelände immerhin zum Wasser hin (z.B. auch seitlich zum Kanal, kann bei Gelegenheit mal ein Bild hochladen). Das liegt aber vermutlich mehr am Wasser im Zusammenspiel als an den Fassaden an sich.


    Ich würde dort im Innenbereich niemals wohnen wollen.

    Bochum hatte nach dem Krieg einen konsequenteren Wiederaufbauplan als Dortmund und Essen. Die Innenstadt wurde recht einheitlich mit zueinander passenden Gebäuden im typischen 50er-Jahre-Stil aufgebaut, was sich in einem harmonischeren Gesamteindruck niederschlägt. Leider hatte man in den 00er Jahren wenig Bewusstsein dafür, so dass einige herausragende Gebäude dieser Zeit bereits wieder entsorgt und z.T. durch ziemliche Ungetüme ersetzt wurden, z.B. das Stadtbad, wo es jetzt so aussieht.

    Solange es immer noch so viele Menschen gibt, die im Winter ihre Fenster auf Dauerkipplüftung stellen, kann das sowieso nix werden: Energieverbrauch 800 Watt pro Kippfenster bei 20° Temperaturunterschied, also bis zu 20 kWh pro Tag und Fenster. Hier anzusetzen würde wirklich was bringen. Z.B. durch Aufklärung oder indem die Heizung automatisch abgeschaltet wird, wenn man das Fenster darüber öffnet.


    Quelle z.B. hier (ich hatte noch eine bessere, in der das genau ausgerechnet wird, finde sie aber gerade nicht).

    Die alte Brücke passt ja auch stilistisch viel besser. Da würde mich das auch nicht stören. Aber die Betonbrücke, deren historischer Umbau wünschenswert, aber nicht realistisch ist, passt nun wie die Faust aufs Auge. Da tut etwas Abstand gut.

    Der Wiederaufbau wäre natürlich super. Spontan denke ich fast, dass (wenn man schon aufstocken muss) ein Staffelgeschoss mit Schrägdach hier besser aussehen müsste als das projektierte etwas überhöhte Mansarddach, auch wenn das hier sonst eher unbeliebt ist -- die alten Ansichten sehen doch sehr nach (fast) Flachdach aus.


    Die Nähe zur Betonbrücke nimmt dem Gebäude etwas die Wirkung, die es verdienen würde. Hier könnte ich mir tatsächlich auch vorstellen, das Gebäude ein paar Meter zu verschieben.

    Für mich haben sich die Kaufhäuser in dem Moment erledigt, in dem sie den Anspruch aufgegeben haben, dass man dort (im Prinzip) alles kaufen kann, und stattdessen umgestiegen sind auf ausgewählte Produkte, insbesondere für den Spontankauf, und auf Sortierung nicht nach Warengruppen, sondern nach Marken.


    Der letzte Versuch meinerseits ist schon mehr als 5 Jahre her. Ich war auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für meine Kinder, und besuchte wie so oft die bis dahin gut sortierte Spielwarenabteilung des KaDeWe. Musste dann die oben beschriebene Verwandlung feststellen, und habe daher unverrichteter Dinge das Haus wieder verlassen müssen. Seitdem habe ich es nicht wieder betreten und bin auf den Onlinekauf umgestiegen.


    Im Einzel-Fachhandel sieht es leider nicht viel besser aus. Wenn man sich nicht weitgehend darauf verlassen kann, den anvisierten Produktwunsch auch erfüllt zu bekommen, macht es keinen Spaß mehr, Läden aufzusuchen.

    Wäre denn ein praktizierender Architekt so leicht zu finden, der es schafft, hier die Details strukturell zu verbessern, anstatt nur zu vereinfachen?

    So weit ich weiß, liegen am alten Standort vor dem Schloss insbesondere noch andere Leitungen im Boden, die erst verlegt werden müssten.


    Im übrigen, falls eine Umsetzung partout nicht durchsetzbar ist, könnte ich als Zwischenschritt sogar gut damit leben, wenn man am alten Standort nur die Schale in den Originalmaßen rekonstruiert, und dann eine einfache Fontäne hinseinsetzt. Über eine Umsetzung könnte dann die nächste Generation neu entscheiden.