Posts by Maßwerk

    Für mich haben sich die Kaufhäuser in dem Moment erledigt, in dem sie den Anspruch aufgegeben haben, dass man dort (im Prinzip) alles kaufen kann, und stattdessen umgestiegen sind auf ausgewählte Produkte, insbesondere für den Spontankauf, und auf Sortierung nicht nach Warengruppen, sondern nach Marken.


    Der letzte Versuch meinerseits ist schon mehr als 5 Jahre her. Ich war auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für meine Kinder, und besuchte wie so oft die bis dahin gut sortierte Spielwarenabteilung des KaDeWe. Musste dann die oben beschriebene Verwandlung feststellen, und habe daher unverrichteter Dinge das Haus wieder verlassen müssen. Seitdem habe ich es nicht wieder betreten und bin auf den Onlinekauf umgestiegen.


    Im Einzel-Fachhandel sieht es leider nicht viel besser aus. Wenn man sich nicht weitgehend darauf verlassen kann, den anvisierten Produktwunsch auch erfüllt zu bekommen, macht es keinen Spaß mehr, Läden aufzusuchen.

    Wäre denn ein praktizierender Architekt so leicht zu finden, der es schafft, hier die Details strukturell zu verbessern, anstatt nur zu vereinfachen?

    So weit ich weiß, liegen am alten Standort vor dem Schloss insbesondere noch andere Leitungen im Boden, die erst verlegt werden müssten.


    Im übrigen, falls eine Umsetzung partout nicht durchsetzbar ist, könnte ich als Zwischenschritt sogar gut damit leben, wenn man am alten Standort nur die Schale in den Originalmaßen rekonstruiert, und dann eine einfache Fontäne hinseinsetzt. Über eine Umsetzung könnte dann die nächste Generation neu entscheiden.

    um das Thema Ulbricht vs. Honecker zu präzisieren, unter Ulbricht waren es doch wohl eher Abrisse aus ideologischen Gründen, und es traf damit vor allem Kirchen, Schlösser und Herrenhäuser, neben der Idee vom sozialistischen Neuaufbau ganzer Städte, während unter Honecker das historische Erbe an sich höhere Wertschätzung von oben bekam, in vielen Städten aber der Verfall aufgrund Geld- und Materialmangel fortschritt, und man sich statt zu restaurieren lieber immer noch der Idee vom industriellen (und damit vorgeblich effektiveren) Bauen verschrieb.

    Das Problem der ungleich hohen Ecktürme kann man im Grunde einfach lösen: man müsste nur die spreeseitigen Türme mit Laternen ähnlich der historischen Lösung aufstocken. Hier mal 2 Vergleichsbilder, wegen der Einheitlichkeit im Stil der existierenden Aufsätze:


    So sieht es derzeit aus:

    Berliner Dom original


    So sähe es aus mit erhöhten Turmaufsätzen zur Spree hin:

    Berliner Dom mit Laternen


    (eigenes Foto, eigene Bearbeitung)

    Der wichtigste Satz in diesem Artikel (hoffe das ist als Zitat ok):


    >> Menschen wollen – völlig zu Recht – sich in Architektur und Stadt auch wohlfühlen, sie nach ihren Bedürfnissen nutzen, und Gebäude schön finden. <<

    Die Denkmalbehörden haben leider nicht den Anspruch, die Interessen der Mehrheit oder einer Idee von Schönheit zu vertreten, sondern die Interessen eines abstrakten Kunstgeschichtsbegriffes (welchen sie ob ihrer gefühlten Expertise selbst definieren). Geschützt wird das, was sie als besonders einzigartig oder besonders typisch für eine Epoche beurteilen, je nach Gusto.


    Im übrigen finde ich die Hamburger Beispiele von den zuletzt angeführten eindeutig als die schlimmsten ...

    Tobias_HH: zu der Fensterteilung, da braucht man keine Sorgen zu haben, denke ich. Die Fenster liegen doch ganz oft in einer anderen Ebene als der Rest der Fassade, und bei einem Gründerzeitler wirkt es trotzdem völlig logisch, dass die Fensterteilung genauso mittig und symmetrisch ist wie die Verzierung mit dem Giebel um das Fenster herum, die 40 cm weiter vorne liegt.