Posts by nothor

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    Du siehst die Komplexität des Problems. Die Altstadtfreunde würden das Schwarze Pellerhaus als Fassade tatsächlich rekonstruieren, das entspricht ja auch ihrer Satzung. Um das Mayerhaus geht es dabei ja garnicht. Aber man sieht sofort, dass dieser Vorschlag der Stadtverwaltung auch von den Verfechtern des Mayerbaus abgelehnt wird. Und das ist sicherlich nicht ganz unberechtigt, würde man doch Besuchern später erklären müssen, dass nicht das rekonstruierte Renaissancegebäude "Schwarzes Pellerhaus" das Pellerhaus sei, sondern das Lagerhaus daneben. Eine städtebaulich witzige Situation.


    Wenn ich dem Mayerhaus aber nun eine moderne Krücke daneben stelle, gewollt als "Bruch" gestaltet aus Glas und Stahl, dann habe ich den Mayerbau auch entwertet, weil er so eben nicht mehr wirken kann, soweit man hier überhaupt eine attraktive Wirkung erkannt haben will. Dieser Erschließungsbau übrigens erfordert natürlich Durchbrüche im noch erhaltenen Erdgeschoss des Pellerhauses und auf den oberen etagen (Deckenhöhen ca. 2,20 m). Und wenn er zugleich auch den Hof erschließen soll (Deckenhöhe 4 m) wird daraus ein wirklich sehr merkwürdiges konstrukt, vermutlich ein aus zwei Stiegen zusammengesetztes Treppenhaus mit mehreren Fahrstühlen usw. Also mir fehlt es an Vorstellungskraft, wie das charmant eingefügt werden kann.


    Und zuletzt, die Forderung der Bevölkerung nach einem Pocket-Park erschwert die Bebauung des Grundstücks "Schwarzes Pellerhaus" zusätzlich. Wenn man dort die Erschließung des Museums und durch den Lift auch die Anlieferung und An/Abfahrt situiert, dann ist der "Pocket-Park" für die Katz.


    Am Ende bleibt irgendwie nur die Rekonstruktion des Pellerhauses, wie ihn die Altstadtfreunde vorgeschlagen haben, als Lösung. Nur sie lässt den Park so zu wie er aktuell geplant ist, macht die Erschließung des Hofes sowie des Haupthauses möglich, bindet auch den Treppenturm wieder ein und stellt für Passanten am Platz klar, was man hier vorfindet. Und: Hier wäre die Finanzierung im Grunde bereits gesichert.


    Mit dem rekonstruierten schwarzen Pellerhaus kann ich aber auch leben. Auch so kommt die ehemalige Bedeutung des Platzes ein Stück weit zurück.

    Ich fand es nur erstaunlich, dass die Architekten von "Pro Pellerhaus" sich nicht für die ehemalige Hauptpost am Hauptbahnhof eingesetzt haben. Auch das war ein Bau aus den 30er Jahren. Dieser Bau wurde nun aber abgerissen und gegen ein Hotel mit Rasterfassade und großen Fenstern ersetzt.

    Das ist so nicht ganz richtig, es gab eine Initiative, die sich für den Erhalt der Hauptpost eingesetzt hatte. Allerdings hatte man da die Stadt und die Politik geschlossen gegen sich (man wollte den Investor unbedingt halten). Die offizielle Denkmalpflege wurde mundtot gemacht. In Nürnberg finden sich im Prinzip zu jedem Bauvorhaben andere Inititativen zusammen mit unterschiedlichsten Konstellationen, die sich beim nächsten Projekt wieder ganz anders gegenüber stehen.


    Das mit dem Schwarzen Pellerhaus finde ich auch super spannend. Eigentlich würde alles, was man links neben das Mayerhaus stellt, dies entwerten. Ob es nun ein Stahlskellet mit Lift und Treppen ist, eine historische Reko oder ein qualitätvoller Neubau, alles wäre vermutlich schöner und interessanter als der Mayer-Magazinbau. Ein Dilemma. Außerdem steht die Stadt aktuell auf dem Standpunkt, einen Erschließungsbau nicht finanzieren zu können/wollen. Ich bin gespannt, wie man das lösen will.

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    Ja stimmt, ich glaube je weiter man nach Westen kommt, desto schlimmer wird es. Köln, Stuttgart, in meinen Augen verlorene Städte. Und leider Vorbild für Nürnberg. Ich dachte eher an Leipzig, Halle, Erfurt, aber auch Augsburg oder Regensburg.

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    In vielen Städten, v.a. in den "neuen Bundesländern" braucht es Altstadtfreunde garnicht, weil die Stadtverwaltung und Ämter selbst in der Lage sind, die Weichen richtig zu stellen. Die Altstadtfreunde Nürnberg sind der logische Gegenpol zu einer Lokalpolitik, die die Geschichte der Stadt ablehnt und sie, beginnend mit allem Gebauten, ändern will. Seit Mitte der 1950'er schon. Dabei wäre es so einfach....

    Deutschland ist fest im Würgegriff der Autoindustrie. Es wird sich einst herausstellen, dass die Rücksichtnahme und Förderung der konventionellen Autoindustrie kein Standortfaktor und Wohlstandsgarant war, sondern der Schlüssel zum Abstieg unseres Landes im 21. Jahrhundert.


    Warum hat es noch nie eine Prämie für die Anschaffung von Computern z.B. für Schüler oder die Digitalisierung von Schulen oder öffentlichen Einrichtungen gegeben? Ganz einfach, weil das ganze Zeugs importiert wird. Es würden v.a. ausländische Hersteller profitieren. Die hiesige Computerindustrie hatte sich in der Zeit nach 2000 selbst abgewickelt. Auch Waschmaschinen oder Kühlschränke stammen nicht mehr aus Deutschland. Eien Abwrackprämie dafür Fehlanzeige. Stattdessen kommt immer wieder eine Autoprämie ins Gespräch. Solange das so ist wird da nichts passieren, bleiben alle lokalpolitischen Anstrengungen, das Auto entbehrlich zu machen, hilflos.

    Das schwarze Pellerhaus zu rekonstruieren, ohne das "echte" Pellerhaus wieder zu rekonstruieren, erscheint mir auch seltsam. Das ist als würde man sich in der Adresse vertun. Rekonstruktionen sind ja schon das höchste in der Architektur, die 1:1 Kopie eines herausragenden Originals. Warum sollte man sich eine solche Mühe machen mit einem Nebengebäude. Jeder würde fragen, warum man denn nicht das "Echte" pellerhaus rekonstruiert habe. Als würde man jemandem, der sein Bein verloren hat, einen neuen Fuß spendieren, aber das Bein vergessen.

    Das Problem ist der Denkmalschutzstatus des Bestands. Würde es ein Gesetz erlauben, dass man per Verwaltungsbescheid den Himmel als "grün" beschreibt, man würde es so in allen Veröffentlichungen der Stadt finden, auch wenn alle wissen dass das Quatsch ist.

    Wenn ich mir außerdem vergegenwärtige, dass das Germanische Nationalmuseum, eine der bedeutendsten kommunalen Kunstsammlungen überhaupt, aktuell Millionen in ein Tiefdepot investiert, weil man dort einfach wesentlich günstigere klimatische Bedingungen für ein Kunstarchiv vorfindet, erscheint mir die Vorstellung, ein Spielearchiv im Bücherturm einzurichten, fast absurd. Die Gebäudeteile des GNM aus derselben Bauzeit von Sep Ruf werden gerade aufwändig saniert und so hergerichtet, dass sie klimatisch für den Museumsbetrieb nutzbar werden. Hauptproblem sind die riesigen Fensterflächen, die viel UV-Licht und Wärme in die Räume lassen. Wer im Sommer mal im GNM war und die dortigen Sammlungen (Volkskunst, Musikinstrumente etc.) angesehen hat weiß was ich meine. Und der Bücherturm mit seiner nach Süden ausgerichteten Glasfassade fängt die Sonnenwärme ein wie ein Gewächshaus. Das Tonnengewölbedach erlaubt dann auch keinen Aufbau von Klimageräten. Die könnte man im obersten Geschoss unterbringen, allerdings fiele damit der einzige Schauraum des Bücherturms weg und würde zu einem Maschinenraum. Die Problematik, im ganzen Haus keinen Aufzug zu haben, ist ebenso ungelöst. Will man dazu etwa die Gewölbedecke der Eingangshalle aufbrechen um einen Aufzugsschacht einzustemmen? Egal was man hier macht, man hat am Ende ein vermurkstes Gewurschtel aus Elementen der Renaissance, der 1950'er Jahre und heutige Technik-und Erschließungskonstruktionen. Nichts davon könnte wirken, nichts davon wäre überzeugend finde ich.


    Der einzige Weg diesem Desaster aus dem Weg zu gehen ist die Reko des Pellerhauses mit Sanierung des Imhoffhauses. Der Hof wäre wieder sinnvoll angeschlossen, ebenso der Renaissance-Treppenturm (der viel zu wenig gewürdigt wird finde ich) und die Fluchtwegeproblematik der Hofarkaden ist damit gelöst. Das Imhoffhaus würde dabei selbständig mit nur minimalsten Veränderungen (es braucht nur eine Eingangstüre, mehr nicht) und käme auch als Begriff wieder zurück ins Stadtbild.


    Der Treppenturm, der, weil Sackgasse, kaum beachtet wird. Die Treppe führt nirgendwo hin:


    [img=https://abload.de/thumb/img_9787lzso0.jpg]


    [img=https://abload.de/thumb/img_979798swd.jpg]


    [img=https://abload.de/thumb/img_9793jqs6b.jpg]


    Und das schwarze Pellerhaus ist nochmal eine ganz andere Nummer in dem ganzen.

    So ist es. Bespielt, also mit Leben gefüllt, wird das Haus des Spiels durch den Verein "Ali Baba Spieleclub e.V.", die aber m.W.n. nie Anspruch auf das Pellerhaus-Imhoffhaus-Projekt erhoben haben. Sie hatten ursprünglich auch ganz woanders ihre Spielstätte. Und ich vermute, dass mein Eindruck damals deshalb so bedrückend war, weil der Komplex auch zu groß war für das, was an normalen Spieltagen so zusammenkommt.


    Was mich auch immer wieder interessieren würde ist die Frage, wie das Spielzeugmuseum mit dem Haus des Spielens zusammen funktionieren wird. Bleiben das zwei selbständige Häuser oder findet eine Art Fusion statt? Schwerpunkt des Spielzeugmuseums ist die Forschung, die Präsentation und das Archivieren. Die meisten Brettspiele sind aber durchaus verschleißanfällig. Ich tu mich schwer mit dem Gedanken, dass die wertvollen Archivalien an Spieltagen "rausgerückt" werden. Andersherum, warum soll man archivieren, was noch Millionenfach in den Schränken von Zockern schlummert, für 35 Mio...


    Naja, ich stecke aber auch nicht drin in den Konzepten, diese Frage hätte ich aber als Steuerzahler und potenzieller Nutzer.

    Zudem steht davon auch nichts im Widerspruch zu einer Pellerhausreko, wir haben hier nur eine unglückliche Verquickung aus dem denkmalgeschützten Nachkriegsbau und der designierten Nutzung als Haus des Spiels als Begründung für dessen Sanierung, weil man hierfür ein Archiv plant, welches im sog. "Bücherturm" auf den Ruinen des Pellerhauses sitzt. Es hängt also letztlich alles daran, ob man 35 Mio dafür ausgeben kann und will. Da klingen die 1 Mio vom Bund super, aber davon bekommt man nichtmal eine neue Heizung schätze ich mal.

    Der Pellerhaus-Imhoffhaus-Komplex soll ja als "Haus des Spiels" oder "Haus des Spielens" entwickelt werden, Investitionsvolumen ca. 35 Mio EUR. Interessant für mich ist, dass außer dem offiziellen Stellen in der Stadt anscheinend kein Mensch für das Projekt brennt.


    Dem gegenüber hat ein aktuelles Projekt aus dem e-Sports-Bereich für Furore gesorgt:


    https://www.nordbayern.de/regi…-sport-zentrum-1.11085523


    Der Verein "Project Hive" investiert hier knapp unter 1 Mio EUR in ein modernes e-Sports-Zentrum auf 4000 qm, und hat dazu schwergewichtige Sponsoren, z.B. den IT-Dienstleister DATEV an Bord. In meinen Augen ist das die moderne Schwester des "Haus des Spielens"-Konzeptes. Ich war selbst mal durch Zufall in den Räumen des Imhoffhauses unterwegs, als dort ganz normaler "Haus des Spiels"-Betrieb war. Mucksmäuschenstill war es dort, und in der einen oder anderen Ecke saßen ein paar Grauhaarige, die Mensch-Ärger-Dich-Nicht oder etwas anderes gespielt haben.


    Irgendwie bin ich mir nicht so sicher, dass hier das letzte Wort schon gesprochen ist. 35 Mio auf der einen Seite für ein museal-verkopftes Elfenbeinturmprojekt seitens der Stadt Nürnberg auf der einen Seite vs. ein unter 1 Mio EUR teures, überwiegend frei durch Vereinsmitglieder und Sponsoren finanziertes auf der anderen Seite. Die Stadt Nürnberg hat mit der Sanierung des Volksbades und des Opernhauses schon genug zu tun, und die Absage an den Konzerthaus-Neubau hat in der Kulturszene ein Erdbeben verursacht. Ich sehe irgendwie überhaupt nicht, wie die 35 Mio für ein "Brettspielzentrum" darin Platz haben. Dass die Altstadtfreunde den Wunsch nach der Vorderhaus-Reko aufgegeben haben würde ich nicht unterschreiben.

    Die offizielle Zahl für die geplanten Sanierungskosten lautet 35 Millionen EUR.

    Die Million fällt da nicht weiter ins Gewicht, und hat es in die Presse eher deshalb geschafft, weil sich die CSU die Schlagzeile nicht entgehen lassen wollte (wir haben in Berlin einen Geldhahn für euch angezapft).

    In Nürnberg gab es dazu eigentlich kein vernehmbares Echo. Was ist mit den übrigen 34 Millionen?

    Die Stadt hat schon einfachere Sachen nicht hinbekommen.

    Aber ich hab auch nicht mehr viel länger Bestand, das ist das Problem.

    Aber ein sehr individuelles. Und übrigens, auch der Kaufhof war vor irgendeiner Sanierung mal mit Sandstein verkleidet, wie mir einfällt.

    Leider haben diese "Modernisierungen" stets dazu beigetragen, dass die Bauwerke heutzutage mglw. wirtschaftlich funktionieren, aber ästhetisch komplett abgelehnt werden. Sanierungen sind daher immer kritisch zu sehen, wenn sie sich nicht am Originalentwurf orientieren.

    Also das hier:


    https://www.google.com/maps/@4…8WET4g!2e0!7i13312!8i6656


    ist für mich ungleich schlimmer als dein Beispiel, nothor.

    Das Haus hatte übrigens direkt nach dem Bau eine Sandsteinverkleidung!!! Die ist irgendwann mal gegen diese weiß-graue Material getauscht worden und dadurch hat das Doppelhaus massiv an Qualität eingebüßt. Ich hoffe hier auf eine baldige Sanierung mit Rückversetzung in den Ursprungszustand.


    Und dein Beispiel vom Kaufhof, nunja, ich denke nicht dass der Bau noch Jahrzehnte Bestand haben wird.

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    Während natürlich die Großkonzerne, die mit ihren Produkten die vom Dritten Reich ausgelösten Verheerungen erst möglich gemacht haben, weiterhin und teilweise unter staatlichen Schutz Geschäfte machen dürfen.


    Auch dieses "Streicher hat dort die Nazi-Ortsgruppe Nürnberg gegründet" ist in meinen Augen nur ein Hilfsargument, das Rekos verhindern soll, aber es verfängt halt. Aber auch rein praktisch gesehen kann ich mir eine originalgetreue Reko nicht vorstellen, heute will man ja dann doch mehr Fenster, mehr Fläche haben. Aber solange eben nicht sowas da entsteht kann man optimistisch bleiben. Mehr Glas? Von mir aus, aber dann auch Naturstein statt Wärmedämmverbundsystem mit Dünnschicht-Reibeputz und lächerlich überdimensionierten Dachgauben.


    Aber ich glaube nicht dass das Projekt als Kindergarten umgesetzt wird. Die Pro-Kop-Baukosten währen unverhältnismäßig hoch, da findet die Stadt sicherlich genug andere Orte. Mir persänlich wäre da aber tatsächlich ein Biergarten lieber, als Ersatz für den nun seit jahren geschlossenen Marientorzwinger. Wäre sicherlich günstiger zu bauen und würde mehr Geld einbringen.

    Ja, darin kommt tatsächlich viel Frust zum Ausdruck. Die Städtische Kulturverwaltung ist im Schlamassel festgefahren, der nun durch die gescheiterte Kulturhauptstadtbewerbung ausgetrocknet und hart wie Beton geworden ist.

    M.E. geht nur ein Neuanfang mit neuem Spitzenpersonal. Es war ein wahnsinniges Unglück, dass die Stadtratswahl im März 2020 so weit vor der Kulturhauptstadt-Entscheidung gewesen ist, und die Veranwortlichen nun in diesem betonierten Sattel festsitzen, weder vor noch zurück können. Ob OB König den Mumm hat, Fr. Lehner heim zu schicken? Ich glaube nicht. Corona zwint aktuell wohl auch die längst geplante Sanierung des Opernhauses in die Knie, und wie gestern in der NZ stand, gehört wohl ein aussichtsreiches Ausweichquartier für den Opernbetrieb... na, wem wohl... genau, dem Ehemann von Fr. Kulturbürgermeisterin. Nürnberg, ein einziger Klüngel. Eigentlich zum Weglaufen. Das kann man wohl nur aussitzen und auf Generationenwechsel warten.

    Na Gott seis gedankt bin ich darin nicht der einzige... Für mich sowie so ein Symbol des heutigen N.s. So etwas vor der Kulisse der Sebalder Altstadt samt Burg.

    Es gibt aber auch Stimmen, die das "neue Viatishaus" an dieser Stelle sehr schätzen. Denn es ermöglicht durch die flache Bauweise den Blick auf die Burg von Hauptportal der Lorenzkirche aus. Das alte Viatishaus hatte diesen Blick verstellt. Ich persönlich hätte das alte Viatishaus auch gerne zurück, aber eher wegen der aufregenden Fassade. das neue Viatishaus stört mich nicht so sehr, da es an sich schon recht wertig ist. da gibts weitaus banalere, schlimmere Gebäude in der Altstadt.

    Als Ende der 1950'er die Wohnungsnot in Nürnberg weitgehend beendet war hieß es "feuer frei!" in Bezug auf die Altbausubstanz in der gesamten Stadt, und leider auch auf viele historische Häuser in der Altstadt. Was Riegel immer wieder feststellt sehe ich auch: Auf vielen Fotos aus den 1960'ern befinden sich noch zahlreiche historische Gebäude, teilweise intakt, teilweise notdürftig wiederaufgebaut. Heute sehen die Stellen ganz anders aus, z.B. das Hotel Königshof in der Königstraße stand noch recht gut da, ist aber in den 1960'ern oder so weg gekommen. Durch Nürnberg ging eine echte Abrisswelle, und wie kann die anders motiviert gewesen sein als Technikgläubigkeit?