Posts by Valjean

    Vielen Dank für diese Gegenüberstellung!


    Angesichts des direkten historischen Vergleichs, nimmt sich der heutige (wiedergewonnene) Anblick doch arg bescheiden aus.

    ... Z.B. die Eine hält ein Fahrrad, die Andere ein Skateboard unter dem Arm, die Dritte mit Kind und Vierte trägt zwei Einkaufstaschen... biggrin:)

    oder Eine ist gepierct und eine Andere hat seitlich die Haare rasiert. Die Dritte trägt wiederum ein T-Shirt mit einer bedeutungsvollen "Message", selbstverständlich auf englisch: "refugees are welcome" oder "save the climate"


    Ich finde die Umsetzung der Karyatiden miserabel aber ich bin auch nur ein Laie.

    Jetzt möchte ich nur noch Folgendes kurz anmerken:


    1. Was Valjean meint, was für die Russen wichtig oder zumutbar ist, zeugt von seiner Unkenntnis der Materie und ist ohnehin irrelevant. Wir reden hier nicht über eine Bananenrepublik, sondern über eine Großmacht.

    Du hast wohl tatsächlich einen starken Hang zur Pedanterie, sowie zu einer unsachlichen Diskussionsführung, da du auf die persönliche Ebene herab gleitest. Nun gut, jeder nach seiner façon aber warm werden wir beide wohl nicht.


    Folgende abschliessende Anmerkung noch bez. der von dir in den Raum gestellten Unkenntnis meinerseits in Sachen russischer Befindlichkeiten:


    Meine Frau verfügt über einen Magister-Abschluss in Ostslawistik, spricht fließend russisch und verbrachte ein Jahr auf der Krim, als es noch zur Ukraine gehörte. Über sie habe ich viele Kontakte in die russischsprachige Welt.


    Habe die Ehre

    Auf welcher Rechtsgrundlage sollte ein Präsident Territorium seines Staates verkaufen können? Sowas geht nicht.


    UrPotsdamer hat hier einen entscheidenden Aspekt herausgestellt:

    soweit ich weiß, war der völkerrechtliche Status der ehemaligen deutschen Ostgebiete bis 1990 nicht geklärt. Nordostpreußen galt als "unter sowjetischer Verwaltung stehend" , Südostpreußen, Pommern und Schlesien als "unter polnischer Verwaltung stehend".



    Verkauft hätte Gorbatschow also kein sowjetisches Territorium, sondern bloß den Anspruch, dieses Territorium zu verwalten.


    Den Wahrheitsgehalt des verlinkten SPIEGEL-Artikels kann ich nicht verifizieren. Allein mW wurde er noch nicht als Fälschung ausgemacht (Im Gegensatz zur Armada von Relotius-Artikeln, die wiederum einen ganz bestimmten Zeitgeist bedienten)


    Daher noch einmal: angesichts des bankrotten wirtschaftlichen Zustandes der Sowjetunion in der Zeit 1989-1991 ist es mE durchaus vorstellbar, dass Gorbatschow und hochrangige Leute aus seiner Entourage diesen Vorschlag als Verhandlungsmasse einbrachten.


    Vor dem Hintergrund des staatlichen Zerfalls der UdSSR, nach welchem sich abermillionen ethnischer Russen quasi übernacht in mehreren fremden Staaten wiederfanden, wäre das Abtreten des bis dato sowjetisch verwalteten Oblast Kaliningrad, gegen eine signifikative Ausgleichszahlung, mE als relativ vernachlässigbar einzuordnen.


    Heute ist die geopolitische Situation (und zudem die wirtschaftliche Russlands) natürlich eine gänzlich andere.

    Es ist zwar off-topic. Aber ich will mich noch einmal kurz zu diesem Nonsens äußern. [...]


    Der Spiegel-Artikel ist offensichtlich das Fantasieprodukt eines deutschen Autors.


    Du unterstellst dem Autoren vom ehemals renomierten Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL, dass er nur vorgab ein vertrauliches Dokument der deutschen Botschaft in Moskau zu besitzen, sozusagen die Leserschaft bewusst und vorsätzlich täuschte?


    Zudem hätte der interne Kontrollmechanismus der SPIEGEL-Redaktion, Quellenangabgen auf Herz und Nieren zu überprüfen hier ebenfalls komplett versagt und dies bei einem solch sensiblen und aussenpolitisch heiklen Thema.


    Starker Tobak! Man könnte beinahe versucht zu sein von "Lügenpresse" zu sprechen, falls es denn so sein sollte ...


    Als Basis der Baltischen Flotte war und ist das Kaliningrader Gebiet für Russland von größter militärischer Bedeutung. Das Gebiet hat zudem faktisch das Weltmonopol für Bernstein. Genannt sei hier noch die touristisch wertvolle Küste mit den Kurorten Swetlogorsk und Selenogradsk.

    Dieser Einwand ist wenig überzeugend, wenn wir uns das Beispiel der Ostukraine inkl. der Halbinsel Krim vor Augen führen:


    Als Basis der Schwarzmeerflotte war und ist die Krim für Russland von größter militärischer Bedeutung ... Genannt sei hier noch die ausserordentliche touristische Bedeutung dieser mediterran anmutenden Halbinsel im Schwarzen Meer mit den Kur- und Urlaubsorten Aluschta, Feodosia, Jalta.


    Jalta und insbesondere Sewastopol besitzen zudem für Russen auch ein nicht zu unterschätzendes historisch-mythisches Gewicht. Im Falle Sewastopols sei hier an Tolstois "Sewastopoler Erzählungen" aus der Zeit des Krimkrieges (1854) erinnert oder auch an die "Schlacht um Sewastopol" im Zweiten Weltkrieg.


    Gleichwohl wurde die Ukraine 1991 samt den mehrheitlich von ethnischen Russen bewohnten Territorien der Ostukraine, sowie der Krim in die Unabhängigkeit entlassen.


    Ich behaupte mal frech, dass 1991 die Krim (samt den ostukrainischen Gebieten) in allen Belangen - militärisch, touristisch, kulturell - eine weitaus grössere Bedeutung im Bewusstsein der Russen spielte als der Kaliningrader Oblast.


    Das soll es aber dazu von mir gewesen sein.


    Wohl nicht ganz, hast du doch bereits tags darauf einen weiteren Kommentar zu diesem Sachverhalt in diesem Strang veröffentlicht.



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    P.S.: die alten deutschen Namen von "Swetlogorsk und Selenogradsk" lauten "Rauschen und Cranz".

    An der Geschichte ist gar nichts dran. Sie zeugt nur von dem seltsamen Verständnis, das viele Deutsche von Russland haben. Falls in den Verhandlungen damals irgendein Unterhändler entsprechende Andeutungen gemacht haben sollte, dann mit dem Ziel, eine Falle zu stellen.

    Nun, der SPIEGEL berichtete im Mai 2010 über ein Dokument der bundesdeutschen Botschaft in Moskau, welches eine sowjetische Verhandlungsintiative über dieses Gebiet thematisiert:

    Wiedervereinigung
    Moskau bot Verhandlungen über Ostpreußen an
    Brisantes Dokument zur Zeitgeschichte: Moskau brachte nach SPIEGEL-Informationen während der Verhandlungen zur deutschen Einheit Gespräche über den sowjetischen Teil Ostpreußens ins Spiel. Doch die deutsche Seite wehrte ab. [...]


    Der sowjetische Generalmajor Geli Batenin signalisierte im Sommer 1990 gegenüber einem Bonner Diplomaten Interesse an Verhandlungen über den sowjetischen Teil Ostpreußens. Das geht aus einem geheimen Fernschreiben der Botschaft in Moskau vom 2. Juli 1990 hervor. [...]


    Dem Fernschreiben zufolge erklärte Batenin, es gebe eine "Frage des nördlichen Ostpreußens" und fügte hinzu: "Dieses Problem werde sich für die Sowjetunion und Deutschland über kurz oder lang stellen."


    Vor dem Hintergund des bankrotten Zustandes, der sich im Jahre 1990 in den letzten Zügen befindenden Sowjetunion, kann man mE durchaus nachvollziehen, dass die "Sowjets" versuchten ein paar Milliarden an Devisen (D-Mark) für das Verlustgeschäft "nördliches Ostpreussen" heraus zu schlagen.

    Nette Anekdote dazu von Wilhelm Pieck:

    Quelle: https://www.svz.de/4893241 ©2019


    Diese patriotische Reaktion Wilhelms Piecks war mir gar nicht bekannt, vielen Dank dafür.


    Da der Exilwiener seine letzte Reise in das ehemalige Breslau thematisierte, erlaube ich mir in diesem Zusammenhang folgende Anekdote über Johannes R. Becher hier anzubringen:


    Im Jahre 1948 richtete die polnische Regierung in "Wroclaw" einen "Weltkongress der Intellektuellen zur Verteidigung des Friedens" aus.


    Der gebürtige Münchner und überzeugte Kommunist Johannes R. Becher, Verfasser des Textes der Hymne der DDR und erster Präsident des Kulturbundes der DDR verweigerte die Reise nach Wroclaw.

    "Johannes R. Becher [war] zeit seines Lebens ein deutscher Patriot." Als er 1948 nach Breslau zum Internationalen Kongreß der Intelektuellen zur Verteidigung der Kultur mitfahren und die Delegation anführen sollte, weigert er sich. "Warum? Er wollte ein polnisches Breslau nicht akzeptieren. Becher war gegen die Grenze an Oder und Neiße."


    (Quelle: Andreas Zimmer: "Der Kulturbund in der SBZ und in der DDR: Eine ostdeutsche Kulturvereinigung im Wandel der Zeit zwischen 1945 und 1990"; Springer VS; 2013)


    Zu meiner Überraschung entdeckte ich in einer Zeitschrift jenes Jahres einen Artikel, in dem darüber berichtet wird, dass der Kulturminister der DDR, Johannes R. Becher, sich weigere, zu besagtem Kongress zu reisen, weil er nicht in ein polnisches Schlesien fahren wolle, in das okkupierte Breslau.


    (Quelle: Christoph Hein: "Gegenlauschangriff, Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege", Suhrkamp Leseprobe 2019)


    Ohne den Polen schlechtes zu wünschen - im Gegenteil - halte ich es wie Johannes R. Becher. Ein polnisches Breslau, Danzig oder Stettin muss ich mir nicht geben.

    Heute weiß ich, daß Danzig wirklich Glück hatte, nicht mehr zu Deutschland zu gehören. Sonst würde es heute wahrscheinlich so aussehen wie Bremen oder Hannover.


    Wirklich schade, dass Berlin, Dresden und Leipzig nicht auch polnisch wurden. Diesen bedauernswerten Städten wurde nicht das Glück Danzigs, Breslaus und Stettins zuteil, sie verblieben bei Deutschland ...


    ... und man stelle sich vor wie schön erst Saarbrücken oder Köln heute aussehen könnten, wären diese Städte französisch geworden.


    Lieber als ein wiedervereinigtes Deutschland sähen linke Grünen-Abgeordnete wie Siggi Frieß offenbar gar kein Deutschland: "Das Beste wäre für Europa" , zitierte sie vor dem Bundestag ein Kabarettistenwort, "wenn Frankreich bis an die Elbe reicht und Polen direkt an Frankreich grenzt."

    Zudem ließe sich die Anzahl notwendiger Windräder durch eine Umstellung unseres Lebens verringern.


    ja und am besten durch eine umfassende Deindustrialisierung Deutschlands.


    Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke (Steinkohle und Braunkohle) können in der Realität - in der Praxis, im hier und jetzt - eine bedeutende Industrienation stabil und zuverlässig, bei Wind und Wetter, zu jeder Tages- und Nachtzeit mit der notwendigen Energie versorgen.


    Diesen Nachweis hat ein Energiemix aus sogenannten erneuerbaren Energien bis dato nicht erbracht (Stichworte: kalte Dunkelflaute & Netzstabilität).


    Energiepolitik
    Deutschland treibt den Ausstieg voran – doch weltweit boomt die Kohle
    Deutschland streitet um den Kohleausstieg. Weltweit ist dieser aber überhaupt nicht in Sicht. Werden alle Projekte verwirklicht, ist das globale Klimaziel nicht zu erreichen.

    Weltweit ist ein Kohleausstieg aber überhaupt nicht in Sicht. Die 120 größten Kohlekonzerne haben aktuell knapp 1.400 neue Kraftwerke in 59 Ländern in Planung oder sogar schon im Bau. Damit kämen neue Kapazitäten von gut 670 Gigawatt dazu. Das entspricht einem Drittel der aktuell installierten Kapazitäten.


    Das was in Deutschland an Kern- und Kohlekraftwerken vom Netz genommen wird, kommt andernorts auf dem Globus um ein vielfaches hinzu.

    Heinzer:


    Dein Beitrag trieft nur so vor Selbstgerechtigkeit

    Nur bitte rechne nicht damit, als ernstzunehmender Diskussionspartner zu gelten. Man kann unterschiedlicher Meinung sein zu ganz vielen Themen, aber bei diesem Thema?

    Bei diesem Thema gibt es demnach - frei nach Rezo - nur eine zulässige Meinung?


    Nur, dass dabei alles, nur fast keine Klimawissenschaftler dabei waren, dafür Tierernährungsexperten, Prepper, Esoteriker, VTler aller Couleur, Werner Kirstein z.B., ein Großer der Szene.

    In welche Schublade steckst du dann Prof. Dr. Werner Kirstein? Tierernährungsexperte, Prepper, Esoteriker oder Verschwörungstheoretiker?


    Das ist natürlich eine bequeme, durchaus nachvollziehbare Herangehensweise: nur jene Diskussionspartner sind ernst zu nehmen, welche die eigene Grundannahme (dogmatisch) teilen, alle anderen sind irgendwelche Spinner... „ja, so geht Diskussionskultur, so geht Wissenschaft heute“


    Tatsächlich stimme ich dir in dem Punkt überein, dass eine Diskussion hierüber vollkommen zwecklos ist. Die Fronten sind verhärtet und wie beim Thema der vermeintlichen Segnungen der Masseneinwanderung wird sich die durch die Bevölkerung gehende Spaltung weiter vertiefen und die Gegensätzlichkeiten anwachsen.


    In dieser ist mindestens eine Seite nicht an der Diskussion, sondern an der alleinigen, eigenen Meinungsäußerung interessiert. Meistens um zu Missionieren


    Die Klimaschutz-Bewegung trägt in der Tat stark religiöse Züge


    So gibt es die Prophetin, als quasi-messianische Figur:


    Bischof Koch vergleicht Greta mit Jesus
    Berlins katholischer Bischof Heiner Koch hat die Vorbild-Wirkung der schwedischen Klimaschutz-Aktivistin Greta Thunberg mit der von Jesus Christus verglichen.


    dann die Erbsünde in Form des CO2-Ausstosses und das bekannte, apokalyptische Höllenszenario, der sich zum Glutofen aufheizenden Erde:


    Eric Frey
    Wir verbrennen die Erde
    Rekordhitze, Wassermangel und schmelzende Polkappen: Der Klimawandel ist bereits Realität – doch die Politik tut so, als wäre noch Zeit


    schliesslich den Ablasshandel, frei nach Tetzel: "Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt" :


    Handel mit CO2-Zertifikaten
    Tesla verdient Milliarden mit den Abgasen der Konkurrenz
    Fiat Chrysler und General Motors fürchten Strafen wegen zu hoher Emissionen. Deswegen kaufen sie bei Tesla CO2-Zertifikate ein. Elon Musks Unternehmen lässt sich das gut bezahlen

    Jetzt CO₂ kompensieren oder spenden
    Viele Aktivitäten wie Flugreisen verursachen klimaschädliche CO₂-Emissionen. Spenden Sie für die atmosfair-Klimaschutzprojekte und kompensieren Sie somit das von Ihnen verursachte CO₂.


    Der unfehlbare Klimarat IPCC mimt die Rolle des Vatikans ...


    ... und die zertifizierten Klimaexperten verkünden die Botschaft des Klimawandels, so wie die Priester einst die Gefahren des Höllenfeuers heraufbeschworen, wenn denn die Menschheit von der wahren Glaubenslehre abfallen sollte!

    Du hast sicherlich recht, dass die (vielleicht auch nur tlw. irrationale) Abwehr gegenüber einem "ökologischen" Umbau unserer Volkswirtschaft auch durch die völlig unterschiedlichen Lebenssituationen verursacht wird, ...


    ..., und dann geht es in verschiedenen Graustufen in den Bereich derjenigen, die überhaupt den ganzen Impetus ablehnen und den anthropogenen Klimawandel für einen gewaltigen Hoax halten. Diese letztgenannten sind natürlich für eine aufgeklärte Diskussion vollkommen verloren.

    Jene, die den menschengemachten Klimawandel, bzw. allein dessen Ausmaß in Frage stellen, sind also für eine aufgeklärte Diskussion "natürlich ... vollkommen verloren" ?


    Das bedeutet, dass du diesen Menschen in letzter Konsequenz die Mündigkeit (das Recht) absprichst, sich mit ihren Positionen an einer "aufgeklärten Diskussion“ zu beteiligen, denn aufgeklärt sind offenbar nur jene Positionen, die den von dir favorisierten, offiziellen Narrativ des menschengemachten Klimawandels mittragen, bzw. propagieren.


    Diese Begrifflichkeit "vollkommen verloren" in Zusammenhang mit der dogmatischen Herangehensweise - überspitzt formuliert: "Es ist nun mal so und daran gibt es nichts zu deuteln und wer daran zweifelt ist ein Ketzer, pardon: ein Klimaleugner“ – trägt schon deutlich mehr religiös-dogmatische, denn wissenschaftliche Züge.


    Was macht man nun mit solchen "Unverbesserlichen" und "Klimawandel-Skeptikern"? Ignorieren, kriminalisieren, umerziehen ... ?


    In der aktuellen Ausgabe des Psychotherapeuten-Journals, herausgegeben von der "Bayerischen Landeskammer der Psychologischen Psychotherapeuten und der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (PTK Bayern)", wird angeraten „Klimaleugnern“ therapeutisch zu begegnen:



    Ist das der Weg der Zukunft in eine schöne, neue Welt? Alle Menschen, die in grundsätzlichen Dingen eine andere Auffassung vertreten, therapeutisch zu behandeln, bzw. mit ein paar Pillen ruhigzustellen?

    Das sind dann mal genau 9 Quadratkilometer, also eine Fläche von 3 mal 3 km. In ganz Deutschland! Wenn es um ökologische Folgeschäden geht, fällt das wohl kaum ins Gewicht.

    Wenn man das so liest, klingt das natürlich erstmal nach wenig. Allerdings gilt es meiner Auffassung nach folgendes zu berücksichtigen. Zum einen beträgt die Fläche für Fundamente neuerer Windkraftanalgen schon mal mehr als 300 qm, ca. 350 bis 400 qm.


    Gut, das könnte man noch unter "vernsachlässigbar" verbuchen.


    Zudem soll die Zahl der Windkraftanlagen in der BRD nach den Vorstellungen der Grünen enorm erhöht werden, eben auch in Baden-Württemberg, wo allein für dieses Bundesland unlängst von interessierten Kreisen ein Potenzial von bis zu 20.000 Windkraftanlagen ausgemacht wurde (hier).


    Zieht man zudem in Betracht, dass sich der Windkraftpark ständig erneuern muss (hier) und Fundamente ausgedienter Anlagen nicht weiter verwendet werden, sondern oft einfach im Boden belassen werden (hier), dann sieht obige Rechnung schon deutlich anders aus.


    Die versiegelte Fläche von 30.000, 50.000, 100.000 oder mehr Windkraftanlagen mag – wenn man sich diese Fläche in konzentrierter Form vor Augen führt – nicht viel bedeuten, die landschaftliche und auch agrarwirtschaftliche Beeinträchtigung solcher übers ganze Land verstreuter Betonfundamente ist allerdings mE auf lange Sicht enorm. Es fällt ja nicht nur allein die versiegelte Fläche weg, sondern auch Flächen in der Nähe dieser Anlagen.

    Und diese Windmühlen werden ja auch in Handarbeit aus dem Vollen geschnitzt, ganz ohne Energieverbrauch und Abgase.


    Das ist ein grundsätzliches Muster bei den "Grünbeseelten", dass der gesamte Kreislauf von der Rohstoffgewinnung und daraus resultierendem Energie- und Wasserbedarf, bis hin zu Rückbau, Verschrottung und Deponierung ausgeblendet wird.


    Dies betrifft die Thematik Dämm-Materialien zur Wärmedämmung von Gebäuden, als auch Batterien für Handys, Tablets und natürlich Elektromobilität aber auch Windenergieanlagen.


    Bei den sogenannten Seltenen Erden, der Gruppe von Metallen, führte das vor sieben Jahren zu einem Engpass, den die Preise bis auf das Zehnfache hochschnellen ließ. Eine Zeit lang schien sogar ein Lieferstopp möglich. Seltene Erden sind essenziell für Zukunftstechnologien wie Windräder, aber auch Batterien

    Lithium-Abbau in Südamerika
    Kehrseite der Energiewende

    Im Dreiländereck Bolivien, Chile, Argentinien sollen 70 Prozent der weltweiten Lithium-Vorkommen lagern. Der Rohstoff wird gebraucht, um Elektro-Auto-Batterien herzustellen. In Zeiten der Energiewende wächst der Bedarf nach Lithium rasant. Doch dessen Abbau zerstört die Lebensgrundlage der indigenen Bevölkerung. [...]


    Kontamination des Süßwassers


    „Das Problem ist, dass die Maschinen den Untergrund komplett umpflügen, um neue Brunnen oder Transportwege zu bauen. Dadurch zerstören sie die natürlichen Barrieren zwischen Salz- und Süßwasser und kontaminieren das Wasser. Zudem bohren sie nach Süßwasser für die Lithiumproduktion. Aber das hat Folgen für die Brunnen der Anwohner und die natürlichen Grundwasservorkommen. Und niemand sieht das hier. Das macht mich wütend! Es ist zum Verzweifeln.“

    Ja @Franka natürlich sind die bayrischen Landschaften langweilig auch ohne Windmühlen.

    Also, da möchte ich doch auf das schärfste widersprechen ...


    ..., wenn die verschiedenen Landschaften Bayerns als langweilig bezeichnet werden sollen, dann kann es in ganz Deutschland, ach was in ganz Mitteleuropa nur langweilige Landschaften geben ;)


    Es kann einfach nicht angehen daß zahlreiche Insekten und Greifvögel sinnlos geschreddert werden.


    Zur Grössenordnung der Insektenvernichtung durch Windräder, folgende Meldung des Bayerischen Rundfunks:



    Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Stellungnahme der "Windenergie-Lobby":



    Da ist mE beim Geschäftsführer des Bundesverbandes Windenergie eine gehörige Portion Chuzpe im Spiel ...


    ---


    "Karl der Käfer wurde nicht gefragt, man hat ihn einfach fortgejagt" (weg geschreddert)!

    Das einzige Problem an diesen grundsätzlichen richtigen Sätzen ist, dass wir einer der größten Lebensmittelexporteure und einer der größten Energieimporteure der Welt sind.


    Wollen wir mal betrachten welcher Art Lebensmittel "wir" exportieren:


    Deutschland ist eine der führenden Exportnationen für Lebensmittel ...


    Die exportstärksten Branchen der Ernährungsindustrie sind die Fleisch- und die Fleisch verarbeitende Industrie, die Milch- sowie die Süßwarenindustrie. Der Exportanteil der drei Branchen liegt insgesamt bei fast 50 Prozent. Daneben gewinnen alkoholische Getränke und Fertiggerichte im deutschen Exportgeschäft zunehmend an Bedeutung.


    Wie sieht es nun mit Getreide und Gemüse aus?


    Folgenden bemerkenswerten Aspekt, der im WELT-Artikel aufgeworfen wurde, gilt es festzuhalten:
    Offenbar fließen auch Erzeugnisse, sich im Ausland befindlicher Agrar- und Zuchtflächen positiv in die Außenhandelsbilanz der deutschen „Ernährungsindustrie“ ein.


    Passend auch folgende Meldung von proplanta ("Das Informationszentrum für die Landwirtschaft")


    In Deutschland verbrauchte Lebensmittel größtenteils aus dem Ausland
    Wiesbaden - Um die in Deutschland im Jahr 2015 verbrauchten Ernährungsgüter zu produzieren, wurde eine Anbaufläche (ohne landwirtschaftliche Betriebsflächen) von gut 19,4 Millionen Hektar benötigt.


    Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich der Grünen Woche 2018 in Berlin weiter mitteilt, war das mehr als die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche Deutschlands von 16,7 Millionen Hektar.


    Nach Deutschland importierte Ernährungsgüter belegten in den Herkunftsländern eine Fläche von 12,5 Millionen Hektar. Somit machten die Importe 64 % der insgesamt benötigten Flächen für den Inlandsverbrauch von Ernährungsgütern aus. Im Jahr 2008 hatte der Anteil noch bei 60 % gelegen


    Vergegenwärtige ich mir nun folgende Aussage von dir:


    Nichts deutet darauf hin, dass Deutschland selbst bei einem weiteren Bevölkerungswachstum und selbst bei einem wie auch immer gearteten völligen Importstopp von Lebensmitteln in eine Versorgungskrise rutschen könnte.


    ... komm ich nicht umhin zu äussern, dass ich deine Auffassung dieses Sachverhaltes ganz und gar nicht teile.

    Und es könnte sein, dass wir diese Nutzflächen irgendwann mal wieder brauchen

    Das ist für mich der springende Punkt.


    Ein kurzer Exkurs in die jüngere Geschichte: Das Deutsche Reich hatte um 1910 knapp 65 Millionen Einwohner und dies auf einer Fläche von 540.000 km2 (120 EW pro km2).


    Im 1. WK war Deutschland hart von der britischen Seeblockade betroffen, da man von Lebensmittelimporten abhängig war, die nun ausblieben.


    Die BRD verfügt über eine Fläche von ca. 357.000 km2 und hat dabei 83 Mio. Einwohner (232 EW pro km2)
    Zudem sind die Bodenflächen der BRD (im Verhältnis zum deutschen Kaiserreich) in einem viel höheren Masse durch Industrie-, Gewerbe- und Bauflächen versiegelt und fallen demnach als potentielle Anbauflächen weg.


    Zieht man zudem in Betracht, dass die Lagerhaltung der großen Lebensmittelketten auf die Straße ausgelagert wurde und folglich nicht mehr existent ist und die Leute mehrheitlich nicht mehr Lebensmittel bei sich zuhause bevorraten, dann bedeutet dies, dass im Falle einer „großen Krisensituation“ die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung der BRD sehr verletzlich ist,


    Eine verantwortungsvolle Regierung würde meiner Auffassung nach, sowohl in Fragen der Energieversorgung als auch hinsichtlich der Versorgung mit Nahrungsmitteln, auf ein Mindestmaß an Krisensicherheit (Autonomie) achten.

    Wie sieht es mit der Verschrottung altersschwacher Windräder aus ?



    So, so : "ständig erneuern" und "gigantische Rückbauwelle"


    Ein weiterer überaus kritischer Punkt ist zudem der massive Eingriff in die Natur, beispielsweise durch das Versiegeln wertvoller Bodenflächen. Wobei neue Windräder oftmals wiederum neue Fundamente benötigen und die alten Fundamente einfach im Boden verbleiben.


    Windenergieanlagen
    Fundamente ausgedienter Windräder bleiben oft im Boden stecken


    Alte Windenergieanlagen müssen neuen weichen. Doch was passiert mit den Fundamenten? Häufig bleiben die Altlasten einfach im Boden zurück. Der Streit um den Rückbau hat begonnen.


    Für die neue Generation der Windkraftanlagen muss die alte weichen. Der Rückbau ist nicht nur eine Frage des Recyclings der Rotorblätter. Das eigentliche Problem liegt unter der Erde. Der Entsorgung der Fundamente treibt die Kosten für die Betreiber in die Höhe. Nicht selten bleibt der Beton im Boden zurück


    Klingt alles andere als nachhaltig das ganze ...

    Der wilhelminische Dom ist eine quietschbunte Zuckertorte, die sich vorlaut zwischen Stadtschloss und Altes Museum stellt und beiden die Show stehlen will. Zum Glück sind die Kuppeln weg, das macht den Kasten erträglich.


    Auch aufgrund anderer Beiträge von dir scheint es mir, dass du eine ausgeprägte persönliche Abneigung gegen Wilhelm II. (sowie gegen das Deutsche Kaiserreich) hegst und damit auch gegen herausragende Bauten, die in dieser Zeit entstanden sind.