Posts by Valjean

    Ich bin täglich fassungsloser, wie wenig viele Deutsche aus der Geschichte gelernt haben und mit dem besten Gewissen dort fortfahren, wo sie 1945 aufgehört haben.

    Meiner Meinung nach ist es nicht zielführend immer auf die dunklen 12 Jahre zu verweisen, um etwaige Mißstände des heutigen Deutschlands herauszustellen. Diese Gesinnungskontrolle wurde schon von den Jakobinern in Frankreich an den Tag gelegt als sie den terreur verübten und natürlich dann ab 1917 von den Bolschewisten in Russland, resp. in der UdSSR.


    Und so war es ab 1945 in der Sowjetzone (später DDR) keineswegs vorbei mit solcher Gesinnungskontrolle und Abstrafungen, wen man den Autoritäten in diesem Zusammenhang unangenehm auffiel.


    Der Artikel im Tagesspiegel fällt nun in mehrfacher Hinsicht unangenehm auf. Es werden rufschädigende Bezeichnungen in die Öffentlichkeit gebracht, wohlwissend - und das ist das perfide dabei - dass durch Wiederholungen solcher unbewiesenen Verdächtigungen und Unterstellungen, in der Öffentlichkeit immer etwas haften bleibt.

    In diesem Zusammenhang wurde die Ehrentafel für Ehrhardt Bödecker, einen verstorbenen Großspender des Humboldt Forums, der sich antisemitisch geäußert hatte, im Gebäude entfernt. Der reaktionäre Schlossverein mit dem Geschäftsführer Wilhelm von Boddien und dem Vorsitzenden Richard Schröder mauert und beschimpft Kritiker.


    Und welche Anmaßung tritt schließlich aus folgendem Satz hervor.

    Quote

    Der Verein verweigert nach wie vor die Herausgabe der Spendernamen, obwohl begründeter Verdacht besteht, dass Anhänger rechtsextremer Ansichten darunter sind. (...)

    Der Verein verweigert nicht, er lehnt es schlicht weg ab und dies vollkommen zurecht.


    Keine gute Entwicklung. Andererseits können solch plumpe Artikel für die fanatisierten Schlosskritiker auch eine gegenteilige Wirkung entfalten.

    Ich kann mit der Formulierung "offiziell-tschechische Seite" wenig anfangen. Was wäre denn in Deutschland die "offiziell-deutsche Seite"? Aber egal, wie man deine Formulierung interpretieren will: du irrst dich. [...]


    Da täuscht die oberflächliche Sicht der Touristen. Prag ist das politische, religiöse, kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Zentrum der Tschechischen Republik, und die entsprechenden Einrichtungen finden wir überwiegend in den alten Teilen der Stadt. Ich werde dazu mal was in der Prag-Galerie bringen.


    Es ist ermüdend. Kannst du eigentlich auch Repliken verfassen ohne spöttischen Unterton? Gut, es mag sein, dass das bei dir gar nicht absichtlich geschieht.


    Zu keinem Zeitpunkt hatte ich bestritten, dass Prag nicht das politische, kulturelle etc. Zentrum Tschechiens wäre. Du hast also einen Strohmann hier aufgebaut, um diesen anschließend zu beseitigen - wieder mal.


    Ich schrieb, dass das historische Zentrum Prags touristisch überladen wäre und dass viele gebürtige Prager nicht immer froh darüber sind.


    Ein etwas älterer Artikel der WELT zu diesem Sachverhalt, den ich auf die Schnelle fand:


    Die Prager Angst, ein Vergnügungspark zu werden

    Die Goldene Stadt wird Prag auch genannt – doch für die Einheimischen ist das Vergangenheit. Sie wollen einfach nur noch weg.


    Ich denke, du kannst bestimmt auch recht gut Englisch verstehen. Nachfolgend Titel und Header eines Artikels von BBC Travel zu diesem Prager Sachverhalt:


    What’s it like to live in an over-touristed city?

    Locals explain how the influx of travellers has affected them, how authorities are responding and how visitors can remain respectful of people who live there year-round.



    Und eben diese Stimmung bekam auch ich mit im Umgang mit jüngeren Tschechen vor 20 Jahren. Vielleicht ein allzu subjektiv eingefärbtes Urteil, andererseits wandelte ich in Prag auch nicht unbedingt immer auf kulturhistorischen Pfaden, sondern war auch in Clubs, Bars und Kneipen unterwegs (auch und vor allen Dingen abseits des Stadtzentrums) und somit lernte ich auch weniger Personen aus den erlauchten Kreisen Prags kennen. Insofern habe ich hier wohl andere Erfahrungen gemacht als Rastrelli oder Tegula..


    Darüber hinaus zielte meine Einlassung keineswegs darauf ab, dass in einschlägiger kunsthistorischer Literatur Tschechiens der Einfluss deutscher Künstler und Baumeister vernachlässigt würde. Sondern dass meiner Auffassung nach das deutsche Erbe Prags - im Sinne dass Prag über viele Jahrhunderte nicht nur eine tschechische, sondern eine tschechisch-deutsche Stadt war (noch um 1848 immerhin mit einer knappen deutschen Bevölkerungsmehrheit) - weder in der touristischen Aussenvermaktung der tschechischen Hauptstadt, noch im Bewusstsein der Tschechen (Kunsthistoriker, Historiker und anderweitige Nobelpreisträger freilich ausgenommen) eine wirkliche Rolle spielt.


    [...]


    Und damit soll der Off-Topic-Exkurs von meiner Seite beendet sein.

    Ich war schon ziemlich oft in Prag und hatte bestenfalls das Problem, dass die Leute kein Englisch sprachen, beschwert hat sich aber noch niemand. Gleich hinter der Grenze sprechen manche Supermarktbetreiber ein wenig Deutsch, die Englischkenntnisse sind in Polen generell sehr viel besser.

    ich konnte den Unmut des jungen Tschechen damals schon verstehen, Es war damals um die Sylverterzeit 2002 und das Stadtzentrum war - gerade Richtung Abend - extrem vollgepackt mit Menschen, die Mehrzahl wohl ausländische Touristen.


    Das ist einfach die Schattenseite als populäre Touristendestination, zumal ja Prag deutlich kleiner ist als Paris, London oder Berlin.


    Wir waren seinerzeit eine recht bunte Truppe: ein gebürtiger Prager, eine Engländerin, die in Prag lebte (vorher in Leipzig), ein Pole, ein slowakisches Pärchen, meine Freundin und ich. Über unseren tschechischen Freund konnten wir auch andere Teile Prags sehen und feiern. Eben dort wo auch Tschechen feierten und daher vielleicht das Ungemach, dass ich dann auch dort noch mit Englisch daher kam ;-)

    Aber ja, es fällt auf, dass sehr viele Deutsche ihr eigenes kulturelles Erbe geringer schätzen als das ausländische und mich als Nichtdeutschen oft fast ratlos anschauen, wenn ich sage, dass sich meine Reiseziele dieses Jahr vorrangig auf Deutschland beschränken.

    Wo kommst du denn her, wenn ich fragen darf?

    Neulich gab es da wieder einen Agenten-Action-Thriller und es ging mal wieder nach Prag. Es ist immer ganz lustig (oder traurig) zu sehen, dass nie was von Tschechischer Kultur erwähnt wird.

    An sich Zustimmung und ohne jetzt wieder ein Faß aufmachen zu wollen, möchte ich darauf hinweisen, dass von offiziell-tschechischer Seite (und ebenso wenig von den angelsächsischen Reise-Agenturen) im Grunde genommen - zumindest meines Wissens - nie der deutsche Anteil an der Geschichte und am städtebaulichen Erbe Prags thematisiert wird.


    For most of its history Prague had been an ethnically mixed city with important Czech, German, and Jewish populations. Prague had a German-speaking near-majority in 1848, but by 1880 the German population decreased to 13.52 percent, and by 1910 to 5.97 percent, due to a massive increase of the city's overall population caused by the influx of Czechs from the rest of Bohemia and Moravia and also due to the assimilation of some Germans. As a result, the German minority along with the German-speaking Jewish community remained mainly in the central, ancient parts of city, while the Czechs had a near-absolute majority in the fast-growing suburbs of Prague.


    Ich war zuletzt vor 20 Jahren in Prag und schon damals schien mir das Stadtzentrum übermäßig touristisch ausgelegt. Als ich am Abend in einem Club außerhalb des Prager Zentrum einen jungen Mann auf englisch ansprach, war dieser sauer, dass ich ihn nicht auf tschechisch angesprochen hatte. Er sagte er könne es nicht mehr ertragen in seiner Heimatstadt immer wieder auf englisch angesprochen zu werden.

    Das nur so am Rande ...

    Dafür ist Prag einer der ganz großen Player, wenn es um die europäische Architekturgeschichte geht. Da kann Dresden nicht ganz mithalten, trotz einiger bedeutender Bauten. Und Prag bietet etwas, was Dresden kaum erreichen kann: die Atmosphäre und den Charme des Authentischen, einer nie zerstörten, gewachsenen Stadt.

    Es gibt auf YouTube nicht wenige Reisevideos von Russen und Polen, die eine Reise nach Prag mit einem Abstecher nach Dresden (oft zusammen mit Böhmischer und Sächsischer Schweiz) verbinden.


    Und die Kommentare über Dresden - die ich mit Google Translate übersetzen lasse - sind zumeist überschwänglich bis begeistert. Der normale Tourist macht mE nach recht wenig Unterschied zwischen authentischer klassischer Architektur und Rekonstruktionen.

    Bei dieser direkten Gegenüberstellung kann man nur die Hände über den Kopf zusammen schlagen. Mir fällt kein anderes Adjektiv als "grotesk" ein, um dieses moderne Stadthaus in Relation zu seinem historischen Vorgänger zu beschreiben.

    Valjean Wenn ich mir z.B. die Innenstädte von Kiel, Bremen oder Hannover anschaue, was soll ich da anderes empfinden als Dankbarkeit, dass die Polen Danzig wiederaufgebaut haben?


    So weit ich weiß wurde das historische Zentrum Danzigs - wenn auch durchaus ansprechend - nur zu einem Teil wieder aufgebaut. Ohnehin bauten die Polen mehr Gdansk als Danzig wieder auf. Sie bauten ihre Stadt wieder auf und keine deutsche aber ich will mich auch nicht in Spitzfindigkeiten ergehen.


    Andere Städte erlitten ein deutlich nachteiligeres Schicksal:

    Obwohl die Stadt nach der Eroberung und den Brandstiftungen nahezu unzerstört geblieben war, wurde die gut erhaltene mittelalterliche Altstadt mit ihrer kleinteiligen Bebauung in den 1960er Jahren eingeebnet. Lediglich die Kirchen der Stadt, öffentliche Bauten, wie die beiden Rathäuser, die Ritterakademie und das Stadttheater sowie einige wenige Bürgerhäuser, wie die Heringsbuden, blieben als Fragmente der Altstadt bestehen, die daraufhin im sozialistischen Musterstil mit Wohnblöcken auf vereinfachtem Straßennetz neu angelegt wurde.


    Neben den eher positiven Beispielen des polnischen Wiederaufbaus vormals deutscher Städte, gibt es eben auch negative Ergebnisse.


    Aber diese Diskussion geht ja am Kern dessen vorbei, was "Rothenstein" zu Beginn äußerte: der persönlich empfundene Schmerz angesichts des Verlustes von Breslau. Die Mehrheit hier sieht das anders und das ist auch in Ordnung. Sie können dorthin reisen und eine gute Zeit verbringen, evtl. sich sogar dort niederlassen.

    Wenn ich nach Polen fahre, werde ich mir gerne Krakau anschauen; bei Städten wie Breslau dagegen ist der Schmerz über das Verlorene einfach zu gross, dass ich die Stadt geniessen könnte.

    Das beschreibt ebenso meine Gefühlswelt in Bezug auf Breslau und andere ehemalige deutsche Städte östlich von Oder und Neiße


    ich bin sogar dankbar dass das Schicksal von Städten wie Breslau oder Danzig nach dem Krieg in polnische und nicht in deutsche Hände gelegt wurde

    Ohne eine Grundsatzdiskussion eröffnen zu wollen - bei welcher ohnehin die allseits bekannten Positionen angeführt werden - aber solch eine Aussage ist für mich vollkommen unverständlich. Eine derartige Position ist so mE auch nur in Deutschland möglich.


    Und im Umkehrschluss müssten Königsbau und jene, die ihm in seiner Aussage beipflichten, ja geradezu bedauern, dass das Schicksal von Görlitz (ebenso Stralsund, Frankfurt/Oder und weiter gefasst auch Zittau, Bautzen und Dresden) nicht in polnische Hände gelegt wurden und diese "leider" bei Deutschland verbleiben mussten.

    Vor kurzem sah ich auf YouTube eine Sendung des Saarländischen Rundfunks (SR) über Weimar.


    "Städtetrip nach Weimar - Mehr als nur Goethe und Schiller" (Link: hier)


    Darin kam auch Architekt und Denkmalpfleger (!) Dr. Lutz Krause zu Wort.


    Der SR-Reporter stellte Lutz Krause folgende Frage:


    "Wo würde der Denkmalpfleger sagen, das hätte ich vielleicht anders gemacht, hätte ich freie Hand komplett gehabt?"


    Weimar Altstadt ist alles Pflaster und alles Naturstein und ich weiß nicht warum man das gemacht hat. Ich hätte mir vorstellen können in einigen Stellen, wo Geräusche vermieden und Erschütterungen vermieden werden sollen, in der Nähe vom Schloss und so, da hätte man auch mit Asphalt arbeiten können!

    Ich meinte eher, dass es nicht so sinnvoll ist auf dem Thema Feuer eine Kaufentscheidung zu treffen. Wir haben ja in der Tat nun gesehen, dass solche Statistiken voller Fallstricke sind, aber eines war überdeutlich: Wenn 25 E-Autos in Brand geraten sind pro 100.000, dann ist es nicht sonderlich rational dies für ein persönlich eintretendes Szenario zu halten. Bei den Verbrennern wären es 368 pro 100.000, ...


    Die Verantwortlichen der Stadt Paris haben nun die 149 E-Busse (d.h. die gesamte Flotte an E-Bussen) aus dem Verkehr gezogen nachdem sich zwei Busse binnen eines Monates spontan selbst entzündeten.


    Diese Entscheidung erachte ich durchaus für sehr sinnvoll - und auch sehr rational, wen du so willst. Ebenso die Entscheidungen der Verkehrsbetriebe verschiedener deutscher Städte, die unlängst ähnlich agierten.


    Elektrobus löste Großbrand aus – München zieht E-Fahrzeuge aus dem Verkehr

    Düsseldorf, Hannover, Stuttgart: Es ist bereits der dritte Großbrand in einem Busdepot. Und jedes Mal sind Elektrofahrzeuge beteiligt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft reagiert jetzt: Baugleiche E-Busse werden bis zur endgültigen Klärung der Brandursache in Stuttgart außer Betrieb genommen.


    Startseite > Lokales > Niedersachsen

    Brandgefährlich: Elektro-Busse aus dem Verkehr gezogen

    Weil Elektrobusse in Brand gerieten, wurden in vielen Städten die teuren Anschaffungen wieder aus dem Einsatz gezogen.

    Hannover - Eigentlich ist Niedersachsen in Sachen Elektro-Energie im Busverkehr ganz vorne mit dabei. In einem Bus-Depot in Hannover im Stadtteil Mittelfeld kam es im Juni jedoch zu einem Großbrand, bei dem das Feuer neun Fahrzeuge des Verkehrsunternehmens Üstra zerstört hatte. Daraufhin nahm das Busunternehmen Üstra die Elektro-Flotte vorerst aus dem Verkehr. Nicht nur in Hannover der Fall, immer häufiger kommt es vor, dass in Städten Elektro-Fahrzeuge vom Fahrplan gestrichen werden, die Gründe sind oftmals auf eine gemeinsame Sache zurückzuführen: Brandschutz.


    Quote from Chamfort

    Viele Brände finden auch noch im leeren Fahrzeug statt, weil geladen wird. Google einfach mal, was alles mit derselben Wahrscheinlichkeit eintritt. Du wirst feststellen, da ist so einiges dabei und noch viel mehr, was man trotzdem macht, und eine viel höhere Eintrittswahrscheinlichkeit hat.


    Wie beruhigend. Wie sieht es mit folgendem Szenario aus?


    Eine Mutter stellt den E-PKW kurz ab, um schnell in der Post ein Paket aufzugeben. Dabei lässt sie das Kleinkind im Kindersitz im Auto zurück und der Aufenthalt in der Post zieht sich aufgrund des großen Andranges deutlich in die Länge.


    Was meinst du, weshalb haben die Verkehrsbetriebe in Paris und anderswo die E-Busse aus dem Verkehr gezogen, wenn doch die Wahrscheinlichkeit eines Brandes bei E-Fahrzeugen doch gar nicht so hoch ist, wie es von dir und anderen dargestellt wird?


    Vielleicht sollte man den Verantwortlichen (in Paris und in anderen Städten) einfach die hier verlinkte Statistik zukommen lassen, um ihnen ihre Ängste zu nehmen?

    Valjean Natürlich ist es eine individuelle Entscheidung, die jedoch nicht auf Angstbasis getroffen werden sollte. Schaut man sich die nüchternen Zahlen an so sieht die Sache gleich anders aus, hier aktuell:

    Das ist alles relativ werter Majorhantines.


    Ein statistischer Wert über Brandvorfälle sagt noch gar nichts aus über Art und Weise des Brandes, d.h. über die Geschwindigkeit der Brandausbreitung und über ggf. einfache oder kompliziertere Löschmöglichkeiten.


    Ich meine schon, dass Eltern von Kleinkindern bei der Kaufentscheidung eines PKW's, den Aspekt der Sicherheit in der Regel sehr hoch gewichten. Diese Sorge mag für Außenstehende mitunter übertrieben wirken.

    Valjean Das ist ist ein Repost von meinem Beitrag vom 3. Mai hier im gleichen Strang. Aber immerhin ist das Video, das ich gesehen habe hier nun direkt verlinkt.

    Tatsächlich hatte ich deinen Beitrag mit der Verlinkung des Artikels der FAZ zu diesem Thema übersehen.


    Im Artikel des FOCUS ist, wie von dir richtig bemerkt, der Link zum YouTube-Video eingebettet und hier kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie schnell der Bus Feuer fängt. Im Internet kursieren ja zig Videos mit Elektro-Autos, die sich spontan entzünden.


    z.B. folgendes Video, von mir auf die Schnelle gefunden, aufgenommen von einer "TeslaCam" (hier) :


    teslacam-bmw-on-fire.png



    Eine junge Familie fuhr im Tesla auf einer Stadtautobahn in den USA. Vor ihnen fuhr ein Elektro-BMW und die Eltern im Tesla erkannten, dass der E-BMW gerade dabei war, sich zu entzünden. Sie fassten sich ein Herz, überholten den BMW und warnten den Fahrer ... gerade noch rechtzeitig.


    Am Ende ist es eine Frage der persönlichen Risikoabwägung. Als sportlicher Junggeselle kann man im Falle einer spontanen Selbstentzündung seines e-cars gewiss noch rechtzeitig aus dem Auto hüpfen, vielleicht noch cool mit eingestreuter Stunt-Rolle.


    Eine Familie mit kleinen Kindern, die hinten im "Maxi-Cosi" angeschnallt sind, kommt hier möglicherweise zu einem anderen Ergebnis in der Abwägung des Risikos.

    Eine Meldung aus einem Nachbarland im Westen:

    hört doch endlich auf mit dem Quatsch Polen A und B.

    Mit Polen hatte das längst nichts mehr zu tun. Der Punkt ist die Unterstellung, dass ich bewusst eine Falschbehauptung platziert hätte, zudem noch weitere Beleidigungen, Unterstellungen und bis zuletzt ein Nachtreten, welches meiner Auffassung nach schon pathologische Züge aufweist. Das ist dann keine Frage politischer oder geschichtlicher Differenzen, sondern eine Frage des Anstandes und der Umgangsformen, letztlich der Aufrichtigkeit.

    Was für abstruse Gedanken in deinem Kopf herumspuken! Deine Geringschätzung Russlands stört mich sehr. Du scheinst es für eine Art Bananenrepublik zu halten.

    Eine abermalige Entgleisung deinerseits, anschließend mit einer weiteren Unterstellung.


    Du hast noch nicht mal den Mumm, dich für die vorangegangene Entgleisung zu entschuldigen:

    Die Einteilung "Polen A" und "Polen B" ist Nonsens, und ich vermute, dass es sich dabei um eine bewusste Falschbehauptung handelt

    (Nochmals der Link zum Wikipedia-Artikel über Polen A und B : hier)


    Ich kann nur mehr den Kopf schütteln, ob solch eines Ausmasses an Unsachlichkeit und Gehässigkeit.


    Nun, ich werde mich aus diesem Forum erst mal zurückziehen.

    Das ist einfach geraderaus gelogen. Sorry, deswegen extra einen Post zu machen, aber da dieser Anwurf mich als Erstes traf, muss ich das richtigstellen. Ich habe in keinster Weise auch nur andeutungsweise ,,in gleicher Stoßrichtung Zuschreibungen" vorgenommen!


    Zur Klarstellung: Ich bezog mich auf folgenden Kommentar, inklusive bildlicher Darstellung:

    Ihr erinnert mich manchmal an diese Jungs hier in den USA, nur dass wir hier gottseidank noch nicht zusätzlich auch noch diesen religiösen Eifer im Lande haben:


    Darauf folgte dann eine Antwort

    Wie auch? Ist doch der religiöse Eifer eindeutig auf eurer Seite zu verorten [...]


    Ich dachte Mandorin bezog sich auf diese Konversation.

    Valjeans "persönliche Entscheidung" ist ein ganz simpler Ausdruck von Polenfeindschaft. Was es mit "deutschem Patriotismus" zu tun haben soll, nicht in die ehemaligen Ostgebiete zu fahren, bleibt sein Geheimnis.

    Meine Beweggründe sind ähnlich gelagert wie jene Johannes R. Bechers und Becher war gleichwohl Sozialist und deutscher Patriot. Ein Kurt Schumacher hätte dies wohl ähnlich gehandhabt. Tatsächlich ist es meine persönliche und freie Entscheidung so zu verfahren.


    Diese Haltung ist unversöhnlich, feindselig und dumm. Bemerkenswert auch, dass er sich darüber freut, dass Königsberg heute russisch ist und nicht polnisch. Sowas lässt sich bei einem "deutschen Patrioten" nur mit Feindschaft gegen Polen erklären.

    Natürlich. Auf die Idee, dass eine russische Enklave evtl. in einer fernen Zukunft einfacher wieder deutsch wird werden können, als ein Teil des polnischen Staatsgebietes, darauf kommt Rastrelli erst gar nicht. Darüber hinaus bin ich tatsächlich der Auffassung, dass Polen mehr als genug deutsches Staatsgebiet - pardon "rückgewonnene Gebiete" - erhalten hat.


    Die Einteilung "Polen A" und "Polen B" ist Nonsens, und ich vermute, dass es sich dabei um eine bewusste Falschbehauptung handelt


    Auszug aus Wikipedia:

    Poland A and B (Polish: Polska A i B) refers to the historical, political and cultural distinction between the western and the eastern part of the country, with Poland "A", west of the Vistula, being much more developed and having faster growth than Poland "B", east of the river.

    (In diesem Wikipedia-Artikel ist übrigens auch eine Karte mit dem Schienennetz Polens im Jahr 1953 abgebildet: hier)


    Im Grunde genommen stellen deine Unterstellungen eine Entgleisung dar. Dies überrascht mich allerdings keineswegs, wirft es doch ein Schlaglicht auf die Diskussionskultur von bestimmter Seite.


    An der Diskussion hatte ich mich zuletzt gar nicht mehr beteiligt und habe dies auch nicht mehr vor. Aber deine Einlassung zielte doch sehr auf mich persönlich ab (ad hominem), daher meine Reaktion.

    Dein Einsatz für deine Heimatregion ist aller Ehren wert.


    Auf dem Gebiet der alten Bundesrepublik gibt es folgende Städte (in etwa) vergleichbarer Größenordnung: Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Augsburg, Kassel, Braunschweig, Lübeck, Kiel, Bonn, Aachen, Münster. Die drei letztgenannten befinden sich zudem wie M'Gladbach in NRW sind aber ungleich berühmter, zumindest kann ich diese Städte gedanklich auf Anhieb mit bestimmten städtischen Bildern verbinden. Klar, Aachen und Münster haben eine bedeutende geschichtliche Tiefe, auch innerhalb Gesamtdeutschlands. Und schließlich gibt es auch noch die ein oder andere größere Stadt im Ruhrgebiet von der man ebenfalls wenig hört und von Kiel habe ich auf Anhieb auch kein städtebauliches Bild parat.


    In den neuen Ländern kommen Städte wie Rostock, Magdeburg, Halle, Chemnitz und Erfurt als Vergleichsgrößen hinzu.


    Doch selbst Chemnitz scheint mir persönlich städtebaulich deutlich präsenter als M'Gladbach. Gut, ich komme auch aus dem nördlichen Ostbayern und habe einst in Sachsen studiert


    Vielleicht ist es der Schatten, den das nahe gelegene Düsseldorf wirft und Gladbach abdunkelt?