Wie soll es nach dem Dom-Römer-Projekt in der Altstadt weitergehen? Visionen, Wünsche, Projekte

  • Ich kenne mich leider mit den Nutzungen und Besitzverhältnissen in Frankfurt nicht aus, aber was ist mit folgenden, von mir rot eingefärbten Arealen, in unmittelbarer Nähe zum aktuellen Rekonstruktionsvorhaben? Beide wirken auf mich wie schlechte Wiederaufbauleistungen der Nachkriegszeit mit geringer Dichte und kaum städtebaulicher oder architektonischer Qualität.



  • https://picload.org/infonail/d…tfrankfuert2unbenannt.jpg
    https://picload.org/view/daogw…kfuert2unbenannt.jpg.html
    <a href="https://picload.org/view/daogwwdr/altfrankfuert2unbenannt.jpg.html" target="_blank"><img src="https://picload.org/infonail/daogwwdr/altfrankfuert2unbenannt.jpg" /></a>
    https://picload.org/infonail/d…tfrankfuert2unbenannt.jpg
    Kann mir jemand beim einbinden der Karte mit der Markierung zum alten Börsen Areal helfen (das Bild passend auf dieser Seite uploaden einbinden?

  • "Stadtbauer", Du nimmst einfach den richtigen Teil mit der reinen Bildadresse aus Deinem missglückten Link. Den kopierst Du in Dein Posting.


    Dann markierst Du Deinen Link, gehst oben auf das Kettensymbol "Link" und trägst diese Link bei "Link einfügen" nochmals unter "URL" ein.


    https://picload.org/view/daogw…kfuert2unbenannt.jpg.html


    Voila.


    Zu Novaearions Frage: Im Areal südlich der Saalgasse befindet sich teils Wohnbebauung (schwierig. man müsste Leute entmieten. zu den Eigentumsverhältnissen kann ich nichts sagen) sowie ein Gebäude der evangelischen Kirche. Dieses könnte irgendwann aufgegeben und abgerissen werden. Da gilt es frühzeitig zu schauen, welche Gebäude dort einst standen.

  • Ah meines Wissens befindet sich ein Teil des Altstadt Areals im Besitz einer kirchlichen Baugesellschaft. Der Rest gehört überwiegend der Stadt Frankfurt oder eine ihrer Tochtergesellschaften u. A. Nassauische Heimstätte. Hierzu muss man wissen das es in Hessen ab 1948 ein Enteignungsgesetz beim Wiederaufbau gab welches die Enteignung der privaten Alteigentümer durchsetzte (angeblich zum Zwecke eines schnelleren Wiederaufbaues). In Hessen geschah dies unter sozialistischem Vorzeichen (Stichworte SPD, geprägt durch Ideologie Stichwort Neues Frankfurt, autogerechte Stadt, Ablehung von privatem Grundbesitz etc.). Die Alteigentümer wurden um den Wiederaufbauwert ihrer Grundstücke massiv geprellt. Bereichert hat sich hierbei auch die Evangelische Kirche. Nur durch diese Enteignungen und das schaffen von Besitzmonostrukturen konnte eine derartige radikale Umwandelung eines solchen Areal mit einer vorher vielfältigen und komplexen Grundbesitzstruktur durchgesetzt werden. Im Heute ist dies natürlich in Hessen auch eine Chance zum historischen Wiederaufbau und zu einer Reprivatisierung dieser Flächen (Einnahmen für die kommunalen Haushalte durch Grundstücksverkäufe, Werthebung). Diese Enteignungen hat es auch in Darmstadt (der öffentlichen Hand gehören 70% des Altstadtareals) und Kassel gegeben.
    Die Evangelische Kirche hat mit ihrer Bauprojekten teilweise in den letzten Jahren den Altstadtwiederaufbau gezielt torpediert (neuer Glaskasten gegenüber dem Haus Wertheim etc.).Ich sehe hier jedoch auch Chancen. Zum einen die Kirche braucht in den nächsten Jahren Geld (Kirchensteuereinnahmen sinken) und könnte deshalb gewillt sein Grundstücke zu veräußern. Des Weiteren bietet sich bei der Kirche auch die Möglichkeit an, Sie mit einer Kampagne vor sich herzutreiben und zu Verkäufen von Altstadtgrundstücken zu animieren. Hierbei sollte man gezielt in moralisierendem Grundton die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen das die Kirche sich am Grundbesitz von Bombenopfern bereichert hat und eine moralische Verpflichtung hätte am heutigen Wiederaufbau mitzuwirken um diese Schuld zu sühnen. Mit einer derartigen Argumentation ließe sich die Kirche sicherlich (nach öffentlichem Druck, Internetkampagne) zu Zugeständnissen bewegen. Das Faktum dieser Enteignungspolitik in Hessen ist bis Heute weiten Teilen der Öffentlichkeit nicht bekannt. Das schreiben z.B. von Wikipedia Artikeln zu diesem Gesetz und seinen Auswirkungen auf den Wiederaufbau könnte ein Einstieg sein um das Thema bekannter zu machen.

  • neuer Glaskasten

    Danke, "Stadtbauer", für die interessante historische Anmerkung. Zu den aktuellen Eigentumsverhältnissen kann ich leider nichts sagen. Das wäre aber sicherlich irgendwie recherchierbar. Trotz der Eigentumsfrage bleibt aber stets auch die Situation der Mieter im Auge zu behalten. Man kann nicht einfach eine große Anzahl von Mietern vor die Tür setzen für Flächenabrisse mit anschließendem rekonstruktivem Aufbau, der zu Wohnungen für Besserverdienende führt.


    Bezüglich des Hauses der evangelischen Kirche in der Saalgasse bin ich bei Dir, dass es irgendwann zur Entscheidung über dessen Zukunft kommen wird. Dass man die evangelische Kirche allerdings moralisch vor sich in Richtung Rekonstruktionen hertreiben könnte, halte ich für naiv. Die evangelische Kirche hält sich selbst für eine moralische Oberinstanz. Und wenn schon Schuldgefühle, dann werden sie auf die angeblich hungernden Massen in Afrika projiziert. Der "Glaskasten", die neue Evangelische Akademie Frankfurt, ist ganz bewusst aus dem Altstadtrahmen herausfallend konzipiert worden. Es ist ein durchweg ideologisch gemeinter Bau, durch den "Transparenz" und "offene Gesellschaft" symbolisiert werden sollen. Gegen so viel (triefende) Moral kommt die Forderung nach Fachwerkhäusern nie und nimmer an. Man kann nur darauf setzen, dass die irgendwann verkaufen und der neue Eigentümer (die Stadt oder ein Privatinvestor) zu einer Rekonstruktion bewogen werden kann, sofern dort etwas relevantes bzw. attraktives stand (das müsste recherchiert werden).

  • Das Projekt Alte Mainzer Gasse wäre am einfachsten umzusetzen. Die Antwort auf die Frage ist eine schrittweise Umsetzung des Zastrau-Planes.


    Gegen ideologisch gemeinte Bauten von Kirchen wenden sich zu Recht die Zahler entsprechender Steuern. Zugleich sind Kirchen aber auch nie Trendsetter, sondern hängen immer etwas bieder der Zeit nach. Ich verwehre mich gegen den Gedanken, dass Glasbunker modern sein sollen. Es ist sehr wichtig solche Bauentscheidungen zu thematisieren wie das die Bürger für Frankfurt tun.

  • Für das Projekt Paulsplatz/Neue Kräme dürfte ja wirklich leicht ein Investor zu finden sein. Man muss nur ein paar Auflagen bezüglich der Fassade machen und Ruckzuck steht der Block mit Wohn und Gewerbeflächen.


    Und eine Nutzung für die „Alte Börse“? In öffentlicher Hand täte sich das Geldmuseum der Bundesbank anbieten, bei einer privaten Nutzung zB ein Showroom für Porsche, ähm Tessla, ähm es ist ja Frankfurt, ein Fahrradhändler.


    Das größte Problem dürfte der Widerstand gegen die Politik und große Teile der Bevölkerung sein den freien Platz den man ja für den Weihnachtsmarkt braucht, zu bebauen. Der Frankfurter hat ja wenige Probleme mit öde Stadtplätze.

  • Der Frankfurter hat ja wenige Probleme mit öde Stadtplätze.

    Es gibt aber ödere Stadtplätze als den Paulsplatz. Das Problem ist doch vielmehr die die Altstadt zerschneidende Berliner Straße. Diese verschwindet aber durch eine etwaige Rekonstruktion der alten Börse nicht, es entsteht nicht einmal ein Riegel zur Straße.


    Aus meiner Sicht wäre der nächste wichtige Schritt die Wiederherstellung des alten Stadtgrundrisses im Bereich der Berliner Straße.

  • Das sehr ich grundsätzlich ähnlich!


    Zitat: Aus meiner Sicht wäre der nächste wichtige Schritt die Wiederherstellung des alten Stadtgrundrisses im Bereich der Berliner Straße.


    Die Wiederherstellung des Häuserblocks alte Alte Börse wäre ein erster weiterer Schritt zur Stadtreparatur. Insbesondere die Braubachstraße erhielt wieder eine gewisse Geschlossenheit.


    Ein weiterer späterer entscheidender Schritt wäre eine Verlängerung des Tunnels Berliner Strasse (von seinem jetzigen Ende Kreuzung Berlinerstr. / Münzgasse bis nahe der Kreuzung Battonstr. / Kurt-Schmumacher Strasse) Länge 800 Meter (siehe Google Earth Satellitenbild/Karte). Ein solcher Tunnel würde, nach einem Abriss der hässlichen und runtergekommen Sozialwohnblöcke (Besitz Stadt Frankfurt) im Bereich nördlich der Berliner Strasse, eine kompletten städtebaulichen Neuordnung des Gesamtareals ermöglichen sowie auch den Bau unterirdischer Parkhäuser (durch Privatinvestoren zur Erschließung des Areals). Im Rahmen dieser Neuordnung sollte das historische Straßenraster als Grundlage dienen. Das ganze Areal könnte dicht bebaut werden mit einigen Rekonstruktionen und angepassten Neubauten (im Rahmen einer Altstadt Gestaltungssatzung). Die derzeitige Nutzung ist eine Vergeudung von Volksvermögen. Denn für den Wert der Grundstücke auf dem diese Sozialbauten stehen könnten am Stadtrand 4 Mal so viele moderne Sozialwohnungen errichtet werden. Desweiteren bietet die deutliche Nachverdichtung dieses Areals (derzeit ist es im Stil einer locker bebauten Vorstadt gehalten) eine großes Werthebungspotenzial welches der Stadtkasse zugute kommen könnte.


    Fazit einer solcher Transformationsprozeß bietet für die Mehrheit der Bürger Frankfurts einen klaren Mehrwert an Urbanität, Identität und wirtschaftlicher Prosperität (Tourismusförderung, Standortimage).


    Die Bebauung des Alte Börsenareals sehe ich als einen derzeit realistisch umsetzbaren ersten Teilschritt auf dem Weg zu einer späteren Gesamtlösung.

  • Seh ich genauso.
    Sozialbauten in der Innenstadt sind eine nett gemeinte Sache, aber in dieser Form einfach nicht tragfähig. Diese Bauten sind eine wahnsinnige Platzverschwendung gegen jeden gesunden Menschenverstand. Da leben ein paar wenige Menschen zu günstigen Preisen sehr privilegiert.


    Wenn schon innerstädtischer Sozialbau, dann in urbanen und verdichteten Strukturen. Und immer anteilmäßig mit gehobeneren Wohnungen, sprich es muss eine Durchmischung geben. Sonst kippen solche Viertel auch schnell mal. Gerade im altstädtischen Bereich haben diese Bauten aber gar nichts mehr zu suchen, man kann ja gerne einen gewissen Anteil an gefördertem Wohnraum bei kleinteiliger Neubebauung durchsetzen. Wird ja bei Hochhausprojekten und anderen Neubauquartieren auch gemacht.

  • Widerstand gegen die Politik und große Teile der Bevölkerung sein den freien Platz den man ja für den Weihnachtsmarkt braucht

    Widerstand gegen "große Teile der Bevölkerung" ist immer schlecht. Denn es ist nun einmal ihre Stadt, und sie sollen sich darin wohlfühlen. Nichts ist aber gegen Überzeugungsarbeit zu sagen.


    Der freie Platz wird weniger für den Weihnachtsmarkt benötigt. Der Paulsplatz würde ja in verkleinerter Form weiter existieren. Es geht vielmehr auch um die Außengastronomie der Eissalons an der Neuen Kräme. Die könnten dann natürlich einpacken, was nicht so schön ist.


    Bezüglich eines Tunnels statt der Berliner Straße muss man natürlich die Kosten im Auge behalten.


    Nimmt man die Strecke vom Börneplatz bis zum Theatertunnel, sind das ca. 750 Meter. Das ist ein Viertel des Beispiels aus München. (http://www.sueddeutsche.de/mue…-fuer-kilometer-1.2576417) Also mit 100 Millionen Euro Minimum müsste man für diese Verkehrsmaßnahme rechnen, vermutlich aber deutlich mehr. Es ist ja die Tunnelröhre der U4/U5 zu beachten usw.usf. Dies fällt in eine nicht einfache Finanzsituation in Frankfurt, bei der sich ankündigt, dass die goldenen Jahre vorbei sein könnten. (http://www.fnp.de/lokales/fran…g-schaffen;art675,2831804). Hinzu kommen dann die Flächenabrisse entlang der Berliner Straße, um Platz für eine Neustrukturierung zu schaffen.


    Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass diese anders ausfallen würde, als noch höhere Gebäude mit noch größerer Flächenausnutzung zu schaffen. Im Areal um den Bundesrechnungshof hätte man ja behutsame Stadtreparatur betreiben können. Sogar Rekonstruktionen hatte die "Jungen Union" seinerzeit ins Gespräch gebracht. Heraus kommen nun Raster-Blocks von KSP Engel, die "Kornmarkt-Arkaden". Sehr viel anders bzw. besser dürfte eine Neubebauung über einer untertunnelten Berliner Straße derzeit nicht ausfallen. Da braucht sich niemand Illusionen machen.

  • Wäre das Fünffingerplätzchen auch ohne Abriss des Schirncafés schon rekonstruierbar? Unter Verzicht auf den rechten Teil der Goldhutgasse mit den Hausnummern 2-10? Oder habe ich mich beim übereinanderlegen von Ravensteinplan und heutigem Plan vertan?



    Die originale OpenStreetMap die ich nutzte (gemeinfrei):



    Quelle: https://osm.org/go/0D0YsMsSH


    Ravensteinplan von 1861:



    https://commons.wikimedia.org/…ntwicklung.jpg?uselang=de


    3D Modell von Jörg Ott:



    https://commons.wikimedia.org/…VAM-JoergOtt-Luftbild.jpg


    Das wunderbar pittoreske Fünffingerplätzchen:



    http://www.skyscrapercity.com/…p=146537925#post146537925

  • Wikipedia sagt dazu: Am Ort des ehemaligen Fünffingerplätzchens befindet sich heute der westliche Eingang zur Schirn-Rotunde.

  • Am Donnerstag, 14.6., findet um 20 Uhr im Stadthaus eine FAZ-Veranstaltung/Bürgergespräch zum Thema "Und was rekonstruieren wir als nächstes?" statt.


    Die Gäste sind Michael Guntersdorf, der Architekt M. Jordi (baute mehrere Häuser im Dom-Römer-Areal), Planungsdezernent Mike Josef, Peter Cachola Schmal (Leiter des Architektur-Museums), Jan Schneider (Baudezernent).


    Hier kann man sich anmelden: https://leserservice.faz.net/veranstaltungen/


    Ich werde aber nicht hingehen. Podiums-Teilnehmer Cachola Schmal will ich mir nicht antun, und Mike Josef wird auch wohl keine positive Antwort zu dem Thema finden. Pro Altstadt erwünscht sich rege Teilnahme aus der Bürgerschaft. Und jeder der träumt, dass jetzt die ganz große Reko-Welle in Frankfurt kommt, dürfte hier wirklich ein realistisches Bild der Lage mitbekommen.


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    Am gleichen Tag findet eine weitere Veranstaltung zum Thema statt (seltsames Timing): Donnerstag, den 14. Juni, um 19 Uhr, in der Frankfurter Sparkasse, Neue Mainzer Straße 49.


    Der Stadtsoziologe Andreas Hansert möchte gemeinsam mit der Architektin Frau Prof. Anne-Christin Scheiblauer (emeritierte Professorin der Fachhochschule) experimentell "die Altstadt weiterdenken". Haus Braunfels, Neue Börse und Haus Fürsteneck - Reflektion bedeutender Häuser und evtl. Wiederaufbau?, heißt es. Darüber wird diskutiert.

  • Ich werde aber nicht hingehen. Podiums-Teilnehmer Cachola Schmal will ich mir nicht antun, und Mike Josef wird auch wohl keine positive Antwort zu dem Thema finden. Pro Altstadt erwünscht sich rege Teilnahme aus der Bürgerschaft. Und jeder der träumt, dass jetzt die ganz große Reko-Welle in Frankfurt kommt, dürfte hier wirklich ein realistisches Bild der Lage mitbekommen.

    Genau deshalb solltest du hingehen! Jede Stimme die sich erhebt zählt!

  • Das muss Heimdall selber einschätzen.
    Aber immerhin gut, dass immerhin diskutiert wird!

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ich bin morgen bei der Veranstaltung im Haus am Dom....kommt noch wer hier aus dem Forum, wäre auch mal eine Gelegenheit sich kennenzulernen?!

  • Mir als fast noch jugendlichem Ostdeutschen und somit Nicht-Frankfurter ist es leider nicht möglich, daran teilzunehmen, aber ich möchte mal ausdrücklich mein Interesse bekunden. Berichtet also bitte von den Ergebnissen der Veranstaltung und ob sich die Stimmung zu Gunsten von Rekonstruktionen ein wenig gewandelt hat. :daumenoben:

  • Nur kurz zu gestern Abend:


    Die Veranstaltung war recht Prominent besetzt, neben den Moderatoren der FAZ mit Michael Guntersdorf (Dom-Römer), Marc Jordi (Architekt), Peter Cachola Schmal (Direktor Architektur Museum), Mike Josef (SPD), Jan Schneider (CDU).



    Die nun fast fertiggestellte Bebauung wurde -wider erwarten- im Grunde von allen sehr positiv bewertet -sogar von Herrn Schmal ;) .


    Auf Nachfrage bei Herrn Jordi, ob er sich -wie von Mäckler gefordert- die Altstadtbebauung auch ohne die relativ hohe Anzahl von Rekonstruktionen hätte vorstellen können, wurde dies zu meiner Überraschung von ihm verneint :applaus: . Er war ziemlich "Pro-Reko" eingestellt, was mich doch (trotz seiner beiden gelungenen Neubauten) sehr positiv überraschte.


    Auf die Frage in die Runde wer sich weitere Rekonstruktionen vorstellen könnte, kamen dann auch nur von ihm, bzw. Herrn Guntersdorf verhalten positive Signale.


    Ich war einigermaßen erschüttert wie unprofessionell teilweise von anwesenden Zuschauern, die dem "Pro-Altstadt-Lager" zuzurechnen sind argumentiert wurde (zur Paulskirche, wie zum Schauspielhaus). So kann man "keinen Blumentopf gewinnen"..... Auch -negativ- überrascht war ich, wie viele Zuschauer -und ich meine hier keine Architekten/Alt-68iger- für eine Erhaltung des Schauspielhauses/ der Paulskirche in der bisherigen Form plädierten.