Posts by Götzenhainer

    Ich würde davon ausgehen dass der Gebäudeteil im Zuge des Braubachstraßendurchbruchs und der damit verbundenen Neubebauung komplett abgerissen wurde und dem Gründerzeitler nur die sandsteinernen Fassadenteile vorgeblendet wurden. Die Obergeschosse waren massiv -allerdings den Überhang der ehemaligen Fachwerkgeschosse zitierend- errichtet worden.


    Hier ein Bild vom Dom 1947:

    Riegel, wir sind da einer Meinung, vielleicht hast Du es überlesen, auch ich gehe davon aus dass das Haus zum Rebstock (Nr.15) 1944 komplett vernichtet wurde. Nur die fünf weiteren 1970 abgebrochenen Bauten hatten noch "historische" Substanz (wenn auch teils erst von 1940). Insgesamt wurden aber sechs Gebäude für das TR abgebrochen.


    Das Hintergebäude des Esslingers hat in der Tat noch gestanden. Es befand sich an der Neugasse in Braubachstraße 27 (heutige Hausnummer, früher 25) integriert. Ich habe ein Detailfoto davon aus dem Jahre 1963, kann ich hier einstellen wenn ich aus dem Urlaub zurück bin. Es wurde übrigens beim Neubau, obwohl eigentlich keine Reko wiederhergestellt.

    Hallo Riegel, die fünf Bauten an der Braubachstraße sind ja unstrittig :

    Braubachstraße 31

    Braubachstraße 29

    Braubachstraße 27

    Braubachstraße 23

    Braubachstraße 21


    Das sechste, Braubachstraße 15 (Zum Rebstock) wurde in der Tat 1944 zerstört, aber ja im Zuge mit Nummer 21 (EG erhalten) wiederbebaut. So gesehen sind sechs Häuser abgebrochen worden.


    Nur fünf davon erhielten allerdings noch "historische" Substanz, wobei man davon streng genommen bei Braubachstraße 23 (erst 1940 fertiggestellt) auch schon nicht mehr wirklich sprechen kann.

    Ist ein bisschen "Definitionssache"... An der Braubachstraße wurden tatsächlich fünf Häuser abgerissen. Der in Teilen des Erdgeschosses bis dahin erhaltene Rebstockhof stammte aber - und besteht heute wieder-aus zwei Gebäuden. Also wurden insgesamt sechs Gebäude beseitigt, aber nur fünf lagen direkt an der Straße.

    In Zwischenzeit ist ein Teil der Schnitzereien im Historischen Museum ausgestellt. Das ganze Thema hatten wir schon öfter. Nachdem die Rekonstruktion der Ostzeile 1984 abgeschlossen war, hatte eine Spendensammlung für die Rekonstruktion des Salzhauses begonnen, die aber leider erfolglos blieb. Da leider das "neue Salzhaus" nun aber unter Denkmalschutz steht, stehen die Chancen denkbar schlecht. Darüber hinaus kann es nur rekonstruiert werden, wenn gleichzeitig die Häuser Frauenstein und Wanebach mit einbezogen werden. Dies hat zum einen natürlich ganz klar optische Gründe, zum anderen kann man das neue Salzhaus aber nicht einfach so abtragen, da es mit den neuen Häusern Frauenstein und Wanebach eine Einheit bildet. Die ganze Maßnahme wäre somit extrem teuer. Wo das Geld -selbst wenn wir den Denkmalschutz außer acht lassen würden- herkommen soll weiß ich nicht. Es kommt ja nicht einmal die vergleichsweise geringe Summe für den "Langen Franz" zusammen.

    Also nach meinem Wissensstand ist die Rekonstruktion des Pfeilerhauses auf absehbare Zeit kein Thema. Als der Umgestülpte Zuckerhut wiederaufgebaut wurde, sollte dem modernen Pfeilerhaus die historische Fachwerkfront vorgeblendet werden. Dies wurde vom Denkmalschutz - denn der 50iger-Jahresbau steht unter Denkmalschutz-strikt abgelehnt. Auch der Schmuckpavillon musste erhalten und saniert werden. Ein Abbruch dürfte somit nicht realistisch sein

    Zumindest in den nächsten 30 Jahren wird hier sicher nichts kommen, weil:


    - Römerberg-Westzeile 2018 gerade saniert -und zwar mit Absicht vor Eröffnung des Dom-Römer-Projektes um keine weiteren Begehrlichkeiten zu wecken (sagt einem jeder Politiker unter der Hand auch direkt so ins Gesicht) , somit scheitert Römer 2.0, da hier die wichtigsten Reko's gewesen wären, zudem Probleme wegen dem Grundriss


    - Römerberg-Nordzeile, teilweise saniert und unter Denkmalschutz


    -Alter Markt, Deckel über den U-Bahn-Abgang, wegen dem Schirn-Cafe kein originalgetreuer Aufbau möglich


    -Garküchen, Antrag zum Wiederaufbau gerade gescheitert


    -Gebiet um die Buchgasse/Karmeliterkloster saniert und-/ oder neu bebaut


    -Gebiet um die Fahrgasse/Fischerplätzchen saniert und-/oder neu bebaut


    -Schirn, gerade Saniert, damit in Zusammenhang die Saalgasse. Die postmodern bebaute Nordseite negiert den originalen Straßenverlauf, womit es auch für die Südseite schlecht aussieht


    -Umgebung Hirschgraben/ Weißadlergasse gerade neu bebaut (Helvetia Versicherung, Romantik-Museum etc.)


    -Mainuferbebauung saniert, oder neu bebaut (Mäckler-Projekt an der Leonhardskirche, Projekt am Fahrtor)


    -Töngesgasse, in den letzten Jahren rege, moderne Neubautätigkeit


    Klar eine einzelne Reko eines Idealisten ist natürlich immer möglich, größere Projekte scheiden aber praktisch aus

    Die eingestellten Aufnahmen sind insgesamt sehr interessant, leider weiß ich nicht genau wo sie entstanden sind. Sie müssten aber im näheren Umfeld des Donau Abschnittes zwischen Regensburg und Aschau entstanden sein, vielleicht erkennt ja noch jemand etwas:

    Man soll froh sein ja... Und das bin ich auch. Kritik sehe ich auch nicht als Nörgelei, sondern als Anregung zur Verbesserung für zukünftige Projekte.


    Zum Beispiel verstehe ich nicht, warum die doppelten Fenster überhaupt eingebaut wurden. In meiner Nachbarschaft wird gerade ein Fachwerkhaus hervorragend saniert (Bilder folgen). Dieses hat hervorragend rekonstruierte Fenster mit Bleiverglasung die die Energievorgaben sehr wohl erfüllen.


    Probleme bei der Goldenen Waage sehe ich wie gesagt bei den Fenstern und ganz besonders bei den Fußböden, die die Anmutung von "gehobenen Holzfachmarkt Fertigböden" haben. Dies gilt auch für den Aussenbereich um das Belvederchen und insbesondere für die Treppe zu diesem.

    Die Goldene Waage ist auch ein sehr schönes Rekoprojekt, keine Frage. Es muss aber auch mal Kritik erlaubt sein, was man besser machen kann und nicht alles gelobt werden, Hauptsache es sieht halbwegs traditionell aus. Die Außenrekonstruktion ist wahnsinnig gelungen, auch die Stuckdecke. Aber ansonsten ist die Anmutung im Inneren wenig überzeugend, sieht man auf den Fotos vielleicht auch nicht so gut, wie wenn man selbst in den Räumen steht, wozu ich bereits Gelegenheit hatte. Doppelfenster gab es in der Goldenen Waage bis 1944 keine, aber man hätte - wenn man schon Doppelfenster macht- die Innenfenster zumindest historisch gestalten können.