Posts by Götzenhainer

    Da kann ich mich nur anschließen! Die Hegelstraße ist mit die schönste Prachtstraße der Gründerzeit die sich in Deutschland erhalten hat finde ich :applaus:

    In der Form bis 1945 wird es zumindest ziemlich sicher nicht aufgebaut. Im dem Bau wurde 1922 von Streicher die NSDAP Ortsgruppe Nürnberg gegründet. Die Reaktionen bei einem originalgetreuen Wiederaufbau kann man sich vorstellen....

    Ich empfehle in diesem Zusammenhang die Anschaffung der Nürnberger Altstadtberichte, seit 1976 jährlich herausgegeben von den Altstadtfreunden. Das Heft von 1986 beschäftigt sich sehr detailliert und reich bebildert mit den einzelnen Abbrüchen der erhaltenen/gering beschädigten Bürgerhäuser seit 1945. Die Hefte sind oft für einen Euro zu haben, das aktuelle Exemplar bekommt man als Mitglied jährlich zugeschickt. Die Qualität der Berichte hat zwar seit dem Tod von Erich Mulzer 2005 etwas gelitten, dennoch sind sie sehr lesenswert.

    Wurde eigentlich schon mal bei den Besitzern des Hauses Marktgasse 2 in dem sich Elektro Licher befindet vorsichtig angefragt? Ich befürchte aufgrund des ziemlich geringen Abstands dürfte sich der Wiederaufbau sehr ungünstig auf die Lichtverhältnisse im Gebäude auswirken und daher der Wiederaufbau auf wenig Gegenliebe stoßen....

    Eigentlich sollten auf jeden Fall Langer Franz und Kleiner Cohn rekonstruiert werden, siehe zum Beispiel hier:


    https://www.bff-frankfurt.de/artikel/index.php?id=1273


    In einigen weiteren Artikeln war davon die Rede -wenn genug Geld zusammenkäme- auch das Dach des Nordbaus (Kämmerei) anzugehen. Von den Dächern des Südbaus (fehlende Giebel etc.) und dem Treppenturm habe ich allerdings auch noch nie irgend etwas gelesen/gehört?!


    Davon abgesehen konzentriert sich die Sammlung momentan nur auf den Langen Franz und selbst hier kommt leider nicht viel zusammen.

    Es ist im Erdgeschoss (rechts) noch alte Substanz. Die Obergeschosse waren verputztes Fachwerk im Giebel beim Original auskragend. Heute massiv gemauert (wie man auch an der Traufseite erkennen kann) . Auch stimmt die Fensteraufteilung eben nicht. Im ersten Stock ehemals drei Fester, jetzt vier, der Überhang im Giebel wurde beseitigt. (Bilder von der Homepage des Restaurants)

    Ich würde davon ausgehen dass der Gebäudeteil im Zuge des Braubachstraßendurchbruchs und der damit verbundenen Neubebauung komplett abgerissen wurde und dem Gründerzeitler nur die sandsteinernen Fassadenteile vorgeblendet wurden. Die Obergeschosse waren massiv -allerdings den Überhang der ehemaligen Fachwerkgeschosse zitierend- errichtet worden.


    Hier ein Bild vom Dom 1947:

    Riegel, wir sind da einer Meinung, vielleicht hast Du es überlesen, auch ich gehe davon aus dass das Haus zum Rebstock (Nr.15) 1944 komplett vernichtet wurde. Nur die fünf weiteren 1970 abgebrochenen Bauten hatten noch "historische" Substanz (wenn auch teils erst von 1940). Insgesamt wurden aber sechs Gebäude für das TR abgebrochen.


    Das Hintergebäude des Esslingers hat in der Tat noch gestanden. Es befand sich an der Neugasse in Braubachstraße 27 (heutige Hausnummer, früher 25) integriert. Ich habe ein Detailfoto davon aus dem Jahre 1963, kann ich hier einstellen wenn ich aus dem Urlaub zurück bin. Es wurde übrigens beim Neubau, obwohl eigentlich keine Reko wiederhergestellt.

    Hallo Riegel, die fünf Bauten an der Braubachstraße sind ja unstrittig :

    Braubachstraße 31

    Braubachstraße 29

    Braubachstraße 27

    Braubachstraße 23

    Braubachstraße 21


    Das sechste, Braubachstraße 15 (Zum Rebstock) wurde in der Tat 1944 zerstört, aber ja im Zuge mit Nummer 21 (EG erhalten) wiederbebaut. So gesehen sind sechs Häuser abgebrochen worden.


    Nur fünf davon erhielten allerdings noch "historische" Substanz, wobei man davon streng genommen bei Braubachstraße 23 (erst 1940 fertiggestellt) auch schon nicht mehr wirklich sprechen kann.

    Ist ein bisschen "Definitionssache"... An der Braubachstraße wurden tatsächlich fünf Häuser abgerissen. Der in Teilen des Erdgeschosses bis dahin erhaltene Rebstockhof stammte aber - und besteht heute wieder-aus zwei Gebäuden. Also wurden insgesamt sechs Gebäude beseitigt, aber nur fünf lagen direkt an der Straße.

    In Zwischenzeit ist ein Teil der Schnitzereien im Historischen Museum ausgestellt. Das ganze Thema hatten wir schon öfter. Nachdem die Rekonstruktion der Ostzeile 1984 abgeschlossen war, hatte eine Spendensammlung für die Rekonstruktion des Salzhauses begonnen, die aber leider erfolglos blieb. Da leider das "neue Salzhaus" nun aber unter Denkmalschutz steht, stehen die Chancen denkbar schlecht. Darüber hinaus kann es nur rekonstruiert werden, wenn gleichzeitig die Häuser Frauenstein und Wanebach mit einbezogen werden. Dies hat zum einen natürlich ganz klar optische Gründe, zum anderen kann man das neue Salzhaus aber nicht einfach so abtragen, da es mit den neuen Häusern Frauenstein und Wanebach eine Einheit bildet. Die ganze Maßnahme wäre somit extrem teuer. Wo das Geld -selbst wenn wir den Denkmalschutz außer acht lassen würden- herkommen soll weiß ich nicht. Es kommt ja nicht einmal die vergleichsweise geringe Summe für den "Langen Franz" zusammen.

    Also nach meinem Wissensstand ist die Rekonstruktion des Pfeilerhauses auf absehbare Zeit kein Thema. Als der Umgestülpte Zuckerhut wiederaufgebaut wurde, sollte dem modernen Pfeilerhaus die historische Fachwerkfront vorgeblendet werden. Dies wurde vom Denkmalschutz - denn der 50iger-Jahresbau steht unter Denkmalschutz-strikt abgelehnt. Auch der Schmuckpavillon musste erhalten und saniert werden. Ein Abbruch dürfte somit nicht realistisch sein