Posts by Novaearion

    Wunderbar, Alexander! Vielen Dank für deinen Einsatz für den Erhalt unseres Kulturerbes. Das kann man nicht genug würdigen. Спасибо большое!!!


    Leider kann ich dir bei deinem Anliegen nicht helfen, aber ich bin mir sicher, einige Experten hier haben Tipps.


    PS: Als kleine Ergänzung: Diese Postkarte kennst du vermutlich? Hier ist das Postamt abgebildet:


    https://www.bildarchiv-ostpreu…nu=1&bildinfos=1&id=31550


    PPS: Ich habe gerade folgende Seite gefunden, wonach 2020 eine Villa von Hans Scharoun in Sodehnen abgerissen wurde:


    http://scharoun-gesellschaft.d…kte/haus-gobert-sodehnen/


    Auf einem der Bilder erkennt man auch Ihre alte Post. Vielleicht kann man in diesem Zusammenhang recherchieren?

    Wissen Sie, warum die Villa + Schulanbau abgerissen wurde? Gehört das Grundstück einem anderen?

    Ich verstehe garnicht, warum meine Vorredner anscheinend Klimaanpassung und Bekämpfung der Klimakrise als Gegensatz sehen. Als Freunde Architektur für den Menschen i.e. mit klassischen Formen , sollte es uns ein Anliegen sein, dass die Häufigkeit derartiger Katastrophen durch konsequente Bekämpfung des Klimawandels UND durch Klimaanpassung auf ein Minimum beschränkt bleibt, sodass in Zukunft nicht jeden 2. Sommer in Deutschland und Europa so viel Wertvolles zerstört wird.

    Gerade traditionelle Architektur ist da doch die Zukunft! Sie ist regional, nachhaltig, frisst weniger Fläche als ein Neubaugebiet auf der Grünen Wiese und blockrandbebaute Viertel machen die Benutzung des Autos für kurze Wege unnötig. Ich finde wir sollten klassische Architektur viel mehr als nachhaltige Architektur verkaufen!

    Danke für diesen Beitrag, ich wollte gerade einen ähnlichen schreiben.


    Konservatismus im besten Sinne müsste doch gerade den Erhalt unserer Natur, unserer Städte und auch unserer ursprünglichen Bräuche fordern. Das ist doch kein Widerspruch gegenüber bspw. grünen Forderungen! Und damit meine ich ausdrücklich nicht Dämmvorschriften und Solardachzwang, aber vor allem und insbesondere eine Reduktion von CO2-Emissionen, den Rückbau der autogerechten Infrastruktur, Entsiegelung von Böden, Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen im Bau und Weg vom Beton, Wiederherstellung von Flußläufen und natürlich auch eine dichte, urbane, mischgenutzte und abwechslungsreiche Stadt mit vielen Grünflächen und Retentionsbecken, die das Regenwasser sammeln und zur Kühlung beitragen.


    Trotzdem ein kleiner Exkurs noch zum Thema "Deutschland allein kann es nicht schaffen" -> Nein, natürlich nicht! Aber weltweit befinden wir uns in einem Wettbewerb der Innovationen, wie sie am beispielhaftesten die dynamische Entwicklung um das E-Auto zeigt. Entweder verschläft Deutschland das komplett und kann seine Autos danach noch nach Afrika verkaufen, oder wir spielen mit, forschen, entwickeln und investieren. Die Milliarden der Zukunft werden ganz sicher nicht mit Kohle, Atomstrom oder Dieselmotoren verdient.

    Das Gebiet der östlichen Innenstadt entlang Allerheiligenstraße / Breite Gasse wird endlich umgestaltet. Das Quartier war von verkommenen Wohngebäuden im Billigst-Segment, verlassenen Billig-Bordellen und Schuppen geprägt. Es war das heruntergekommenste Areal der Frankfurter Innenstadt.

    Das könnte ein großartiges Projekt werden. Ich verlinke Mal auf einen Beitrag im DAF, der einen Modellentwurf ganz im Sinne eines klassischen Städtebaus und angenehmer Architektur für das Quartier zeigt:


    https://www.deutsches-architek…?postID=688616#post688616

    Wow! Das ist wirklich ein Neubau? Kaum zu glauben.

    So sah es dort vorher aus:


    https://www.google.com/maps/@4…601T000000!7i13312!8i6656


    In dem Fall vermutlich nicht Mal ein Verlust, es werden in New York aber auch nach wie vor gerade in Manhattan wunderschöne Gebäude zu Gunsten von i.d.R. Hochhäusern abgerissen, die den Altbauten in ihrer Gestalt nicht annähernd das Wasser reichen.


    Trotzdem ist der Architekturtrend der letzten Jahre in den USA ein sehr erfreulicher, der langsam auch zu uns schwappt.


    Richtig fatal sieht es in Erftstadt-Blessem aus. Dem ganzen Ort inkl. der Jahrhunderte alten Burg droht der Untergang.

    ^

    Absolut. Eine menschenwürdige Architektur geht auch nur mit einem der natursensiblen Städtebau einher. Weniger biotopzerschneidende Straßen, generell weniger Beton, mehr Versickerungsflächen und auch eine Anpassung der Gebäudetechnik, ohne alles mit PV-Anlagen und Dämmung zuzukleistern.

    Ich bin eigentlich kein Freund von zu viel Moral oder sich im Lichte des vermeintlich Guten sonnen, aber im Moment wird eine vierstellige (!) Zahl an Menschen vermisst, manche warten vielleicht verzweifelt darauf gerettet zu werden bzw. ihre Angehörigen wieder in die Arme schließen zu dürfen - Nicht zu sprechen von hunderten zerstörten Haushalten und auch beruflichen Existenzen, gerade in/nach der Pandemie. Mir sind ausnahmsweise die Denkmale gerade total egal. Kann sein, dass sich das in ein paar Wochen wieder legt und man dann über einen hoffentlich sinnvollen (d.h. mit Maß, vernünftigen Abflüssen und weniger Versiegelung) Wiederaufbau unterhalten kann.


    Bis dahin hoffe ich, dass jeder Euro, der für die Gebäude gespendet wird, in der gleichen Höhe auch für die Bedürftigen ausgegeben wird.

    Ich finde diese kleinen (oft technischen oder nur schmuckhaften) Bauten für das Stadtbild fast genauso wichtig wie die eigentlichen Gebäude.


    Wen es Mal nach Madrid verschlägt: Ein U-Bahnhof, der noch fast im Originalzustand erhalten, aber nur noch als Durchgangsbahnhof genutzt wird, ist heute ein Museum: https://de.wikipedia.org/wiki/Chamber%C3%AD_(Metro_Madrid)


    Leider wurden (in ganz Spanien) fast alle alten Metrobahnhöfe totsaniert. Oft denkt man, der Bahnhof ist aus den 1980er Jahren, dabei hat man damals "nur" die alten Kacheln abgeschlagen und Bänke rausgerissen. Vielleicht ist es ja ein Anfang, dass man sich nun auch dort ein bisschen der Originalsubstanz annähert.

    Obacht: Ein B-Plan gibt enthält zwar in der Planzeichnung die festgesetzten Nutzungen nach Art und Maß, damit verbunden ist aber keineswegs die Aufforderung, die Bestandsbauten abzureißen. Auch sind die festgesetzten Baulinien insofern nicht verbindlich, als dass damit keine unmittelbare Pflicht zur Bebauung verbunden ist.


    Allerdings befinden sich in der Begründung Aussagen wie:


    "Auch für die Realisierung der Grünanlage ist der Abriss des Rechenzentrums erforderlich."


    "Die Festsetzungen des Bebauungsplans sehen den Abriss des vorhandenen Gebäudekomplexes (ehemaliges Rechenzentrum), die schrittweise Wiederherstellung der Garnisonkirche und ihre Freistellung auf einem öffentlich nutzbaren Stadtplatz vor. Der Wiederaufbau der Garnisonkirche als eine städtebauliche Dominante vervollständigt den historischen „Dreikirchenblick“ von Potsdam."


    "Die Wiederherstellung des Platzes in historischer Ausdehnung setzt neben dem geplanten Abriss des Bürokomplexes Breite Straße/ Ecke Dortustraße auch einen Rückbau des westlichen Teils des Gebäudes Breite Straße Nr. 1-5 voraus. Der betroffene, als Studentenwohnheim genutzte Gebäudekomplex wurde in den letzten Jahren umfassend modernisiert und genießt insoweit Bestandsschutz. Die vollständige Umsetzung der Bebauungsplaninhalte, d.h. eine Aufweitung der anzulegenden Platzfläche nach Osten kann somit erst langfristig erfolgen."


    Viel wichtiger aber (S. 79):


    "Die geplante Aufgabe der Nutzungen und der Abriss der Gebäude ist vielmehr Gegenstand von privatrechtlichen Verträgen und wird vom Erwerber der Liegenschaft (Sanierungsträger Potsdam) im Auftrag der Stadt Potsdam durchgeführt werden."


    Quelle: https://www.potsdam.de/sites/d…ts/bp_1_begruendung_0.pdf


    Wir haben bspw. in Berlin festgesetzt Bebauungspläne aus den 1960er Jahren, die niemand von uns umgesetzt haben möchte, ansonsten müssten ganze Altbau-Häuserzeilen abgerissen werden.

    Entsprechend widerspricht ein Abriss des Rechenzentrums also keinesfalls den Zielen der Bauleitplanung (im Gegenteil, sie entspricht diesen), aber ein konkreter Zeithorizont für den Rückbau ist leider daraus nicht abzuleiten. Möglich sind also auch Sanierungen des Bestandes, aber keine Umbauten (oder komplett Umnutzungen), die den Zielen der Bauleitplanung widersprechen.

    EIn bisschen kurios ist das ja schon. Auf dem alten Bild schien die Fassade sogar leicht gedämmt worden zu sein, jetzt legt man sie frei, während andernorts nach wie vor der Dämmwahn erhaltene Fassaden zerstört.

    Auf mich wirkt das Gebäude ohnehin nachträglich aufgestockt. War der Ursprungsbau womöglich nur zwei Etagen hoch?

    In dem Fall würde ich sogar den Neubau vorziehen, wenn er denn tatsächlich in dieser Qualität gebaut würde, wie es die Visualisierung verspricht. Genau so stelle ich mir zeitgemäße Architektur vor, die weder das Erbauungsjahr leugnet, noch lokale Materialitäten "vergisst" und überall stehen könnte.


    Wie realistisch ist die Verwirklichung?

    Frau Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin, hört Ende Juli auf:


    https://www.tagesspiegel.de/be…de-juli-auf/27310078.html


    Auch, wenn ihr hier viel Abneigung und Missgunst begegnet ist - zum Teil meine eigene - habe ich sie doch im beruflichen Umfeld stets menschlich und fachlich einwandfrei erlebt, so dass ich im Sinne eines besseren Städtebaus und einer menschlicheren Architektur froh bin und trotzdem darum weiß, dass sie eine große Lücke hinterlassen wird.

    Ich hoffe, es wird nach 14 Jahren nun eine Person den Posten besetzen, die sich auch in unserem Sinne von den Ansichten Frau Lüschers absetzt und nicht mehr bewusst den Bruch mit der Zeit Stimmanns sucht. Und ich hoffe, niemand kommt auf die Idee, Konsorten wie Florian Schmidt dafür zu nominieren. ;)

    Dieser Kommentar ist wirklich ziemlich unnütz. Positiv formuliert, wohlgemerkt.

    Ich frage mich manchmal wirklich, was dich zu solchen völlig einseitigen Beiträgen verleitet. Auch hier: Eine andere, begründete und im Sinn der Rekonstruktion absolut plausible Meinung wird abfällig unterdrückt. Dabei kann das Modell Magdeburg alles werden - Ein tolles urbanes Quartier oder ein Pyrrhussieg, der das Anliegen authentischer Wiederaufbauten konterkariert.

    Ich hole Mal diesen alten Thread hervor:


    In Beelitz-Heilstätten, ganz in der Nähe Berlins und mit direkter Zugverbindung, entsteht ab dem Sommer eine ganze Siedlung mit knapp 200 Wohnungen / Häusern im Geiste des New Urbanism von Christoph Kohl Stadtplaner Architekten, Fuchshuber Architekten und Nöfer Gesellschaft von Architekten:


    https://www.neubaukompass.de/n…ier-beelitz-heilstaetten/


    Weitere Informationen zum Projekt:


    https://www.beelitzheilstaetten.de/

    Frau Lüscher wird aller Voraussicht nach aber nicht für eine weitere Amtszeit als Staatssekretärin zur Verfügung stehen, ein personeller Wechsel wird also vollzogen. Außerdem besteht rechnerisch auch die Option auf eine Schwarz-Rot-Gelbe-Koalition (oder Grün-Schwarz/Schwarz-Grün-Gelb) und plötzlich könnten die Karten auch gesamtstädtisch wieder neu gemischt werden.

    Habe mir heute die neuen Beete angesehen. Sie verbessern die stadträumliche Qualität doch ungemein. Bin begeistert.

    Wahnsinn! Ehrlich! Was solch vermeintlich kleine Details doch ausmachen. Der ganze Stadtraum erinnert mich plötzlich an alte Aufnahme aus den 1920er Jahren, bevor die Beete von den Nazis entfernt wurden.

    Der Vergleich mit dem bisherigen Zustand ist enorm. Ich bin begeistert, es gibt doch immer wieder auch gute Nachrichten :)

    Ich erlaube mir Mal, u.a. meinen eigenen Beitrag im Beitrag "Unter den Linden" zu verweisen:


    RE: Berlin - Unter den Linden


    Demnach werden offensichtlich heimlich still und leise die Denkmäler Befreiungskriegs-Generäle Scharnhorst und Bülow dauerhaft aus dem Berliner Stadtbild entfernt und kommen ins Museum Zitadelle Spandau, wo sie neben dem Kopf von Lenin in der Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" offenbar dauerhaft "entsorgt" werden.

    Ein Skandal, der offenbar völlig an der Öffentlichkeit vorbeigegangen ist?