Posts by pietffm

    Farbanschlag auf Bismarck-Statue in Frankfurt/Main

    Und nur ein paar Tage später:


    Vier Figuren der „Türkenkapelle“ an der hinteren Mauer wurden bei uns im Zollgarten mutwillig umgestoßen. Jemand ist gestern Abend oder in der Nacht unbefugt in das Gärtchen eingedrungen und hat seine Zerstörungswut gezielt an diesen Figuren ausgelassen. Darüber sind wir entsetzt! Es sind die originalen Figuren aus dem Bolongarogarten. Die erste Sichtung hat ergeben, dass zumindest eine Figur beschädigt wurde und Teile abgebrochen sind. [...]

    Eine andere „Baustelle“ in Höchst ist das Kronberger Haus (1577-80) und zur Zeit Heimat des Porzellan Museum Frankfurt.


    Von der Stadt gibt es seit Monaten keine Bestätigung und kein Dementi für einen Verkauf. Als der Ortsbeirat 6 jüngst beim Magistrat nachfragte, erhielt er zwei Sätze zur Antwort: Aktuell sei keine Veräußerung des Kronberger Hauses geplant. "Sobald das Porzellan Museum in den Bolongaropalast umzieht, wird eine mögliche Folgenutzung geprüft.

    Nach einem Bericht der Zeitung von Anfang des Jahres gibt es wohl schon einen nicht-gewerblichen Interessenten.



    Der Zustand des Fährmannshäuschens zwischen Zollturm und Maintor in Frankfurt gibt immer mehr Grund zur Sorge: Das kleine Häuschen oberhalb der gotischen Zwingermauer mit dem Wappen Diethers von Isenburg ist in einem schlechten Zustand - und verfällt immer mehr.

    Die letzte Fähre Frankfurts bzw. der Fährmann kämpfen, wegen der Coronalage, um das Überleben und es wird für ihn Geld gesammelt.

    Darüber würde ich gerne mehr erfahren. In den (sozialen und sonstigen) Medien ist immer nur von dem Projekt Alte Börse die Rede, das mir allerdings persönlich nicht wirklich am Herzen liegt und für das ich daher auch kaum große Begeisterung oder großes Engagement entwickeln kann.

    Für eine Weiterführung der Altstadtrekonstruktion westlich des Römers wäre ich dagegen sofort Feuer und Flamme.

    Altstadt 2.0 von 2015

    Also ich finde die Fenster wunderschön und sie täten jedes Gemeindezentrum schmücken, aber dort?


    Dort kommen die Fenster nicht zur Wirkung und die ganze Kapelle wirkt wie eine Abstellkammer einer protestantische Kirche die für Treffen der AA benutzt wird.


    Die einzige Neugestaltung einer Kirche in Deutschland die mir gefällt ist St. Moritz in Augsburg von John Pawson mit ihrem „Christus Salvator“ als zentralen Mittelpunkt.

    Petersburg

    Der „Samstagsberg“ ist die südöstliche Ecke (manchmal wird auch die ganze Ostseite so genannt) des Römerbergs. Bis in das 14. Jahrhundert lief noch eine deutliche Senke vom Fahrtor über den heutigen Römerberg, die auch bei Hochwasser einen Seitenarm des Mains bildete und so optisch zwei Hügel bilden. Seinen Namen hat er durch die Wochenmärkte die dort am Samstag abgehalten wurden.


    Friedrich Stoltze oder auch sein Sohn Adolf fragen auch in einem kurzen Gedicht, was der höchste Berg der Welt ist. Der Samstagsberg! Da kannst du beim Heiland (Gastwirtschaft Heyland) deinen Apfelwein trinken!




    Ferner darf ich anmerken das die Bezeichnung „Altstadt“ nur den Bereich innerhalb der Staufermauer bezeichnet! Schon um 1350 wird in eine „Nuwenstadt“ und der alten Stadt unterschieden. Die Bezeichnung Innenstadt dürfte erst nach dem 2. WK aufgekommen sein. Die Vorkriegsgeneration bezeichnet nur die Innenstadt (innerhalb des Anlagenrings) als „Frankfurt“ und trennt dort die Bereiche in Frankfurt und Altstadt.


    Also traditionell bildet der Bereich innerhalb der Staufermauer seit fast 700 Jahre einen eigenen „Stadtteil“.



    Der Vollständigerhalber: Im Bereich der westlichen Flösser- und Bendergasse bezeichnet man 1355 bei manchen Häuser noch ein: sitis infra muros antiquos opidi“ also gelegen unterhalb der Mauer der alten Stadt“. Also im westlichen Bereich des Domhügels zum Samstagsberg und zum Saalhof hin, konnte man in den Gassen und Grundstücke noch die alte Altstadt des 13. Jahrhunderts wahrnehmen.

    Da, bist auf die Börse, alle Häuser im EG Ladengeschäfte hatten, sollte es genug Gewerbe und Gastroflächen für die Frankfurter geben. Da die Neue Kräme ja eine Fussgängerzone bleiben täte ist der Tischverlust für diese Touriläden zu verkraften.


    Luftbild vom Dom und Altstadt von 1913.
    Aufnahme vom Luftschiff aus, Originaldruck von 1913 aus einem Delag-Führer "Im Luftschiff über Frankfurt a/M. und Umgebung", Gustav Eyb Verlag, Stuttgart.

    Kein Fall für die Moderation jedenfalls, es geht lediglich um die Argumentation gegen jene, die Rekonstruktionen ausgerechnet mit Nazi-Architektur/-Ideologie gleichsetzen, was weder historisch noch kulturell irgendwie haltbar ist.

    Die selbe Probleme hat man bei der Schrift. Frakturschrift = Nazischrift. Sowohl echte Neonazis wie auch Linke meinen das Fraktur eine Schrift der Nazis ist.



    Quote

    „Auf der anderen Seite verspottete Adolf Hitler in einer Rede auf einer „Kulturtagung des Parteitags der NSDAP“ am 5. September 1934 im Apollo-Theater in Nürnberg diese rückwärtsgewandte Haltung:


    „[…] der nationalsozialistische Staat [muss] sich verwahren gegen das plötzliche Auftauchen all jener Rückwärtse, die meinen, eine ‚theutsche Kunst‘ … aus der krausen Welt ihrer eigenen romantischen Vorstellungen der nationalsozialistischen Revolution als verpflichtendes Erbteil für die Zukunft mitgeben zu müssen […] Eure vermeintliche gotische Verinnerlichung paßt schlecht in das Zeitalter von Stahl und Eisen, Glas, Beton, von Frauenschönheit und Männerkraft, von hochgehobenem Haupt und trotzigem Sinn.“


    Oder 1941:


    Quote from https://de.wikipedia.org/wiki/Antiqua-Fraktur-Streit#Nationalsozialismus

    Am 3. Januar 1941 fällte der „Führer“ Adolf Hitler seine Entscheidung. Die gotischen Schriften seien sämtlich zugunsten der „Normal-Schrift“ aufzugeben. In einem nichtöffentlichen Rundbrief ließ Hitler Martin Bormann verbreiten:
    "Die sogenannte gotische Schrift als eine deutsche Schrift anzusehen oder zu bezeichnen ist falsch. In Wirklichkeit besteht die sogenannte gotische Schrift aus Schwabacher Judenlettern. Genau wie sie sich später in den Besitz der Zeitungen setzten, setzten sich die in Deutschland ansässigen Juden bei Einführung des Buchdrucks in den Besitz der Buchdruckereien und dadurch kam es in Deutschland zu der starken Einführung der Schwabacher Judenlettern. Am heutigen Tage hat der Führer in einer Besprechung mit Herrn Reichsleiter Amann und Herrn Buchdruckereibesitzer Adolf Müller entschieden, dass die Antiqua-Schrift künftig als Normal-Schrift zu bezeichnen sei. Nach und nach sollen sämtliche Druckerzeugnisse auf diese Normal-Schrift umgestellt werden. Sobald dies schulbuchmässig möglich ist, wird in den Dorfschulen und Volksschulen nur mehr die Normal-Schrift gelehrt werden. Die Verwendung der Schwabacher Judenlettern durch Behörden wird künftig unterbleiben; Ernennungsurkunden für Beamte, Strassenschilder u. dergl. werden künftig nur mehr in Normal-Schrift gefertigt werden. Im Auftrage des Führers wird Herr Reichsleiter Amann zunächst jene Zeitungen und Zeitschriften, die bereits eine Auslandsverbreitung haben, oder deren Auslandsverbreitung erwünscht ist, auf Normal-Schrift umstellen.“
    Quelle: Bundesarchiv Koblenz Signatur NS 6/334

    Also mit der „Gegenseite“ über Fachwerk und Fraktur zu streiten ist genauso Sinnlos, wie einer 3 Jährigen die Nichtexistenz eines Einhorn zu erklären.

    Man sollte das Haus oder den Kunstverein schlicht und einfach als Haus Mohrenkopf bezeichnen. Das täte die Kunstfreunde bestimmt schön ärgern. ;-)


    Die Hälfte meiner Bekannten täten lieber zu den Kickers gehen, als das sie den Theaterplatz als Willy-Brandt-Platz bezeichnen.

    Die neue Altstadt im Miniaturformat
    Die neue Altstadt ist fast fertig und die große Eröffnungsfeier steht kurz bevor. Pünktlich zu diesem Ereignis bringen Susanne Scheffels und Silke Wustmann ihren eigenen Altstadt-Nachbau heraus: Aus Papier, zum Nachbasteln für zu Hause.
    FNP Link



    Neue Bewohner der Frankfurter Altstadt sehen Situation zwiegespalten
    Noch stehen viele Wohnungen in der neuen Altstadt leer, Baulärm dringt durch Gassen und Wände. Die, die schon da sind, sind dennoch begeistert. Allerdings nur von den Gebäuden. Beim Drumherum stört sie einiges.
    FNP Link

    Wer es noch nicht kennt: die FR (sic!) hat in ihrer Heftreihe „Geschichte“ auch ein Band zur Altstadt.


    Frankfurter Rundschau Geschichte Band 8 „Die neue Altstadt“


    Inhalt:
    Verlorene Mitte Bilder der Altstadt
    „Krummenenge Gässchen, spitze Giebeln“ Auf Goethes Spuren….
    Was tun mit der Altstadt? Im 19. Jahrhundert begann der Niedergang des Viertels
    „Bruch mit dem Stadtbild war unvermeidlich“ Interview mit Jan Gerchow HMF
    Schöner Wohnen für Volksgenossen Die Altstadtgesundung
    Gestern und heute Ansichten aus 100 Jahren
    Der „Altstadtvater“ Fried Lübbecke
    Mit der Wurst in die Alt Eul´Altstadtbewohner Ernst Gerhardt
    Der Sehnsucht ein Quartier gebaut < da brauche ich erst ein paar Gläser Rotwein ;-)
    Widerstand gegen das Technische Rathaus
    „Vergangenheit sichtbar gemacht“ Interview Jochem Jourdan
    Unterwegs im Quartier
    Illustre Gäste und freche Sprüche Kurz vorgestellt: die neuen Alstadthäuser
    Ein neuer Stadtteil wächst am Dom
    Gassen, Scherben, Stellplätze
    Ein Baustein für den Imagewandel
    Gute Mischung aus Neu und Alt