Quartier an der Alten Mainzer Gasse ("Reanimation Altstadt 2.0")

  • Das sind gewiss Gedanken in die richtige Richtung


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    Ein junger Architekt schlägt vor, das Areal südlich des Römers nach historischem Vorbild neu zu ordnen. Dabei geht es ihm nicht in erster Linie um die Rekonstruktion historischer Gebäude, sondern um eine kleinteilige Bebauung.


    Noch ein Altstadt-Quartier am Römer - FNP


    Vielleicht kann jemand die Broschüre zugänglich machen?

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ich habe schon vor vielen Jahren gepredigt, dass die "Altstadt" so wie sie momentan ist, ein Witz ist und großflächig abgeräumt gehört, was aus meiner Sicht alternativlos ist. Eine Sanierung der tristen 50er Jahre Bausünden wäre ein völlig falscher Weg. Hier kann es nur den Totalabriß geben.
    Einst die größte mittelalterliche Altstadt Europas und heute wohl die kleinste Altstadt Europas, die lange Zeit nur aus einer kleinen Häuserzeile bestand. Das kann doch einfach nicht wahr sein.
    In Polen hätte man den gesamten Kern rekonstruiert. Ohne Füllbauten versteht sich!


    Moderationshinweis (Michael): Die anschließende Diskussion zum Wiederaufbau in Polen wurde hierher verschoben: Rekonstruktionsmythos Polen

  • Ich habe schon vor vielen Jahren gepredigt, dass die "Altstadt" so wie sie momentan ist, ein Witz ist und großflächig abgeräumt gehört, was aus meiner Sicht alternativlos ist. Eine Sanierung der tristen 50er Jahre Bausünden wäre ein völlig falscher Weg. Hier kann es nur den Totalabriß geben.

    Diese Aussage gilt für die meisten Städte Deutschlands!

  • Heute habe ich tatsächlich eine Antwort des Herrn Georg Zastrau, samt PDF-Datei erhalten.



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    (...) ...es freut mich zu hören, dass meine Ideen gut ankommen. Anbei erhalten Sie meine Broschüre "Reanimation Altstadt 2.0" als PDF.


    Aber bitte betrachten Sie die Studie nicht als fertigen Plan zur Bebauung des Viertels. Es soll sich um eine Anregung handeln, um öffentlich über die Zukunft dieses vergessenen Quartiers zu diskutieren.


    Ein hundertprozentig originalgetreuer Wiederaufbau ist dabei aus meiner Sicht weder möglich noch wünschenswert. Vielmehr sollte es in erster Linie darum gehen, diesem wichtigen Gebiet wieder städtisches Leben einzuhauchen, indem eine angemessene bauliche Dichte erzielt wird sowie eine gesunde Nutzungsmischung und ein Charakter, der dem historischen Ort gerecht wird. Rekonstruktionen können meines Erachtens am Römerberg entstehen, um den Fachwerkbauten am Samstagsberg ein würdiges Gegenüber zu geben, und an der Leonhardskirche, um dort die Platzsituation wieder herzustellen. Zum Haus Buchgasse 10 Ecke Falkengasse gibt es ausführliche Pläne, die eine Rekonstruktion möglich machen würden. (...)


    Mein Problem ist nur, daß ich es zum Verrecken nicht hinbekomme, diese Datei hier einzufügen. Gibt es dafür überhaupt eine Funktion? Die Datei ist 4.95 MB groß. Kann mir jemand einen Tipp geben?


    Oder kann ich jemandem die Datei per eMail senden, der sie für uns im Forum veröffentlicht?

  • Die Rekonstrutionsquote im Dom-Römer Areal liegt bei 43%.


    Auf der PDF sind insgesamt 60 Häuser "in Planung".


    Könnten bei gleichbleibender Reko-Quote 25 Rekonstrutionen rauskommen :tongue:

  • Darf das Dokument auf unserer FB-Seite verlinkt werden?


    Vielen Dank für die Antwort :)


    Also, der letzte Satz in der eMail von Herrn Zastrau (den habe ich nicht in das vorherige Zitat aufgenommen) lautet:



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    (...) Ich würde mich freuen, wenn Sie sich für die Verbreitung meiner Ideen
    einsetzten, sei es über das Forum, sei es auf anderem Wege. (...)



    Das klingt für mich so, als sei Herr Zastrau damit einverstanden. :smile:

  • Eine herrliche Idee!!! Gut argumentiert, gut umgesetzt, überzeugende und gute Vorarbeit für eine erste Ideenentwicklung.


    Die Idee hat absolutes Potential und sollte in unserer heutigen Situation und in Anbetracht der Wiedererrichtung brachliegender Flächen oder der Wiederbelebung verödeter Altstadtquartiere sowie vor allen Dingen in Zeiten vermehrter Reurbanisierung absolut Anklang finden! Vor allem und gerade in Frankfurt am Main, das alleine schon durch das Dom-Römer-Projekt in naher Zukunft ein Prestigebeispiel für neues Bauen sowie neues Denken in der Stadtentwicklung beherbergen wird.


    Auf jeden so gut wie möglich publik machen, weiter ausarbeiten, an die Politik herantragen und Unterstützer finden! Ich wäre mit allem was ich beitragen kann dabei!


  • Das stimmt natürlich mitnichten. Vielleicht gilt das für Großstädte, aber sonst keinesfalls.

    Natürlich, es waren/sind die Großstädte die verunstaltet wurden .. kleine Städte (<20.000 Einwohner) wurden meist verschont ...
    => Der Städtebau nach 1945 ist i.d.R. zum Flächenabriss verdammt!

  • Die Idee finde ich einfach großartig. Frankfurt bekäme, zusammen mit dem DomRömer-Projekt, einen schönen Altstadtbereich zurück. Für die neu zu bauenden Häuser gibt es sicher genug Interessenten. Diejenigen, die am Hühnermarkt und Krönungsweg leer ausgegangen sind, hätten eine zweite Chance auf ein Altstadthäuschen.

  • Ich weiß, dass ich mir damit jetzt Feinde mache, aber ich finde, dann könnte man auch diversen Architekten die Chance geben ihre Ideen in Nebengassen zu verwirklichen. Muss ja nicht zu extravagant sein, aber dann sind auch die beruhigt. :buchlesen: