Posts by Andreas

    Um es mal provokativ zu sagen: Über Architektur kann man sehr wohl diskutiert ohne politisch zu werden und sollte es in den meisten Fällen wohl auch, da sonst nur Blödsinn herauskommt ( siehe den verlinkten Beitrag und manche andere Äußerungen in Presse und diesem Forum)

    Geht es hier nicht um Potsdam???

    Vielleicht sollte ein Strang geschaffen werden in dem sich die Foristen einfach nur darüber austauschen können welche Eindrücken sie gerade bei einem Stadtbesuch gehabt haben oder nachfragen können, was in einer Stadt gerade los ist. Das muss ja nicht im einem Strang über eine bestimmte Stadt sein, zumal die Unterhaltung ( wie eine im wirklichen Leben) ja recht schnell ausufern kann.

    Es geht um (vermeintlichen) "bürgerlichen Konsens stören", bloßstellen, nationales Selbstvertrauen zersetzen, provozieren, in die Medien kommen... Und natürlich (wie stets seit 68) Spaß dabei haben. Denn es gibt ja seit Jahrzehnten keine Gegenwehr. Würden nur fünf handfeste Jungs dort erscheinen, oder morgen ein paar negative Online-Berichte mit Namensnennungen/Adressen veröffentlicht, würden die sich da nie wieder hinstellen... (Und wer diesen Gedanken undemokratisch und kriminell findet, der muss nur beim Sympathisanten-Umfeld solcher Aktionen gucken. Bei denen ist das seit Jahrzehnten gern gesehene Praxis.)


    Nochmals: Der PdR ist dabei nur momentanes Mittel zum Zweck. Aus gegebenem Anlass.

    Wenn man die Homepage dieses Vereins betrachtet erkennt man aber, dass es sich um Satire handelt und nicht etwa darum wirklich das Humboldt Forum durch eine Rekonstruktion des Palastes der Republik zu ersetzen.


    Ob die Absichten die sind die heimdall vermutet, weiss ich natürlich nicht. Jedenfalls ist das ganze weder sonderlich provokant und ob es " nationales Selbstbewusstsein" gibt, braucht oder dieses davon abhängig ist welches Gebäude am Schloplstz in Berlin steht, sei einmal dahingestellt.


    Alles an allem eine sinnlose Aktion über die auch nur in angemessenem (kleinen) Rahmen berichtet und die im übrigen ignoriert werden sollte. (Das mit den handfesten Jungs ist übrigens völlig daneben)


    Die Damen sollten dich allerdings mal Gedanken darüber machen wie sie sich verhalten, wenn wirklich einer Geld zum Bau des Palastes der Republik spenden sollte. Aber das sollte nicht unser Problem sein.

    Wie Heimdall schon sagt, muss sie ja nicht zu kirchlichen Zwecken genutzt werden.


    Allerdings geht auch bei Neubauten von Kirchen der Trend eher zu klein aber fein.

    Ob das der richtige Ansatz ist die Entscheidungsträger von der Rekonstruktion einzelner historischer Räume zu überzeugen sein dahin gestellt:

    Das spricht eigentlich dafür, die Leutchen von den "decolonial studies" nach Kräften zu unterstützen. Ich finde auch, dass diese Art von "kultureller Appropriation", bei der der geraubte Kunst aus Afrika und Asien im bösen Preußenschloss ausgestellt wird, ein ungeheuerlicher Skandal ist! Recht haben sie! :biggrin:

    Ich halte fest: Architektur ist reinster Selbstzweck. Sie dient nur der unentäusserlichen Kontemplation und besitzt keine Bande in die anderen Lebensbereiche - es gibt hier im Forum leider noch mehr Leute, die aus Angst, die Sache mit der Architektur könnte an das falsche rechts auffindbare Band gewoben werden im Vorhinein jede Äusserung über den Giebel hinaus nicht gutheissen. Das ist wie der Versuch im Sozialismus den Grossbürger zu spielen - mithin die Story von "Der Turm".

    Da hast du meinen Beitrag (bewusst?) falsch verstanden. Das lässt bei mir allerdings nur den Schluss zu, dass es einigen Foristen wirklich nur darum geht bei jeder Gelegenheit zu politisieren bzw ihre Kritik an dem herrschenden Verhältnissen loszuwerden. Mir ist auch klar, dass dies dauerhaft so sein wird. Trotzdem lohnt es sich klar zu machen, dass das eben so ist.

    Bis zu einem gewissen Grad ist eine politische Diskussion in diesem Zusammenhang in der Tat sinnvoll. Wertlos wird sie aber, wenn von Gendern, angelichem Hass auf alles Deutsche, der DDR bis zur Meinungsfreiheit und deren angeblichen Einschränkungen, alles zusammengwürfelt wird. Dieses Forum sollte kein Ort sein, wo man seinen Frust auf wer weiss was los wird, sondern wo wir uns über Architektur austauschen. Ich belästigen euch auch nicht damit was mir auf dieser Welt so alles nicht gefällt.

    es lädt trotzdem, wenn seine Funktion nicht ganz klar ist, ein es ,,falsch zu benutzen".

    Ehrlich gesagt finde ich es etwas befremdlich, dass wir hier über so etwas überhaupt diskutieren müssen. Da muss man sich auch nicht wundern wenn Menschen die sich nicht so für Kunst und Geschichte interessieren wie die hiesigen Foristen überall urinieren oder Abfall hinwerfen.

    Ich sehe das Problem mehr im Denkmal selbst. Ein Denkmal das zu abstrakt ist, um als Denkmal erkannt zu werden ist keines.

    Das ist kein Argument. Das Holocaustmahnmal ist als Denkmal erkennbar, beschriftet und sollte eigentlich jedem Berliner und Berlin Touristen bekannt sein Aber selbst wenn es sich um kein Denkmal handeln würde, uriniert man nicht einfach dahin!

    Es dient als Personen- und Stückgut-Transportmittel, von und bis zur Haustür. Es garantiert, wie der häusliche Wohnraum, zur Absicherung persönlicher Ungestörtheit, im Gespräch und auch, besonders für die Jugend, als Liebeslaube. Und all dies geschützt vor Sturm und Regen. Dieses Stück persönlicher Freiheit lässt sich nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, PKW-Gemeinschaftstransporten oder Taxis erreichen.

    Stimmt und wer das für sich möchte, muss es halt auch bezahlen (inklusive dem was die Allgemeinheit dafür bislang zu Verfügung stellt). Das dies bislang nicht so ist, ist allein dadurch gerechtfertigt, dass es staatliche Aufgabe ist Infrastruktur für die notwendige Mobilität zu schaffen.

    Leute die das Holocaust-Denkmal als Urinal nutzen, sind aber eher dem sehr rechten oder besoffenen Rand der Gesellschaft zu zuordnen.

    Eher dem Teil der Gesellschaft, der nur dem gerade anstehenden Bedürfnis nachgehen will ohne sich im geringsten Gedanken zu machen was sein Verhalten für Folgen hat oder es auf andere wirkt. Dass einer an das Holocaust Denkmal uriniert um damit ein politisches Statement zu setzten (außer dem ich darf alles immer und wo auch immer) dürfte doch recht selten vorkommen.


    Diese Kinderkletteraktion ist dagegen noch eher eine harmlose, wenn auch aus meiner Sicht (wie so oft) lächerliche Werbemaßnahme. Vielleicht sollten sich Museen bei ihrer Außendarstellung nicht so sehr von Werbeagenturen die sonst versuchen überflüssige Artikel an den Kunden zu bringen beraten lassen, sondern mit dem werben was sie zu bieten haben. Ob Menschen ein Museum besuchen, weil es als "cool" im Umgang mit Kindern daherkommt, wage ich zu bezweifeln.