Posts by Andreas

    In dem Film werden aber im wesentlichen die Teile der Stadt gezeigt, in denen keine oder wenige Beschädigungen waren.


    Auch hier sind jedoch noch Schäden zu erkennen, wie zB. am Türmchens des Rathauses.


    Der östliche Teile der Altstadt der fast vollständig zerstört war befindet sich gerade im Wiederaufbau. Dier Teil ist auf dem "Schwenk" der Kamera vom Rathausturm aus zu sehen. Hier sind neben den Häusern im Rohbau auch noch viele Baulücken und fehlende Dächer auf Türmen zu erkennen.

    Ist es nicht interessant, dass ausgerechnet diejenigen politischen Kreise die historische Schuld von uns "Deutschen" am meisten betonen, die sonst jede Art von Nationalismus und Rassissmus strikt ablehnen?

    Ist es in der Tat, genauso interessant, dass eine gemeinsame "historsiche Schuld "aller Deutschen gerade von denen abgelehnt wird, die sonst immer das Völkische so betonen. Ist alles irgendwie paradox.

    Ohne den Krieg würde es in Köln wohl kaum anders aussehen.

    Diese Aussage scheint mir schlicht weg unsinnig zu sein. Bis zu den Zerstörungen des Krieges waren in Köln noch eine Vielzahl historischer Bürgerhäuser vorhanden, die wie in anderen Städte auch, nicht abgerissen worden wären (von Ausnahmen vielleicht abgesehen). Gleiches gilt für Gründerzeitliche Bebauung, die, wie in anderen deutschen Städten auch, zumindest überwiegend erhalten worden wäre.

    Selbst wenn das Schloß Stein auf Stein absolut originalgetreu wieder errichtet worden wäre (was etliche Milliarden T€uro verschlungen hätte), wäre es nicht mehr das selbe.


    Mit den Neubau des Schlosses ist man ja durchaus bemüht das historische Stadtbild wieder herzustellen, jedoch läßt die lieblose Gestaltung des Umfeldes das Schloß als ein wenig kitschig erscheinen.

    Das sind aber Argumente gegen eine Rekonstruktion von zerstörtem Kulturgut!


    Das Schloss wirkt doch nicht durch die Gestaltung seiner Umgebung kitschig. Genauso wenig wie der Kölner Dom in seiner nunmal wirklich hässlichen Umgebung oder ein Gemälde von Rembrandt in den modernen Räumen der Gemäldegalerie in Berlin.

    Gibt es diesbezüglich tatsächlich schmerzliche Lücken in kleinstädtischen Ensembles?

    Das ist schon der Fall. Die kleinstädtischen Häuser stammen auch aus ansonsten noch gut erhaltenen Fachwerkstädten wie Homberg (Efze), Rauschenberg, Gemünden(Wohra), Hessisch Lichtenau oder Laubach. Eine Zusammenstellung findet sich hier:


    https://www.hessenpark.de/lexi…ische-gebaeude/markplatz/


    Ein Beispiel von vielen, das Amtshaus aus Hungen:


    https://www.hessenpark.de/lexi…arkplatz/haus-aus-hungen/


    Ein Haus dieser historischen und künstlerischen Gebäude fehlt aus meiner Sicht ohne Zweifel an seinem Urprungsort.

    Da könnte uns sicher Andreas was zum Hessenpark sagen:

    Im Hessenpark sind im wesentlichen Häuser die an ihrem Originalstandort abgebrochen wurden, wieder aufgebaut. Meist sind dies Häuser aus dem ländlichen Bereich die in Gruppen je nach ihrer Herkunftsregion (im heutigen Hessen) zusammengestellt wurden, so dass kleine "Dörfer" entstanden sind. Dies entspricht dem, was in vergleichbaren Freilichtmuseen üblich ist. Die Gebäude werden im wesentlichen museal genutzt, d.h. es ist bei Wohnhäuser die Einrichtung nach einem bestimmten Zeitfenster gewählt. Ehemalige Wirtschaftsgebäude stellen die ehemalige Nutzung museal dar.


    Eine Ausnahme bildet der von UC abgebildete sog. Marktplatz. Hier sind Häuser aus dem eher kleinstädtischen Umfeld wieder aufgebaut. Die Häuser vom Gießener Marktplatz sind Rekonstruktionen. Die Vorbilder dieser Häuser sind im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört worden. Die Häuser sind auch nicht in der gleichen Anordnung wie sie in Gießen standen rekonstruiert worden. Die Häuser am "Marktplatz" werden als Hotel oder für Geschäfte genutzt. Einige der nicht aus Gießen stammenden versetzten Originalbauten beherbergen auch Museen (die nicht im direkten Zusammenhang mit der ehemaligen Nutzung des Häuser stehen, wie es bei den dörflichen Gruppen der Fall ist.


    Durch die Versetzung der Häuser in den Hessenpark sind diese sicher der völligen Vernichtung entgangen, was erst einmal positiv zu bewerten ist. An ihren Originalstandorten fehlen diese aber jetzt. Dies betrifft nicht nur Häuser aus städtischem Kontext, sondern gerade auch ortbildprägende Fachwerkbauten aus den Dörfern und nicht zuletzt einige Dorfkirchen, Kapellen und Synagogen. Es wäre sicher auch eine weitere (Wohn-)Nutzung am Ursprungsort möglich gewesen, vom Eigentümer aber wohl nicht gewollt.


    Translokation, auch solche innerhalb von Städten und Dörfern, sollten aus meiner Sicht immer nur das letzte Mittel sein und ein erhalt am Originalstandort immer vorzuziehen sein.

    Fast alles was noch da war an herrliche Gebäuden in Berlin, Bremen (Innenstadt, Lloyd Gebäude), Chemnitz, Potsdam, Leipzig, Hamburg, Augsburg, München (Verkehrsministerium) usw wurde rucksichtslos zerstört:

    Ja, deswegen sieht man ja auch heute in den genannten Städten nur noch ganz vereinzelt historische Gebäude und die früher besonders schönen überhaupt nicht mehr.


    Die Abrisse in den 60iger und 70iger Jahren, auch gerade auch in Kleinstädten im Rahmen der sog. Altstadtsanierungen sind sicher zu kritisieren. Letztendlich haben diese ja auch Mitte der 70iger Jahre zu einem Umdenken bei den Altstadtsanierungen geführt. Aber das "fast alles was noch da war" rücksichtlos zerstört wurde, ist einfach falsch.

    Leider haben ja die Sachbeschädiger ihr Ziel, dass über deren Anliegen öffentlich diskutiert wird, erreicht. Sowohl in der verlinkten Seite des Weser-Kurieres, als nunmehr auch hier wird sich nicht nur mit der Sachbeschädigung als solche, sondern mit den Hintergründen auseinandergesetzt.


    Eigentlich sollte in einer Demokratie Einigkeit darüber bestehen, dass man seine Meinung nicht mittels Straftaten kund tut (insoweit gebe ich UC uneingeschränkt Recht). Aus meiner Sicht sollte daher auch nie eine Diskussion auf eine solche Tat hin aufgenommen werden, die nur dazu dient Aufmerksamkeit für eine vertreten Position zu erlangen.

    Das ist doch für viele eigentlich ein Traumhaus. Der parkartige Garten war doch sicher auch wunderschön. Dafür so etwas zu zerstören, für was auch immer, fehlt mir jedes Verständnis.

    Warst Du schon im Wolkenfoyer? Natürlich kann das ein Auswärtiger als "gelungene Mischung" sehen.

    Ja, schon sehr oft. Mir gefällt insbesondere der Blick aus diesem sehr gut


    Das Frankfurt an anderen stelle nicht dunkel ist, ist mir sehr wohl bekannt Die Wallanlagen, samt der angrenzenden Bebauung sind aber schon eine besondere Ecke.



    Eine Sanierung ist ein größeres Wagnis als ein Neubau, denn es lauern eine Menge Überraschungen auf einen, die Sanierungskosten in die Höhe treiben werden.

    Das wird wohl so sein, ist für mich aber erst einmal kein Argument gegen meine Idee. Am billigsten wäre aber wahrscheinlich das Schauspielhaus komplett abzureißen, das Grundstück an eine Investor zu verkaufen, der dann dort etwas ganz anderes baut. Das wollen wir doch wohl alle nicht.

    Natürlich kann das ein Auswärtiger als "gelungene Mischung" sehen.

    Damit meinst Du ja wohl hoffentlich nicht, dass ein Forist, der nicht vor Ort wohnt, sich aus der Diskussion möglichst heraushalten soll. So was kenne sich in diesem Forum eigentlich nur von Berliner Kollegen. :wink: Sei aber beruhigt, zu Frankfurt habe ich eine persönliche Verbindung.