Potsdam (Galerie)

  • mE Handy-Bilder mit Shift-N bearbeitet.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Nee, einfach mit Photoshop bearbeitet. Alle Fotos mit extremem Weitwinkel gemacht. Da meine Canon D5 leider Bilder voller Staubpünktchen macht, die ich leider nicht weg bekomme, habe ich generell damit zu tun die Bilder zu 'reinigen'. Und wenn man schon mal dabei ist :wink:

  • Tolle Bilder!

    Ich find die Humboldstraße auf der Seite des Schlosses ja sehr kahl und nüchtern. Kann man da den öffentlichen Raum nicht etwas ansprechender gestalten? Man fühlt sich bei dem Blick zum Landtag dort wie auf einem funktionalen Hinterhof...

    Optisches Hauptproblem ist in meinen Augen dort die Tiefgarage des Landtags, die gefühlt die gesamte Seite am Stadtschloss einnimmt. Ich persönlich fände, dass irgendwann ein Austausch der Asphaltstraße durch eine Kopfsteinpflasterstraße gut aussehen würde. Die Straße ist für den Stadtverkehr bis auf die Erschließung der dortigen Gebäude eher unwichtig, sodass sowas in meinen Augen irgendwann sicher machbar wäre.


    Langfristig wird die Rückkehr der Stadtschloss-Attikaelemente sicher auch eine Aufwertung bedeuten.

  • Graf Cylinar hat recht: das Hauptproblem ist die TG-Einfahrt des Landtagsschlosses. Die kleine Tiefgarage (50 Plätze) ausschliesslich für Mitarbeiten ist aus unser heutigen Sicht völlig maßlos und würde vermutlich heute nicht mehr gebaut werden. Da jedoch eine Aufgabe der Tiefgarage kaum zu erreichen ist hat der Stadtschloßverein schon vor vielen Jahren vorgeschlagen, die lange Abfahrt in einen Aufzug umzuwandeln, der 20 Meter weiter südlich errichtet werden kann. Hier ergäbe sich dann zwar gegenüber der TG-Einfahrt zum Humboldt-Quartier ein Glaskubus für den Aufzug, der Raum vor dem Palast Pompei wäre dafür aber frei.


    Dies wäre wichtig, weil es heute nicht verständlich ist, warum der Palast Pompei an dieser Stelle seine prunkvolle Fassade entfaltet. Friedrich der Große hat diese Palastfassaden nämlich an städtebaulich bedeutsamen Punkten anbefohlen - hier war der "Ausgang" der Schloßdurchfahrt, die vom Fiakerplatz (heute: Steubenplatz) bis zur Humboldtstraße führte. Gäste des Königs, die nach dem Besuch bei S.M. das Stadtschloß verliessen, sahen somit beim Verlassen des Schlosses auf dem Rückweg nach Berlin zuerst den Palast Pomepei um dann am Nockschen Haus und dem Palast Barberini über den (nachmaligen) Blücherplatz durch die Berliner Straße geführt zu werden.


    Die Schloßdurchfahrten sind nach Auskunft des Landtagsarchitekten Peter Kulka mit "Sollbruchstellen" Kutschdurchfahrten Kulka.pdf vorgerüstet, der Landtag müsste nur auf einige wenige Büroräume verzichten. Da der Landesrechnungshof schon vor zwei Jahren ausgezogen ist und der Landtagsverwaltung 100 zusätzliche Räume überlassen hat, sollte das kein Problem sein. Die Landtagsverwaltung sieht das natürlich ganz anders; Verwaltungen haben nach ihrer Selbsteinschätzung nie genug Platz.


    Kutschdurchfahrten Kulka.pdf

  • Wenn man die Kutsch-Durchfahrten öffnet, wären auch Versammlungen im Schlosshof erlaubt, oder?

  • Wenn man die Kutsch-Durchfahrten öffnet, wären auch Versammlungen im Schlosshof erlaubt, oder?

    Ja, zweiter und dann ein dritter Fluchtweg und so wären Großveranstaltungen > 50 Personen regelmäßig erlaubt. Wir werden aber wohl warten müssen, bis wir mal einen beherzten Parlamentspräsidenten bekommen und der renitente Verwaltungsdirektor pensioniert wird.

  • Ein paar Aufnahmen des Gebäudes der Hauptpost am Kanal, die ggf. interessieren könnten.


    Die Hofdurchfahrt rechts, auf der man auch zur Französischen Straße gelangen kann, gehört zum benachbarten HolidayInn-Hotel.

    img_3165eydnj.jpg


    So sieht es dort aus.

    img_3167ordtq.jpg


    img_31664vdz7.jpg


    img_316370cej.jpg


    Hier gelangt man in den zentralen, geschlossenen und erhaltenen Innenhof.

    img_316272e4z.jpg


    img_3157weesz.jpg


    Wieder umgekehrt Richtung Ausgang.

    img_315973cl2.jpg


    img_3160sge8f.jpg


    img_3161bffqf.jpg


    Perspektive von "unify" aus dem Jahr 2007 via Wikimedia...

    Potsdam_-_Postgeb%C3%A4ude.jpg


    ...und etwa 100 Jahre zuvor.

    img_3158j2evj.jpg

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Ich halte den Verkauf fuer einen Fehler.


    Abgesehen davon, eine Botschaft koennte ich mir darin vorstellen.

    Potsdam hat ja schon Botschaften. Potsdam ist D. heimliche Hauptstadt.


    (Potsdam hat keine Botschaften. Konstantindegeer viel auf, dass ich

    private Residenzen von Botschaftern mit Botschaften verwechselt habe

    Potsdam ist Zuhause fuer Botschafter. Entschuldigung)

  • Ich halte den Verkauf fuer einen Fehler.


    Abgesehen davon, eine Botschaft koennte ich mir darin vorstellen.

    Potsdam hat ja schon Botschaften. Potsdam ist D. heimliche Hauptstadt.

    1. Der Verkäufer ist eine Immobiliengesellschaft aus München, die es ihrerseits vor Jahren von Nicolas Berggruen gekauft hat. Insofern wüsste ich jetzt nicht, warum der Münchner Investotor, der das Holidy Inn gebaut hat, besser sein sollte als irgendein anderer Käufer.


    2. Potsdam hat und hatte nie Botschaften sondern ausschliesslich Privatresidenzen von Botschaftern. Kein Botschafter wird an den Wilhelmplatz ziehen.


    3. Für die hauptpost muss man ein pfiffiges Gewerrbekonzept entwicklen. Das ist in der jetzigen Wirtschaftlage nicht ganz einfach.

  • Offensichtlich und dennoch wichtig zu sagen: Die Eckkuppeln, Vasen und weitere Details der Hauptpost dürfen sehr gerne rekonstruiert werden. Wer auch immer den Bau kauft. Dankesehr! :S <3

    Ich habe mich mal im Netz erkundigt warum die Eckkuppeln, Vasen und weitere Details verschwunden waren. Die Eckkuppeln, Vasen wurden 1936 aus "ästhetischen Gründen" vom Dach entfernt. Wurde nicht auch im gleichen Jahr angeordnet, dass der Turm der ehemaligen Kriegsschule mit seinen Türmchen zurückgebaut und einem flachen Dach weichen sollte?!