Brandenburg an der Havel

  • Quote

    mit dem einzigen Unterschied, dass die meisten Teilrekonstruktionen 10 -20 Jahre nach dem Krieg entstanden.


    Dieser Unterschied ist aber sehr wichtig! Siehe zum Beispiel der unlaengst hier gepostete Halberstadt-Galerie, was dort noch alles teilzurekonstruieren ist!
    Dazu kommt noch, dass die Rekonstruktions- oder so man will Wiederaufbaugegner solche ruinen lieber als Mahnmale belassen, wie z. B. die Aegidienkirche in Hannover oder die Kirche neben dem Guerzenich in Koeln.

    VBI DOLOR IBI VIGILES


  • ( http://www.architekturforum.net/viewtopic.php?p=67402#p67402">viewtopic.php?p=67402#p67402)



    Hmmm. Sieht aus wie ein Mini-Alexa (Alexanderplatz). Nicht gerade mein Geschmack. Allerdings ist der ist-Zustand unerträglich:


    http://maps.live.de/LiveSearch…ne=10840605&style=b&lvl=1


    Eine Reko des Neustädter Rathauses ist offenbar nicht geplant (dort stand der Roland bis 1945).



    Moderationshinweis (Zeno):
    Fundstelle des Zitats aufgenommen, um infolge der Umordnung von Beiträgen verlorengegangene Bezüge wiederherzustellen

    Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen. E. Honecker

  • Quote from "Däne"

    Nicht gerade mein Geschmack.


    Ich find's Klasse! Noch besser wäre es natürlich gewesen, die Front auch harmonisch in den Dachbereich überzuleiten - aber in Anbetracht der üblichen ECE-Center eine wohltuende und erstaunlich historisierende Abwechslung.


    Ich empfehle übrigens einen dringenden Blick in das Video von der Grundsteinlegung auf der Startseite! Ein ungefähres Zitat aus dem Video lautet:

    Quote

    Im Vergleich zu anderen Einkaufszentren kehrt mit dieser Architektur ein Stück Warenhauskultur des 19. Jahrhunderts zurück.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Dafür ist es dann doch wieder zu billig- es erinnert eher an das "Friedrichstadtpalast" der DDR in Berlin.
    Es hat aber anscheinend interessante archäologische Grabungen gegeben.

    VBI DOLOR IBI VIGILES

  • Mir gefällt die Warenhaus-Galerie eigentlich ganz gut. Sie fasst die Straße wieder ein und ist auf jeden Fall an dieser Stelle eine städtebauliche Verbesserung.

  • Das die Kriegslücke im Stadtzentrum geschlossen wird, ist natürlich sehr positiv. Dennoch wirkt es ziemlich billig wie ein grosser weisser Schuhkarton mit ein paar drauf geklebten historisierenden Fassadenelementen.
    Besonders auffällig, das (so ein grosser) Bau bereits nach einem Jahr fertiggestellt sein soll...

  • Quote from "Hildi"

    Das die Kriegslücke im Stadtzentrum geschlossen wird, ist natürlich sehr positiv. Dennoch wirkt es ziemlich billig wie ein grosser weisser Schuhkarton mit ein paar drauf geklebten historisierenden Fassadenelementen.
    Besonders auffällig, das (so ein grosser) Bau bereits nach einem Jahr fertiggestellt sein soll...


    Viele ostdeutsche Städte schrumpfen und versuchen den Handel wieder von der grünen Wiese in die Stadt zu bekommen. Wenn man einen Investor findet der, bei einem Überangebot an Verkaufsfläche und schrumpfender Nachfrage, gewillt ist eine solche Investition in der Innenstadt zu tätigen dann geht man mit dem um wie mit einem rohen Ei. Nur nicht verschrecken.

  • Quote from "Karasek"

    Wenn man einen Investor findet der, bei einem Überangebot an Verkaufsfläche und schrumpfender Nachfrage, gewillt ist eine solche Investition in der Innenstadt zu tätigen dann geht man mit dem um wie mit einem rohen Ei. Nur nicht verschrecken.


    Und wenn er dann noch so historisierend baut, und zudem noch historischen Altbestand integriert und nicht wie in Schweinfurt oder Fürth abreißt, dann ist das für mich ein absoluter Grund zur Freude und ich danke dem Investor für seinen Versuch, alte Stile aufzugreifen und dem Bedarf und Investitionsvolumen anzupassen, anstatt sich selbst zu rühmen mit modernistischen Phrasen.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Quote

    und zudem noch historischen Altbestand integriert


    Das dürfte bei dieser Einkaufsgalerie die Frage sein... Es wäre zumindest schöner anzusehen, wenn man nicht die 08/15 Grundzüge vom "weissen Schuhkarton" erkennen könnte.

  • Hildi - nix versteh :?:


    Was hat jetzt der Schuhkarton mit dem Bürgerhaus am Markt zu tun, das in das Projekt integriert wird?

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Brandenburg sieht in der Tat sehr nett aus, beinahe großartig. War erst gerade dort. Eine Art altes Breslau in Mittelstadtformat.
    Hier wäre allerdings dringend auf unbedingte Rekos des Neustädter Marktes hinzuweisen, vor allem auf das Neustädter Rathaus und das (fälschlicherweise so genannte) Kurfüstenhaus.
    Bedauerlicherweise fehlt Brandenburgs Neustadt derzeit jegliche Mitte, und die derzeit in Bau befindliche albern- anbiedernde Einkaufspassage wird das Kraut auch nicht fett machen...

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Quote from "ursus carpaticus"

    albern- anbiedernde Einkaufspassage


    Besser Bauhaus Alpinaweißputz-Glas-Stahl? Ich bin mit dieser Passage in Anbetracht der Möglichkeiten sehr zufrieden.

    Ich entschuldige mich von Herzen für meine früheren arroganten, provokanten, aggressiven und unfreundlichen Beiträge!
    Jesus ist mein Herr und Retter!

  • Ja, schon, aber ich mein, das bringt doch nichts. So wird nie eine den Anforderungen einer Stadt wie Brandenburg adäquate Mitte entstehen. Hier hilft nur Abriss der bestehenen Neubauten, Reko des Rathauses sowie hochwertige neue Architektur (zumal man, leider, die komplette Reko des Platzes als unrealistisch ansehen muss).
    Anpassungsarchitektur ist sinnlos, wenn es nichts mehr gibt, dem man sich anpassen könnte.

    Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
    14. Buch 9. Kapitel
    Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.

  • Ansichtssache ... Architektur ist naturbedingt immer von längerer Dauer. Wenn ich da wählen kann zwischen einem potthässlichen Betonklotz oder aber einer zumindest halbwegs an organische Formen angelehnten Konstruktion, würde ich mich für letzteres entscheiden. Klar - besser wäre natürlich ein Reko aber solange ich nicht das alleinige Sagen habe, wird da wohl nix draus. :zwinkern:

  • Neubaupläne am Stadteingang: So sieht´s bald am Bahnhof aus


    Quote

    "Mit dem Abriss der Platte ist ein städtebaulicher Missstand beseitigt worden, der neue Bau steht mit seiner leichten Wellenform für den Wasserreichtum unserer Region; das Haus ist wunderschön".
    [...]
    Zum vierten Advent hatte Wolter darüber hinaus noch ein Geschenk dabei, kündigte an, dass man die Zulassung einer neuen Augenärztin beantragen werden, spätestes im April 2010 soll sie - zunächst in der Hochstraße - ihre Arbeit aufnehmen. Laut Wolter schließe man damit "eine Versorgungslücke, die seit zwei Jahren im Gesundheitssystem der Havelstadt klafft".


    Zu spät!! - oder bleibt dazu noch mehr zu sagen? :boeseslachen:


    http://www.meetingpoint-brande…ticle_file=1261321382.txt


    Hoffentlich wird das mit dem Mehrgenerationen-Anspruch auch tatsächlich eingehalten - das wäre aber auch ein starkes Stück, wenn sich womöglich eine einzige Generation des Hauses bemächtigte...(I hope I die before I get old).

    Schön ist das, was ohne Begriff allgemein gefällt.
    (Immanuel Kant)

  • Dann hat der Zaha Hadid-Entwurf für den Frankfurter Goetheplatz in kleinstädtisch-modifizierter Form schließlich irgendwie seinen Weg nach Brandenburg an der Havel geschafft. Ein Beispiel für die Ent-Ortung und letztliche Austauschbarkeit modernistischer Architektur.


    Hadid-Entwurf Frankfurt Goetheplatz (siehe zugehörigen Forum-Strang)


    http://www.fr-online.de/frankf…26521&em_ivw=fr_frankfurt


    Meetingpoint Brandenburg


    http://www.meetingpoint-brande…ticle_file=1261321382.txt

    Edited once, last by Heimdall ().