Posts by Däne

    Vielen Dank! Ich war im Sommer 1989 in Dresden und damals einfach nur entsetzt. Die Stadt war ja gar nicht wiederaufgebaut, nur planiert. Magdeburg sah fast besser aus. 2004 war es besser - es fehlte aber immer noch ein Zentrum hinter der schönen Kulisse. Bin gespannt wie der Neumarkt auf mich wirkt. Köln haben wir problemlos überlebt - keine Schönheit, aber sehr lebendig. Irgendwie habe ich doch ein Bisschen Angst wieder schockiert zu werden...

    Etwas off-topic: ich fahre in Oktober zum ersten Mal seit 15 Jahren (!) wieder nach Dresden mit meiner Familie (inkl. 2 Teens). Ich überlege deshalb, wo wir übernachten sollen. Neustadt (z.B. Bayrischer Hof), Weisser Hirsch/Loschwitz (Haus Ulenburg), Radebeul, Striesen?? Ein altes Villen-Viertel oder eine Pension in den Weinbergen wäre auch interessant. Für gute Tipps und anregungen wäre ich dankbar! Wir bleiben 4 Nächte und haben ein Auto dabei.

    ...Richtig.

    Und damit kann das neu-alte Stück "Große Meißner Straße" gleich schon Geschichte sein.

    Ich denke, dass der Denkmalschutz für das Hotel vor allem eine Bebauung an der Grossen Meissner Strasse Richtung Japanisches Palais verhindern kann - dort wo das Hotel einen Rücksprung hat. Die drei Barockhäuser am Blockhaus können wohl durchaus realisiert werden?


    Eine Unterschutzstellung der Plattenbauzeilen ist wohl kaum möglich, da die Fassaden nicht originall erhalten sind?

    Toll, dass Du dein Haus so schön saniert hast!


    In Dänemark gibt es fast keine PVC-Fenster. Wo ein Wille ist.... PVC-Fenster sind eine deutsche Krankheit, die leider auch im Elsass und anderswo immer häufiger wird. Ich fürchte, dass eine PVC-Welle bald über Frankreich rollt (Klimaschutz). Meine Frage war eigentlich, ob vermehrt Sprossenfenster in Deutschland eingebaut werden oder nicht?

    Gegenüber der Wiesenkirche steht dieses interessante Gebäude, das ich bauzeitlich nicht ganz einordnen kann. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass eine Restaurierung in den Originalzustand durchaus lohnenswert wäre.
    Gegenüber der Wiesenkirche


    Der Heimatschutzstil wurde in Soest übrigens nicht nur in der Nachkriegszeit angewendet sondern bereits in den 1920er und 1930er Jahren. Die Nationalsozialisten haben Soest als "Stadt des deutschen Mittelalters" sehr gefördert und viele Neubauten und Restaurierungen angestoßen, so dass meines Erachtens sehr schwer das Alter eines Hauses aufgrund seiner Optik zu bestimmen ist. Doch dazu später bei Gelegenheit einmal mehr.

    Das Haus wurde mittlerweile saniert. Sieht jetzt wie der linke Nachbar aus (neue Sprossenfenster, weisse Farbe). Von Soest war ich sehr angetan. Eine schöne Überraschung war die Kirche Sankt Maria zur Höhe Wiki-Artikel .

    Sanierung der Tanne fängt bald an:


    Artikel in der Volksstimme


    Quote


    die „Tanne“ ist nicht nur ein Haus. Den Hausnummern nach handelt es sich um vier Gebäude – die Rosmarinstraße 7 bis 10.

    Sicherlich eines der wichtigsten Gebäude der Altstadt

    Nach einer langen Pause ein neuer Beitrag. Ich habe gerade Augsburg, Regensburg, Ulm und München besucht. Positiv überrascht war ich vor allem von München, die anderen drei Städte haben aber auch meine Erwartungen übertroffen.


    München: trotz Bausünden vor allem in der westlichen Innenstadt ist es vor allem Dank der vielen gut angepassten 50er Jahre Bauten und Rekonstruktionen gelungen ein lebendiges und auf weite Strecken harmonisches Stadtbild zu erhalten. Dazu kommen die schönen Gründerzeitviertel, z.B. Isarvorstadt und Haidhausen/Bogenhausen. Ich will nicht alles schönreden, aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass man in München das Bestmögliche aus dem Trümmerfeld in 1945 erreicht hat. Die Rekonstruktion der Kirchen und der Residenz ist einmalig. So hätte Dresden aussehen können. Der entscheidene Unterschied ist ganz offenbar die Eigentumsverhältnisse - es war nicht möglich Tabula Rasa zu machen. Die Pirnaer Vorstadt in Dresden hätte vielleicht wie Schwabing aussehen können.


    Augsburg: Es gibt mehr Neubauten in der Altstadt als ich vermutet hatte, die meisten fügen sich aber sehr gut ein, vor allem im Lechviertel und in der Südlichen Jakobervorstadt. Ansonsten eine sehr schöne und interessante Stadt.


    Ulm: Mehr oder weniger wie erwartet, das Bahnhofviertel ist aber unglaublich hässlich! Die erhaltene Altstadtbereiche sind aber sehr nett.


    Regensburg: Ähnliches findet man wohl nur in Italien - auf weite Strecken traumhaft. Leider einige sehr störende Neubauten (Kaufhos usw.). Die Altstadt ist aber wirklich ein Unikat.

    @Heinzer


    Da sind wir uns einig. Die Zeilenbauten und die niedrige Bauhöhe ist ganz klar eine Reaktion auf den Feuersturm. Dichtbebaute Blockrandbauten waren nach 1943 nicht erwünscht - was man ja auch gut verstehen kann.

    Der Wiederaufbau des Hamburger Osten ist manchmal ganz gut, manchmal hässlich. Im Grunde erinnert er entfernt an den Zeilenbauten der Dresdner Innenstadt. Nur fühle ich mich in Teilen des Hamburger Ostens deutlich besser als in Dresden. Warum?
    - Weil es sich oft um - einfache - Backsteinbauten mit Ziegeldächer handelt, weil es sehr viel Grün gibt, und weil es allem in allen abwechslungsreicher ist. Man hat zumindest viele der 20er und 30er Jahre Bauten wiederhergestellt und eine gewisse Kleinteiligkeit erhalten. Siehe z.B. ein zufälliges Beispiel, die Hinrichsenstrasse:


    Hinrichsenstrasse


    Perfekt is es natürlich nicht, vor allem Hammerbrook ist eine katestrofe.

    Vielleicht wurde es schon erwähnt, aber in Worms wird ein romanischer Kreuzgang rekonstruiert:




    Quote from Wormser Zeitung

    Ein historischer Kreuzgang nimmt wieder Gestalt an, die beiden noch vorhandenen Flügel werden um zwei fehlende ergänzt und bilden so wieder einen geschlossenen Baukörper. 21 Pfeiler sind inzwischen aufgestellt, bis zum Winter sollen die Dächer auf den neuen Anbauten liegen. In den nächsten Tagen werden die Bögen eingebaut, dann kommen Zimmermann und Dachdecker, um das Gebälk aufzubringen und das Dach winterfest zu machen. Endgültig mit Schieferschindeln versehen werden die Neubauten dann im Frühjahr


    Link: Andreasstift


    Ich weiss nicht, ob es eine 100 prozentige Reko handelt, sieht aber schön aus!


    EDIT: hier gibt es weitere Informationen: Link

    @frank1204


    Vielen Dank für diese sehr umfangreiche und interessante Berichterstattung aus der wichtigsten Altstadt an der Ostsee (Petersburg lassen wir mal draußen). Es ist jetzt deutlich, dass die Richtung in Lübeck stimmt. Es wird Stadtreparatur in unseren Sinne betrieben! Sehr erfreulich. Wie ist diese Entwicklung zu erklären? Hätte man es doch nur etwas früher getan, wären das Haerder-Center und PC am Markt nie genehmigt. Schade. Der Neubau des Theaters geht in Ordnung.


    Mal was anderes: gibt es Neuigkeiten zu den Orgelneubauten der Marienkirche und des Domes? Und wäre die Zeit nicht reif für den Dachreiter der Petrikirche?

    Das Vasa-Schiff ist unglaublich!


    Was die Farben betrifft habe ich festgestellt, dass die Schweden oft staubige Erd-Töne benutzen: Steingelb, mattes Grün usw. erinnert mich immer an Ost-Europa - in Malmö ganz deutlich. In Der Kopenhagener Altstadt dominieren helle Kalkfarben, in der klassizistischen Neustadt weiß und grau. Ansonsten Backstein. Bei Neubauten sind es grau, weiß, schwarz.