• Ein Bauingenieur hätte so einen Kubus auch hinbekommen.

    Ein Grundschulkind ebenfalls.


    Als ich die Überschrift gelesen hatte, wusste ich bereits, wie das Konzerthaus aussehen wird. Beim Click auf den Link, wurde ich nicht enttäuscht. Ist das nicht wahnsinnig traurig?


    Müssen das noch phantastische Zeiten gewesen sein, als Architekturwettbewerbe solche Ergebnisse hervorgebracht haben:


    https://upload.wikimedia.org/w…tenlaube_(1885)_b_249.jpg

  • 246 Büros aus aller Welt haben sich am Wettbewerb beteiligt. Das Ergebnis kann nur noch als Realsatire bezeichnet werden. Das sich die Bürger, die bei solchen Abstimmungen nicht berücksichtigt werden, immer mehr von der Moderne abwenden ist dabei nicht verwunderlich.

  • tja, genau diese Gedanke hatte ich auch: kalte, unpersoenliche Arhchitektur fast wie aus der NS Zeit.
    Genau so ein kaltes Gebeaude wie der Kulturpalast in Dresden, und der ist schon mindestens 50 Jahre aelter als dieser ""Entwurf""

  • Mit dem Neoklassizismus der NS-Zeit hat dieser Neubau überhaupt nichts zu tun. Ein neoklassizistsischer Neuentwurf wäre ja noch ein angenehmer Hingucker. So orientiert sich der Neubau stilistisch an der daneben liegenden Meistersingerhalle aus den 1960er Jahren. Immerhin bleibt das Ensemble stimmig und wird nicht durch einen noch grelleren modernistischen Kontrast verunruhigt.

  • 20 Bildvergleiche, beginnend mit dem Egidienplatz und dem Pellerhaus:

    "Am 2. Januar 1945 zerstörten britische Bomben die komplette Nürnberger Altstadt. Dabei starben 1850 Menschen, 100.000 verloren ihr zu Hause. Tausende Tonnen Sprengmaterial wurden über der Innenstadt abgeworfen. Die Trümmer der Nürnberger Wahrzeichen werden zum Abbild einer vom Krieg gezeichneten Gesellschaft. Die Fotos des Stadtarchivs Nürnberg zeigen die verheerenden Schäden.

    Die Aufnahme zeigt das Pellerhaus und die Kirche St. Egidien vor 1905."


    Bilder der Zerstörung: Nürnberg vor und nach den Bombenangriffen von 1945 - Nürnberg - nordbayern.de

  • Die Denkmalbehörde hat die Vorgabe gemacht, die Fassaden "differenziert wiederherzustellen".


    Was das heißt, weiß jeder hier mit etwas Erfahrung. Der "Bruch" ist gewünscht.


    :kopfwand::aufdenkopf:

  • Der denkmalschutz konterkariert sich in Nürnberg selbst. Er fordert häufiger als es Eigentümer manchmal selbst vorhaben, an Denkmälern irgendwelche neuzeitlichen Zutaten hinzuzudichten. Was für ein Quatsch, da wird eine historisch nicht belegte und nicht bedeutende Zeitschicht erfunden und hinzugefügt. Wozu dann der Denkmalschutz? Ich schüttel nur noch den Kopf über diese elfenbeinturmartige Amtsausübung.


    Hoffen wir dass das nicht so kommt, zumal ich auch hoffe, dass die IHK höchstselbst auch keine albernen Experimente wünscht, nachdem sie selbst im Zuge der Sanierung Denkmalsubstanz sorgfältig saniert haben.

  • Ich habe gerade zufällig ein Bild aus Nürnberg gesehen, so weit ich das weiß ist das heute einer der berühmtesten Plätze der Stadt. Ein Gebäudedetail hat mich dabei sehr irritiert, deswegen wollte ich hier mal nachfragen, was es damit auf sich hat?


    Tierg%C3%A4rtnerplatz_-_Nuremberg%2C_Germany_-_DSC02019.jpg


    Ich meine den oberen Teil des Sandstein-Giebels rechts. Bei der Suche habe ich auch folgendes Bild gefunden:


    nuernberg-altstadt-nachts-01-2400x1351-600x338.jpg


    Das sieht ebenfalls kurios aus, allerdings nicht ganz so unpassend wie das erste Bild.


    Ist das Gebäude historisch, oder aus Sandstein wieder aufgebaut? Was wurde da in den letzten Jahren umgebaut? Und wie sah es dort früher aus?

  • Die Giebelspitze wurde nach dem Krieg aus Ziegelmauerwerk wieder aufgebaut. Im Zuge der Renovierung durch den Eigentümer sind die Ziegelflächen verputzt und gestrichen worden. Eine Wiederherstellung aus Sandstein wurde soweit ich das mitbekommen habe auch nie diskutiert. Auf deinem unteren Foto kann man es nur sehr schlecht erkennen, da war aller Putz ab und die Sandsteinflächen noch unsaniert.

  • Ja, man muss wissen, dass Nürnbergs "Altstadt", welches von den Nürnbergern auch als Altstadt wahrgenommen wird, mit Ziegelsteinen wieder aufgebaut wurde. (Und nicht mit Fachwerk oder Sandsteinen).

  • Bieterverfahren um das zu rekonstruierende "Haus zum Savoyischen Kreuz"

    Diese Woche fand die zweite Bieterrunde um das "Haus zum Savoyischen Kreuz" statt. Und wie ich erfahren habe sind die Altstadtfreunde noch im Rennen! Als einer von drei Bietern! Das Thema Preis sollte nun ausgereizt sein, jetzt geht es noch um das Konzept.

  • "Das geplante neue "Parkhotel" neben der Meistersingerhalle ist einen wichtigen Schritt weitergekommen: Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde die Fassadengestaltung festgelegt."


    Im Rahmen eines Wettbewerbs?


    hier


    Hintegründe. (hier)


    (Dieses Gelände ich habe ich bereits fotografiert. Der Luitpoldhain-Park ist eines der wenigen Filetstücke in Nürnberg. Auch das Ramadanhotel fügte sich gut in die Parklandschaft mit den alten Bäumen ein, da es doch sehr niedrig gebaut ist.

    Die Meistersingerhalle betrachtete ich immer mit Wohlwollen, da die Platzgestaltung so etwas großzügiges an sich hatte, was ich anerkenne.

    Schade, dass diese Großzugügigkeit mit den Neuplanungen (Hotel + Konzerthaus) verloren geht. Viele alte Bäume werden dafür geopfert. Es hätte andere geeignetere Stellen gegeben, die eine Aufwertung verdient hätten. )

  • Vielleicht könnte man ja der Einfachheit halber das Mercure-Hotel aus Potsdam dorthin translozieren. Nürnberg bekäme sein Hotelhochhaus vergleichbarer ästhetischer Qualität. Und in Potsdam könnte man den Lustgarten wieder begrünen. Praktisch als ökologische Ausgleichsmaßnahme.

  • Ich habe da meine Zweifel ob dieses Hotel überhaupt entstehen wird. Es bedeutet einen Zuwachs von nur 60 Zimmern, von 190 auf 250. Mit jahrelangen Arbeiten und weiteres Drehen an der Preisschraube für Hotelzimmer nach unten.