Posts by Franka

    Hallo Riegel, herzlichen Dank für den Rekonstruktionsversuche. Der Treppengiebel in Rot und Blau gefällt mir überaus gut. Mit großem Interesse verfolge ich Deine Stränge im Baukulturforum. Der Giebelstrang hat es mir besonders angetan. Ich wollte auch etwas dazu schreiben. Die Farbigkeit beschäftigt mich auch sehr. Dazu besorgte ich mir ein Buch über den Kupferstecher J.A Boener, von Dr. Wilhelm Schwemmer „So war´s einmal“ . Nürnberg musste (immer wieder) mal eine sehr farbige Periode gehabt haben. Das sieht man an den Kupferstichen, aber auch im Vorwort heißt es:

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    Und vor allem fällt bei Boeners Prospekten auf, dass viele Häuser eine prächtige Bemalung zeigten, die sich oft über die ganze Fassade erstreckt hat. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts trat jedoch hierin ein Wandel ein und bezeichnend dafür ist ein Erlaß des Nürnberger Rates vom 22. August 1695, der sich mit der Bemalung der Häuser befasste:

    „Demnach… dieses Vorkommen, dass verschiedene Bürger ihre Häuser von außen mit Aufwendung vieler Kosten sehr prächtig malen und renovieren ließen, welches den Fremden sehr in die Augen fällt und zu vielen gehässigen und widrigen Vorhaltungen Anlass gibt, als ist der Herr Baumeister ersucht, die Maler und Tüncher dahin zu bewegen und ihnen zuzusprechen, dass sie die Leute von solchen unnötigen Kosten und Übermalung der Häuser, so durch unanständige Witterung bald verderbt werden können, abmahnen und hingegen dahin disponieren, dass sie es allein bei Einfassung der Fensterstöcke bewenden lassen mögen.“

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    Paar Jahrzehnte später auf den Prospekten Delsenbach findet man nur noch ganz wenige Häuser mit Bemalung, die im Grunde auf die Renaissance zurückgeht und dem Geschmack dieser Zeit entsprach. Das Bild der Nürnberger Straßen, das Boeners Blätter wiedergeben, ist letzten Endes noch das des späten 16. und des frühen 17. Jahrhunderts. Erst seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts wandelt sich dann das Straßenbild nach und nach in das „elegantere“ Leicht-Barocke..

    Übrigens, Danke auch an alle die abstimmten, das hilft mir bei meinen nächsten (finalen) Entwürfe, die allerdings in den Farben Ocker und in Rot sein werden. Der übernächste Straßenzug wird wieder in den Farben rot und blau.

    Echt. Ich finde das Aufkommen von Graffiti und Tattoos gar nicht vergleichbar. Zumal die Malmittel ganz andere sind. Aber auch die Beweggründe, was gute Tattoos betrifft. Ich wünschte Graffiti würde sich mehr an Tattoos orientieren!

    Hier zwei Schnappschüsse aus dem Dürerhaus der Ausstellung "Under your skin".

    Und hier mit Giebelgebäude ;) "das Männerbad"

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    Mein Traum wäre es, wenn es gar keine Aufteilung in Altstadtreste, durchwachsene Gründerzeitgürtel und Trabantenstädte mit geklonten Gebäuden, mehr gebe. Besser, wenn eine Stadt sich aufteilt in einheitliche Viertel mit eigenem Design, Motto..

    Und ein einheitliches Design hat dieses Viertel

    Aber man ist ja gerade in Nürnberg so stolz auf diese Brüche.

    Das ist richtig. Man fühlt sich aber auf keinen Fall "lost". Man kann unter den Bahnuntergang direkt zum Zeppelingelände spazieren (früher als ich jung war, bin ich dort immer geskated).

    Hier wird alles für ein Rennen vorbereitet

    Dann weiter zum Dutzenteich.

    In einen netten Biergarten einkehren mit Fußballübertragung auf einen riesigen Bildschirm.

    Dann in die nächste Straßenbahn einsteigen

    (Wobei diese hier weiter weg war). Es gibt Nähere.

    Absolut. Irgendwie wirkt alles wie Baushaus, aber positiv weiterentwickelt. Für mich ein Novum. Für mich wäre so eine Wohnung als Studentin, alleinerziehend, mit Kindergarten und Spielplatz direkt vor der Haustür ein Traum gewesen. Auch die S-Bahn, Supermärkte, Dutzenteich, alles zu Fuß locker zu erreichen... was für ein Luxus. Wer hier lebt, hat die besten Startbedingung, auch als Einkommensschwache. Ich habe gerade gegoogelt "sozial schwach" ist wohl nicht mehr gebräuchlich. Bezog das nur auf das Einkommen. Ich hatte es nicht abwertend gemeint. Ich gehörte ja zu selbst zu dieser Gruppe. (Wobei ich nie vom Staat leben musste. Gott sei Dank).

    Ich werde das Viertel weiter beobachten. Der Sozialwohnungsbau interessiert mich.

    An diesem Viertel, das noch nicht ganz fertig ist, fahr ich mit dem Zug so oft vorbei.

    Gestern Abend nutzte ich die Zeit für ein paar Schnappschüsse im strömenden Regen ☔️ zu knipsen

    Gebaut wird es vom Siedlungswerk Nürnberg GmbH (dahinter steht der Freistaat Bayern) für Sozial Schwache. Einkommenschwache. Also ein Sozialwohnungsbau.

    Mit der S-Bahn ist es leicht erreichbar.

    Hier beginnt ein reiner Fußgängerbereich.


    Sorry, Herr Hermann, es gibt noch eine Menge Bilder! Je nachdem wie ich Lust habe. :)

    Nochmal paar östliche Bilder

    Blick über den Marientorgraben und der Steubenbrücke

    A41_I-Repro_188_7d Stadtarchiv Nürnberg 1948

    Laufer Torturm

    A41_Repro_188_7f Stadtarchiv Nürnberg 1948

    Und diese Ansicht konnte ich nicht zurordnen. Sieht da jemand mehr?

    A41_I-Repro_188_4a Stadtarchiv Nürnberg 1948

    Vorerst stoppt dieser Strang von meiner Seite. Ich muss mir wieder neue Bilder aus dem Stadtarchiv bestellen. Das dauert paar Wochen. Auch möchte ich Bilder aus den 50er Jahren zeigen.