Posts by Franka

    Achso, Du meinst das Kaiserreich ;) . Missverständnis.

    Ich bin von meiner Lebensspanne und paar Jahrzehnte davor ausgegangen.

    Und ja, es gab ein paar erstaunliche Bauprojekte die letzten 20 Jahre, aber das ist eigentlich minimal, was es geben könnte. Irgendwie hat es sich nicht etabliert.

    Mir ist die Mäzenenkultur vor zehn Jahren aber auch irgendwie entgangen. Natürlich ist es großartig, was geleistet wurde.

    Aber das ist doch eher die Ausnahme als die Regel, für dieses reiche Land.

    In meiner Zeit in Amerika erlebte ich da ganz andere Dimensionen. Da wurde einem Künstler auch eine Stradivari geschenkt, wenn er überzeugte. Opernhäuser, Konzerte, alles wird von Mäzenen gesponsert. Das beeindruckte mich.

    erbse ich verstehe Dich. Ich sehe auch, dass es wichtig wäre, das ästhetisch Zeitgenössische zu fördern, in der Hoffnung, dass es sich auf die Masse auswirkt. Separate Preise wären in Zukunft tatsächlich denkbar. (bei entsprechenden Personal ;) )

    Rekonstruktionen gehen ja meistens von sehr wenigen Personen aus, welche eine spezielle Würdigung erfahren sollten.


    Abgesehen davon, sind die Preise die letzten Jahre sehr ausgewogen vergeben worden. Es wurden Rekonstruktionsprojekte ausgezeichnet, sowohl auch Neubauten.

    Ich muss gestehen, dass ich ganz angetan bin, von der Löwen-Restaurierung Müller. Das Gebäude wirkt auf dem Foto so romantisch, auch gefällt mir der Verputz sehr gut.

    Liebe Forumsmitglieder,


    es ist wieder so weit, wir brauchen Euer Schwarmwissen, um das Gebäude des Jahres für 2022 zu finden.

    Bitte reicht Eure Vorschläge bis zum 1. Dezember hier ein.



    Ich bedanke mich jetzt schon für Eure Hilfe!

    Wir freuen uns auf Eure Vorschläge. :blumen:<3:zeitung:

    Ich glaube nicht an den großen Zusammenbruch.

    Hab aber Post bekommen, der Strompreis der sich seit Oktober bereits erhöhte, wird ab Januar verdoppelt werden.

    Gott sei Dank läuft es am Arbeitsmarkt. Schleichend werden viele Dinge nicht mehr so funktionieren, wie früher. Wer jetzt keine Photovoltaik am Dach hat, bekommt so schnell keine mehr drauf. Und für eine kleine Mini-Handwerkerleistung musste ich letztens einen vierstelligen Betrag bezahlen...

    Viele Menschen würden sich über höhere Flugpreise freuen, nutzen die niedrigen aber eben trotzdem. Das ist sehr menschliches Verhalten, weswegen es in den letzten 100 Jahren schon immer Regulierung gegeben hat, um erwünschtes Verhalten zu belohnen.

    Ich freue mich grundsätzlich nicht für irgendwelche Teuerungen. Meine Flugreisen liegen schon sehr lange zurück. Ich habe auch nicht vor die nächste Zeit zu fliegen. Das Mittelmeer ist wunderschön.

    Aber vielleicht will ich doch zumindest die Möglichkeit haben, Europa bezahlbar verlassen zu können.

    Und mit den Regulierungen... Weltweit wirst Du keine Regulierung durchsetzen können.

    Wo deutsche Firmen immer sehr erfolgreich waren, dass war der Verkauf von smarter Infrastruktur und da müsste man ansetzen.

    Weiß nicht, für mich wirkt die Empörung hier sehr gekünstelt und selektiv. Dient ja auch dem Zwecke, zu spalten und somit das eigentliche Anliegen zu diskreditieren.

    Warum? Man kann doch zugeben, dass die eigenen Leute aus der Reihe fallen. Es ist ja nicht nur im Bekanntenkreisen so, geht ja bis nach oben in die politischen Ebenen. Ich bin aber dann auch dagegen, wenn dann ein Shitstorm losgetreten wird.


    Nur weil jemand der das Richtige sagt, es aber nicht (immer) selber beherzigt, wird das Richtige ja nicht zum Falschen.

    Das ist die Frage, ob es tatsächlich das Richtige ist um die Katastrophe abzumildern. Wenn sich so viele nicht daran halten und weltweit erst recht niemand gedenkt sich daran zu halten, dann müssen sich andere Lösungen überlegt werden. Ich versuchte hier schon mehrmals, Brainstorming für einer Infrastruktur der kurzen Wege zu betreiben. Aber dafür ist das Forum wohl nicht der richtige Ort.

    Es sind die nicht nur die Skeptiker Schuld, wenn wir gegen die Wand fahren sollten - sondern wegen diesen Wasserprediger und Weintrinker.


    Ich kenne da auch solch Schickeria. Das Klima ist ein riesengroßes Thema. Alles nette Leute, aber auf seine Bildungsreisen wird man doch nicht verzichten dürfen. Den Himalaya muss man einmal im Leben gesehen haben und die Botanik in Australien ist ja so interessant...


    Dagegen habe ich nichts gegen Flugreisende per se. Nur würde ich die Klimaproblematik anders anpacken, indem ich z.B. Transportwege in Frage stelle. Warum muss ein Jever-Bier überall in Deutschland erhältlich sein.. etc...

    Das große Problem entsteht allerdings gerade außerhalb Europas. In Afrika und in der arabischen Welt sind die hohen Wachstumsraten zu verzeichnen. Und hier müssten die "Klima-" bzw. "Bevölkerungsreduzierungs-Ziele" international angegangen werden. Ziel z.B.: Reduzierung der Weltbevölkerung um 50 oder 75 Prozent bis zum Jahr 2100. Das müsste über Anreize, Geld, kostenlose Abgaben von Verhütungsmitteln, Entwicklungsperspektiven, aber auch Strafen geschehen. Jede 1- oder 2-Kinder-Familie bekommt Finanzhilfen, jede Familie mit mehr Kindern bekommt nichts. Dann sehen irgendwann diejenigen, die viele Kinder haben und im Dreck leben, dass es dem Nachbarn mit einem Kind sozial deutlich besser geht. Um nur ein, spontan ausgedachtes Beispiel zu nennen.

    Also diese Passage kann ich jetzt nicht unkommentiert stehen lassen. Ich kenne eine Chinesen, welches das "zweite" Kind war. Da mussten die Eltern tief in Tasche greifen um das zu regeln. Niemals dürfen Strafen verhängt werden, wenn ein Kind geboren wird!

    Meine Mutter hatte sechs Geschwister, Jahrgang ´48, sie waren Flüchtlinge und man kann sich vorstellen, dass die sie bitter arm waren. Sie wurde schwerbehindert geboren. Aber im Dreck musste niemand leben. Ganz klar, der Konsum war anders. Jedes Kind hatte nur ein Spielzeug, Kleidung wurde geflickt und etc. .

    Die CO2-Bilanz pro Kopf war vermutlich niedriger als heute. Und da muss die Reise wieder hingehen. Mehr Wertigkeit in den Dingen, weniger vom billigen Konsum, mehr gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Ich glaube auch, dass die afrikanischen Staaten das gut hinbekommen werden. Da gibt es ganz viele Projekte, auch ohne ausländische Einflussnahme. Ich war dort in einigen Ländern zu Gast und wurde von Großfamilien eingeladen. Es ist nicht so wie man es sich im Fernsehen vorstellt.

    Ich habe auch gar nichts dagegen, dass ein Teil der Ressourcen nun in die Abfederung der schädlichen Effekte des Klimawandels gehen (Flutschutz, Hochwasserschutz, Dürreprävention, Änderung in der Auswahl von Anbaupflanzen und für Aufforstungen etc.).

    Aber das Hochwasser darf man doch nicht in erster Linie auf das Klima schieben. Wir haben durch die Begradigung unserer Flüsse einen schrecklichen Raubbau gegen die Natur betrieben.

    Und auch zum Thema Dürre: Die Natur bringt Dürren hervor, das stimmt, aber nur der Mensch produziert Hungersnöte, Das ist mittlerweile Konsens bei moderner Entwicklungshilfe. Es ist fatal, alles auf das Klima zu schieben.

    Zum Argumentieren muss man nicht die leidige Impfdebatte heraufbeschwören.

    In dieser Debatte bin ich eher auf Helges und Heinzers Seite, ich sehe es aber trotzdem problematisch an, dass man das Gefühl bekommt, nicht vollständig informiert zu werden, zumal man in der Vergangenheit zu häufig "Feuer" rief. Beispielweise mit meiner Mutter brauch ich dieses Thema gar nicht diskutieren. Sie scherzt dann nur, mit Liedern von Rudi Carrell und Spiegelreportagen (Eine neue Eiszeit kommt...)

    Jeder kennt das große Unglück in Tschernobyl, die wenigsten das große Unglück in Bhopal, welches auch in den Achzigern passierte.

    Erst letztens las ich eine Studie von der Studie Friedrich-Ebert-Stiftung e. V. folgendes:

    Um das 1,5-Grad-Limit noch zu erreichen, verbleiben der Menschheit weniger als acht Jahre – entsprechend dem globalen CO2-Budget. Dafür sind gravierende Veränderungen in allen Bereichen dringend notwendig. Es brauche einen sogenannten „systemischen Wandel“, heißt es in dem Anfang April veröffentlichten IPCC-Bericht. Der militärische Sektor wird jedoch ausgeklammert. Zum Schlagwort „military“ finden sich insgesamt sechs Ergebnisse in dem knapp 3 000 Seiten langen Report. Man könnte meinen, der Bereich Militär spiele in Bezug auf die Klimakrise kaum eine Rolle.

    Ich habe mir die Studie nicht durchgelesen, aber es ist auch meine Wahrnehmung, dass die CO2-Problematik in den jetzigen und vergangenen Kriegen völlig ignoriert wird.

    Weiter heißt es:

    Quote


    Die klimatischen Auswirkungen von Kriegen können so katastrophale Ausmaße annehmen. Eine Studie von der Organisation Oil Change International ergab, dass der 2003 begonnene Irakkrieg 141 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent ausgestoßen hat. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 emittierten nur sechs EU-Länder mehr CO2-Äquivalent – 21 Staaten weniger.


    Überdies geht der Wiederaufbau nach einem Krieg mit einem hohen Verbrauch an Emissionen einher. In Syrien wird dieser schätzungsweise 22 Millionen Tonnen CO2  freisetzen. Der Wiederaufbau der Ukraine wird ebenso enorme Ressourcen beanspruchen. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos von mindestens 5 Milliarden US-Dollar Aufbauhilfe pro Monat, die nötig seien. Alle Anstrengungen sollten demnach unternommen werden, um einen sofortigen Waffenstillstand zu erreichen – aus Klimaperspektive genauso wie um weiteres menschliches Leid zu verhindern.

    Man steuert zwar einer Katastrophe zu, aber man klammert aus.

    Genauso sprach ich letztens mit einem Verpackungsingenieur. Um die Klimaziele zu erreichen und (wahrscheinlich auch um steuerlich besser gestellt zu werden), setzen Firmen global auf Plastik statt auf Glas. Was mit dem Plastik in den Meeren passiert, interessiert nicht. Genauso was die Windräder mit den Vögeln anstellen. Dagegen finde ich Photovoltaikanlagen wenig störend. Ich sehe da potential, die Formen besser anzupassen und zu integrieren. In dieser Hinsicht könnte vieles möglich ein.

    Heimdall. Das muss im Kontext der Geschichte der Kontinente verstehen. Europa ist schon immer dicht besiedelt gewesen, mit festen und auch umstrittenen Grenzen. (Mit einer sehr turbulenten Geschichte) Deshalb auch die Idee des Privateigentums.


    Afrika (unterhalb der Sahara) war in seiner Geschichte extremst dünn besiedelt. Vor 2000 Jahren gab es vielleicht 40-50 Millionen Afrikaner. Vor 200 Jahren hatte sich diese Zahl kaum verändert. Um 1900 gab es lediglich elf afrikanische Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Königreiche trafen nur ganz selten aufeinander. Deshalb war Staatsbürgerschaft kein Vertrag zwischen Individuum und Staat wie in Europa, sondern eine Frage zahlreicher einander überlappender Treuepflichten gegenüber der Familie, dem Dorf, dem Clan, der Religion. Privater Landbesitz war nicht nötig, und so gab es ihn auch nicht. Ein afrikanischer König konnte die Zahl seiner Untertanen nur grob abschätzen.


    Deswegen entwickelten sich unterschiedliche Lebensweise und Denkweisen, die fälschlicherweise von Europäern als rückständig beschrieben werden.


    Z.B. jeder Europäer empfindet Korruption als ein Greuel. Aber ein afrikanischer Minister sieht das als soziale Verpflichtung an, sein Glück mit seinem Clan zu teilen.


    By the way, Da hier auch schon mal die Abholzung des Regenwaldes im Kongo erwähnt wurde (CO2-Problematik). Hier ein Bericht, dass das Problem nicht nur von Großkonzernen aus dem Westen verschuldet wird.

    Scheint ja eine schöne Filterblasen-Selbstbeweihräucherungs-Veranstaltung gewesen zu sein.

    Was ihre Arbeit betraf absolut. Ich habe jetzt auch keine echte Kritik erwartet und es wäre auch nicht angemessen gewesen, wenn alle Julia Lehners Arbeit losgegangen wären. Die Teilnehmer wirkten sehr intelligent. Aber man merkt ganz deutlich, dass solche Leute in ihren Positionen sitzen und zu Zwischenbilanzen, und zu neuen Visionen gar nicht mehr fähig sind. Eine kulturelle Schneeschmelze liegt noch in weiter Ferne. Bis dahin dreht sich alles um Veranstaltungen. Brot und Spiele.

    (Meine Frage wäre auch eher in die Richtung gegangen, wann es denn endlich mit der Baukultur in Nürnberg wieder losgeht).


    Stimmt schon. Das Innere des Berliner Schlosses, das Humboldt-Forum, ist seelenlos. Aber dafür kann die Hülle, Das Berliner Schloss, ja nichts

    Ganz genau. Die Räume müssen alle wieder rekonstruiert werden.

    Bin schon wieder zu Hause. Ich kam paar Minuten verspätet. Als ich dazugestoßen bin, hielt Julia Lehner noch eine Laudatio über sich selbst, dass sie die Großveranstaltungen wie die "Blaue Nacht" ins Leben rief, die freie Szene förderte und dass Nürnberg eine Wiege der Soziokultur geworden ist. Denn Kulturentwicklung ist auch immer Stadtentwicklung! Und jetzt fordert sie eine offensive Auseinandersetzung der Erinnerungskultur, die bereits jetzt europaweit Anerkennung. findet. Nur bei jener Sache mit der Olaf Metzels Skulptur tat sie sich leid, weil man so hart mit ihr umging. Aber jetzt würde sie nur noch darüber lachen.




    Danach begann die Podiumsdiskussion. Der größte Teil widmete sich der Erinnerungskultur, die Julia Lehner als riesige Chance nannte, da die Nazizeit in Nürnberg so lange Zeit verdrängt wurde. Deshalb wird das Zeppelinfeld nach ihrer Initiative von Bund und Land finanziert. Auch wird ein Bahnhof(?) angekauft, welche als eine Art Anlaufstation dienen soll. Es reicht dann auch nicht mehr aus nur zu erklären, sondern die Gebäude müssen demokratisch besetzt werden durch künstlerische Aktivität, um sich für immer damit auseinanderzusetzen. Prof. Dr. Dr. h.c. Julian Nida-Rümelin sprach sich auch für eine Neubesetzung aus. Man muss diese Zeit präsent halten. Er beklagte sich, dass in München ganz viel versteckt und verdrängt wird. Ansonsten lobte er Julia Lehner und er würde doch immer kommen, wenn sie nach ihm ruft. Am Schluss wurde er dann patriotisch und lobte Deutschland und Österreich. Sie hätten die größte kulturelle Infrastruktur der Welt.



    Prof. Dr. Oliver Scheytt aus Essen war auch des Lobes für die Großveranstaltungen. Eine Stadt würde man an ihrem Gang erkennen, an Traditionen und Feste. Er übte Kritik an die Länder Sachsen und Thüringen die bereits eine Milliarde an Schlösser und Gärten ausgaben.

    Kritik ging auch an das Berliner Stadtschloss, welches keine Seele hätte, und was das nun sollte mit der gestohlenen kolonialen Kunst? Fragezeichen, Fragezeichen, Fragezeichen!

    Ursula März kam nicht. Dafür eine Künstlerin, die unter der Leitung von Julia Lehner arbeitete und sich auch mit der NS-Zeit von Nürnberg auseinandersetzte.

    Das wars. 20:40 war es schon wieder vorbei. Teilnehmerfragen gab es doch nicht. Das hat mich sehr geärgert. Ich hätte nämlich eine wichtige Frage gehabt. Ich wäre sonst gar nicht gekommen.

    Es hieß dann, im Empfangsraum könnte man dann Fragen stellen. Aber dort wurde Musik gespielt, die Leute tranken Sekt, aßen Häppchen und unterhielten sich. Absolut sinnlos dort ins Gespräch zu kommen.



    So mein Gedächtnisprotokoll mit paar mitgeschriebenen Stichpunkten. (Es wurde noch die Dokumenta erwähnt, dass man Kunst einfach machen ließ, fehlende Diskurse beklagt und die Klimaaktivisten kritisiert und sonstige Bewegungen).

    Nachtrag. Ich habe gerade dort angerufen. Die Bürger kommen auch zu Wort. Ich weiß aber nicht ob ich es schaffe.. Angemeldet bin ich.