Posts by Franka

    Die Stimmen nach einer Überarbeitung der Ausstellungen werden lauter: https://www.sueddeutsche.de/ku…20090101-211021-99-675489

    Aus der Ferne betrachtet habe ich das Gefühl, dass keiner auf seine Kosten kommt. Ich habe mir überlegt das Buch

    Das Prachtboot: Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten (hier) zu lesen.

    Eine Pressestimme machte mich skeptisch: "Zuletzt wurde viel über Kunstraub, aber wenig über die viel größeren Kolonialverbrechen gesprochen. Aly zeigt, dass diese beiden Sphären nicht zu trennen sind."

    Und da bin ich immer ein bisschen zwiegespalten ob eine ethnologische Sammlung für dieses Thema herhalten sollte. Nicht dass ich Raubkunst verleugnen würde, aber indem man Kolonialverbrechen und ethnologische Sammlungen in einer Ausstellung zusammenzurrt , wird man beiden Themen nicht gerecht. Die Haupt - und Kernaufgabe einer Kolonie war doch, Rohstoffe zu liefern oder man bereicherte sich, indem man z.B. Kronjuwelen aus Indien plünderte und sich einverleibte. Geistliche oder spirituelle Gegenstände zu sammeln, ist meines Wissens nach immer ein Randthema gewesen. Welchen materiellen Sinn hätte es auch gehabt?

    Gesetz dem Fall, es wurde nicht aus Neugier oder aus Bewunderung gesammelt, sondern alles beruht auf Hehlerei und Mord. Dann frag ich mich was die Ausstellung bringen soll? Dann müsste es einen internationalen Aufruf geben und die Exponate sollten schleunigst zurückgegeben werden. Dann verstehe ich aber auch die zehnjährige Planung und Quellenforschung nicht.


    Ich besuche ja gerne ethnologische Ausstellungen. Es ist faszinierend, wie in anderen Erdteilen gedacht und gelebt wurde. Die Herkunft/Beschaffung des Exponats ist natürlich auch wichtig, aber sollte in diesem Kontext nicht das Hauptthema sein (meiner Meinung nach)

    Anders zu beurteilen, wäre eine Ausstellung, die sich um Kolonialismus dreht mit Bezügen in die Gegenwart. Die Ausbeutung des Menschen ist mit der Kolonialzeit nicht abgeschlossen. Die Motive und Handlungen sind gleich geblieben mit vielen offenen, nicht aufgearbeiteten Fragen (warum gibt es Kinderarbeit? warum war Gaddafi böse und die Saudis nicht? Warum gehört der Irak nicht den Irakern?...etc)


    Wäre ich in Berlin, würde ich mir gerne die Sammlung ansehen. Vielleicht hat der eine oder andere Berliner aus dem Forum Lust und Zeit dazu.

    Viehtransporte finde ich auch immer ganz schlimm. Ich versteh da unsere Welt nicht.


    Hier wäre eine Aufschlüsselung "innerstädtisch und über Land" hilfreich.

    Das wäre tatsächlich interessant. Man darf nicht vergessen, dass es während der Anfangszeit der Automobilität neben Otto-Motoren genauso auch Elektro-PKWs unterwegs waren. Ferdinand Porsche experimentierte mit elektronischen Fuhrwerken. Damals ging Autolobbyisten aus, dass in den Städten mit glatten Asphaltflächen Elektroautos vorherrschen würden, indes auf der Landstraßen der Verkehr von Ölmotorfahrzeugen dominiert werden würde. Es wäre auch ein Ansatz für heute.

    Der Siegeszug des Verbrenners schwappte dann aus Amerika nach Europa mit den Leitvorstellungen der autogerechten Stadt:

    mit Satellitenvororten, Gartenstädten, separierte Büro-, Industrie- und Freitzeitparks, Konsumstädten etc. und Ausbau von Straßen.


    Eine ganz andere Frage ist die, ob nicht auf einen großen Teil von Transporten in Europa und in alle Welt verzichtet werden könnte.


    Die Exportnation Deutschland wäre auch davon betroffen, da nun wieder viel vielfältigere Produkte hier im Land produziert werden müssten, die dann auch für den heimischen Konsum gedacht sind.


    Diese Frage führt dann doch zu sehr in das Volkswirtschaftliche.

    Ich weiß nicht, ob wir unbedingt Exportnation sein müssen, dass es uns einigermaßen gut geht. Um beim Thema zu bleiben, es wäre natürlich eine tolle Sache wenn Deutschland Vorbild wäre für eine echte Klima- und Umweltwende, als Diskussionen über Verbote, Investoren und Treibstoffen zu führen. Und da ist tatsächlich der Binnenmarkt gefragt, indem man andere Strukturen etabliert, fördert, bezuschusst.

    Zitat von dem Verkehrsforscher Hermann Knoflacher:


    "Heute sind die meisten Strukturen bereits autogerecht, so dass jeder das Autofahren als normal, ja sogar notwendig erlebt, weil er nur so die Chance hat, Einkaufsmärkte und Freitzeiteinrichtungen aufzusuchen. Auch der Unwirtlichkeit der Umgebung, nämlich den verparkten öffentlichen Räumen, der hässlichen Architektur, den unbekannten Nachbarn, den fehlenden Sozialkontakten in der Nähe kann er endlich entkommen und sich selbst als Besetzer in andere Gebiete begeben. Auch die Möglichkeit, Arbeitsplätze aufzusuchen, steigt gegenüber dem Fußgeher enorm. Es ist kein Wunder, dass der Mensch von heute den Autobesitz und seine Benützung als Freiheit empfindet. In Wirklichkeit hat sich die Gesellschaft längst in der Art und Weise verändert, dass die Nichtmotorisierten als eine Art von Häftlingen von Autofahrern gehalten werden. Der Idealzustand der Autoproduzenten ist damit fast erreicht, die Menschheit ist zu Gefangenen der Verkehrsmittel - in dem Fall des Autos - geworden"


    Das bringt das Dilemma auf dem Punkt. Ich selbst wohne mittlerweile in einem starkbefahrenen Mischgewerbegebiet, umringt von neuer hässlicher Architektur und bin froh, dass ich es mir jetzt noch leisten kann, letztes Wochenende mal eine Spritztour nach Osttirol zu unternehmen, Ursprünglichkeit zu sehen, Kraft zu tanken. Ich würde ohne dem Automobil furchtbar leiden und mich als Ratte im Käfig fühlen.

    Es wäre schon ein Umweltproblem gewesen.

    Laut Rolf Sieferle wären im Jahr 1890, als die Transportleistung der britischen Bahnen 160 Milliarden Personenkilometer und 30 Milliarden Gütertonnenkilometer betrug, drei Millionen Pferde gebraucht worden, um die gleiche Leistung zu erbringen. Für das Futter hätten man mehr als ein Drittel des Landes als Anbaufläche benötigt.


    Trotz allem blieb das Pferd für die Nahverkehrsmobilität unentbehrlich.


    In Bezug auf heute wäre die Frage, wieviel Land bräuchte man, um eine Massen-E-Mobilität zu garantieren.?

    Wenn wir uns komplett vom Öl abkoppeln, wie wird unsere Kulturlandschaft aussehen?

    Zumal man in vielen Bereichen gar nicht mehr von Kulturlandschaft sprechen kann, so entsetzlich ist mittlerweile die Naturzerstörung durch unsere Massengesellschaft bereits jetzt vorangeschritten.

    Hier ein interessanter Artikel von der TAZ, wie das Wasserkraftwerk Walchensee ökologische Probleme verursacht.


    Da das Walchenseekraftwerk ein Speicherkraftwerk ist, kommt die Wasserkraft immer dann zum Einsatz, wenn auf einen Schlag viel Strom gebraucht wird. Zum Beispiel für die Deutsche Bahn. „Wenn die Bahn gleichzeitig einen ICE in Hamburg, Köln und Berlin losschickt, dann wackelt die Kaffeetasse im Büro“, sagt Reum­schüssel, der ein Büro über dem Wasserauslauf des Kraftwerks hat. Sein vibrierender Kaffeebecher auf seinem Bürotisch trägt die Aufschrift des früheren bayerischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie und Technologie.

    „Der Isar fehlt die Dynamik, der Rißbach ist eine Totstrecke“, sagt Karl Probst vom Verein „Rettet die Isar jetzt“. Er steht im 300 Meter breiten Schotterfeld an der Mündung von Rißbach in die Isar. Schnee bedeckt Kiesel und Steine, kein Wasser fließt Mitte April. Vier Kilometer oberhalb dieser wüstenartigen Landschaft rauscht der klare Rißbach über kalkreiche Steine, die das Wasser türkisgrün scheinen lassen. Dann kommt ein Wehr. „Und in dem Loch verschwindet’s“, sagt Probst und deutet auf einen Tunnel. Noch so ein Verwandter des Walchenseekraftwerks.

    Was nicht heißen soll, dass ich gegen die Deutsche Bahn bin. Ästhetisch fügt sie sich viel besser in die Landschaft ein.





    Und sie gehört uns und müsste eigentlich wieder als dem Gemeinwohl verpflichtender Staatskonzern umgewandelt werden. Aber wie bereits Heinzer angemerkt hat. Es wurde nichts investiert. Es gab von der EU zig Konzepte (nachzulesen "Pünktlich wie die deutsche Bahn" von Johann-Günther König) . Nichts wurde eingehalten oder durchgesetzt, sondern wie immer, ausgesetzt.

    Auch Parteien z.B. die SPD konnte sich beispielsweise ihrem Schienenpakt 2030, größere Städte an den Fernverkehr anzuschließen, verwahrloste Stationen in Schuss zu bringen, nie durchsetzen, bzw. ich habe nichts mehr davon gehört.


    Ich frage mich immer, warum man politisch "nur" auf E-Mobilität und Verteuerung der Energiepreise setzt? Wäre es nicht besser gewesen, man hätte erstmal Verkehrsknotenpunkte clever gelöst durch umweltschonendes intermodales reisen? Indem genügend Straßenbahnen, Busse, Taxen, Leihfahrräder und E-Mietwagen zur Verfügung gestellt werden.

    Was glaubt ihr wie die Gründerzeit möglich war, die uns einen gewaltigen Teil noch erhaltener schöner Stadtstrukturen und Einzelbauten hinterlassen hat? Ohne eine enorme Toleranz gegenüber Neuem, dem schnellem Wandel und der Unperfektheit hätte es diese Zeit nicht geben können.

    Die herrlichen Gründerzeiten fußten damals noch alle auf der Gleise oder/und mit Pferden (beispielsweise Pferdeomnibusse),

    Mit der neuen Fortbewegungstechnologie "Auto" gab 1920 in den Städten bereits große Klagen über verstopfte Straßen mit der entsprechender Lösung:

    Zitat aus der Berliner Illustrierten Zeitung Nr. 21:

    "Es handelt sich darum, die Fahrbahnen zu vermehren, es ist ein Problem für den Städtebauer, nicht für den Polizisten. Der Städtebauer muss endlich die - unterirdischen und oberirdischen - Tunnel - und Brückenstraßen konstruieren, das ist die einzige Lösung. Sie muss rasch kommen. "


    Nach diesen Forderungen entstanden dann die ersten automobilgerechten Stadt und Landesplanungen. Laut Johann-Günther König im "Die Geschichte des Automobils " "Die in den Trümmerwüsten der Nachkriegszeit entstanden Verkehrsschneisen selbst durch historisch gewachsene Altstadtkerne basierten auf Unterlagen, die zu jener Zeit angefertigt worden waren"


    Ist einfach das Zeichen einer alternden Gesellschaft. Umso verwunderlicher ist andererseits die Romantik ggü. der Kaiserzeit, deren Tempo und Umwälzungen die meisten der hier von den „guten alten Zeiten“ träumenden Foristen wohl mindestens so überfordern würde wie die heutige Zeit.

    Mit der industriellen Revolution - Technologie "Eisenbahn" - veränderte sich das Zeitgefühl, weil die Bahn riesige Entfernungen in Abfahrts- und Zielorte zusammenzog. Sie schuf neue Städtehierarchien und erleichterte die Trennung von Wohnung und Arbeitsstätte. Der Pendler wurde geboren.

    1870 brauchte ein Bürger in Hamburg 20 Minuten zu jedem Anlaufziel in der Stadt. In Berlin waren vier Kilometer pro Ziel zu bewältigen.

    Zu Fuß alles noch machbar.

    Die Bevölkerungsexplosion und Wirtschaftswachstum beendete die fußgängerfreundliche Prägung. 1890 brauchten mehr als 50 000 Arbeiter mehr als eine Stunde zum Arbeitsplatz.

    In dieser Hinsicht wurde damals schon (global) die verkehrten Weichen gestellt. Das Problem existiert bis heute, was ich als Pendlerin in leidvoller Erfahrung berichten kann. Wobei ich als Pendler mit der Bahn nichts einzuwenden hätte.

    Gesetz dem prognostizierten Fall, das E-Auto wird ein preisgünstiges Massenprodukt werden, welchen Nutzen hätte es für unser Anliegen? Würde sich irgendetwas in der Stadtplanung ändern?

    Und wenn Nein? Was dann?

    Ja, Modernismushass und modernistische Stadtplanung verteidigen gehen hier genau so Hand in Hand wie Innovationsfeindlichkeit und Zukunftspessimismus mit rosaroter Brille auf das Kaiserreich. Die Herren wären damals wohl in Bürgerinitiativen gegen Hochbahnen aktiv gewesen und hätten für das Pferd gekämpft, auch wenn das jetzt natürlich etwas polemisch war.

    Naja, das Pferd war ein ganzes Jahrhundert der Geburtshelfer („der Hafermotor“) der mechanisierenden Welt. Der Pferdeverbrauch explodierte im Neuzehnten Jahrhundert förmlich und nicht unbedingt zum Wohl des Tieres.

    Dass der Mähdrescher auf den stadtgroßen Feldern in den USA noch lange nicht mit einem Akku zurechtkommt, geschenkt (vll. gibt es einmal einen mit Solarpanel auf dem Ausleger + Wasserstoffmotor oder Brennstoffzelle oder oder oder).


    Die ersten maschinellen Mähdrescher wurden in Kalifornien von 20 bis 40 Tieren gezogen, das Pferd war auch unersetzbar zur Überwindung der räumlichen Distanz vom Bahnhof aus in die Tiefe des Landes. Erst um 1900 wurde das Pferd verdrängt, durch kleine leichte Verbrennungsmotoren von Otto und Diesel. Das Motorfahrzeug bot höhere Leistung zu geringerem Preis. Futter, Stall und Wasser kosteten, zumal in der Stadt einen hohen Preis.

    Der Markt setzte sich durch. Militärisch behielt das Pferd natürlich noch viel länger seine Rolle als Zugtier. 1. und 2. Weltkrieg (Russlandfeldzug)


    Was ich damit sagen will, es war eine parallele Entwicklung über mehrere Generationen.

    Heutzutage wird der Verbrennungsmotor gezielt mit planwirtschaftlichen Methoden ad hoc abgeschafft. Ich geb es zu, ich bin solchen Maßnahmen skeptisch eingestellt und empfinde sie nicht als innovativ.

    Dabei bin ich der größter Verfechter, einer alternativen Mobilität. Ich wohne direkt an einer Hauptstraße in einer kleinen Marktgemeinde. Als mein Vater noch jung war, fuhr alle halbe Stunde mal ein Auto vorbei. Mittlerweile tobt der Verkehr und für mich ist es ein Unding, zu beobachten, wie im Sekundentakt, einzelne Menschen sich in großen Maschinen befördern lassen. Das ist ineffizent. Auch mit Tessler wird es ineffizient werden. (Zumal Effizenzsteigerungen durch das Verkehrswachstum auf der Straße verpuffen)

    Ich bin für die Rückkehr des Schienenverkehrs, wo es nur geht, gerade im ländlichen Raum. Natürlich sollte die Straße für Behinderte, Notfälle, Gebrechliche mit individuelen Fortbewegungsmitteln weiter offen sein. Aber eine fünf-spurige Autobahn ist nicht mehr nötig..


    Dafür bräuchte es auch eine komplett andere und bessere Infrastruktur. Sei es lokale Angebote, wie Kreiskrankenhäuser oder Landwirtschaften die für den lokalen Markt produzieren, um beispielsweise Tiertransporte zu verhindern.. etc sowie der politische Wille/Stadtplanung, Arbeitsplätze und Wohnort zusammenzurücken.

    Im deutschen Klimaschutzplan geht es leider nur um steuerliche Verteuerungen und um Kraftfahrzeuge. Die deutsche Bahn spielt keine Rolle. Der Bundesverkehrswegplan 2030 sieht nur Bedarf an verbesserte Kraftstoffeffizienz vor, nicht an Ausbau von alternativer Verkehrsinfrastruktur.

    Da müsste viel mehr kommen!

    In Deutschland leben rund die Hälfte in der Provinz, die von öffentlichen Verkehrsmitteln suboptimal bedient werden und das Autofahren mehr oder weniger alternativlos machen.

    Deshalb plädiere ich für einen Wiederaufbau des seit Beginn des 20. Jahrhunderts halbierten deutschen Streckennetzes (das leider bis 2030 nicht ansatzweise zustande kommen wird).



    Hier eine Einschätzung des Philosophen Ivan Illich: „Sobald die Menschen – nicht nur bei mehrtätigen Reisen, sondern auch im täglichen Pendelverkehr – auf Beförderung angewiesen sind, treten die Widersprüche zwischen sozialer Gerechtigkeit und Motorkraft zwischen effektiver Fortbewegung und hoher Geschwindigkeit, zwischen individueller Freiheit und vorgeschriebenem Gleis mit eindringlicher Klarheit hervor. Die erzwungene Abhängigkeit von automobilen Maschinen verweigert dann einer Gesellschaft von lebendigen Menschen gerade jene Beweglichkeit, deren ursprünglicher Zweck die Mechanisierung des Transportwesens war. Verkehrssklaverei setzt ein. „

    Ein derartiges Bemühen um Rekonstruktion ist auf Jahrzehnte gesehen vergeudete Energie.

    ich kann nur Heimdall beipflichten. Ich würde es nicht ganz so drastisch ausdrücken, aber es ist verlorene Lebenszeit sich darum zu bemühen. Der allgemeine politische Konsens ist unter dem Strich negativ gegenüber dem Kaiserreich eingestellt. Das war ich früher auch, genau aus den oben genannten Gründen. Mittlerweile sehe ich das differenzierter, seitdem ich mich mit dieser Zeit beschäftigte, Briefwechsel aus dieser Zeit las... etc.

    Da so viele kleine Gutshäuser und Schlösser verfallen, würde mir die Idee aber gefallen, dass irgendein reicher Mensch im Zusammenhang mit einer Rettung, das ganze Ensemble in einem Schlossgarten wieder aufbauen würde. Wäre bestimmt auch touristisch ein Magnet.

    Es wurden seitenlang wieder Beiträge entfernt. Es ist allen gestattet, politische Fehlentwicklungen und Verursacher auch mit Namen zu benennen, was Stadtplanung und Architektur betrifft. Aber bitte haltet Euch mit Euren Emotionen zurück. Hochemotionale Beiträge, erzeugen wieder hochemotionale Gegenbeiträge. Letzten Endes bedeutet das sehr viel Moderationsarbeit und Beiträge müssen gelöscht werden.

    Der Siegerentwurf sowie weitere Entwürfe zur Umgestaltung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums sind nun auch bei Baunetz zu finden. Im Vergleich hat hier m.E. tatsächlich der 'stärkste' Entwurf gewonnen.

    Ich finde, dass die Uferpromenade ziemlich unsozial gegenüber alte und gebrechliche Menschen gestaltet ist. Als ob ein alter Mann wie auf dem Bild im Herbst auf einer grauen Betonplatte ohne Rückenlehne lange sitzen würde? Trotzdem bin ich gespannt, wie das mal aussehen wird... Bänke lässt sich ja noch bauen.

    Den zweitplatzierten Entwurf finde ich da schon viel heimeliger, auch die roten Pflastersteine. Aber vertrauliche Gespräche kann man bei dieser langen Bank + Rückbank leider auch nicht führen. Die Uferpromenade haut mich auch nicht vom Hocker.

    Den Entwurf von Levin Monsigny Landschaftsarchitekten finde ich ganz nett. Die Sitzmöglichkeiten sind aber auch nicht mein Fall. Ist es jetzt "in" dass man in Parks irgendwelche Metallstühle hinstellt? Ganz gut finde ich die Idee der Ufergestaltung des WES LandschaftsArchitektur mit Hans-Hermann Krafft, da sie die Gestaltung der gegenüber liegenden Seite etwas mit aufnimmt. Auch gefallen mir die verschlängelten Wege der sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten.


    Leider sieht man von allen Entwürfen (trotz Recherche) zu wenig, um das angemessen beurteilen zu können.

    Da Du Dich am Begriff „Zeitgeist“ störst, habe ich den Titel geändert in „Architektur und Ausdruck im Wandel“


    Ich habe schon die Empfindung, dass zeitgenössische Architektur und Stadtplanung viel über den Zeitgeist aussagen.


    Zum einen erfüllen sie die Funktion Menschen komfortabel unterzubringen (Sanitäre Anlagen, Heizung...), Befriedigung des Konsums (Kauffhäuser) und zum anderen verfolgt die Moderne Maßstäbe, die es vorher nicht gab. Mein Eindruck ist, dass preisgekrönte Architektur oft so etwas von Zufall beinhaltet. Wie so ein Mikato –Spiel, beliebt sind amorphe Formen XXXXL vergrößert (nicht immer schlecht) oder das Gegenteil:komplett durchgerastert, Vermeidung von Essembles, Gebäude stehen bewusst bezuglos nebeneinander, oder sie stehen verdoppelt, verdreifacht, vervierfacht .. jedes für sich monoton in einer Reihe, Vermeidung von Portalen, Eingänge haben so etwas wie von Zugängen von Grabräubern an sich, keine Orientierung, möglichst ohne Anfang und ohne Ende, auch innen wird leider kein Wert mehr auf ein Treppenhaus gelegt. Sie sind meistens am Rande, oder ausgegliedert, Barrierefreiheit ist wichtig (diesen Punkt finde ich gut. Meine Mutter ist blind). Die Botschaft was ein Gebäude ausstrahlen soll: leicht, schwebend, zurückhaltend, beliebig, ortlos und international. Mir ist im letzten Istrien-Urlaub aufgefallen, dass zeitgenössische Gebäude 1:1 den gleichen Stil haben wie in Deutschland. Und so empfinde ich auch den Zeitgeist.


    Bewusste Provokation ist mittlerweile seltener geworden.


    Letztens las ich ein hochspannendes Buch „Reisen und Reisende in Bayrisch Schwaben“ herausgegeben von Hildebrand Dussler. Das sind Reiseberichte von Fürsten, Kardinälen, Kaufleuten aber auch einfachen Wandergesellen, die ihre Reisen auf der damaligen Handelsroute von Nürnberg – Richtung Augsburg, (weiter Venedig) bevorzugt am Lech ihre Reiseerlebnisse schilderten oder offizielle Berichte abstatteten. Damals führte der Verkehrsweg von Italien nach London, nicht über München, sondern über Augsburg durch das Gebiet Bayrisch – Schwaben.


    Hochinteressant war es deswegen, da Architektur, Ort und Raumgestaltung das große Thema in den Berichten der geistigen Elite war – und zwar seitenlang. Immer die Frage: Wie präsentiert sich eine Stadt?


    Dieser kulturelle Präsenz und Wichtigkeit kann man sich heute gar nicht vorstellen. Das wäre das Gleiche, wenn bei Frau Dr. Merkels Wirtschaftsreise nach China in ihrem Tross von Wirtschaftsvertretern auch Architekten und Stadtplaner am Bord wären. . Oder Herr Steinmeier hätte beim letzten Besuch eine Laudatio über die schwedische Innenstadt gehalten. Bei seiner Rede kam immerhin (!) die deutsche Kirche als Anlass über Gemeinsamkeiten zu sprechen darin vor:


    „… Schweden zählt zu den wichtigsten und engsten Partnern der Bundesrepublik Deutschland. Die Ursprünge unserer Verbindung reichen weit zurück, bis in die Zeit der Hanse. Der Turm der deutschen Kirche zeichnet unsere gemeinsame Geschichte seit über 400 Jahren in die Skyline der Stockholmer Altstadt. Er ist das Monument, das Wahrzeichen unserer langen und wechselvollen gemeinsamen Geschichte.…“


    Auf die Ästhetik und der Schönheit geht er nicht ein. Ich mach das ihm auch nicht zum Vorwurf. Das macht kein Staatsmann. Heutzutage haben Politiker andere Interessen und andere Prestigeobjekte auf dem Schirm. Es wäre auch eine absurde Vorstellung, dass Frau Dr. Merkel einen amerikanischen Präsidenten durch ein neues langweiliges 0815 Wohngebiet führen würde.


    Das ließ mich den Schluss zu, dass damals nicht einfach nur aus einer Laune heraus „schön“ baute, sondern es war eine Form der Zivilisation, in der die Schönheit genauso eine Rolle spielte, wie heutzutage mit Messer und Gabel zu essen.


    Und oft nur an zweiter Stelle werden religiöse Themen, Handel, etc. erwähnt, die nach dem Münster Friedensvertrag erstaunlich tolerant ausfielen. Nach dem Motto: Lutheraner/Häretiker gibt es halt eben auch. Leid wurde nicht ausgeschlossen. Der enorme Bevölkerungsschwund und die Kriegsspuren werden ohne Anklage dokumentiert.


    Im Klapptext heißt es auch zu Recht: „Angesichts der Vielfalt der hier zu Wort gekommenen reisenden Berichterstatter, der Buntheit und Fülle ihrer Erlebnisse und Beobachtungen drängst sich uns Lesern unwillkürlich die Frage auf, ob tatsächlich nur unser Zeitalter berechtigt ist, sich das einer pluralistischen Gesellschaft zu nennen“


    Ein Punkt ist auch, dass die Wahrnehmung eine andere war. Seine Ziele musste man damals sich hart erkämpfen.


    Nicht der Gefahr wegen, was ja eine romantische Gruselvorstellung unserer heutigen Zeit ist. Der aus Italien kommende Jouvin de Rochefort bemerkte 1672, dass auf seiner Reise vom Betreten des deutschen Bodens ab nichts mehr zu befürchten gewesen. Nur zwischen Weißenburg und Mohnheim nahm man einen gebräuchlichen Geleitsmann wegen der Wegelagerer. Sehr nett beschrieben vom englischen Jurist Fynes Moryson, 1592, der mehrmals auf den schwäbischen Straßen flott auf einem Pferd unterwegs war.


    Die Wahrnehmung war deswegen eine andere, da man sich einer Stadt ganz anders annäherte. Wie ist die Stadt in der Landschaft eingebettet? Verbunden natürlich mit der Mühe, die das Reisen mit sich brachte.


    Großherzog Cosimo III. von Toskana 1667-68 beschrieb:


    „Freitag 18. November: Wir reisten durch ein sich weitest dehnendes und schönes Land, voll von Dörfern, und durch die Weiße des Schnees um so weitläufiger, der Schnee ließ aber das Auge zu keiner Freunde über diese weite Ferne kommen. So begaben wir uns nach Augsburg. Diese Stadt ist die Metropole des reichsfreien Schwabens und steht unter dem Schutz des Reiches. Sie liegt auf einer kleinen ziemlich schönen Anhöhe und ist voll von herrlichsten Bauten und Kirchen. Es gibt da sehr reiche Läden, besonders solche für Silberwaren. Die Lebenshaltung ist hier nicht teuer… S. Hoheit ließ sich im Gasthof zu den „Drei Mohren“ nieder, der auch für einen gekrönten König aufnahmefähig wäre. Es gibt hier schön möblierte Wohnräume, und man fühlt sich aufs bequemste untergebracht...“


    (Neben den Landschaftsschilderungen von lieblichen Wälder voller Hirsche, werden auch schön gekleidete Bürger und Bauern, Gaukler, Festbankette, technische Errungenschaften, Zollhäuser, feierliche Empfänge und die Freude der Bauern über die Ernte in den Berichten ausführlich beschrieben. Wölfe streifen auch den Weg…)


    Aber um bei der Architektur zu bleiben….


    Auszug eines Berichts des Uditore (päpstlicher Gesandte und Diplomant) Giacomo Fantuzzi, der 1652 in Begleitung von Reisegefährten und Dienern in einem sehr langen, mit rotem Tuch überspannten Carro zu fünf Pferden reiste, “ in dem es sich ganz bequem sitzen ließ“ von Warschau – Frankfurt - durch das Schwabenland – Richtung Italien


    über die Stadt Neuburg:


    „Die Stadt Neuburg liegt in einer Ebene und erhebt sich hoch über die Donau, einen bekannten Fluss, der sich vor der Stadt in zweit große Arme teilt, die die Stadt ganz umschließen und sie zum großen Teil schon zur Festung machen. Sie ist aber überdies noch ganz von Mauern umgeben. Man überquert die Donau auf einer sehr großen Fähre, einen Büchsenschuss von der Stadt entfernt. Diese hat schöne Vorstädte mit netten Wohnungen. Sie sind noch reicher bevölkert als der Stadtkern, der auch sehr schön und ziemlich geräumig ist. Er hat wohlkonstruierte Häuserfronten, gemäß deutscher Art mit Malereien und Marmorfiguren verziert. Neuburg hat lange, breite und schöne mit hochkant gestellten Ziegelsteinen gepflasterten Straßen. Die Innenstadt ist jedoch nicht sonderlich groß. Sie besitzt einen großen und weiten Platz, an dessen Ende ein schöner Brunnen zur öffentlichen Benutzung steht. Dem Platz wendet eine den Jesuiten gehörige Kirche ihre Fassade zu. Diese wurde ganz modern und vom Herzog Wolfgang errichtet, unmittelbar nachdem er sich während des Pontifikats Pauls V. vom calvinischen Bekenntnis zum Katholizismus bekehrt hatte…(….)…


    .. Mittags gelangte ich nach „Augusta“,… Sie gehört zu den schönsten, ausgedehntesten und majestätischsten Städten, die es in Deutschland gibt. Denn sie hat breite, lange und gerade Straßen, alle geschmückt durch die Fassaden sehr schöner Häuser und Paläste, wobei die meisten außen bemalt und mit prächtigen marmornen Türen und Fensterleibungen versehen sind. Sämtliche Tore der Stadt sind überaus schön; ein jedes besitzt einen gebieterischen, zuweilen bemalten Turm darüber. Augsburg hat einen herrlichen, ziemlich großen Marktplatz, ordentlich lang und breit, der sich von der Straßenbreite nicht unterscheidet… Inmitten dieses Hauptplatzes, an seinem Anfang und an seinem Ende stehen zwei herrliche Brunnen…. (….).. usw.


    ...Das Rathaus oder der Stadtpalast ist ganz herrlich, auf prächtigste und neuzeitlichste gebaut. Die Portale und Fensterleibungen sind aus Marmor. Beim Eintreten geht man mitten durch die Wachen, die in einer recht schönen weitmächtigen Halle stehen. Diese ist ganz marmorgepflastert und durch acht herrliche Säulen aus feinstem Marmor in drei Schiffe abgeteilt. Über eine ebenfalls marmorne Treppe steigt man hoch. Zum Ende derselben betritt man einen sehr hohen und prächtigen Saal, einen der größten und schönsten, die ich je gesehen habe. Er ist ringsum bemalt und glänzt von Gold durch seine reichgetäfelte vergoldete Decke. Dieser Saal liegt inmitten von vier überaus schönem Zimmer, die mit vergoldeten flandrischem Leder ausgeschlagen sind mit verschiedenen Figuren geschmückt. Jedes Zimmer hat seinen eigenen Ofen, kunstreich in Entwurf und Ausführung........usw“




    Auszug aus einer Aufzeichnung von Kardinal Carlo Rosetti, 1644, nach seiner Rückkehr aus England – über Dover – Dünkirchen, Köln, Mainz, Frankfurt, Nürnberg– Richtung Italien reiste und über Augsburg schwäbischen Raum betrat.


    In dritter Person geschrieben, nach einem Empfang in Augsburg


    „S. Eminenz wollte in einer so vornehmen und schönen Stadt einige Tage, und deshalb möglichst inkognito, um sich pflegen zu können, verweilen. Um so besser genießen zu können, entschied er sich außerdem, mehr zu Fuß und verkleidet auszugehen, begleitet von nur einer oder zwei Personen. Er wanderte durch die Straßen, bewunderte jene Raritäten von Brunnen mit den Bronzefiguren, die an verschiedenen Orten errichtet und aufgestellt sind. Er bestaunte die auf der Straßenseite prachtvoll bemalten Gebäude, wodurch das Gemüt ergötzt, zur Bewunderung hingerissen wurde und die Feinheit der Bemalung die Meister lobte. Die Kirchen sind so gut entworfen und erhalten und werden deshalb geschätzt durch ihre prächtige Architektur und Größe…..“




    Eine düstere Ahnung hatte über 100 Jahre später der Benediktinerpater Plazidus Scharl von Andechs 1788 über Kloster Rottenbuch, welche er nach seinem Besuch notierte: (Auch in früheren Zeiten gab es den Verlust des Schönen).


    „Welch ein herrliches Gebäude! Welch´ eine Bibliothek, welch´ kostbare Naturalien und anderer Raritäten Kabinett, welcher Schatz von Litterarischen Sammlungen!..Die gekauften Oefelischen Sammlungen der seltenen Bücher, Kupferstiche, Handzeichnungen, Naturalien geben diesen gelehrten Schätzen den Nachdruck und setzen ihnen die Krone auf. Man kann sich nicht genug davon ansehen. Immer etwas Schöneres folgt auf das Schöne, etwas Selteneres auf das Seltene. Wie niederschlagend ist der Gedanke, dass diese Schätze einmal zerstreut, verwirrt, ich weiß nicht wohin verführt, außer Gebrauch versetzt werden sollen. So muss all menschliche gute Einrichtung vergehen und das Merkmal ihrer Vergänglichkeit in seinem Wesen tragen!


    Die Bibliothek gibt es nicht mehr. Sie fiel der radikale Durchführung der Säkularisation Bayerns zum Opfer. Das neunzehnte Jahrhundert begann mit einem Überfall von 4000 französischen Soldaten und einer neunmonatigen Besatzung. Am 21. März 1803 wurde den Konventualen des Augustiner-Chorherrenstiftes Rottenbuch mitgeteilt, dass das Kloster zum 1. April des Jahres aufgehoben ist. Die Chorherren mussten gezwungenermaßen ihr Kloster verlassen und wurden ihrer Heimat beraubt. Kirchliche Geräte, Ornate und Schmuck, Bücher, Sammlungen, Kunstgegenstände wurden verschleppt und versteigert, die Klostergebäude verschachert und anschließend größtenteils niedergerissen und vernichtet


    Rottenbuch das mit weitem Abstand bestgeführte Kloster Bayerns verfiel innerhalb kürzester Zeit in die Unbedeutsamkeit.


    Und heute? Während Dichter, Denker, Schriftsteller in der Massengesellschaft Probleme haben überhaupt gehört zu werden, gäbe es in der Architektur riesige Chance noch mal Genie spielen zu dürfen. In die Geschichte einzugehen. In welchem kulturellen Gebiet ist das noch möglich?


    Aber diesen Wettkampf will man glaube ich gar nicht auf diesem Gebiet haben.

    Die Idee ist die Gleiche, wie die des Axel-Springer-Neubaus in Berlin: Aufbruch oder Aufbohren einer geschlossenen Form. Verbunden mit einer gewissen Willkürlichkeit der Anordnung (die man natürlich erst erfinden und rüberbringen muss. Da braucht es schon eine gewisse Kreativität, als sonstige zeitgenössische Architektur).

    Quote

    Das ca. 16 x 15,5 m umfassende eingeschossige Gebäude ragt über die Bodenplatte hinaus und erscheint als schwebender Baukörper.

    Die Fensterumrahmungen sind sicherlich nicht aus Holz. Und als "schwebend" würde ich die Neue Nationalgalerie in Berlin bezeichnen, (die ich sogar gut finde). Auf dem Foto wirkt das Gebäude sehr dunkel. Diese geriffelte Fassade hat sowas von einer Terassendieloptik. Ganz ehrlich, das habe ich schon tausendmal gesehen.

    Der Beitrag, welcher der Stein des Anstoßes war, wurde nach Kenntnisnahme von uns entfernt.

    Es gibt auch eine Meldefunktion! Die allerdings kaum benutzt wird. Man regt sich lieber auf.


    Ich habe übrigens alle meine älteren Bilder aus diesem Grund abgeschaltet.

    Jeder kann seine Beiträge im Nachhinein editieren. Aber Stränge im Nachhinein absichtlich unbrauchbar zu machen, kostet Moderationsarbeit, ist unfair für denjenigen, der mit Beiträgen darauf eingegangen ist und verstößt auch gegen unsere Forumsethik.

    Was die amerikanische Tradition der privatisieren Gefängnisse betrifft: ich sehe darin nichts Negatives. Das ist erstens nur ein kleiner Prozentsatz aller Gefängnisse und zweitens zu einem eigenen Wirtschaftszweig geworden, der die staatlichen Gefängnisse entlastet und dafür sorgt, dass immer genügend Platz vorhanden ist. Natürlich ist mir auch bewusst, dass sich das alles hier nicht umsetzen lässt

    Ja, der Prozentsatz ist nicht hoch. Aber ich bin nicht der Meinung, dass man die Schaffung von Gefängnissen dem Kapitalismus überlassen sollte. Die Gefahr ist dann immer da, dass sich Lobby-Gruppen bilden, die Interesse haben möglichste viele Menschen sehr lange einzuknasten. Eine kriminelle Gesellschaft wäre dann gut für´s Geschäft.

    Amerika ist nun mal eine gewaltbereite Gesellschaft und hat Strategien entwickelt. Ich habe mich immer sehr gefreut, als nach dem Rückflug am Flughafen ein Polizist mit grüner Uniform mich begrüßte. Endlich zu Hause :love: Aber das gibt es ja auch nicht mehr. ;(